Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Spielplan Oktober 2016

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Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund © Daniel SumesgutnerKonzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus: Spielplan Oktober 2016

Mi 05.10.2016 20.00Mozart – Letzte Sinfonien

Mahler Chamber Orchestra
Daniel Harding (Dirigent)

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 »Jupiter«
Einzelpreise in € 88,00 / 80,00 / 68,00 / 55,00 / 35,00 / 17,00 / 7,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsor: SPARKASSE DORTMUND


Do 06.10.2016 20.00Anoushka Shankar

Anoushka Shankar (Sitar), Manu Delago (Hang, Perkussion)
Sanjeev Shankar (Shehnai), Tom Farmer (Kontrabass, Klavier)
Land of Gold

Der Name Shankar steht für die klassische indische Musik und die Sitar. Wie ihr legendärer Vater Ravi Shankar lotet auch Anoushka Shankar die Möglichkeiten ihres Instruments aus und überschreitet Genre-Grenzen. Nun kehrt die Musikerin mit einem innovativen, top-aktuellen Programm zurück, das die Themen Migration, Asyl und Flucht berührt.
Einzelpreise in € 50,00 / 45,00 / 38,00 / 30,00 / 20,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsor: Förderer SPARKASSE DORTMUND


Fr 14.10.2016 20.00  – Joja Wendt

Joja Wendt (Klavier), Die Tournee 2016

Joja Wendt hat etwas erreicht, das nicht vielen Musikern vergönnt ist: Sein Name steht synonym für das Instrument, mit dem er groß geworden ist. Joja Wendt ist der Pianist. Nicht nur in seiner Heimat, auch weit darüber hinaus: Von Südafrika über Singapur, China und Russland bis auf die Bühnen von New Yorks Carnegie Hall und anderer legendärer Spielstätten haben ihn seine Konzertreisen geführt. Joja Wendt hat mit Klaviermusik die Welt bereist – das allein ist bemerkenswert. Einzigartig ist, dass er sich diesen Erfolg nicht nur mit blendender Technik, mit virtuoser Interpretation und als charismatischer Unterhalter erspielt hat. Sondern auch mit seiner ganz eigenen Musik. Seine neuen Kompositionen präsentiert Joja Wendt nun wieder einem breiten Publikum.
Einzelpreise in € 48,00 / 45,00 / 41,00 / 37,00 / 33,50
Veranstalter: Semmel Concerts Entertainment GmbH


Sa 15.10.2016 18.00  –  Andris Nelsons – Der Auftakt

Royal Concertgebouw Orchestra, Andris Nelsons (Dirigent)
Håkan Hardenberger (Trompete)

Richard Wagner: Vorspiel zu Lohengrin  WWV 75
HK Gruber: »Aerial« Konzert für Trompete und Orchester
Richard Strauss: »Tod und Verklärung« Tondichtung für großes Orchester op. 24
Richard Strauss: »Till Eulenspiegels lustige Streiche« Sinfonische Dichtung op. 28
Einführung mit Ulrich Schardt um 17.15 Uhr im Komponistenfoyer
Einzelpreise in € 110,00 / 98,00 / 84,00 / 68,00 / 43,00 / 22,00 / 8,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsoren: INNOGY, SIGNAL IDUNA GRUPPE


Di 18.10.2016 20.00Mi 19.10.2016 20.00
2. Philharmonisches Konzert  –  Dortmunder Philharmoniker
Gabriel Feltz (Dirigent),  Bo Skovhus (Bariton)
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Richard Wagner: Ouvertüre zu »Der Fliegende Holländer« WWV 63
Franz Schubert: ›Der Taucher‹ D 77 Fassung für Orchester von Karl-Aage Rasmussen
Franz Schubert: ›Prometheus‹ D 674 Fassung für Orchester von Carl Nielsen
Franz Schubert: ›An Schwager Kronos‹ D 369 Fassung für Orchester von Johannes Brahms
Franz Schubert: ›Geheimes‹ D 719 Fassung für Orchester von Johannes Brahms
Franz Schubert: ›Erlkönig‹ D 328 Fassung für Orchester von Hector Berlioz
Antonín Dvo?ák: Sinfonie Nr. 7 d-moll op. 70
WirStimmenEin – 19.15 Uhr. Gabriel Feltz gibt Einblick ins Programm
Einzelpreise in € 42,00 / 39,00 / 34,00 / 30,00 / 24,00 / 19,00
Veranstalter: Theater Dortmund


Mo 24.10.2016 18.30    Kopfnoten – Eine kleine Geschichte der Sinfonie

Michael Stegemann (Vortrag)
II – Klassiker (I): Joseph Haydn & Wolfgang Amadeus Mozart
Mit Haydn und Mozart festigt sich die Form im idealen klassischen Geist: Aus anfangs drei sind jetzt vier Sätze geworden, im Orchester klingen Bläser und Streicher zusammen,

Sonatenhauptsatzform, dreiteilige Lied- oder Menuett-Form und ein Rondo als Finale – feste Regeln, die einem Genie jedoch viele Freiheiten lassen.
Ort: Orchesterzentrum|NRW · Brückstraße 47 · 44135 Dortmund
Einheitspreis in € 8,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
In Zusammenarbeit mit Orchesterzentrum|NRW


Mo 24.10.2016 19.00  – Pepe Lienhard Big BandSwing Live

Das swingt! Seit Jahrzehnten zählt die Big Band des Vollblutmusikers Pepe Lienhard zu den beliebtesten Swing-Formationen, ob im deutschsprachigen Raum, an den besten Adressen Asiens und Südafrikas oder als TV-Live-Band vor begeistertem Fernseh-Publikum. »Swing Live« zelebriert auf einzigartige Weise die großen Zeiten des Swing: Glanznummern von Count Basie und Quincy Jones stehen Seite an Seite mit den schönsten Melodien von Glenn Miller und Benny Goodman. Ein prall gefülltes Programm, das eindrucksvoll beweist, dass die Kunst der »Swinging Years« bis heute klangvoll lebt.
Einzelpreise in € 80,50 / 71,00 / 62,00 / 50,00
Veranstalter: BB Promotion GmbH


Mi 26.10.2016 19.00   Konzertkino – Legenden des Taktstocks

Ulrich Schardt (Moderation)    –  Herbert von Karajan im Filmporträt
Richard Strauss: »Don Quixote« Fantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters op. 35,  Antonín Dvorák: Sinfonie Nr. 9 e-moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«

Die Filmpremiere der Reihe »Konzertkino« gehört Herbert von Karajan, dem stilbildenden Klassik-Regisseur der Leinwand. Er setzt Dvorák, Strauss, die Berliner Philharmoniker und sich selbst ins rechte Licht.,  Einheitspreis in € 10,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


Do 27.10.2016 20.00   –  Tokyo Symphony Orchestra,   Jonathan Nott (Dirigent)
Isabelle Faust (Violine)

Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 10 e-moll op. 93
Einzelpreise in € 88,00 / 80,00 / 68,00 / 55,00 / 35,00 / 17,00 / 7,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsor: MERCEDES-BENZ Niederlassung Dortmund


Fr 28.10.2016 19.00   –  Der Bajazzo, Förderpreis

Franziska Batzdorf (Violoncello)
Opern-Kinderchor der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund
Ensemble Kinder- und Jugendtheater Dortmund
Amadeus Kammerorchester Dortmund, Felix Reimann (Dirigent)
Festveranstaltung zur Verleihung des Förderpreises

Die Theater- und Konzertfreunde Dortmund zeichnen junge, aufstrebende Künstler mit dem Förderpreis Der Bajazzo aus. Die Preisträger bedanken sich mit einem unterhaltsamen Festprogramm, umrahmt von beliebten Werken aus dem Konzertrepertoire. Mit dem Bajazzo werden in diesem Jahr folgende Künstler ausgezeichnet: • Franziska Batzdorf, Solocellistin der Dortmunder Philharmoniker • Opern-Kinderchor und Knabenchor der Chorakademie Dortmund • Ensemble Kinder- und Jugendtheater Dortmund – KJT –
Einzelpreise in € 24,00 / 15,00 / 9,00
Veranstalter: Theater- und Konzertfreunde Dortmund e. V.


So 30.10.2016 11.00   –  Mozart Matinee

Sinfonieorchester des Nationalorchesters Prag,  Jakub Klecker (Dirigent)
Anastasia Kobekina (Violoncello),  Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 28 C-Dur KV 200,  Peter Iljitsch Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester A-Dur op. 33,  Jan Václav Votíšek: Sinfonie D-Dur op. 24
Einzelpreise in € 39,50 / 32,00 / 29,00 / 23,50 / 15,00
Veranstalter: Mozart Gesellschaft Dortmund e. V.


So 30.10.2016 20.00  –   Fazil Say – Sarkilar
Serenad Bagcan (Gesang),  Fazil Say (Klavier)

Fazil Say ist wohl der bekannteste zeitgenössische Komponist und Pianist der Türkei. Immer wieder widmet er sich der Vertonung von Gedichten türkischer Autoren wie Orhan Veli, Metin Altiok, Nâzim Hikmet, Omar Khayyám und Cemal Süreya. In Serenad Bagcan fand er nun die ideale Sängerin: Ihre magische Stimme bringt die Gedichte und Melodien regelrecht zum
Leuchten. Die beiden Alben Ilk Sarkilar und Yeni Sarkilar sind in der Türkei inzwischen zu Bestsellern geworden.
Einzelpreise in € 47,00 / 39,00 / 32,00 / 26,00
Veranstalter: Türkisches Filmfest Ruhr, Interkulturelles Bildungszentrum (IBZ) e. V.; PMKHDo

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Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Yannick Nezet-Seguin – Anna Prohaska, IOCO Kritik 09.07.2016

Juli 12, 2016  
Veröffentlicht unter Konzerthaus Dortmund, Kritiken

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Konzerthaus Dortmund

Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, Yannick Nézet-Seguin
Anna Prohaska, Sopran 09.07.2016

Konzerthaus Dortmund / Yannick Nézet-Séguin mit Anna Prohaska und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks © Pascal Amos Rest

Konzerthaus Dortmund / Yannick Nézet-Séguin mit Anna Prohaska und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks © Pascal Amos Rest

Die Saison geht zu Ende, wie auch die ereignisreiche, aufregende, dreijährige Residenz des jungen kanadischen Dirigenten, Yannick Nèzet-Seguin, der noch einmal, diesmal mit dem Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, für orchestrale Wonnen sorgte.

Das Orchester, 1949 von Eugen Jochum gegründet, ist ein absolutes Elite-Ensemble. Sein Klang ist berühmt. Insbesondere die makellosen Bläser, sowie der satte, samtene Klang der Streicher, begeistern immer wieder. Alle Dirigenten von Rang haben mit ihm musiziert und ihre Spuren hinterlassen. Sein heutiger Chef ist der Lette Mariss Jansons Es wurde wieder einmal ein Konzertabend, der uneingeschränkt begeisterte.

Die Aufführung von Anton Bruckners “7. Sinfonie in E-Dur“ war ein einziger symphonischer Rausch. Der sympathische Tausendsassa am Pult machte es möglich.

Sein Bruckner ist nervig und vorwärts drängend. Aus der traditionellen Weihe-Zelebration ist strömendes Fließen musikalischer Verläufe geworden. Gut ausgewogen waren die Tempo-Vorgaben im Scherzo. Wunderbar! Noch mehr begeisterte das Finale. Der kämpferische Duktus der Musik wurde vom Dirigenten und dem Orchester geradezu ekstatisch wiedergegeben.

Für dieses Konzert war ursprünglich der walisische Bariton Bryn Terfel als Solist vorgesehen, der aber schon früh im Jahr abgesagt hatte. Er sollte Wagner-Monologe singen. Für ihn verpflichtete man die in Dortmund, seit ihrer “Junge Wilde-Zeit“ beliebte Sopranistin Anna Prohaska, die zwar keine Wagner-Monologe sang, dafür aber vier hochromantische Preziosen von Karl-Maria von Weber und Franz Schubert.

Die junge Österreicherin verfügt über einen sehr schönen, sofort ansprechenden Sopran, farbig und hochmusikalisch geführt. Die Bandbreite ihres Repertoires ist enorm. Ob bei “Alte Musik, Moderne oder Wiener Klassik“, sie begeistert in allen Stilrichtungen. Auch an diesem Abend in Dortmund erfreute sie wieder einmal ihr Publikum.

Mit erlesener Piano-Kultur und feinsten Schattierungen erklang die Arie der Euryanthe aus Webers gleichnamiger Oper. Zwei Arien von Schubert folgten, aus “Die Verschworenen“ und “Die Bürgschaft“. Auch diese beiden Musikstücke wurden prachtvoll wiedergegeben.

Konzerthaus Dortmund/ Yannick Nézet-Séguin mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks © Pascal Amos Rest

Konzerthaus Dortmund/ Yannick Nézet-Séguin mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks © Pascal Amos Rest

Zum Höhepunkt ihres Auftritts wurde die Arie des ÄnnchensEinst träumte meiner sel`gen Base“ aus WebersDer Freischütz“. Ganz toll war es, wie die Sängerin mit stimmlicher Gestaltung die Arie spannend aufbaute. Sie bekam einen Riesenapplaus.

Die Leitung des Hauses dankte dem Dirigenten Yannick Nézét-Séguin unter Mitwirkung des enthusiasmierten Publikums mit Kniefall, Luftballons und einem aufklappbaren Karton mit dem Aufdruck “Danke Yannick“. Das war toll!

Der so Geehrte und das Orchester dankten zurück mit einem flott gespielten “Muß i denn zum Städele hinaus“. Yannick sagte in seiner kurzen Dankesrede nicht Adieu und auch nicht Farewell, sondern sehr bald “Auf Wiedersehen“.

IOCO / UGK / 09.07.2016

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Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Liederabend Piotr Beczala, IOCO Kritik , 07.06.2016

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Liederabend:  Piotr Beczala, Tenor – Sarah Tysman, Klavier

Zwischen Opernauftritten in aller Welt kam der sympathische polnische Tenor Piotr Beczala für einen Liederabend ins Dortmunder Konzerthaus. Es wurde ein hoch befriedigender, heftig umjubelter Konzertabend.

Den so gefeierten Tenor kennen die meisten seiner zahlreichen Verehrer als hochkarätigen Opernsänger, der unter anderen in Werken von Verdi, Massenet, Donizetti und aktuell Wagner, begeistert.

Konzerthaus Dortmund / Piotr Beczala © Kurt Pinter

Konzerthaus Dortmund / Piotr Beczala © Kurt Pinter

Der in Südpolen geborene Beczala wurde an der Musikakademie Kattowitz von Pavel Lisitian und Sena Jurinac ausgebildet. Er debütierte am Landestheater im östreichischen Linz und ging dann 1997 ins Engagement nach Zürich. Sehr schnell wurde die Musikwelt auf ihn aufmerksam. Schon 1997 sang er den Tamino in Mozarts “Zauberflöte“ bei den Salzburger Festspielen.

Er eröffnete seinen Dortmunder Liederabend mit der “Dichterliebe“ von Robert Schumann. Der Sänger bestach zuerst mit seiner wirklich schönen, klangvollen Stimme und dann durch seine enorme Sprachpräsenz.

Von diesen 16 wunderbaren Heine-Texten, mit der zu Herzen gehenden Musik Schumanns, muss man jedes Wort verstehen können. Das war hier der Fall. Wie Beczala die Lieder aus dem Geist der Musik gestaltete, ohne dem Text dabei etwas zu nehmen, kann man nur meisterhaft nennen. Freud und Leid, alle Emotionen des liebenden Poeten, wurden mit größter Farbigkeit und vokaler Üppigkeit, glaubhaft vermittelt.

Nach der Pause sang der Tenor sechs Lieder seines polnischen Landsmannes Mieczyslaw Karlowicz (1876-1909). Es sind ausdrucksstarke Gesänge, emotionsgeladen und mit eingängiger Melodik. Auch hier war jedes Wort zu verstehen (wie mir meine charmante polnische Konzert-Begleitung versicherte).

Tschechisch ging es weiter im Programm. Der Tenor sang die “Zigeunermelodien, op. 55“ von Antonin Dvorak. Es sind effektvolle Lieder, die das Zigeunerleben romantisch verklären. Beczala konnte hier wieder mit allen schon genannten Attributen prunken.

Zum Schluss des Programms erfreute der Sänger mit vier Liedern des russischen Komponisten Sergej Rachmaninow. Sie entstanden in den Jahren 1893 bis 1902, also in der mittleren Schaffensperiode des Komponisten. Es sind melancholische Lieder. Es geht um Heimat, Träume, Erinnerungen und Sehnsüchte. Beczala vermittelte das alles mit optimaler vokaler Präsenz und empfindsamer Aussage.

Nicht unwesentlichen Anteil an diesem außerordentlichen Abend hatte die wunderbare französische Liebegleiterin des Sängers, Sarah Tysman. Sie studierte Klavier und Kammermusik am Conservatoire National in Paris und Liedbegleitung bei Hartmut Höll an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Sie war dem Sänger eine hochsensible Partnerin. An diesem Abend in Dortmund erlebte man eine partnerschaftliche Darstellung, die vom ersten bis zum letzten Ton fesselte.

Das Publikum war ziemlich aus dem Häuschen und erklatschte sich vier Zugaben: Leoncavallos “Mattinata“, “ Still wie die Nacht“ von Bohm, “Zueignung“ von Strauss, sowie das neapolitanische “Catari“.     IOCO / UGK / 07.06.2016

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Dortmund, Konzerthaus Dortmund – Gustav Mahler- Mahler Chamber Orchestra, IOCO Kritik, 20.02.2016

Februar 23, 2016  
Veröffentlicht unter Konzerthaus Dortmund, Kritiken

Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra © Petra Coddington

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra © Petra Coddington

2. Sinfonie  von  Gustav Mahler

Mahler Chamber Orchestra, Daniel Harding

Christiane Karg, Sopran – Bernarda Fink, Mezzosopran

Es war schon ein Großereignis, was Planung und Aufwand anbelangte und  wurde ein künstlerisches im Besonderen. Gustav Mahlers monumentale  2. Sinfonie, die am letzten Sonnabend im Dortmunder Konzerthaus aufgeführt wurde, war einen Tag zuvor in der Essener Philharmonie in der gleichen solistischen Besetzung zu hören. Ebenso wurde sie am Sonntag in Köln aufgeführt.

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra © Petra Coddington

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra © Petra Coddington

Das Mahler Chamber Orchestra wurde für diese Aufführungsreihe mit Musikern der MCO Academy am Orchesterzentrum NRW erweitert. Für die chorischen Aufgaben der drei Aufführungen wurde ein Projektchor gebildet. Der Chordirektor des Essener Aalto-Theaters, Alexander Eberle, studierte mit ambitionierten Laiensängern in Essen, Dortmund und Köln die Chorpartien ein.

Und das geriet großartig. Man konnte wirklich ins Schwärmen geraten über den Klang dieses Chores und seine außerordentliche Textverständlichkeit.

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra Daniel Harding © Petra Coddington

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra Daniel Harding © Petra Coddington

Das Mahler Chamber Orchestra, mit seinem Leiter, Daniel Harding, ist aus Dortmund nicht mehr wegzudenken. Es hat hier im Laufe der Jahre schon viele künstlerische Akzente gesetzt.

So auch heute mit der Aufführung von Mahlers  2. Sinfonie. Schon sehr markant geriet die gewaltige Maestoso-Einleitung. Die grollende Fortführung wurde von Harding und dem Orchester klug aufgebaut. Der “feierliche Ausdruck“ war nicht überbetont.

Besonders schön wurde der Übergang zu dem lyrisch-gesanglichen Thema musiziert. Das vorherrschende ländlerartige Thema wurde von Harding und dem Orchester mit Genuss ausgekostet, um dann mit sehr schroffem Zugriff, der “milden Stimmung“ einen Dämpfer zu geben. Die “ruhig fließende Bewegung“ des Scherzo-Satzes geriet wunderbar ausgeglichen.

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra Christiane Karg, Bernarda Fink © Petra Coddington

Konzerthaus Dortmund / Mahler Chamber Orchestra Christiane Karg, Bernarda Fink © Petra Coddington

Stark berührend dann der 4. Satz Urlicht, mit dem himmlischen Altsolo (auf den Text von Brentano). Gesanglich makellos und mit schlichtem Ausdruck sang Bernarda Fink das Solo.

Wunderbar klangschön bewältigte auch die Sopranistin Christiane Karg ihre Aufgaben. Der letzte Satz (mit der Klopstock-Ode Auferstehen wirst Du) ist quasi eine Darstellung des “Jüngsten Gerichts“ mit allen orchestralen und vokalen Mitteln. Hier gelingt Harding und dem wunderbaren Orchester besonders, (sowie dem glänzenden Chor und den beiden Gesangssolistinnen), eine beeindruckende, tief berührende Darstellung, bis hin zum Hoffnung weckenden Finale “Sterben wirst Du, um zu leben“.

Das Publikum im so gut wie ausverkauften Haus, feierte alle Mitwirkenden frenetisch. Dieser Konzertabend wird in Erinnerung bleiben.

IOCO / UGK / 20.02.2016

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