Dresden, Staatsoperette Dresden, Die Staatsoperette Dresden verschiebt die Uraufführung DER FRAUENMINISTERIN, 27.04.2012

staatsoperette_dresden.gif 

Staatsoperette Dresden

Die Staatsoperette Dresden verschiebt die Uraufführung “Der Frauenministerin”

Am 27. April 2012 sollte sich der Vorhang für die Uraufführung des politisch-satirischen Musiktheaterstücks “Der Frauenministerin” heben. Die Staatsoperette Dresden verschiebt die Uraufführung, um die Qualität des Werks noch weiter zu verbessern.

“Im Entwicklungsprozess für das politisch-satirische Musiktheaterstück ‚Der Frauenministerin’ sind wir noch nicht soweit, dass wir unseren eigenen, hohen Qualitätsstandards genügen. Schließlich soll ,Der Frauenministerin’ einen neuen Weg für die von uns gespielten Genres im  21. Jahrhundert darstellen. Der Arbeitsstand ist viel versprechend, aber wir benötigen mehr Zeit. Deshalb habe ich mich entschlossen, das Stück erst dann unserem Publikum zu präsentieren, wenn die Autoren und ich glauben, dass es wirklich perfekt ist”, kommentiert Intendant Wolfgang Schaller den im Theaterbetrieb nicht ungewöhnlichen Fall.

Stattdessen zieht die Staatsoperette Dresden im April 2012 jetzt den Musicalklassiker “Kiss me, Kate” von Cole Porter um einige Monate vor. “Kiss me, Kate” war für die Spielzeit 2012/13 in der Planung.

Dresden, Staatsoperette Dresden, Gershwins Pardon My English 17.9.2011

staatsoperette_dresden.gif 

Staatsoperette Dresden

 

Schwarz und gelb – diese Farbkombination spart Geld
Staatsoperetten-Aktion zur Wiederaufnahme von

Gershwins “Pardon My English”

 Staatsoperette Dresden, Bernd Könnes (Dickie Carter) Inka LAnge (Magda) Foto : Kai-Uwe Schulte-Bunert

Haben Sie vielleicht eine gelbe Hose, ein schwarzes Kleid mit gelben Punkten oder ein schwarz-gelb gestreiftes Hemd im Kleiderschrank? Dann kramen Sie das Teil schnell hervor und kommen am 17. oder 18. September in die Staatsoperette zu Gershwins aberwitzigem Dresden-Musical “Pardon My English”. Denn jeder, der zur Vorstellung im schwarz-gelben Outfit erscheint, bekommt seine Eintrittskarte zum halben Preis.

• Sonnabend, 17. September, 19.30 Uhr

• Sonntag, 18. September, 15 Uhr

Reservierungen unter: (0351) 207 99 99 oder besucherdienst@staatsoperette-dresden.de
Übrigens: Ein Dynamo-Schal macht’s auch.

Info zum Stück

Pardon My English
Musical von George Gershwin
Ein Musical, das in Dresden spielt? Und noch dazu geschrieben von einem der erfolgreichsten Musicalkomponisten überhaupt? Kaum denkbar, aber wahr: 1934 überraschten George Gershwin und sein Bruder Ira das Publikum am Broadway mit einem Musical, dessen Handlung in Dresden spielt: 77 Jahre später nun gibt es “Pardon My English” endlich auch in Dresden zu sehen. Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen – kräftige können das ganze Leben verändern: Das zumindest muss in Gershwins Musical ein kleiner Dresdner Gangster erfahren. Kaum bekommt er einen Hieb auf den Kopf, verwandelt er sich in bester Jekyll-und-Hyde-Manier in den britischen Geheimagenten Michael. In dieser Gestalt verliebt er sich ausgerechnet in die Tochter des Kommissars, der damit beauftragt ist, den Gangster dingfest zu machen. Die Musik dieser Show bietet Gershwin vom Feinsten: Aus dem kurzweiligen Werk stammen die ebenso bekannten wie beliebten Gershwin-Songs “The Lorelei”, “Isn‘t It a Pity” oder “My Cousin in Milwaukee”.

Dresden, Sächsische Staatskapelle, Bestellung von Christian Thielemann in 2/2010, IOCO Aktuell, 11.02.2010


Aktuell

Semperoper Dresden

 Sächsische Kunstministerin  präsentiert  Christian Thielemann 

Semperoper Dresden Sächsische Kunstministerin stellt Thielemann vor Semperoper Dresden Sächsische Kunstministerin stellt Thielemann vor Semperoper Dresden Sächsische Kunstministerin stellt Thielemann vor

Die aktuellen Ereignisseum Fabio Luisi und Christian Thielemann  nötigen deren Arbeitgeber, den Freistaat Sachsen,zu einer Pressekonferenz  am 10.2. im imposanten Rundfoyer der Semperoper.Einladende waren die Sächsische Kunstministerin Sabine von Schorlemer und die Staatskapelle Dresden, vertreten durch deren designierte Intendantin, Dr. Ulrike Hessler.  Anwesend war auch Christian Thielemann. IOCO war ebenfalls dabei.

Wenngleich die offizielle Agenda  `Vorstellung von Chr. Thielemann…´  hieß,  soinformierte Ministerin von Schorlemer  zunächst offensiv über die Situation um die von Fabio Luisi ausgesprochene  fristlose Kündigung des bestehenden Dienstverhältnisses. Luisi hatte zudemerklärt, nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Laut Frau von Schorlemer  akzeptiert  der Freistaat Sachsen, als Dienstgeber von Herrn Luisi, diese Kündigung nicht. Man wurde – aus Sicht des Freistaates – von der  Kündigung überrascht;  vorangegangenen “Aussprachen“ sind nicht bekannt, welche auf gravierende Probleme hingedeutet hätten.. Die zuständigen Stellen (IOCO:  heißt wohl  Anwälte)  werden  laut Frau von Schorlemer sich nun um die Lösung des Problems  bemühen.  Alternativen zu Luisi suche  man bereits, bis heute noch ohne Ergebnis. Brav wurde ebenfalls deklamiert,  daß Luisi in Dresden erfolgreich gearbeitet habe.

Sodann übernahm Frau Lemke-Matwey  (Tagesspiegel) die Moderation des Gespräches mit Herrn Thielemann.  Warum er ab 2012  Chefdirigent  der Sächsische Staatskapelle  werden wolle? Die Antworten, eloquent vorgetragen, etwas sehr bescheiden, wirkten reichlichglatt:  Er  glaube sich mit dem Orchester unausgesprochen zu verstehen; man könne sich riechen; Wellenlänge sei schnell gegeben gewesen; er  fände Dresden reizvoll; selbst die sächsische Sprache erfülle ihn mit Überschwang. Mit München habe er keinen Dissens; nur, sein Vertrag würde dort 2012 enden. So ging es, weich gewaschen,  eine ganze Weile.

Spannender waren da schon die  inhaltlichen Themen seiner Tätigkeit: Sein Vertrag läuft von 2012 bis 2019,  sieben  Jahre.  Er nimmt die Funktion des Chefdirigenten ein, nicht die eines Generalmusikdirektors: Diese Struktur wurde gewählt, damit er sichauf die zentralen  künstlerischen Aspekte seiner Tätigkeit konzentrieren  könne. 45 Konzerte / Opern wird es mit der Staatskapelle pro Jahr geben. Schwerpunkt der Opernproduktionen liege auf  Wagner und R. Strauß. Aber für das kommende Sylvesterkonzert muß es natürlich auch Operette sein.

Auf Fortschritte in der heutigen  Musikkultur angesprochen, Thielemann wörtlich: “Heute ist es oft  drängender,  alte Klangkörper, wie  die von Furtwängler und Karajan entwickelten, wiederherzustellen“ . 

Ob er über  Dirigat  hinaus zu anderen Sternen greifen möchte? Die Antwortglaubwürdig und überzeugend: Er könne zwar auch Klavier spielen, denke aber nicht im Traum daran, eigene Klavierkonzerte zu geben  Oder andere ablenkende Aufgaben zu übernehmen. Unausgesprochen:  Undenkbar, in Domingo-Manier, zu singen, zu dirigieren und in fernen Musiktheatern zusätzlich als General Manager zu fungieren. Denkbar sind  kleinere  Ausnahmen, wie `einfachere´ Barockkonzerte, in denen er am Cembalo spiele.  Für zusätzliche Schwerpunkte gäbe es einfach keine Zeit und kein Interesse.

Die Sächsische Staatskapelle reize ihn  auch, weil er mit ihr Konzerte  und Opern machen könne.  Die Semperoper sei in ihrer Anlage besser für Opern geeignet denn  für Konzerte. Eine langjährige, enge Zusammenarbeit mit Baden-Baden strebe er an; eine gemeinsame Ring- und Ariadne-Produktion. Details stehen noch nicht fest.

Die anschließenden Fragen der Presse kreisten erneut um die Streitigkeiten mit Fabio Luisi. Sehr fragwürdig bleiben die Hintergründe um das ZDF-Sylvesterkonzert 2010:  Wieso dirigiert Christian Thielemann die Sächsische Staatkapelle, wenn  Fabio Luisi  noch  Generalmusikdirektor der Staatskapelle ist ?  Presse, Thielemann und von Schorlemer  schweigen zu diesem sensiblen Thema, ist es doch Historie und überzeugende Antworten nicht zu erwarten. Ein wenig Tempi passati schwebte in unbestimmten Höhen darüber. Und die Ansicht, dass mit Christian Thielemann  eine Kapazität zur Verfügung steht, die langfristigen Gewinn, national wie international, für die Semperoper und den Freistaat Sachsen darstellt. Christian Thielemann, in München gescheitert, in Dresden erfolgreich.

IOCO / HG / 11.02.2010


Dresden, Staatsoperette Dresden, Spielzeitabschluss 2011

staatsoperette_dresden.gif 

Staatsoperette Dresden

Das war 2010/11

Am Sonnabend, 9. Juli, beendete das Ensemble der Staatsoperette Dresden mit einem Gastspiel im Stadttheater Fürth die Spielzeit 2010/2011. Viermal stand Eduard Künnekes “Der Vetter aus Dingsda” auf dem Programm und wurde im ausverkauften Haus begeistert angenommen.

Eine erfolgreiche Saison geht zu Ende, die voll gepackt war mit vier Premieren, einer weiteren CDNeuerscheinung der Staatsoperette Dresden mit der Gesamteinspielung der Johann Strauss Operette “Der Carneval in Rom”, einem Festival und erstmals der Weihnachtsshow.

Mit dem Operetten-Klassiker “Der Zigeunerbaron” begann die Spielzeit. Im Dezember stand dann erstmals die Weihnachtsshow der Staatsoperette Dresden auf der Bühne – das Stück stammt von Chefdramaturg André Meyer und Hausregisseur und Chefchoreograf Winfried Schneider und erlebte fast nur ausverkaufte Vorstellungen. Im Januar stand mit Stephen Sondheims “Passion” eine deutsche Erstaufführung auf dem Spielplan und brachte dem Haus große überregionale und internationale Beachtung. “Die Großherzogin von Gerolstein” erweiterte im April den Jacques-Offenbach-Zyklus der Staatsoperette Dresden.

Ebenfalls im April feierte das Haus seine Festival-Premiere mit dem ersten Johann Strauss Festival Dresden. Und die Bilanz dieses einzigartigen Festivals kann sich sehen lassen:
• 4104 Besucher zum Festival, das entspricht einer Auslastung von 85 %
• 130 der 4104 Gäste besuchten mehrere Abende das Festival
• neben Besuchern aus ganz Deutschland reisten Zuschauer aus zehn Ländern an
• 24 Journalisten aus dem In- und Ausland verfolgten das Festival, darunter Medienvertreter aus Belgien, Ungarn, Dänemark, Tschechien und Österreich

Auch die letzte Premiere der Spielzeit 2010/11 “Der Graf von Luxemburg” fand bei Presse und Publikum großen Anklang.

Mit Ende der Saison ging erstmals die Wahl des Publikumslieblings 2010/11 zu Ende. Auf Initiative des Förderforums der Staatsoperette Dresden wurde seit April die oder der Lieblingskünstler des Hauses gesucht. An der Wahl beteiligten sich über 1000 Zuschauer. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird zur Spielzeiteröffnungs-Gala am 3. September bekanntgegeben.

Auslastung und Hitliste 2010/11

Trotz der Großbaustelle, die seit März 2011 auf der Pirnaer Landstraße und auch direkt vor dem Haus der Staatsoperette ist, konnte das Haus eine Auslastung von 77 % erreichen. Der Besucherrückgang in den Monaten Mai und Juni ist auf den sehr erschwerten Zugang zum Theater und die veränderte Verkehrsführung sowie die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Zuschauerraum, der über keine Klimaanlage verfügt, zurückzuführen.

Hitliste 2010/11
Neujahrskonzert 2011 99,3%
“Die Fledermaus” 96 %
“My Fair Lady” 96 %
Weihnachtsshow 89 %
“Der Zigeunerbaron” 87,4 %
“Der Graf von Luxemburg” 84 %

Ausblick 2011/2012
Premieren:
• 21. Oktober 2011: “Cabaret”, Musical von Joe Masteroff/Fred Ebb/John Kander
• 27. Januar 2012: “Pariser Leben”, Operette von Jacques Offenbach
• 27. April 2012: “Der Fraueministerin”, Uraufführung, Ein Heute in zwei Teilen von Holger Hauer, André Meyer, Uwe Schneider; Musik von Michael Mautner
• 22. Juni 2012: “The Rocky Horror Show”, Musical von Richard O‘Brien
• 18. Operettenball der Staatsoperette Dresden am 16. März 2012 im Kempinski Hotel Taschenbergpalais Dresden
• Zweites Johann Strauss Festival Dresden vom 12. bis 20. Mai 2012

Konzerte/Galas:
• 3./4. September 2011: Spielzeiteröffnungs-Gala
• 30. September 2011: RadioMusiken und mehr (in der Hochschule für Musik Dresden)
• 19. November: “Die Nacht für Freddie”, MerQury, Solisten, Chor und Orchester der Staatsoperette Dresden (im Kulturpalast Dresden)
• 1.,6. – 8. Janaur 2012: “Alles Rhythmus”, Neujahrskonzerte
• 15. Juli 2012: “Die ganze Welt ist himmelblau…”, Operettenkonzert auf der Freilichtbühne Junge Garde Dresden

Gastspiele 2011/12:
in Leverkusen (Oktober), Köln (Januar), Heilbronn( Februar), Winterthur und Friedrichshafen (März), Dänemark (Mai) und Fürth (Juli)

Dresden, Staatsoperrette Dresden, Staatsoperette Dresden erobert den WDR 1.7.2011

staatsoperette_dresden.gif 

Staatsoperette Dresden

Staatsoperette Dresden erobert den WDR

Der Radiosender WDR 4 wird am Freitag, den 1. Juli von 20.05 bis 22 .00 Uhr, in seiner Sendereihe “Operette nach Wunsch” die Ersteinspielung von Johann Strauss’ “Prinz Methusalem” senden, die das Ensemble der Staatsoperette Dresden im August 2010 im Alten Schlachthof Dresden aufgenommen hat.

Mit Johann Strauss’ “Prinz Methusalem” steht – nach “Der Carneval in Rom” und “Das Spitzentuch der Königin” – bereits zum dritten Mal eine Wiederentdeckung des Walzerkönigs auf dem Spielplan der Staatsoperette Dresden. Alle drei Wiener Operetten wurden inzwischen auch für Rundfunk und CD aufgenommen. “Das Spitzentuch der Königin” und “Der Carneval in Rom” sind bereits beim Label CPO erschienen, “Prinz Methusalem” wird 2012 folgen.

Und darum geht es im “Prinz Methusalem”: Eigentlich ist für die beiden Herrscher von Rikarak und Trocadero alles ganz einfach: Prinz Methusalem von Rikarak soll Pulcinella, Tochter des Königs von Trocadero, heiraten, die Länder werden vereinigt und die Zukunft ist gesichert. – Doch als ganz so einfach erweist sich die Realität nicht: Methusalem und Pulcinella verlieben sich nicht nur ineinander, sondern sie beginnen auch noch, ihre eigenen Wünsche durchzusetzen. Und die sehen völlig anders aus als die Pläne der Väter. Als dann auch noch in beiden Ländern die Bevölkerung revoltiert, kommen die beiden Herrscher in eine missliche Lage…

Auch in diesem Werk zeigt sich Johann Strauss auf dem Höhepunkt seines musikalischen Könnens. Doch so herrlich frech wie hier waren die hinreißenden Melodien aus der Feder des Komponisten selten. Die nötige Prise Witz und Humor streute er als cleverer Komponist in amüsante Couplets, die bis heute nichts von ihrer Hintergründigkeit verloren haben.

Zu hören sind Jessica Glatte, Jana Frey, Inka Lange, Frank Ernst, Gerd Wiemer, Andreas Sauerzapf, Herbert G. Adami, Elmar Andree, Frank Oberüber, Marcus Günzel und Hans-Jürgen Wiese. Chefdirigent Ernst Theis dirigiert Chor und Orchester der Staatsoperette Dresden.

WDR 4 ist im Dresdner Kabelnetz oder über Satellit zu empfangen und im Internet über die Homepage des Senders (www.wdr.de/radio/wdr4) in guter Qualität zu hören.

Dresden, Staatsoperette Dresen, DER GRAF VON LUXEMBURG Premiere, 17./18.06.2011

staatsoperette_dresden.gif 

Staatsoperette Dresden

Der Graf von Luxemburg,  Operette von Franz Lehár

Premiere: 17./18. Juni 2011
Die Ehe mit einer Sängerin ist für einen Adeligen – und sei er noch so zwielichtig – Anfang des 20. Jahrhunderts bekanntlich nicht standesgemäß. Das weiß auch Fürst Basil Basilowitsch, den es aus seiner russischen Heimat der Geschäfte und der Frauen wegen nach Paris gezogen hat. Hier verfällt er der Sängerin Angèle Didier, dem Star des Pariser Cabarethimmels. Um die von ihm geliebte Frau trotz aller gesellschaftlicher Schranken heiraten zu können, will sich der Fürst einer einfachen List bedienen: Mit Hilfe einer halben Million Francs und etwas Druck überredet er kurzerhand den verarmten Grafen René von Luxemburg, der sich als Schwerenöter und Bohemien durchschlägt, Angèle zu heiraten. Auf diese Weise in den Adelsstand erhoben, soll sie sich von René nach einer angemessenen Frist von drei Monaten wieder scheiden lassen, um den Weg für Basil frei zu machen. So weit, so gut – doch wie so oft in der Operette kommt alles ganz anders, als man denkt…

Nach dem Erfolg der “Lustigen Witwe” hatte sich Franz Lehár verpflichtet, ein weiteres Werk für das Theater an der Wien zu komponieren. Bei der Uraufführung im November 1909 wurde der “Graf von Luxemburg” stürmisch bejubelt und machte Lehár endgültig zu dem populärsten Komponisten der Ära der sogenannten Silbernen Operette. Die Musik zum “Graf von Luxemburg” zeigt ihn von seiner besten Seite: das Libretto von Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky mit seinen rauschenden Festen, dem Karnevalsbild zu Beginn und den schwärmerischen Duetten Angèles und Renés kam der musikalischen Fabulierlust Lehárs besonders entgegen.

Ob Bohemiens, Adelige, Modelle oder Sängerinnen – im “Graf von Luxemburg” gibt jede Figur vor, mehr zu sein als sie wirklich ist. Matthias Oldag, der nach seiner Regie von Offenbachs Operette “Orpheus in der Unterwelt” von 2003 erneut an der Staatsoperette Dresden arbeitet, spitzt in seiner Inszenierung dieses Spannungsverhältnis zwischen Sein und Schein, in dem alle Figuren der Operette leben, weiter zu. Ein besonderer Höhepunkt der Aufführung dürfte das Debüt der Kabarettistin Birgit Schaller von der Dresdner “Herkuleskeule” an der Staatsoperette Dresden werden. Als neureiche und heiratswütige russische Gräfin Kokozowa sorgt sie nicht nur für zusätzliche Verwicklungen in der Operette, sondern mit dem ihr eigenen Humor auch für die Lösung der Handlung. Für ihren Auftritt hat ihr der Intendant der “Herkuleskeule”
Wolfgang Schaller eigens eine neue Szene geschrieben, die die Handlung der Lehár-Operette auf amüsante Weise spiegelt und in Bezug zur Gegenwart setzt. Damit wird die Gräfin Kokozowa in der Dresdner Neuinszenierung zu einem echten Dritter-Akt-Komiker in der Tradition des Frosch aus der beliebten “Fledermaus”…

Der Graf von Luxemburg

Buch von A.M. Willner und Robert Bodanzky

Musik von Franz Lehár

Musikalische Leitung: Christian Garbosnik
Inszenierung: Matthias Oldag
Choreografie: Winfried Schneider
Ausstattung: Barbara Blaschke
René Graf von Luxemburg Michael Heim/Richard Samek
Fürst Basil Basilowitsch Jürgen Mutze
Angèle Didier Jessica Glatte/Ingeborg Schöpf
Gräfin Kokozowa Elke Kottmair/Birgit Schaller
Armand Brissard Frank Ernst/Andreas Sauerzapf
Juliette Vermont Olivia Delauré/Jeannette Oswald

Premiere: 17./18. Juni 2011, 19.30 Uhr
weitere Termine und Karten unter www.staatsoperette-dresden.de
Telefon: (0351) 207 99 99 begin_of_the_skype_highlighting            (0351) 207 99 99      end_of_the_skype_highlighting

Dresden, Staatsoperette Dresden, Erfolgreiche Bilanz des ersten Johann Strauss Festivals, 30.04.2011

 

staatsoperette_dresden.gif

Staatsoperette Dresden

 Erfolgreiche Bilanz des ersten Johann Strauss Festivals

 Am Sonnabend, 30. April, beendete “Der Zigeunerbaron” das erste Johann Strauss Festival Dresden, veranstaltet von der Staatsoperette Dresden. An acht Tagen konnten die Besucher dieses einzigartigen Festivals sieben verschiedene Operetten von Johann Strauss und Jacques Offenbach erleben. Darunter drei nahezu unbekannte Werke von Johann Strauss, die man nur in Dresden sehen kann. Besondere Höhepunkte waren zweifelsfrei die beiden konzertanten Aufführungen “Das Spitzentuch der Königin” – wunderbar komödiantisch präsentiert von Wolfgang Beuschel – und “Der Carneval in Rom” mit Désirée Nick als selbsternannter Operettenführerin. Einen Festivalmarathon absolvierte auch Chefdirigent Ernst Theis – er dirigierte alle acht Vorstellungen des Festivals.
Intendant Wolfgang Schaller: “Ich freue mich besonders über den künstlerischen Erfolg bei Publikum und Fachleuten. Vielfach würdigten die Besucher die Einzigartigkeit dieses aus eigenen Kräften gestemmten Festivals, in dem wir mit der Operette unsere ureigenste Kompetenz präsentiert haben.”

Festival spezial: Tagung

Im Rahmenprogramm des Festivals diskutierten knapp 20 Wissenschaftler und Theaterpraktiker ebenso angeregt wie anregend über Möglichkeiten einer “Historischen Aufführungspraxis der Operette”.

Das Johann Strauss Festival 2011 in Zahlen

• 4104 Besucher kamen zum ersten Johann Strauss Festival Dresden, das entspricht einer Auslastung von 85 %
• 130 Gäste besuchten an mehreren Abenden die Festivalvorstellungen, unter ihnen fünf Mitglieder der
britischen Johann Strauss Gesellschaft, die alle acht Vorstellungen des Festivals sahen
• neben den Besuchern aus ganz Deutschland reisten Zuschauer aus zehn Ländern zum Johann Strauss Festival Dresden an, so aus der Schweiz, Österreich, Japan, Dänemark, Belgien, Großbritannien, Niederlande, Kanada, USA und der Slowakei
• 24 Journalisten aus dem In- und Ausland verfolgten das Festival, darunter Kollegen für die deutschen Fach-Magazine “Opernwelt” und “Das Opernglas” und Medienvertreter aus Belgien, Ungarn, Dänemark, Tschechien und Österreich (“Die Bühne”)

Ausblick Johann Strauss Festival 2012

Das weltweit einmalige Johann Strauss-Repertoire der Staatsoperette Dresden wird auch den Festivaljahrgang 2012 prägen – zusammen mit zwei Werken aus dem Jacques Offenbach-Zyklus des Hauses: “Die Großherzogin von Gerolstein” und der neuen Inszenierung von “Pariser Leben”. Erweitert wird das Programm mit zwei Werken, die zeigen, wie sich das Genre Operette weiterentwickelt hat: Hierfür steht die Dresdner Erfolgsinszenierung von George Gershwins “Pardon My English” und die Uraufführung des politisch-satirischen Stückes “Der Frauenministerin”, das von der Staatsoperette Dresden beim österreichischen Komponisten Michael Mautner in Auftrag gegeben wurde. Ein Werk, das von Heute erzählt und die Ideenwelten der Polit- und Staatssatiren Offenbachs und Strauss’ mit zeitgemäßen musikalischen und inhaltlichen Mitteln in die Gegenwart holt.

Dresden, Staatsoperette Dresden, Förderforum der Staatsoperette Dresden

staatsoperette_dresden.gif

Presseinformation

Staatsoperette Dresden

Förderforum der Staatsoperette Dresden

Mitgliederversammlung fordert Umsetzung des Stadtratsbeschlusses vom 28.10.2010.
Unter Vorsitz des wiedergewählten Vorsitzenden des Vereins Manfred ten Bosch fordert die Mitgliederversammlung das unverzügliche Voranschreiten der Stadt zur Errichtung einer neuen Spielstätte für die Staatsoperette Dresden im Zentrum.

Nachdem der Stadtrat im Oktober einen klaren Auftrag zur Errichtung der Neubauten für Staatsoperette und Theater Junge Generation im Kraftwerk Mitte an die Stadtverwaltung erteilt hat und nachdem die STESAD den Auftrag zur Neuberechnung bereits im Januar erfüllt hat, muss jetzt die Realisierung beginnen. Deshalb mahnt der Verein nun mit Nachdruck die Umsetzung an.

“Es ist an der Zeit”, so ten Bosch, “dass dem politischen Willen des Stadtrates endlich auch Taten der Stadtverwaltung folgen. Damit der geplante Termin des Umzuges im Jahre 2015 noch annähernd erreicht werden kann, muss die Umsetzung des Beschlusses zunächst durch eine neue Beschlussvorlage für den Stadtrat unverzüglich eingeleitet werden.” Diese Erklärung bekräftigte auch die Mitgliederversammlung mit einem einstimmigen Beschluss.

Dresden, Staatsoperette Dresden, Vorverkaufsstart an der Staatsoperette 26.4.2011

staatsoperette_dresden.gif

Presseinformation

Staatsoperette Dresden

Vorverkaufsstart an der Staatsoperette

Pünktlich 10 Uhr öffnete (26. April) die Theaterkasse der Staatsoperette Dresden zum Vorverkaufsstart für die neue Spielzeit. Ab jetzt kann man Eintrittskarten für die Premieren 2011/12 kaufen und natürlich für alle Repertoire-Vorstellungen der Saison – angefangen vom “Zigeunerbaron”, “Im Weißen Rössl” bis “My Fair Lady” und “Hänsel und Gretel”.

Bereits 7 Uhr standen die Ersten geduldig vorm Haus und die Schlange wuchs bis 10 Uhr auf über 100 Wartende an. Am meisten wurden auch in diesem Jahr wieder die begehrten Karten für die Silvestervorstellungen und Neujahrskonzerte erworben, knapp gefolgt von denen für die Weihnachtsshow, “Der Graf von Luxemburg”, “Cabaret” und die “Rocky Horror Show”.
Bis 12 Uhr wurden Theaterkarten im Wert von 12.000 € verkauft und damit ein neuer Verkaufsrekord für die ersten zwei Vorverkaufs-Stunden aufgestellt.

Die Vorhaben der Spielzeit 2011/2012

Vier Neuinszenierungen stehen auf dem Programm für die neue Spielzeit: Die erste Premiere wird am 21. Oktober “Cabaret” sein. Im Januar bereichert mit “Pariser Leben” ein weiterer Offenbach das Repertoire.
Ein ganz besonderes Ereignis verspricht die Uraufführung von “Der Frauenministerin” am 27. April 2012 zu werden. Das politisch-satirische Musiktheaterstück erzählt die Geschichte eines parlamentarischen
Hinterbänklers, der unversehens Karriere macht und als Frauenministerin zum Politstar wird. Diese Inszenierung wird dann auch das zweite Johann Strauss Festival (12. bis 20. Mai 2012) eröffnen.
Zum Abschluss der Spielzeit 2011/2012 wird’s schrill, witzig und überdreht, denn ab 22. Juni 2012 steht die “Rocky Horror Show” auf dem Programm. Das Musical, das seit seinem Erscheinen 1973 überall auf der Welt Kultstatus genießt, steht dann erstmals im Spielplan der Staatsoperette Dresden und sicher auch ganz oben auf der Hitliste des Publikums.

Dresden, Staatsoperette Dresden, Musiktheater-Jugendclub Premiere am 21.04.2011

staatsoperette_dresden.gif

Presseinformation

Staatsoperette Dresden

Kontaktanzeigen, rosa Wolken & Tränenmeer – Der Musiktheater-Jugendclub der Staatsoperette Dresden präsentiert sein neues Stück

Donnerstag, 21. April, 19:30 Uhr
Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium

Der Eintritt ist frei.
Wie fühlt sich die erste Liebe an? Auf diese und andere Fragen zum Thema Nummer eins gibt es am Donnerstag Antworten. Dann nämlich hat das neue Stück des Musiktheater-Jugendclubs der Staatsoperette Dresden Premiere. Unter dem Titel “Kontaktanzeigen, rosa Wolken & Tränenmeer” präsentieren sechs junge Schauspielerinnen und Schauspieler Szenen rund um die Liebe. Da geht es um den ersten Kuss, das Kribbeln im Bauch aber auch um nicht enden wollenden Liebeskummer.

In einem siebenmonatigen Probenprozess entwickelten die Mitglieder des Jugendclubs gemeinsam mit der Theaterpädagogin des Hauses, Uta Walther, das Stück, schrieben die Texte, komponierten und fertigten die Bühnendekoration letztendlich sogar selbst. Als Ausgangspunkt für die aktuelle Produktion diente in diesem Jahr die Inszenierung “Passion” der Staatsoperette Dresden. Auch hier in Stephen Sondheims Musical geht es um große Gefühle, Liebe, Leid und Leidenschaft.

“Kontaktanzeigen, rosa Wolken & Tränenmeer” ist eine mobile Produktion, d.h. interessierte Schulen, Clubs oder Institutionen können sich die Inszenierung kostenfrei einladen. Von Mai bis Juni ist dies möglich.

Kontakt: Uta Walther, Theaterpädagogin der Staatsoperette Dresden
Telefon: (0351) 207 99 82
E-Mail: theaterpaedagogik@staatsoperette-dresden.de