Dortmund, Konzerthaus Dortmund – Gustav Mahler- Mahler Chamber Orchestra, IOCO Kritik, 20.02.2016

Februar 23, 2016  
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Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra © Petra Coddington

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra © Petra Coddington

2. Sinfonie  von  Gustav Mahler

Mahler Chamber Orchestra, Daniel Harding

Christiane Karg, Sopran – Bernarda Fink, Mezzosopran

Es war schon ein Großereignis, was Planung und Aufwand anbelangte und  wurde ein künstlerisches im Besonderen. Gustav Mahlers monumentale  2. Sinfonie, die am letzten Sonnabend im Dortmunder Konzerthaus aufgeführt wurde, war einen Tag zuvor in der Essener Philharmonie in der gleichen solistischen Besetzung zu hören. Ebenso wurde sie am Sonntag in Köln aufgeführt.

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra © Petra Coddington

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra © Petra Coddington

Das Mahler Chamber Orchestra wurde für diese Aufführungsreihe mit Musikern der MCO Academy am Orchesterzentrum NRW erweitert. Für die chorischen Aufgaben der drei Aufführungen wurde ein Projektchor gebildet. Der Chordirektor des Essener Aalto-Theaters, Alexander Eberle, studierte mit ambitionierten Laiensängern in Essen, Dortmund und Köln die Chorpartien ein.

Und das geriet großartig. Man konnte wirklich ins Schwärmen geraten über den Klang dieses Chores und seine außerordentliche Textverständlichkeit.

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra Daniel Harding © Petra Coddington

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra Daniel Harding © Petra Coddington

Das Mahler Chamber Orchestra, mit seinem Leiter, Daniel Harding, ist aus Dortmund nicht mehr wegzudenken. Es hat hier im Laufe der Jahre schon viele künstlerische Akzente gesetzt.

So auch heute mit der Aufführung von Mahlers  2. Sinfonie. Schon sehr markant geriet die gewaltige Maestoso-Einleitung. Die grollende Fortführung wurde von Harding und dem Orchester klug aufgebaut. Der “feierliche Ausdruck“ war nicht überbetont.

Besonders schön wurde der Übergang zu dem lyrisch-gesanglichen Thema musiziert. Das vorherrschende ländlerartige Thema wurde von Harding und dem Orchester mit Genuss ausgekostet, um dann mit sehr schroffem Zugriff, der “milden Stimmung“ einen Dämpfer zu geben. Die “ruhig fließende Bewegung“ des Scherzo-Satzes geriet wunderbar ausgeglichen.

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra Christiane Karg, Bernarda Fink © Petra Coddington

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra Christiane Karg, Bernarda Fink © Petra Coddington

Stark berührend dann der 4. Satz Urlicht, mit dem himmlischen Altsolo (auf den Text von Brentano). Gesanglich makellos und mit schlichtem Ausdruck sang Bernarda Fink das Solo.

Wunderbar klangschön bewältigte auch die Sopranistin Christiane Karg ihre Aufgaben. Der letzte Satz (mit der Klopstock-Ode Auferstehen wirst Du) ist quasi eine Darstellung des “Jüngsten Gerichts“ mit allen orchestralen und vokalen Mitteln. Hier gelingt Harding und dem wunderbaren Orchester besonders, (sowie dem glänzenden Chor und den beiden Gesangssolistinnen), eine beeindruckende, tief berührende Darstellung, bis hin zum Hoffnung weckenden Finale “Sterben wirst Du, um zu leben“.

Das Publikum im so gut wie ausverkauften Haus, feierte alle Mitwirkenden frenetisch. Dieser Konzertabend wird in Erinnerung bleiben.

IOCO / UGK / 20.02.2016

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Dortmund / Konzerthaus Dortmund, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Yannick Nézet-Séguin, IOCO Kritik, 25.10.2015

Oktober 28, 2015  
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Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund / Yannick Nezet-Seguin( © Harald Hoffmann DG

Konzerthaus Dortmund / Yannick Nezet-Seguin( © Harald Hoffmann DG

Rotterdam Philharmonic Orchestra, Yannick Nézet-Séguin,
Sarah Connolly, Robert Dean Smith:  Beethoven + Mahler

Der Kanadier Yannick Nézet-Séguin gehört inzwischen zu den Stars an den Dirigentenpulten. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Musikdirektor des renommierten Philadelphia Orchestra. Es gibt kaum einen Klangkörper von Rang, mit dem er nicht konzertiert hätte. Sehr eng ist seine Zusammenarbeit mit dem 1918 gegründeten Rotterdam Philharmonic Orchestra, mit dem er in dieser Saison eine Nordamerika-Tournee machte. [Von Yannick Nézet-Séguin wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Nun kam er mit den Rotterdamern ins Konzerthaus nach Dortmund, wo er seit der letzten Spielzeit eine Residence hat, die unter dem Motto The YANNICK Experience läuft. Im Laufe dieser Residenz wird er hier noch mit verschiedenen Orchestern zu erleben sein, unter anderem mit Werken von Bruckner, Wagner Mendelssohn und anderen.

Er begann an diesem frühen Abend mit einem der wohl populärsten Werke der klassischen Musik. Beethovens 6. Sinfonie, die sogenannte Pastorale, ist nicht nur ausgemachten Klassik-Freaks bekannt. Die idyllische Landpartie mit der eingängigen Melodik liebt jeder.

Nézet-Séguin nahm den einleitenden Allegro-Satz sehr zügig, die Vorfreude auf die “heiteren Gefühle bei Ankunft auf dem Lande“ begannen schon sehr früh sich auszubreiten. Wunderschön geriet den exzellenten Streichern des Orchesters das anmutige Thema der Geigen, das auf einer Fermate verharrt.

Wohlig zurücklehnen ist angesagt im zweiten Satz. Man ergötzt sich an den Naturlauten und nimmt befriedigt die Präzision im Zusammenspiel der einzelnen Orchestergruppen wahr.

Das lustige Zusammensein der Landleute im 3. Satz Allegro wird von Nézet-Séguin und dem Orchester genüsslich zelebriert.  Prächtig geriet auch der Finalsatz. Beethoven hat mit den einfachsten Mitteln das Wüten der Naturgewalten geschildert. Der Dirigent und das Orchester setzten hier scharfe Akzente, um dann höchst sensibel das ruhige Finale mit dem traumschönen Hirtengesang anzugehen.

Nach dieser sehr schönen Interpretation hatte auch das Publikum im Haus dankbare Gefühle nach dem Sturm. Der Beifall zur Halbzeit wollte kein Ende nehmen.

Nach der Pause erklang Das Lied von der Erde für Alt, Tenor und Orchester von Gustav Mahler. Das Leben, dargestellt als ein langer Abschied. Diese sechs Orchesterlieder sind mit das schönste, was Mahler komponiert hat.  Das 1909 uraufgeführte Werk fußt auf einer Sammlung altchinesischer Lyrik in der Übersetzung von Hans Bethge.

Schon in der Einleitung zum ersten Lied spürte man, dass auch Mahlers Musik bei Nézet-Seguin in den besten Händen ist. Das Orchester spürte jede Regung, jeden Impuls, der vom Pult ausging. Bestechend war die große Farbigkeit in den einzelnen Gruppen des superben Orchesters. Faszinierend geriet der satte Klang und die sagenhafte Transparenz bei den Blechbläsern. Das waren Eindrücke, die unauslöschlich bleiben.

Zwei ausgezeichnete Gesangsleistungen trugen zu dieser vollendeten Darbietung des grandiosen Werkes bei.

Konzerthaus Dortmund / Sarah Connolly © Peter Warren

Konzerthaus Dortmund / Sarah Connolly © Peter Warren

Die Alt-Partie übernahm die englische Mezzosopranistin Sarah Connolly, eine der profiliertesten Opern- und Konzertsängerinnen derzeit. Connolly beeindruckt nicht nur durch den Umfang ihrer Stimme, sondern auch durch deren aparte Farbe und ihre außerordentliche Gestaltungskraft.

Zu erwähnen ist auch ihre enorme Textverständlichkeit. Das letzte Lied Abschied, gehörte durch die Dichte der Empfindung, zu den Höhepunkten des Abends.

Konzerthaus Dortmund / Smith © Photopulse

Konzerthaus Dortmund / Smith © Photopulse

Kraftvoll  wenngleich niemals sein lyrisches Fundament verlassend, sang Robert Dean Smith die drei Tenor-Lieder und ließ sich auch im dicksten Tutti der Begleitung niemals zum forcieren verleiten. Der im amerikanischen Kansas geborene Sänger, der 1997 als Stolzing bei den Bayreuther Festspielen debütierte, ist im Laufe der Jahre ein gefragter Interpret geworden. Auch er war sehr textverständlich und bestach durch intensive Gestaltung.

Wir erlebten eine großartige Wiedergabe dieses grandiosen Werkes und es wurde vom Publikum, im so gut wie ausverkauften Haus, frenetisch bejubelt.

IOCO / UGK / 25.10.2015

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Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Liederabend Rene Pape, IOCO Kritik, 29.05.2015

Juni 6, 2015  
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Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund T Rene Pape © Matthias Bothor / Deutsche Grammophon

Konzerthaus Dortmund T Rene Pape © Matthias Bothor / Deutsche Grammophon

Liederabend René Pape, Bass, 29.05.2015

Er ist inzwischen auf seinem künstlerischen Höhepunkt angelangt. René Pape  hat heute einen unangefochtenen Platz in der Spitzenposition erreicht und weiß durch hohe Musikalität und mit einer außerordentlich schönen Stimme das Publikum in allen wichtigen Opernhäusern der Welt zu begeistern. [Von Rene Pape wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Sein Rollenrepertoire umfasst Partien wie Gurnemanz, König Marke, Wotan, Philipp, Boris Godunoff und andere. Der 1964 in Dresden gebürtige Bassist war zunächst Mitglied des Dresdner Kreuzchores und begann 1981 in seiner Heimatstadt sein Gesangsstudium. 1987 debütierte er an der Berliner Staatsoper als Sprecher in der “Zauberflöte“. Ein Jahr später wurde er Mitglied des Institutes. Gastspiele in aller Welt folgten.

Aber er reüssiert nicht nur als Opernsänger. Sein Oratorienrepertoire ist beträchtlich und Liederabende sind ihm ein Herzensbedürfnis geworden.

Nun gastierte er im Dortmunder Konzerthaus mit einem außerordentlichen, kontrastreichen Programm.

Den Beginn machten die “Sechs Lieder von Gellert, op. 48“ von Ludwig van Beethoven. Diese sechs Lieder mit ihrem geistlichen Charakter komponierte Beethoven 1803 und sie heben sich stilistisch doch sehr von seinem anderen Liedschaffen ab. Eine Portion Pathos steckt in ihnen und der jeweilige Interpret muss in seinem Vortrag aufpassen um nicht über zu betonen.

Bei René Pape besteht diese Sorge nicht, er sang die sechs Lieder mit einer sehr angenehmen Schlichtheit und einer unglaublichen Textverständlichkeit.

Höhepunkt daraus war das Lied Nr. 6, das “Bußlied“, das nicht allein durch seinen Umfang, sondern auch an Bedeutung, die vorangegangenen Lieder übertrifft. Es ging geistlich weiter mit Antonin DvoraksBiblische Lieder, op. 99“.

Dvorak schrieb die zehn Lieder innerhalb von drei Wochen 1894, im zweiten Jahr seines Aufenthaltes in Amerika nieder. Es sind keine Klagelieder, sondern Stücke, die eine tiefe Frömmigkeit widerspiegeln. Pape, mit der Schlichtheit seines Vortrags und der klangvollen Stimme, brachte diese Frömmigkeit sehr gut zum Ausdruck.

Weniger bekannt ist Roger Quilter. Der englische Komponist (1877-1953), der am Frankfurter Konservatorium studiert hatte, stand immer ein wenig im Schatten von Vaughan-Williams und Stanford. Er schrieb leichte, gefällige Musikstücke, eine Operette und hinterließ immerhin über 100 Lieder, die teils gefühlvoll sind und vielfach Folksong-Charakter haben.

Dass er auch für ernstere Lieder die richtigen Töne fand, zeigte er in seinen “Shakespeare-Songs, op. 6“. Feine melodische Lieder sind es, wechselnd zwischen Dramatik und Melancholie. Pape sang sie mit subtilster Phrasierung.

Dieser außergewöhnliche Liederabend endete mit Modest MussorgskysLieder und Tänze des Todes“. Es sind vier Gesänge mit der für Mussorgsky typischen archaischen Wucht und dankbare Vehikel für Bassisten vom Schlage eines Boris Christoff oder Kim Borg.

Pape sang sie schlanker als die genannten Kollegen, aber vor allem flexibler und auch hier wieder mit exzellenter Textverständlichkeit.

Einen kongenialen Begleiter hatte der Sänger in Camillo Radicke, der wie  Pape in Dresden geboren wurde und auch dort sein Handwerk erlernte.

Sein technisches Fundament ist enorm und er ist nicht nur der versierte, immer aufmerksame Begleiter, bei der sich ein Sänger sicher fühlt. Bei ihm hörte man Solo-Stellen, die oftmals in der Begleitung überspielt werden.

Es gab starken herzlichen Beifall und natürlich einige Zugaben.

IOCO / UGK / 29.05.2015

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Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Philadelphia Orchestra – Yannick Nézet-Séguin – Lisa Batiashvil IOCO Kritik, 28.05.2015

Juni 1, 2015  
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Konzerthaus Dortmund

Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin
Lisa Batiashvili, Violine   28.05.2015

Konzerthaus Dortmund / YNS Philadelphia © Jan Regan The Philadelphia Orchestra

Konzerthaus Dortmund / YNS Philadelphia © Jan Regan The Philadelphia Orchestra

The Philadelphia Orchestra“, eines der der großen amerikanischen Sinfonieorchester, zu den “Big Five“ gehörend, neben Boston, Chicago, Cleveland und New York, wurde im Jahre 1900 gegründet. Es entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem der renommiertesten Klangkörper der USA.  Wesentlich geformt wurde es von Leopold Stokowski, der ihm von 1912 bis 1938 als Principal Conductor vorstand, sowie von Eugene Ormandy, seinem Nachfolger in der Position.

Das  Ensemble ist berühmt für seinen unverwechselbaren Klang, dem präzisen Miteinander der Gruppen und der Vielfalt des Repertoires. Als achter Künstlerischer Leiter seit der Gründung steht dem Orchester seit 2012 der junge kanadische Dirigent Yannick Nézet-Séguin vor. Dieser ist in der laufenden und der kommenden Spielzeit Exklusivkünstler des  Dortmunder Konzerthauses.

Im Rahmen der Europa-Tournee 2015 gastierte nun das “Philadelphia“ an zwei Tagen im Konzerthaus Dortmund. Am ersten Abend (27.5.) standen Werke von Brahms, Beethoven und Richard Strauss auf dem Programm. Das zweite Konzert, hier besprochen, galt Dmitri Schostakowitsch und Peter Iljitsch Tschaikowsky.

Den Beginn machte das “Konzert für Violine und Orchester Nr.1 in a-moll“ von Schostakowitsch aus dem Jahre 1948. Solistin war die außerordentliche, in allen Konzertsälen gefeierte georgische Geigerin, Lisa Batiashvili. Schostakowitschs Violinkonzert wurde erst im Oktober 1955 in St. Petersburg von David Oistrach uraufgeführt. Es ist heute, trotz der enormen technischen Finessen, ein häufig gespieltes Werk geworden. Vorausgesetzt, man hat den richtigen Interpreten dafür, wie an diesem Abend.

Konzerthaus Dortmund / YNS Philadelphia © Jan Regan The Philadelphia Orchestra

Konzerthaus Dortmund / YNS Philadelphia © Jan Regan The Philadelphia Orchestra

Lisa Batiashvili spielte auf ihrer unwahrscheinlich klangvollen Guarneri-Geige. Der wunderschöne Klang des Instruments kam schon sehr eindrucksvoll im 1. Satz mit seinem breiten melodischen Fluss zur Geltung, fabelhaft eingebettet in die orchestrale Begleitung. In der Mitte des Scherzos (2. Satz) mit dem fast humorvollen folkloristischen Tanz, geriet das perfekte Miteinander von Sologeige, Orchester und Dirigent zu einem Hörerlebnis ersten Grades.

Die Gefühlswärme des 3. Satzes kam bei der Solistin, wie auch im Orchester wunderbar zum Ausdruck. Hier konnten die exzellenten tiefen Streicher des Orchesters in der Passacaglia ihren erstklassigen Rang demonstrieren. Die große Kadenz, die in den finalen Satz überleitet, wurde von Batiashvili mit atemberaubender Virtuosität gespielt. Die Rasanz dieses Satzes, in dem sich Fröhlichkeit und Freude in burlesker Ausgelassenheit verbinden, wussten der charismatische Dirigent und das großartige Orchester rauschhaft wiederzugeben. Das Publikum feierte die Solistin mit frenetischem Beifall und das zu Recht.

Nach der Pause stand Peter Iljitsch Tschaikowsky mit seiner “Sinfonie Nr. 5 in e-moll, op. 64“ auf dem Programm. Bei deren Wiedergabe entfesselten die amerikanischen Musiker unter ihrem fabelhaften Chef ein grandioses orchestrales Feuerwerk.

Alle vier Sätze der Sinfonie haben eine kolossale Spannkraft in Ausdruck und Dynamik. Nezet-Séguins Virtuosität der Orchesterbeherrschung rutschte nie zum Selbstzweck ab. Die Schlagzeugeffekte der Allegro-Teile wirkten nie aufgesetzt und wunderbar geriet der lyrisch durchwehte Streicherklang im Andante des 2. Satzes. Das majestätische Finale war ein einziger Klangrausch.

Das begeisterte Publikum feierte das Orchester, sowie seinen großartigen sympathischen Dirigenten, mit “standing ovations“.

IOCO / UGK / 28.05.201501

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