Dortmund, Theater Dortmund, Premiere MATTHÄUS-PASSION – St. Reinoldi Kirche , 30.03.2017

Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

„Die Seele tanzt“

MATTHÄUS-PASSION von Johann Sebastian Bach

In der St. Reinoldi Kirche – Dortmund

Am Donnerstag, 30. März 2017, findet um 19.30 Uhr die Premiere von Johann Sebastian Bachs MATTHÄUS-PASSION in der St. Reinoldi Kirche Dortmund statt. Die Besonderheit der Kooperation des Ballett Dortmund mit dem Dortmunder Bachchor besteht darin, dass Bachs Musik hier um das theatrale Element des Tanzes ergänzt wird. Die eigens erarbeitete Choreographie von Ballettdirektor Xin Peng Wang nimmt sich in besonderer Weise der Arien und rahmenden Chöre an. Hatte. Interpretiert man, wie der Dortmunder Ballettdirektor, Bachs Musik jedoch als einen Tanz der Seelen, wird die Kraft der Musik durch den darstellerischen Ausdruck kongenial verstärkt und das, da Bach sich doch Zeit seines Lebens vom Theater ferngehalten hatte. Die musikalische Leitung hat Reinoldi-Kantor Klaus Eldert Müller.

Johann Sebastian Bach Denkmal © Hartmut Gallee

Johann Sebastian Bach Denkmal © Hartmut Gallee

Johann Sebastian Bach führte die von ihm komponierte Matthäus-Passion zum ersten Mal im Nachmittagsgottesdienst am Karfreitag 1729 in der Leipziger Thomaskirche auf. Als textliche Grundlage dienten Bach die Kapitel 26 und 27 des Matthäusevangeliums in der Übersetzung Martin Luthers. Der Librettist C. F. Henrici, genannt Picander, ergänzte die Bibelverse durch kommentierende und betrachtende Rezitative, Arien und Chöre. An entscheidenden Stellen hat Bach selbst Strophen aus bekannten Passionschorälen eingefügt. Musikalisch hebt sich die MATTHÄUS-PASSION vor allem durch die konsequent durchgeführte Doppelchörigkeit von allen anderen Werken dieser Gattung ab. Die eigens erarbeitete Choreographie von Ballettdirektor Xin Peng Wang nimmt sich in besonderer Weise der Arien und rahmenden Chöre an.

„Bach“, gesteht Dortmunds Ballettdirektor Xin Peng Wang, „beschäftigte mich bereits sehr lange. Es ist nicht so einfach, mit dieser Musik umzugehen. Sie lässt sich nicht einfach in Choreographie übertragen. Man muss zuerst ihr Wesen erkennen. Bach hat im Unterschied zu seinen Zeitgenossen nicht explizit für den damals ausschließlich höfischen Tanzbedarf geschrieben. Selbst wenn er in seinen Suiten Sätze mit tänzerischen Bezeichnungen versieht, so ist das lediglich eine formale Angelegenheit. Aber Bach hat Musik für den Tanz der Seelen geschrieben.“

In der MATTHÄUS-PASSION zeigt Bach den Menschen Jesus Christus, dessen Ansichten auf Widerstand bei den Machthabern stoßen. Bach lässt Christus´ Angst miterleben, die Hoffnungslosigkeit, den Schmerz, auch das Gefühl von Verlassenheit in der Stunde des Todes. Er beleuchtet Jesus aber nicht nur von innen heraus, er wirft aus verschiedenen Perspektiven Blicke auf ihn. Er lässt Anteilnahme an seinem Schicksal bekunden, aber auch blankes Unverständnis, Hass und Verachtung gegen ihn laut werden. Er gibt den Anhängern wie den Gegnern eine Stimme. Es gibt nahezu schizophrene Passagen, in denen der Chor zugleich für und wider Jesus spricht. Die Menschheit ist zerrissen. Sie spürt, dass der Weg, den Jesus einschlägt, der richtige ist, aber sie zögert, den ersten Schritt zu tun. PMThDo

Infos und Karten unter 0231/55 57 91 11 oder www.dortmunder-bachchor.de

 

Dortmund, Theater Dortmund, DIE FLEDERMAUS von Johann Strauss, 05.03.2017

Februar 17, 2017  
Veröffentlicht unter Konzert, Operette, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

DIE FLEDERMAUS von Johann Strauss
Konzertante Aufführung – 5. und 11. März 2017

Nach der flotten Jazz-Operette DIE BLUME VON HAWAII steht am Sonntag, 5. März, um 18 Uhr sowie am Samstag, 11. März 2017, um 19.30 Uhr mit der FLEDERMAUS von Johann Strauß (Sohn) eine klassische Wiener Operette auf dem Programm der Oper Dortmund. Beide zeigen, dass man in Dortmund zurzeit sehr unterschiedliche Werke dieses Genres erleben kann, die das Publikum auf hohem Niveau unterhalten und beweisen, dass die „Operette“ äußerst lebendig ist. Als Gefängniswärter Frosch führt Operetten-Debütant Fritz Eckenga das Publikum an zwei Terminen im März durch die konzertante Aufführung. Er wird dabei von erfahrenen Kräften unterstützt: Kammersänger Hannes Brock gibt den Eisenstein, Emily Newton die Rosalinde, Ileana Mateescu den Prinzen Orlofsky, Joshua Whitener den Alfred und Ashley Thouret die Adele. Mit dabei sind auch der Chor der Oper Dortmund und die Dortmunder Philharmoniker unter Leitung von Motonori Kobayashi.

Theater Dortmund / Fritz Eckenga © Philipp Wente

Theater Dortmund / Fritz Eckenga © Philipp Wente

Als „unterhaltsamen Nachdenker“ und als „nachdenklichen Spaßmacher“ hat die WAZ Fritz Eckenga bezeichnet. Keine schlechte Charakterisierung für einen Kabarettisten, der nicht auf schnelle Lacher aus ist. Wer ihn im Radio oder in einem seiner Solo-Programme erlebt hat, der weiß: Ein Satz von Fritz Eckenga wirkt nach.

Also ist Fritz Eckenga genau der Richtige, um sich der Wirklichkeit der berühmtesten aller Operetten zu stellen. In der FLEDERMAUS geht es vor allem darum, dass alle anders scheinen wollen, als sie in Wirklichkeit sind, um in ihrer Verkleidung möglichst viel Spaß zu haben. Dass der Spaß auch gerne auf Kosten der anderen geht, macht die Sache nicht netter, aber sehr vergnüglich. Die Hauptfigur des Stücks, der Rentier Eisenstein, muss ins Gefängnis, nur ein paar Tage wegen einer kleinen Beamtenbeleidigung. Aber gibt es da auch Champagner? Lieber nichts riskieren: Statt ins Kittchen verabschiedet sich Eisenstein auf ein Fest beim melancholischen Fürsten Orlofsky. Madame Eisenstein hingegen nutzt die vermeintliche Auszeit ihres Mannes hinter schwedischen Gardinen dazu, ihren früheren Liebhaber Alfred zu empfangen, dessen Tenorstimme sie immer noch in Wallung bringt. Der wandert dann zwar an Eisensteins Stelle hinter Gitter, doch der Rest des Personals trifft sich, mehr oder weniger verkleidet, auf Orlofskys Soiree, wo sich eine der rasantesten Verwechslungskomödien in der Geschichte der Operette abzuspielen beginnt.

DIE FLEDERMAUS ist Glanz- und einsamer Höhepunkt der Wiener Operette. Alles, was ihren Reiz ausmacht, findet sich in diesem Stück: Es wird gelogen, geliebt, sich verkleidet, verstellt und vor allem unglaublich viel gesoffen. Im Reich von König Champagner dem Ersten ist Lust am Betrug so unbesiegbar wie die Lust am Leben und an der Musik. Mag sein, dass hier eine Gesellschaft auf den Untergang zutaumelt – aber dann doch auf jeden  Fall nicht nüchtern und mit allerbester Laune. PMThDo

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Dortmund, Theater Dortmund, Germeshausen folgt Herzog als Intendant, IOCO Aktuell, 17.02.2017

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 Heribert Germeshausen folgt Jens-Daniel Herzog 

Intendantenkarussell Dresden – Nürnberg -Dortmund

Dortmund / Heribert Germeshausen © Heribert Germeshausen

Dortmund / Heribert Germeshausen © Heribert Germeshausen

Die Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Dortmunder Opern-Intendanten Jens-Daniel Herzog war erfolgreich: Heribert Germeshausen wird zur Spielzeit 2018/19 nach Dortmund wechseln, wenn der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 6. April 2017 seine Zustimmung gibt. Germeshausen ist seit der Spielzeit 2011/12 Operndirektor am Theater und Orchester Heidelberg und künstlerischer Leiter des Barockfestivals Winter in Schwetzingen. Jens-Daniel Herzog wechselt zur Spielzeit 2018/19 von Dortmund als Staatsintendant zum Nürnberger Staatstheater. Dort folgt er auf Peter Theiler, der 2018 an der Semperoper in Dresden die seit 2012 dauernde, hochteure wie peinliche Posse um die  Besetzung der Intendanz beenden soll.

Heribert Germeshausen (Jahrgang 1971) begann seine Theaterlaufbahn als Musiktheaterdramaturg 2004 am Theater Koblenz und bei den Salzburger Festspielen unter der Intendanz von Peter Ruzicka. Nach einem Intermezzo bei einer internationalen Sängeragentur wechselte er im Januar 2008 als Musiktheaterdramaturg an die Oper Bonn.

2009 bis 2011 wirkte er als Operndirektor und Leitender Musiktheaterdramaturg am Anhaltischen Theater Dessau, dessen Opernsparte ein Jahr später wegen ihres gesanglich-musikalisch wie inszenatorisch hohen Niveaus für Spitzenplätze in mehreren bundesweit bedeutsamen Rankings nominiert wurde. Die Eröffnungspremiere Lohengrin (Regie Andrea Moses) erhielt eine Nominierung für den Theaterpreis „Der Faust“.

Theater Dortmund / Die gefeierte ZAUBERFLÖTE an der Oper Dortmund ©  Bjoern Hickmann

Theater Dortmund / Die gefeierte ZAUBERFLÖTE an der Oper Dortmund ©  Bjoern Hickmann

In Heidelberg erfolgte unter seiner Leitung eine erfolgreiche Neuausrichtung des Winter in Schwetzingen auf in Deutschland bisher nicht aufgeführte Werke der Opera napoletana wie Nicolò A. Porporas Polifemo oder Alessandro Scarlattis Marco Attilio Regolo. Im Jahr 2013 geriet die erste Neuinszenierung von Wolfgang Rihms Dionysos seit der Uraufführung bei den Salzburger Festspielen zu einem weithin beachteten Erfolg bei Publikum und Presse. Ebenfalls 2013 gewann das Heidelberger Theater zusammen mit dem Theater Freiburg in der Rubrik „Ungewöhnlich überzeugende Theaterarbeit abseits großer Theaterzentren“ die Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „die deutsche bühne“.

 

In der Spielzeit 2014/15 wurde die Opernsparte des Heidelberger Theaters mit dem „Preis der Deutschen Theater- und Medienverlage 2014“ ausgezeichnet. Der Preis wird für den „spannendsten und innovativsten Spielplan der Saison“ verliehen. In der Begründung hieß es: „Unter der Leitung des Operndirektors Heribert Germeshausen, der auch für die Barock-Produktionen im Rokokotheater Schwetzingen verantwortlich zeichnet, hat die Sparte Oper des Heidelberger Theaters ein unverwechselbares Profil gewonnen, das durch große Entdeckerfreude, durch überlegten Umgang mit dem Repertoire und eine vorbildliche Ensemblepflege überzeugt.“

Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählten neben einer sängerisch glanzvollen Neuinszenierung von Die Zauberflöte insbesondere die Wiederentdeckung von Vincis/Händels Didone abbandonata und die Uraufführung von Johannes Harneits Opern Abends am Fluss / Hochwasser in der Regie von Peter Konwitschny – ein Opernprojekt, das mit einem hochkarätigen Symposion zum zeitgenössischen politischen Musiktheater verbunden war.

Heribert Germeshausen ist Jury-Mitglied bei wichtigen Gesangswettbewerben, u.a. beim „Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti“ der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik.

Oper Dortmund © Theater Dortmund

Oper Dortmund © Theater Dortmund

Germeshausen studierte Rechtswissenschaften in Passau, Heidelberg und Lausanne sowie BWL an der European Business School in Oestrich-Winkel und Master of Business Administration an der Katz Graduate School of Business in Pittsburgh. „Die Stadt Dortmund ist attraktiv für Kulturschaffende – auch aufgrund der guten Arbeit jener, die hier waren“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Es ist ein gutes, professionelles kulturelles Milieu entstanden. Die Menschen kommen gerne zu uns.“ 

Germeshausen: „Voller Hochachtung vor Jens-Daniel Herzogs Verdiensten um die Oper Dortmund freue ich mich sehr, als sein Nachfolger in Zusammenarbeit mit dem von mir sehr geschätzten GMD Gabriel Feltz die Zukunft der Oper Dortmund gestalten zu dürfen.“ PMStDo

 

 

 

Dortmund, Theater Dortmund, DIE BLUME VON HAWAII von Paul Abraham, 21.01.2017

Dezember 31, 2016  
Veröffentlicht unter Operette, Premieren, Pressemeldung, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

 DIE BLUME VON HAWAII  von Paul Abraham

Premiere 21. Januar 2017, weitere Vorstellungen 27.1.2017, 5.2.2017, 8.2.2017, 11.2.2017, 18.2.2017, 24.2.2017, 18.3.2017, 30.3.2017, 8.4.2017, 5.5.2017, 26.5.2017

Paul Abrahams Jazz-Operette DIE BLUME VON HAWAII wird am Samstag, 21. Januar 2017, um 19.30 Uhr im Opernhaus Dortmund Premiere haben. In der Regie von Thomas Enzinger und der musikalischen Leitung von Philipp Armbruster wird Emily Newton als Prinzessin Laya zu sehen sein. Die Oper Dortmund wird die bühnenpraktische Rekonstruktion der Partitur von Henning Hagedorn und Matthias Grimminger spielen.

Theater Dortmund / Emily Newton © Philip Lethen

Theater Dortmund / Emily Newton © Philip Lethen

Spannung liegt in der Luft. Die Einheimischen Hawaiis wollen die amerikanische Fremdherrschaft abschütteln. Ein Aufstand droht. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, schließlich sind gerade die rechtmäßigen Herrscher in Honolulu aufgetaucht: Prinzessin Laya und Prinz Lilo Taro. Laya, aufgewachsen in Paris, gibt sich allerdings als Jazzsängerin Suzanne Provence aus, um inkognito ihre Heimat zu besuchen. Sie bandelt auf der Überfahrt mit dem schmucken Kapitän Stone an. Ihr musikalischer Partner Jim Boy ist mit der echten Suzanne liiert, beginnt aber ein Techtelmechtel mit der ebenso schlauen wie attraktiven Hula-Tänzerin Raka. Den edlen Prinzen Lilo Taro würde der joviale Gouverneur Harrison gern mit seiner Tochter Bessy verkuppeln, auf die jedoch bereits dessen Sekretär Buffy ein Auge geworfen hat: Wir befinden uns nicht in einem politischen Drama, sondern mitten im herrlichsten Operettenwahnsinn.

Um Politik ging es Paul Abraham immer nur zwischen den Zeilen. Er bediente in erster Linie das Unterhaltungsbedürfnis seines Publikums und dessen Schaulust, bei der eine logische Handlung und die Political Correctness auch schon mal zugunsten einer effektvollen Szenerie ins Hintertreffen geraten. Der Exotismus-Sehnsucht der 1930er Jahre kommt er mit hinreißenden Klischees entgegen, die Jazzfans lockt er mit amerikanischen Rhythmen und sattem Saxophonklang.

Eine Revue-Operette von den Ausmaßen der Die Blume von Hawaii benötigt ein großes Ensemble aus Operettenspezialisten. Zusätzlich zu den zahlreichen Solisten und dem Chor des Theaters Dortmund steht deswegen auch ein achtköpfiges Tanzensemble auf der Bühne. Die Choreografie übernimmt Ramesh Nair, für Regie und Ausstattung sind Thomas Enzinger und Toto verantwortlich. Philipp Armbruster dirigiert die Dortmunder Symphoniker und natürlich darf eine Hawaiigitarre im Orchestergraben auch nicht fehlen. PMThDo

Premiere 21. Januar 2017, weitere Vorstellungen 27.1.2017, 5.2.2017, 8.2.2017, 11.2.2017, 18.2.2017, 24.2.2017, 18.3.2017, 30.3.2017, 8.4.2017, 5.5.2017, 26.5.201

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