Coburg , Landestheater Coburg , Premiere DER FREISCHÜTZ, 21.04.2012

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Landestheater Coburg

Munteres Jagdleben, dämonische Mächte und unschuldige Liebe

„Der Freischütz“ feiert am Samstag, 21. April 2012 am Landestheater Coburg Premiere

Der tüchtige Jägerbursche Max liebt Agathe, die Tochter des Erbförsters Kuno. Doch bevor er Agathe zum Traualtar führen und die Erbförsterei übernehmen kann, muss er vor dem Landesherrn einen Probeschuss ablegen – so will es der Brauch. Um Max´ Treffsicherheit ist es im Moment allerdings nicht zum Besten bestellt. In seiner Angst vertraut er sich dem zwielichtigen Jägerburschen Kaspar an, der Max überredet, mit ihm um Mitternacht in der Wolfsschlucht Freikugeln zu gießen, die dem Schützen absolute Treffsicherheit verleihen. Was Max nicht weiß: Die siebte dieser Freikugeln darf der Teufel, der in Gestalt des Schwarzen Jägers Samiel in Erscheinung tritt, dorthin lenken, wo er will…

Mit dem „Freischütz“ schufen Carl Maria von Weber und sein Librettist Friedrich Kind den Prototyp der romantischen deutschen Volksoper. In der mystischen Atmosphäre des deutschen Waldes finden munteres Jagdleben, dämonische Mächte und unschuldige Liebe gleichermaßen ihren Platz. Max´ Arie „Durch die Wälder, durch die Auen“, das Lied der Brautjungfern „Wir winden dir den Jungfernkranz“ oder der Jägerchor „Was gleicht wohl auf Erden dem Jägervergnügen“ zählen auch heute noch zu den ewig jungen Ohrwürmern der Oper.

Für die Neuinszenierung von Webers Oper konnte der schwedische Regisseur Tobias Theorell gewonnen werden. Tobias Theorell absolvierte von 1992–1995 zunächst eine Schauspielausbildung an der Theaterhochschule in Malmö, später stand er in Stockholm in zahlreichen Rollen auf der Bühne. Ferner wirkte er in verschiedenen schwedischen Film- und Fernsehproduktionen mit. Im Stockholmer Kinder- und Jugendtheater gab er mit Calderóns „Das Leben ein Traum“ sein Regiedebüt, im Winter 2004 erarbeitete er mit Studenten der Theaterhochschule Malmö Wedekinds „Frühlings Erwachen“. Weitere Regiearbeiten am Dramatischen Theater Malmö, am Stadttheater Uppsala, am Norwegischen Theater in Oslo und am Stadttheater Stockholm folgten. Gemeinsam mit Generalmusikdirektor Roland Kluttig, der auch die musikalische Leitung des Coburger „Freischütz“ übernehmen wird, brachte Tobias Theorell an der Oper Stockholm „Peter Grimes“ von Benjamin Britten heraus.

Die Gestaltung des Bühnenbildes und der Kostüme wird von Herbert Murauer übernommen. Herbert Murauer absolvierte seine Ausbildung am Mozarteum in Salzburg und war anschließend unter anderem als Ausstattungsleiter am Staatstheater Stuttgart engagiert. Seit 1996 ist er freischaffend tätig. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur Christof Loy und führte ihn unter anderem an die Hamburgische Staatsoper, an die Oper Frankfurt oder an die Bayerische Staatsoper in München. Auch international ist Herbert Murauer gefragt: So arbeitete er am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Opera Göteborg und am Königlichen Opernhaus Kopenhagen. Auf der Liste der Werke, die er ausgestattet hat, stehen neben vielen anderen Massenets „Manon“, Donizettis „Lucia di Lammermoor“, Rossinis „L´italiana in Algeri“ oder Mozarts „Lucio Silla“.

„Der Freischütz“, Romantische Oper von Carl Maria von Weber
Premiere Samstag, 21. April 2012; 19.30 Uhr, Großes Haus
Weitere Vorstellungen: Mi, 25. April Fr, 27. April Mi, 2. Mai Do, 10. Mai So, 13. Mai (15.00  Uhr) Sa, 19. Mai Fr, 1. Juni Do, 7. Juni Di, 3. Juli

Musikalische Leitung GMD Roland Kluttig
Inszenierung Tobias Theorell
Bühnenbild und Kostüme Herbert Murauer

Mit
Benjamin Werth (Ottokar, böhmischer Fürst)
Karsten Schröter (Kuno, fürstlicher Erbförster)
Betsy Horne (Agathe, Tochter des Erbförsters)
Sofia Kallio/Marie Smolka (Ännchen, Agathes Cousine)
Michael Lion/Rainer Scheerer (Kaspar, erster Jägerbursche)
Roman Payer (Max, zweiter Jägerbursche)

Michael Lion/Rainer Scheerer (Ein Eremit/Samiel, der schwarze Jäger)
Karsten Münster (Kilian, ein reicher Bauer)
Chor und Extrachor des Landestheaters Coburg, Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg

Coburg , Landestheater Coburg , Premiere Ballett DRACULA, 31.03.2012

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Landestheater Coburg

PREMIERE DRACULA – LIEBE, TOD UND LEIDENSCHAFT

Samstag, 31. März 2012; 19.30 Uhr, Großes Haus

Ballett von Mark McClain.
Musik von Kurt Weil, Johann und Josef Strauß und Igor Strawinsky.
Nach dem Buch von Bram Stokers.

Jahrhunderte alt ist der Mythos um blutsaugende untote Geschöpfe, die tagsüber reglos gefangen in ihren Särgen liegen, um beim Einbruch der Nacht zum Leben zu erwachen, um sich auf die Jagd nach menschlichem Blut zu begeben. Der gewiss berühmteste Vertreter dieser Spezies ist der berüchtigte Graf Dracula, den Bram Stoker mit seinem 1897 verfassten Schauerroman zum „Leben“ erweckte und damit das Bild Draculas eindrücklich prägte. Eine Legende war geboren, und seither wurde die Geschichte des blutdurstigen Grafen immer wieder verfilmt und neu interpretiert – sei es als monströse Bestie, erotische Phantasie, oder auch als unglückliche, tragische Figur mit menschlichen Zügen und Sehnsüchten.

„Das Buch ist eine Sensation und wird außerordentliches Aufsehen erregen, da man in Deutschland über den Vampyrismus nur sehr wenig weiß. Für Schwachnervige ist es jedoch keine Lektüre, und selbst ein gleichgültiger Leser dürfte durch den die Nerven geradezu aufpeitschenden Inhalt des Buches aus dem Gleichgewicht gebracht werden…“ Mit diesen Worten wurde 1908 die deutsche Erstausgabe von Bram Stokers „Dracula“ angekündigt. Bram Stoker, dessen 100. Todestag am 12. April 2012 gedacht wird, war schon als Kind von allen mystischen Dingen fasziniert und studierte eingehend die Sagen und Geschichten um das unheilvolle Treiben der Vampire.

In London soll Stoker Mitglied einer okkulten Loge gewesen sein, durch die er die Bekanntschaft des Orient-Forschers Hermann Vámbéry machte, der Stoker die grausame Geschichte des walachischen Fürsten Vlad III. Draculea, der seine Feinde bei lebendigem Leibe pfählen ließ, erzählte und damit für der Erschaffung seiner Romanfigur entscheidend inspirierte. Schauplatz der Geschichte wurde dann jedoch Transsilvanien, ein Ort, den Stoker selbst jedoch nie bereist hat. Um die düster-bedrohliche Welt seines Romans zu schaffen, durchforstete er zahlreiche Bibliotheken und Archive, als Unterlagen dienten ihm Militärkarten, Vampirsagen und Reiseberichte. Dabei waren seine Recherchen so genau, dass selbst die Zugfahrpläne im Roman mit der Wirklichkeit übereinstimmten.

Mit „Dracula – Liebe, Tod und Leidenschaft“ bringt Mark McClain seine Lesart von Stokers Welterfolg als Ballett auf die Bühne. „Schwachnervigen“ Zuschauern kann jedoch wersichert werden: Es geht natürlich – der Titel verrät es – um große Emotionen! Neben Kurt Weills 2. Sinfonie und Igor Strawinskys „Sinfonie in drei Sätzen“ werden  insbesondere in den poetischen Augenblicke Raritäten von Johann und Josef Strauss vertanzt.

DRACULA – LIEBE, TOD UND LEIDENSCHAFT
Ballett von Mark McClain
Musik von Kurt Weil, Johann und Josef Strauß und Igor Strawinsky

Premiere Samstag, 31. März 2012 19.30 Uhr, Großes Haus
Soiree zur Premiere Dienstag, 27. März 2012 19.00 Uhr, Großes Haus

Musikalische Leitung Roland Kluttig/ Roland Fister
Choreografie Mark McClain
Ausstattung Andreas Becker

Mit:
Po-Sheng Yeh (Dracula)
Niko Ilias König (Jonathan Harker)
Eriko Ampuko (Mina)
Miki Nakamura (Lucy)
Takashi Yamamoto (Renfield)
Mariusz Czochrowski (Van Helsing)
Adrian Stock (Henker/ Dr. Seward)
Emily Downs (Vampirin)
Chih-Lin Chan (Vampirin)
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg

Weitere Vorstellungen:
Dienstag, 27. März 2012 (Soiree zur Premiere)
Donnerstag, 5. April 2012, Freitag, 13. April 2012, Dienstag, 17. April 2012, Freitag, 20. April 2012
Donnerstag, 3. Mai 2012, Mittwoch, 13. Juni 2012, Mittwoch, 11. Juli 2012

Coburg , Landestheater Coburg, Premiere WEST SIDE STORY, 10.03.2012

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Landestheater Coburg

Premiere
WEST SIDE STORY

Musik von Leonard Bernstein;
Gesangstexte von Stephen Sondheim;
nach einer Idee von Jerome Robbins;
Buch Arthur Laurents

Premiere Samstag, 10. März 2012 19.30 Uhr, Landestheater Coburg

Nach „I Capuleti e i Montecchi“ feiert nun mit Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“, die zweite unvergängliche Romeo und Julia-Adaption im Großen Haus des Landestheaters Coburg Premiere. Erzählt wird die Geschichte zweier Jugendlicher Gangs aus den New Yorker Slums, die um die Vorherrschaft in ihrem Stadtteil kämpfen. Als sich dann Tony, der ehemalige Anführer der „Jets“, in Maria, die einem Mitglied der „Sharks“ versprochen ist, verliebt, ist die Katastrophe unvermeidbar. Als die „West Side Story“ 1957 herauskam, klang sie noch viel jazziger, als sie heute oftmals aufgeführt wird. Zum Glück gibt es eine Originalaufnahme dieser ersten Produktion, die heute als Grundlage für eine Neueinstudierung nicht unwichtig ist; und an der sich zeitgenössische Inszenierungen auch wieder orientieren. Der progressive Jazz und die Macho-Mambos klangen damals etwas rauer, anders und trugen weniger Zuckerguss.

Bernstein, Robbins und Sondheim siedelten das Liebesdrama inmitten der Rassenkonflikte zwischen Weißen und Latinos an. Das legte nicht nur die Lunte an energiegeladene Tanznummern, sondern lieferte auch den Stoff, aus denen eigentlich die große Oper geschnitzt ist. Songs wie „Maria“ oder „Somewhere“ rühren uns wie Verdis Arien – womit wieder gefragt werden darf: Wie hören wir diese Musik heute? Sicher mit einem leisen Fingerschnippen und einem Tränchen im Auge. Das ist historisch wie menschlich nur allzu richtig.

Dasselbe Team, das schon das Musical „Evita“ erfolgreich inszenierte und ausstattete, zeichnet auch wieder für die Inszenierung der „West Side Story“ verantwortlich.

Die Regisseurin Pascale Chevroton schloss ihr Studium am Konservatorium in Besançon mit der Goldmedaille ab und absolvierte 1991 ihr Tanzdiplom an der Rheinischen Musikhochschule in Köln.

Sie nahm zudem Klavier-, Steptanz- und Gesangsunterricht und ließ sich in Akrobatik, Fechten, Comedia dell`Arte sowie der indischen Form des Theater, Kathakali, ausbilden. Außerdem schloss sie das Studium der Psychologie in Reims ab. Fest engagiert war Chevreton an den Theater in Nordhausen, Meiningen, Essen und Freiburg, zudem wirkte sie bei zahlreichen Produktionen und Festivals mit. Seit 1991 arbeitet Pascale Chevroton als Choreografin und Regisseurin.  Als Regisseurin inszenierte sie beispielsweise „Kuss der Spinnenfrau“ und „Jekyll & Hyde“ in Lübeck und die Bizet-Oper „Carmen“ in Pforzheim. In Coburg führte sie bereits bei „Evita“ Regie.

Für das Bühnenbild ist die gebürtige Osttirolerin Alexandra Burgstaller verantwortlich. Sie studierte in Klagenfurt und Wien. Ab 1999 war sie Assistentin von Roland Aeschlimann am Stadttheater Klagenfurt, an der Volksoper Wien und am Landestheater Niederösterreich. Seit 2001 arbeitet Alexandra Burgstaller als freie Bühnen- und Kostümbildnerin. Sie übernahm die Ausstattung u.a. beim Steirischen Herbst, am Opernhaus Graz und am Wiener Konzerthaus. Alexandra Burgstaller wurde zudem immer wieder zu Filmarbeiten mit u.a. Ruth Mader (Cannes-Nominierung für „Struggle“) und Virgil Widrich („Heller als der Mond“) sowie zahlreichen Projekten mit der Filmakademie Wien engagiert.

Die Kostümbildnerin Tanja Liebermann wurde 1978 geboren. Nach ihrem Modedesignstudium war sie 3 Jahre als Kostümassistentin tätig. Seit 2004 arbeitet sie als freischaffende Kostümbildnerin hauptsächlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie stattet nicht nur Schauspiel, Tanz und Musiktheater – u.a.  in Düsseldorf, Karlsruhe, St. Gallen und Bern – sondern auch Filmproduktionen, wie zuletzt einen Schweizer  Kinofilm, aus. Mit Pascale Chevroton verbinden sie viele gemeinsame Arbeiten für Musicals wie „Kuss der Spinnenfrau“ und „Jekyll & Hyde“  in Lübeck, „Cabaret“ in Pforzheim, „My Fair Lady“ und „Sweet Charity“ in Bern. In der Spielzeit 2011/2012 entwarf Tanja Liebermann die Kostüme für das Lloyd-Webber-Musical „Evita“.

WEST SIDE STORY

Musikalische Leitung Roland Fister
Inszenierung Pascale Chevroton
Bühnenbild Alexandra Burgstaller
Kostüme Tanja Liebermann
Choreografie Mark McClain
Dramaturgie Susanne von Tobien

Mit
Christian Alexander Müller/  Roman Payer* :Tony
Benjamin Werth: Riff
Vivian Frey: Action
Simon van Rensburg: Diesel
Jörn Ortmann: Baby John
Maximilian Widmann: A-Rab
Philipp Georgopoulos: Snowboy
Friederike Pasch:  Anybodys
Jana Kristina Lobreyer: Velma, Riffs Freundin
Torsten Ritz: Bernardo
Frederik Leberle:  Chino
Marcello Mejia-Mejia: Pepe
Po-Sheng Yeh: Shark Boys
Niko Ilias König:  Shark Boys
Adrian Stock: Shark Boys
Takashi Yamamoto :  Shark Boys
Mariusz Czochrowski:  Shark Boys
Ulrike Barz/ Marie Smolka*:   Maria
Ulrike Barz/ Rebecca Stahlhut*: Anita
Hayley Sugars/ Verena Usemann*: Rosalia
Vanessa Atuh/ Hayley Sugars*: Consuela
Anastasia Scheller: Teresita
Eriko Ampuko: Shark Girls
Chih-Lin Chan: Shark Girls
Emily Downs: Shark Girls
Miki Nakamura:  Shark Girls
Thomas Straus:  Doc
Helmut Jakobi:  Lieutnant Schrank
Boris Stark: Gladhand/ Officer Krupke

*Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge
 
 
Weitere Vorstellungen
Sonntag, 18. März 2012
Freitag, 23. März 2012
Samstag, 24. März 2012
Mittwoch, 4. April 2012
Sonntag, 8. April 2012
Sonntag, 22. April 2012
Donnerstag, 26. April 2012
 

Coburg, Landestheater Coburg, KATJA KABANOWA Premiere, 21.01.2012

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Landestheater Coburg

KATJA KABANOWA,  von Leoš Janá?ek;

Libretto nach Alexander Ostrowskijs “Das Gewitter”

Wenn in der Oper Gewitterwolken aufziehen, bedeutet das im Orchestergraben Arbeit für die Trommler, die den Wind peitschen lassenden Geiger und eine Etage höher auf der Bühne meist Drama pur. Wenn gegen Ende der Oper “Katja Kabanowa“, die zwischen 1919 und 1921 entstanden ist, nach langen, lähmenden russischen Sommertagen die ersten Tropfen fallen, meint man das Blut vom Kreuze rinnen zu hören – und die Revolution am Horizont aufmarschieren zu sehen. Katja, die Unterdrückte, die Zerrissene zwischen Liebe, Gehorsam und eigenen Ansprüchen, opfert sich für die Wahrheit und bringt doch kaum Erlösung, sondern Erschrecken und eine Fassungslosigkeit.
Allein daran mag man erkennen, wie vielschichtig und wie lebensnah diese Oper des Komponisten Leoš Janá?ek ist. Das Leben wollte der Künstler aus Mähren immer abbilden, seine Figuren zeichnete er mit der Genauigkeit eines Skalpells und schrieb Musik, an der sich die Seele feine Schnitte holt. Die großen Gefühlsausbrüche seiner Protagonisten aber haben heilende Wirkung und sind hoffnungsvolle Hymnen auf das Leben, auf unsere Schwächen und auf die Individualität. Erwarten Sie Onkel Wanja, Doktor Schiwago und Eugen Onegin an einem Abend? Hier werden Ihre Erwartungen übertroffen.
Gleich zwei Preisträger des Europäischen Opernregie-Preises konnte Bodo Busse, Intendant des Landestheaters Coburg, für die Neuinszenierung der Oper Katja Kabanowa gewinnen.
Mit Alessandro Talevi kommt ein ebenso junger wie prominenter Opernregisseur für die Neuinszenierung von “Katja Kabanowa” ans Landestheater Coburg. In London ist Talevi längst kein  unbekanntes Talent mehr: Ihm bescheinigte der Sunday Telegraph die ergreifendste Neuinszenierung der Britten-Oper “The Turn of the Screw” in den vergangenen Jahren. Der im südafrikanischen Johannesburg geborene Künstler wird aber nicht nur deshalb in London als eines der großen Regie-Talente gehandelt und arbeitet bereits an entsprechend hochkarätigen Häusern. Ob Kapstadt, Tel Aviv oder Leeds: die Opernhäuser, an die Alessandro Talevi eingeladen wird, werden immer größer und prominenter. 2007 erhielt der Regisseur für seine Konzeption der Oper “Rusalka” den Europäischen Opernregie-Preis in Wiesbaden, wo Coburgs Intendant Bodo Busse auf ihn aufmerksam wurde. 2008 fand sich Talevis Inszenierung von “Pelléas et Mélisande” am traditionsreichen Londoner Sadler’s Wells Theatre auf der Nominierten-Liste für den Royal Philharmonic Society Award wieder. Dass sich Coburg gerade im “Albert-Jahr” ein solches britisch geprägtes Talent für eine Operninszenierung  angeln konnte, darf als besonderer Glücksfall bezeichnet werden.
Annemarie Woods zählt zu den jungen britischen Bühnen-und Kostümbildnerinnen, in die große Hoffnungen gelegt werden. Nachdem die Britin 2001 das Studium an Wimbledon School of Art erfolgreich abgeschlossen hatte, erarbeitete sie Bühnenbilder und Kostüme in schneller Folge für verschiedene Theaterproduktionen in Großbritannien und Irland. In den ersten Jahren schuf sie unter anderem Ausstattungen für Shakespeare-Stücke und machte mit Bühnenbildern und Kostümen für zeitgenössische Werke auf sich aufmerksam. Ob in Manchester oder London: immer wieder wurden die Kritiker auf die junge Kreative aufmerksam und nominierten sie für Preise oder zeichneten sie gleich mit einem aus, beispielsweise mit dem Manchester Evening News Award oder auch dem Edingburgh Fringe First Award. In diesem Jahr wurde sie von der Jury des Europäischen Opernregie-Preises mit dem 1. Preis für ihre Konzeption der Bellini-Oper “I capuleti e i Montecchi” ausgezeichnet.
Derzeit verlegt sich Annemarie Woods auf Opern-Ausstattungen. Nach verschiedenen Assistenzen – unter anderem beim Bregenzer Seebühnen-Ausstatter Antony McDonald - stehen in den kommenden  Monaten erste Aufträge für britische und schottische Opernhäuser auf ihrem Terminplan. Wer die Internetseite von Annemarie Woods besucht, merkt rasch, dass hier eine Künstlerin nach Coburg kommt, die ihr Handwerk beherrscht und neugierig auf den Einsatz neuer Techniken für zeitlose Themen ist.

KATJA KABANOWA
Musikalische Leitung Roland Kluttig Inszenierung Alessandro Talevi Bühnenbild und Kostüme Annemarie Woods

Mit:
Michael Lion Sawjol Prokofjewitsch Dikoj
Roman Payer Boris Grigorjewitsch
Kabanicha Gabriela Künzler
Karsten Münster Tichon Iwanytsch Kabanow
Milen Bozhkov Wanja Kudrjasch
Betsy Horne Katharina (Katja)
Verena Usemann Barbara
Martin Trepl Kuligin
Juliana Parra/
Hayley Sugars* Glascha
Eva-Maria Fischer/
Juliana Parra* Fekluscha
* Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge

Weitere Vorstellungen:
Donnerstag, 26. Januar 2012
Samstag, 28. Januar 2012
Freitag, 3. Februar 2012
Mittwoch, 15. Februar 2012
Donnerstag, 1. März 2012
Freitag, 9. März 2012
Mittwoch, 28. März 2012
Dienstag, 3. April 2012
Sonntag, 15. April 2012

Coburg, Landestheater Coburg, DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN Premiere, 3.12.2011

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Landestheater Coburg

DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN

Operette von Emmerich Kálmán, Libretto von Leo Stein und Bela Jenbach

Premiere Samstag, 3. Dezember, 19.30 Uhr, Landestheater Coburg

Die umschwärmte “Csárdásfürstin” und Chansonnière Sylva Varescu verdreht dem Wiener Hochadel den Kopf, kommt aber nur über Umwege als bürgerliche Skandalnudel mit dem adeligen Fürstensohn Edwin zusammen. Sein Vater beruft diesen jedoch kurzerhand zum Militär ein, um die skandalöse Liebschaft zu unterbinden und verkündet öffentlich die “standesgemäße” Verlobung mit Edwins Cousine Komtesse Stasi. Der verzweifelte Fürstensohn kann seiner Sylva gerade noch ein Eheversprechen geben. Doch dann erfährt Sylva, dass Edwin bereits verlobt ist, fühlt sich betrogen und flüchtet nun doch nach Amerika. Und so muss wieder ein Liebespaar schier unüberwindbare Hindernisse aus dem Weg räumen, bis sich “Schwalbe und Schwälberich” für immer in die Arme schließen können.

Die Wiener Operette war zu Beginn des 20. Jahrhunderts geradezu eine “globale Epidemie”. Das Publikum war wie im Taumel und verlangte rund um die Welt nach dem Zauber der Operette. Auch Emmerich Kálmán sprang auf diesen rasant fahrenden Zug auf: seine Freunde Leo Stein und Bela Jenbach dachten sich mit ihm für seine “Csárdásfürstin” unter Schwaden von Zigarrenrauch in Kálmáns Salon einen “Knaller” nach dem anderen aus. Der Komponist geriet durch die ebenso witzige wie melancholisch verschattete Liebesgeschichte zwischen einer Varietésängerin und einem Fürstensohn, der sich am Ende als Sohn einer Chansonnette entpuppt, in einen wahren Schaffensrausch und fast jede Nummer wurde ein Schlager. Die Dialoge sind spritzig bis albern, die Couplets von Wiener Leichtigkeit – gewürzt mit einer Prise ungarischen Paprika-Schwermuts. Und Kálmáns Melodien? Die sind von ewiger Schönheit, wie in “Machen wir’s den Schwalben nach” oder “Das macht die Liebe, die dumme Liebe” oder “Die Mädis, die Mädis” …

Die gute alte Zeit war bereit unterzugehen, und das tat sie auch in der “Csárdásfürstin”, mit der Emmerich Kálmán inmitten der Wirren des Ersten Weltkriegs einen überwältigenden Erfolg erreichte.
Denn erst wenn man auf das Uraufführungsdatum schaut, den 13. November 1915, überkommt einen eine leichte Wehmut wie der Abschiedsschmerz, den Sylva verspürt, als ihr Edwin angeblich einberufen wird. Der Abschied von der Seligkeit der k. u. k.-Zeit schwingt mit im gesamten Stück – die Doppelmoral des Adels ebenso wie das zuckersüße Musikleben dieser Zeit, die Kálmán selbst nie wieder fand. Der geniale Komponist musste später emigrieren, doch da hatte seine “Csárdásfürstin” längst den Broadway erobert und die Genies der untergegangenen Unterhaltungskultur Deutschlands
und Österreichs trafen sich ebenda wieder, um ein neues Leben zu beginnen – fernab von Caféhäusern, Prater und Zymbalstube.

…………………….

Musikalische Leitung – Peter Tilling

Peter Tilling studierte Dirigieren bei Peter Eötvös, Violoncello bei Martin Ostertag und Klavier bei Paul Dan. Weiteren Unterricht erhielt er durch Christoph Prick und Sylvain Cambreling (Dirigieren), Steven Isserlis und Gustav Rivinius (Violoncello), Karlheinz Kämmerling und Klaus Schilde (Klavier).

Peter Tilling war 2003 – 2006 am Badischen Staatstheater Karlsruhe Solo-Repetitor und Kapellmeister. In dieser Zeit dirigierte er dort u.a. Zauberflöte, Entführung aus dem Serail, Elisir d’amore, Boitos Mefistofele, Händels Almira, Csardasfürstin sowie Carmen und Hänsel und Gretel. Anschließend war er am Theater St. Gallen 1. Kapellmeister und dirigierte dort die Premieren Don Giovanni, Wiener Blut, Night.Shift (UA), Die schwarze Spinne sowie den Ballettabend Le Sacre du Printemps/Mozart-Sinfonien, weiterhin Lucia di Lammermoor, Der Freischütz, Die lustigen Weiber von Windsor und Ernani. 2006 leitete er eine Neuproduktion von Mozarts Entführung aus dem Serail im Topkapi Palast Istanbul.

In den vergangenen Jahren versicherten sich auch die Opernhäuser in Wuppertal, Osnabrück, Regensburg, Zürich, Stuttgart und in Wien seiner Mitarbeit.  Am Landestheater Coburg übernahm Peter Tilling in der Spielzeit 2010/ 2011 die Neueinstudierung der Kammeropern Eight Songs for a mad King/ Infinito Nero, sowie der Operette Eine Nacht in Venedig. Desweiteren stand er bei Don Pasquale und Iphigènie en Tauride am Pult. In der aktuellen Spielzeit hat er die musikalische Leitung von La traviata und Die Csárdásfürstin übernommen.
Seit September 2011 ist Peter Tilling als Erster Kapellmeister am Landestheater Coburg verpflichtet.

Konzerte dirigierte er u.a. mit dem Sinfonieorchester Wuppertal, den Göteborger Sinfonikern, der Gruppe für Neue Musik Berlin, dem Kammerchor des Tschaikowskij-Konservatoriums Moskau, dem Interregionalen Symphonieorchester (IRO) und dem Orchester der Musikhochschule Karlsruhe. Im Juni dirigierte er Wolfgang Rihms Oper Dionysos an der Nederlandse Opera.
Weitere Projekte beinhalten Symphoniekonzerte mit den Jenaer Philharmonikern, sowie La Clemenza di Tito am Teatro Real Madrid als Assistent von Thomas Hengelbrock.
Peter Tilling ist auch musikwissenschaftlich tätig. Besondere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Musik der deutschen Romantik, sowie expressionistische Musik, insbesondere das Schaffen von Ernst Krenek.
Mit dem von ihm gegründeten ‘ensemble risonanze erranti’, einem Ensemble für alte und neue Musik, hat er Kreneks 2. Symphonische Musik in München zur Erstaufführung gebracht und wird das Werk auch auf CD einspielen.
Als Assistent arbeitete er mit Nikolaus Harnoncourt (Theater an der Wien), Peter Eötvös (Göteborg), Franz Welser-Möst (Opernhaus Zürich), Ingo Metzmacher (Opernhaus Zürich, DSO Berlin), Sylvain Cambreling (Berlin) und Thomas Adès (Opernhaus Zürich) zusammen.
Bei den Salzburger Festspielen war er 2008 Assistent von Franz Welser-Möst für Dvoraks Rusalka, 2009 und 2010 Assistent von Ingo Metzmacher für Nonos ‘Al gran sole carico d’amore und die Uraufführung von Wolfgang Rihms neuer Oper Dionysos.
Als Cellist spielte er von 2000-2002 bei den Münchner Philharmonikern als Mitglied der Orchesterakademie und war 2001-2006 Mitglied im Kastalia Quartett. Er spielt weiterhin regelmässig in Orchestern wie dem SWR Baden-Baden und Freiburg oder dem Ensemble Modern Orchestra. Im August 2011 dirigierte er bei den Bayreuther Festspielen Richard Wagners Tannhäuser.

Inszenierung – Volker Vogel

Den Regisseur und gebürtigen Karlsruher Volker Vogel zog es zum Studium an die Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Auch nach dem Studium blieb er als Regieassistent der Stadt an der  Leine treu, bevor er als Schauspieler und Sänger nach Hildesheim engagiert wurde. Hier stellte er sich auch erstmals als Regisseur einem größeren Publikum vor, bevor er sich entschloss als Tenor buffo an  das Theater Dortmund zu wechseln. Nach seiner Zeit im Ruhrgebiet sang er im gleichen Fach im badischen Freiburg, bevor er die Wiener Volksoper als berufliche Wahlheimat entdeckte.
Als Spiel- und Charaktertenor gehörte Volker Vogel dann beinahe zwei Jahrzehnte fest zum Ensemble des Züricher Opernhauses und entschloss sich parallel zu seinem Schweizer Engagement wieder zu inszenieren.
Es folgten Operettenproduktionen in Bad Ischl, Ulm, St. Gallen, Basel, Innsbruck oder Hildesheim.
Publikum wie Presse nahmen seine Wiener Inszenierung der Strauß-Operette “Die Fledermaus” euphorisch auf. Im renommierten Opernglas war zu lesen: “Die Regie von Volker Vogel war nach alter Operettenart temperamentvoll zündend und selten überzogen, die nur unwesentlich veränderten Dialoge großartig einstudiert und die brillante Aufführung ein Beweis dafür, dass man mit spritziger Spielfreude das Publikum vor Begeisterung von den Stühlen reißen kann.”
Und auch die Coburger Presse zeigte sich in der vergangenen Spielzeit begeistert von Volker Vogels Inszenierung der “Maske in Blau”: “Bunte Kostüme, exotisches Kolorit, spielfreudige Darsteller – diese Coburger “Maske” bedient das Genre Revue-Operette mit großer Selbstverständlichkeit. Wer heute ein solches Werk auf die Bühne bringen will, muss sich einfach rückhaltlos zu diesem gerne angefeindeten Genre bekennen. Volker Vogel weiß jedenfalls ganz genau, dass die Revue-Operette nur eines nicht verträgt: Stillstand. Deshalb sorgt er auf der Bühne permanent für Aktion, reizt das
Komik-Potenzial der Rollen einfallsreiche aus. Dabei vermeidet er geschickt monotonen Leerlauf.
Gelegentlich reichen sogar akustische Einspielungen, um lebendige Bilder effektvoll vor das Auge der Zuschauer zu zaubern. Bei Raymonds “Maske in Blau” geht es natürlich nicht um feinsinnige Charakterstudien, sondern um prägnant bis überspitzt dargestellte Typen. Und in dieser Hinsicht hat diese Coburger “Maske” reichlich Abwechslung zu bieten,” war im März im Coburger Tageblatt zu lesen.

 

 Bühnenbild und Kostüme – Dietrich von Grebmer

Der Bühnen- und Kostümbildner Dietrich von Grebmer ist dem hiesigen Publikum bestens bekannt, wirkte von Grebmer bereits in den Jahren 1989 -1992 als Ausstattungsleiter am Landestheater Coburg.
“Lulu”, “Carmen”, “Kiss me Kate” oder der “Theatermacher” sind von ihm ausgestattet worden.
In der vergangenen Spielzeit trugen Bühnenbild und Kostüme der “Maske in Blau” seine künstlerische Handschrift.
Der gebürtige Italiener studierte Bühnengestaltung am Mozarteum in Salzburg, assistierte bei den Salzburger Festspielen, wechselte von dort an das Züricher Opernhaus und später an die Berliner Schaubühne am Lehniner Platz.
Eine intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Kammersängerin und Regisseurin Brigitte Fassbaender, für die von Grebmer die Richard-Strauss-Opern Arabella (Straßburg), “Der Rosenkavalier” (Innsbruck) oder die Johann-Strauß-Operette “Die Fledermaus” (Hannover) eingerichtet hat. Weitere Engagements führten ihn an die Staatstheater Weimar, Mainz und Wiesbaden oder nach Wien. 2010 entwarf er für die Eutiner Festspiele die Ausstattung zu “La Traviata”.

…………………….

DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN
Operette von Emmerich Kálmán
Premiere Samstag, 3. Dezember 2011, 19.30 Uhr, Großes Haus

Musikalische Leitung Peter Tilling Inszenierung Volker Vogel Bühne und Kostüme Dietrich von Grebmer Choreografie Tara Yipp Choreinstudierung Stefan Meier

Mit:
Wolfgang Mühlenbeck (Fürst Leopold Maria)
Claudia Schäfer (Anthilte)
Milen Bozhkov / Roman Payer* (Edwin)
Komtesse Stasi (Sofia Kallio / Marie Smolka*)
Karsten Münster ( Graf Boni Káncsiánu)
Betsy Horne/ Sarah Kuffner (Sylva Varescu)
Steffen Westphal (Eugen von Rohnsdorff)
Michael Lion (Feri von Kerekes)
Kostas Bafas (Botschafter Mac Grave)
Martin Trepl (Kavalier von Merö)
Marcello Mejia-Mejia (Kavalier Szerenyi)
Marino Polanco (Kavalier von Endry)
Simon van Rensburg (Kavalier von Vihar)
Adelbert Ross (Notar Kiss)
Sascha Mai (Oberkellner Miska)
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg, Chor des Landestheaters, Ballett Coburg

Weitere Vorstellungen: Donnerstag, 8. Dezember, 19.30 Uhr Mittwoch, 14. Dezember, 19.30 Uhr Dienstag, 20. Dezember, 19.30 Uhr Montag, 26. Dezember, 19.30 Uhr Samstag, 31. Dezember, 15.00 Uhr, 19.30 Uhr

Coburg, Landestheater Coburg, DER BARBIER VON SEVILLA Premiere, 1.07.2011

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Landestheater Coburg

Der Barbier von Sevilla von Gioacchino Rossini

Am Ende des 18. Jahrhunderts nähert sich in Sevilla Graf Almaviva seiner Angebeteten Rosina inkognito unter dem Namen Lindoro. Die Maskerade hat zwei Gründe: Zum einen will er ausschließen, dass sich Rosina nur wegen seines Titels in ihn verliebt, zum anderen, um den geldgierigen Dr. Bartolo zu täuschen, der selbst überlegt, die reiche Rosina, sein Mündel, zu heiraten.
Um in das Haus seiner Geliebten zu gelangen, rät ihm der örtliche Friseur Figaro zu Verkleidungen.
Als betrunkener Soldat verkleidet gelingt es dem Grafen tatsächlich, Rosina einen Liebesbrief zuzustecken und als Musiklehrer getarnt kommt er ihr beim Gesangsunterricht näher, und beide gestehen sich ihre Liebe. Almaviva plant daraufhin, Rosina nachts aus dem Hause Bartolos, zu befreien. Ob die Befreiung gelingt und wie die Geschichte ausgeht, sehen und hören Sie demnächst im Landestheater Coburg.

DER BARBIER VON SEVILLA
Opera buffa in zwei Akten von Gioacchino Rossini; Libretto von Cesare Sterbini
Premiere Freitag, 1. Juli 2011 19.30 Uhr, Großes Haus

Musikalische Leitung Roland Kluttig
Inszenierung Carlos Wagner
Bühne und Kostüme Christof Cremer

Der im venezolanischen Caracas geborene Regisseur Carlos Wagner studierte Tanz und Bildende Kunst, bevor er sich der Opernregie widmete. Überall in Europa hat er mit großem Erfolg Oper inszeniert. Am Liceu Barcelona “La cabeza del Bautista”, an der Oper Leipzig Schönbergs Einakter “Die glückliche Hand”, am Royal Opera House in Covent Garden London “Powder Her Face”, in Nancy “La vie Parisienne”, am Staatsheater am Gärtnerplatz München “The Fall of the House of Asher sowie mehrfach am Hessischen Staatstheater Wiesbaden unter anderem “Don Giovanni” oder Gianni Schicchi / L’Heure espagnole”.
Das gesamte Team möchte Sie ganz herzlich auf diese Produktion hinweisen. Ihre Kartenwünsche nehmen wir gerne telefonisch oder per E-Mail entgegen.

 Il Conte Almaviva Milen Bozhkov / Roman Payer*
Rosina Verena Usemann
Doktor Bartolo Michael Lion
Barbier Benjamin Werth
Basilio, Musiklehrer Rainer Scheerer
Berta, Haushälterin Ulrike Barz
Fiorillo, Diener Martin Trepl
Ein Offizier Thomas Unger
Herrenchor des Landestheaters Coburg
Philharmonisches Orchester des Landestheaters Coburg

* Premierenbesetzung

Weitere Vorstellungen:
Dienstag, 5. Juli 2011
Donnerstag, 7. Juli 2011
Mittwoch, 13. Juli 2011

Coburg, Landestheater Coburg, Premiere Die verkaufte Braut 15.5.2011

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 Die verkaufte Braut von Friedrich Smetana

 Komische Oper ab dem 15. Mai 2011 im Landestheater Coburg

Landestheater Coburg Die verkaufte Braut (c) Henning Rosenbusch Landestheater Coburg Die verkaufte Braut (c) Henning Rosenbusch Landestheater Coburg Die verkaufte Braut (c) Henning Rosenbusch

Das ganze Dorf feiert Kirchweih. Nur der jungen Marie ist nicht zum Tanzen zumute: Auf Wunsch ihrer Eltern soll sie den reichen Wenzel heiraten, obwohl ihr Herz längst dem Knecht Hans gehört. Marie weigert sich standhaft, den Ehevertrag zu unterschreiben und auch Hans ist nicht gewillt, von der jungen Frau zu lassen – sehr zum Ärger von Heiratsvermittler Kezal. Erst als Kezal Hans 300 Gulden bietet, wenn er auf seine Braut verzichtet, stimmt der gewitzte Bursche dem Handel zu, allerdings unter der Bedingung, dass Marie nur einen Sohn des Micha ehelichen darf. Im Dorf ist man über den “Verkauf der Braut” maßlos empört, und auch Marie ist in ihren Gefühlen verletzt. Was keiner ahnt: Nicht nur der dumme Wenzel, sondern auch Hans ist ein Sohn Michas, der vor Jahren von seiner bösen Stiefmutter aus dem Haus vertrieben wurde… Und so gibt es schlussendlich doch noch ein Happy End für das junge Paar.
Mit seiner “Verkauften Braut” hat Smetana die tschechische Nationaloper schlechthin geschaffen. Mit ihr gab er der Landbevölkerung nicht nur eine Stimme, sondern auch eine musikalische Würde. Ein besonderes musikalisches Highlight ist die Ouvertüre, die gleich zu Beginn loslegt wie eine böhmische Tanzkapelle und Fugato und volkstümliche Melodien gekonnt vereint. Und der Grundkonflikt der Oper ist heute aktuell wie eh und je: Bereits 1866 zeichnete der Komponist das Bild einer konsumorientierten Gesellschaft, in der individuelle Wünsche wenig zählen und List und Tücke nötig sind, um ans Ziel zu gelangen.

Premiere: Sonntag, 15. Mai 2011, 19.30 Uhr, Großes Haus
Weitere Termine: Do, 19.5./ Mi, 25.5./ Fr, 27.5./ So, 29.5./ Di, 31.5.
Weitere Vorstellungen im Juni

Musikalische Leitung Roland Kluttig
Inszenierung Peter Brenner
Ausstattung Klaus Teepe

MIT

Krushina Rainer Scheerer
Ludmilla Verena Usemann
Marie Betsy Horne/Sofia Kallio
Micha Andrej Telegin
Wenzel Karsten Münster/Roman Payer
Hans Milen Bozhkov/Karsten Münster
Hata Stefanie Schmitt
Kezal Michael Lion
Zirkusdirektor Sascha Mai/Marino Polanco
Esmeralda Marie Smolka

Karten an der Theaterkasse, in der Touristinformation Coburg sowie in den Geschäftsstellen der Neue Presse in Coburg, Neustadt und Kronach. Telefonische Reservierung unter (09561) 898989 begin_of_the_skype_highlighting            (09561) 898989      end_of_the_skype_highlighting oder (09561) 898043 begin_of_the_skype_highlighting            (09561) 898043      end_of_the_skype_highlighting; Online-Ticketing auf www.landestheater-coburg.de.

Coburg, Landestheater Coburg, Something Beautiful – Meine Musicalwelt, 21.05.2011

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Landestheater Coburg

Evergreens aus Musical und Film

Christian Alexander Müller präsentiert am Samstag, 21. Mai 2011 “Something Beautiful – Meine Musicalwelt”

Landestheater Coburg, Christian Alexander Müller  (c)Cinetext Michael Möller Landestheater Coburg, Christian Alexander Müller  (c)Cinetext Michael Möller Landestheater Coburg, Ulrike Barz  (c)Andrea Kremper

Bodenständig, einen Tick intellektuell und dabei überaus charmant und liebenswert: Musicalstar Christian Alexander Müller geht seinen ureigenen Weg – und das bereits seit mehr als zehn Jahren. In Coburg begeistert er derzeit sein Publikum als Che im Webber-Musical “Evita” und präsentiert nun sein erstes Soloprogramm: “Something Beautiful – Meine Musicalwelt”. Unter diesem Titel erklingen bekannte Melodien aus beliebten Musicals und Filmen wie “Elisabeth”, “Les Miserables”, “Mozart!”, “Das Phantom der Oper”, “Tanz der Vampire”, “The Secret Garden”, “West Side Story” oder “Yentl”, daneben gibt es aber auch unbekannte musikalische Perlen aus der Feder von Scott Alan, Jason Robert Brown und William Finn zu entdecken.

Als musikalische Weggefährten stehen dem stimmgewaltigen Tenor, der bereits als Elfjähriger in Mozarts “Zauberflöte” debütierte, an diesem Abend Newcomer Sascha Kurth und Publikumsliebling Ulrike Barz, die den Coburgern als Evita, als burschikose Polly aus “Crazy for you®” oder als Barbra Streisand bekannt ist, zur Seite – mal als Duettpartner, mal solistisch.

Große nationale Aufmerksamkeit wurde Christian Alexander Müller bereits zu Beginn seiner Karriere zu Teil, als er 25-jährig als “jüngstes Phantom aller Zeiten” im Essener Colosseum von Publikum wie Presse gleichermaßen gefeiert wurde. Von da an ging es steil nach oben auf dem Weg Richrung Musicalolymp: Mittlerweile ist Christian Alexander Müller einer der gefragtesten Musicalsänger auf deutschen Bühnen.

“Something Beautiful – Meine Musicalwelt”: Samstag, 21. Mai 2011, 19.30 Uhr, Großes Haus

Mit: Christian Alexander Müller – als Gäste: Ulrike Barz und Sascha Kurth – Am Klavier: Marina Kommissartchik

Tickets an der Theaterkasse, bei der Touristinformation Coburg sowie den Geschäftsstellen der Neue Presse in Coburg, Neustadt und Kronach – Telefonische Reservierung unter (09561) 898989 oder (09561) 898043 – Online-Ticketing auf www.landestheater-coburg.de

Coburg, Landestheater Coburg, Eight Songs for a Mad King/ Infinito nero Samstag, 12.3.2011 – Premiere

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Presseinformation
Landestheater Coburg

Dem Wahnsinn auf der Spur

Premiere für zwei moderne Kammeropern: Eight Songs for a Mad King und Infinito nero ab Samstag, 12. März 2011 in der Reithalle zu sehen

Dem Wahnsinn verfallen, die Kontrolle über sich verlieren – für die meisten Menschen eine beängstigende Vorstellung. Beängstigend, aber zugleich faszinierend. Seit ewigen Zeiten hat dieses Thema Maler, Schriftsteller, Filmemacher und auch Komponisten inspiriert. Am kommenden Sonntag feiern zwei moderne Kammeropern im Theater in der Reithalle Premiere, die sich dem Wahnsinn auf ganz unterschiedliche Art und Weise nähern: Peter Maxwell Davies` 1969 uraufgeführtes Monodrama Eight Songs for a Mad King und Salvatore Sciarrinos “Ekstase in einem Akt” Infinito nero. Die handelnden Figuren beider Opern sind keine fiktiven Gestalten, sondern orientieren sich an historischen Persönlichkeiten: dem englischen König George III., der aufgrund einer falsch behandelten Stoffwechselkrankheit dem Wahnsinn verfiel, und der florentinischen Mystikerin Maria Maddalena de` Pazzi, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in einem Karmeliter-Orden lebte. Ihre ekstatischen Visionen vom Blut des gekreuzigten Jesu und heiligen Wunden hatten eine sehr große erotische Komponente. Die Wortkaskaden, die anfallsartig aus ihr herausbrachen, wurden von acht Novizinnen schriftlich festgehalten.

Auch wenn die Protagonisten historische Persönlichkeiten zum Vorbild haben, möchte Regisseurin Birgit Kronshage kein Historientheater zeigen, sondern den Menschen hinter dem Wahnsinn. Der “verrückte König” ist für sie jemand, der die Kontrolle über sich selbst und seine Umwelt verloren hat, der aufgrund traumatischer Ereignisse in seiner Vergangenheit aus der Bahn geworfen wurde und der, von der Gesellschaft bereits abgeschrieben, verzweifelt versucht, ein Stück seiner Würde zurückzugewinnen. Und auch die Nonne in Sciarrinos “Infinito nero” sieht sie eher als eine junge Frau, die aufgrund ihrer strengen religiösen Erziehung gehemmt ist: Die Liebe zu Gott ist für sie die einzige Möglichkeit, Sinnlichkeit zu erleben.

“Die Musik ist nicht abstoßend, sondern überaus interessant, untermalt die jeweilige Handlung treffend”, so Birgit Kronshage, “und ist auch für den ungeübten Hörer verständlich.” Während Davies` Musik zu Eight Songs for a Mad King Extreme auslotet und von Anfang an laut und effektvoll daherkommt, ist Sciarrinos Infinito nero das ganze Gegenteil: Aus einer beinahe unheimlichen Stille heraus steigert sich das Stück bis hin zum ekstatischen Rausch. Beide Stücke dauern jeweils nur ca. 30 Minuten – kurz, aber intensiv. Eine Einführung von Peter Tilling, der die musikalische Leitung des Abends innehat, ist Bestandteil jeder Aufführung: Die Handlung wird erläutert (die Opern werden in englischer

bzw. italienischer Sprache aufgeführt), die Zuhörer auf Besonderheiten und die musikalische Sprache der Werke aufmerksam gemacht.
Termine im Überblick: Eight Songs for a Mad King/ Infinito nero
Samstag, 12.3.2011 – Premiere
Sonntag, 13.3.2011/ Dienstag, 15.3.2011/ Mittwoch, 16.3.2011/ Sonntag, 20.3.2011
jeweils um 20.00 Uhr im Theater in der Reithalle

Musikalische Leitung: Peter Tilling
Inszenierung: Birgit Kronshage
Ausstattung: Susanne Wilczek

Besetzung: Rainer Scheerer, Verena Usemann

Kartenverkauf: Theaterkasse, Touristinformation Coburg, Geschäftsstellen der Neuen Presse in Coburg, Neustadt und Kronach. Telefonische Kartenreservierung unter (09561) 89 89 89 oder (09561) 89 80 43, Online-Ticketing über www.landestheater-coburg.de

Peter Tilling, Dirigent
Peter Tilling studierte Dirigieren bei Peter Eötvös, Violoncello bei Martin Ostertag (beides an der Musikhochschule Karlsruhe) und Klavier bei Paul Dan (Musikhochschule Mannheim). In der Spielzeit 2009/ 2010 leitete er u.a. die Göteborger Sinfoniker, den Moskauer Kammerchor, das Sinfonieorchester Wuppertal sowie die Wiener Symphoniker und dirigierte an den Opernhäusern Wuppertal “Die Zauberflöte”, Osnabrück “Idomeneo” und am Theater an der Wien “The Rake’s Progress”. Als 1.Kapellmeister am Theater St.Gallen dirigierte er 2006-2008 die Premieren “Don Giovanni”, “Wiener Blut”, “Night. Shift”(UA), “Le Sacre du Printemps” sowie “Die schwarze Spinne”(Sutermeister)/ “Notturno” (Schoeck). Weiterhin dirigierte er dort “Die lustigen Weiber von Windsor”, “Der Freischütz”, “Ernani” und “Lucia di Lammermoor”.
2003-2006 war er am Badischen Staatstheater Karlsruhe als Solo-Repetitor engagiert und dirigierte in dieser Zeit u.a. “Almira”, “Die Zauberflöte”, “Entführung”, “Carmen” und “Mefistofele”. Als Assistent arbeitete er mit Nikolaus Harnoncourt, Andreas Spering, Peter Eötvös und Sylvain Cambreling zusammen. Bei den Salzburger Festspielen war er musikalischer Assistent von Franz Welser-Möst (“Rusalka”) und Ingo Metzmacher (“Al gran sole carico d’amore”). 2010 leitete er dort als Assistent von Ingo Metzmacher die UA von Wolfgang Rihms “Dionysos” und er wird das Stück 2011 an der Nederlandse Opera dirigieren.
Als Pianist ist er als Liedbegleiter und Solist tätig, als Cellist spielte er 2000-2002 als Stipendiat der Orchesterakademie bei den Münchner Philharmonikern. Am Opernhaus Zürich war er musikalischer Assistent von Franz Welser-Möst (“Arabella”, “Die Frau ohne Schatten”),Thomas Adès (“The Rake¹s Progress”) und Ingo Metzmacher (“Königskinder”).

Quelle: Opernhaus Zürich
Birgit Kronshage, Regisseurin
Die Regisseurin Birgit Kronshage ist seit der Spielzeit 2002/03 Spielleiterin am Theater Bielefeld und hat dort die unterschiedlichsten Inszenierungen auf die Bühne gebracht, zuletzt den Liederzyklus “Das Buch der hängenden Gärten” von Arnold Schönberg sowie Marc Neikrugs musikalisches Monodrama “Through Roses”, das unter dem deutschen Titel “Im Anblick der Rose” aufgeführt wurde.
Zu ihren Bielefelder Inszenierungen zählten außerdem Puccinis “La Bohéme”, das Webber-Musical “Tell me on a Sunday”, Stravinskys “Mavra” oder das musikalische Märchen “Des Kaisers neue Kleider”.
Als Leiterin des Bielefelder OPERN.STUDIOs kreierte Birgit Kronshage den Monteverdi-Abend “Orpheus oder Umdrehen zwecklos” und bearbeitete mit “In Sachen Gasparone” Carl Millöckers Operette für ein Kammerensemble.
Von 1991 bis 1993 war Birgit Kronshage als Dramaturgin für Musiktheater und Konzert am Stadttheater Gießen tätig, wechselte dann als Regieassistentin an die Bühnen der Stadt Kiel und war anschließend von 1994 bis 1998 als Spielleiterin und Regieassistentin am Stadttheater Bremerhaven engagiert. In Bremerhaven inszenierte sie “Fra Diavolo” von Auber, “Der Liebestrank” von Donizetti, “Zwei Witwen” und “Die verkaufte Braut” von Smetana. Für das Nordharzer Städtebundtheater/Harzer Bergtheater Thale übernahm sie die Co-Regie bei “Das Schwarzwaldmädel” und inszenierte “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer” in der Vertonung von Konstantin Wecker.
Birgit Kronshage studierte Romanistik, Musikwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in Göttingen und Bonn.

Coburg, Landestheater Coburg, Ersten Schauspielpremieren der Saison 2010 / 2011

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Presseinformation 
Staatstheater Cottbus

Ersten Schauspielpremieren der Saison 2010 / 2011

Am Freitag, 24. September 2010, eröffnet die Produktion “Restwärme” um 20 Uhr die Reithallensaison:

Eugen Ruges Monolog zeigt einen Mann mittleren Alters, der versucht, beruflich Anschluss zu erhalten. Die mentale Vorbereitung auf das anstehende, wichtige Bewerbungsgespräch wirft zahlreiche Fragen auf: Wie wirke ich auf mein Gegenüber? Werde ich den gestellten Anforderungen gerecht? Kann ich die Erwartungen der anderen erfüllen? Bin ich vielleicht schon zu alt? Was habe ich in meinem bisherigen Leben eigentlich erreicht? – Die Selbstbefragung dieses Mannes gibt Schauspieler Niklaus Scheibli mit Lakonie und Sinn für die Komik der Verzweiflung; Regie führt Andreas Ingenhaag, der gemeinsam mit Stella Kasparek auch die Ausstattung übernimmt.

Einen Tag später, am Samstag, 25. September 2010, heißt es um 19.30 Uhr im Großen Haus “Vorhang auf!” für Heinrich von Kleists Trauerspiel “Die Familie Schroffenstein”:

Zwei Stämme des Adelsgeschlechts derer von Schroffenstein sind aufs Blut verfeindet: Ein tückischer Erbvertrag, der beim Aussterben eines Stammes dem jeweils anderen dessen Besitz verspricht, sät Zwietracht und Misstrauen. Inmitten der beidseitigen Vorbereitungen auf Krieg kämpfen Ottokar und Agnes, die Kinder der beiden Häuser, wie Romeo und Julia um ihre junge Liebe in einer Umwelt, die diese nicht zulässt. – Kleists Erstlingswerk überzeugt durch seinen mikroskopisch genauen Blick auf die Dynamik einer Gewaltbereitschaft, die sich bis in die Intimität des Familienlebens zieht, aber auch durch Sinn für die Absurdität eines Verdachts, der sich letztlich nur aus sich selbst speist.

Mit “Familie Schroffenstein” gibt der neue Schauspieldirektor Matthias Straub sein Coburger Regiedebüt; und auch bei den Darstellern gibt es neben vertrauten Gesichtern auch viele neue Schauspieler zu entdecken: In den Hauptrollen sind Anna Staab (Agnes) und Frederik Leberle (Ottokar)zu erleben, und auch Ines Lutz (Gertrude), Sebastian Pass (Jeronimus) und Sönke Schnitzer (Aldöbern) stehen erstmals auf der Bühne des Coburger Landestheaters. Für die Ausstattung konnte Gabriele Wasmuth gewonnen werden. Eine halbe Stunde vor der Vorstellung findet eine Werkeinführung mit Schauspieldramaturg Georg Mellert im Spiegelsaal statt.