Coburg, Landestheater Coburg, Premiere: NORMA, 19.09.2015

September 17, 2015  
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Landestheater Coburg

Landestheater Coburg  © Andrea Kremper

Landestheater Coburg © Andrea Kremper

Premiere: NORMA

Oper von Vincenzo Bellini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Samstag, 19. September 2015, 19.30 Uhr, Großes Haus

Eine Spitzenpolitikerin zeigt sich selbst wegen Landesverrats in Tateinheit mit Ehebruch an und verbrennt sich danach öffentlich: Diese Geschichte wäre selbst in heutiger Zeit eine Spur zu gewagt. Dass Vincenzo Bellini und Felice Romani die tragische Geschichte ihrer Opernheldin „Norma“ im von Römern besetzten Gallien im Jahr 50 v. Chr. spielen ließen, verwundert da nicht: Schließlich war 1831 in Mailand die Zensurbehörde allgegenwärtig. Selbst Giuseppe Verdi musste seine „La Traviata“ 20 Jahre später noch im frühen Rokoko spielen lassen, damit sich das Publikum sagen konnte: „ Ja, die verrückten Vorfahren, das kann uns ja nicht passieren.“

Da sich Oper aber durch Ohr und Herz in den Verstand einschleicht, kommt die Erkenntnis etwas später, dafür umso kräftiger: Es hat sehr wohl etwas mit uns zu tun, was da als tragische Liebesgeschichte aus längst vergangener Zeit daher kommt. Nämlich mit dem zeitlosen Gefühl für Gerechtigkeit und dem Schmerz, den Menschen spüren, wenn sie aneinander vorbeilieben und doch loyal bleiben möchten.

Bellini und Romani verpacken diese psychologische Studie meisterhaft. Die berühmte Arie „Casta Diva“ (Keusche Göttin) gerät dabei zur bewegenden Innenschau Normas, die sich Frieden und Harmonie wünscht, wo Krieg und Zerwürfnis herrschen. Als Druidin ist Norma ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, sie ist Priesterin und Ratgeberin – und dennoch so ratlos, dass sie nur den Tod als Ausweg erkennt.

Regisseurin Konstanze Lauterbach setzt Bellinis Oper für das Landestheater Coburg in Szene. Für die renommierte Regisseurin, die unter anderem für Häuser wie das Burgtheater Wien, das Deutsche Theater Berlin oder die Berliner Volksbühne arbeitete, ist es die dritte Inszenierung am Coburger Haus: In der Saison 2012/2013 brachte sie hier Tschaikowskys „Eugen Onegin“ auf die Bühne, eine Spielzeit später Horváths „Zur schönen Aussicht“.

Musikalische Leitung Roland Kluttig Inszenierung Konstanze Lauterbach Bühnenbild Karen Simon Kostüme Konstanze Lauterbach Dramaturgie Renate Liedtke

BESETZUNG:
Pollione, der römische Prokonsul in Gallien: Milen Bozhkov/José Manuel*
Oroveso, Oberhaupt der Druiden: Michael Lion/Felix Rathgeber*
Norma, Druidin und Orovesos Tochter: Celeste Siciliano
Adalgisa, Novizin im Tempel der Irminsul: Ana Cvetkovic-Stojnic/Kora Pavelic*
Clotilde, Normas Vertraute: Heidi Peters
Flavio, Freund Polliones: David Zimmer
Chor des Landestheaters
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg
*Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge

Weitere Vorstellungen:
Donnerstag, 24. September 2015, 19.30
Sonntag, 27. September 2015, 18.00
Mittwoch, 30. September 2015, 19.30
Donnerstag, 8. Oktober 2015, 19.30
Freitag, 16. Oktober 2015, 19.30
Freitag, 6. November 2015, 19.30
Dienstag, 17. November 2015, 19.30
Freitag, 20. November 2015, 19.30
Mittwoch, 2. Dezember 2015, 19.30
Sonntag, 6. Dezember 2015, 19.30
Dienstag, 5. Januar 2016, 19.30

Pressemeldung Landestheater Coburg

Coburg, Landestheater Coburg, Premiere SALOME, 07.02.2015

Januar 29, 2015  
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Landestheater Coburg

Premiere 7.2.2015:  SALOME von Richard Strauss

Premiere 07.02.2015, weitere Vorstellungen: 13.2.2015; 20.02.2015; 26.02.2015; 14.03.2015; 24.03.2015; 5.04.2015; 15.04.2015; 7.05.2015; 20.05.2015

Es war ein sensationelles Ereignis für die Coburger: 1907 gastierte das Nürnberger Stadttheater mit komplettem Ensemble, dem gesamten technischen Personal und in der Nürnberger Originalausstattung mit Richard Strauss´ Salome im Coburger Hoftheater. Um dem Orchester Platz zu schaffen, hatte man sogar die ersten drei Reihen aus dem Parkett entfernt.

Landestheater Coburg / Fordert den Kopf des Jochanaan: Salome (Ute Döring) © Andrea Kremper

Landestheater Coburg / Fordert den Kopf des Jochanaan: Salome (Ute Döring) © Andrea Kremper

Dabei war die 1905 in Dresden uraufgeführte Oper ein Schocker, und es gehörte nicht wenig Mut dazu, den Opern-Einakter dem Publikum der Vestestadt zu präsentieren. Schon der Text war anrüchig, basierte er doch auf der Bühnendichtung des nach Skandalprozess und Zuchthaushaft gestorbenen Oscar Wilde. Kaiser Wilhelm II. orakelte zwar, dass Strauss sich vom Schaden der Salome nie erholen werde, doch da irrte er. Strauss hatte einen untrüglichen Sinn für erfolgsträchtige Stoffe. Dieses Stücke „schreie nach Musik“, ließ er verlauten, nachdem er 1902 eine Aufführung des Wilde`schen Schauspiels in Berlin in Max Reinhardts Kleinem Theater besucht hatte.

Strauss` Musik vertieft den Text von Oscar Wilde als ein Porträt über Macht und Eros, Sinnesrausch und Askese, Einsamkeit und Fanatismus. Am Hofe des Tetrarchen Herodes wird gefeiert, eine rauschhafte Orgie, bei der die Blicke immer wieder auf die Prinzessin Salome fallen. Doch Salome sind die begehrlichen Blicke ihres Stiefvaters ebenso zuwider wie die Pseudokonversation der Mächtigen des Hofes. Sie langweilt sich. Einzig der Prophet Jochanaan, der den Sittenverfall des Hofes öffentlich anprangert und deshalb eingekerkert wurde, erregt ihr Interesse. Doch der lehnt sie derb ab. Salomes Verlangen, den Propheten zu berühren, zu küssen, steigert sich zur Besessenheit. Und so fordert sie den Kopf des Jochanaan …

Der schwedische Regisseur Tobias Theorell, der für die Coburger Bühne in der Saison 2011/2012 bereits Webers Freischütz inszenierte, zeichnet in seiner Inszenierung das Psychogramm einer durch und durch dekadenten Gesellschaft, in der für echte Gefühle kein Platz ist, erst recht nicht für Liebe. Theorell legt den Fokus auf die Beziehungen zwischen den Figuren, beleuchtet ihre emotionalen Defizite, die die Beteiligten unausweichlich in die Katastrophe führen.

Musikalische Leitung Roland Kluttig/Adrian Müller, Inszenierung Tobias Theorell
Bühnenbild und Kostüme Alejandro Tarragüel de Rubio, Dramaturgie Renate Liedtke

BESETZUNG:
Herodes, Tetrarch von Judäa: Christian Franz/Karsten Münster
Herodias, seine Gattin: Gabriela Künzler, Salome, Tochter von Herodias: Ute Döring
Jochanaan, ein Prophet: Thomas de Vries, Narraboth, Hauptmann: José Manuel/David Zimmer
Ein Page Herodias/ Ein Sklave: Kora Pavelic
Erster Jude: Dirk Mestmacher, Zweiter Jude: Jan Korab
Dritter Jude: Sascha Mai, Vierter Jude: David Zimmer
Fünfter Jude/ Erster Soldat: Michael Lion
Erster Nazarener/ Zweiter Soldat: Tapani Plathan
Zweiter Nazarener Jirí Rajnis, Ein Coppadocier: Thomas Unger
Philharmonisches Orchester des Landestheater Coburg

Premiere Samstag, 7. Februar 2015, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen:
Freitag, 13. Februar 2015, 19.30, Freitag, 20. Februar 2015, 19.30
Donnerstag, 26. Februar 2015, 19.30, Samstag, 14. März 2015, 19.30
Dienstag, 24. März 2015, 19.30, Sonntag, 5. April 2015, 18.00
Mittwoch, 15. April 2015, 19.30, Dienstag, 7. Mai 2015, 19.30
Mittwoch, 20. Mai 2015, 19.30

Premiere 7.02.2015, weitere Vorstellungen: 13.2.2015; 20.02.2015; 26.02.2015; 14.03.2015; 24.03.2015; 5.04.2015; 15.04.2015; 7.05.2015; 20.05.2015

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Pressemeldung Landestheater Coburg

Coburg, Landestheater Coburg, Premiere HÄNSEL UND GRETEL, 06.12.2014

Dezember 2, 2014  
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Landestheater Coburg

Premiere  6. Dezember 2014:

HÄNSEL UND GRETEL von Engelbert Humperdinck

Als Engelbert Humperdinck das Grimm´sche Märchen von Hänsel und Gretel vertonte, hatte er keineswegs eine große Oper im Sinn: Ein Liederspiel zur musikalischen Umrahmung eines schönen Familienabends sollte es werden. Doch Humperdincks Schwester Adelheid hörte in der Hausmusik schon das große Meisterwerk. Der Eifer der Schwester steckte an, und so arbeitete der Komponist Hänsel und Gretel zunächst zum Singspiel, wenige Jahre später dann zur abendfüllenden Oper um. Die Märchenoper wurde im Dezember 1893 am Hoftheater in Weimar unter Leitung von Richard Strauss uraufgeführt, und trat bald darauf ihren Siegeszug über die nationalen wie internationalen Bühnen an.

Auch über 100 Jahre später freuen wir uns an unvergänglichen Melodien wie „Brüderchen, komm tanz mit mir“, „Ein Männlein steht im Walde“ oder dem „Abendsegen“, der die gesamte Märchenoper leitmotivisch durchzieht. Für viele Kinder war und ist Hänsel und Gretel das erste musikalische Theatererlebnis, die erste Begegnung mit der Welt der Oper.

Pünktlich zur Weihnachtszeit stellt sich nun auch am Landestheater Coburg die Frage: „Knusper, knusper Knäuschen, wer knuspert mir am Häuschen?“ In Szene gesetzt wird die Märchenoper von Jean Renshaw (Inszenierung) und Christof Cremer (Bühnenbild und Kostüme). Beide begeisterten das Coburger Publikum zuletzt mit ihrer temporeichen Inszenierung von Donizettis Liebestrank.

Landestheater Coburg / Hänsel und Gretel - Anna Gütter (Gretel) in Vorfreude auf die zu erwartenden Hexenhaus-Leckereien zeigen © Andrea Kremper

Landestheater Coburg / Hänsel und Gretel – Anna Gütter (Gretel) in Vorfreude auf die zu erwartenden Hexenhaus-Leckereien zeigen © Andrea Kremper

Musikalische Leitung Anna-Sophie Brüning, Inszenierung Jean Renshaw
Bühnenbild und Kostüme Christof Cremer, Dramaturgie Renate Liedtke
Einstudierung Kinderchor Daniela Pfaff-Lapins

BESETZUNG:
Peter, Besenbinder: Jirí Rajnis/Thomas de Vries, Gertrud, sein Weib: Gabriela Künzler
Hänsel: Kora Pavelic, Gretel: Ana Cvetkovic-Stojnic/Anna Gütter
Die Knusperhexe: Dirk Mestmacher, Sandmännchen: Emily Lorini
Taumännchen: Luise Hecht
Philharmonisches Orchester des Landestheater Coburg

Weitere Vorstellungstermine:
Donnerstag, 11. Dezember 2014, 19.30, Freitag, 12. Dezember 2014, 19.30
Freitag, 19. Dezember 2014, 19.30, Dienstag, 23. Dezember 2014, 19.30
Donnerstag, 25. Dezember 2014, 18.00, Samstag, 3. Januar 2015, 19.30
Samstag, 10. Januar 2015, 19.30, Mittwoch, 14. Januar 2015, 19.30
Donnerstag, 22. Januar 2015, 19.30, Sonntag, 25. Januar 2015, 15.00
Mittwoch, 11. Februar 2015, 19.30

Pressemeldung Landestheater Coburg

Coburg, Landestheater Coburg, Premiere KING ARTHUR, 27.09.2014

September 25, 2014  
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Landestheater Coburg

Premiere:  KING ARTHUR von John Dryden und Henry Purcell; Spartenübergreifende Produktion von Oper, Ballett und Schauspiel

Kein Zweifel: Ohne die sagenumwobene Gestalt König Artus` wären Film, Literatur und auch das Theater um einige spannende und fantasievolle Geschichten ärmer. Als großes Spektakel zur Herrscherhuldigung schufen Dramatiker John Dryden und Komponist Henry Purcell ihre 1691 im Londoner Dorset Garden uraufgeführte Semi-Opera „King Arthur“: Sie würzten die Geschichte um die verfeindeten Könige Arthur und Oswald mit zahlreichen spektakulären Momenten – da irren Helden, unterstützt oder in die Irre geleitet von Geistern und Magiern, durch verwunschene Wälder und neblige Moore, da toben erbitterte Bühnenschlachten zwischen Briten und Sachsen, da kämpfen drei Männer um das einer Frau. Der pralle Bühnenzauber dieser Semi-Opera erwies sich im England der Barockzeit als absoluter Publikumsmagnet.

Wie also könnte man ein neues Theaterjahr besser beginnen als mit einem solchen Bühnenspektakel? In einer großen Gemeinschaftsproduktion von Schauspiel, Oper und Ballett kommt „King Arthur“ zur Spielzeiteröffnung auf die Große Bühne des Landestheaters Coburg – ein gewaltiger logistischer Kraftakt für das Haus. „Mit unseren Kostümwünschen beispielsweise haben wir die Kostümabteilungen an den Rand der Verzweiflung getrieben“, schmunzelt Schauspieldirektor Matthias Straub, der „King Arthur“ für die Coburger Bühne in Szene setzt und ein „Feuerwerk der starken Bilder“ verspricht. Prachtvoll-aufwändige Kostüme sorgen für visuelles Vergnügen, untermalt von majestätisch-barocken Klängen aus dem Orchestergraben – und auch die Komik kommt nicht zu kurz, trotz allen monumentalen Schlachtengetümmels …

Außerdem gibt es für das Coburger Publikum bei der ersten großen Premiere des Theaterjahres etliche neue Gesichter auf der Bühne zu entdecken: Harald Schröpfer als Merlin, Oliver Baesler als Aurelius, Ingo Paulick als Albanact, Anne Rieckhof als Emmeline, und als neue Ensemblemitglieder des Musiktheaters stellen sich Ana Cvetkovic-Stojnic, Kora Pavelic, José Manuel, JiRí Rajnis und Tapani Plathan vor.

Musikalische Leitung Lorenzo Da Rio
Inszenierung Matthias Straub
Bühnenbild und Kostüme Gabriele Wasmuth
Choreografie Tara Yipp
Kampfchoreografie Jochen Schmidtke, Jean-Loup Fourure
Dramaturgie Renate Liedtke
Choreinstudierung Lorenzo Da Rio

BESETZUNG:
Arthur, König der Briten: Frederik Leberle, Merlin, ein Zauberer: Harald Schröpfer
Aurelius, Arthurs Freund: Oliver Baesler, Albanact: Ingo Paulick
Emmeline: Anne Rieckhof, 3 Matildas, Emmelines Dienerinnen: Eriko Ampuku, Chih-Lin Chan,
Emily Downs, Oswald, König von Kent, Sachse: Nils Liebscher
Osmond, ein sächsischer Zauberer: Thorsten Köhler
Grimbald, ein Erdgeist: Vincent Wojdacki
Philidel, ein Luftgeist: Sandrina Nitschke
1. Luftgeist/She/Nereide/1. Schäferin/1. Sirene/Honour: Julia Klein
Cupido/2. Luftgeist/4. Priester/2. Schäferin/ 2. Sirene/Venus/Nymphe: Ana Cvetkovic-Stojnic
3. Luftgeist/3. Priester: Kora Pavelic, 4. Luftgeist/2. Priester/Ein Herold/Schäfer: José Manuel
5. Luftgeist/Grimbalds Geist/He/Aeolus/Comus: JiRí Rajnis
1. Priester/Cold Genius/Pan: Tapani Plathan
Chor des Landestheaters Coburg
Ballett Coburg
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg

Premiere Samstag, 27. September 2014; Weitere Vorstellungstermine:
Freitag, 3. Oktober 2014, 19.30, Sonntag, 5. Oktober 2014, 15.00
Freitag, 10. Oktober 2014, 19.30, Samstag, 11. Oktober 2014, 19.30
Donnerstag, 16. Oktober 2014, 19.30, Sonntag, 19. Oktober 2014, 19.30
Donnerstag, 13. November 2014, 19.30, Mittwoch, 19. November 2014, 19.30
Freitag, 28. November 2014, 19.30, Dienstag, 2. Dezember 2014, 19.30
Mittwoch, 10. Dezember 2014, 19.30 – zum letzten Mal

Pressemeldung Landestheater Coburg

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