Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Premiere Ballett SOMMERNACHTSTRAUM, 18.03.2017

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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

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SOMMERNACHTSTRAUM
Ballett von Tim Plegge nach William Shakespeare
Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy und anderen

 

Premiere am Samstag, 18. März, 19.30 Uhr | weitere Vorstellungen am 24. März; 02., 08., 15., 19. und 29. April; 05. Mai

Nach seinem erfolgreichen Ballett Aschenputtel wendet sich Ballettdirektor Tim Plegge erneut einem Klassiker zu: William Shakespeares SOMMERNACHTSTRAUM feiert am Samstag, 18. März, Premiere im Staatstheater Darmstadt. Uraufführung feierte die Produktion am 19. Februar im Staatstheater Wiesbaden.

Ihr Vater verlangt, dass Hermia Demetrius heiratet, deshalb flieht sie mit Lysander, den sie wirklich liebt und will, befreit von allen Zwängen, das tun, was sie für richtig hält: Lysander heiraten. Demetrius aber liebt Hermia und folgt dem Liebespaar eifersüchtig. Zuletzt kommt Helena, die in Demetrius verliebt ist.

Staatstheater Darmstadt / Ein Sommernachtstraum - Ramon John, Ludmila Komkova © Regina Brocke

Staatstheater Darmstadt / Ein Sommernachtstraum – Ramon John, Ludmila Komkova © Regina Brocke

Die vier jungen Leute stürzen sich ins Ungewisse, nur ihre Liebe im Blick. Von Geistern und Elfen werden sie ins Visier genommen, sogar Puck, der Gehilfe des Feenkönigs Oberon, interessiert sich für die Verlorenen und belegt sie mit einem Zauber. In einer rauschhaften Nacht verlieren sie sich und finden einander. Vertrautes gerät aus den Fugen. Ungeahntes scheint möglich. Bei Tagesanbruch ist nichts mehr, wie es war. Doch die Traumbilder bleiben im Bewusstsein verhakt. Die Erinnerungen beflügeln.

Mit Guido Badalamenti, Masayoshi Katori, Ezra Houben, Lara Misó Peinado, Kristin Bjerkestrand, Miyuki Shimizu, Clémentine Herveux, Aurélie Patriarca, David Cahier, Denislav Kanev, Aaron Shaw, Igli Mezini, Tatsuki Takada, Ramon John, Pablo Girolami, Ludmila Komkova, Carolinne de Oliveira, Taulant Shehu, James Nix, Polett Kasza, Elisabeth Gareis, Jorge Moro Argote, Gaetano Vestris Terrana, Seraphine Detscher, Livia Gil, Margaret Howard, Stellina Nadine Jonot, Alexander Cyr

Das Staatsorchester Darmstadt, Musikalische Leitung Michael Nündel
Choreografie Tim Plegge, Bühne Frank Philipp Schlößmann
Kostüme Judith Adam, Dramaturgie Brigitte Knöß, PMSttDa

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Faust – Ein Mann ohne Eigenschaften, IOCO Kritik, 06.02.2017

Februar 8, 2017  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatstheater Darmstadt

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Staatstheater Darmstadt © IOCO

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„EIN MANN OHNE EIGENSCHAFTEN“

Charles Gounods Faust am Staatstheater Darmstadt

Von   Ljerka Oreskovic Herrmann

In Darmstadt hatte Gounods Faust 1861 seine deutsche Erstaufführung erlebt und dort ist heute wieder eine Fassung von Margarethe – wie das Stück ins Deutsche rückübersetzt hieß – wieder mit dem authentischen Titel zu erleben. Es beginnt mit einer von drei Seiten mit Wänden versehenen Bühne, auf der in der Mitte ein Kasten mit einer Klappe thront. Dieser ist, wenn sie fällt, als das klaustrophobische Studierzimmer – allerdings ohne zu studierende Bücher – zu erkennen. In ihm, wie auch in seinem alten Körper, ist Faust gefangen, den nun der smarte (helle Smokingjacke, Lackschuhe und Sonnenbrille) Méphistophélès befreit und ein neues Leben verspricht.

Staatstheater Darmstadt / Faust - Adam Palka als Mephisto - Andreas Wagner als Faust © Martina Pipprich

Staatstheater Darmstadt / Faust – Adam Palka als Mephisto – Andreas Wagner als Faust © Martina Pipprich

Méphistophélès – darstellerisch und musikalisch überzeugend Adam Palka – ist jedoch weniger ein diabolischer Charakter als ein Magier und Strippenzieher, der wie ein Zocker Freude daran hat, den stark verjüngten, fast schon spätpubertierenden Faust mit den Verlockungen des Lebens zu verführen. Doch hier genau liegt das Problem. Es ist zwar verständlich, dass ein alter Faust – von Andreas Wagner als ein in jeder Hinsicht gefangener Mann dargestellt – ausbrechen möchte, weil das Leben an ihm vorbei gegangen ist. Aber der junge Faust Philippe Do hat einen in der Höhe schön geführten Tenor – ist seltsamerweise blass und konturenlos. Singt der alte Faust noch, dass er den alles entscheidenden Schatz im Leben haben möchte („.. je veux un trésor / Qui les contient tous! … je veux la jeunesse!“ ), so weiß der junge Faust mit der „jeunesse“, der Jugend, nichts anzufangen. Nur der alte Faust scheint in der Walpurgisnacht, die hier im Bordell spielt und ihn kurz auftauchen lässt, Gefallen zu finden; der junge wendet sich angewidert ab.

Staatstheater Darmstadt / Faust - Adam Palka als Mephisto - Persicke als Margarethe - Bildstein als Martha © Martina Pipprich

Staatstheater Darmstadt / Faust – Adam Palka als Mephisto – Persicke als Margarethe – Bildstein als Martha © Martina Pipprich

Er verliebt sich in Marguerite (Katharina Persicke), die rein und unschuldig in ihrem Puppenhaus (innen sind Kinderzeichnungen an den Wänden und ein Teddybär zu sehen) behütet sein sollte, verhält sich aber wie ein Nerd, der weder seine Gefühle vortragen noch verführen kann. Er hängt an Méphistophélès Leine, ohne erkennbaren Lustgewinn. Marguerite dagegen freut sich über Liebesbeweise und nicht nur weil sie von Méphistophélès mit dem Gold gekauft und geblendet wird – sowohl musikalisch als auch von der Regie wird dies beim „Rondo vom Goldenen Kalb“ hervorragend bezeugt. Sie hat bis zum bitteren doch erlösendem Ende eine Haltung, Faust nicht. Vielleicht ist es dass, was uns Karsten Wiegand auf den Nachhauseweg mitgeben wollte: Es kommt auf die Haltung an – eine zeit- und epochengültige Maxime. So gesehen hat dann dieser zurückhaltende junge Faust seine Aufgabe bestens erfüllt. An dieser haltlosen Seele scheint sich selbst Méphistophélès verzockt zu haben.

Der Abend zerfällt in zwei Teile, der erste mit der Wandlung des alten in den jungen Faust bis hin zur Verführung Marguerites; der zweite, der sich ihrem gesellschaftlichen Absturz widmet. Katharina Persicke ist die kindlich-naive lebensfrohe Marguerite und ihr schlanker Sopran rundet das Gesamtbild ab. Ingrid Katzengrubers Marthe Schwerdtlein, die andere weibliche Figur und Kontrast dazu, ist als eine Marilyn-Monroe-Version zu erleben – vielleicht doch zu jung für diese durchtriebene Person mit der selbst Méphistophélès seine liebe Not hat. Jana Baumeister als Siébel ist ein großer Junge, der seine Liebe zu Marguerite noch nicht richtig artikulieren kann, aber echte Gefühle hegt. Valentin, Oleksandr Prytolyuk, ist Valentin, der vom Krieg gezeichnete Bruder Marguerites.

Staatstheater Darmstadt / Faust - Andreas_Wagner als Faust -Katharina Persicke als Margarethe - Chor © Martina Pipprich

Staatstheater Darmstadt / Faust – Andreas_Wagner als Faust -Katharina Persicke als Margarethe – Chor © Martina Pipprich

Michael Nündel, 1. Kapellmeister in Darmstadt, begleitet die Sänger und Sängerinnen sicher durch den Abend. Er neigt eher der romantischen Interpretation als scharfen Kontrasten zu, was wiederum die Regie z.B. bei der Chorszene mit den siegreich heimgekehrten Soldaten und Marguerites Bruder Vincent konterkariert: Die Musik schwelgt in der „gloire immortelle“ während die Soldaten äußerlich unversehrt durch die verschiedenen Zuckungen die Traumata der Psyche freilegen. Auch das Schlussbild, wenn die drei Wände zur Hälfte hochgefahren sind, bietet durchaus eine beeindruckende Szenerie: der Chor als Trauerfeier-Gesellschaft, die bald zum „buisness as usual“ übergehen wird.

Für das klar strukturierte Bühnenbild zeichnet Bärbl Hohmann verantwortlich, die Kostüme stammen von Ilse Welter-Fuchs, die Heutiges und Zeitloses wie stets gekonnt miteinander verbindet. Die Leitung des bestens spielenden und singenden Chores hat Thomas Eitler-de Lint und auch die Choreographie von Otto Pichler sowie die szenische Einstudierung von Geertje Boeden sollten nicht unerwähnt bleiben.

Am Ende gab es neben dem starken Applaus für das Sängerensemble, Chor und Orchester aber auch Buhs für das Regieteam. Vielleicht richteten sich diese weniger gegen die Inszenierung selbst, als gegen die Tatsache, dass es sich um keine genuin Darmstädter Neuproduktion handelt. Es ist eine starke Überarbeitung einer bereits 2009 in der Staatsoper Unter den Linden und dann 2011 am Nationaltheater Weimar bzw. ab 2014 im Schillertheater Berlin aufgeführten Inszenierung des heutigen Darmstädter Intendanten. Nichtsdestotrotz ein interessanter Abend. Von Ljerka Oreskovic Herrmann

Faust von Charles Gounod, weitere Vorstellungen am Staatstheater Darmstadt: 18.2.2017, 10.3.2017, 14.4.2017, 4.5.2017, 12.5.2017, 19.5.2017, 6.6.2017, 24.6.2017

 

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Wiederaufnahme FLASHDANCE, 04.02.2017

Februar 1, 2017  
Veröffentlicht unter Musical, Pressemeldung, Staatstheater Darmstadt

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Staatstheater Darmstadt / Flashdance -Nadja Scheiwiller © Michael Hudler

Staatstheater Darmstadt / Flashdance -Nadja Scheiwiller © Michael Hudler

 FLASHDANCE
Buch Tom Hedley und Robert Cary, Musik Robbie Roth

Wiederaufnahme am Samstag, 04. Februar 2017, 19.30 Uhr | Großes Haus
Weitere Vorstellungen am 10., 11. und 17. Februar, 03., 22. und 31. März, 07. April

In der vergangenen Spielzeit feierte FLASHDANCE Premiere und wurde mehr als zwanzig Mal im ausverkauften Großen Hauses gezeigt. Am Samstag, 04. Februar kommt die Produktion als Wiederaufnahme zurück ins Staatstheater Darmstadt. 1983 kam der Film in die Kinos und prägte eine Generation. Mit einer ähnlich aufgebauten Story wie „Pretty Woman“ und vielen Hits aus den Achtzigern ist FLASHDANCE Kult geworden: Alex ist Stahlarbeiterin – und will tanzen. Ihr Vorgesetzter Nick, der Erbe des Stahlwerks, ist in sie verliebt. So steht Alex zwischen Nick und ihrem Traum.

Die Hits der Achtziger Jahre aus dem Musical gingen unglaubliche 20 Millionen Mal über die Ladentheke. Der Film gewann unter anderem einen Oscar, den Golden Globe und den Emmy Award. Die Uraufführung des Musicals 2008 in Plymouth wurde umjubelt. Und die Premiere des Staatstheaters Darmstadt feierte mit stehenden Ovationen.

Mit Julia Waldmayer, Thomas Hohler, Ira Theofanidis, Tamara Wörner, Anne-Mette Riis, Michael Heller, Andreas Kindschuh, Tim Al-Windawe, Sonja Herrmann, KS Katrin Gerstenberger, Elisabeth Hornung, Thomas Mehnert, Claus Opitz, Mario Krichbaum, Linda Schmid, Claudia Artner, Marc Baumann, Johannes Brüssau, Giulia Fabris, Nathalie Parsa, Bettina Schawarz, Linda Schmid, Victoria Spindler, Florian Weigel, Miyu Fukagawa, Juan Bockamp, Alexandre Demont

Musikalische Leitung Michael Nündel
Regie und Choreografie Götz Hellriegel
Bühne und Kostüme Dietlind Konold
Dramaturgie Carla Neppl

Pressemeldung Staatstheater Darmstadt

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Premiere FAUST von Charles Gounod, 28.01.2017

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 FAUST von Charles Gounod

 Libretto von Jules Barbier und Michel Carré

Premiere: Am Samstag, 28. Januar feiert Gounods Oper FAUST in der Regie von Karsten Wiegand Premiere im Staatstheater Darmstadt,  

Der alte Doktor Faust ist mit seinem Latein am Ende. Er verzweifelt über die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis und sehnt sich nach dem von ihm nie gelebten Leben. Eifersüchtig auf die Jugend anderer schließt er einen Blutsvertrag mit dem Teufel persönlich, der ihm dafür seine Jugend mit Kraft und Leidenschaft wiederschenkt. Ein unbezähmbarer Erkenntnis- und Erlebnishunger entlädt sich im Verjüngten, vom Teufel angestiftet, schwängert er die unschuldige Marguerite und verlässt sie und das Kind. Als er die zum Tode Verurteilte besucht, zieht sie den Tod der Flucht mit dem Teufel vor.

Karsten Wiegands Inszenierung, die ursprünglich für die Berliner Staatsoper entstand und nun nach Darmstadt kommt, kombiniert groß angelegte dramatische Szenen mit rührenden intimen Begegnungen und effektvollen Chorszenen.

Mit Philippe Do, Andreas Wagner, Adam Palka, David Pichlmaier, Oleksandr Prytolyuk, Katharina Persicke, Larissa Krokhina, Jana Baumeister, Anja Bildstein, Ingrid Katzengruber

Musikalische Leitung Michael Nündel, Regie Karsten Wiegand, Bühne Bärbl Hohmann, Kostüme Ilse Welter, Choreografie Otto Pichler, Dramaturgie Mark Schachtsiek

Premiere am 28. Januar, 19.30 Uhr | Großes Haus, Vorstellungen auch am 08. und 18. Februar 2017| Großes Haus / PMStthDa

 

 

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