Bonn, Theater Bonn, Highlights des Internationalen Tanzes, 17./18.05.2012

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Theater Bonn

Highlights des Internationalen Tanzes

MAI-TANZTAGE BONN
COMPAGNIE MARIE CHOUINARD (Kanada)

bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS

Am Donnerstag, 17. Mai, 18 Uhr und Freitag, 18. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

Der Traum vom Entschweben auf Spitzenschuhen ist schon oft an zu viel Gravitationskraft gescheitert. Und so gibt Marie Chouinard ihren Tänzern die Erdenschwere gleich mit auf die Bühne: Sie hängen an Seilen, schweben auf Krücken und Stangen, und wenn sie „auf Spitze“ tanzen, dann höchstens auf einem Fuß, was ihnen völlig neue Bewegungsformen abverlangt. Dennoch werden die Prothesen, Stangen und Seile den Tänzern nicht zum Hindernis, sondern zu einer Verlängerung ihrer Körper, wodurch sie wie seltsame Wesen aus einer anderen Welt erscheinen.

Das Werk bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS ist ein Ballett in zwei Akten und wurde 2005 für das Internationale Tanzfestival der Biennale Venedig von Marie Chouinard kreiert. In diesem Stück drücken die zehn Tänzer Marie Chouinards Compagnie – ausgestattet mit Krücken, Prothesen und horizontalen Stangen – das Thema der Freiheit in verschiedenen Variationen aus. In Soli, Duos, Trios und Gruppentänzen entstehen ungewöhnliche dynamische Körpergesten, welche die menschliche Kondition nachempfinden. Musikalisch begleitet wird der Abend durch eine Bearbeitung Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen Nr. 5, 6 und 8 von Louis Dufort. Außerdem gibt es Zuspielungen von Kommentaren des Pianisten Glenn Gould.

Marie Chouinard gründete 1990 ihre Compagnie, die heute auf den großen Bühnen und bei den bekanntesten Festivals der Welt auftritt. Ihre Wurzeln hat die Compagnie in Marie Chouinards erster Choreographie aus dem Jahr 1978, dem Solo CRYTALLIZATION, welches für seine Originalität damals sofort auf großen Zuspruch stieß. Seit der Gründung hat Marie Chouinard rund ein Dutzend Choreographien für ihre Compagnie geschaffen. Jedes der Werke vollführt eine Odyssee durch die Geschichte der Menschlichkeit, wobei Stil und Substanz in perfektem Einklang sind. Seit dem Jahr 2007 ist die Compagnie Marie Chouinard in einem eigenen Tanzcenter untergebracht, dem LA BIBLIOTHÈQUE – Espace Marie Chouinard in 4499, avenue d l’Esplanade in Montréal.

„Meine Quelle ist immer der Körper selbst gewesen und besonders die Stille und der Atem, welche den ‚unsichtbaren’ Teil des Lebens ausmachen“, sagt die im kanadischen Québec geborene Marie Chouinard. Als Choreographin begann sie, verschiedenste Medien in ihre Stücke mit einzubeziehen und den Körper in den Focus ihrer Kreationen zu rücken. 1986 wurde Chouinard mit dem JACQUELINE-LEMIEUX-AWARD, ein Jahr später mit dem CHALMERS-AWARD ausgezeichnet. 1990 gründete sie die Compagnie Marie Chouinard. In Bonn war die Compagnie im März 2010 zu Gast und beeindruckte mit ihrem Programm aus Anlass des 100. Geburtstages der Ballets Russes: PRELUDE TO THE AFTERNOON OF A FAUN und LE SACRE DU PRINTEMPS. Insgesamt hat Marie Chouinard mehr als 50 Solo- und Gruppenwerke kreiert. Dabei reflektieren ihre seit 1978 geschaffenen Stücke ihre Sicht des Tanzes als eine heilige Kunst sowie ihren Erfindungsgeist eines immer neuen Universums. In ihren Werken feiert Marie Chouinard den menschlichen Körper durch kräftige, energetische Bewegungen als Mittelpunkt des Lebens. Für bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS wurden Marie Chouinard und ihre Compagnie im Jahr 2009 mit dem Gemini Award ausgezeichnet.

Choreographie Marie Chouinard I Musik Louis Dufort: Variations on the Variations, Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen 5, 6, 8/Redebeiträge von Glenn Gould
Mit 18 Tänzern

Bonn, Beethovenfest Bonn, SPERRFRIST 11 Uhr, 11.05.2012

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Beethovenfest

SPERRFRIST 11 Uhr

Beethovenfest Bonn und Deutsche Welle stellen Orchestercampus mit türkischem Jugendorchester vor

Ilona Schmiel, Intendantin des Beethovenfestes Bonn, erläuterte auf der heutigen Pressekonferenz: „Nach dem überwältigenden Erfolg des National Youth Orchestra of Iraq im letzten Jahr wenden wir nun mittelfristig den Blick hin zu einer Weltregion, die sich im Umbruch befindet und durch ein beeindruckende kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung auf sich aufmerksam macht: die Türkei. Um neben der Arbeit des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra eben diese Bedeutung herauszuheben, haben wir unser Angebot beim Orchestercampus erheblich ausgeweitet: Unter dem Titel „Beethoven ile bulusma – Begegnung mit Beethoven“ bieten wir Workshops, Kinderkonzerte, Schulprojekte, Gesprächsveranstaltungen und Filmprojekte in Istanbul und Bonn an.“

Das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra entstand 2006 aus dem International Children’s Symphony Orchestra, einem durch die Europäische Union im Jahr 2005 geförderten Projekt der Bursa Philharmonic Association. Als Dirigent wurde Cem Mansur verpflichtet. Der in Istanbul geborene Dirigent mit türkisch-britischer Staatsbürgerschaft hat unter anderem bei Leonard Bernstein studiert. Unter der Leitung von Mansur entwickelte sich das Jugendorchester innerhalb weniger Jahre zu einem Orchester von hervorragendem künstlerischen Format. Die 95 Nachwuchsmusiker im Alter zwischen 16 und 22 Jahren bewerben sich jährlich in nationalen Vorspielen unter 400 Bewerbern um ihre Teilnahme beim Turkish National Youth Philharmonic Orchestra. Sie studieren an den renommierten Hochschulen von Adana, Ankara, Antalya, Bursa, Edirne, Eskisehir, Izmir, Istanbul und Mersin. Jeden Sommer kommt das Orchester mit Cem Mansur und musikalischen Tutoren zu einer dreiwöchigen Probenphase an der Sabanci Universität in Istanbul zusammen.
Nach der diesjährigen Probenphase vom 20. August bis 10. September 2012 reisen die Musiker des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra auf Einladung von Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn erstmals in die Beethovenstadt Bonn. Vor Ort proben die Jugendlichen für ihr Konzert am 19. September in der Beethovenhalle Bonn und ein von der Deutschen Welle organisiertes Workshop-Konzert in Berlin. Auf dem Programm stehen wie immer beim Orchestercampus ein Werk Beethovens und eine Komposition aus der Heimat des Gastorchesters. Die Deutsche Welle hat dem türkischen Komponisten Mehmet Erhan Tanman einen Kompositionsauftrag erteilt. In „The Traffic“ stellt Tanman das pulsierende Leben in Istanbul dar. Solisten in Beethovens Tripelkonzert sind die Konzertmeisterin des Orchesters, Hande Küden, sowie der Cellist Efe Baltacigil und der Pianist Hüseyin Sermet. Das weitere Programm steht unter dem Motto „Tänze“: Cem Mansur dirigiert Béla Bartóks Tanzsuite für Orchester, Richard Strauss‘ Walzerfolge Nr. 1 aus „Der Rosenkavalier“ und Maurice Ravels „Boléro”.

RWE Deutschland und RWE Turkey fördern den Orchestercampus und das Campuskonzert als Zeichen des Dialoges zwischen Orient und Okzident. Sebastian Ackermann, Leiter Kommunikation der RWE Deutschland AG sagt: „Wir als RWE Deutschland lassen Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis an unserer Wertschöpfung teilhaben. Daher fördern wir an dieser Stelle die Kunst und den kulturellen Austausch mit der Türkei.“

Auch das Auswärtige Amt fördert den Orchestercampus 2012. Das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra wird durch die Sabanci Stiftung gefördert.

Eintrittskarten für das Konzert am 19. September beim Beethovenfest Bonn sind bei Bonnticket und allen bekannten Vorverkaufsstellen im Vorverkauf erhältlich. Telefonische Bestellungen unter +49-228-50201313 (Mo-Fr 8–20 Uhr, Sa 9-18 Uhr, So 10–16 Uhr). Buchung im Internet hier.

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Orchestercampus von Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn mit türkischem Jugendorchester

Turkish National Youth Philharmonic Orchestra spielt unter der Leitung von
Cen Mansur in Bonn und Istanbul

Im zwölften Jahr des Orchestercampus von Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn ist das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra in Bonn zu Gast. Damit kommt zehn Jahre, nachdem das Orchester des staatlichen Konservatoriums an der Universität zu Istanbul beim Orchestercampus aufgetreten ist, erneut ein Jugendorchester aus der Türkei zum Beethovenfest Bonn. Die aus wirtschaftlicher und kultureller Sicht bedeutsame Entwicklung der Türkei wird unter dem Leitgedanken „Beethoven ile bulu?ma – Begegnung mit Beethoven“ thematisiert.

Das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra entstand 2006 aus dem International Children’s Symphony Orchestra, einem durch die Europäische Union im Jahr 2005 geförderten Projekt der Bursa Philharmonic Association. 2006 wurde die Association of Youth Orchestras gegründet, die zum Ziel hatte, ein Konzept für das erste nationale türkische Jugendorchester zu entwickeln und die Finanzierung zu sichern. Als Dirigent des daraus entstandenen Turkish National Youth Philharmonic Orchestra wurde Cem Mansur verpflichtet. Der in Istanbul geborene Dirigent mit türkisch-britischer Staatsbürgerschaft hat unter anderem bei Leonard Bernstein studiert. Unter der Leitung von Mansur entwickelte sich das Jugendorchester innerhalb weniger Jahre zu einem Orchester von hervorragendem künstlerischen Format. Die 95 Nachwuchsmusiker im Alter zwischen 16 und 22 Jahren bewerben sich jährlich in nationalen Vorspielen unter 400 Bewerbern um ihre Teilnahme beim Turkish National Youth Philharmonic Orchestra. Sie studieren an den renommierten Hochschulen von Adana, Ankara, Antalya, Bursa, Edirne, Eskisehir, Izmir, Istanbul und Mersin. Jeden Sommer kommt das Orchester mit Cem Mansur und musikalischen Tutoren zu einer dreiwöchigen Probenphase an der Sabanci Universität in Istanbul zusammen. Im Anschluss präsentieren die Jugendlichen das Erarbeitete in Konzerten: 2007 spielte Murray Perahia mit dem Turkish National Youth Philharmonic Orchestra, 2008 ging das Orchester nach öffentlichen Proben und Konzerten in der Türkei bereits auf seine erste Deutschlandtournee.

Nach einer Probenphase in an der Sabanci Universität in Istanbul vom 20. August bis 10. September 2012 reisen die 95 Mitglieder des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra auf Einladung von Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn erstmals in die Beethovenstadt Bonn. Vor Ort proben die Jugendlichen für ihr Konzert am 19. September in der Beethovenhalle Bonn und ein von der Deutschen Welle organisiertes Workshop-Konzert in Berlin. Auf dem Programm stehen wie immer beim Orchestercampus ein Werk Beethovens und eine Komposition aus der Heimat des Gastorchesters. Die Deutsche Welle hat dem türkischen Komponisten Mehmet Erhan Tanman einen Kompositionsauftrag erteilt. In „The Traffic“ stellt Tanman das pulsierende Leben in Istanbul dar. Solisten in Beethovens Tripelkonzert sind die Konzertmeisterin des Orchesters, Hande Küden, sowie der Cellist Efe Baltacigil und der Pianist Hüseyin Sermet. Das weitere Programm steht unter dem Motto „Tänze“: Cem Mansur dirigiert Béla Bartóks Tanzsuite für Orchester, Richard Strauss‘ Walzerfolge Nr. 1 aus „Der Rosenkavalier“ und Maurice Ravels „Boléro”.

Um die Bedeutung der Türkei als Weltregion im Umbruch umfassend zu thematisieren, ist ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Symposien, Kinderkonzerten, Gesprächsveranstaltungen und Filmprojekten in Istanbul und Bonn geplant. Ein Ensemble aus Mitgliedern des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, das im Juni beim Istanbul Music Festival gastiert, wird in Istanbul mit einigen Musikern des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra kammermusikalische Werke einstudieren: Die Septette von Ravel, Holst und Beethoven werden sowohl in Istanbul bei einem Kammerkonzert im Deutschen Generalkonsulat in Istanbul am 15.

Juni aufgeführt, als auch bei einem Mittagskonzert im Gremiensaal der Deutschen Welle in Bonn am 21. September. Die Musiker des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra erhalten während ihres einwöchigen Aufenthaltes beim Beethovenfest Gelegenheit, Festivalkonzerte zu besuchen. Geplant sind zudem Education-Projekte mit Bonner Schülern, die zu einem wachsenden gegenseitigen Verständnis und dauerhaftem Austausch führen sollen. Bei eigens konzipierten Minikonzerten des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra für Bonner Grundschüler werben die Deutschen und die Türken für wechselseitige Offenheit, Toleranz und Kooperation. Für „Look at Beethoven“, das Kurzfilmprojekt beim Beethovenfest Bonn, werden junge Filmemacher unter Anleitung von zwei Profis die türkischen Jugendlichen bei ihrem Bonn-Aufenthalt filmisch unter dem Titel „Auf Augenhöhe“ begleiten.

Zum Abschluss des fünftägigen Aufenthaltes beim Beethovenfest werden die Mitglieder des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra mit einer Party mit türkischen DJs verabschiedet. Diese Abschlussparty im Forum Süd der Beethovenhalle findet in Kooperation mit der c/o Pop statt.

Die Türkisch-Redaktion der Deutschen Welle feiert 2012 ihr 50-jähriges Bestehen –
eine Erfolgsgeschichte wie auch ein verpflichtendes Erbe, wichtige Aspekte des medialen Dialogs mit der Türkei beim Orchestercampus wieder aufzugreifen.

Organisiert von der Deutschen Welle proben im Juni 2012 in Istanbul Musiker des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und Studenten des Turkish National Youth Philharmonic Orchestra kammermusikalische Werke, die sie wenige Monate später beim Beethovenfest Bonn präsentieren. Die Deutsche Welle, türkische Partnersender wie NTV und die Teilnehmer eines Journalistenworkshops der DW Akademie sorgen für eine umfangreiche mediale Begleitung, unter anderem mit Filmbeiträgen und Podcasts.

Der Orchestercampus fand erstmals 2001 beim Beethovenfest Bonn statt, auf Initiative und in Kooperation mit der Deutschen Welle. Nach den Hochschulorchestern aus Kiew, Istanbul, Tiflis, Peking, Krakau, Johannesburg, Kairo, St. Petersburg und Hanoi in den Jahren 2001 bis 2009 begann 2010 die Sinfônica Heliópolis des Instituto Baccarelli aus São Paulo ihre erste Europatournee in Bonn. 2011 gab unter großem medialen Interesse das National Youth Orchestra of Iraq mit seinem Dirigenten Paul MacAlindin und der Geigerin Arabella Steinbacher sein erstes Konzert außerhalb des Irak. Die Musiker des Orchestercampus wohnen bei Bonner Familien. Die besondere Gastfreundschaft der Bonner Bürger hat in den letzten Jahren auf einer ganz persönlichen Ebene den Kulturaustausch gefördert und oft zu nachhaltigen Begegnungen und langfristigen Kontakten geführt.

RWE Deutschland und RWE Turkey fördern den Orchestercampus und das Campuskonzert als Zeichen des Dialoges zwischen Orient und Okzident. Sebastian Ackermann, Leiter Kommunikation der RWE Deutschland AG sagt: „Wir als RWE Deutschland lassen Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis an unserer Wertschöpfung teilhaben.

Daher fördern wir an dieser Stelle die Kunst und den kulturellen Austausch mit der Türkei.“

Auch das Auswärtige Amt fördert den Orchestercampus 2012. Das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra wird durch die Sabanci Stiftung gefördert.

Mi, 9. 5. 19:00

Diskussionsgespräch “Beethoven auf Türkisch“ mit dem Dirigenten Cem Mansur, Haus der Vielfalt Bonn
Veranstalter: Beethovenfest in Kooperation mit der Deutschen Welle und
Haus Migrapolis

Do, 10.5. 11:00

Pressekonferenz mit Cem Mansur, RWE, Deutsche Welle und
Beethovenfest Bonn
14:00 Besuch Cem Mansur Elisabeth-Selbert-Gesamtschule, Bonn
12.6. – 14.6. Kammermusik-Workshop von Deutsche Welle mit Musikern des
Deutschen Symphonie Orchesters Berlin und Turkish National Youth
Philharmonic Orchestras in Istanbul
Journalistenworkshop der DW-Akademie

Di, 12.6. 14:00

Panel „Schöner Schein oder verlässliches Fundament? –Zur Rolle von
Kultur und Bildung in den deutsch-türkischen Beziehungen“ mit Joachim Sartorius, Cem Mansur, Sermin Langhoff und Cem Erciyes, Moderation: Gero Schließ

Bilge-Universtiy präsentiert von Deutsche Welle und Goethe-Institut Istanbul

Fr, 15.6. Kammerkonzert, Deutsches Generalkonsulat Istanbul
DSO Musiker + Musiker des TNYPO

20.8. – 10.9. Orchesterproben in Istanbul

15.9. + 16.9. „Auf Augenhöhe”, Filmworkshop des Beethovenfestes Bonn für
18-20 Jährige, anschließende mediale Begleitung des Orchesters in Bonn
bis 22.9. (Ergebnispräsentation Jan. 2013)

So, 16.9. Orchesterreise nach Berlin
Mo, 17.9. 10:00

Generalprobe
19:30 Workshop-Konzert der Deutschen Welle, Berlin (nicht öffentlich)

Di, 18.9. 09:00

Orchesterreise Berlin – Bonn
11:00 Campus – Pressekonferenz, Deutsche Welle
17:00 Orchesterprobe, Beethovenhalle
20:00 Aufteilung auf die Gastfamilien

Mi, 19.9. 10:00

Generalprobe, Beethovenhalle
20:00 Campus-Konzert beim Beethovenfest Bonn (Radiomitschnitt / CDProduktion
Deutsche Welle)
22:00 Empfang für Orchester und Gastfamilien

Do, 20.9. 09:00

Probe Kammermusik mit Musikern des DSO‘s, Beethovenhalle
09:00 Probe für Kinderkonzert, Elisabeth-Selbert-Gesamtschule,
(mit Schülerbesuch)
14:00 Musik-Workshops an der Gesamtschule
19:00 Orchesterprobe, Stiftsschule

Fr, 21.9. 09:30

1. Kinderkonzert, Beethovenhalle
11:00 2. Kinderkonzert, Beethovenhalle
11:00 Kammermusik-Konzert bei der Deutschen Welle
13:00 Orchesterbesuch bei der Deutschen Welle
15:00 Orchesterbesuch im Beethoven-Haus
20:00 Konzertbesuch Beethovenfest Bonn: La Chambre Philharmonique mit
Emmanuel Krivine und Isabelle Faust, Beethovenhalle
Ab 22.30 Beethovenhalle – Forum Süd – türk. DJs und Live-Acts inklusive Party
Kooperation von Deutsche Welle, Beethovenfest Bonn und c/o pop –

Sa, 22.9. 09:00

Abreise des Orchesters
Workshop-Konzert
veranstaltet von Deutsche Welle (für geladene Gäste, nicht öffentlich)

Montag, 17.9.2012, 19:30 Uhr – Sendesaal von Radio BerlinBrandenburg
Cem Mansur, Dirigent
Jean-Christophe Spinosi, Dirigent (Beethoven)
Hande Küden, Violine
Efe Baltacigil, Violoncello
Hüseyin Sermet, Klavier
Ludwig van Beethoven: Tripelkonzert
Erhan Tanman: „Traffic“, Auftragswerk Deutsche Welle
Maurice Ravel: Bolero
Campus-Konzert
veranstaltet von Beethovenfest Bonn in Kooperation mit Deutsche Welle

Mittwoch, 19.9.2012, 20:00 Uhr – Beethovenhalle Bonn
Cem Mansur, Dirigent
Hande Küden, Violine
Efe Baltacigil, Violoncello
Hüseyin Sermet, Klavier
Béla Bartók: Tanzsuite
Ludwig van Beethoven: Tripelkonzert
Richard Strauss: Walzerfolge Nr. 1 aus „Der Rosenkavalier“
Erhan Tanman: „Traffic“, Auftragswerk Deutsche Welle
Maurice Ravel: Bolero

Bonn, Theater Bonn, Premiere DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR, 11.05.2012

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Theater Bonn

B-Premiere

DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR

von Otto Nicolai

Am Freitag, 11. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

Otto Nicolais komisch-phantastische Oper DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR feierte am 6. Mai 2012 als letzte Opernproduktion der Saison 2011/12 Premiere auf der Bühne des Opernhauses. Erstmals inszenierte der aus Basel stammende Regisseur und Künstler Tom Ryser am THEATER BONN. Am 11. Mai findet nun die B-Premiere statt. Zum ersten Mal sind bei dieser Vorstellung die Sopranistin Ingeborg Greiner als Frau Fluth und die Mezzo-Sopranistin Daniela Denschlag als Frau Reich zu erleben. Beide Damen gehören dem Ensemble von THEATER BONN an. Ingeborg Greiner glänzte hier zuletzt als Grete, Greta, Tini in Schrekers DER FERNE KLANG.

Ein Preisausschreiben sollte die Lösung bringen! Als Erster Kapellmeister des Wiener Kärntnertortheaters wurde Otto Nicolai vertraglich zur Komposition einer deutschen Oper verpflichtet. Das dafür geeignete Libretto versuchte er durch ein von ihm initiiertes Preisausschreiben zu finden. Doch dies blieb genauso ergebnislos wie seine Recherchen bei bekannten Komödienschreibern, darunter Gozzi und Calderón. Schließlich ließ er sich von Shakespeares COMEDY OF SIR JOHN FALSTAFF AND THE MERRY WIVES OF WINDSOR überzeugen – allein: Die Abgabefrist der Oper war überschritten. Nicolai wechselte 1847 an das Königliche Opernhaus Berlin. Dort stellte er in einem Hofkonzert Ausschnitte aus den LUSTIGEN WEIBERN vor, woraufhin König Friedrich Wilhelm IV. die Uraufführung anordnete. Kämpfe auf den 48er Barrikaden und im Besetzungsbüro des Theaters verzögerten diese, bis endlich am 9. März 1849 eine der beliebtesten deutschen komischen Opern das Licht der Öffentlichkeit erblicken konnte.

Seine Dreistigkeit, den beiden Nachbarinnen Frau Fluth und Frau Reich zur selben Zeit den gleichen Liebesbrief zu schicken, muss der wenig edle Ritter Sir John Falstaff teuer bezahlen. Denn ohne es zu ahnen, gerät er an zwei verheiratete Damen, denen zu schmeicheln kein leichtes Unterfangen ist und die zudem in innerfamiliäre Probleme wie eifersüchtige Ehemänner und eigensinnige Töchter im heiratsfähigen Alter verstrickt sind. So kommt ihnen Falstaffs Frechheit dann doch gerade recht, denn die Rache an ihm lässt sich gut mit der Lösung der bereits vorhandenen Konflikte verknüpfen. Nach diversen Intrigen, Blessuren und viel Gespött müssen die Gatten anerkennen: „Mein’ Seel’, ihr Weiber! Ihr habt’s gescheit gemacht!“ und Falstaff sich geschlagen geben: „Macht mit mir, was ihr wollt“.

Musikalische Leitung Robin Engelen | Inszenierung Tom Ryser | Bühne und Kostüme Stefan Rieckhoff | Choreinstudierung Ulrich Zippelius | Choreographie Bea Nichele Wiggli | Mit Daniela Denschlag, Ingeborg Greiner, Emiliya Ivanova; Randall Bills, Ramaz Chikviladze, Giorgos Kanaris, Philipp Meierhöfer, Piotr Micinski Mark Rosenthal | Tänzerinnen Melina Faka, Bea Nichele Wiggli, Soledad Maria Steinhardt

Chor des THEATER BONN I Beethoven Orchester Bonn

Bonn, Beethovenfest Bonn, Schülermanager 2012 organisieren Samy Deluxe-Konzert, 29.09.2012

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Beethovenfest

Beethoven Deluxe

Schülermanager 2012 organisieren Samy Deluxe-Konzert beim Beethovenfest Bonn

„Wer hätte das gedacht?“ Dieser Titel des 2003 von Samy Deluxe veröffentlichten Songs passt hervorragend auf das diesjährige Konzert der Schülermanger. Einer der bekanntesten Rapper Deutschlands tritt beim „klassischen“ Bonner Beethovenfest auf. Das Besondere an diesem Konzert ist nicht nur, dass es über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr von zehn Schülern aus neun Bonner Gymnasien geplant wird. Im Vorfeld findet außerdem ein dreitägiger Workshop für rund 180 Bonner Haupt- und Realschüler statt, der von den Schülermanagern des Jungen Beethovenfestes organisiert wird. In diesem erarbeiten die Teilnehmer zusammen mit dem Rap-Künstler und mehreren Dozenten vom Crossover e.V. eine eigene Bühnenshow, die vor Samy Deluxes Konzert präsentiert wird.

Das Motto des Konzerts von Samy Deluxe und Tsunami Band, das am 29. September um 20 Uhr im Telekom Forum in Bonn-Beuel stattfindet, lautet „Zurück zu wir“. Dies ist der Titel eines Songs von Samy Deluxes Album „Schwarzweiss“, das im Sommer 2011 veröffentlicht wurde. In diesem Lied ruft der Rapper die Jugendlichen auf, der Passivität in den Großstädten entgegenzuwirken. „Gib mir was neues, zeig mir jemand‘, der sich etwas traut.“

Dieses Liedzitat spiegelt die Motivation bei den Angeboten des Jungen Beethovenfestes wieder: Jugendliche, die offen sind für Neues hinter die Kulissen eines internationalen Festivals schauen zu lassen. „Wir wollen den Jugendlichen zeigen, was es konkret bedeutet, ein Festival in seiner Komplexität zu organisieren, wie attraktiv es auch für junge Leute sein kann und daraus den Mehrwert zu gewinnen, dass viele weitere Personenkreise jeden Alters sich angesprochen fühlen und bei uns andocken können“, erklärt Ilona Schmiel, Intendantin des Beethovenfestes Bonn.

Gefördert werden das Schülermanager-Projekt 2012, das einen bedeutenden Teil des Jungen Beethovenfestes ausmacht, und das Konzert von Samy Deluxe von der Deutschen Telekom, der Deutsche Bank Stiftung und der RheinEnergie Stiftung Kultur. 2009 hatten die ersten Schüler die Möglichkeit, bei diesem Projekt mitzuwirken. Seitdem wurde es mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise 2011 mit dem Bundespreis in der Sparte „Kultur“ beim Ideenwettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“.

Jeder der zehn Schülermanager im Alter von 15 bis 18 Jahren ist für einen bestimmten Bereich verantwortlich und wird dabei von einem Mitarbeiter des Beethovenfestes begleitet. Während es bei der Intendanz und bei der Presse eher darum geht, das Projekt nach außen zu vertreten, stellt das künstlerische Betriebsbüro den Kontakt zum Künstler her. Die Marketing-Abteilung teilt sich in die Bereiche Print- und Web-Marketing, denn besonders bei einer jungen Zielgruppe sind Medien wie soziale Netzwerke und Internetblogs unverzichtbar. Die Marketing-Web Abteilung gestaltet außerdem die eigene Schülermanager-Website www.schuelermanager-beethovenfest.de .

„Ich bin Schülermanager geworden, weil ich nicht nur Zuschauer sein wollte, sondern zum ersten Mal ein Konzert selbst mitgestalten wollte. Das Beethovenfest ist ideal dafür geeignet und bietet die besten Voraussetzungen. Die Chance Schülermanager zu sein hilft uns, unsere individuellen Fähigkeiten auszubauen und zu verbessern. Deshalb gehe ich mit großem Respekt und Verantwortung meiner Aufgabe als Schülerintendant und Kaufmännischer Direktor nach”, begründet Jamil Osso seine Motivation, sich als Schülermanager 2012 zu bewerben.

Den Künstler Samy Deluxe zu engagieren, war schon ein Wunsch der Schülermanager 2010, der nun mit der vierten Schülermanagergeneration umgesetzt wird. Der in Hamburg geborene Rapper engagiert sich in dem von ihm gegründeten Verein Crossover e.V. für das Miteinander von Jugendlichen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. Zusammen mit Crossover e.V. organisieren die Schülermanager Workshops in den Bereichen Video, Rap, Instrumental/Percussion/Producing, Gesang, Graffiti, Tanz und Beatboxing.

Die Karten für das Konzert kosten 23 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren. Für Schüler, Studenten und Auszubildende bis 30 Jahren gibt es 50 Prozent Rabatt. Erhältlich sind die Tickets unter www.beethovenfest.de , www.schuelermanager-beethovenfest.de oder auch telefonisch unter 0228-50201313.

Pressetexte und Bildmaterial stehen zum Download unter http://www.schuelermanager-beethovenfest.de/presse/ bereit.

Ein Projekt für die Deutsche Telekom.

Das Projekt „Schülermanager beim Jungen Beethovenfest“ wird gefördert durch die Deutsche Bank Stiftung und die RheinEnergie Stiftung Kultur.

Bonn, Theater Bonn, MAI-TANZTAGE BONN, 09. bis 31.05.2012

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Theater Bonn

MAI-TANZTAGE BONN

Vom 9. bis 31. Mai 2012

Geballter Tanz im Mai. 1 x Frankreich, 1x New York und 2 x Kanada stellen sich in Bonn vor. Vier in aller Welt gefeierte Compagnien mit je zwei Aufführungen lassen den Frühling im Opernhaus Bonn zu einem Genuss für Auge und Ohr werden.

Da das Beethoven Orchester Bonn die 1. und 5. Sinfonie Beethovens sowie Mahlers 1. Sinfonie auf CD einspielt, steht es für Opernaufführungen im Mai nur begrenzt zur Verfügung. THEATER BONN bietet daher ein umfangreiches Tanzprogramm an.

Die MAI-TANZTAGE werden am 9. und 10. Mai mit dem Debüt der COMPAGNIE DCA – PHILIPPE DECOUFLÉ eröffnet. Phillippe Decouflé –  in Deutschland zu Unrecht fast unbekannt –  wird als französische Antwort auf Pina Bausch in aller Welt gefeiert. Auf dem Programm steht sein neustes Werk OCTOPUS, das einer betörenden Entdeckungsreise durch Farb- und Formkontraste gleicht und extreme Gefühle von großer Intensität und Sinnlichkeit zeigt. Die Live-Musik stammt von Sänger, Komponist und Multi-Instrumentalist Labyala Nosfell, in der Szene ein absoluter Geheimtipp, der gemeinsam mit dem Cellisten Pierre Le Bourgeois auftritt.

Es folgt am 17. und 18. Mai die COMPAGNIE MARIE CHOUINARD aus Montréal mit bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS. Das Werk in zwei Akten wurde 2005 für das Internationale Tanzfestival der Biennale Venedig von Marie Chouinard kreiert. In diesem Stück drücken die Tänzer – ausgestattet mit Krücken, Prothesen und horizontalen Stangen – das Thema der Freiheit in verschiedenen Variationen aus. Es erklingt eine Bearbeitung Bachs Goldberg-Variationen Nr. 5, 6 und 8 von Louis Dufort, die mit Wortzuspielungen des Pianisten Glenn Gould ergänzt werden.

Die dritte Compagnie im Bunde ist AILEY II aus New York, welche am 22. und 23. Mai erstmals auf der Bühne des Bonner Opernhauses zu bewundern ist. Unter der künstlerischen Leitung der früheren Ailey-Tänzerin Sylvia Waters entwickelte sich Ailey II seit 1974 zu einer der populärsten professionellen Compagnien der USA. AILEY I tourte im Sommer 2011 unter enormem Medieninteresse durch Europa. THE HUNT, eine Choreographie dessen künstlerischen Leiters Robert Battles, stand auf dem Programm und bildet auch einen Programmteil von AILEY II. Bei keiner Aufführung einer Alwin Ailey Compagnie darf das afrikanisch-amerikanische Tanz-Spiritual REVELATIONS – ein Meisterwerk des amerikanischen Tanzpioniers – fehlen.

Und last but not least begrüßen wir im Bonner Opernhaus erneut die größte Compagnie Kanadas LES GRANDS BALLETS CANADIENS DE MONTRÉAL am 30. und 31. Mai mit über 40 Tänzern. Sie tanzen das Handlungsballett LEONCE UND LENA von Christian Spuck, welches im Jahr 2008 in Essen uraufgeführt und in Stuttgart begeistert gefeiert wurde. Die Choreographie von Christian Spuck wurde dafür für den Theaterpreis DER FAUST nominiert. Spuck verwandelt Georg Büchners romantische Komödie in ein tempo- und einfallsreiches Lustspiel, das äußerst unterhaltsam, aber niemals seicht ist.

Die Botschaft Kanadas und die Regierung Québecs unterstützen den Auftritt der beiden Compagnien Kanadas bei den Mai-Tanztagen.

Ruth Tauchert zeichnet während der Maitanztage live aus der Intendantenloge

Die Künstlerin Ruth Tauchert zeichnet bei den Mai-Tanztagen während der Vorstellungen die Tänzerinnen und Tänzer der internationalen Compagnien. Aus der Intendantenloge des Bonner Opernhauses wird die aus Köln stammende Künstlerin die Choreographien mitverfolgen und live zeichnen. Die so entstandenen Bilder werden nach den Vorstellungen im Foyer des Opernhauses ausgestellt und zum Verkauf angeboten.

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MAI-TANZTAGE 2012

HIGHLIGHTS DES INTERNATIONALEN TANZES   am THEATER BONN

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COMPAGNIE DCA – PHILIPPE DECOUFLÉ (Frankreich)

OCTOPUS

9. und 10. Mai 2012, jeweils 19.30 Uhr, Opernhaus

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COMPAGNIE MARIE CHOUINARD (Kanada)

bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS

17. Mai, 18 Uhr und 18. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

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AILEY II (New York)

ECHOES/SPLENDID ISOLATION II(excerpt)/THE HUNT/REVELATIONS

22. und 23. Mai 2012, jeweils 19.30 Uhr, Opernhaus

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LES GRANDS BALLETS CANADIENS DE MONTRÉAL (Kanada)

LEONCE UND LENA

30. und 31. Mai 2012, jeweils 19.30 Uhr, Opernhaus

Die Vorstellungen der MAI-TANZTAGE werden live von der Künstlerin Ruth Tauchert gezeichnet und nach den Vorstellungen im Foyer präsentiert.

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COMPAGNIE DCA – PHILIPPE DECOUFLÉ (Frankreich)

OCTOPUS

Der Charme der Tentakel von Decouflé – OCTOPUS, das neue Stück des Choreographen, steckt voller Phantasien – Le Monde

Musik, Tanz, Multimedia – alles ist perfekt aufeinander abgestimmt in diesem überdrehten Theatermosaik mit vielen glänzenden Steinchen … Die Tänzer und Musiker sind großartig, und der Sänger Labyala Nosfell, der über sämtliche hohen und tiefen Töne der menschlichen Stimme verfügt, kommt einer mittleren Sensation gleich. –  Renate Klett

Bei den Maitanztagen debütiert auf der Bühne des Bonner Opernhauses am 9. und 10. Mai die Compagnie DCA des französischen Starchoreographen Philippe Decouflé. Als ich ein Kind war, träumte ich davon ein Comic Zeichner zu werden. Das Zeichnen ist oft der Ursprung einer neuen Kreation für mich. Ich bringe meine Ideen zu Papier, wobei ich alles festhalte, was mir durch den Kopf geht. Meine Kultur basiert auf Comics, musikalischen Komödien, dem Tanz in Nachtclubs und so weiter …, sagt der am 22. Oktober 1961 in Paris geborene Tänzer und Choreograph
Philippe Decouflé. Seine Choreographien, immer geleitetet von der Idee der Schönheit, zelebrieren den menschlichen Körper in seiner natürlichen Grazie. Dabei täuscht ein raffiniertes Zusammenspiel von Tanz und Videoeffekten die Sinne und füllt den Bühnenraum mit Illusionen.

Philippe Decouflé erhielt seine Ausbildung an der Ecole du Cirque de Paris und bei Marcel Marceau. Sein wichtigster Lehrer, wie er selbst sagt, war in Sachen Tanztechnik Merce Cunningham in New York, bei dem er auch an Videokursen teilnahm. Seine überragende Inszenierung der Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen Winterspiele 1992 in Albertville hat seinen Ruf bestätigt, einer der originellsten Choreographen Frankreichs zu sein. Auch für die Eröffnungsfeier zum 50jährigen Bestehen des Filmfestivals von Cannes kreierte er 1996 eine beeindruckende Zeremonie. Für seine Bühnenproduktionen, Musikvideos, Kurzfilme und Werbespots (Dior) wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Sein neuestes Bühnenwerk OCTOPUS gleicht einer betörenden Entdeckungsreise durch Farb- und Formkontraste und zeigt extreme Gefühle von großer Intensität und Sinnlichkeit. Die Choreographie OCTOPUS, kreiert am 5. Oktober 2010, ist sozusagen eine außerordentliche Präsentation der Tanzkunst von Philippe Decouflé. Der Künstler wird als ewiger Illusionist dargestellt, der mit seinen beliebten Motiven spielt und neue Spektren eröffnet. Vom Solo bis zum Gruppentanz zeigt diese Variation Emotionen wie Jubel, Romantik, Glück und Entdeckungsgeist. Doch plötzlich steht die Zeit in all dieser Intensität still, angehalten durch die Grazie der menschlichen Präsenz einer solistischen Tänzerin …

Die Compagnie DCA – Philippe Decoulflé wurde 1983 als Kollektiv gegründet, d.h. alle Inszenierungen werden von den Mitgliedern der Compagnie gemeinsam entwickelt. Bereits die erste Produktion VAGUE CAFÉ hatte riesigen Erfolg. Zu den jüngsten Produktionen gehören SOMBREROS und OCTOPUS. Auftritte führten die Compagnie rund um die Welt, u.a. nach Yokohama, Tokio, Osaka, Shanghai, Madrid, London, Vancouver, Montréal, Toronto, Calgary, New York und Atlanta.  Beheimatet ist die Compagnie in der 1952 von André Lurçat erbauten Chaufferie in Saint-Denis. Lange Zeit diente dieses Gebäude als Stromwerk, bevor es zu einem Ballettcenter umfunktioniert wurde. Heute beinhaltet es eine Bühnenfläche von 200m² sowie ein Tanzstudio mit 80m². Seit der Renovierung im Jahr 1993 bietet die Chaufferie mit ihrer Ausstattung von Probenräumen über Umkleidekabinen bis hin zu Büros alles, was eine moderne Compagnie benötigt.

Ein Konzert mit dem inzwischen Kultstatus genießenden Labyala Nosfell ist ein Hörerlebnis. Der Sänger, Komponist und Multi-Instrumentalist Nosfell gebraucht seine ungeheuer geschmeidige Stimme wie ein Instrument und verbindet in seiner Musik die Energie von Les Claypool, die melodische Kraft von Joni Mitchell und die Magie von Tom Waits. Für die Musik zu OCTOPUS hat er sehr eng mit den Tänzern und Philippe Decouflé zusammengearbeitet, um das musikalische Material, die Rhythmen, Harmonien sowie die Instrumentierung auszuwählen. Im Duo tritt er live mit dem Cellisten Pierre Le Bourgeois auf.

Eine Koproduktion von Compagnie DCA-Philippe Decouflé mit Théâtre National de Bretagne-Rennes, Théâtre National de Chaillot, Movimentos Festwochen der Autostadt Wolfsburg, La Coursive – Scène Nationale de La Rochelle, Torinodanza, Théâtre de Nîmes.

 Choreographie von Philippe Decouflé Live-Musik Labyala Nosfell, Pierre Le Bourgeois

Mit 8 Tänzern

www.cie-dca.com, www.nosfell.com

Am 9. und 10. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus


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COMPAGNIE MARIE CHOUINARD (Kanada)

bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS

Ein Stück von virtuoser, verstörender Schönheit, das das Perfekte im Unvollkommenen und das Unvollkommene im Perfekten sucht … –  Welt online

Erlaubt ist, was gefällt – und das Publikum zeigt sich bei der Aufführung … nicht ohne Grund begeistert. –  Hartmut Regitz, tanznetz.de
Nur ganz wenige Choreografen haben eine so markante, persönliche und unmöglich zu kopierende Bildersprache geschaffen wie Marie Chouinard. Hier überlagern sich nun Welten, die so viel Genuss wie Leiden verheißen, so viel Menschliches wie Animalisches, so viel Freiheit wie Behinderung. –  kultiversum.de

Der Traum vom Entschweben auf Spitzenschuhen ist schon oft an zu viel Gravitationskraft gescheitert. Und so gibt Marie Chouinard ihren Tänzern die Erdenschwere gleich mit auf die Bühne: Sie hängen an Seilen, schweben auf Krücken und Stangen, und wenn sie „auf Spitze“ tanzen, dann höchstens auf einem Fuß, was ihnen völlig neue Bewegungsformen abverlangt. Dennoch werden die Prothesen, Stangen und Seile den Tänzern nicht zum Hindernis, sondern zu einer Verlängerung ihrer Körper, wodurch sie wie seltsame Wesen aus einer anderen Welt erscheinen.

Das Werk bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS ist ein Ballett in zwei Akten und wurde 2005 für das Internationale Tanzfestival der Biennale Venedig von Marie Chouinard kreiert. In diesem Stück drücken die Tänzer Marie Chouinards Compagnie – ausgestattet mit Krücken, Prothesen und horizontalen Stangen – das Thema der Freiheit in verschiedenen Variationen aus. In Soli, Duos, Trios und Gruppentänzen entstehen ungewöhnliche dynamische Körpergesten, welche die menschliche Kondition nachempfinden. Musikalisch begleitet wird der Abend durch eine Bearbeitung Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen Nr. 5, 6 und 8 von Louis Dufort. Außerdem gibt es Zuspielungen von Kommentaren des Pianisten Glenn Gould.

Marie Chouinard gründete 1990 ihre Compagnie, die heute auf den großen Bühnen und bei den bekanntesten Festivals der Welt auftritt. Ihre Wurzeln hat die Compagnie in Marie Chouinards erster Choreographie aus dem Jahr 1978, dem Solo CRYTALLIZATION, welches für seine Originalität damals sofort auf großen Zuspruch stieß. Seit der Gründung hat Marie Chouinard rund ein Dutzend Choreographien für ihre Compagnie geschaffen. Jedes der Werke vollführt eine Odyssee durch die Geschichte der Menschlichkeit, wobei Stil und Substanz in perfektem Einklang sind. Seit dem Jahr 2007 ist die Compagnie Marie Chouinard in einem eigenen Tanzcenter untergebracht, dem LA BIBLIOTHÈQUE – Espace Marie Chouinard in 4499, avenue d l’Esplanade in Montréal.
Meine Quelle ist immer der Körper selbst gewesen und besonders die Stille und der Atem, welche den ‚unsichtbaren’ Teil des Lebens ausmachen, sagt die im kanadischen Québec geborene Marie Chouinard. Als Choreographin begann sie, verschiedenste Medien in ihre Stücke mit einzubeziehen und den Körper in den Focus ihrer Kreationen zu rücken. 1986 wurde Chouinard mit dem JACQUELINE-LEMIEUX-AWARD, ein Jahr später mit dem CHALMERS-AWARD ausgezeichnet. 1990 gründete sie die Compagnie Marie Chouinard. In Bonn war die Compagnie im März 2010 zu Gast und beeindruckte mit ihrem Programm aus Anlass des 100. Geburtstages der Ballets Russes: PRELUDE TO THE AFTERNOON OF A FAUN und LE SACRE DU PRINTEMPS. Insgesamt hat Marie Chouinard mehr als 50 Solo- und Gruppenwerke kreiert. Dabei reflektieren ihre seit 1978 geschaffenen Stücke ihre Sicht des Tanzes als eine heilige Kunst sowie ihren Erfindungsgeist eines immer neuen Universums. In ihren Werken feiert Marie Chouinard den menschlichen Körper durch kräftige, energetische Bewegungen als Mittelpunkt des Lebens.

Für bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS wurden Marie Chouinard und ihre Compagnie im Jahr 2009 mit dem Gemini Award ausgezeichnet.

Choreographie Marie Chouinard Musik Louis Dufort: Variations on the Variations, Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen 5, 6, 8/Redebeiträge von Glenn Gould

Mit 18 Tänzern

www.mariechouinard.com

Am 17. Mai, 18 Uhr und 18. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

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AILEY II (New York)

ECHOES/SPLENDID ISOLATION II(excerpt)/THE HUNT/REVELATIONS

…Tanz von höchster Energie, der noch mehr elektrisiert durch den Impuls des jugendlichen Ehrgeizes. – The New York Times

AILEY II gilt als Inbegriff für jungen, innovativen Tanz. Im Mai 2012 gastiert die Compagnie zum ersten Mal in Bonn. Das Credo der Tänzer ist die Klarheit der Bewegung, die Vielfalt der Tanzstile und die Menschlichkeit ihrer Geschichten. Der Geist und die Energie der größten jungen Talente der USA verbinden sich hier mit der Leidenschaft und der Kreativität herausragender Choreographen der heutigen Generation. Unter der künstlerischen Leitung der früheren Ailey-Tänzerin Sylvia Waters entwickelte sich Ailey II seit dem Jahr 1974 zu einer der populärsten professionellen Compagnien des Landes, die von der Kritik hoch gelobt wird. Dabei wird ein bis zum Rand gefüllter Tourneeplan mit ausgedehnten gesellschaftlichen Programmen unter einen Hut gebracht.

Der Tänzer und Choreograph Alvin Ailey, der die Rassendiskriminierung an sich selbst erleben musste, gründete seine Compagnie 1958 mit dem Ziel, Tänzer aller Hautfarben gemeinsam auf die Bühne zu bringen. 1969 richtete er das Alvin Ailey Dance Center ein, welches heute The Ailey School heißt. Gleichzeitig entstand auch Ailey II, damals unter dem Namen Alvin Ailey Repertory Ensemble.

Seit 53 Jahren erzählen die Ailey-Tänzer weltweit vom Leid, der Lebenslust, von Unterdrückung und Aufbegehren des schwarzen Amerika. Sylvia Waters, die Ailey II seit 1974 zu einer überaus erfolgreichen und populären Compagnie gemacht hat, wird ihr Amt als Künstlerische Leiterin am 30. Juni 2012 an den ehemaligen Ailey Tänzer, Lehrer, Choreograph sowie seit 2003 als Associate Artistic Director wirkenden Troy Powell übergeben. Dennoch wird Sylvia Walters der Compagnie Ailey II weiterhin erhalten bleiben und sich als Leiterin von The Ailey Legacy Residency um das Repertoire verdient machen. Als der legendäre Alvin Ailey am 1. Dezember 1989 starb, schrieb die New York Times: … man musste ihn nicht persönlich kennen, um von seiner Menschlichkeit, seiner Begeisterung, seiner Überschwänglichkeit und seinem Mut für eine gemischt-rassische Kultur in Brüderlichkeit berührt zu sein.

Es war nicht nur die Hautfarbe. Es ging um die Kultur, darum, ein Teil der amerikanischen Gesellschaft zu sein. Er (Ailey) hat sich immer als Teil des amerikanischen Ganzen gesehen. Barack Obama ist eine Art der Erfüllung dieses Traums. – Sylvia Waters

Thang Dao’s ECHOES begann als Darstellung von Jagderinnerungen. Seither hat das bewegende Ballett ein Eigenleben entwickelt, wie das Echo von Erinnerungen in die entfernte Vergangenheit. Gleichzeitig wird unser Bewusstsein mit der Gegenwart erfüllt.

Jessica Lang hat SPLENDID ISOLATION II speziell für Ailey II kreiert. Das beeindruckende Werk  basiert auf dem Chorstück O Maria, Stella Maris des Trio Mediaeval. Im Zentrum steht eine Frau, die mit einem großen Rock bekleidet ist.

Das Stück THE HUNT ist die sechste Choreographie des neuen Künstlerischen Direktors Robert Battle für Alvin Ailey American Dance Theater. Sehr athletisch geht es in diesem im Jahr 2001 in New York uraufgeführten Stück für sechs Tänzer zu, wobei der natürliche Jagdtrieb des Menschen und der primitive ‚Kick’, die er dabei erlebt, im Vordergrund stehen. Musikalisch begleitet ein kräftiger Schlagzeug-Soundtrack von Les Tambours du Bronx, der das explosive Moment zwischen modernem Sport und den Ritualen der Gladiatoren unterstreicht.

1960 schuf Alvin Ailey mit dem Ballett REVELATIONS ein Meisterwerk des amerikanischen Modern Dance. Das rund 30minütige Tanz-Spiritual ist bis heute Revue, politisches Statement und ein Erbe des Genies Alvin Ailey zugleich. Afrikanisch-amerikanische Spirituals, Gospels und geistlicher Blues erkunden in REVELATIONS bis in die tiefsten Schichten die geistlichen Freuden der Seele.

Künstlerische Leitung Sylvia Waters Choreographie Than Dao/Jessica Lang/Robert Battle/ Alvin Ailey Musik Ezio Bosso/Trio Mediaeval/Les Tambours du Bronx/Traditional spirituals

 Mit 12 Tänzern

www.alvinailey.org

Am 22. und 23. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

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LES GRANDS BALLETS CANADIENS DE MONTRÉAL (Kanada)

LEONCE UND LENA

Dabei charakterisiert Spuck nicht nur die zwei Titelfiguren differenziert und überzeugend, sondern er zeichnet auch die Menschen in ihrer Gesellschaft mit treffenden Strichen. … Wesentlich unterstützt werden die Intentionen des Choreografen durch die kongeniale Ausstattung von Emma Ryott und die passende Collage der geschickt ausgewählten Musik. – Giessener Allgemeine Zeitung

Das Handlungsballett LEONCE UND LENA wurde 2008 in Essen uraufgeführt und 2010 in Stuttgart stürmisch gefeiert. Die Choreographie von Christian Spuck wurde dafür für den Theaterpreis DER FAUST nominiert. Christian Spuck verwandelt Georg Büchners romantische Komödie in ein tempo- und einfallsreiches Lustspiel, das äußerst unterhaltsam, aber niemals seicht ist. Die Königskinder Leonce und Lena sind gelangweilt, trotzig, überdrüssig, kindlich, naiv. Sie suchen nur kurz Erfüllung in der Liebe. Dann fügen sie sich wieder wie Maschinchen in den putzigen Kosmos ihrer überschaubaren Welt. Altes und Modernes kreist umeinander, so wie auch Büchner in seinem Lustspiel Revolution und Resignation nebeneinander stellte. Einer der Wege, durch den Christian Spuck die Satire in seiner Choreographie illustriert, ist die Verwendung der Musik des beschwingten Johann Strauss. Die Werke des Walzerkönigs untermalen die Parodie mit ihren gelegentlich amüsanten und tragikomischen Momenten.

Der aus Marburg stammende Christian Spuck erhielt seine tänzerische Ausbildung bei John Cranko in Stuttgart und war beim Stuttgart Ballett zunächst Tänzer. Im Jahr 2001 wurde er zum Hauschoreographen des Stuttgarter Balletts ernannt und trägt seitdem mit seinem Werk maßgeblich zur Ausformung des modernen Profils der angesehenen Compagnie bei. Seitdem schuf er für das Stuttgart Ballett fünfzehn Welturaufführungen. Ab 2006 war er für eine Spielzeit zudem Resident Choreographer der Compagnie Hubbard Street Dance 2 in Chicago und tritt als Regisseur und Choreograph auch im Bereich Film und Musiktheater in Erscheinung. Für namhafte Compagnien wie das Aterballetto, das New York City Ballet oder das Royal Swedish Ballet erarbeitete Christian Spuck ebenfalls vielbeachtete Choreographien. Ab der Saison 2012/13 übernimmt er die Leitung des Zürich Balletts in der Nachfolge von Heinz Spoerli. Im November 2011 wurde Christian Spuck für die u.a. mit dem THEATER BONN koproduzierte Choreographie Poppea//Poppea mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet.

Les Grands Ballets Canadiens de Montréal, Kanadas größte Ballettcompagnie, wurde im Jahre 1957 von Ludmilla Chiriaeff gegründet und ist seitdem Vorreiter in der Verbreitung und Entwicklung der Tanzkunst in Montréal und ganz Kanada. Zunächst begann sie in den 60ern mit klassischen Balletten wie GISELLE, LES NOCES und NUSSKNACKER. Bald folgten auch innovative Stücke wie CARMINA BURANA und TOMMY von Fernand Nault. In den 70er und 80er Jahren gab man dann sukzessive Werke in Auftrag und tanzte auch Choreographien von Balanchine. In den 90ern förderte man weiterhin kanadische Choreographen, nahm aber auch Stücke europäischer Größen wie Jirí Kylián, Mats Ek and Ohad Naharin mit auf den Spielplan. Heute können die Grands Ballets gerade durch ihr vielfältiges Repertoire, das von den großen Klassikern bis zum modernen Tanz reicht, die Zuschauer auf jede nur erdenkliche Weise erreichen und bewegen. Die künstlerische Leitung liegt seit dem Jahr 2000 in Händen des Choreographen und ehemaligen Tänzers Gradimir Pankov. Les Grands Ballets Canadiens de Montréal begeisterten das Bonner Publikum 2010 bei den Ostertanz-Tagen mit drei ausverkauften Vorstellungen von Mats Ecks SLEEPING BEAUTY und Ohad Naharins MINUS ONE.

Künstlerische Leitung Gradimir Pankov Choreographie Christian Spuck
Musik Johann Strauss, Bernd Alois Zimmermann, Martin Donner, Alfred Schnittke u.a.

Mit 40 Tänzern

www.grandsballets.com

Am 30. und 31. Mai 2012, jeweils 19.30 Uhr, Opernhaus

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Ruth Tauchert zeichnet während der Maitanztage live aus der Intendantenloge

Die Künstlerin Ruth Tauchert zeichnet bei den Maitanztagen während der Vorstellungen die Tänzerinnen und Tänzer der internationalen Compagnien. Aus der Intendantenloge des Bonner Opernhauses wird die aus Köln stammende Künstlerin die Choreographien mitverfolgen und live zeichnen. Die so entstandenen Bilder werden nach den Vorstellungen im Foyer des Opernhauses ausgestellt und zum Verkauf angeboten.

Der Schwerpunkt künstlerischer Tätigkeit liegt für Ruth Tauchert in der zeichnerischen Veranschaulichung und Interpretation von Bewegung. Das skizzenhafte Einfangen von „Momentaufnahmen“ auf Papier beruht auf einer sehr eigenständigen Zeichentechnik, die sich nicht nur vieler Medien, wie Graphit, Tusche oder Ölpastell, bedient, sondern durch eine besonders spontane Arbeitsweise auffällt. Alle ihre Zeichnungen entstehen vor Ort und konzentrieren sich auf Handlungen, in denen die Bewegung das zentrale Motiv darstellt. Somit bieten Tänzer, Dirigenten oder Sportler die Bewegungsabläufe, die Ruth Tauchert in intuitiver Weise als Momente einfängt. Die Bewegung steht für Tauchert als Symbol für Leben und wird von ihr durch eine eigene Ästhetik manifestiert, die sich aus Geschwindigkeit, Eleganz und emotionaler Ausdrucksweise zusammensetzt. Die graphische Verdeutlichung komplexer Bewegungsmomente vor Ort bietet eine enorme künstlerische Herausforderung und wird von Ruth Tauchert in ihrer impulsiven und expressiven Zeichensprache äußerst kreativ umgesetzt.

Ruth Tauchert

Ruth Tauchert wurde am 3. November 1963 in Köln Lindenthal geboren und lebt seit 25 Jahren mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bonn Bad Godesberg. Sie absolvierte zunächst eine Ausbildung als Goldschmiedin und war freiberuflich als Schmuckgestalterin tätig. Anschließend studierte sie Bildhauerei an der Alanus-Hochschule in Alfter und ist nun seit rund 15 Jahren freischaffende Künstlerin. Das Thema „Bewegung“ zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeiten. Spontan, sozusagen live, zeichnet sie an verschiedensten Orten. 2001 setzte die Ausstellung KONZERTFARBEN – FARBKONZERT in der Beethovenhalle Bonn einen vorläufigen Schlusspunkt unter die mehr als zwei Jahre andauernde zeichnerische Begleitung des Bonner Beethoven Orchesters. Seither gibt es immer wieder Phasen in denen sie bei Proben dort zeichnet.

2003 präsentierte das Opernhaus Bonn und das damalige Choreographische Theater von Pavel Mikulastik die Ausstellung TANZ, Zeichnungen von Ruth Tauchert. Auch diese Zeichnungen gründeten auf einer mehr als zwei Jahre andauernden Begleitung der Tänzer im Ballettsaal und auf der Bühne. Neben vielen anderen Themen begleitete Ruth Tauchert auch die Produktionen HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN und MACHT DES SCHICKSALS im Opernhaus Bonn.

Zahlreiche freie Tänzergruppen waren weiterhin Thema ihrer Arbeit. Die Ausstellung TANZ II im Jahr 2005 im Kulturzentrum Brotfabrik zeigte wiederum Tänzer. Auch im Theater im Ballsaal wurden 2007 Zeichnungen von Tänzern der freien Gruppe Cocoon Dance ausgestellt. 2008 zeigte das Staatstheater Braunschweig im Kleinen Haus ZEICHNUNGEN ZU BÜHNENPROBEN. Im gleichen Jahr war im Großen Haus mit JAGDSZENEN nochmals eine Präsentation ihrer Werke zu sehen. Auch hier wurden die Tänzer im Ballettsaal und bei den Bühnenproben begleitet. Zu dem Thema BERÜHRT DURCH MUSIK wurden 2009 im Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung in Köln und zu AKZENTE 2011 in der Galerie Artspace in Remagen Zeichnungen vom Beethoven Orchester ausgestellt. Dabei lag der Schwerpunkt der Ausstellung in Remagen in den abstakten Darstellungen der Handbewegungen der Dirigenten. Im April 2012 war eine Ausstellung im Theater Déjà vu in Bad Godesberg mit Zeichnungen zu Bühnenproben einer Uraufführung zu DELIKATE VERBRECHEN zu sehen.

Bonn, Theater Bonn, Offener Brief des Personalrates Proso an der Oberbürgermeister, 04.05.2012

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Theater Bonn

PROSO

Personalrat Oper Schauspiel und Orchester

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in der vergangenen Woche waren Sie Gast in unserer Personalversammlung und äußerten sich überaus zufrieden über Leistungsfähigkeit und Qualität von Oper, Schauspiel und Beethoven Orchester in Bonn. Nur zwei Tage später geben Sie dem KStA ein Interview, das vor allem gegenüber Oper und Schauspiel nur als destruktiv zu bezeichnen ist. Als Personalrat nehmen wir dazu wie folgt Stellung:

Die Argumentation, “zu viel Geld für die Kultur, zu wenig fiir Kindergartenplätze”, “die Oper nimmt den Kindergärten das Geld weg”, ist in ihrer Einfachheit nicht zu überbieten.

Sie wissen genau, dass gerade die Bonner Kinder und Jugendlichen enorm von den speziellen Angeboten des Theaters profitieren. Gute Bildungsmöglichkeiten fiir Kinder beinhalten den Zugang zu kulturellen Impulsen. Hätte der junge Beethoven mit seinem Migrationshintergrund und seiner Herkunft aus einem bildungsfemen Milieu seinen Weg ins Leben gefunden, wenn ihm nicht eben die Kultur die Chance dazu eröffnet hätte?

Sport und Kultur stehen fiir das gleiche Ziel: Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters zusammenzubringen.

Als Oberbürgermeister erwarten wir von Ihnen, dass Sie eben dieses deutlich machen. Wer den Streit noch befeuert, handelt nicht im Sinne der Stadt. Selbstverständlich muss sich die Bonner Kultur neuen Herausforderungen stellen und es ist schwer genug, in diesen Zeiten angestammtes Publikum zu halten und gleichzeitig neues zu gewinnen.

Wer aber den Menschen ein schlechtes Gewissen einredet, wenn Sie in die Oper gehen, der handelt kontraproduktiv und erschwert gewaltig die Neuausrichtung. Eine Frage drängt sich auf: Wenn Sie in Zukunft im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind, steigen Sie dann in einen Bus oder mit ebenso rabenschwarzem Gewissen in eine “Kostenfalle”?

Eine Kooperation mit der Kölner Oper mag auf den ersten Blick interessant sein, bei Betrachtung der aktuellen Lage dort allerdings schon weniger, und wenn man sich Strukturen, Mentalitäten und Identifikation anschaut, fast gar nicht mehr.

Vor allem: Im Jahr 2020 feiern wir Beethovens 250. Geburtstag, nicht nur in Bonn, sondern in der ganzen Welt. Mit einem überzeugenden Konzept würde es uns gelingen, absolut im internationalen Rampenlicht zu stehen. Wollen wir diesen Trumpf mit Köln teilen oder lieber alleine ausspielen?

Beethoven- Stadt Bonn oder Beethoven-Region Köln-Hürth-Bonn! Ausgedrückt in der Sprache des Fußballs stellen sich Ihre kulturpolitischen Visionen fiir uns so dar: Man fusioniere den 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf, denn mit einem Präsidenten, einem Trainer und einem zentralen Trainingsgelände ließe sich viel Geld sparen.

Mit einem 40köpfigen Spielerkader könnte man beide Städte bespielen (jedes Wochenende ein Heimspiel). Und wenn es dann mit den Laufwegen der Spieler nicht klappt und die Fans murren, sagen wir ihnen: Wenn Ihr Fußball auf internationalem Niveau sehen wollt, fahrt doch nach Dortmund! Als Personalvertretung appellieren wir an Sie auch aus Sicht der Beschäftigten: Können Sie sich vorstellen, wie einem Mitarbeiter des Theaters zumute ist, wenn er liest, dass sein oberster Arbeitgeber den Theaterbesuch nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann? Was passiert, wenn jetzt die Bürger Ihre Vorbildfunktion akzeptieren und dem Theater fern bleiben?

Was mag wohl in unserem designierten Generalintendanten, Herrn Helmich, vorgehen, wenn der Oberbürgermeister seine Position mit einem “k.w.-Vermerk” versieht? Und was ist mit unserem Kulturdezernenten, Herrn Schurnacher, und den zahlreichen Teilnehmern der “Runden Tische”, die die in langwieriger Arbeit mit viel Fachwissen und Detailkenntnis ein seriöses Kulturkonzept fiir unsere Stadt erstellen?

Willi Ganser
( Vorsitzender )
Theater der Bundesstadt Bonn
Personalrat

Bonn, Theater Bonn, Premiere DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR, 06.05.2012

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Theater Bonn

Premiere DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR

von Otto Nicolai

Am Sonntag, 6. Mai 2012, 18.00 Uhr, Opernhaus

Otto Nicolais komisch-phantastische Oper DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR geht am 6. Mai 2012 als letzte Musiktheaterpremiere der Saison 2011/12 über die Bühne des Opernhauses. Es inszeniert der aus Basel stammende Regisseur und Künstler Tom Ryser. Die Partie des Sir John Falstaff singt der Bass Philipp Meierhöfer, der ab der Saison 2012/13 als festes Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin engagiert sein wird. Als Frau Fluth alternieren die Sopranistinnen Ingeborg Greiner und Julia Kamenik sowie als Frau Reich die Mezzo-Sopranistinnen Anjara I. Bartz und Daniela Denschlag. In die Rolle des Fenton schlüpft der aus Kalifornien stammende Tenor Randall Bills. Er ist derzeit Ensemblemitglied des Theater Bremen. Nach Verdis IL TROVATORE leitet der Erste Kapellmeister Robin Engelen bereits die zweite Opernpremiere der Saison. Otto Nicolai, der als Gründer der Wiener Philharmoniker gilt, hat in den LUSTIGEN WEIBERN auf geniale Weise die Merkmale der romantischen und komischen Oper mit der Eleganz der italienischen Schule und der deutschen Gelehrtheit verbunden.

Ein Preisausschreiben sollte die Lösung bringen! Als Erster Kapellmeister des Wiener Kärntnertortheaters wurde Otto Nicolai vertraglich zur Komposition einer deutschen Oper verpflichtet. Das dafür geeignete Libretto versuchte er durch ein von ihm initiiertes Preisausschreiben zu finden. Doch dies blieb genauso ergebnislos wie seine Recherchen bei bekannten Komödienschreibern, darunter Gozzi und Calderón. Schließlich ließ er sich von Shakespeares COMEDY OF SIR JOHN FALSTAFF AND THE MERRY WIVES OF WINDSOR überzeugen – allein: Die Abgabefrist der Oper war überschritten. Nicolai wechselte 1847 an das Königliche Opernhaus Berlin. Dort stellte er in einem Hofkonzert Ausschnitte aus den LUSTIGEN WEIBERN vor, woraufhin König Friedrich Wilhelm IV. die Uraufführung anordnete. Kämpfe auf den 48er Barrikaden und im Besetzungsbüro des Theaters verzögerten diese, bis endlich am 9. März 1849 eine der beliebtesten deutschen komischen Opern das Licht der Öffentlichkeit erblicken konnte.

Seine Dreistigkeit, den beiden Nachbarinnen Frau Fluth und Frau Reich zur selben Zeit den gleichen Liebesbrief zu schicken, muss der wenig edle Ritter Sir John Falstaff teuer bezahlen. Denn ohne es zu ahnen, gerät er an zwei verheiratete Damen, denen zu schmeicheln kein leichtes Unterfangen ist und die zudem in innerfamiliäre Probleme wie eifersüchtige Ehemänner und eigensinnige Töchter im heiratsfähigen Alter verstrickt sind. So kommt ihnen Falstaffs Frechheit dann doch gerade recht, denn die Rache an ihm lässt sich gut mit der Lösung der bereits vorhandenen Konflikte verknüpfen. Nach diversen Intrigen, Blessuren und viel Gespött müssen die Gatten anerkennen: „Mein’ Seel’, ihr Weiber! Ihr habt’s gescheit gemacht!“ und Falstaff sich geschlagen geben: „Macht mit mir, was ihr wollt“.

Zum ersten Mal inszeniert der Basler Schauspieler, Tänzer, Choreograph und Regisseur Tom Ryser am THEATER BONN. Stationen seiner bisherigen Theaterarbeit waren Berlin, Frankfurt, Leipzig, Dresden, Brest, Zürich, London, New York, Basel, Aargau, Venda (Südafrika) und wiederholt das Theater Basel.

Musikalische Leitung Robin Engelen | Inszenierung Tom Ryser | Bühne und Kostüme Stefan Rieckhoff | Choreinstudierung Ulrich Zippelius | Choreographie Bea Nichele Wiggli | Mit Anjara I. Bartz/Daniela Denschlag, Ingeborg Greiner/Julia Kamenik, Emiliya Ivanova; Randall Bills; Ramaz Chikviladze, Giorgos Kanaris, Philipp Meierhöfer, Piotr Micinski Mark Rosenthal | Tänzerinnen Melina Faka, Bea Nichele Wiggli, Soledad Maria Steinhardt

Chor des THEATER BONN | Beethoven Orchester Bonn

Bonn, Theater Bonn, Operngala für Deutsche AIDS-Stiftung erbrachte € 65.000, 30.04.2012

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Theater Bonn

Die Erste Festliche Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung in Bonn mit sehr gutem Erlös von 65.000 Euro

Bonn, 29. April 2012. Die erste festliche Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung im Opernhaus in Bonn war in künstlerischer und finanzieller Hinsicht ein hervorragender Erfolg. 65.000 Euro Erlös kann die AIDS-Stiftung für ihre Hilfen einsetzen. Weitere Spenden der Besucherinnen und Besucher des Gala-Abends können diesen Betrag noch erhöhen. Der Erlös wird für notleidende Menschen mit HIV und AIDS in der Region Bonn und im Land Nordrhein-Westfalen sowie für das DREAM-Programm in Mosambik verwendet. Das Beethovenorchester der Stadt Bonn unter der Leitung von Gastdirigent Andriy Yurkevych und der Chor des Theater Bonn begleiteten die internationalen Opernkünstler während der Gala. Die Schirmherrschaft über die Operngala übernahm Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher übernommen. Den Kuratoriumsvorsitz hat Artur Grzesiek, Vorstands¬vorsitzender der Sparkasse KölnBonn.

Die internationalen Opernstars verzichteten – wie alle beteiligten Künstler – für die AIDS-Gala auf ihre Gage: Miriam Clark, Daniela Fally, Anna Goryachova, Natalia Ushakova, Anna Virovlansky, Aris Argiris, Franco Fagioli, Dimitry Ivashchenko, Rodion Pogossov und Gian¬luca Terranova sangen Arien von Georges Bizet, Gaetano Donizetti, Antonín Dvorák, Jules Massenet, Cole Porter, Gioacchino Rossini, Johann Strauss, Peter Tschaikowsky, Giuseppe Verdi und Antonio Vivaldi. Die Schauspielerin Suzan Anbeh führte charmant durch das Programm der Gala. Die künstlerische Leitung lag bei Alard von Rohr, ehemaliger Direktor der Deutschen Oper Berlin und einer der Initiatoren der Berliner festlichen Operngala.

Der Reinerlös der 1. festlichen Operngala fließt an die Deutsche AIDS-Stiftung. Mit den Einnahmen unterstützt die Stiftung notleidende Menschen mit HIV und AIDS in der Region Bonn und im Land Nordrhein-Westfalen. Ein Teil der Erlöse wird für das DREAM-Programm in Mosambik verwendet. Dort fördert die AIDS-Stiftung Gesundheitszentren der Gemein¬schaft Sant’Egidio in denen vor allem HIV-positive Schwangere und ihre Babys betreut werden. Dank der medizinischen Betreuung werden 98 von 100 Babys ohne das AIDS verursach¬ende HI-Virus geboren. Dies ist eine Quote wie in westeuropäischen Kliniken.

Die Deutsche AIDS-Stiftung setzt sich seit 25 Jahren für Menschen mit HIV und AIDS ein. Für die Stiftung steht der notleidende, HIV-positive und an AIDS erkrankte Mensch im Mittel¬punkt. In Deutschland half sie bis heute rund 72.000 Mal unbürokratisch in individuellen Notfällen oder mit Zuschüssen zu Hilfsprojekten. Seit dem Jahr 2000 ist die Stiftung auch im südlichen Afrika in Modellprojekten aktiv.

Spendenkonto 8004004 – Sparkasse KölnBonn – Bankleitzahl 37050198

Informationen zur Deutschen AIDS-Stiftung:

Dr. Volker Mertens, Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Deutsche AIDS-Stiftung, Markt 26, 53111 Bonn

Telefon: 02 28 – 60 46 9-31, Mail: vm@aids-stiftung.de, Web: www.aids-stiftung.de

Bonn, Theater Bonn, ERSTE FESTLICHE OPERNGALA FÜR DIE DEUTSCHE AIDS-STIFTUNG, 29.04.2012

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Theater Bonn

ERSTE FESTLICHE OPERNGALA

FÜR DIE DEUTSCHE AIDS-STIFTUNG

Eine Zusammenarbeit der Deutschen AIDS-Stiftung und THEATER BONN

am Sonntag, 29. April 2012, 18.00 Uhr, Opernhaus

  

Am 29. April 2012 laden die Deutsche AIDS-Stiftung und die Oper Bonn unter der Schirmherrschaft von Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher zur ersten Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung ein. Es erwartet Sie ein glanzvoller Gala-Abend mit internationalen Stars der Oper und dazu die Gewissheit, einer guten Sache ihre Stimme zu geben.

Die Festliche Operngala in Bonn wird soziales Engagement für ein drängendes Problem unserer Zeit auf wundervolle Weise mit den großen Werken der Oper verbinden. Gefragte Solistinnen und Solisten konnten dafür gewonnen werden, gemeinsam mit dem Beethoven Orchester Bonn und unter der Leitung von Andriy Yurkevych Duette, Arien und Ensembles aus Werken von Georg Friedrich Händel, Gioacchino Rossini, Jules Massenet, Georges Bizet, Giacomo Puccini, Franz Lehár u.a. Epochen der klassischen Musik zu intonieren. Unter den Sängern befinden sich außerdem das neue Ensemblemitglied Miriam Clark, die durch ihre Interpretation der Lakmé kürzlich begeisterte, sowie zwei ehemalige Mitglieder des Opernensembles von THEATER BONN: Der Bariton Aris Argiris, welcher 2012 außerdem in einer Neuproduktion von Verdis IL TROVATORE als Graf von Luna debütiert und die Sopranistin Anna Virovlansky, die mittlerweile dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper München angehört. Durch den festlichen, garantiert unvergesslichen Gala-Abend führt die charmante Moderatorin und Schauspielerin Suzan Anbeh, welche besonders durch ihre Rolle als Staatsanwältin Dr. Solovjev in der ZDF-Krimiserie DER KRIMINALIST bekannt ist. Lassen Sie sich verzaubern von atemberaubenden Koloraturen, schönstem Belcanto und all den großen Gefühlen zwischen stolzer Gastlichkeit, Freude und Schmerz, die an diesem Abend für Sie auf die Bühne gebracht werden.

Die künstlerische Leitung obliegt Dr. Alard von Rohr, vormals Direktor der Deutschen Oper Berlin und einer der Initiatoren der Berliner Festlichen Operngala. Alle Beteiligten, seien es Künstler oder Musiker, verzichten selbstverständlich auf ihre Gage, so dass der Erlös der Veranstaltung vollständig der Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung zufließen kann.

Für Premium-Gäste gibt es einen kulinarisch-musikalischen Nachklang mit Künstlern und Ehrengästen auf der Hauptbühne. Für Besitzer normaler Eintrittskarten klingt der Abend im Opernfoyer mit dem Marcus Schinkel Trio Extended aus.

Musikalische Leitung | Andriy Yurkevych | Moderation Suzan Anbeh | Mit Miriam Clark, Daniela Fally, Anna Goryachova, Natalia Ushakova, Anna Virovlansky; Aris Argiris, Valer Barna-Sabadus, Dimitry Ivashchenko, Rodion Pogossov, Gianluca Terranova | Chor des THEATER BONN I Beethoven Orchester Bonn

Arien, Duette und Ensembles von Georg Friedrich Händel, Gioacchino Rossini, Jules Massenet, Georges Bizet, Giacomo Puccini, Franz Lehár u.a.

Kartenbestellung:

Karten zu 85€ / 68€ / 54€ / 46€ zzgl. VVK-Gebühr sind an der Theaterkasse der Oper Bonn, unter www.theater-bonn.de oder unter 0228 – 77 80 08 erhältlich.

Premiumtickets zu 250 € sind nur bei der Deutschen AIDS-Stiftung unter 0228 – 60 46 934 oder unter info@aids-stiftung.de erhältlich. Diese Karten beinhalten nach der Gala einen muskalisch-kulinarischen Nachklang mit Künstlern und Ehrengästen auf der Hauptbühne.

Spendenkonto zur Operngala:

Deutsche AIDS-Stiftung – Konto 8004004 – Sparkasse KölnBonn – BLZ 370 501 98

Bonn, Theater Bonn, IL TROVATORE mit Marina Prudenskaja , 21.04.2012

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Theater Bonn

Marina Prudenskaja springt für Chariklia Mavropoulou ein

Aris Argiris debütiert als Graf Luna

IL TROVATORE

von Giuseppe Verdi

am Samstag, 21. April 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

Die russische Mezzosopranistin Marina Prudenskaja singt am Samstag, den 21. April die Rolle der Zigeunerin Azucena in Dietrich W. Hilsdorfs Inszenierung von Verdis IL TROVATORE. Sie springt für die erkrankte Chariklia Mavropoulou ein, welche mit dieser Rolle seit der Premiere am 25. März im Bonner Opernhaus brilliert. Marina Prudenskaja ist seit 2007/08 Ensemblemitglied der Oper Stuttgart und gastierte u.a. bei den Bayreuther Festspielen, den Salzburger Festspielen, beim Festival von Aix-en-Provence, am Teatro alla Scala di Milano, an der Hamburgischen Staatsoper und beim Maggio Musicale Fiorentino.

Außerdem gibt der beim Bonner Publikum überaus beliebte Bariton Aris Argiris am 21. April sein Debüt als Graf von Luna am Bonner Opernhaus. Aris Argiris, der von 2006 bis 2008 Ensemblemitglied am THEATER BONN war, ist heute als freischaffender Sänger an den großen Opernhäusern zu Gast. In Bonn ist er bereits am 29. April wieder bei der Ersten Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung zu hören.

Marina Prudenskaja (Mezzosopran)

Marina Prudenskaja, Mezzosopran, geboren in St. Petersburg. Im Anschluss an ihr Gesangstudium erstes Engagement am Stanislawskij-Opernhaus in Moskau. Von 2005 bis 2007 Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin. Gastengagements u.a. bei den Festspielen in Aix-en-Provence und in Bayreuth, sowie an zahlreichen europäischen Opernhäusern. 2007 Rollendebüt als Amneris (AIDA) in Hong Kong. 2009/10 sang sie das VERDI-REQUIEM mit den Berliner Philharmonikern bei den Salzburger Osterfestspielen unter Mariss Jansons und war in der RHEINGOLD-Koproduktion der Scala und der Staatsoper Berlin unter Daniel Barenboim zu hören. Ferner gastierte sie als Amneris (AIDA) in Palermo und Hamburg und als Alcina (ORLANDO FURIOSO in Santiago di Compostela. Seit 2007/08 festes Ensemblemitglied der Oper Stuttgart, wo sie bisher u.a. als Oktavian (DER ROSENKAVALIER), Amneris (AIDA), Cecilio (LUCIO SILLA) und Brangäne (TRISTAN UND ISOLDE) zu hören war. In der Spielzeit 2011/12 singt sie in Stuttgart Bradamante (ALCINA), Adalgisa (NORMA), Federica (LUISA MILLER) sowie erneut Disinganno (DER TRIUMPH VON ZEIT UND ENTTÄUSCHUNG). Für die kommenden Spielzeiten sind Aufführungen von Verdis REQUIEM unter Christian Thielemann an der Semperoper Dresden und den Salzburger Festspielen, genauso wie Gastspielverträge mit u. a. der Nederlandse Opera, der Staatsoper Unter den Linden und dem Theater an der Wien vorgesehen.

IL TROVATORE

von Giuseppe Verdi

Dramma in vier Teilen
Text von Salvatore Cammarano, mit Ergänzungen von Leone Emmanuele Bardare
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Koproduktion mit der Volksoper Wien

Biskaya und Aragonien im Jahre 1409: Noch immer kursiert die gespenstische Geschichte der Familie des alten Grafen Luna. Dieser hatte zwei Söhne; doch noch an der Wiege des jüngeren erschien eine Zigeunerin und verhexte ihn, worauf sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Aus Rache raubte die Tochter der Zigeunerin, Azucena, den jüngsten Sohn des Grafen und verbrannte ihn am Hinrichtungsort ihrer Mutter. Niemand weiß, dass Azucena das geraubte Kind mit ihrem eigenen verwechselte und dieses unbeabsichtigt in die Flammen warf; dem entführten Sohn gab sie den Namen Manrico und zog ihn als den ihren groß. Das Schicksal will es nun, dass sich die Brüder in den heftigen Kämpfen um die Krone von Aragonien als Feinde gegenüberstehen: Der junge Graf Luna kämpft für die Königspartei, Manrico steht auf Seiten der Rebellen. Aus den politischen Gegnern werden bittere Rivalen, als Luna in Manrico den Nebenbuhler seiner angebeteten Leonora, Hofdame der Fürstin von Aragonien, erkennt. Eine Hetzjagd auf Leben und Tod beginnt…

Zwei Jahre nach Verdis großartigem Triumph mit RIGOLETTO in Venedig gelangte am 19. Januar 1853 IL TROVATORE am Teatro Apollo Rom zur Uraufführung. Den Librettisten Cammarano hatte Verdi zuvor dazu ermuntert, die Erzählung „je ungewöhnlicher und bizarrer, desto besser“ auszugestalten und besonders den Charakter der Zigeunerin Azucena in seiner „Neuartigkeit und Fremdartigkeit“ herauszustellen. Mit der Forderung an den Impresario des Theaters, diese für Mezzosopran konzipierte Partie mit einer weiteren „primadonna“ zu besetzen, ließ Verdi Azucena neben Leonora als ebenbürtige Frauenfigur auftreten. Kraft seiner außergewöhnlich hohen Melodienvielfalt genießt IL TROVATORE auch heute noch eine enorme Popularität und zählt zu den meistgespielten Opern überhaupt.

 

Musikalische Leitung Robin Engelen | Inszenierung Dietrich W. Hilsdorf | Co-Regie Ralf Budde Bühne Dieter Richter | Kostüme Renate Schmitzer | Choreinstudierung Sibylle Wagner | Mit Irina Oknina, Marina Prudenskaja; Aris Argiris, Ramaz Chikviladze, George Oniani, Mark Rosenthal | Chor und Extrachor des THEATER BONN I Beethoven Orchester Bonn