Dresden, Semperoper Dresden, Kulturparadies im Führungschaos, IOCO Aktuell, 08.07.2016

Juli 13, 2016  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, SemperOper

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Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

 2015/16: Künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreich

Kulturolymp mit Führungsdefizit

Die Semperoper Dresden, von Gottfried Semper (1803–1879) errichtet, ist seit vielen Jahren Kulturmagnet der Stadt und wirtschaftlich erfolgreich: Eindrucksvolle architektonische Kompositionen atmen in Stuckarbeiten, Prunkdecken, Proszeniumsfries und Schmuckvorhang den humanistischen Geist von Antike und Renaissance. Auch künstlerisch bietet die Semperoper viel: Viele attraktive Produktionen der Semperoper werden überregional wahrgenommen, bilden einen Teil von Dresdens Attraktivität ab. Das ZDF_Silvesterkonzert ist seit Jahren ein Kultur-Highlight der Semperoper, 2015 mit Megastar LangLang. So kämpfen Dresden-Touristen wie Einheimische beständig um Karten für Vorstellungen des 1300 Besucher fassenden Hauses.

Semperoper Dresden / 2011 Bestellung von Thielemann © IOCO

Semperoper Dresden / 2011 Bestellung von Thielemann © IOCO

Dabei ist die Führungsetage der Semperoper seit Jahren chaotisch wie unbesetzt: Seit dem tragischen Tod der Intendantin Ulrike Hessler in 2012 besitzt die Semperoper nur eine „informelle“ künstlerische Führung. Der Belgier Serge Dorny, mit 5-Jahres-Intendantenvertrag in der Tasche, sollte 2014 neuer Intendant werden; doch er wurde vor Antritt seines Amtes ohne auffällige Gründe gefeuert, Streitwert vor Gericht €900.000. Christian Thielemann am Werk? Dorny hatte Anfang 2014 Zeichen gesetzt: Die Semperoper als „Touristenoper“ beschrieben in der er nicht „Türhüter für ein Museum“ sein wolle. Schon 2011 hatte GMD Fabio Luisi über einen Dissenz (Silvesterkonzert 2010) mit dem in München gerade gescheiterten und in Dresden angekommenen Christian Thielemann die Brocken hingeschmissen. Thielemann agiert seither als „Chefdirigent“ an der Semperoper, nicht als GMD. Peter Theiler, noch Intendant am Staatstheater Nürnberg, wird 2018 Chef der Semperoper werden. Dann wird die Semperoper über sechs Jahre ohne Intendant gewesen sein. Doch alles Rumoren und Quietschen in der Chefetage kann den künstlerischen wie wirtschaftlichen Erfolg der Semperoper nicht schmälern.

Hier der beeindruckende Status der Semperoper zur Spielzeit 2015/16:

Dresden / Frauenkirche © IOCO

Dresden / Frauenkirche © IOCO

Mit einer erfolgreichen künstlerischen Bilanz und hervorragenden Auslastungszahlen geht an der Semperoper Dresden die Spielzeit 2015/16 zu Ende. So wurde die Europäische Erstaufführung von John Harbisons  »The Great Gatsby« in der Inszenierung von Keith Warner mit großer Begeisterung vom Publikum aufgenommen, darunter ein ungewöhnlich großer Anteil von 18 Prozent Besuchern unter 30 Jahren und ein ebenfalls überdurch-schnittlicher Anteil (insgesamt 15 Prozent) von Opernneulingen, die erstmals eine Opernvorstellung besucht haben. Mit einer Platzauslastung von insgesamt 96 Prozent übertraf »The Great Gatsby« damit die Erwartungen, die sich mit einem zeitgenössischen Werk gewöhnlich verbinden. Paul Hindemiths Oper »Mathis der Maler«, die als Exot im gängigen Repertoire gilt und sich mit der hoch aktuellen Frage der politischen Verantwortung des Künstlers in der Gesellschaft beschäftigt, wurde erstmals in Dresdenaufgeführt und feierte mit rund 85 Prozent Auslastung an der Semperoper einen großen Erfolg. Die Erweiterung des Repertoires der Semperoper gelang auf heitere Weise mit einem sehr positiv rezipierten »Wildschütz« Albert Lortzings, während Philipp Stölzls Erfolgsproduktion »Cavalleria rusticana/Pagliacci«, ein Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg 2015, in herausragender Besetzung ihre faszinierende Über- tragung auf die Bühne der Semperoper feierte.

In Semper 2 widmete sich die Semperoper der lohnenswerten Wiederentdeckung der beiden modernen Kammeropern »R. Hot bzw. Die Hitze« und »Der Kaiser von Atlantis«. Die vom Publikum bejubelten Repertoire-Klassiker »Don Giovanni« und »Eugen Onegin« vervollständigten schließlich den Reigen der Neuproduktionen, mit denen die Semperoper ihren anspruchsvollen und vielseitigen Spielplan pflegt und weiterentwickelt. Unter zahlreichen hochkarätig besetzten Wiederaufnahmen zog »Lohengrin« unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann mit den Wagner-Rollen-Debüts von Anna Netrebko und Piotr Beczala weltweit die größte Aufmerksamkeit auf sich. Auf dem Theaterplatz vor der Semperoper wurden diese beeindruckenden Debüts mit einem großen sommerlichen Semper Open Airvon Tausenden gefeiert. Das Semperoper Ballett zeugte in der zehnten Spielzeit seines Direktors Aaron S. Watkin einmal mehr von seiner stilistischen Versiertheit und Bandbreite, indem es den großen MacMillan-Ballettklassiker »Manon« mit dem renommierten Company-Neuzugang Melissa Hamilton auf die Bühne brachte und wenig später mit Alexander Ekmans unkonventioneller Neukreation »COW« triumphierte. Gefeierte, ausverkaufte Gastspieleführten die Company in der Saison 2015/16 nach Paris, St. Petersburg, Antwerpen und Göteborg. Über 300 Vorstellungen, darunter sechs große Opernpremieren, jeweils zwei Premieren in den Bereichen Kammeroper und Ballett und über 30 Repertoirestücke in allen Sparten sowie über 50 Konzerte der Sächsischen Staatskapelle Dresden machten die Saison 2015/16 an der Semperoper zu einem höchst erfolgreichen, vielfältigen und lebendigen Musiktheater-Jahr. In ihren Kernbereichen Oper, Ballett und Konzerte der Staatskapelle verzeichnet die Semperoper für die Spielzeit 2015/16 eine voraussichtliche Auslastung von 92,9 Prozent
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Mit einem Kostendeckungsgrad für das Jahr 2015 von 42,8 Prozentliegt die Semperoper
in Deutschland weiterhin an der Spitze im Vergleich mit anderen großen Opernhäusern.
Ausblick auf die Spielzeit 2016/17:  Am 26. August beginnt die Spielzeit 2016/17. Der
Tag der offenen Semperoper mit der Archiv-Veranstaltung »Aktenzeichen: Salome« und dem abendlichen »Auftakt!«-Konzert findet am 18. Septemberstatt. Die erste Premiere der neuen Saison ist am 24. September Richard Strauss’ Musikdrama Salome in der Regie von Michael Schulz und mit Omer Meir Wellber am Pult der Sächsischen Staatskapelle. Die neue Spielstätte Semper Zwei wird am 16. Oktober mit der Uraufführung »the killer in me is the killer in you my love« eröffnet, einem Auftragswerk der Semperoper Dresden an den Komponisten Ali N. Askin.     PMDrSO / Juli 2016

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Dresden, Semperoper Dresden, Premiere – Eugen Onegin von Peter Tschaikowsky, 30.06.2016

Mai 30, 2016  
Veröffentlicht unter Premieren, Pressemeldung, SemperOper

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Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Semperoper Dresden

 Eugen Onegin  von Peter Tschaikowsky

Premiere 30. Juni 2016 19 Uhr, weitere Vorstellungen 2.7.2016; 6.7.2016; 9.7.2016; 30.8.2016; 1.9.2016; 4.9.2016

Übersättigt von der Großstadt und ihrem Überfluss an Festen und Frauen, kommt Eugen Onegin zurück aufs Land, wo er die Gutstochter Tatjana trifft. Doch obgleich er von ihrem träumerischen Wesen fasziniert ist, weist er ihr Liebesbekenntnis brüsk zurück und widmet sich lieber ihrer Schwester Olga – ein Fehler, der ihn sein Leben lang verfolgen soll … Dabei entspinnt sich vor dem musikalischen Bild des russischen Landlebens der 1820er-Jahre eine Sehnsucht nach Liebe, deren Tragik es ist, unerfüllt bleiben zu müssen.

Dresden / Semperoper Christoph Pohl ist Onegin © René Limbecker

Dresden / Semperoper Christoph Pohl ist Onegin © René Limbecker

Eine Oper der verpassten Chancen, der Liebes- und Lebenskatastrophen ist Eugen Onegin in den Augen von Regisseur Markus Bothe. Er erzählt Tschaikowskys Lyrische Szenen als Erinnerung Onegins und Tatjanas an jene Entscheidungssituationen, in denen die beiden unwillkürlich die Weichen für das Auseinanderdriften ihrer Lebenswege und für das Verpassen ihres Liebesglücks stellten. Bühnenbildner Robert Schweer zeigt das in einem Raum aus gegeneinander verschiebbaren Scheiben, deren äußere den Stillstand der Gesellschaft verdeutlichen, während die inneren den Seelenlandschaften der Protagonisten folgen. Die Armut der Agrargesellschaft schließlich schlägt sich nicht zuletzt in der Kostümgestaltung von Esther Geremus nieder.

In den Hauptpartien singen Camilla Nylund als Tatjana, Anke Vondung als Olga, Tomislav Mužek als Lenski und Christoph Pohl als Eugen Onegin. Außerdem sind Sabine Brohm als Larina, Tichina Vaughn als Filipjewna, Timothy Oliver als Triquet, Magnus Piontek als Saretzki und Alexander Tsymbalyuk als Fürst Gremin zu erleben sowie der Sächsische Staatsopernchor. Pietari Inkinen dirigiert die Sächsische Staatskapelle Dresden.

Premiere 30. Juni 2016 19 Uhr, weitere Vorstellungen 2.7.2016; 6.7.2016; 9.7.2016; 30.8.2016; 1.9.2016; 4.9.2016

Kartenkauf: https://www.semperoper.de/spielplan/kalendarium.html  oder per Telefon unter 0351-49 11 705

Pressemeldung Semperoper Dresden

Dresden, Semperoper Dresden, Spielplan 2016/17: Große Tradition – Neue Spielstätte, IOCO Aktuell, 05.04.2016

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Semperoper Dresden

Dresden Semperoper © IOCO

Dresden Semperoper im Winter © IOCO

2016/17 – TRADITIONEN HALTEN,  NEUES BEGRÜNDEN
400 Vorstellungen: Oper, Ballett, Junges Theater, 50 Konzerte

DER SPIELPLAN DER KOMMENDEN SAISON MIT URAUFFÜHRUNGEN, »MOZART-TAGEN«, DER PFLEGE DES STRAUSS- UND  WAGNER-REPERTOIRES UND NEUER SPIELSTÄTTE

Dresden / Semperoper Dämmerung © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sommer © Matthias Creutziger

350 Jahre Oper in Dresden – das ist die stolze Bilanz, die man zu Beginn des Jahres 2017 ziehen kann.  Denn am 27. Januar 1667 wurde als erster der Vorgängerbauten der Semperoper das Klengelsche  Opernhaus oder das Churfürstliche Opernhaus am Taschenberg nach einem Entwurf des sächsischen Oberlandbau-meisters Wolf Caspar von Klengel eröffnet. Dieses Datum gilt als Gründungstag der Dresdner Oper. Der neue Theaterbau war nach Wien (1651) und München (1657) die dritte Opernhausgründung im deutschsprachigen Kulturraum. An diese große musikalische Geschichte erinnert die Semperoper Dresden in der Spielzeit 2016 / 17 unter anderem mit einem Symposium im Februar 2017. Nicht mit einem Neubau, aber mit der Eröffnung einer neuen Spielstätte im umgebauten Restaurantgebäude kann die Semperoper bereits im September 2016 aufwarten: Semper Zwei. Aber natürlich lebt Musiktheater vor allem davon, dass es gespielt, vor Zuschauern aufgeführt und weiterentwickelt wird, weshalb die Semperoper und ihr Publikum diese besondere Spielzeit unter der kommissarischen Intendanz von Wolfgang Rothe mit einem vielfältigen und anregenden Programm sowie mit neuen, ungewöhnlichen Formaten in Semper Zwei feiern.

Dresden / Semperoper_ Zuschauerraum mit Königsloge © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper_ Zuschauerraum mit Königsloge © Matthias Creutziger

Monstrositäten der Liebe, Begegnungen mit dem Fremden und Projektionen des Vertrauten prägen diesen Spielplan. Als Richard-Strauss-Haus widmet sich die Semperoper dem so bedeutenden Komponisten zunächst einmal mit einer Neuinszenierung seiner Salome. Omer Meir Wellber, der vor einigen Jahren sein erfolgreiches Hausdebüt mit Daphne gab, dirigiert die Sächsische Staatskapelle, Michael Schulz inszeniert diese Geschichte um die Liebe als gewaltsame Selbstbespiegelung. Um Wünsche und Sehnsüchte und ihre Spiegelung im Gegenüber geht es auch in Offenbachs Les Contes d’Hoffmannn / Hoffmanns Erzählungen, die Regisseur Johannes Erath auf die Bühne bringt. Auch Malte C. Lachmanns Inszenierung der Burleske Alles Schwindel von Mischa Spoliansky geht dem Schein und Sein auf den Grund, das sich in einer Zeit der Verunsicherung, Anfang der 1930er-Jahre, manifestiert. Der Umgang mit dem Fremden, und sei es das Befremdliche, das die eigenen Gefühle und Wahrnehmungen hervorbringen, ist in Verdis Otello das Thema. Die Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg feiert in der Regie von Vincent Boussard und unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann im Februar 2017 Dresden-Premiere. Eine weitere Koproduktion mit den Osterfestspielen, Sciarrinos »Lohengrin«, schließt sich im April 2017 an. Keith Warner, der bereits mit mehreren Inszenierungen des Faust-Stoffs sowie zuletzt mit The Great Gatsby an der Semperoper Erfolge feierte, nimmt sich diesmal des Doktor Faust in der musikalischen Version Ferruccio Busonis an, in der es um die Überforderung des modernen Menschen durch all seine Möglichkeiten geht. Mit Mozarts Die Entführung aus dem Serail stellt sich der Regisseur Michiel Dijkema an der Semperoper vor und legt die Verstörungen frei, die das Leben in fremder, aufwühlender Umgebung mit sich bringen. Mieczyslaw Weinbergs Die Passagierin, die Geschichte der Begegnung einer ehemaligen KZ-Aufseherin mit einer einst Gefangenen in der Inszenierung von Anselm Weber, ist eine Übernahme von der Oper Frankfurt, mit der die Semperoper sich dem Thema Erinnern und Verdrängen stellt.

Dresden / Semperoper Rundfoyer © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper Rundfoyer © Matthias Creutziger

Auch das Repertoire hat unter anderem mit den Wiederaufnahmen Das Rheingold und Siegfried aus der Ring-Tetralogie unter der Leitung von Christian Thielemann glanzvolle Höhepunkte sowie immer wieder herausragende Gäste zu bieten, etwa Evelyn Herlitzius, Camilla Nylund, Nina Stemme, Stephen Gould, Gerhard Siegel, Kurt Streit oder Georg Zeppenfeld.
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Ein Fest für den großen Menschenversteher unter den Komponisten sind an Ostern 2017 die Mozart-Tage, die neben der Premiere Die Entführung aus dem Serail die an der Semperoper neu inszenierten Mozart- / Da-Ponte-Opern Così fan tutte, Le nozze di Figaro und Don Giovanni vereint sowie La clemenza di Tito und ein eigens von Omer Meir Wellber kreiertes Mozart-Pasticcio und verschiedene Konzerte. Zu erleben sind auf der Bühne unter anderen Maria Bengtsson, Ildebrando D’Arcangelo, Danielle de Niese, Giuseppe Filianoti, Véronique Gens, Lucas Meachem, Christoph Pohl und Ute Selbig.

Dresden / Semperoper Zuschauerraum © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper Zuschauerraum © Matthias Creutziger

Die Semperoper Junge Szene zeigt für Kinder ab sieben Jahren Jens Joneleits moderne musikalische Märchenfassung Schneewitte und kreiert für Jugendliche auch wieder ein neues Ballett: Exit Orakel von Joseph Hernandez, Tänzer im Corps de Ballet. Mit the killer in me ist the killer in you mylove bringt die Semperoper außerdem ein Auftragswerk an den Komponisten Ali N. Askinzur Uraufführung. Die Kammeroper basiert auf Andri Beyelers gleichnamigem Schauspiel über die zweifelnde Identitätssuche von Jugendlichen, die sich in einem Schwimmbadaufenthalt manifestiert. Zugleich eröffnet diese Uraufführung die Spielstätte Semper Zwei unter der künstlerischen Leitung von Manfred Weiß. Dieses neue, offene Haus für Menschen aller Altersgruppen wird Kammeropern des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Uraufführungen renommierter zeitgenössischer Komponisten beherbergen, außerdem Revuen, Operetten und neue Formate wie Tanz à la carte für Mitmach-Choreografen, eine künstlerische Bar- und eine »Stimmkunst«-Reihe sowie Symposien. Vor allem die Musiktheater- und Tanzpädagogik sowie die Junge Szene haben ihren festen Platz darin, die hier unter anderem eingroß angelegtes Schulchorprojekt startet. Das Semperoper Ballett ist nach zehn erfolgreichen Spielzeiten unter Ballettdirektor Aaron S. Watkin zu einer international renommierten Company geworden, was sich in zahlreichen Tourneen und Gastspielen niederschlägt. Neben ihrem vielseitigen Repertoire zeigt sie 2016 / 17  Aaron S. Watkins Neukreation von Don Quixote zur Musik von Ludwig Minkus und Manuel de Falla sowie den Dreiteiler Vergessenes Land mit Werken von George Balanchine, Jirí Kylián und William Forsythe.

50 Konzerte wird die Sächsischen Staatskapelle Dresden 2016/17 in einem eigenen Programm vorstellen. Fast 400 Vorstellungen, acht Opernpremieren, zwei neue Ballettproduktionen sowie drei Premieren der Jungen Szene und über 30 Repertoirestücke in allen Sparten zeugen auch 2016/17 wieder eine künstlerisch lebendige, anspruchsvolle und höchst produktive Semperoper.PMSDr

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Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, Intendantenkarussel Dresden-Nürnberg-Dortmund, IOCO Aktuell, 09.03.2016

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Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

2018:  Jens-Daniel Herzog leitet die Zukunft

Dortmund / Jens-Daniel Herzog © TheaterDortmund

Dortmund / Jens-Daniel Herzog ab 2018 in Nürnberg © TheaterDortmund

Am Staatstheater Nürnberg klatscht man sich ab. Seit dem 1.3.2016 ist Kontinuität am Staatstheater langfristig gesichert. Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, der Bayerische Staatsminister Dr. Markus Söder und die Kulturreferentin der Stadt, Prof. Dr. Julia Lehner stellten am 2. März 2016 im Rathaus Jens-Daniel Herzog (52) der Öffentlichkeit vor. Mit der Spielzeit 2018/19 übernimmt  Jens-Daniel Herzog die Staatsintendanz von Peter Theiler. Theiler, seit 2008 in Nürnberg, wechselt 2018 an die seit 2010 personell krisengeschüttelte Semperoper in Dresden. Der Stiftungsrat des Staatstheaters folgte dem Vorschlag der Findungskommission, Jens-Daniel Herzog zum neuen Staatintendanten zu berufen. Der Ministerrat hatte am 1. März 2016 dem Votum des Stiftungsrats zugestimmt.
Jens-Daniel Herzog, Sohn des Schauspielers Peter Herzog, entwickelte als Intendant seit 2011 die Oper Dortmund wieder zu einem der führenden Opernhäuser Nordrhein-Westfalens. Herzog, aus dem Sprechtheater kommend, hatte zuvor als Regisseur an zahlreichen renommierten Opernhäusern gearbeitet.  Auch das Nürnberg Publikum kennt   Jens-Daniel Herzog bereits als Regisseur. Seine AIDA-Inszenierung  feierte dort 2009 Premiere, 2011 folgte mit Tosca ein weiterer Klassiker.

Nürnberg / Staatstheater - PeterTheiler © Ludwig Olah

Nürnberg / Staatstheater – PeterTheiler © Ludwig Olah

 Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie Vorsitzender des Stiftungsrats: „Von der Gewinnung Herrn Herzogs erwarte ich mir, dass er viele herausragende Künstler für das Staatstheater Nürnberg gewinnen wird.  Herr Herzog als inszenierender Intendant wird auch selbst Regie führen. Dadurch verspreche ich mir für das Staatstheater Nürnberg  neueImpulse. Herr Herzog ist ein innovationsfreudiger Praktiker der mittleren Generation, der die notwendige Erfahrung mitbringt, die die Komplexität eines Mehrspartenbetriebs erfordert.“
Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat: „Das Staatstheater Nürnberg ist das kulturelle Flaggschiff der Metropolregion Nürnberg und des Freistaats. Die hohen Besucherzahlen sowie die nationale und internationale Resonanz sind Beleg dafür. Der Freistaat Bayern unterstützt das Staatstheater Nürnberg im Doppelhaushalt mit rund 38 Millionen Euro. Dass Herr Herzog nun mit seiner Erfahrung als neuer Intendant gewonnen werden konnte, ist ein sehr gutes und positives Signal für die Zukunft des Staatstheaters Nürnberg.
Prof. Dr. Julia Lehner:Mit Jens-Daniel Herzog gewinnt Nürnberg einen erfahrenen Intendanten, dem es mit seinem Konzept der ‚Oper für alle‘ in Dortmund gelungen ist, die gesamte Bandbreite des Musiktheaters allen Bevölkerungs-gruppen nahe zubringen und der als Regisseur auch in Nürnberg eigene Akzente setzen wird.“

Auf IOCO Nachfrage in Dortmund erklärt Jens-Peter Herzog:Mitte Januar bin ich auf Vorschlag einer Findungskommission zum künftigen Staatsintendanten des Staatstheaters Nürnberg ab der Spielzeit 2018/19 gewählt worden. Der Abschied aus Dortmund fällt mir dennoch nicht leicht. Ich habe diese Stadt und ihr Opernpublikum sehr schätzen gelernt. Wenn ich die Oper Dortmund im Sommer 2018 verlasse, kann ich das in dem Bewusstsein tun, dass wir hier viel erreicht haben. Es ist in den letzten 5 Jahren gelungen, die Attraktivität der Oper Dortmund maßgeblich zu steigern. Die Oper Dortmund hat inzwischen in Deutschland und darüber hinaus den Ruf eines Hauses, an dem spannende Dinge passieren. Ich bin sicher, dass das auch in Zukunft so bleibt.
Noch aber liegen zweieinhalb Spielzeiten vor uns! Ich werde bis zum letzten Tag meiner Intendanz für die Oper Dortmund arbeiten und habe noch viele ungewöhnliche und spannende Projekte vor. Ich freue mich auf die nächsten Spielzeiten in Dortmund!

IOCO Aktuell / VJ /  8.3.2016

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