Bonn, Theater Bonn, Premiere RONJA RÄUBERTOCHTER, 18.06.2017

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Theater Bonn

Theater Bonn © Thilo Beu

Theater Bonn © Thilo Beu

  RONJA RÄUBERTOCHTER von Jörn Arnecke

Premiere Sonntag, 18. Juni 2017 | 18 Uhr, weitere Termine: MI 21. Jun, 18:00 Uhr | FR 23. Jun, 18:00 Uhr | DI 27. Jun, 11:00 Uhr | DO 29. Jun, 18:00 Uhr | FR 07. Jul, 18:00 Uhr | SO 09. Jul, 16:00 Uhr (Familienvorstellung)

„Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ – Dieses Motto von Astrid Lindgren trifft auch auf die Heldin ihres letzten Romans zu. Auf einer Burg im Wald wächst Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, auf. Eines Tages trifft sie auf ihren Streifzügen Birk, den Räubersohn aus der verfeindeten Sippe von Borka. Als die Eltern den beiden verbieten, Freunde zu sein, fliehen Ronja und Birk in die Wälder…

Komponist Jörn Arnecke hat eine atmosphärische Familienoper nach dem berühmten Roman von Astrid Lindgren geschaffen, die das THEATER BONN mit der Deutschen Oper am Rhein und dem Theater Dortmund im Rahmen von Junge Opern Rhein-Ruhr koproduzierte. In Tatjana Ivschinas traumhaften Bühnenbildern und liebevoll gestalteten Kostümen erzählt Regisseur Johannes Schmid die Abenteuer des Erwachsenwerdens mit viel Witz und Fantasie. Die Musikalische Leitung übernimmt 1. Kapellmeister Stephan Zilias.

Mit Junge Opern Rhein-Ruhr verfolgen das Theater Bonn und seine beiden Kooperationspartner – die Deutsche Oper am Rhein und das Theater Dortmund – das Ziel, gemeinsame Kompositionsaufträge für Kinderopern auf großer Bühne zu vergeben. Nach dem erfolgreichen Auftakt mit Marius Felix Langes VOM MÄDCHEN, DAS NICHT SCHLAFEN WOLLTE in der Spielzeit 2013/14 ist es für die zweite Auftragsoper gelungen, erstmals die begehrten Rechte für die Vertonung von Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter zu erhalten.

Weitere Termine: MI 21. Jun, 18:00 Uhr | FR 23. Jun, 18:00 Uhr | DI 27. Jun, 11:00 Uhr | DO 29. Jun, 18:00 Uhr | FR 07. Jul, 18:00 Uhr | SO 09. Jul, 16:00 Uhr (Familienvorstellung), PMThBo

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Bonn, Theater Bonn, Premiere PETER GRIMES mit José Cura, 07.05.2017

Mai 6, 2017  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Bonn

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Theater Bonn

Theater Bonn © Thilo Beu

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Opernpremiere PETER GRIMES von Benjamin Britten

Star-Tenor José Cura inszeniert und gibt sein Debüt in der Titelpartie
Sonntag, 7. Mai 2017 | 18 Uhr | Opernhaus

Am Sonntag, dem 7. Mai hebt sich in der Oper Bonn um 18 Uhr der Vorhang für PETER GRIMES von Benjamin Britten. Seit der Uraufführung am 7. Juni 1945 im Sadler’s Wells Theatre in London ist Brittens erfolgreichste Oper fester Bestandteil internationaler Spielpläne. Die Geschichte um einen Außenseiter, der – durchaus durch eigenes Verschulden – von einer feindseligen Dorfgemeinschaft in den Tod getrieben wird, hat bis heute nicht an Unmittelbarkeit verloren.

Theater Bonn / PETER GRIMES - José Cura © Thilo Beu

Theater Bonn / PETER GRIMES – José Cura © Thilo Beu

José Cura, der in den zurückliegenden Jahren bereits in einigen Vorstellungen der Oper Bonn (als Cavaradossi in TOSCA und als Calaf in TURANDOT) zu erleben war, gibt mit der Produktion nicht nur sein Debüt in einer Traumpartie, sondern wird auch selbst im eigenen Bühnenbild inszenieren. Die Musikalische Leitung übernimmt Chefdirigent Jacques Lacombe.

Pressemeldung Theater Bonn

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Bonn, Theater Bonn, Attila von Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 08.03.2017

März 8, 2017  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater Bonn

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Theater Bonn © Thilo Beu

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Wohin wir schaun, ist Feuer, Flucht und Mord

Hilsdorf treibt Verdis Oper Attila das Erhabene der Gewalt aus

Von Hanns Butterhof

Rauch einer niedergebrannten Stadt treibt durch den Innenhof eines zerschossenen Palazzos. Unter dem Hohngelächter einer verrohten Soldateska wird einem Gefangenen die Kehle durchgeschnitten, ein weiterer wird gefoltert. Wie ein heutiges Bekennervideo beginnt Giuseppe Verdis Oper Attila von 1846 in der Regie von Dietrich W. Hilsdorf an der Oper Bonn.

Theater Bonn / Attila wird Odabella als Beute zugeführt © Thilo Beu

Theater Bonn / Attila wird Odabella als Beute zugeführt © Thilo Beu

Deutlich versteht Hilsdorf den Attila Verdis anders als der Komponist. Diesem ging es in der Zeit des „Risorgimento“, dem 1831 revolutionär ausgebrochenen Kampf für die Einheit Italiens und gegen jede Fremdherrschaft im Land, um das Erwecken nationaler Aufstands-Begeisterung. Dazu schien ihm die Geschichte der italienischen Fürstentochter Odabella geeignet, die ihr Vaterland von den Hunnen befreit, indem sie deren König Attila tötet, als dieser sich anschickt, Italien zu erobern.

In Hilsdorfs Interpretation des Attila gibt es nichts begeisternd Erhabenes an dieser historisch nicht verbürgten, auf der Tragödie „Attila, König der Hunnen“ von Zacharias Werner beruhenden Handlung. Auch die Heldin Odabella ist für ihn keine Freiheitskämpferin, sondern nur eine Mörderin mehr in einer Welt voll Feuer, Flucht und Tod.

Der Attila, wie ihn Franz Hawlata zeichnet, ist ein ausgebrannter Mann, der seiner Rolle als Werkzeug himmlischer Beschlüsse nicht mehr glaubt. So lässt er sich von einem Traum ins Bockshorn jagen, in dem ihm der Römische Bischof (Leonard Bernad) die Eroberung Roms verbietet. Als dieser dann tatsächlich auf einer Art Papamobil angerollt kommt und das Verbot wiederholt, wirft sich Attila in den Staub, und selbst die als Engelchen verkleideten Kinder, die den Bischof begleiten, lachen darüber.

 Theater Bonn / Attila - Odabella hat Attila getötet © Thilo Beu

Theater Bonn / Attila – Odabella hat Attila getötet © Thilo Beu

Auch Ezio (Ivan Krutikov), der militärische Gegenspieler Attilas, der ihn schon auf den Katalaunischen Feldern geschlagen hatte, ist keine Lichtgestalt. Unbeherrscht schüttet der römische Unterhändler Wein in sich hinein, sein Angebot an Attila, ihm selber Italien zu übrlassen, entspringt nicht der Liebe zu seinem Land, sondern seinem Ehrgeiz. Der hinterhältige, letztlich siegreiche Angriff auf die Hunnen ist nicht seine Idee.

Auch der Adlige Foresto (George Oniani) ist alles andere als ein Held. Zwar zeigt er den Überlebenden der eroberten Stadt in einer für die Handlung belanglosen, aber musikalisch beeindruckenden Szene mit nächtlichem Gewitter und strahlendem Sonnenaufgang den Weg in ein neues Leben. Aber er blickt sonst nicht über sich selber hinaus. Seine Verlobte Odabella wünscht er sich lieber tot als in der Hand der Hunnen, und sein missglückter Versuch, Attila zu vergiften, entspringt seiner Eifersucht, als er vermeint, Odabella sei die Mätresse des Hunnenkönigs.

Nur Odabella (Yannick-Muriel Noah) zeigt in ihrer Handlungsweise Größe. Von Beginn an, als sie sich von Attila sein Schwert erbittet, schwebt ihr eine Tat wie die der biblischen Judith an Holofernes vor. Aber es geht ihr nicht um die Befreiung Italiens, sondern um Rache für ihren Vater, den Attila töten ließ. Diese Rache lässt sie sich auch durch Foresto nicht aus der Hand nehmen. Sie vereitelt dessen Giftanschlag auf Attila, um diesen umso gewisser zu töten. So reiht sie sich ein in die unendliche Kette der Mörderinnen, die unendlich tiefer in die Geschichte hinabführt als nur bis zu Judith, an deren Mord an Holofernes Hilsdorf schon während der Ouvertüre mit einem lebenden Bild erinnert.

Theater Bonn / Attila - Yannick-Muriel Noah ist Odabella © Thilo Beu

Theater Bonn / Attila – Yannick-Muriel Noah ist Odabella © Thilo Beu

In dieser Welt des Schlachtens gibt es nichts Erhabenes, grotesk läuft das Menschliche so neben dem Unmenschlichen her. Die Soldaten stillen ihren Hunger an einer Frittenbude mit Fernsehprogramm, Attilas Bursche Uldino (Jonghoon You) öffnet seinem hungrigen Feldherrn eine Raviolidose und Ezio drückt der Schuh so, dass er ihn im Schlafzimmer Attilas kurz vor dessen Ermordung umständlich ausziehen muss.

Hilsdorfs Lesart der Oper, die sich mit der Bühne Dieter Richters und den überzeitlichen Kostümen Renate Schmitzers zwanglos aufs Heute bezieht, ist insgesamt schlüssig, ohne im Einzelnen voll zu überzeugen oder den Klamauk zu scheuen. Umfassend begeisternd ist die musikalische Seite der Aufführung. Aus einem gleichermaßen gut besetzten Ensemble ragt Yannick-Muriel Noah als eine sehr variable Odabella heraus. Ihre dramatische Schmäh-Arie verbindet wunderbar kriegerischen Ausdruck und Schönklang, und ihre lyrische Klage um ihre Toten ist herzzerreißend. Der Ezio Ivan Krutikovs erscheint mit kräftigem, warmen Bariton stimmlich schon von vornherein als Sieger über Attila, den Franz Hawlata, vielleicht rollenbedingt, recht zurückgenommen singt; erst nach seinem Traum, auf dem Weg nach Rom aufgehalten zu werden, blüht er auf, während George Oniani als Foresto mit seinem klaren, kräftigen Tenor und einer Spur Italianitá den ersten Zwischenbeifall erhält.

Will Humburg am Pult des Beethoven Orchesters Bonn entfesselt begeisternd kraftvoll die ganze Dramatik der Partitur, setzt die naturlyrisch weichen von den scharfkantigen sozialen Passagen krass ab. Sein engagiertes Dirigat, dem das Orchester und der von Marco Medved gut einstudierte, doch bei der geforderten Gesangsgeschwindigkeit oft schwer verständliche Chor willig folgen, bekräftigt Hilsdorfs Sicht auf eine Welt voller Gewalt, die nichts Erhabenes hat, und in der nur noch die Natur wo nicht gut, so doch schön ist.

Theater Bonn:  Attila von Giuseppe Verdi, die nächsten Termine: 19. 3. 18.00 Uhr, 30. 3., 12. 5., 3., 17. und 28. 6.2017 jeweils 19.30 Uhr.

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Bonn, Theater Bonn, Premiere THE GOSPEL ACCORDING TO THE OTHER MARY, 26.03.2017

Februar 7, 2017  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Bonn

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Theater Bonn © Thilo Beu

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THE GOSPEL ACCORDING TO THE OTHER MARY

John Adams’ Passionsoratorium in zwei Akten, musikalische Leitung  Natalie Murray Beale, Inszenierung von Peter Sellars

Premiere | Deutsche szenische Erstaufführung Sonntag,  26. März 2017, 18 Uhr, weitere Vorstellungen 1.4.2017, 21.4.2017, 23.4.2017, 11.5.2017, 14.5.2017

Es sind die Frauen, die Jesus nach Golgatha begleiten und am Morgen an seinem Grab erscheinen. Die Kreuzigung wird in diesem Oratorium eher knapp, aber äußerst pointiert dargestellt. Wichtiger ist das Thema der Auferstehung. Erzählt wird nämlich, wie Jesus den bereits seit vier Tagen toten Lazarus wieder zum Leben erweckt. Das Werk endet schließlich nicht mit der Klage, sondern mit der Auferstehung Christi, also mit einem Zeichen der Hoffnung.  Und so entsteht eine neue Passion für unsere Zeit. (Thomas Meyer, Schweizer Rundfunk)

Nach der konzertanten Aufführung in der Walt-Disney-Halle in Los Angeles im Mai 2012, folgte zehn Monate später an gleicher Stelle eine halbszenische Version, in der John Adams’ Werk auf Tournee um die halbe Welt ging. Diese Fassung inszenierte, wie auch die 2015 an der Londoner English National Opera in Koproduktion mit dem Theater Bonn erschienene erste vollgültige szenische Aufführung –  der Librettist des Werkes, Meisterregisseur Peter Sellars. PMThBonn

THE GOSPEL ACCORDING TO THE OTHER MARY : Premiere Sonntag,  26. März 2017, 18 Uhr, weitere Vorstellungen 1.4.2017, 21.4.2017, 23.4.2017, 11.5.2017, 14.5.2017

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