Chemnitz, Theater Chemnitz, Open Air auf dem Theaterplatz My Fair Lady, 23.06.2017

Mai 26, 2017  
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Theater Chemnitz

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Auf dem Theaterplatz –  My Fair Lady

Musical nach Bernard Shaws Pygmalion und dem Film von Gabriel Pascal, Buch von Alan Jay Lerner, Musik von Frederick Loewe, Deutsch von Robert Gilbert

Premiere: 23. Juni 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 24. Juni, 19.30 Uhr / 25. Juni, 17.00 Uhr / 29. Juni, 19.30 Uhr / 30. Juni, 19.30 Uhr / 1. Juli / 19.30 Uhr / 2. Juli, 17.00 Uhr

Theater Chemnitz / My Fair Lady © Theater Chemnitz

Theater Chemnitz / My Fair Lady © Theater Chemnitz

Die Theater Chemnitz setzen Eliza an die Luft – natürlich nur im übertragenen Sinne. Ab dem 23. Juni wird in sieben Vorstellungen mit My Fair Lady eines der populärsten Musicals aller Zeiten als großes Open-Air-Event auf dem Theaterplatz zu sehen sein. Dabei werden die altehrwürdigen Gebäude fast von selbst zur imposanten Kulisse für die unterhaltsame Geschichte um das Blumenmädchen Eliza Doolittle. In der Inszenierung von Musicalspezialist Erik Petersen sind beliebte Solisten der Chemnitzer Oper wie Katharina Boschmann und Franziska Krötenheerdt als Eliza, Matthias Winter als Professor Higgins, Sylvia Schramm-Heilfort als Mrs. Pearce sowie Andreas Kindschuh als Oberst Pickering zu erleben. Die bekannte Schauspielerin und Chansonnière Dorit Gäbler, die als Elevin im hiesigen Opernhaus die Eliza spielte und seit vielen Jahren als gefragte Entertainerin sowie Sängerin mit eigener Band in ganz Deutschland gastiert, kehrt nun als Mrs. Higgins nach Chemnitz zurück. In der Paraderolle des Alfred Doolittle stellt sich Nik Breidenbach erstmalig den Chemnitzer Musical-Fans vor. Er begann seine Karriere bei Produktionen wie „Elisabeth“ und „Tanz der Vampire“, gehörte zwischen 2007 und 2009 zur Besetzung der erfolgreichen Fernsehserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und steht derzeit vor allem in Hamburg auf der Bühne.

Die Geschichte Eliza Doolittle, ein Blumenmädchen mit Herz und Verstand, fällt dem Sprachforscher Henry Higgins durch ihren ordinären Dialekt auf. Er schließt mit seinem Freund Oberst Pickering eine Wette ab, in der es darum geht, binnen weniger Wochen aus der, wie Higgins sagt, „Rinnsteinpflanze“ Eliza eine Grande Dame werden zu lassen. Womit Higgins allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass neben dem „dienstlichen“ Verhältnis zu Eliza plötzlich auch die Liebe eine große Rolle spielt.

Der Urheber der Geschichte Die Geschichte, die die beiden Musical-Autoren Alan Jay Lerner und Frederick Loewe für ihr Musical My Fair Lady benutzten, beruht auf dem Schauspiel Pygmalion des Iren George Bernard Shaw. Geboren 1856 in Dublin, wuchs er in einem Elternhaus auf, in dem der Vater trank und sich die Mutter mehr der Musik als ihren Kindern widmete. Mit kindlichem Spürsinn gewann der Junge dieser häuslichen Situation trotz allem Wesentliches für seine eigene Entwicklung ab: Vom Vater schaute er sich den skurrilen Sinn für Komik ab, von der Mutter die Liebe zur Musik. Mit 18 Jahren übersiedelte Shaw nach London, um Maler oder Opernsänger oder am liebsten beides zu werden. Viel Schulwissen besaß er nicht, konnte dafür aber die Hauptwerke von Händel, Haydn, Mozart, Beethoven und Rossini, Bellini, Donizetti und Verdi auswendig. Um seine Bildung zu vervollkommnen, las er täglich im Lesesaal des Britischen Museums abwechselnd Wagners „Tristan“-Partitur und Gabriel Devilles Abriss des „Kapitals“. Er wurde vor allem als Musikkritiker berühmt und schrieb unter dem Pseudonym Corno di Bassetto Rezensionen, die sich durch ihren saloppen Stil vom Üblichen unterschieden. Ein ganzer Teil seiner Schriften war den Werken Richard Wagners gewidmet, dessen Kompositionen er schätzte, im Gegensatz zum Großteil des Londoner Publikums. Sein eigentliches Bestreben galt aber dem Schreiben eigener Theaterstücke. Pygmalion wurde 1914 in London uraufgeführt. George Bernard Shaw war ein Mann, der sich seiner Wirkung auf Frauen durchaus bewusst war. Zwar heiratete er 42jährig, allerdings hinderte ihn das nicht daran, sich mehrfach und heftig in andere Frauen zu verlieben. Die damals berühmte Schauspielerin Stella Patrick Campbell inspirierte ihn zu seiner Eliza in Pygmalion und spielte diese auch (47jährig!) in der Uraufführung.

Musikalische Leitung: Jakob Brenner, Inszenierung: Erik Petersen, Choreografie: Sabine Arthold, Bühne: Sam Madwar, Kostüme: Lukas Waßmann

Mit: Katharina Boschmann / Franziska Krötenheerdt (Eliza Doolittle), Matthias Winter (Henry Higgins), Andreas Kindschuh (Oberst Pickering), Nik Breidenbach (Alfred P. Doolittle), Dorit Gäbler (Mrs. Higgins), Sylvia Schramm-Heilfort (Mrs. Pearce), Hubert Walawski (Freddy Eynsford-Hill), André Riemer (Harry), Thomas Mäthger (Jamie), Monika Straube (Lady Boxington / Mrs. Hopkins), Jürgen Mutze (Lord Boxington);
Opernchor und Ballett Chemnitz; Robert-Schumann-Philharmonie
Open-Air-Event auf dem Theaterplatz mit prominenten Gästen


Das Musical

Alan Jay Lerner und Frederick Loewe lernten sich 1942 in New York kennen. Der Komponist Loewe sprach den um vierzehn Jahre jüngeren Textdichter Lerner in einem Künstlerklub an und schlug ihm vor, zusammen ein Musical zu schreiben. Im Unterschied zu Loewe, der bereits auf ein Leben voller Höhepunkte und Enttäuschungen zurückblicken konnte, hatte Alan Jay Lerner noch nicht besonders viel geleistet und betrachtete aufgrund seiner gut situierten Familie die Welt grundsätzlich aus der Perspektive der oberen Zehntausend.

Frederick Loewe dagegen kannte sie aus allen Blickwinkeln. Als Sohn eines Wiener Operettentenors wurde er zehnjährig in Berlin Schüler Eugen d’Alberts und studierte bei Ferruccio Busoni. 1924 folgte er seinem Vater auf eine Amerikatournee und beschloss, in den Vereinigten Staaten zu bleiben. Doch sein in Berlin erfolgreicher Schlager-Stil war nichts für Amerika. Der Durchbruch kam erst, als er sich mit Lerner aufmachte, Shaws „Pygmalion“ zu vertonen. Dabei hatte es Shaw zu Lebzeiten mehrfach abgelehnt, sein Stück auf der Musik-Bühne zu sehen. Erst nach seinem Tod gelang es dem amerikanischen Produzenten Gabriel Pascal bei Shaws Erben die gewünschte Genehmigung zu erhalten und das Team Lerner/Loewe für die Realisierung zu verpflichten. Die Uraufführung am 15. März 1956 im Mark-Hellinger-Theatre am Broadway in New York wurde ein großer Erfolg, auf über 2700 Vorstellungen brachte es die „Lady“ allein an diesem Haus. Die hinreißenden Dialoge und Evergreens wie „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen“ und „Mit ’nem kleenen Stückchen Glück“ oder „Hei, heute Morgen mach’ ich Hochzeit“ sind der Grund, warum „My Fair Lady“ zu den erfolgreichsten Musicals der Welt gehört.

My Fair Lady“ in Chemnitz Auch das Chemnitzer Publikum liebt „My Fair Lady“. Erstmalig stand das Werk hier ab 1967 auf dem Spielplan. Als Eliza debütierte Dorit Gäbler, die damals als Elevin zum Schauspielensemble gehörte und nun, 50 Jahre später, als Mrs. Higgins auf die Chemnitzer Bretter zurückkehrt. Ab 1991 war „My Fair Lady“ fast ununterbrochen in zwei Inszenierungen von Michael Heinicke zu erleben. Viele Jahre davon spielte Sylvia Schramm-Heilfort die Berliner Göre, bevor sie nun als Mrs. Pearce ihre Eliza-Erfahrungen in eine neue Rolle einbringt. So stehen am Ende mit den beiden aktuellen Elizas drei Generationen dieser Rolle auf der Bühne.

Mit der Neuproduktion dieses Musical-Klassikers möchte die Oper Chemnitz eine Musical-Open-Air-Tradition begründen; so wird im Sommer 2018 das Musical „Hair“ folgen. Für „My Fair Lady“ konnte mit dem Team um den jungen Regisseur Erik Petersen ein Team verpflichtet werden, das sich dem Klassiker mit frischem Schwung nähert und bewusst die ideale Lage des Spielortes vor dem Opernhaus benutzt. Wo sonst könnte man zum Beispiel den Stückbeginn so authentisch zeigen: Eliza wartet auf die Besucher einer Opernvorstellung, um ihnen auf dem Nachhauseweg Veilchensträuße zu verkaufen. Oder die Petrikirche nebenan: Doolittles Unbehagen vor dem Kirchgang zu seiner Hochzeit erhält in „Hey, heute Morgen mach‘ ich Hochzeit“ spielerische Nähe. Ein spektakulär verwandelbares Bühnenbild sorgt für die verschiedenen Spielräume und gibt wahlweise den Blick auf das imposante Chemnitzer Opernhaus frei.

Gastronomie Das Sommer-Open-Air bietet nicht nur musikalische, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten – eine eigene Theaterplatz-Gastronomie wird das Publikum mit sommerlich kühlen Getränken und pikanten Häppchen verwöhnen. Zum Genießen und Verweilen vor und nach der Vorstellung laden außerdem die Terrasse des benachbarten Opera Restaurants des Chemnitzer Hofes, das Scala Restaurant des Hotels an der Oper und das Restaurant Heck-Art ein. Egal wo, für das leibliche Wohl ist in jedem Fall bestens gesorgt.


Das Inszenierungsteam
Jakob Brenner (Musikalische Leitung) geboren in Regensburg, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München. Seine musikalische Bandbreite hat er in zahlreichen Kursen erweitert. Von 2013 bis 2016 war er Musikalischer Leiter am Theater der Altmark in Stendal mit Dirigaten in Operette und Musical. Zudem begleitete er Liederabende und komponierte Schauspielmusiken. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er als Repetitor mit Dirigierverpflichtung / Piano Conductor an der Oper Chemnitz engagiert, wo er bisher u. a. „Flashdance – Das Musical“ und „Das scharlachrote Siegel“ leitete.

Erik Petersen (Inszenierung) sammelte Theater- und Regieerfahrungen u. a. als Regieassistent und Abendspielleiter bei den Bad Hersfelder Festspielen und an der Oper Dortmund, wo er mit Regisseuren wie Matthias Davids, Stefan Huber, Jens-Daniel Herzog, Mariame Clement und Gil Mehmert zusammengearbeitet hat. Bei den Magdeburger Domfestspielen 2013 war er als Co-Regisseur für „Les Misérables“ engagiert, bei den Bad Hersfelder Festspielen 2015 in gleicher Funktion bei „Cabaret“. Darüber hinaus ist es Erik Petersen in den vergangenen drei Jahren gelungen, mit eigenen Inszenierungen auf sich aufmerksam machen: Für die Oper Dortmund inszenierte er „La Cenerentola“ sowie „Hänsel und Gretel“, für das Staatstheater Oldenburg „Evita“, für die Oper Bonn „Der kleine Horrorladen“ und für das Theater Magdeburg „Crazy for You“. Im Sommer 2016 hat er für das DomplatzOpenAir des Theaters Magdeburg das Musical „Hair“ inszeniert.

Sabine Arthold (Choreografie)geboren in Wien, studierte Tanz in Wien, London und New York und absolvierte ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin am Performing Center Austria in Wien. Es folgte eine künstlerische Karriere im tänzerischen und gesanglichen Bereich im In- und Ausland. An der Wiener Performing Academy ist sie seit einigen Jahren erfolgreich als Choreografin, Dozentin und Künstlerische Leiterin tätig. Als Choreografin zeichnete sie sowohl für zahlreiche Shows und Events als auch für erfolgreiche Produktionen verantwortlich. Am Staatstheater Darmstadt übernahm sie 2016 die Choreografie für „Evita“. Im Sommer 2017 erarbeitet sie die Choreografie für „Zorro“ (Musicalsommer Winzendorf).

Sam Madwar (Bühnenbild) ist Darsteller, Autor, Regisseur, Übersetzer, Licht- und Projektionsdesigner, hauptsächlich aber Bühnenbildner, bevorzugt für Musiktheater. Er schuf an der Wiener Volksoper überaus erfolgreich die Ausstattungen für „Frau Luna“, „Guys and Dolls“, „Hello, Dolly!“ und zuletzt für „Axel an der Himmelstür“. Mehrfach war er an der Bühne Baden zu Gast, außerdem u. a. am Theater der Jugend Wien, am Hamburger Schmidt Theater sowie am Berliner Theater am Kurfürstendamm. Sein Fantasy-Bühnenbild für das Musical „Die 13 1/2 Leben des Käpt‘n Blaubär“, 2006 in Köln uraufgeführt, war auf großer Tour durch Deutschland. Das Bühnenbild für „Shrek“ ging nach der Premiere in Düsseldorf auf Tournee durch die Schweiz und nach Wien, derzeit ist eine neue „Shrek“-Produktion in seiner Ausstattung auf Welttournee. Weitere Arbeiten in Österreich führten ihn ans Stadttheater Klagenfurt, an die Stadthalle Wien, zum Musicalfestival Graz, an die Kammerspiele Wien, das Stadttheater Mödling/Scala Wien sowie zum Theatersommer Haag, zu den Wachaufestspiele Weißenkirchen u.v.m.

Lukas Waßmann (Kostüme) studierte Kostümbild an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Ein Auslandssemester absolvierte er an der California State University in Long Beach, Kalifornien. Zu seinen Projekten zählen neben zahlreichen Kurzfilmen und Opernassistenzen Produktionen im Schauspiel und im Musiktheater, u. a. „Romeo und Julia“, „Glaube Liebe Hoffnung“ von Gunnur Schlüter, aber auch „Die Suche nach dem blauen Klang“ von Aileen Schneider, mit der er beim Projekt „Chopin im Spiegel“ das Masefield Stipendium gewann. Außerdem hat er für das Musik- und Tanzprojekt „Amazonia“ der Philharmonie Luxembourg das Kostüm- und Bühnenbild entworfen. Dem Kostüm- und Bühnenbildner Reinhard von der Thannen assistierte Lukas Waßmann 2014 an der Oper Zürich bei der Uraufführung „Rote Laterne“ und 2016 bei den Salzburger Festspielen für die Oper „Faust“.


In den Hauptrollen (Auswahl)

Katharina Boschmann (Eliza) studierte Gesang an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Von 2013 bis zum Sommer 2016 war sie am Theater Nordhausen engagiert und konnte sich bereits ein breitgefächertes Repertoire in Oper, Operette und Musical erarbeiten. Sie war Gast am Deutschen Nationaltheater Weimar, bei den Schlossfestspielen Sondershausen und am Goethe-Theater Bad Lauchstädt, wo sie als Anna in Scarlattis „Didone Delirante“ debütierte und an der Ersteinspielung dieser Oper gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk beteiligt war. Seit Beginn der Spielzeit 2016/2017 gehört sie zum Solistenensemble der Oper Chemnitz und ist u. a. als Juliette Vermont in Franz Lehárs „Der Graf von Luxemburg“, als Almirena in Händels „Rinaldo“ sowie als Sand- und Taumännchen in „Hänsel und Gretel“ zu erleben.

Franziska Krötenheerdt (Eliza) studierte ebenfalls Gesang an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. 2010 erhielt sie ein Engagement am Theater Erfurt und sang u. a. Adele in einer Inszenierung von Katharina Thalbach, eine Zusammenarbeit, die sich 2011 mit der Papagena bei den Seefestspielen Berlin fortsetzte. Es folgten Festengagements am Theater Vorpommern und am Stadttheater Bremerhaven, wo sie Partien wie Ilia, Zerlina, Gretchen, Ännchen, Eliza und Maria („West Side Story“) sang. Seit 2014 gehört die vielseitige Sopranistin zum Solistenensemble der Oper Chemnitz, wo sie u. a. bereits als Clorinda, Ghita, Gretel sowie zuletzt als Susanna in „Die Hochzeit des Figaro“ zu erleben war.

Matthias Winter (Henry Higgins) wurde nach dem Gesangsstudium in Leipzig am Theater Gera engagiert. Dort gestaltete er zahlreiche große Bariton-Partien, führte Regie bei Werken aller Bühnengenres und war für Konzept und Inszenierung mehrerer Theaterbälle verantwortlich. Seit 2001 ist er an der Oper Chemnitz engagiert. Hier sang er u. a. Faninal, Heerrufer, Kothner, Vater („Hänsel und Gretel“), Don Magnifico („La Cenerentola“), Geppetto („Pinocchios Abenteuer“), Zar, Onegin, Graf Tomsky, Javert, Doolittle, Tewje, Danilo und inszenierte die Operette „Die Csárdásfürstin“ sowie mehrere erfolgreiche Musicals, darunter „FMA – Falco Meets Amadeus“, „West Side Story“, „Evita“ und Elton Johns „Aida“. Darüber hinaus ist er seit 2001 als Dozent für Dramatischen Unterricht an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig tätig.

Dorit Gäbler (Mrs. Higgins) kehrt mit der Rolle der Mrs. Higgins an den Ort ihres Karrierestarts zurück: 1967 eroberte sie im damaligen Karl-Marx-Stadt als Eliza Doolittle die Herzen des Publikums. Erst ein Jahr zuvor hatte die junge Schauspielerin ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin erfolgreich beendet und war im hiesigen Ensemble als Elevin engagiert worden. Die Beschäftigung mit der Musik sollte fortan ein wesentlicher Teil ihres Berufes werden. Zunächst aber wechselte sie 1968 ans Staatsschauspiel Dresden, wo sie fast zwölf Jahre lang engagiert war. Danach fand sie ebenso erfolgreich ihren Weg als freischaffende Unterhaltungskünstlerin. Unter anderem hat sie in mehr als 30 Filmen mitgewirkt und mehrfach die Fernsehshow „Ein Kessel Buntes“ moderiert. Ihre Vielseitigkeit stellte sie auch als gefragte Chanson-Interpretin und Sängerin mit eigener Band und eigenen Songs unter Beweis. Seit geraumer Zeit ist sie wieder regelmäßig im Theater zu erleben. So spielte sie in der Komödie am Kurfürstendamm, an der Komödie Dresden, an „Köfers Komödiantenbühne“ und ist mit Soloprogrammen unterwegs. Im Juli 2016 hat sie an der Theaternative Cottbus mit großem Erfolg das Ein-Personen-Stück „Verliebt Verlobt Verschwunden“ von Stefan Vögel herausgebracht, für das sie auch die Musik schrieb. Mit dieser Produktion sind für 2017 Gastspiele an verschiedenen Theatern geplant.

Nik Breidenbach (Alfred P. Doolittle) ist erstmalig am Theater Chemnitz zu Gast und kommt auch zum ersten Mal mit „My Fair Lady“ in Berührung. Dabei hat das Genre Musical in seiner Karriere bereits eine große Rolle gespielt. Nach seiner Ausbildung im Tanz-, Gesangs-, und Schauspielstudio Theater an der Wien spielte er in zahlreichen Musicalproduktionen, u. a. Kaiser Franz-Joseph in „Elisabeth“ am Theater an der Wien, Conférencier in „Cabaret“ im Capitol Theater Düsseldorf und Lumière in „Disney‘s Die Schöne und das Biest“ in Stuttgart. Bei der Uraufführung von „Tanz der Vampire“ in Wien unter der Regie von Roman Polanski übernahm er die Erstbesetzung des Herbert. Fans von „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ ist er in der Rolle des Alexander Cöster in Erinnerung, die er von 2007 bis 2009 spielte. In den letzten Jahren hat er sich mehr der Schauspielbühne zugewandt. So war er in Berlin mehrfach am Theater am Kurfürstendamm zu erleben. In Hamburg spielte er diverse Rollen am St. Pauli Theater, in Schmidts Tivoli (u. a. in „Heiße Ecke – Das St. Pauli-Musical“), am Altonaer Theater sowie am Thalia Theater. Im Schmidt Theater war er in der Uraufführung des Soloprogramms „Cavequeen“ zu sehen, außerdem mit Carolin Fortenbacher in „Oh Alpenglühn“ und in „Entführung aus dem Paradies“. Nik Breidenbachs aktueller Solo-Abend „Gaaanz ruhig“, welcher vor kurzem im Schmittchen Theater Hamburg Premiere hatte, ist sein erstes selbstgeschriebenes Stück.

Pressemeldung Theater Chemnitz

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Chemnitz, Theater Chemnitz, Ballett Premiere Ein Sommernachtstraum, 04.03.2017

Februar 7, 2017  
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Theater Chemnitz

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Ein Sommernachtstraum
Ballett von Reiner Feistel nach William Shakespeare
Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Gioachino Rossini, Claude Debussy, Igor Strawinsky und Edward Elgar

Premiere: 4. März 2017, 19.00 Uhr im Opernhaus Chemnitz
Musikalische Leitung: Stefan Politzka
Choreografie und Inszenierung: Reiner Feistel
Bühne und Kostüme: Frank Fellmann
Es tanzt das Ballett Chemnitz. Es musiziert die Robert-Schumann-Philharmonie.

Das Stück
William Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“, 1598 uraufgeführt, gehört zu den bekanntesten und meistgespielten Bühnenstücken des britischen Autors, das neben bildenden Künstlern auch Schriftsteller und Theaterschaffende zu diversen Adaptionen in Theater und Film inspiriert hat. Ebenso sahen sich Komponisten durch die einzigartige Atmosphäre des Stücks angeregt; so auch Felix Mendelssohn Bartholdy, der 1842 eine Schauspielmusik zum Werk komponierte, die vor allem durch den darin enthaltenen Hochzeitsmarsch zu weltweiter Berühmtheit gelangte. Choreograf Reiner Feistel bringt nun den Shakespearschen Stoff in einer ganz eigenen und frischen Version für die ganze Familie auf die Bühne des Chemnitzer Opernhauses.

Bereits der Titel des Werkes lässt die zauberhafte Atmosphäre erahnen, die die Geschichte prägt. Alles dreht sich um die Liebe. In der Magie einer Sommernacht ringen vier junge Menschen, Hermia, Lysander, Helena und Demetrius, um die Erfüllung ihrer Liebessehnsüchte. Doch nicht nur die Menschenwelt unterliegt amourösen Verstrickungen. Auch Elfenkönig Oberon und seine Frau Titania befinden sich in einem leidenschaftlichen Streit. Puck, Oberons Hofnarr, macht die Verwirrung komplett, als er im Auftrag des Elfenkönigs neben Titania fälschlicherweise auch Lysander und Demetrius mit einem Liebeszauber belegt und damit die Paare neu zu fügen scheint. Erst Oberons Eingreifen stellt die Ordnung wieder her, sodass die Liebenden sowohl in der Elfen- als auch in der Menschenwelt zueinanderfinden können.

Die Musik
Reiner Feistel wählte für seinen Ballettabend zum einen die gleichnamige Schauspielmusik von Felix Mendelssohn Bartholdy, die er mit verschiedenen Sätzen aus seinen Sinfonien drei, vier und fünf ergänzt. Mit jenen romantischen Werken gibt er der Sphäre der Menschen, des höfischen Paares und der vier jungen Liebenden in der Musik eine stilistische Handschrift. Die Handwerker, die einer anderen gesellschaftlichen Schicht als die übrigen Figuren angehören, werden durch die Besetzung der Rolle des Handwerkers Peter Squenz mit dem Perkussionisten Bernd Sikora vom übrigen Personenkreis abgehoben. Der Musiker wird live auf der Bühne über Mendelssohnsche Themen improvisieren.

Zum anderen sind Debussys „Prelude à l’aprés-midi d’un faune“, „Children’s Corner“ und „Claire de Lune“ der Sphäre der Elfenwelt zugeordnet. Claude Debussys impressionistische Werke geben dem Geschehen im Wald eine sinnliche Atmosphäre. Darüber hinaus sind noch Igor Strawinskys „Four Norwegian Moods“ und „Nimrod“ aus den Enigma-Variationen von Edward Elgar zu hören.

Das Inszenierungsteam
Stefan Politzka (Musikalische Leitung) seit 2014 als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Oper Chemnitz engagiert, hat mit Beginn der aktuellen Spielzeit die Position des 2. Kapellmeisters übernommen. Der gebürtige Berliner studierte in Weimar Dirigieren bei Nicolas Pasquet, Gunter Kahlert und Anthony Bramall. In dieser Zeit dirigierte er u. a. die Staatskapelle Weimar, die Jenaer Philharmonie sowie das Philharmonische Orchester Hradec Králové und leitete Mozarts „Così fan tutte“ mit dem Orchester der Hochschule für Musik Weimar. Wichtige Impulse erhielt er auf Meisterkursen von Mark Stringer und Colin Metters. Ab 2012 arbeitete er regelmäßig als musikalischer Assistent an der Oper Leipzig. In seinem Engagement an der Oper Chemnitz übernahm er bereits Dirigate der Produktionen „Paradise Reloaded (Lilith)“, „Der Graf von Luxemburg“, „Giselle“, „Die Schneekönigin“ und „Eugen Onegin“ sowie verschiedener Konzerte. Darüber hinaus wirkt er häufig als Pianist in Kammermusikensembles sowie als Liedbegleiter.

Reiner Feistel (Choreografie und Inszenierung) war nach seinem Studium an der Staatsoper Dresden zunächst im Ensemble und ab 1984 als Solist engagiert. Er tanzte in zahllosen Hauptrollen und arbeitete mit diversen renommierten Choreografen. 1996 gab er sein Debüt als Choreograf an der Semperoper. 1997 wurde er Ballettdirektor an den Landesbühnen Sachsen und kreierte ca. 50 Ballettabende – die meisten davon als Uraufführung. Darüber hinaus war er für die Ballettserenaden im Dresdner Zwinger künstlerisch verantwortlich. Feistels Wirken für Radebeul wurde im Jahr 2008 mit dem Kunstpreis der Großen Kreisstadt Radebeul gewürdigt. Seit Beginn der Spielzeit 2013/2014 ist er Chefchoreograf und Künstlerischer Leiter des Balletts Chemnitz und hat hier u. a. die Ballette „Dornröschen – Ein Traumtanz“, „Eine Weihnachtsgeschichte“, „Eugen Onegin“, Adolphe Adams „Giselle“ und die Uraufführungen „Die Schneekönigin“, „Mozart-Briefe“, „Gesichter der Großstadt“ und „König Artus“ auf die Bühne gebracht.

Frank Fellmann (Bühne und Kostüme) absolvierte sein Bühnen- und Kostümbildstudium an der Universität Mozarteum Salzburg bei Herbert Kapplmüller und Max Keller. Nach ersten Ausstattungsarbeiten wurde er 1994 von Jürgen Rose für drei Spielzeiten an die Münchner Kammerspiele engagiert. Seit 1997 arbeitet Frank Fellmann als selbstständiger Bühnen- und Kostümbildner und erhielt 1998 einen Lehrauftrag für die Bühnenbildklasse am Salzburger Mozarteum. Er entwarf Bühne und Kostüme für Theater u. a. in Greifswald, Stralsund und Putbus (Theater Vorpommern) sowie in Oldenburg, Graz, Braunschweig, Nürnberg, Bonn, Regensburg und Krefeld/Mönchengladbach. Daneben waren zeitgenössische Opern für seine Arbeit genauso wichtig wie internationale Koproduktionen in Ferrara, Triest, Budapest und Wien. Einen besonderen Stellenwert nimmt seine Zusammenarbeit mit der Regisseurin Christina Mielitz ein. Im Bereich Ballett arbeitet Frank Fellmann seit 2010/2011 kontinuierlich mit dem chinesischen Choreograph Xin Peng Wang.

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Chemnitz, Theater Chemnitz, Uraufführung der Operette Südseetulpen, 14.01.2017

Januar 10, 2017  
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Theater Chemnitz

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz / Südseetulpen © Dieter Wuschanski / Theater Chemnitz.

Theater Chemnitz / Südseetulpen © Dieter Wuschanski / Theater Chemnitz.

Uraufführung –  Operette Südseetulpen

Am Samstag, 14. Januar 2017, 19.00 Uhr feiert die Operette Südseetulpen von Benjamin Schweitzer und Constantin von Castenstein im Opernhaus Chemnitz ihre weltweite Uraufführung. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Ekkehard Klemm, die Inszenierung verantworten Regisseur Robert Lehmeier, Bühnenbildner Tom Musch, Kostümbildnerin Ingeborg Bernerth und Choreograf Danny Costello.

Südseetulpen: Premiere 1.1.2017, weitere Vorstellungen: 21.1.2017, 29.1.2017, 2.2.2017, 24.2.2017, 16.3.2017, 8.4.2017, 20.4.2017

Theater Chemnitz / Südseetulpen © Dieter Wuschanski / Theater Chemnitz.

Theater Chemnitz / Südseetulpen © Dieter Wuschanski / Theater Chemnitz.

Südseetulpen ist ein Auftragswerk der Theater Chemnitz an den Komponisten Benjamin Schweitzer und den Librettisten Constantin von Castenstein. Mit dem genretypischen Personal einer Operette – in der Bandbreite von Königin bis zum Vagabunden – eröffnet dieses moderne und heitere Musiktheater anhand zweier historischer Spekulationsskandale einen skurrilen Blick in die Geschehnisse und Prozesse der Finanzbranche. Die „Große Tulpenmanie“ in Holland von 1637 und die englische „Südseeblase“ von 1720 lieferten die Konstellationen für dieses Szenario par excellence – tagesaktuelle Wirklichkeiten nicht ausgeschlossen. Die Musik kombiniert Eingängiges mit der Klangwelt des 21. Jahrhunderts, behält dabei mit Tanzszenen, schmachtenden Arien und ironischen Chansons stets den Charme der Operette im Blick.

Theater Chemnitz / Südseetulpen © Dieter Wuschanski / Theater Chemnitz.

Theater Chemnitz / Südseetulpen © Dieter Wuschanski / Theater Chemnitz.

Im Mittelpunkt der Story stehen John Blunt und George Caswall, zwei Finanzgenies im England des frühen 18. Jahrhunderts. Sie bekommen von Queen Anne das Monopol für den Handel mit den Südseekolonien geschenkt, wenn sie dafür im Austausch die Kriegsschulden der Krone begleichen. Flugs gründen sie die South Sea Company und machen sich auf die Reise, um einen schwunghaften Handel mit den Kolonien anzukurbeln. Doch sie kommen nur bis Jamaika und haben außer der pfiffigen Gouverneursgattin Margaret Hamilton, der exotischen Schönheit Pandora und einer Blumenzwiebel nichts zu importieren. Durch geschickt gestreute Gerüchte und die Überzeugungskraft von Blunt und Caswall glaubt das englische Volk an märchenhafte Schätze und investiert immer weiter in die neuen Aktien der South Sea Company. Doch als die Queen den Erbfolgekrieg mit Spanien überraschend beendet, fliegt der ganze Schwindel auf und die zornigen Investoren fordern ihr Geld zurück. Damit haben Blunt und Caswall jedoch die Schulden der Krone beglichen … Gemeinsam mit Lady Margaret und Pandora flüchten sie in Richtung Holland. Doch was tun – mit nichts im Gepäck als einer einzigen Blumenzwiebel?

In den Hauptpartien sind Reto Rosin und Andreas Kindschuh als die beiden Finanzjongleure Blunt und Caswall, Elisabeth Holmer und Sylvia Rena Ziegler als Pandora sowie Sylvia Schramm-Heilfort und Sophia Maeno als Lady Margaret zu erleben. PMThCh

Südseetulpen: Premiere 1.1.2017, weitere Vorstellungen: 21.1.2017, 29.1.2017, 2.2.2017, 24.2.2017, 16.3.2017, 8.4.2017, 20.4.2017

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Chemnitz, Theater Chemnitz, Guillermo García Calvo neuer GMD, IOCO Aktuell, 3.12.2016

Dezember 2, 2016  
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Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz

Guillermo García Calvo ab 2017 neuer GMD

Der spanische Dirigent Guillermo García Calvo wird neuer Generalmusikdirektor der Theater Chemnitz und der Robert-Schumann-Philharmonie. Nachdem Felix Bender die Sparten Oper und  Philharmonie in der Spielzeit 2016/2017 als kommissarischer Generalmusikdirektor geleitet hat, tritt Guillermo García Calvo die Position in Chemnitz mit Beginn der Spielzeit 2017/2018 an. Die Vertragsdauer beläuft sich auf vier Jahre mit der Option auf Verlängerung.

Theater Chemnitz / Neuer GMD Calvo Guillermo Garcia © David Bohmann

Theater Chemnitz / Neuer GMD Calvo Guillermo Garcia © David Bohmann

Guillermo García Calvo wird sich in gleichem Maße den Konzerten und den Opernproduktionen widmen. Mit seiner großen Leidenschaft für das Schaffen Richard Wagners freut sich der neue Generalmusikdirektor besonders auf die Chemnitzer Neuinszenierung des Ring des Nibelungen im Jahr 2018. Erfahrungen mit den Werken des Bayreuther Meisters konnte er u. a. bereits bei den Produktionen Tristan und Isolde, Das Rheingold und Die Walküre im spanischen Oviedo sammeln.

Guillermo García Calvo wurde in Madrid geboren. Sein Studium führte ihn nach Wien. Dort
debütierte er als Operndirigent 2003 mit „Hänsel und Gretel“ im Schlosstheater Schönbrunn.
Seitdem ist er regelmäßig zu Gast an der Wiener Staatsoper, wo er mehr als 200 Vorstellungen leitete. Darüber hinaus dirigierte er u. a. „Falstaff“ in Bukarest, „Goyescas“ in Madrid (Teatro Real) und Florenz, „Il barbiere di Siviglia“ in Nizza, „Salome“ in Palma de Mallorca sowie mehrere Produktionen an der Deutschen Oper Berlin. Er verfügt über ein umfangreiches Konzertrepertoire und arbeitete mit Orchestern wie dem London Symphony, dem Orchester des Maggio Fiorentino, dem Orquesta Nacional de México, dem Orquesta Nacional de España, den Essener Philharmonikern, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern und den Hamburger Symphonikern zusammen.

„Ich freue mich sehr, dass Guillermo García Calvo dem Ruf nach Chemnitz folgt. Er ist ein
Künstler, der sowohl im Opern- als auch im Konzertbereich eine charismatische Ausstrahlung besitzt“, sagt Dr. Christoph Dittrich, Generalintendant der Theater Chemnitz. „Seine Dirigate an unserem Haus in der vergangenen Spielzeit haben das Orchester und mich gleichermaßen überzeugt. Wir schätzen zudem seine Internationalität, die sicher dazu beitragen wird, die Oper Chemnitz und die Robert-Schumann-Philharmonie als kulturelle Leuchttürme noch strahlkräftiger zu machen.“

 Vita Guillermo García Calvo

Guillermo García Calvo wurde in Madrid geboren und studierte an der Musikuniversität in Wien.  Von 2000 bis 2002 rundete er seine Ausbildung als Assistent von Iván Fischer mit dem Budapest Festival Orchester ab. Im März 2003 debütierte er als Operndirigent mit „Hänsel und Gretel“ im  Schlosstheater Schönbrunn. 2007 fungierte er als Assistent von Christian Thielemann für den „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen.

Seit 2004 ist Guillermo García Calvo eng mit der Wiener Staatsoper verbunden, wo er für die musikalische Vorbereitung von mehr als 50 Repertoireproduktionen verantwortlich war. Er dirigierte zahlreiche Opern und Ballette an der Wiener Staatsoper wie zum Beispiel „Macbeth“, „Rigoletto“, „La fille du régiment“, „Lucia di Lammermoor“, „Il barbiere di Siviglia“, „Die Zauberflöte“, „Coppélia“, „Der Nussknacker“, „Onegin“, „Don Quixote“, „La Traviata“, „Giselle“, „L’elisir d’amore“, „Mayerling“, „Anna Karenina“, „Romeo und Julia“ und „Schwanensee“.

2011 gab Guillermo García Calvo mit der Premiere von Tristan und Isolde am Teatro
Campoamor in Oviedo sein Operndebüt in Spanien. An diesem Theater leitet er seit 2013 die dortige Erstaufführung des Ring des Nibelungen, bisher mit den beiden erfolgreichen Abenden „Das Rheingold“ und „Die Walküre“. 2009 gab er sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin mit der Premierenproduktion „La Cenerentola“.

 Deutsche Oper Berlin © IOCO

Deutsche Oper Berlin © IOCO

Weitere wichtige Dirigate im Musiktheater hatte er am Aalto-Theater Essen („L’elisir d’amore“, „I Puritani“, „Nabucco“, „La Bohème“, „La Traviata“), an der Deutschen Oper Berlin („Don Giovanni“, „Il barbiere di Siviglia“, „Carmen“, „Lucia di Lammermoor“, „Die Perlenfischer“), an der Nationaloper Bukarest („Falstaff“, „Turandot“), am Teatro Real Madrid („Goyescas“), an der Opéra de Nice („Il barbiere di Siviglia“), an der Opera di Firenze („Goyescas“) und am Teatre Principal de Palma („Salome“). Im Mai 2016 hat er die Weltersteinspielung der Oper „Elena e Malvina“ von Ramón Carnicer mit dem Orquesta Nacional de España dirigiert.

Zu den zahlreichen internationalen Orchestern, mit denen er zusammengearbeitet hat, zählen das London Symphony Orchestra, das Orquesta Nacional de México, das ORF Radio-
Symphonieorchester Wien, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, das Latvian National Symphony Orchestra, das Orchestre de Chambre de Genève, das Orchester des Maggio Musicale Fiorentino, das Orquesta de Valencia, das Orquesta Sinfónica de Barcelona y Nacional de Cataluña, das Orquesta Sinfónica de Galicia, das Orquesta Sinfónica de la RTVE sowie das Orquesta Sinfónica de Madrid.

2013 wurde Guillermo García Calvo von der spanischen Musikzeitschrift Codalario als Bester Künstler 2013 ausgezeichnet. Die von ihm geleitete Produktion von „Curro Vargas“ in der Inszenierung von Graham Vick am Teatro de la Zarzuela in Madrid erhielt 2014 die renommierte spanische Auszeichnung Premio Campoamor. PMThCh / 3.12.2016

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