Dresden, Semperoper, Premiere Die Passagierin – Mieczyslaw Weinberg, 24.06.2017

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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

  Die Passagierin von  Mieczyslaw Weinberg

 Premiere 24. Juni 2017, weitere Vorstellungen 30.6.2017, 5.7.2017, 9.7.2017

Mieczyslaw Weinbergs Oper Die Passagierin gelangte – obwohl bereits 1968 vollendet – erst 2006 in Moskau zur konzertanten und 2010 bei den Bregenzer Festspielen zur szenischen Uraufführung. Das Libretto stammt aus der Feder des Musikwissenschaftlers Alexander Medwedew und basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Zofia Posmysz. In diesem erzählt die Auschwitz-Überlebende Autorin von einer zufälligen Begegnung der ehemaligen KZ-Aufseherin Lisa mit der früheren Inhaftierten Marta Ende der 50er Jahre auf einem Kreuzfahrtschiff. Lisa – inzwischen gut situierte Gattin des Diplomaten Walter – muss sich ihrer verdrängten Vergangenheit stellen und taumelt zwischen einem Von-sich-Weisen der Schuld, Erklärungsversuchen ihrem Mann gegenüber und Erinnerungen an das Grauen des Konzentrationslagers.

»Wenn eines Tages eure Stimmen verhallt sind, dann gehen wir zugrunde«, ruft sich Marta am Ende von Weinbergs Die Passagierin ihre Verantwortung ins Gedächtnis und gedenkt damit all jener, die im KZ Auschwitz umgebracht wurden. Sie selbst war als junge Frau dem Todeslager entkommen. Jahre später begegnet die ehemalige SS-Aufseherin Lisa auf einer Schiffsreise einer Passagierin, in der sie die damals internierte Marta erkennt. Für Lisa dringt schlagartig die sorgfältig verschwiegene Vergangenheit in die angestrengt befriedete Gegenwart ein und ruft ihr ihre Rolle im KZ in Erinnerung: Damals versuchte sie Marta zu ihrem Spielball zu machen, um sie schließlich doch dem Tod auszuliefern.

Das Besondere an dieser Oper – wie auch das des Buches – ist die Perspektive aus der die Geschichte erzählt wird: Die ehemalige Inhaftierte Marta und die frühere KZ-Aufseherin Lisa kommen nicht ins Gespräch, es sind vielmehr Lisas Gedanken, ihre Erinnerungen und Reflektionen, wenn sie der Passagierin auf dem Schiff immer wieder begegnet, die über das Geschehen aufklären. Musik und Inhalt greifen dabei ineinander und geben ein erschütterndes, gleichwohl berührendes Drama, das historische Ereignisse und Einzelschicksale emotional lebendig werden lässt.

Die Hauptpartien verkörpern Christina Bock als Lisa und Jürgen Müller als ihr Ehemann Walter. In der Partie Marta ist Barbara Dobrzanska zu erleben und als Tadeusz steht Markus Butter auf der Bühne. Christoph Gedschold dirigiert die Sächsische Staatskapelle Dresden.

 Die Autorin Zofia Posmysz wird vor der Premiere am 24. Juni, um 17 Uhr zusammen mit dem Dramaturgen der Oper Frankfurt, Norbert Abels, zu einem Gespräch in der Semperoper Dresden sein.PMSeODr

 

Rathen, Landesbühne Sachsen, Theaterfest im Kurort Rathen, ab 06.05.2017

Theater Landesbühnen Sachsen 

Landesbühne Sachen / Der Glöckner von Notre Dame - Felsenbühne Rathen © Hagen König

Landesbühne Sachen / Der Glöckner von Notre Dame – Felsenbühne Rathen © Hagen König

Theatermagie – Nationalpark Sächsische Schweiz

Felsenbühne Rathen lädt zu Romantik, Abenteuern  und Opernarien

 Theaterfest im Kurort Rathen am 6. Mai 2017 ab 12.00 Uhr

Wer sucht nicht nach dem Glück? Sicherlich suchen wir alle nach dem Geheimnis. Was ist das Glück und kann es Glück dauerhaft geben? Klaus  hat Glück und er sucht es nicht einmal im Märchen DIE GOLDENE GANS ODER WAS WIRKLICH KLEBEN BLEIBT nach den Gebrüdern Grimm.

Der gutherzigen «Dummling» Klaus bekommt von seinen Brüdern alle Arbeiten in der familieneigenen Schusterwerkstatt aufgedrückt, während seine Brüder über ihre Zukunft als steinreiche Männer phantasieren. Aber auch Klaus hat einen Traum: Er fertigt in seiner knappen Freizeit feine schöne Tanzschuhe für ein Mädchen, in welches er sich irgendwann einmal über beide Ohren verlieben wird. Seine Brüder  lachen ihn dafür aus  und überhäufen ihn mit weiteren Arbeiten. Doch wie im Märchen üblich, entpuppt sich der vermeintlich Dumme am Ende als der eigentlich Weise. Als Klaus im Wald eine alte Hexe trifft und mit ihr sein Brot teilt, schenkt sie ihm zur Belohnung eine Gans.  Die Gans ist von magischer Anziehungskraft, so dass Bauern, Wirtstöchter und selbst der Pfarrer an ihr kleben bleiben. Klaus trägt die Goldene Gans mit der gierigen Gesellschaft im Schlepptau ins Schloss, in dem die traurige Prinzessin darauf wartet, zum Lachen gebracht zu werden. Der König und sein Haushofmeister versprechen als Belohnung dafür, dass die Prinzessin endlich einmal lacht, ein halbes Königreich und eine ganze Prinzessin!

Ob Klaus dies mit seiner Gans schaffen kann? Wird die Prinzessin ab 13. Mai lachen? Dieses Rätsel löst Peter Kube mit seiner Märcheninszenierung für die Felsenbühne Rathen auf.

Bereits am 6. Mai 2017  zum Theaterfest werden Märchenfiguren aus den Inszenierungen der Felsenbühne den Kurort Rathen bevölkern. Schneeweißchen und Rosenrot und sicherlich Klaus und seine traurige Prinzessin werden sich unter die Besucher des Rathenfestes mischen und gemeinsam mit den Vereinen des Kurortes Rathen auf die neue Spielzeit hinweisen. Was ist kostbarer als Geld und Gut in unseren hektischen Tagen?  Ruhe und Zeit. Die suchen und  finden die Besucher alljährlich im Nationalpark Sächsische Schweiz. Hier treffen sie ein kleines Mädchen namens Momo, das den Erwachsenen wie den Kindern helfen will, diese auch wirklich zu finden.

Man nehme sich also Zeit für die Anreise, egal ob mit Bahn, Bus, Dampfer, per Rad oder per pedes;  genieße die Berge und Täler und  wandere entspannt durch den Kurort Rathen hinauf zur Felsenbühne.

In ein mystisches Märchenland kommen hier die Besucher in Mozarts Oper Die Zauberflöte. Märchenhaft bleibt die Felsenbühne auch am Nachmittag zum Beispiel in einem Märchen nach den Brüdern Grimm: Schneeweißchen und Rosenrot. Lakomys  Musikmärchen Die Sonne mit Texten von Monika Erhardt wird erstmals erklingen.

Landesbühne Sachen / Winnetou I - Felsenbühne Rathen © Landesbühne Sachsen

Landesbühne Sachen / Winnetou I – Felsenbühne Rathen © Landesbühne Sachsen

Um Freundschaft zwischen dem Greenhorn Old Shatterhand und dem Apachenhäuptling Winnetou geht es im Abenteuerstück Winnetou I nach dem Roman des bekanntesten Schriftstellers aus Radebeul, Karl May.

Jeden Sommer reisen ca. 70 000 Menschen in den Nationalpark Sächsische Schweiz, um große Opern, Märchen, Musicals und Abenteuerstücke zu erleben. Und eine Oper ist es, die bereits seit 1956 die Besucher in Scharen immer wieder zur Bühne unterhalb der Rathener Wehltürme zieht:

Der Freischütz von Carl Maria von Weber. In seiner Dresdner Zeit entstanden, scheint er sie direkt für diese Bühne komponiert zu haben. Die Jägerburschen Max und Kaspar gießen  in der unheimlichen Wolfsschlucht Freikugeln, mit deren Hilfe sie um die Hand der schönen Försterstochter Agathe kämpfen wollen. Stets begleiten die Vögel des Nationalparks den Gesang.

Abenteuer und den Kampf um die schöne junge Esmeralda bietet das Schauspiel Der Glöckner von  Notre Dame nach dem Roman von Victor Hugo mit Sandra Maria Huimann und  Tom Pauls in den Hauptrollen.

Gehen dann die Lichter der Bühne aus, der Applaus ist verhallt und Besucher wie Künstler pilgern den kleinen Wanderweg zur Elbe hinunter und gleiten lautlos mit der historischen Gierseilfähre über die Elbe zu ihren Autos oder zur S-Bahn (dann scheint die Zeit still zu stehen. In ruhige Gespräche vertieft klingt ein abenteuerlicher Theaterbesuch inmitten romantischer und unvergesslicher Natur aus.

Die Eintrittskarten der Felsenbühne gelten als Fahrausweis im VVO.

Und Momo hat vielleicht ein wenig ihr Ziel erreicht, und die kleinen und großen Besucher haben in ihrem hektischen Alltag für einen Tag eine kurze Pause eingelegt.


Stücke:


Felsenbühne Rathen 6. Mai – 27. August  – insgesamt 85 Vorstellungen


Premieren


DIE GOLDENE GANS ODER WAS WIRKLICH KLEBEN BLEIBT (14 X)
Sb., 13. Mai 2017,16.00 Uhr
Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern Grimm, Musik von Jörg Kandl (ab 5)
Regie: Peter Kube; Ausstattung: Ulrike Kunze


Die Sonne – Musikmärchen von Reinhard Lakomy (Musik) und Monika Erhardt (Buch) (10 x)
Uraufführung Do., 29.6.2017, 16.00 Uhr
Ab 5 Jahren
Regie: Katrin Wolfram; Ausstattung: Katharina Lorenz


Wiederaufnahmen


Winnetou I  (15 x)
Sb., 20.5.2017, 15.00 Uhr
von Olaf Hörbe nach Karl May
Regie . Manuel Schöbel


Schneeweißchen und Rosenrot  (17 x )
Fr., 26.5.2017, 16.00 Uhr
Ein Märchen nach den Brüdern Grimm von Manuel Schöbel
Regie: Steffen Pietsch


Momo (4 x )
Sb., 3.6.2017,16.00 Uhr
Ein Tanzstück von Wencke Kriemer de Matos für die ganze Familie nach dem Roman von Michael Ende / Komposition von Michio Woirgardt (ab 1. Klasse) –
Choreografie: Wencke Kriemer de Matos


Die Zauberflöte  (9x )
So., 4.6.2017, 19.30 Uhr Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Regie: Jan Michael Horstmann


Der Glöckner von Notre Dame (3x)
Do., 13.7.2017, 20.00 Uhr
Schauspiel mit Musik nach dem Roman von Victor Hugo Fassung von Peter Dehler
Regie: Peter Kube


Der Freischütz  (8 x)
Do., 3.8.2017, 20.00 Uhr
Romantische Oper von Carl Maria von Weber
Regie: Horst O. Kupich


Carmina Burana
So., 18.6.2017, 17.00 Uhr
von Carl Orff


Gastspiele:


Der Traumzauberbaum „Das Geburtstagsfest“ – Familienmusical mit dem Reinhard-Lakomy-Ensemble
Sb., 17.6.2017,16.00 Uhr


Faust-Die Rockoper
Fr., 28.7.2017, 20.00 Uhr


Sächsischer Bergsteigerchor „Kurt Schlösser“
So., 6.8.2017, 15.00 Uhr


Zwinger Trio
So., 20.8.2017,19.00 Uhr


PREMIEREN 2017


DIE GOLDENE GANS ODER WAS WIRKLICH KLEBEN BLEIBT
Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern Grimm, Musik von Jörg Kandl (ab 5)

Zum Golde drängt doch alles, selbst wenn es nur ein goldiges Federvieh ist. Frei nach den Brüdern Grimm erleben wir die Geschichte vom gutherzigen «Dummling» Klaus, der von seinen Brüdern Kunz und Franz in der familieneigenen Schusterwerkstatt alle anstehenden Arbeiten zu erledigen hat, während seine Brüder über ihre nahe Zukunft als steinreiche Männer phantasieren. Aber auch Klaus hat einen Traum: Er fertigt in seiner knappen Freizeit feine schöne Tanzschuhe für ein Mädchen, in welches er sich irgendwann einmal über beide Ohren verlieben wird. Darüber können seine Brüder nur lachen und überhäufen ihn mit weiteren Arbeiten. Doch wie im Märchen üblich, entpuppt sich der vermeintlich Dumme am Ende als der eigentlich Weise. Klaus teilt im Wald mit einer alten Frau, welche eine Hexe ist, seine karge Wegzehrung und entdeckt zur Belohnung dafür eine Goldene Gans unter einem Baumstumpf. Die Gans ist von magischer Anziehungskraft, so dass Bauern, Wirtstöchter und selbst der Pfarrer an ihr kleben bleiben. Klaus trägt die Goldene Gans mit der gierigen Gesellschaft im Schlepptau ins Schloss, wo die traurige Prinzessin darauf wartet, zum Lachen gebracht zu werden. Der König und sein Haushofmeister versprechen als Belohnung dafür, dass die Prinzessin endlich einmal lacht, ein halbes Königreich und eine ganze Prinzessin!


 

Landesbühne Sachen / Die Sonne - Felsenbühne Rathen © Landesbühne Sachsen / Claudia Pfeil

Landesbühne Sachen / Die Sonne – Felsenbühne Rathen © Landesbühne Sachsen / Claudia Pfeil

DIE SONNE
Musikmärchen von Reinhard Lakomy (Musik) und Monika Ehrhardt (Buch) – Urauff ührung – (ab 5)

Reinhard Lakomys TRAUMZAUBERBAUM bringt jedes Jahr eine wachsende Fangemeinde auf der Felsenbühne Rathen zusammen. Seit 2006 konnten die Zuschauer in der Inszenierung DER REGENBOGEN (Eigenproduktion der Landesbühnen Sachsen) über viele Jahre das Abenteuer von Benjamin, Quingel und der Vogelscheuche verfolgen. In der Lieder-Geschichte DIE SONNE müssen sich die bekannten Freunde wieder dem Bösewicht Gru-Gru in den Weg stellen. Gru-Gru will die Sonne vom Himmel holen. Zusammen mit Haifischgeneral Messerzahn und dem Höllenfürst Lichterloh will er sich zum Mächtigsten der Welt machen. Benjamin und Quingel erfahren von diesem finsteren Plan von Kiki, dem kleinen Sonnenstrahl. Gemeinsam beschließen sie, die Sonne zu retten. Sie wagen sich hinunter auf den Meeresgrund zu Messerzahn und in die Hölle zum Höllenfürsten Lichterloh. Mit einer List wollen sie Gru-Gru aufhalten. Reinhard Lakomy und Monika Ehrhardt erzählen in der Trilogie «Die Erde soll ein

Garten sein» (DER WASSERKRISTALL, DER REGENBOGEN, DIE SONNE) auf poetische und märchenhafte Weise von der Gier nach Mehr um jeden Preis und dem Mut, sich zusammen dagegen zu wehren. Die CD DIE SONNE ist schon jetzt im Handel erhältlich.


WIEDER IM SPIELPLAN


CARMINA BURANA
Cantiones profanae von Carl Orff

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Das populäre Chorwerk beschwört wirkungsvoll eine sinnenfrohe mittelalterliche Welt. Solisten und der Chor der Landesbühnen Sachsen, die Singakademie Dresden e.V. und die Elbland Philharmonie Sachsen sorgen in einer konzertanten Aufführung für ein gewaltiges archaisches Klangerlebnis.


DER FREISCHÜTZ
Romantische Oper von Carl Maria von Weber

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Inspiriert wurde die deutsche Nationaloper, die sich musikalisch zwischen Himmel und Hölle bewegt, zwischen Brautkrone und Totenkranz, zwischen volkstümlicher Fröhlichkeit und bedrückender Dämonie, von der wild-romantischen Wald- und Felslandschaft vor den Toren Dresdens, wo Weber Teile des Werkes komponierte.

Das Lebensglück des Jägerburschen Max hängt von einem einzigen Probeschuss ab. Nur wenn ihm dieser perfekt gelingt, kann er seine geliebte Agathe zur Frau bekommen und Erbförster werden! Da Max als guter Schütze in der letzten Zeit jedoch nichts mehr trifft, fühlt er sich von finsteren Mächten umgarnt. Um den Teufelskreis aus Angst und Versagen zu durchbrechen, lässt er sich schließlich überreden, Hilfe anzunehmen – und zwar ausgerechnet von Kaspar, der mit dem schwarzen Jäger Samiel im Bunde ist und Max rät, in der Wolfsschlucht Freikugeln zu gießen, die immer treffen …


DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME
Schauspiel mit Musik nach Victor Hugo / Fassung von Peter Dehler

Die berühmte Liebesgeschichte zwischen der schönen Esmeralda und dem hässlichen Glöckner Quasimodo entführt uns in das Paris des Jahres 1482. Auf dem Höhepunkt des jährlichen Narrenfestes wird Quasimodo zum König der Narren gewählt. Auf diesem Fest zieht Esmeralda mit ihrem Tanz alle Blicke auf sich. Domprobst Frollo verfällt ihr augenblicklich und auch Quasimodo verliebt sich so, dass er Esmeralda entführen will. Dabei wird er von Phoebus, einem Hauptmann der königlichen Garde, gestellt. Quasimodo muss seine Tat am Schandpfahl büßen. Esmeralda hingegen hat sich unsterblich in ihren Retter Phoebus verliebt. Als sie sich nächtlings treffen, wird Phoebus von dem eifersüchtigen Frollo niedergestochen. Der Priester entkommt unerkannt. Statt seiner wird Esmeralda des Mordes und der Hexerei angeklagt …

MIT TOM PAULS ALS GLÖCKNER VON NOTRE DAME!


DIE ZAUBERFLÖTE
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart für die ganze Familie

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Ein Prinz. Eine entführte Prinzessin, die befreit werden soll. Ein riesiger Drache, der wie von Zauberhand besiegt wird. Eine fürsorgende Mutter, die sich als rachelüstern entpuppt. Ein dämonischer Herrscher, der sich als warmherzig und fürsorgend erweist. Eine hässliche Alte, die sich in ein schönes junges Mädchen verwandelt. Eine Flöte, die gefährliche Löwen in zahme Kätzchen verwandelt. Ein Glockenspiel, das wütende Männer besänftigt. Gefährliche

Prüfungen, die die Helden bestehen müssen. In Mozarts wunderbarer Oper liegen Gut und Böse, Tragik und Komik, Natur und Märchen dicht beieinander. Und ein Märchen für die ganze Familie wird auf der Felsenbühne erzählt: Kinder aus aller Herren Länder treffen

aufeinander, entdecken ein Märchenbuch, lassen sich von der Geschichte mitreißen und werden sogar zu Mitgestaltern der «Zauberflöte».


MOMO
Ein Tanzstück von Wencke Kriemer de Matos für die ganze Familie nach
dem Roman von Michael Ende

Komposition von Michio Woirgardt (ab 6)

Die kleine Momo, die eines Tages am Rande einer großen Stadt auftaucht, als wäre sie schon immer da gewesen, hat besondere Fähigkeiten – sie kann gut beobachten, zuhören und bei ihr werden die schönsten Spiele gespielt! Deshalb findet Momo unter den Menschen der Stadt schnell viele Freunde. Doch dann erscheinen merkwürdige graue Herren und beginnen, den Menschen ihre Zeit zu stehlen, um selbst davon zu leben. Es wird kalt und immer kälter auf der Welt. Momos Freunde geraten ebenso in Gefahr wie Momo selbst, zumal das Mädchen die Zeit- Diebe durchschaut und deshalb von ihnen gejagt wird. In dieser ausweglosen Situation führt die Schildkröte Kassiopeia Momo zu Meister Hora, der die Macht hat, die Zeit anzuhalten! Mit Horas Hilfe endlich gelingt es Momo, das wachsende Heer der Zeitdiebe zu besiegen.


SCHNEEWEISSCHEN UND ROSENROT

Ein Märchen nach den Brüdern Grimm von Manuel Schöbel (ab 5)

Zwerg Grobwurz ist grimmig, sind doch alle Geschöpfe in seinem Wald mindestens zu zweit: die Pilze, Bäume, Käfer … «Nur ich bin einsam. Wie ein Bart, das ist hart» beschwert er sich und beschließt, gegen diese Ungerechtigkeit ins Feld zu ziehen. In seinem Zorn kommen ihm Prinz Konrad und sein Bruder Heinrich gerade recht. Kurzerhand hext er ihnen Hass und Neid aufeinander an und verzaubert sie dann in einen Bären und einen Jäger, die sich gegenseitig umbringen sollen. Eines Nachts sucht der Bär Schutz in der Hütte von Schneeweißchen und Rosenrot …


WINNETOU I

Von Olaf Hörbe nach Karl May

Die Schienen für den Bau der Eisenbahn sind ein fremdes Element auf der indianischen Erde – und Vorboten weiterer Eroberungen durch die weißen Männer. Winnetou weiß um deren technische Überlegenheit, gleichzeitig ist mit Klekih-petra ein weißer Mann an seiner Seite, der nicht den Feindbildern entspricht. Winnetou sucht nach Lösungen für die tiefe Krise, in der sich die Indianer befinden. In dieser Situation treffen Winnetou und Old Shatterhand aufeinander. Doch bis zur Blutsbrüderschaft der beiden ist es noch ein weiter Weg … Geritten wird wie immer auf feurigen Pferden. Effektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Aufführung einen besonderen Reiz.



EINTRITTSPREISE
Vorverkaufsrabatt: Sie erhalten 2 € Nachlass pro Eintrittskarte beim
Erwerb im Vorverkauf bis einen Tag vor der Veranstaltung an unseren
Theaterkassen in Radebeul und Rathen.

VVK: Vorverkauf / AK: Abendkasse / S: Sonderpreis
Kinder bis 2 Jahre: freier Eintritt
Ermäßigter Preis: für Studenten, BFD- und FSJ-Leistende, ALG II- und Sozialhilfeempfänger sowie Schwerbehinderte und deren Begleitperson und Erwachsene, die im Verbund von
4 Personen, davon mind. 1 Kind ab 3 Jahre, die Felsenbühne besuchen.
Gruppenpreise: Gruppen ab 20 Personen erhalten 15% Rabatt auf den Normalpreis. Die Buchung erfolgt ausschließlich vorab über die Theaterkasse. Schülergruppen mit mind.
15 Personen bezahlen einen Einheitspreis von 7 EUR pro Person und erhalten eine freie Betreuerkarte.
Fahrdienst Kassenhaus-Bühne: Voranmeldung Tel. 0350 24 / 77 70 Bitte keine Hunde mitbringen. Es gelten die AGB der Landesbühnen Sachsen GmbH und der Felsenbühne Rathen.

© Landesbühne Sachsen

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KASSE UND INFORMATIONEN

Felsenbühne Rathen, Amselgrund 17, 01824 Kurort Rathen Tel. 035024 / 77 7-0 | Fax -35 | www.felsenbuehne-rathen.de, Vom 2. Mai bis 27. August 2017 Di – So von 11 Uhr bis 17 Uhr / bei Vormittagsvorstellungen ab 9 Uhr / bei Abendvorstellungen bis 30 min nach Vorstellungsbeginn geöffnet. Telefonservice: Di – So von 11 – 16 Uhr., Landesbühnen Sachsen, Meißner Straße 152, 01445 Radebeul Tel. 0351/8954-214 | www.landesbuehnen-sachsen.de
Von Juni bis August gelten veränderte Öffnungszeiten: Mi, Fr 10 – 13 Uhr / Di, Do 13 – 18 Uhr, Kartenvorverkauf auch im Haus des Gastes Kurort Rathen, Mo – Fr, 9 – 18 Uhr und Sa / So 9 – 14 Uhr, Tel.: 035024/70422 und in der Touristinformation Königstein, Pirna, Stadt Wehlen und Bad Schandau sowie anderen bekannten Vorverkaufsstellen

Informationen und Tickets, Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH,  Meißner Str. 152,  01445 Radebeul; Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de
Felsenbühne Rathen, Amselgrund 17, 01824 Kurort Rathen,  Tel. 035024/ 777-0
www.felsenbuehne-rathen.de.  PMLBSa

Dresden, Semperoper, Premiere Die Entführung aus dem Serail, 15.04.2017

März 13, 2017  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, SemperOper

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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

 Die Entführung aus dem Serail von W.A.  Mozart

Die Entführung aus dem Serail an der Semperoper: Premiere 15. April 19 Uhr, weitere Vorstellungen 18.4.2017, 24.4.2017, 30.4. 2017,  5., 15., 19. Mai, 9., 11. Juni 2017

Wien / Burgtheater im Winter © IOCO

Wien / Burgtheater im Winter © IOCO

Wolfgang Amadeus Mozart komponierte mit dem Singspiel Die Entführung aus dem Serail eine der ersten echten deutschen Opern. Das humorvoll und unterhaltsam angelegte Werk zeichnet sich über alle Komik hinaus durch seine komplexe Struktur und dramatische Tiefe aus. Die 1782 im Wiener Burgtheater uraufgeführte Oper war von der Vorliebe für Exotisch-Orientalisches der Wiener Gesellschaft des 18. Jahrhunderts inspiriert. Der Blick in die Fremde versprach erfrischende Perspektiven auf die eigene Lebenswelt. Das Exotische, in dem die fremde Kultur in ein phantastisches Licht gerückt wurde, fand zu Mozarts Zeit bisweilen eine märchenhafte Übertreibung. In diesem Kontext ist auch Die Entführung aus dem Serail zu sehen, ein Singspiel, das als Plädoyer für Mut, Toleranz und Vergebung gerade in unserer Gegenwart an Aktualität nichts eingebüßt hat: Die junge Spanierin Konstanze, ihre Zofe Blonde und der Diener Pedrillo wurden von Seeräubern entführt und in der Türkei an den Bassa Selim verkauft. Konstanzes Verlobter Belmonte macht sich auf die Reise, um seine Geliebte zu befreien und muss einige Gefahren überwinden und seinen ganzen Erfindungsreichtum bemühen, um die Flucht vorzubereiten. Doch dann erfährt er, dass seine Verlobte dem Bassa versprochen ist…

Michiel Dijkema stellt sich mit seinem inszenatorischen Blick auf Mozarts Oper erstmals an der Semperoper Dresden vor. Er findet in seiner Inszenierung »Die Entführung aus dem Serail« eine bilderreiche Übersetzung von Belmontes beschwerlicher Reise in die Fremde und schickt die handelnden Personen in sprichwörtlich unwegsames Gelände, in dem zahlreiche Gefahren lauern und das gleichsam das Fremde an sich symbolisiert. Dem Regisseur geht es dabei um den westeuropäischen Blick auf die exotisch-orientalische Welt.

Die Neuinszenierung Die Entführung aus dem Serail ist der Höhepunkt der Festtage an Ostern, in denen die Semperoper den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt stellt.

Als Bassa Selim ist der Schauspieler Erol Sander zu erleben, in der Partie Konstanze gibt Simona Šaturová ihr Hausdebüt in Dresden und Blonde wird von Tuuli Takala interpretiert. Als Belmonte steht Joel Prieto auf der Bühne der Semperoper. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Christopher Moulds.

Die Entführung aus dem Serail an der Semperoper: Premiere 15. April 19 Uhr, weitere Vorstellungen 18.4.2017, 24.4.2017,  30. April 2017,  5., 15., 19. Mai, 9., 11. Juni 2017

Pressemeldung Semperoper Dresden

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Radebeul, Landesbühne Sachsen, La Cenerentola, 24.02.2017

Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul

La Cenerentola – Aschenputtel oder der Triumph der Liebe
Komische Oper Von Gioacchino Rossini

Nächste Termine:  10.03.2017, 19.30 Uhr König Albert Theater Bad Elster · Bad Elster, Sonntag, 26.03.2017, 16.00 Uhr Theater Meissen · Meissen, Sonnabend, 06.05.2017Neustadthalle · Neustadt In Sachsen

Ob sie Aschenputtel, Cinderella oder Cenerentola heißt – der Wunsch dieser jungen Frau, die von ihren Stiefschwestern zur Magd erniedrigt wird, bleibt immer der gleiche: Dass ein Prinz in ihr die Prinzessin entdecken möge!

 

Grabmal Gioacchino Rossini © IOCO

Grabmal Gioacchino Rossini © IOCO

Rossini, der in dem Stoff das Potential entdeckte, ein Bild seiner Zeit zeichnen zu können, ließ alle Zauberei des Märchens eliminieren und erzählt die Fabel vom dünkelhaften Bürger Don Magnifico, der sich bei Hofe Aufstiegschancen erhofft, den Prinzen und sein Umfeld jedoch völlig unterschätzt. Denn dem Prinzen Ramiro steht ein kluger Politiker namens Alidoro zur Seite, der den Herrscher zu einem gerechten und gütigen Regenten erziehen möchte, indem er für ihn eine tugendhafte Braut findet: Cenerentola!

Als Don Magnifico das Aschenputtel als Tochter verleugnet, ist es Alidoro, der dafür sorgt, dass Cenerentola – entsprechend ausstaffiert – ihren beiden Stiefschwestern bei Hofe zur Konkurrentin wird.

Und eine zweite Verkleidungskomödie belebt das Werk: Prinz Ramiro schickt seinen Diener Dandini vor, sich als Bräutigam von den Stiefschwestern umschwärmen zu lassen. Aschenputtel allein erkennt den wahren Prinzen und wird schließlich seine Gattin, um zum Schluss ihrer Familie sogar zu verzeihen!

Rossini hat eine romantische Aufstiegs- und Liebesgeschichte komponiert, eingebettet in eine auch musikalisch turbulente Komödie, die dem «Barbier von Sevilla» in nichts nachsteht und schon zu Lebzeiten des Komponisten gleichermaßen Erfolg hatte.

ES SPIELT: ELBLAND PHILHARMONIE SACHSEN, Musikalische Leitung: Hans-Peter Preu / (GMD Florian Merz in Bad Elster), Inszenierung: Annette Jahns; Ausstattung:  Stefan Wiel,

DARSTELLER:  Angelina (Aschenputtel)  – Patrizia Häusermann, Don Ramiro – Jannes Philipp Mönnighoff, Dandini  – Kazuhisa Kurumada, Don Magnifico  – Michael König
Clorinda  – Iris Stefanie Maier / Marie Hänsel, Tisbe –  Leandra Johne/ Nanora Büttiker
Alidoro  – Hagen Erkrath, Herrenchor der Landesbühnen Sachsen.

 


AMPHITRYON, Komödie von Molière (Deutsch von Arthur Luther)

Nächste Termine:
Samstag, 25.02.2017, 19.00 Uhr THEATER MEISSEN · MEISSEN
Mittwoch, 03.05.2017, 19.30 Uhr LAUSITZHALLE HOYERSWERDA · HOYERSWERDA

Als Feldherr Amphitryon nach erfolgreich geschlagener Schlacht voller Vorfreude zu seiner Frau Alkmene zurückkehrt, glaubt er, seinen Ohren nicht zu trauen: sie schwärmt in höchsten Tönen von der zuvor gemeinsam verbrachten Liebesnacht, als er sich noch mitten im Kampf gegen die Athener befand …

Er kann nicht wissen, dass es Jupiter war, der ihm die Frau ausspannte. Der Gott – unsterblich in Alkmene verliebt – hatte das Aussehen ihres Gatten an- und seinen Platz eingenommen. Amphitryon verliert fast den Verstand, als er sich schließlich selbst als ein anderer aus dem Ehegemach kommen sieht. Schmerzlich spürt auch Diener Sosias, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht, wird er doch von seiner eigenen Gestalt – seinem Double Merkur, dem Götterboten – wie ein Hund aus dem Haus geprügelt. Doch nicht einmal Jupiter ist restlos glücklich mit dem von ihm angezettelten Doppelgängerspiel: Was ist mit seiner Göttlichkeit, wenn er nur wie ein Ehemann geliebt wird? Alkmene soll ihn um seiner selbst willen wie einen Liebhaber begehren! Doch die Frau zweifelt längst an ihren Sinnen und Empfindungen. Molières Figuren haben nicht nur keine Gewissheit mehr, wer ihr Gegenüber ist, sondern geraten in eine tiefe Identitätskrise. Dabei werden sie einer Achterbahnfahrt der Gefühle ausgesetzt: auf höchste Wonnen folgen Selbstmordgedanken, auf Liebesrausch rasende Eifersucht. Molière schuf 1668 aus dem von Plautus überlieferten Stoff ein existenzielles Verwirrspiel und eine der tiefgründigsten Komödien zugleich.

«Eine Verwechslungskomödie voll doppelbödigem Witz, Leichtigkeit und Tiefsinn, über Schein und Sein, Liebe, Betrug, Wahrheit und Selbsttäuschung!» BLITZ! Das Stadtmagazin für Dresden

I: Peter Kube; A: Tom Böhm

Besetzung: Jupiter -Matthias Henkel;  Merkur – Michael Berndt-Canana; Sosias – Grian Duesberg;  Amphitryon – Sascha Gluth(a.G.) ;  Nacht – Anke Teickner; / Alkmene – Julia Vincze; Cleantis – Sophie Lüpfert

Pressemeldung Radebeul Landesbühnen Sachsen

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