Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner , IOCO Aktuell, 20.6.2017

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Der Ring des Nibelungen an der Rheinoper

Termine und Betrachtung 

Rheinoper Duesseldorf / Ring des Nibelungen-Regisseur Dietrich W. Hilsdorf © Susanne Diesner

Rheinoper Duesseldorf / Ring des Nibelungen-Regisseur Dietrich W. Hilsdorf © Susanne Diesner

27 Jahre nach der letzten Neuinszenierung bringt die Deutsche Oper am Rhein Richard Wagners vierteiligen Opernzyklus Der Ring des Nibelungen in der Regie von Dietrich W. Hilsdorf auf die Bühne.

Nicht nur hier am Rhein wird sie mit Spannung erwartet: die Premiere von Das Rheingold am Freitag, 23. Juni 2017 im Opernhaus Düsseldorf. Dem Auftakt lässt die Deutsche Oper am Rhein Die Walküre (Premieren 28.1.2018 Düsseldorf, 31.5.2018 Duisburg), Siegfried (Premiere 7.4.2018 Düsseldorf, 26.1.2019 Duisburg) und, erst 2018/19, die Götterdämmerung  (27.10.2018 Düsseldorf, 5.5.2019 Duisburg) folgen. Generalmusik­direktor Axel Kober – regelmäßiger Gast bei den Bayreuther Festspielen – erarbeitet den neuen Ring am Rhein mit beiden Orches­tern, den Düsseldorfer Sym­pho­­nikern und den Duisburger Philharmonikern, so dass Der Ring mit unterschied­lichen Sängerbesetzun­gen bis zum Sommer 2019 sowohl im Opernhaus Düsseldorf als auch im Theater Duisburg zur Aufführung kommt.

Deutsche Oper am Rhein / Das Rheingold - Maria Kataeva (Wellgunde), Anke Krabbe (Woglinde) und Michael Kraus (Alberich) – © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Das Rheingold – Maria Kataeva (Wellgunde), Anke Krabbe (Woglinde) und Michael Kraus (Alberich) – © Hans Jörg Michel

Richard Wagners Dystopie der alten und Utopie der neuen Gesellschaft

Eine Betrachtung von Albrecht Schneider

Gegen Ende des Neunzehnten Jahrhunderts verdämmerte allmählich der Mythos des Goldes, das Licht des Kapitals flammte nunmehr in den Kontoren und Börsensälen auf. Sofern Goldtaler und Goldmark in der Hand noch warm, verheißungsvoll schimmerten, so wirkte das Kapital kalt und fern, ja unheimlich. An die Stelle der Schatztruhen traten die Kontobücher mit Zahlenkolonnen, an deren Länge unter dem Strich sich Bedeutung und Macht ablesen ließen.

Deutsche Oper am Rhein / Das Rheingold - Die Rheintoechter - Anke Krabbe (Woglinde), Maria Kataeva (Wellgunde), Ramona Zaharia (Floßhilde) © Susanne Diesner

Deutsche Oper am Rhein / Das Rheingold – Die Rheintoechter – Anke Krabbe (Woglinde), Maria Kataeva (Wellgunde), Ramona Zaharia (Floßhilde) © Susanne Diesner

Das Kapital genießt keinen zweifelsfreien Ruf, was es zu einem guten Teil dessen frühem Interpreten Karl Marx verdankt. Seiner Natur gemäß kommt es indessen gleich dem Gold weder gut noch böse, weder moralisch noch amoralisch daher. Sein Benehmen verantwortet einzig, wer darüber verfügt. Dass heutzutage weitgehend nicht länger die Politik das Schicksal ist, wie seinerzeit Napoleon gegenüber Goethe argumentierte, vielmehr statt ihrer das Kapital, das sollte inzwischen sogar einem bislang ökonomisch Unbedarften aufgegangen sein. Zu derlei Einsicht verhelfen Banken, die in ihrer Gier selbst das ärmste Würstchen zu verschlingen sich anschickten – und gegebenenfalls weiter verschlingen werden–, wie man sich mittlerweile dem Kraftfeld der globalen Konzerne und Kartelle ausgeliefert weiß und sich ebenso wenig der stillen Manipulation durch die Netzwerkgiganten zu erwehren vermag.

Mit der großen Erzählung Der Ring des Nibelungen stimmt Richard Wagner auf wahrlich meisterhaft kunstvoll musikalische Weise ein Lied an von den zerstörenden Taten, zu denen das Kapital, das bei ihm das Gold verkörpert, anzustiften vermag. Das im Grunde des Rheins ruhende und daher im Grunde unschuldige Metall wird zu einem Ring, einem fluchbehafteten Instrument geschmiedet, das den Untergang einer Gesellschaft und ihrer Götter heraufbeschwört: sie haben an die Stelle der Liebe zu den Anderen die Herrschaft über sie gesetzt. Auch wenn sich die Geschichte vor Anbeginn der Zeiten zuträgt, bleibt sie gleichwohl zeitlos.

Das Ende der Welt ist seit dem Ende des Zweiten Großen Krieges längst keine unrealistische Schreckensvision mehr, sondern ein Akt, den die Inhaber der Mittel dazu allzeit zu leisten imstande sind. Wenn sie nicht die Liebe zu den Menschen daran hindert, wer oder was sollte sie dann daran hindern?

Deutsche Oper am Rhein / Bühnenbildentwurf für "Das Rheingold" von / © Dieter Richter

Deutsche Oper am Rhein / Bühnenbildentwurf für „Das Rheingold“ von / © Dieter Richter

Der Komponist und Librettist des vier Abende beanspruchenden Gesamtkunstwerkes ist nicht allein ein „Orpheus alles heimlichen Elends“, als den ihn Friedrich Nietzsche apostrophierte, sondern zugleich ein Rhapsode der Liebe. Es finden sich in seinem Opus Magnum vielerlei große und kleine Liebende, nur dass sie oft nicht aus dem Schatten der großen und kleinen Hassenden heraustreten. Deren Gier nach dem Gold, auf dessen Besitz Herrschaft zu gründen scheint, weckt in ihnen üble Kräfte, die jeden und jede und sie selbst mehr oder minder deformieren. Erst wenn das Gold auf dem Grunde des Rheins seine Unschuld zurückgewinnt und die Macht in den Händen der Liebenden liegt, sich das Kapital ausschließlich human gebärdet, wird der Ewige Frieden gestiftet sein.

Das ist Richard Wagners Idee von einer Neuen Gesellschaft, die er nicht unbedingt in dem Hörnergedröhn eines stets gutgelaunten Siegfrieds oder dem Posaunen- und Basstrompetengetöse eines Hexentanzes von Walkürenritt entwirft, sondern eher mit dem leisen, anschwellenden und wieder verebbenden schier endlosen Strom der Musik. Mit der des Rheingolds, des Vorabends der drei folgenden Dramen, hebt die Erzählung an, wird der Anfang des kunstvollen Netzes der Themen und Motive gewirkt, die den Augenblick fassen, die Vergangenheit zurückrufen und von der Zukunft reden. Der Ring des Nibelungen bleibt eine Herausforderung schlechthin für diejenigen, die sich dem Riesenwerk aktiv oder passiv, als Künstler wie als Zuhörer stellen. Die Deutsche Oper am Rhein nimmt sie an, und mithin harrt man sehnsuchts- wie erwartungsvoll darauf, dass mit dem tiefen Es der Kontrabässe der Mythos vom Anfang und Ende der Menschen und ihrer Götter zu tönen beginnt.

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Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Don Carlo von G. Verdi , 10.06.2017

Mai 10, 2017  
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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Don Carlo von Giuseppe Verdi

Oper nach Friedrich von Schiller, Libretto von Joseph Méry und Camille du Locle / Italienischer Text von Antonio Ghislanzoni

Premiere Duisburg: Samstag, 10. Juni 2017,  19.30 Uhr   weitere Vorstellungen  Donnerstag 15.06. – 18.30 Uhr / Samstag 17.06. – 19.30 Uhr / Freitag  23.06. – 19.30 Uhr / Donnerstag 29.06. – 19.30 Uhr / Saamstag 01.07. – 19.30 Uhr

Im Theater Duisburg ist am Samstag, 10. Juni 2017, Premiere für Verdis große Oper Don Carlo. Inszeniert hat sie der international gefragte flämische Regisseur Guy Joosten, der hier in der kommenden Spielzeit Donizettis Oper Maria Stuarda auf die Bühne bringen wird.

Deutsche Oper am Rhein / Don Carlo © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Don Carlo © Hans Joerg Michel

Dirigent Lukas Beikircher hat zu Don Carlo eine ganz besondere Beziehung: „In dieser Oper liegen einige der schönsten und glückhaftesten Momente von Verdis Musik. Verdi schafft es, Gefühle, Emotionen und Tiefe allein durch eine Melodie auszudrücken – das kann keiner so wie er. Die Melodie ist pure Substanz. Auch die berühmtesten Arien und Duette sind vom Drama beseelt und niemals Selbstzweck.“ In Duisburg erarbeitet er Don Carlo mit den Duisburger Philharmonikern. Die Titelpartie singt der italienische Tenor Gianluca Terranova, der schon bei der Düsseldorfer Premiere begeisterte und als „das stimmliche Ereignis des Abends“ (k.west) gefeiert wurde. Als Don Carlos Vater Filippo II. gastiert der in China geborene Bass Liang Li. Die irische Sopranistin Celine Byrne stellt sich nach zwei Auftritten als Liù („Turandot“) in Duisburg als Elisabetta vor. Aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein präsentieren sich Sarah Ferede und Bogdan Baciu mit ihren Rollendebüts als Eboli und Rodrigo di Posa an der Seite von Sami Luttinen als Großinquisitor und Günes Gürle als Mönch.

Musikalische Leitung: Lukas Beikircher,  Chorleitung: Gerhard Michalski, Inszenierung: Guy Joosten Licht: Manfred Voss, Bühne: Alfons Flores Dramaturgie: Bernhard F. Loges, Kostüme: Eva Krämer

Filippo II.: Liang Li / Adrian Sâmpetrean Un Frate: Günes Gürle, Don Carlo: Najmiddin Mavlyanov Tebaldo: Dimitra Kotidou, Rodrigo di Posa: Bogdan Baciu Il Conte di Lerma: Bryan Lopez Gonzalez, Il Grande Inquisitore: Sami Luttinen Voce dal Cielo: Luiza Fatyol / Lisa Griffith, Elisabetta di Valois: Celine Byrne,   Principessa di Eboli: Sarah Ferede Duisburger Philharmoniker

Don Carlo, Infant von Spanien, ist gefangen in seinen Gefühlen zu Elisabetta di Valois, die aus Gründen der Staatsräson nicht mit ihm, sondern mit seinem Vater, König Filippo II., verheiratet wurde. Sein Freund Rodrigo di Posa legt ihm die Befreiung Flanderns von der spanischen Besatzung ans Herz und glaubt, ihm in dieser Aufgabe einen neuen Lebenssinn zu geben. Zugleich ist Marquis Posa ein kalkulierender Politiker, der seine Ideale von Freiheit im totalitären, von der Inquisition durchsetzten Staate verwirklichen will. Er steht dem König nahe, der in ihm gar einen Freund zu erkennen glaubt. Doch für menschliche Beziehungen, ob Freundschaft oder Liebe, ist in diesem System kein Platz.

Giuseppe Verdi (1813–1901) liebte die Werke Friedrich Schillers und fühlte sich ihm geistesverwandt. Der Drang nach Freiheit im Denken und Handeln, wie ihn der Dichter in seinem Don Karlos 1787 auf die Bühne brachte, bestimmte auch das Leben des Komponisten. Vier Mal vertonte er Stoffe Schillers, zuletzt Don Karlos. Am 11. März 1867 wurde seine gleichnamige Oper in Paris uraufgeführt – zunächst ohne Erfolg. In den folgenden 20 Jahren arbeitete Verdi seine Oper sieben Mal um. Am 10. Januar 1884 wurde eine vieraktige Fassung in Mailand aufgeführt. Diese bis heute meistgespielte Version ist auch an der Deutschen Oper am Rhein zu hören.

Opernwerkstatt zur Premiere mit Gesprächen und Probebesuch: Di 06.06., 17.00 Uhr, Theater Duisburg (Eintritt frei)

Premiere Duisburg: Samstag, 10. Juni 2017,  19.30 Uhr   weitere Vorstellungen  Donnerstag 15.06. – 18.30 Uhr / Samstag 17.06. – 19.30 Uhr / Freitag  23.06. – 19.30 Uhr / Donnerstag 29.06. – 19.30 Uhr / Saamstag 01.07. – 19.30 Uhr,  PMDOR

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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Oper und Ballett am Rhein – März 2017

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Turandot © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Turandot © Hans Jörg Michel

Oper und Ballett am Rhein im März 2017

Fr 03.03. – 11.00 Uhr                Premiere Familienoper: Oliver Knussen „Wo die wilden Kerle wohnen“ im Theater Duisburg

Sa 04.03. – 19.30 Uhr               Premiere: Giacomo Puccini „Turandot“ im Opernhaus Düsseldorf

So 05.03. – 11.00 Uhr               Liedermatinee im Foyer – mit Torben Jürgens (Gesang) und Stephen Harrison (Klavier) im Opernhaus Düsseldorf

Fr 10.03. – 19.30 Uhr                Wiederaufnahme: Giuseppe Verdi Aida im Opernhaus Düsseldorf

Sa 18.03. – 19.00 Uhr             AIDS-Gala 2017: 8. Festliche Operngala für die Deutsche Aidsstiftung im Opernhaus Düsseldorf

Mo 27.03. –  19.00 Uhr       Ballettwerkstatt im Opernhaus Düsseldorf: Podiumsgespräch und Probenbesuch zur Premiere von b.31: Schläpfer/van Manen/León & Lightfoot

Do 30.03. – 19.30 Uhr              Wiederaufnahme: Giacomo Puccini Tosca im Theater Duisburg

Deutsche Oper am Rhein / Wo die wilden Kerle wohnen © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Wo die wilden Kerle wohnen © Hans Joerg Michel

Im März …

… feiert die Deutsche Oper am Rhein gleich zwei Premieren: Im Theater Duisburg kommt ab Freitag, 3. März, 11.00 Uhr, mit Oliver Knussens „Wo die wilden Kerle wohnen“ erneut eine phantasievoll und temporeich inszenierte Familienoper auf die Bühne. Die Oper nach Maurice Sendaks berühmtem Bilderbuch nimmt Kinder und Erwachsene mit auf die spannende musikalische Traumreise des kleinen Max zu den „Wilden Kerlen“, mit denen er die wildesten Abenteuer erlebt. Regie führt Philipp Westerbarkei, für die Ausstattung konnte erneut die Kostüm- und Bühnenbildnerin Tatjana Ivschina gewonnen werden. Jede Menge wilder Verwandlungen auf der Bühne sorgen zusammen mit Knussens lautmalerischer Musik in 45 Minuten für pausenloses Opernvergnügen. Es spielen die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Jesse Wong.

Im Opernhaus Düsseldorf öffnet sich am 4. März, um 19.30 Uhr der Vorhang für Giacomo Puccinis „Turandot“. Als Koproduktion mit dem National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying), Taiwan, präsentiert Regisseur Huan-Hsiung Li seinen Blick aus Fernost auf Puccinis Meisterwerk, der behutsam historische Inhalte mit aktuellen Bezügen verknüpft. Besonders ins Auge fallen die prächtigen Kostüme von Hsuan-Wu Lai, die auf perfekte Weise Symbolkraft und Schönheit miteinander vereinen. In der Titelrolle ist die international gefeierte Linda Watson zu erleben, die seit 2013 wieder dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein angehört. Als Kalaf gastiert Yonghoon Lee, der ebenfalls auf den großen Bühnen der Welt zu Hause ist. Zahlreiche Ensemblemitglieder sind zudem in Rollendebüts zu erleben: Anke Krabbe als Liù, Dmitri Vargin als Ping, Luis Fernando Piedra als Pong, Günes Gürle als Timur sowie Richard Šveda als Mandarin. Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein und der Kinderchor am Rhein ergänzen das Ensemble. Unter der musikalischen Leitung von Wen-Pin Chien spielen die Düsseldorfer Symphoniker.

Noch mehr Puccini gibt es ab Donnerstag, 30. März, um 19.30 Uhr, im Theater Duisburg, wenn „Tosca“, inszeniert als spannender Psychothriller von Dietrich W. Hilsdorf, die Herzen des Publikums erobert. Als Gastsänger sind Cellia Costea in der Titelpartie und Arnold Rutkowski als ihr Geliebter Cavaradossi zu erleben, den skrupellosen Gegenspieler Scarpia gibt Anooshah Golesorkhi. Aus dem Ensemble wirken Torben Jürgens als Angelotti, Peter Nikolaus Kante als Sagrestano und Florian Simson als Spoletta mit, aus dem Opernstudio Beniamin Pop als Sciarrone. Der Chor der Deutschen Oper am Rhein und der Kinderchor St. Remigius ergänzen die Besetzung. Am Pult der Duisburger Philharmoniker steht der bereits mehrfach ausgezeichnete 28 Jahre junge Kapellmeister Aziz Shokhakimov.

Im Opernhaus Düsseldorf triumphieren am Freitag, 10. März , um 19.30 Uhr, zum vorletzten Mal in dieser Spielzeit in Giuseppe Verdis imposanter Choroper „Aida“ Herrschende über Unterdrückte. Am Ende triumphiert jedoch die Liebe, wenn sich die Bühne als Grabplatte auf die Titelheldin herabsenkt und sie dem Glauben an sich und ihre Gefühle dennoch bis zum letzten Moment treu bleibt. Mit  Morenike Fadayomi als Aida, Sergey Khomov als Radamès, Renée Morloc als Amneris, Thorsten Grümbel als König, Adrian Sâmpetrean als Ramfis und Juan Orozco als Amonasro steht ein stimmgewaltiges und szenisch überzeugendes Sängerensemble auf der Bühne. Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein ergänzen die Besetzung. Es spielen die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Kapellmeister Wen-Pin Chien.

Dem besonderen Reiz des Liedvortrags gibt die Deutsche Oper am Rhein in ihrer neuen Serie „Liedermatinee im Foyer“ ein Forum. Bassbariton Torben Jürgens gestaltet am Sonntag, 5. März, um 11.00 Uhr, gemeinsam mit Operndirektor Stephen Harrison am Klavier ein anspruchsvolles Programm aus Franz Schuberts posthum veröffentlichten Zyklus „Schwanengesang“ D 957 und Liedern Viktor Ullmanns. Tickets kosten 12,00 Euro (erm. 6,50 Euro).

Mit der 8. Festlichen Operngala für die Deutsche Aidsstiftung am Samstag, 18. März, um 19.00 Uhr findet unter der musikalischen Leitung von Philippe Auguin im Opernhaus Düsseldorf erneut das hochkarätige Klassik-Event statt, das auf vorbildliche Weise Musikgenuss mit gesellschaftlichem Engagement verbindet. Sängerinnen und Sänger verzichten auf ihre Gage, so dass die Ticketeinnahmen und Spenden der Zuschauer direkt der Deutschen AIDS-Stiftung zur Unterstützung lokaler und internationaler Hilfsprojekte zu Gute kommen. Bei der von Holger Wemhoff moderierten Gala präsentieren sich unter Begleitung der Düsseldorfer Symphoniker in diesem Jahr Maria Kataeva, Jane Archibald, Valentina Nafornita, Golda Schultz, Michèle Losier, Abdellah Lasri, Boris Pinkhasovich, Martin Piskorski, Giacomo Prestia und Sergey Romanovsky. Resttickets kosten zwischen 69,00 und 175,00 Euro.

Ballett am Rhein

Ein neues Programm stellt das Ballett am Rhein am Samstag, 1. April 2017, um 19.30 Uhr im Düsseldorfer Opernhaus vor: Mit „Obelisco“ von Martin Schläpfer, „Adagio Hammerklavier“ von Hans van Manen und „SH-BOOM!“ von Sol León und Paul Lightfoot zeigt b.31 drei Meisterwerke aus der jüngeren Vergangenheit. Erste Eindrücke bietet schon vor der Premiere bei freiem Eintritt die Ballettwerkstatt am Montag, 27. März, um 19.00 Uhr im Opernhaus Düsseldorf.  PMDOR

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Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Madama Butterfly von Giacomo Puccini, 04.02.2017

Januar 30, 2017  
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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

 Madama Butterfly  von Giacomo Puccini

Wie eine Fremde im eigenen Land

Im Theater Duisburg präsentiert die Deutsche Oper am Rhein am Samstag, 4. Februar 2017, die Premiere von Giacomo Puccinis Oper Madama Butterfly. Der 28-jährige Kapellmeister Aziz Shokhakimov, erst im Sommer 2016 mit dem Young Conductors Award der Salzburger Festspiele ausgezeichnet, über­nimmt die musikalische Leitung der Neuproduktion. Joan Anton Rechi inszeniert die „Tragödie einer Japanerin“, die ihre große Emotionalität aus dem Zusammen­prall zweier völlig unterschiedlicher Kulturen und Lebens­wei­sen bezieht.

Deutsche Oper am Rhein / Madama Butterfly © HansJoergMichel

Deutsche Oper am Rhein / Madama Butterfly © HansJoergMichel

Der in Nagasaki stationierte amerikanische Leutnant Pinkerton ist von der japanischen Geisha Cio-Cio-San fasziniert, will sie für eine Nacht besitzen und heiratet sie – wohlwissend, dass die junge Frau die Hochzeit ernst nehmen könnte. Nach nur einer gemeinsamen Nacht kehrt er nach Amerika zu seiner Verlobten Kate zurück. Als er drei Jahre später mit dieser Frau nach Nagasaki kommt, erwartet ihn Butterfly mit seinem Kind. Pinkerton weist sie zurück, möchte aber das Kind in die westliche Welt mitnehmen. Cio-Cio-San begreift, dass sie benutzt und entehrt wurde und begeht Selbstmord.

Nach Kálmáns Operette Die Csárdásfürstin, Massenets Werther und Donizettis komischer Oper L’elisir d’amore realisieren Joan Anton Rechi und sein Bühnenbildner Alfons Flores mit Madama Butterfly bereits die vierte Inszenierung für die Deutsche Oper am Rhein. Zusammen mit der an Theatern in ganz Europa, für Film und Fernsehen tätigen Kostümbildnerin Mercè Paloma verorten sie Madama Butterfly im Nagasaki der 1940er Jahre. In der dortigen amerikanischen Botschaft bewegt sich die traditionell gekleidete Geisha wie eine Fremde im eigenen Land, die den Zusammenbruch ihrer Welt als unentrinnbares, zerstörerisches Schicksal erlebt.

Für die erkrankte Sylvia Hamvasi übernimmt Liana Aleksanyan die Titelpartie, in der sie zuletzt an der Mailänder Scala gefeiert wurde. Maria Kataeva, die im Sommer 2016 den Gesangswett­bewerb „Die Meistersinger von Nürnberg“ gewann, debütiert als Cio-Cio-Sans Vertraute Suzuki. Als Pinkerton ist der international gefeierte Eduardo Aldarén am Rhein zu Gast. Den Sharpless singt Stefan Heidemann, Florian Simson ist als Goro, Bruce Rankin als Fürst Yamadori zu hören.

„Madama Butterfly“ im Theater Duisburg:
Sa 04.02. – 19.30 Uhr  (Premiere)   / Mi 08.02. – 19.30 Uhr  / Sa 11.02. – 19.30 Uhr  / So 19.02. – 15.00 Uhr  / Sa 25.02. – 19.30 Uhr  / Mi 01.03. – 19.30 Uhr  / So 05.03. – 18.30 Uhr  / Do 09.03. – 19.30 Uhr  / Sa 06.05. – 19.30 Uhr  / Fr 26.05. – 19.30 Uhr / Sa 03.06. – 19.30 Uhr

Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause. Empfohlen ab 14 Jahren.
Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein

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