Dortmund, Theater Dortmund, Premiere EINSTEIN ON THE BEACH, 23.04.2017

März 30, 2017  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Theater Dortmund / EINSTEIN Impression © Theater Dortmund

Theater Dortmund / EINSTEIN Impression © Theater Dortmund

EINSTEIN ON THE BEACH in der Oper Dortmund
Premiere am 23. April 2017 im Opernhaus

Die Oper EINSTEIN ON THE BEACH von Robert Wilson und Philip Glass wird am Sonntag, 23. April 2017, um 18 Uhr im Opernhaus Dortmund Premiere haben. In der Regie des Dortmunder Schauspielintendanten Kay Voges und der musikalischen Leitung von Florian Helgath werden Ileana Mateescu, Hasti Molavian, Ks Hannes Brock sowie die Schauspieler Bettina Lieder, Eva Verena Müller und Andreas Beck zu sehen sein. EINSTEIN ON THE BEACH ist eine Kooperation der Oper Dortmund mit dem Schauspiel Dortmund sowie dem ChorWerk Ruhr.

Theater Dortmund / KayVogesn © Hupfeld

Theater Dortmund / KayVogesn © Hupfeld

Ein Wissenschaftler verändert unseren Blick auf die Welt. Er beweist uns, dass die Zeit, die scheinbar exakt messbare und unveränderliche Dimension unserer Existenz, nicht für alle an allen Orten gleich ist. Doch der Mensch Einstein stellt sich mit seinen Forschungen nicht außerhalb der Zeit. Er engagiert sich, stellt die Frage nach dem Sinn und den Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis, fordert vom Fortschritt auch die Frage nach seinem gesellschaftlichen Nutzen ein. Und er feiert die Musik als große Zeit-Kunst, als Nachweis des Unerklärlichen und des unendlichen geistigen und emotionalen Raums.

Einstein on the Beach nach der Idee von Robert Wilson und mit der Musik von Philip Glass ist eines der markantesten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts. Seine Schöpfer haben ihm die Bezeichnung „Oper“ gegeben, obwohl nur wenig daran an eine klassische Oper erinnert. Das Stück erzählt keine zusammenhängende Geschichte, sondern reiht Assoziationen aneinander, die nicht im Einzelnen verstanden werden wollen und auf eine Einheit von Sprache, Klang und visuellem Eindruck hinzielen. Der Zuschauer soll in eine Trance versetzt werden und die eigene, trügerische Wahrnehmung von Zeit verlieren, um sich dem Zeitmaß der Musik zu überantworten. Dortmunds Schauspieldirektor Kay Voges wird die monumentale Oper mit Solisten des Opern- und Schauspielensembles, Musikern der Dortmunder Philharmoniker und den Sängern des ChorWerk Ruhr unter ihrem Leiter Florian Helgath auf die Bühne bringen.

Weitere Vorstellungen:
Fr, 28.04.2017
Do, 04.05.2017
Sa, 06.05.2017
So, 04.06.2017

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Pressemeldung Oper Dortmund

 

Dortmund, Theater Dortmund, Premiere MATTHÄUS-PASSION – St. Reinoldi Kirche , 30.03.2017

Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

„Die Seele tanzt“

MATTHÄUS-PASSION von Johann Sebastian Bach

In der St. Reinoldi Kirche – Dortmund

Am Donnerstag, 30. März 2017, findet um 19.30 Uhr die Premiere von Johann Sebastian Bachs MATTHÄUS-PASSION in der St. Reinoldi Kirche Dortmund statt. Die Besonderheit der Kooperation des Ballett Dortmund mit dem Dortmunder Bachchor besteht darin, dass Bachs Musik hier um das theatrale Element des Tanzes ergänzt wird. Die eigens erarbeitete Choreographie von Ballettdirektor Xin Peng Wang nimmt sich in besonderer Weise der Arien und rahmenden Chöre an. Hatte. Interpretiert man, wie der Dortmunder Ballettdirektor, Bachs Musik jedoch als einen Tanz der Seelen, wird die Kraft der Musik durch den darstellerischen Ausdruck kongenial verstärkt und das, da Bach sich doch Zeit seines Lebens vom Theater ferngehalten hatte. Die musikalische Leitung hat Reinoldi-Kantor Klaus Eldert Müller.

Johann Sebastian Bach Denkmal © Hartmut Gallee

Johann Sebastian Bach Denkmal © Hartmut Gallee

Johann Sebastian Bach führte die von ihm komponierte Matthäus-Passion zum ersten Mal im Nachmittagsgottesdienst am Karfreitag 1729 in der Leipziger Thomaskirche auf. Als textliche Grundlage dienten Bach die Kapitel 26 und 27 des Matthäusevangeliums in der Übersetzung Martin Luthers. Der Librettist C. F. Henrici, genannt Picander, ergänzte die Bibelverse durch kommentierende und betrachtende Rezitative, Arien und Chöre. An entscheidenden Stellen hat Bach selbst Strophen aus bekannten Passionschorälen eingefügt. Musikalisch hebt sich die MATTHÄUS-PASSION vor allem durch die konsequent durchgeführte Doppelchörigkeit von allen anderen Werken dieser Gattung ab. Die eigens erarbeitete Choreographie von Ballettdirektor Xin Peng Wang nimmt sich in besonderer Weise der Arien und rahmenden Chöre an.

„Bach“, gesteht Dortmunds Ballettdirektor Xin Peng Wang, „beschäftigte mich bereits sehr lange. Es ist nicht so einfach, mit dieser Musik umzugehen. Sie lässt sich nicht einfach in Choreographie übertragen. Man muss zuerst ihr Wesen erkennen. Bach hat im Unterschied zu seinen Zeitgenossen nicht explizit für den damals ausschließlich höfischen Tanzbedarf geschrieben. Selbst wenn er in seinen Suiten Sätze mit tänzerischen Bezeichnungen versieht, so ist das lediglich eine formale Angelegenheit. Aber Bach hat Musik für den Tanz der Seelen geschrieben.“

In der MATTHÄUS-PASSION zeigt Bach den Menschen Jesus Christus, dessen Ansichten auf Widerstand bei den Machthabern stoßen. Bach lässt Christus´ Angst miterleben, die Hoffnungslosigkeit, den Schmerz, auch das Gefühl von Verlassenheit in der Stunde des Todes. Er beleuchtet Jesus aber nicht nur von innen heraus, er wirft aus verschiedenen Perspektiven Blicke auf ihn. Er lässt Anteilnahme an seinem Schicksal bekunden, aber auch blankes Unverständnis, Hass und Verachtung gegen ihn laut werden. Er gibt den Anhängern wie den Gegnern eine Stimme. Es gibt nahezu schizophrene Passagen, in denen der Chor zugleich für und wider Jesus spricht. Die Menschheit ist zerrissen. Sie spürt, dass der Weg, den Jesus einschlägt, der richtige ist, aber sie zögert, den ersten Schritt zu tun. PMThDo

Infos und Karten unter 0231/55 57 91 11 oder www.dortmunder-bachchor.de

 

Dortmund, Theater Dortmund, DIE FLEDERMAUS von Johann Strauss, 05.03.2017

Februar 17, 2017  
Veröffentlicht unter Konzert, Operette, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

DIE FLEDERMAUS von Johann Strauss
Konzertante Aufführung – 5. und 11. März 2017

Nach der flotten Jazz-Operette DIE BLUME VON HAWAII steht am Sonntag, 5. März, um 18 Uhr sowie am Samstag, 11. März 2017, um 19.30 Uhr mit der FLEDERMAUS von Johann Strauß (Sohn) eine klassische Wiener Operette auf dem Programm der Oper Dortmund. Beide zeigen, dass man in Dortmund zurzeit sehr unterschiedliche Werke dieses Genres erleben kann, die das Publikum auf hohem Niveau unterhalten und beweisen, dass die „Operette“ äußerst lebendig ist. Als Gefängniswärter Frosch führt Operetten-Debütant Fritz Eckenga das Publikum an zwei Terminen im März durch die konzertante Aufführung. Er wird dabei von erfahrenen Kräften unterstützt: Kammersänger Hannes Brock gibt den Eisenstein, Emily Newton die Rosalinde, Ileana Mateescu den Prinzen Orlofsky, Joshua Whitener den Alfred und Ashley Thouret die Adele. Mit dabei sind auch der Chor der Oper Dortmund und die Dortmunder Philharmoniker unter Leitung von Motonori Kobayashi.

Theater Dortmund / Fritz Eckenga © Philipp Wente

Theater Dortmund / Fritz Eckenga © Philipp Wente

Als „unterhaltsamen Nachdenker“ und als „nachdenklichen Spaßmacher“ hat die WAZ Fritz Eckenga bezeichnet. Keine schlechte Charakterisierung für einen Kabarettisten, der nicht auf schnelle Lacher aus ist. Wer ihn im Radio oder in einem seiner Solo-Programme erlebt hat, der weiß: Ein Satz von Fritz Eckenga wirkt nach.

Also ist Fritz Eckenga genau der Richtige, um sich der Wirklichkeit der berühmtesten aller Operetten zu stellen. In der FLEDERMAUS geht es vor allem darum, dass alle anders scheinen wollen, als sie in Wirklichkeit sind, um in ihrer Verkleidung möglichst viel Spaß zu haben. Dass der Spaß auch gerne auf Kosten der anderen geht, macht die Sache nicht netter, aber sehr vergnüglich. Die Hauptfigur des Stücks, der Rentier Eisenstein, muss ins Gefängnis, nur ein paar Tage wegen einer kleinen Beamtenbeleidigung. Aber gibt es da auch Champagner? Lieber nichts riskieren: Statt ins Kittchen verabschiedet sich Eisenstein auf ein Fest beim melancholischen Fürsten Orlofsky. Madame Eisenstein hingegen nutzt die vermeintliche Auszeit ihres Mannes hinter schwedischen Gardinen dazu, ihren früheren Liebhaber Alfred zu empfangen, dessen Tenorstimme sie immer noch in Wallung bringt. Der wandert dann zwar an Eisensteins Stelle hinter Gitter, doch der Rest des Personals trifft sich, mehr oder weniger verkleidet, auf Orlofskys Soiree, wo sich eine der rasantesten Verwechslungskomödien in der Geschichte der Operette abzuspielen beginnt.

DIE FLEDERMAUS ist Glanz- und einsamer Höhepunkt der Wiener Operette. Alles, was ihren Reiz ausmacht, findet sich in diesem Stück: Es wird gelogen, geliebt, sich verkleidet, verstellt und vor allem unglaublich viel gesoffen. Im Reich von König Champagner dem Ersten ist Lust am Betrug so unbesiegbar wie die Lust am Leben und an der Musik. Mag sein, dass hier eine Gesellschaft auf den Untergang zutaumelt – aber dann doch auf jeden  Fall nicht nüchtern und mit allerbester Laune. PMThDo

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Dortmund, Theater Dortmund, Germeshausen folgt Herzog als Intendant, IOCO Aktuell, 17.02.2017

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 Heribert Germeshausen folgt Jens-Daniel Herzog 

Intendantenkarussell Dresden – Nürnberg -Dortmund

Dortmund / Heribert Germeshausen © Heribert Germeshausen

Dortmund / Heribert Germeshausen © Heribert Germeshausen

Die Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Dortmunder Opern-Intendanten Jens-Daniel Herzog war erfolgreich: Heribert Germeshausen wird zur Spielzeit 2018/19 nach Dortmund wechseln, wenn der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 6. April 2017 seine Zustimmung gibt. Germeshausen ist seit der Spielzeit 2011/12 Operndirektor am Theater und Orchester Heidelberg und künstlerischer Leiter des Barockfestivals Winter in Schwetzingen. Jens-Daniel Herzog wechselt zur Spielzeit 2018/19 von Dortmund als Staatsintendant zum Nürnberger Staatstheater. Dort folgt er auf Peter Theiler, der 2018 an der Semperoper in Dresden die seit 2012 dauernde, hochteure wie peinliche Posse um die  Besetzung der Intendanz beenden soll.

Heribert Germeshausen (Jahrgang 1971) begann seine Theaterlaufbahn als Musiktheaterdramaturg 2004 am Theater Koblenz und bei den Salzburger Festspielen unter der Intendanz von Peter Ruzicka. Nach einem Intermezzo bei einer internationalen Sängeragentur wechselte er im Januar 2008 als Musiktheaterdramaturg an die Oper Bonn.

2009 bis 2011 wirkte er als Operndirektor und Leitender Musiktheaterdramaturg am Anhaltischen Theater Dessau, dessen Opernsparte ein Jahr später wegen ihres gesanglich-musikalisch wie inszenatorisch hohen Niveaus für Spitzenplätze in mehreren bundesweit bedeutsamen Rankings nominiert wurde. Die Eröffnungspremiere Lohengrin (Regie Andrea Moses) erhielt eine Nominierung für den Theaterpreis „Der Faust“.

Theater Dortmund / Die gefeierte ZAUBERFLÖTE an der Oper Dortmund ©  Bjoern Hickmann

Theater Dortmund / Die gefeierte ZAUBERFLÖTE an der Oper Dortmund ©  Bjoern Hickmann

In Heidelberg erfolgte unter seiner Leitung eine erfolgreiche Neuausrichtung des Winter in Schwetzingen auf in Deutschland bisher nicht aufgeführte Werke der Opera napoletana wie Nicolò A. Porporas Polifemo oder Alessandro Scarlattis Marco Attilio Regolo. Im Jahr 2013 geriet die erste Neuinszenierung von Wolfgang Rihms Dionysos seit der Uraufführung bei den Salzburger Festspielen zu einem weithin beachteten Erfolg bei Publikum und Presse. Ebenfalls 2013 gewann das Heidelberger Theater zusammen mit dem Theater Freiburg in der Rubrik „Ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ die Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „die deutsche bühne“.

 

In der Spielzeit 2014/15 wurde die Opernsparte des Heidelberger Theaters mit dem „Preis der Deutschen Theater- und Medienverlage 2014“ ausgezeichnet. Der Preis wird für den „spannendsten und innovativsten Spielplan der Saison“ verliehen. In der Begründung hieß es: „Unter der Leitung des Operndirektors Heribert Germeshausen, der auch für die Barock-Produktionen im Rokokotheater Schwetzingen verantwortlich zeichnet, hat die Sparte Oper des Heidelberger Theaters ein unverwechselbares Profil gewonnen, das durch große Entdeckerfreude, durch überlegten Umgang mit dem Repertoire und eine vorbildliche Ensemblepflege überzeugt.“

Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählten neben einer sängerisch glanzvollen Neuinszenierung von Die Zauberflöte insbesondere die Wiederentdeckung von Vincis/Händels Didone abbandonata und die Uraufführung von Johannes Harneits Opern Abends am Fluss / Hochwasser in der Regie von Peter Konwitschny – ein Opernprojekt, das mit einem hochkarätigen Symposion zum zeitgenössischen politischen Musiktheater verbunden war.

Heribert Germeshausen ist Jury-Mitglied bei wichtigen Gesangswettbewerben, u.a. beim „Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti“ der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

Oper Dortmund © Theater Dortmund

Oper Dortmund © Theater Dortmund

Germeshausen studierte Rechtswissenschaften in Passau, Heidelberg und Lausanne sowie BWL an der European Business School in Oestrich-Winkel und Master of Business Administration an der Katz Graduate School of Business in Pittsburgh. „Die Stadt Dortmund ist attraktiv für Kulturschaffende – auch aufgrund der guten Arbeit jener, die hier waren“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Es ist ein gutes, professionelles kulturelles Milieu entstanden. Die Menschen kommen gerne zu uns.“ 

Germeshausen: „Voller Hochachtung vor Jens-Daniel Herzogs Verdiensten um die Oper Dortmund freue ich mich sehr, als sein Nachfolger in Zusammenarbeit mit dem von mir sehr geschätzten GMD Gabriel Feltz die Zukunft der Oper Dortmund gestalten zu dürfen.“ PMStDo

 

 

 

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