Dresden, Semperoper, Elektra und Salome, 23.-24.-26.-27.09.2016

September 22, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, SemperOper

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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Strauss im Doppelpack: Elektra  und  Salome

Ein Fest für Richard Strauss-Liebhaber: Am Wochenende sind gleich zwei seiner Opern – mit hochkarätigen Sopranistinnen in den Titelpartien – an aufeinanderfolgenden Tagen zu erleben.

Die Eine, der Semperoper lang verbunden, ist für ihre Interpretation der Elektra 2014 mit dem Deutschen Theaterpreis »Der Faust« ausgezeichnet worden: Evelyn Herlitzius verkörpert am 23. und 26. September erneut die Titelpartie in Richard Strauss’ klanggewaltigem Werk, das 2014 von Barbara Frey inszeniert wurde. Die Andere gibt ihr Debüt als Salome: Jennifer Holloway ist ab dem 24. September in der mittlerweile achten Neuinszenierung von Richard Strauss’ Salome an der Semperoper zu erleben. Für die zweite Vorstellung dieser Oper hebt sich der Vorhang am 27. September.

Elektra: Seit Jahren wartet Elektra auf die Stunde der Vergeltung an ihrer Mutter Klytämnestra und deren Geliebten Aegisth, die Elektras Vater Agamemnon schändlich ermordeten. Elektra nährt ihren Hass täglich neu, während ihre Schwester Chrysothemis vergeblich auf ein Entkommen aus ihrer eisigen Umgebung hofft und Klytämnestra von ihren Schuldgefühlen um den Schlaf gebracht wird. Als jedoch der herbeigesehnte Bruder Orest endlich erscheint und die Rache ausführt, verliert auch Elektras Leben seinen einzigen Sinn. Auf der Bühne ein Kammerspiel, im Orchester ein Klanggigant: In Elektra entspinnt sich eine Familientragödie der Gewalt und Monstrositäten und damit ein Psychogramm um Schuld und Sühne, Vergebung und Rache und die Frage nach Gerechtigkeit.

Salome ist fasziniert von der körperlosen Stimme des Jochanaan. Die Tochter der Herodias und Stieftochter des Königs Herodes, aufgewachsen in Maß- und Hemmungslosigkeit, sucht die Liebe. Leidenschaftlich begehrt sie den unbekannten moralischen Propheten, seinen Leib, sein Haar, seine Lippen – den Mann, der sie brüsk zurückweist. Ganz anders der übergriffige König Herodes mit seinen Ängsten, der bei ihr lustvolle Zerstreuung sucht. Gebunden an sein Versprechen, Salome für ihren Tanz der sieben Schleier jeden Wunsch zu erfüllen, erhält sie von ihm den Kopf des Jochanaan, der sie nicht lieben wollte. In ekstatischem Wahn küsst sie seine Lippen, bevor Herodes ihren Tod befiehlt.

Während Oscar Wildes Salome 1896 erstmals in Paris die Bühne betrat, verbüßte ihr Schöpfer in einem Londoner Gefängnis eine Strafe wegen »grober Unsittlichkeit«. Cosima Wagner urteilte nach der Uraufführung von Richard Strauss’ Einakter, der Oscar Wildes Text in deutscher Übersetzung verwandte, an der Dresdner Hofoper 1905: »Nichtiger Unfug, vermählt mit Unzucht!« Innerhalb von zwei Jahren erschien Salome erfolgreich auf über 50 Opernbühnen. Ihr rauschhafter Orchesterklang, der einen gewaltigen Klangkörper verlangt, changiert zwischen feinnervigem Psychogramm und zügelloser Ekstase. Nie zuvor in der Geschichte der Oper ist die Verbindung von Dekadenz, seelischem Verfall und einer begehrenden wie zerstörerischen Liebe so opulent und eindringlich ausgedrückt worden wie in Richard Strauss’ Meisterwerk.   PMSO

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Dresden, Semperoper, Premiere Salome von Richard Strauss, IOCO Aktuell, 24.09.2016

September 17, 2016  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Musiktheater im Revier, SemperOper

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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Semperoper: Michael Schulz inszeniert Salome

Libretto vom Komponisten nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung in deutscher Übersetzung von Hedwig Lachmann

Salome von Richard Strauss: Premiere 24.9.2016, weitere Vorstellungen 27.9.2016, 30.9.2016, 28.10.2016, 4.11.2016

Die Semperoper in Dresden ist unstreitig eines der schönsten Musiktheater der Welt. 1841 erbaute Gottfried Semper den attraktiven Rundbau mit 2000 Plätzen, der mit 93% Auslastung zu den beliebtesten Theatern Deutschlands zählt.

Michael Schulz © MiR / Pedro Malinowski

Michael Schulz © MiR / Pedro Malinowski

Am 24. September 2016 wird Salome von Richard Strauss in der Semperoper Premiere feiern. Neben Lance Ryan und Christa Mayer als Herodes und Herodias sind Jennifer Holloway in der Titelpartie und Markus Marquardt als Jochanaan zu erleben. Das Bühnenbild wird von Dirk Becker stammen, Renée Listerdal ist für die Kostüme verantwortlich. Es ist die Eröffnungspremiere der Semperoper für die Spielzeit 2016/17.
Regisseur dieser Salome ist Michael Schulz. Mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden hat Michael Schulz  bereits eng zusammen gearbeitet, unter anderem in Salzburg. Dort ist der traditionsreiche Klangkörper aus Dresden Residenzorchester der Osterfestspiele, Schulz inszenierte dort 2013 den Parsifal von Richard Wagner, welcher auch in 3SAT übertragen wurde. Michael Schulz ist seit 2009 auch Intendant des im Ruhrgebiet bestens etablierten Musiktheater im Revier (MiR). Das MiR,  für geographisch nicht ganz sattelfeste Musikfreunde, liegt inmitten des Ruhrgebiets, in Gelsenkirchen und hat 1.000 Plätze.

Semperoper / Salome © Forster

Semperoper / Salome © Forster

Handlung: Salome ist fasziniert von der körperlosen Stimme des Jochanaan. Die Tochter der Herodias und Stieftochter des Königs Herodes, aufgewachsen in Maß- und Hemmungslosigkeit, sucht die Liebe. Leidenschaftlich begehrt sie den unbekannten moralischen Propheten, seinen Leib, sein Haar, seine Lippen – den Mann, der sie brüsk zurückweist. Ganz anders der übergriffige König Herodes mit seinen Ängsten, der bei ihr lustvolle Zerstreuung sucht. Gebunden an sein Versprechen, Salome für ihren Tanz der sieben Schleier jeden Wunsch zu erfüllen, erhält sie von ihm den Kopf des Jochanaan, der sie nicht lieben wollte. In ekstatischem Wahn küsst sie seine Lippen, bevor Herodes ihren Tod befiehlt.

Semperoper / Salome und Herodes © Forster

Semperoper / Salome und Herodes © Forster

Während Oscar Wildes Salome 1896 erstmals in Paris die Bühne betrat, verbüßte ihr Schöpfer in einem Londoner Gefängnis eine Strafe wegen »grober Unsittlichkeit«. Cosima Wagner urteilte nach der Uraufführung von Richard Strauss’ Einakter, der Oscar Wildes Text in deutscher Übersetzung verwandte, an der Dresdner Hofoper 1905: »Nichtiger Unfug, vermählt mit Unzucht!« Innerhalb von zwei Jahren erschien Salome erfolgreich auf über 50 Opernbühnen. Ihr rauschhafter Orchesterklang, der einen gewaltigen Klangkörper verlangt, changiert zwischen feinnervigem Psychogramm und zügelloser Ekstase. Nie zuvor in der Geschichte der Oper ist die Verbindung von Dekadenz, seelischem Verfall und einer begehrenden wie zerstörerischen Liebe so opulent und eindringlich ausgedrückt worden wie in Richard Strauss’ Meisterwerk.

Besetzung: Musikalische Leitung Omer Meir Wellber, Inszenierung Michael Schulz, Bühnenbild Dirk Becker, Kostüme Renée Listerdal, Licht Fabio Antoci, Video Philipp Contag-Lada, Choreografie Koko La Douce, Dramaturgie Anna Melcher
Herodes Lance Ryan, Herodias Christa Mayer alt. Jane Henschel, Salome Jennifer Holloway, Jochanaan Markus Marquardt, Narraboth Daniel Johansson, Ein Page der Herodias Christina Bock, Erster Jude Aaron Pegram, Zweiter Jude Tom Martinsen, Dritter Jude Simeon Esper, Vierter Jude Gerald Hupach, Fünfter Jude Michael Eder, Erster Nazarener Georg Zeppenfeld, Zweiter Nazarener Khanyiso Gwenxane, Erster Soldat Martin-Jan Nijhof, Zweiter Soldat Luciano Batinic, Ein Cappadocier Alexandros Stavrakakis, Ein Sklave Menna Cazel.

Semperoper Dresden – Salome von Richard Strauss: Premiere 24.9.2016, weitere Vorstellungen 27.9.2016, 30.9.2016, 28.10.2016, 4.11.2016

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Dresden, Semperoper Dresden, Kulturparadies im Führungschaos, IOCO Aktuell, 08.07.2016

Juli 13, 2016  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, SemperOper

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Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

 2015/16: Künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreich

Kulturolymp mit Führungsdefizit

Die Semperoper Dresden, von Gottfried Semper (1803–1879) errichtet, ist seit vielen Jahren Kulturmagnet der Stadt und wirtschaftlich erfolgreich: Eindrucksvolle architektonische Kompositionen atmen in Stuckarbeiten, Prunkdecken, Proszeniumsfries und Schmuckvorhang den humanistischen Geist von Antike und Renaissance. Auch künstlerisch bietet die Semperoper viel: Viele attraktive Produktionen der Semperoper werden überregional wahrgenommen, bilden einen Teil von Dresdens Attraktivität ab. Das ZDF_Silvesterkonzert ist seit Jahren ein Kultur-Highlight der Semperoper, 2015 mit Megastar LangLang. So kämpfen Dresden-Touristen wie Einheimische beständig um Karten für Vorstellungen des 1300 Besucher fassenden Hauses.

Semperoper Dresden / 2011 Bestellung von Thielemann © IOCO

Semperoper Dresden / 2011 Bestellung von Thielemann © IOCO

Dabei ist die Führungsetage der Semperoper seit Jahren chaotisch wie unbesetzt: Seit dem tragischen Tod der Intendantin Ulrike Hessler in 2012 besitzt die Semperoper nur eine „informelle“ künstlerische Führung. Der Belgier Serge Dorny, mit 5-Jahres-Intendantenvertrag in der Tasche, sollte 2014 neuer Intendant werden; doch er wurde vor Antritt seines Amtes ohne auffällige Gründe gefeuert, Streitwert vor Gericht €900.000. Christian Thielemann am Werk? Dorny hatte Anfang 2014 Zeichen gesetzt: Die Semperoper als „Touristenoper“ beschrieben in der er nicht „Türhüter für ein Museum“ sein wolle. Schon 2011 hatte GMD Fabio Luisi über einen Dissenz (Silvesterkonzert 2010) mit dem in München gerade gescheiterten und in Dresden angekommenen Christian Thielemann die Brocken hingeschmissen. Thielemann agiert seither als „Chefdirigent“ an der Semperoper, nicht als GMD. Peter Theiler, noch Intendant am Staatstheater Nürnberg, wird 2018 Chef der Semperoper werden. Dann wird die Semperoper über sechs Jahre ohne Intendant gewesen sein. Doch alles Rumoren und Quietschen in der Chefetage kann den künstlerischen wie wirtschaftlichen Erfolg der Semperoper nicht schmälern.

Hier der beeindruckende Status der Semperoper zur Spielzeit 2015/16:

Dresden / Frauenkirche © IOCO

Dresden / Frauenkirche © IOCO

Mit einer erfolgreichen künstlerischen Bilanz und hervorragenden Auslastungszahlen geht an der Semperoper Dresden die Spielzeit 2015/16 zu Ende. So wurde die Europäische Erstaufführung von John Harbisons  »The Great Gatsby« in der Inszenierung von Keith Warner mit großer Begeisterung vom Publikum aufgenommen, darunter ein ungewöhnlich großer Anteil von 18 Prozent Besuchern unter 30 Jahren und ein ebenfalls überdurch-schnittlicher Anteil (insgesamt 15 Prozent) von Opernneulingen, die erstmals eine Opernvorstellung besucht haben. Mit einer Platzauslastung von insgesamt 96 Prozent übertraf »The Great Gatsby« damit die Erwartungen, die sich mit einem zeitgenössischen Werk gewöhnlich verbinden. Paul Hindemiths Oper »Mathis der Maler«, die als Exot im gängigen Repertoire gilt und sich mit der hoch aktuellen Frage der politischen Verantwortung des Künstlers in der Gesellschaft beschäftigt, wurde erstmals in Dresdenaufgeführt und feierte mit rund 85 Prozent Auslastung an der Semperoper einen großen Erfolg. Die Erweiterung des Repertoires der Semperoper gelang auf heitere Weise mit einem sehr positiv rezipierten »Wildschütz« Albert Lortzings, während Philipp Stölzls Erfolgsproduktion »Cavalleria rusticana/Pagliacci«, ein Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg 2015, in herausragender Besetzung ihre faszinierende Über- tragung auf die Bühne der Semperoper feierte.

In Semper 2 widmete sich die Semperoper der lohnenswerten Wiederentdeckung der beiden modernen Kammeropern »R. Hot bzw. Die Hitze« und »Der Kaiser von Atlantis«. Die vom Publikum bejubelten Repertoire-Klassiker »Don Giovanni« und »Eugen Onegin« vervollständigten schließlich den Reigen der Neuproduktionen, mit denen die Semperoper ihren anspruchsvollen und vielseitigen Spielplan pflegt und weiterentwickelt. Unter zahlreichen hochkarätig besetzten Wiederaufnahmen zog »Lohengrin« unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann mit den Wagner-Rollen-Debüts von Anna Netrebko und Piotr Beczala weltweit die größte Aufmerksamkeit auf sich. Auf dem Theaterplatz vor der Semperoper wurden diese beeindruckenden Debüts mit einem großen sommerlichen Semper Open Airvon Tausenden gefeiert. Das Semperoper Ballett zeugte in der zehnten Spielzeit seines Direktors Aaron S. Watkin einmal mehr von seiner stilistischen Versiertheit und Bandbreite, indem es den großen MacMillan-Ballettklassiker »Manon« mit dem renommierten Company-Neuzugang Melissa Hamilton auf die Bühne brachte und wenig später mit Alexander Ekmans unkonventioneller Neukreation »COW« triumphierte. Gefeierte, ausverkaufte Gastspieleführten die Company in der Saison 2015/16 nach Paris, St. Petersburg, Antwerpen und Göteborg. Über 300 Vorstellungen, darunter sechs große Opernpremieren, jeweils zwei Premieren in den Bereichen Kammeroper und Ballett und über 30 Repertoirestücke in allen Sparten sowie über 50 Konzerte der Sächsischen Staatskapelle Dresden machten die Saison 2015/16 an der Semperoper zu einem höchst erfolgreichen, vielfältigen und lebendigen Musiktheater-Jahr. In ihren Kernbereichen Oper, Ballett und Konzerte der Staatskapelle verzeichnet die Semperoper für die Spielzeit 2015/16 eine voraussichtliche Auslastung von 92,9 Prozent
.
Mit einem Kostendeckungsgrad für das Jahr 2015 von 42,8 Prozentliegt die Semperoper
in Deutschland weiterhin an der Spitze im Vergleich mit anderen großen Opernhäusern.
Ausblick auf die Spielzeit 2016/17:  Am 26. August beginnt die Spielzeit 2016/17. Der
Tag der offenen Semperoper mit der Archiv-Veranstaltung »Aktenzeichen: Salome« und dem abendlichen »Auftakt!«-Konzert findet am 18. Septemberstatt. Die erste Premiere der neuen Saison ist am 24. September Richard Strauss’ Musikdrama Salome in der Regie von Michael Schulz und mit Omer Meir Wellber am Pult der Sächsischen Staatskapelle. Die neue Spielstätte Semper Zwei wird am 16. Oktober mit der Uraufführung »the killer in me is the killer in you my love« eröffnet, einem Auftragswerk der Semperoper Dresden an den Komponisten Ali N. Askin.     PMDrSO / Juli 2016

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Dresden, Semperoper Dresden, Premiere – Eugen Onegin von Peter Tschaikowsky, 30.06.2016

Mai 30, 2016  
Veröffentlicht unter Premieren, Pressemeldung, SemperOper

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Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Semperoper Dresden

 Eugen Onegin  von Peter Tschaikowsky

Premiere 30. Juni 2016 19 Uhr, weitere Vorstellungen 2.7.2016; 6.7.2016; 9.7.2016; 30.8.2016; 1.9.2016; 4.9.2016

Übersättigt von der Großstadt und ihrem Überfluss an Festen und Frauen, kommt Eugen Onegin zurück aufs Land, wo er die Gutstochter Tatjana trifft. Doch obgleich er von ihrem träumerischen Wesen fasziniert ist, weist er ihr Liebesbekenntnis brüsk zurück und widmet sich lieber ihrer Schwester Olga – ein Fehler, der ihn sein Leben lang verfolgen soll … Dabei entspinnt sich vor dem musikalischen Bild des russischen Landlebens der 1820er-Jahre eine Sehnsucht nach Liebe, deren Tragik es ist, unerfüllt bleiben zu müssen.

Dresden / Semperoper Christoph Pohl ist Onegin © René Limbecker

Dresden / Semperoper Christoph Pohl ist Onegin © René Limbecker

Eine Oper der verpassten Chancen, der Liebes- und Lebenskatastrophen ist Eugen Onegin in den Augen von Regisseur Markus Bothe. Er erzählt Tschaikowskys Lyrische Szenen als Erinnerung Onegins und Tatjanas an jene Entscheidungssituationen, in denen die beiden unwillkürlich die Weichen für das Auseinanderdriften ihrer Lebenswege und für das Verpassen ihres Liebesglücks stellten. Bühnenbildner Robert Schweer zeigt das in einem Raum aus gegeneinander verschiebbaren Scheiben, deren äußere den Stillstand der Gesellschaft verdeutlichen, während die inneren den Seelenlandschaften der Protagonisten folgen. Die Armut der Agrargesellschaft schließlich schlägt sich nicht zuletzt in der Kostümgestaltung von Esther Geremus nieder.

In den Hauptpartien singen Camilla Nylund als Tatjana, Anke Vondung als Olga, Tomislav Mužek als Lenski und Christoph Pohl als Eugen Onegin. Außerdem sind Sabine Brohm als Larina, Tichina Vaughn als Filipjewna, Timothy Oliver als Triquet, Magnus Piontek als Saretzki und Alexander Tsymbalyuk als Fürst Gremin zu erleben sowie der Sächsische Staatsopernchor. Pietari Inkinen dirigiert die Sächsische Staatskapelle Dresden.

Premiere 30. Juni 2016 19 Uhr, weitere Vorstellungen 2.7.2016; 6.7.2016; 9.7.2016; 30.8.2016; 1.9.2016; 4.9.2016

Kartenkauf: https://www.semperoper.de/spielplan/kalendarium.html  oder per Telefon unter 0351-49 11 705

Pressemeldung Semperoper Dresden

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