Dresden, Semperoper, Premiere Doktor Faust von Ferruccio Busoni, 19.03.2017

Februar 9, 2017  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Doktor Faust von Ferriccio Busoni

Premiere 19. März – weitere Termine 25.3.207, 20.4.2017, 23.4.2017, 7.5.201

92 Jahre nach der Dresdner Uraufführung kehrt Doktor Faust von Ferruccio Busoni in der Regie von Keith Warner an die Semperoper zurück. In der Neuinszenierung wird der Mythos um den Wissenschaftler Faust aufgespürt, der sich vom Mittelalter bis in die Gegenwart spinnt und den um Erkenntnis ringenden Gelehrten in einer Reise durch 500 Jahre immer wieder mit der Frage nach seiner eigenen Identität konfrontiert: im Kampf mit dem Selbst, im Kontext einer Gesellschaftsordnung und in der Auseinandersetzung mit metaphysischen Erfahrungen.

Mit dem Faust-Stoff beschäftigte sich der Komponist Ferruccio Busoni bereits seit 1910. »Eine hervorragende, historische und sprichwörtliche Figur, die mit dem Zauberischen und Unenträtselten zusammenhänge«, wollte er zum Mittelpunkt seiner Opern machen. Es ging ihm um die Figur Faust, mit deren Vielschichtigkeit und Zeitlosigkeit als Prototyp des wissbegierigen Menschen sich der Komponist auseinandersetzen wollte. Ganz bewusst nahm er für seine Arbeit nicht Goethes Meisterwerk Faust zur Vorlage, sondern orientiert sich an Puppenspielen seit dem 17. Jahrhundert, die ihm als Inspirationsquelle dienten. Die Vollendung seiner vierten und letzten Opernkomposition erlebte Ferruccio Busoni nicht mehr, zu zwei Szenen des Librettos fand er keine entsprechende Musik und legte das Werk beiseite. Busonis Freund und ehemaliger Schüler Philipp Jarnach ergänzte nach dessen Tod 1924 die fehlenden Kompositionen und Doktor Faust konnte im Mai 1925 in Dresden uraufgeführt werden. Der Dirigent und Musikforscher Antony Beaumont war es, der sich 1975 noch einmal Ferruccio Busonis Oper, seine Schriften und Briefe vornahm und über die zwei unvollendeten Szenen nachdachte. Eine tiefgründige Recherche und das Auffinden verloren geglaubter Skizzen ermutigten den Musikforscher Beaumont dazu, eine neue Fassung anzufertigen, die er 1982 veröffentlichte. Diese Fassung nimmt sich auch das künstlerische Team um Regisseur Keith Warner zur Grundlage ihrer Inszenierung des Doktor Faust an der Semperoper Dresden, die am 19. März, um 18 Uhr Premiere feiert.

Als Doktor Faust ist der Bariton Lester Lynch zu erleben, Wagner gibt Michael Eder und Fausts Widersacher Mephistopheles wird von Mark Le Brocq interpretiert. Das Ehepaar Herzog von Parma und Herzogin von Parma verkörpern Michael König und Manuela Uhl. Am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden steht Tomáš Netopil. PMSODr

Doktor Faustus Premiere 19. März – weitere Termine 25.3.207, 20.4.2017, 23.4.2017, 7.5.2017

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Dresden, Semperoper, 2018 – Der Ring des Nibelungen, 13.01.2018

Januar 5, 2017  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

 

 Der Ring des Nibelungen  2018 an der Semperoper

  Vorverkauf in 2 Serien ab 25. Januar 2017

Richard Wagner © IOCO

Richard Wagner © IOCO

Richard Wagners Tetralogie Der Ring des Nibelungen steht erstmalig unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann in zwei Aufführungsserien auf dem Spielplan der Semperoper Dresden. Im Januar und Februar 2018 sind die Sächsische Staatskapelle Dresden sowie eine hochkarätige Besetzung unter anderem mit Petra Lang, Christa Mayer, Andreas Schager, Albert Dohmen und Georg Zeppenfeld in Wagners opus summum zu erleben. Regisseur Willy Decker schuf in seinem Dresdner Bühnenkosmos ein Theater auf dem Theater: Der Kampf um den Ring der Macht wird bei ihm zur Kulisse, vor der das Göttergeschlecht seinem Untergang entgegenstrebt, um die Utopie eines neuen, unabhängig agierenden Menschengeschlechtes erstehen zu lassen.

In Dresden kam Richard Wagner die Idee zum Nibelungen-Stoff während seiner Zeit als Königlich-Sächsischer Hofkapellmeister, in die auch die erste Lesung des kompletten Prosaentwurfes fiel. Eine große Oper über den Helden Siegfried wollte er schaffen. Aus einer Oper wurde schließlich eine Tetralogie mit einem Vorabend und drei Tagen, die erstmals 1876 im eigens dafür gebauten Bayreuther Festspielhaus als Zyklus uraufgeführt wurden.

Die Ring-Zyklen 2018

Ring-Zyklus 1
Sa, 13.1.2018, 18 Uhr           Das Rheingold
So, 14.1.2018, 16 Uhr            Die Walküre
Do, 18.1.2018, 17.30 Uhr       Siegfried
Sa, 20.1.2018, 16 Uhr            Götterdämmerung

Ring-Zyklus 2
Mo, 29.1.2018, 19 Uhr          Das Rheingold
Di, 30.1.2018, 18 Uhr            Die Walküre
Do, 1.2.2018, 17.30 Uhr        Siegfried
So, 4.2.2018, 16 Uhr             Götterdämmerung

Zykluspreis pro Person / Platzgruppen 1-5:
Euro 502,50 / 469,00 / 381,50 / 338,50 / 237,50

Der Kartenvorverkauf für die Ring-Zyklen beginnt am 25. Januar 2017. Restkarten für die Einzelvorstellungen können ab 15. März 2017 erworben werden.   PMDrSO

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Dresden, Semperoper, Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach, 04.12.2016

Oktober 31, 2016  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

 Les Contes d`Hoffmann/ Hoffmanns Erzählungen

Premiere  4. Dezember 2016  17 Uhr, Weitere Vorstellungen am 7., 10., 16., 19., 23., Dezember 2016 und 2. und 7. Januar 2017.

Der sensible Dichter Hoffmann steht im Mittelpunkt von Jacques Offenbachs komischer Künstlertragödie Les Contes d`Hoffmann/ Hoffmanns Erzählungen. Im Spiegel von drei tragischen Liebesgeschichten sucht er die eigene Schreibkrise zu bewältigen. An der Semperoper Dresden feiert die phantastische Oper in der Inszenierung von Johannes Erath und unter der musikalischen Leitung von Frédéric Chaslin am 4. Dezember 2016, um 17 Uhr Premiere.

Was ist real, was fiktiv und wo ziehen wir die Grenze? Diese Fragen werden in Johannes Eraths Inszenierung immer wieder neu gestellt. Der Dichter Hoffmann ist ein Dandy, der die Realität so sieht, wie er sie sehen will, und der dabei auf einem schmalen Grat wandert: Was ist normal und was im wahrsten Sinne des Wortes verrückt? Für den Regisseur, der an der Semperoper Dresden bereits mit der Inszenierung »Le nozze di Figaro« (2014/15) großen Erfolg feiern konnte, ist alles in Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen fiktiv – außer der Dichter selbst. Daher legt Johannes Erath den Fokus seiner Inszenierung auf die titelgebende Figur und lässt alles andere als Wahrnehmung bzw. Erzählung von Hoffmann erscheinen.

Neben Bizets Carmen gehört Hoffmanns Erzählungen durch die dramatisch-bewegende Komposition zu den populärsten Opern des französischen Repertoires.

Die Hauptpartien verkörpern Eric Cutler als Hoffmann, Christina Bock ist die Muse und Peter Rose gibt die vier Gegenspieler. Tuuli Takala ist als Puppe Olympia zu erleben, die Künstlerin Antonia übernimmt Sarah-Jane Brandon und als Prostituierte Giulietta steht Measha Brueggergosman auf der Bühne. Es singt der Sächsische Staatsopernchor und es spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden.PMSeDr

 Premiere  4. Dezember 2016  17 Uhr, Weitere Vorstellungen am 7., 10., 16., 19., 23., Dezember 2016 und 2. und 7. Januar 2017.

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Dresden, Semperoper, Elektra und Salome, 23.-24.-26.-27.09.2016

September 22, 2016  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

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Strauss im Doppelpack: Elektra  und  Salome

Ein Fest für Richard Strauss-Liebhaber: Am Wochenende sind gleich zwei seiner Opern – mit hochkarätigen Sopranistinnen in den Titelpartien – an aufeinanderfolgenden Tagen zu erleben.

Die Eine, der Semperoper lang verbunden, ist für ihre Interpretation der Elektra 2014 mit dem Deutschen Theaterpreis »Der Faust« ausgezeichnet worden: Evelyn Herlitzius verkörpert am 23. und 26. September erneut die Titelpartie in Richard Strauss’ klanggewaltigem Werk, das 2014 von Barbara Frey inszeniert wurde. Die Andere gibt ihr Debüt als Salome: Jennifer Holloway ist ab dem 24. September in der mittlerweile achten Neuinszenierung von Richard Strauss’ Salome an der Semperoper zu erleben. Für die zweite Vorstellung dieser Oper hebt sich der Vorhang am 27. September.

Elektra: Seit Jahren wartet Elektra auf die Stunde der Vergeltung an ihrer Mutter Klytämnestra und deren Geliebten Aegisth, die Elektras Vater Agamemnon schändlich ermordeten. Elektra nährt ihren Hass täglich neu, während ihre Schwester Chrysothemis vergeblich auf ein Entkommen aus ihrer eisigen Umgebung hofft und Klytämnestra von ihren Schuldgefühlen um den Schlaf gebracht wird. Als jedoch der herbeigesehnte Bruder Orest endlich erscheint und die Rache ausführt, verliert auch Elektras Leben seinen einzigen Sinn. Auf der Bühne ein Kammerspiel, im Orchester ein Klanggigant: In Elektra entspinnt sich eine Familientragödie der Gewalt und Monstrositäten und damit ein Psychogramm um Schuld und Sühne, Vergebung und Rache und die Frage nach Gerechtigkeit.

Salome ist fasziniert von der körperlosen Stimme des Jochanaan. Die Tochter der Herodias und Stieftochter des Königs Herodes, aufgewachsen in Maß- und Hemmungslosigkeit, sucht die Liebe. Leidenschaftlich begehrt sie den unbekannten moralischen Propheten, seinen Leib, sein Haar, seine Lippen – den Mann, der sie brüsk zurückweist. Ganz anders der übergriffige König Herodes mit seinen Ängsten, der bei ihr lustvolle Zerstreuung sucht. Gebunden an sein Versprechen, Salome für ihren Tanz der sieben Schleier jeden Wunsch zu erfüllen, erhält sie von ihm den Kopf des Jochanaan, der sie nicht lieben wollte. In ekstatischem Wahn küsst sie seine Lippen, bevor Herodes ihren Tod befiehlt.

Während Oscar Wildes Salome 1896 erstmals in Paris die Bühne betrat, verbüßte ihr Schöpfer in einem Londoner Gefängnis eine Strafe wegen »grober Unsittlichkeit«. Cosima Wagner urteilte nach der Uraufführung von Richard Strauss’ Einakter, der Oscar Wildes Text in deutscher Übersetzung verwandte, an der Dresdner Hofoper 1905: »Nichtiger Unfug, vermählt mit Unzucht!« Innerhalb von zwei Jahren erschien Salome erfolgreich auf über 50 Opernbühnen. Ihr rauschhafter Orchesterklang, der einen gewaltigen Klangkörper verlangt, changiert zwischen feinnervigem Psychogramm und zügelloser Ekstase. Nie zuvor in der Geschichte der Oper ist die Verbindung von Dekadenz, seelischem Verfall und einer begehrenden wie zerstörerischen Liebe so opulent und eindringlich ausgedrückt worden wie in Richard Strauss’ Meisterwerk.   PMSO

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