Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Spielplan für junges Publikum, Januar – März 2017

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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

Staatstheater Darmstadt © IOCO

FÜR JUNGES PUBLIKUM
JANUAR BIS MÄRZ 2017

PREMIEREN Schauspiel ALICE!
Uraufführung | Schauspiel mit Musik von Sigrun Fritsch und Robin Haefs Eine Jugendliche irrt durch eine Traumwelt, in der alle Regeln der Logik und alle Konventionen außer Kraft gesetzt zu sein scheinen. Mit Rap, Hip Hop, Tanz und Schauspiel werden Lewis Carrolls Klassiker „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ neu interpretiert.
Altersempfehlung: ab 15 Jahren
In Zusammenarbeit mit der Theaterwerkstatt für Jugendliche
Premiere am 26. Januar | Kammerspiele
Vorstellungen am 28. Januar, 07., 16., 17. und 23. Februar, 02., 10. und 24. März


Oper DIE KLEINE ENTFÜHRUNG
Singspiel in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart „Die Entführung aus dem Serail“ in einer Fassung für Kinder Bassa Selim hat Konstanze entführt und hält sie im Serail, seinem herrschaftlichen Palast, gefangen. Belmonte, Konstanzes Verlobter, ist gekommen um Konstanze zu retten – genauer: sie zurück zu entführen. Dafür muss er an Osmin vorbei, der den Eingang zum Serail bewacht und niemanden hereinlässt. Zum Glück wissen Blonde und Pedrillo Abhilfe. Allerdings muss Belmonte so manche Hürden bewältigen und sich Abenteuern stellen, bis er zu Konstanze vordringt. Doch dann erwischt sie Bassa Selim.
In dem Pilotprojekt mit dem Theaterjugendorchester spielen erstmals auch Jugendliche im
Orchester, angeleitet von Musikerinnen und Musikern des Staatsorchesters Darmstadt und der Akademie für Tonkunst Darmstadt.
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Musikalische Leitung Michael Nündel
Regie Sebastian Gühne
Premiere am 19. März | Kammerspiele
Vorstellungen am 22. Und 26. März


KONZERTE 2. TEDDYBÄRENKONZERT (AUSVERKAUFT)
Peter und der Wolf
Sinfonisches Märchen für Kinder von Sergej Prokofjew
Peter lebt mit seinem Großvater und seinen Tieren am Rande des Waldes. Opa ermahnt ihn immer, das Gartentor zu schließen, aber eines Tages vergisst er es. Sorglos spielt er draußen mit seiner Katze, seinem Vogel und seiner Ente. Da kommt der Wolf aus dem Wald und entdeckt das offene Tor!
Altersempfehlung: 3 bis 6 Jahre
Das Staatsorchester Darmstadt
Sprecher Florian Federl
Dirigentin Ines Kaun
Konzert am 12. und 14. Januar | Foyer Großes Haus

3. MINIKONZERT
Eine Stunde mit Klassik und den Kleinen: Musik hören im Foyer in kinderfreundlicher Atmosphäre für Eltern und ihre kleinen Kinder, die zum ersten Mal ein Konzert besuchen.
Altersempfehlung: bis 3 Jahre
Reed’n String Duo Heidrun Finke (Oboe), Dieter Kociemba (Gitarrre)
Moderation Franziska Domes
Konzert am 15. und 18. Februar | Foyer Großes Haus


FAMILIEN- UND SCHULKONZERT: PIRATEN
Ein Konzert für große und kleine Seeräuber
Sie tragen Augenklappen, haben immer einen Säbel oder Dolch dabei, segeln über die sieben Weltmeere und kapern andere Schiffe, um Gold und Schätze zu rauben. Sie sind die starken und mutigen Räuber der Meere: Piraten!
Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
Das Staatsorchester Darmstadt
Moderation Christian Schruff
Dirigent Michael Nündel
Konzert am 12. und 13. Februar | Kleines Haus


FAMILIEN- UND SCHULKONZERT: DIE MUSINAUTEN 2
Töne erkunden? Klänge entdecken? Geräusche untersuchen? Im Weltraum der Musik gibt es noch viel zu erforschen. Das Familien- und Schulkonzert lädt zu einer musikalischen Entdeckungsreise ein. Die Zuhörerinnen und Zuhörer sind die „Musinauten“, also die Klangforscher. Ziel ist eine Reise zum Mittelpunkt der Erde.
Altersempfehlung: 6 bis 10 Jahre
Das Staatsorchester Darmstadt
Moderation Christian Schruff
Dirigent Michael Nündel
Konzert am 12. und 13. März | Kleines Haus


IM SPIELPLAN: BALLETT
FARBENSPIELE
Interaktives Tanz- und Zirkusstück für Kinder
Kinder erfahren ihre Umwelt spielend. All ihre Sinne aktivieren sie, um sich selbst und ihre
Umgebung kennenzulernen. „Farbenspiele“ steckt voller unerwarteter bunter Erlebnisse, die das junge Publikum dazu motivieren, mitzuwirken, den Bühnenraum zu erforschen und
gemeinsam mit der Tänzerin durch Klänge und Farbe auf Entdeckungsreise zu gehen. Altersempfehlung: 0 bis 3 Jahre
Vorstellungen am 17., 20. und 21. Januar, 09., 10., 11. und 12. März | Ballettsaal (Treffpunkt Foyer Kammerspiele)


IM SPIELPLAN SCHAUSPIEL: SCHAUSPIEL
PETER PAN
Von James Matthew Barrie
Seit mehr als einem Jahrhundert werden Kinder mit dem Klassiker groß, überall kennt man den Jungen, der nicht erwachsen werden will und im Nimmerland eine märchenhafte
Existenz führt: Peter Pan. Genau dorthin fliegt er mit Wendy, der Tochter der Familie
Darling, und will endlich die Frage klären: „Käpt’n Hook oder ich?“.
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Vorstellungen am 10., 11., 13., 22. und 28. Januar, 05. und 12. Februar | Kleines Haus

Pressemeldung Staatstheater Darmstadt

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Tosca – Eine Divia ist eine Diva ist.., IOCO Kritik, 20.12.2016

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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt / Tosca - Ensemble und Chor © Stephan Ernst

Staatstheater Darmstadt / Tosca – Ensemble und Chor © Stephan Ernst

EINE DIVA IST EINE DIVA IST EINE DIVA
 Tosca von Giacomo Puccini

Von L. Oserovic Herrmann

 Tosca, Premiere  am 3.12.2016, weitere Vorstellungen am 30.12.2016, 12.1.2017, 7.2.2017, 12.2.2017, 25.2.2017, 8.3.2017, 1.4.2017

Das Staatstheater Darmstadt kann auf zwei gelungene Ereignisse zurückblicken: Jana Baumeister, junges Ensemblemitglied, hat beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin den Ersten Preis gewonnen, und es darf bereits verraten werden, die Premiere der Tosca war ein voller Erfolg.

Staatstheater Darmstadt / Tosca - Matula, Morrisson, Spadaccini, Kinderchor © Stephan Ernst

Staatstheater Darmstadt / Tosca – Matula, Morrisson, Spadaccini, Kinderchor © Stephan Ernst

Zurecht, denn Eva-Maria Höckmayr hat uns eine kluge und stringente Inszenierung dieses schon allzu bekannten Stoffes präsentiert. Doch beginnen wir mit dem Anfang. Das Publikum strömt noch zu den Sitzplätzen, da ist die Bühne einsehbar und natürlich suggeriert das Bild sofort die Kirche, in der die Oper spielt. Aber wir sehen auch eine Frau in weißem, blutverschmierten Kleid und einen toten Mann am Boden – das Ende sozusagen. Immer wieder umkreist sie diesen, parallel dazu verschiebt sich das Bühnenbild mit seinen verschiedenen Prospekten, die Musik setzt ein und das Geschehen beginnt mit dem lebendigen Mario Cavaradossi. Diese Frau – Flora Tosca– ist eine veritable Diva, groß ihre Gefühle, groß ihre Ansprüche, groß ihre Sehnsucht, die einzige Frau im Leben ihres Geliebten zu sein. Sie ist – für ihre Mitspieler nicht sichtbar – immer auf der Bühne, die wie für sie gemacht ist, ihrer Bühne. Vorhänge – ob als Prospekt oder echter Vorhang – werden hinuntergelassen und wieder hochgezogen, teilen den Raum, schaffen Versteckräume und damit auch den Ort für Misstrauen, Eifersucht und Zwietracht, treiben neben der Musik das Geschehen voran. Flora verfängt sich immer mehr in ihren eigenen „geistigen Räumen“, Baron Scarpia weiß dies geschickt zu nutzen.

Staatstheater Darmstadt /  Tosca - Izabela Matula, Mickael Spadaccini © Stephan Ernst

Staatstheater Darmstadt / Tosca – Izabela Matula, Mickael Spadaccini © Stephan Ernst

Der zweite Akt – hervorragendes Bühnenbild und Kostüme von Julia Rösler – ist ganz in schwarz getaucht. Nur ein langer, mit weißer Tischdecke umhüllter und gedeckter Tisch befindet sich im Hintergrund auf der Bühne. Es ist ein schönes Bild und scheinbar Intimität andeutend, wir aber wissen, dass es bei Flora und Scarpia keine Nähe geben kann. So wird diese Intimität durch die vier Mal sich drehende Bühne gebrochen, auch sie treibt die Handlung weiter an, wenn der Tisch vorne stehen bleibt. Es ist als ob die drehende Bühne gleich einer Schlinge um Floras Hals sich immer enger windet, bis sie am Ende ausweglos – ganz die Theaterdiva – zum Messer greift und Scarpia tötet. Zuvor hat sie ihm das Versprechen – so glaubt sie – abgerungen, Cavaradossi zu schonen. Der letzte Akt zeigt den hingerichteten Cavaradossi, so wie wir ihn schon zwei Stunden vorher gesehen haben. Die Diva – vollends allein und verzweifelt, was Kunst, was Leben ist – verschwindet im Schnürboden. Von den Seiten strömen Menschen – Mitarbeiter des Theaters – in heutiger Kleidung auf die Bühne und schauen verwundert der nach oben entschwundenen Künstlerin nach.

All dies unterstreicht das souverän von Will Humburg dirigierte Orchester des Staatstheaters Darmstadt in eindrücklicher Weise. Das Orchester ist nie zu laut oder allzu pathetisch, schwelgt nicht in der satten Musik. Musik und Regie gehen eine wunderbare Einheit ein, die das Theatralische an der Tosca hervorhebt ohne es zu übertreiben oder gar zu denunzieren. Flora Tosca, hervorragend verkörpert von Izabela Matula, und Baron Scarpia, stimmlich und darstellerisch überzeugend Krzysztof Szumanski, sind ebenbürtige Partner, Mickael Spadaccini gewinnt zunehmend an größerer Kontur und Präsenz als Mario Cavaradossi. Vervollständig wird das Ensemble mit David Pichlmaier (der Mesner, ein Schließer), Minseok Kim (Spoletta), Oleksandr Prytolyuk (Sciarrone) und Peter Morrisson (Ein Hirt), die ebenfalls spiel- und sangesfreudig sind. Und der gut einstudierte Chor unter der Leitung von Thomas Eitler-de Lint rundet den guten Gesamteindruck ab. Großer Applaus.

 Tosca  am Staatstheater Darmstadt: Weitere Vorstellungen am 30.12.2016, 12.1.2017, 7.2.2017, 12.2.2017, 25.2.2017, 8.3.2017, 1.4.2017

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Sopranistin Jana Baumeister ausgezeichnet, IOCO Aktuell, 30.11.2016

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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

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Jana Baumeister gewinnt Bundeswettbewerb Gesang

Staatstheater Darmstadt gratuliert Ensemblemitglied

Staatstheater Darmstadt / Jana Baumeister © Bjoern Hadem

Staatstheater Darmstadt / Jana Baumeister © Bjoern Hadem

Für Intendant Karsten Wiegand und sein Staatstheater gibt es Grund zur Freude: Die Sopranistin Jana Baumeister hat den diesjährigen Bundeswettbewerb Gesang gewonnen. Die 28-Jährige, die seit der Spielzeit 2014|2015 festes Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt ist, erhielt den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis und den Sonderpreis der Leipziger Bach-Stiftung für Konzertengagements, teilten die Veranstalter am Montag in Berlin mit. „Ich freue mich riesig und hatte jede Menge Spaß“, kommentiert Baumeister ihre Auszeichnung.

Beim Finalkonzert in der Berliner Staatsoper im Schiller Theater traten zwölf Teilnehmer an. Sie hatten sich unter 250 Sängerinnen und Sängern im Alter zwischen 22 und 30 Jahren qualifiziert. Der Bundeswettbewerb Gesang Berlin wurde in diesem Jahr zum 45. Mal ausgerichtet. Er findet jährlich abwechselnd in den Kategorien Oper/Operette/Konzert sowie Musical/Chanson statt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen heute renommierte Künstler wie Christine Schäfer, Mojca Erdmann und Thomas Quasthoff.

Jana Baumeister überzeugte die Jury in der Finalrunde mit einer Arie der Pamina aus der Zauberflöte.

Für die Spielzeit 2017|2018 ist eine Neuinszenierung der Zauberflöte am Staatstheater Darmstadt geplant, in der Jana Baumeister diese Partie übernehmen wird.  Derzeit ist Jana Baumeister am Staatstheater Darmstadt als Despina in Così fan tutte, als Gretel in Hänsel und Gretel und als Frasquita in Carmen zu sehen.

Die nächsten Vorstellungen mit Jana Baumeister: Così fan tutte am 02.12., 13.12., Hänsel und Gretel am 08.12.2016.  PMStthDa

 

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Premiere Tosca 03.12.2016

November 24, 2016  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Staatstheater Darmstadt

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Staatstheater Darmstadt © IOCO

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Premiere TOSCA

Oper von Giacomo Puccini
Am Samstag, 03. Dezember

TOSCA die letzte Opernpremiere im Jahr 2016 am Staatstheater Darmstadt  Es inszeniert Eva-Maria Höckmayr, die in der Spielzeit 2014|2015 den „Freischütz“ auf die Bühne des Großen Hauses brachte. Generalmusikdirektor Will Humburg hat die musikalische Leitung.

Eine Diva ist eine von schwierigen Lebensumständen gezeichnete Persönlichkeit, die einen steilen Aufstieg zum Ruhm erlebt, deren Wunden allein durch die Bewunderung des Publikums geheilt werden können – bis das Schicksal Rache für den kometenhaften Aufstieg nimmt. Eine solche Diva ist Floria Tosca, die Hauptfigur in Puccinis Oper.
In großer Armut und Schafe hütend wächst Floria Tosca auf, bis ihr, dank ihrer überirdisch schönen Stimme, der Papst persönlich erlaubt, Opernsängerin zu werden. Lebensbejahend tritt sie auf den großen Bühnen und in prächtigen Palästen auf. Alles wäre perfekt, doch trotz ihres Ruhmes ist Tosca erfüllt von Unsicherheit und Misstrauen gegenüber ihrem Geliebten Mario Cavaradossi, der zu dieser Zeit einen politischen Flüchling versteckt. Der manipulative Scarpia, Chef der Geheimpolizei, bringt Tosca dazu, Mario und dessen Schützling zu verraten. Erfüllt von Schuldgefühlen springt sie von der Terrasse der Engelsburg in den Tod.

In drei Akten will die Darmstädter Inszenierung von Eva-Maria Höckmayr der narzisstischen Selbstgefährdung, die auf der Bühne Toscas Stärke und im Leben ihre größte Schwäche ist, nachspüren. Sie zeigt uns eine Tosca nach dem Auftritt, die Kunst und Leben nicht mehr unterscheiden kann und erst ergründen muss, was geschehen ist, wie es dazu kommen konnte und welche Verantwortung sie für die Toten trägt, die ihr permanent erscheinen.

Mit Izabela Matula, Mickael Spadaccini, Krzysztof Szumanski, Nicolas Legoux, David Pichlmaier / Thomas Mehnert, Minseok Kim, Wiktor Czerniawski / Oleksandr Prytolyuk

Musikalische Leitung Will Humburg
Regie Eva-Maria Höckmayr
Bühne und Kostüme Julia Rösler
Dramaturgie Mark Schachtsiek
Einstudierung Chor Thomas Eitler-de Lint
Einstudierung Kinderchor Elena Beer

Premiere am Samstag, 03 Dezember, 19.30 Uhr | mit Auftakt um 19.10 Uhr | Großes Haus

Weitere Vorstellungen 17. und 30. Dezember;
weitere Termine unter www.staatstheater-darmstadt.de

Pressemeldung Staatstheater Darmstadt

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