Bonn, Theater Bonn, Ministerpräsidentin Kraft bei Probenarbeit, IOCO Aktuell, 09.11.2016

November 9, 2016  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Pressemeldung, Theater Bonn

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Theater Bonn

Theater Bonn © Thilo Beu

Theater Bonn © Thilo Beu

 NRW-Ministerpräsidentin  Kraft am THEATER BONN

Von der Landeshauptstadt in die Bundesstadt ging es für Hannelore Kraft am vergangenen 7.11.2016: Einen Tag lang arbeitete die Ministerpräsidentin von NRW am THEATER BONN und bekam dabei Einblicke in die unterschiedlichsten Arbeitsbereiche eines Dreisparten-Hauses.

 Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Theater Bonn © Land NRW R. Pfeil

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Theater Bonn © Land NRW R. Pfeil

Bei der Veranstaltungsreihe „TatKraft“ verbringt Hannelore Kraft jeden Monat einen kompletten Arbeitstag in einem Unternehmen, einer Behörde oder sozialen Einrichtung in Nordrhein-Westfalen, um die Politik einem Praxistest zu unterziehen.

Am THEATER BONN wurde sie auf den aktuellen Proben zur Opern-Produktion DON GIOVANNI als Regieassistentin eingesetzt, half der Technik beim Abbau des Bühnenbilds von DIE ZAUBERFLÖTE, und blickte in der Kostümabteilung, der Requisite und dem Notenarchiv hinter die Kulissen.

„Es war für mich das erste Mal hinter der Bühne eines Theaters“, so die Ministerpräsidentin bei der von Manfred Erdenberger moderierten Abendveranstaltung, zu der ca. 200 Gäste (darunter auch der Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan) geladen waren. „Ich war überrascht, wie viele verschiedene Einsatzfelder es gerade hinter den Kulissen gibt und wieviel handwerkliche Arbeit bei einem Theater dazugehört.“ Ihre einprägsamste Beobachtung am THEATER BONN blieb für Kraft aber folgende: „Besonders beeindruckt hat mich die Leidenschaft und das Engagement, mit der Ihre Mitarbeiter hier ausnahmslos bei der Sache sind.

Neben der Arbeitserfahrung ist die NRW-Ministerpräsidentin auch daran interessiert, die konkreten Sorgen und Probleme der Mitarbeiter verschiedener Betriebe kennenzulernen. So ging es im Gespräch mit dem Generalintendanten Dr. Bernhard Helmich, Personalrats-vorsitzenden Thomas Schröder und Opern-Ensemblesprecherin Anjara Bartz auch um Herausforderungen im Arbeitsalltag wie Kinderbetreuung, die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf und um die gesellschaftliche Wertschätzung kultureller Arbeit. PMThB

Bonn, Theater Bonn, Premiere DON GIOVANNI von W.A. Mozart, 11.12.2016

November 8, 2016  
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Theater Bonn © Thilo Beu

Theater Bonn © Thilo Beu

 DON GIOVANNI  von Wolfgang Amadé Mozart

Premiere  11. Dezember 2016  18.00 Uhr

Premiere von DON GIOVANNI von Wolfgang Amadé Mozart am 11. Dezember 2016, um 18 Uhr ins Opernhaus einladen. E.T.A. Hofmann erklärte DON GIOVANNI zur „Oper aller Opern“. Ihre Titelfigur ist das Urbild eines Verführers.  Angeblich kriegte er sie alle –  46 in Italien, 230 in Deutschland, 100 in Frankreich, 91 in der Türkei und in Spanien sind es sogar 1003 Frauen. Er liebt sie alle: Quer durch die Gesellschaftsschichten, ungeachtet dessen, ob sie einem anderen angehören oder frei sind. Er verlässt sie alle: Für Don Giovanni bleibt alles nur ein Spiel, dessen Regeln er allein bestimmt.

Im Stück aber: Zuerst schreit Anna um Hilfe, als Giovanni sie nachts maskiert in ihrem Zimmer überrascht. Und nicht nur das: Giovanni tötet auf der Flucht auch noch Annas Vater. Als nächstes taucht Ex-Frau Elvira plötzlich auf und verhindert, dass die Braut Zerlina auf Anhieb Giovannis Verführungskünsten erliegt. Beim zweiten Versuch schreit Zerlina im letzten Moment um Hilfe und zuguterletzt verhindert Zerlinas Bräutigam Masetto auch noch ein Treffen des Verführers mit Elviras Zofe. Und doch bildet Giovanni das Zentrum der Oper, alle anderen Personen kreisen nur um ihn, definieren sich nur über ihn. Wenn Giovanni am Ende dem eigentlichen Titel gemäß als DER BESTRAFTE WÜSTLING ohne das geringste Anzeichen von Reue zur Hölle fährt, ist die Welt um eine Energiequelle ärmer. In seiner zweiten Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte gelang Mozart ein musikalisches Meisterwerk, das sich zwischen der leichten, komischen Welt der Opera buffa und der düsteren Welt des Dämonischen bewegt.

Regie führt Jakob Peters-Messer, dessen Bonner FIDELIO-Inszenierung im Oktober beim größten internationalen Opernfestival Asiens, dem DAEGU INTERNATIONAL OPERA FESTIVAL, zu Gast war. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des ersten Kapellmeisters Stephan Zilias. PMThB

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Bonn, Theater Bonn, Premiere Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti, IOCO Kritik, 05.11.2016

November 5, 2016  
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Theater Bonn © Thilo Beu

Theater Bonn © Thilo Beu

Klangrausch zwischen Euphorie und Wahnsinn

Premiere Lucia di Lammermoor im Theater Bonn

Lucia di Lammermoor, das reife musikdramatische Werk von Gaetano Donizetti (1797 – 1848) wurde am 26.9.1835 wurde im größten Opernhaus Italiens, dem prestigeträchtigen Teatro San Carlo zu Neapel, uraufgeführt. Nur Monate zuvor, ebenfalls 1835 im Teatro San Carlo, gelang Vincenco Bellini mit seiner großen Oper Norma der ersehnte Durchbruch. Der Belcanto, das Ausschmücken von Gesang durch gebundene wie gehaltene Melodien oder Koloraturen, hatte 1835 mit Norma und Lucia di Lammermoor im Teatro San Carlo von Neapel seinen Höhepunkt erreicht.

Dabei entstammt Donizetti einer sehr armen Familie aus Bergamo: Vater Pförtner, Mutter Näherin. Sein musikalisches Leben begann mit sechs Jahren in einer Chorschule. 71 Opern schrieb Donizetti; heute in aller Welt populär: Liebestrank, Lucia di Lammermoor, Regimentstochter, Don Paquale, Viva la Mamma.

Theater Bonn / Lucia di Lammermoor © Thilo Beu

Theater Bonn / Lucia di Lammermoor © Thilo Beu

Die Quelle von Lucia di Lammermoor entstammt der Erzählung The Bride of Lammermoor von Sir Walter Scott (1771 – 1832) aus schottischen Hochmooren, italienisiert und personalisiert von Salvatore Cammarano und Gaetano Donizetti: Die Liebe der Lucia zu Edgardo, dem Todfeind ihres Bruders; ihre Weigerung, einer der Familie wirtschaftlich besser passenden Ehe mit Arturo zuzustimmen. Gefangen im düsteren Labyrinth von Fehden, Feinden, Familie und Liebe verfällt Lucia am Ende dem Wahnsinn. Donizetti gibt der schon damals in anderen Opern verarbeiteten Scott – Vorlage eigenen Charakter. Mit Beginn der Oper legt er auf Lucia den Schatten des Todes. Nicht  eine reale Katastrophe sondern ihre somnambule seelische Gefühlswelt, in welcher sie das handelnde Umfeld als unwirklich wahrnimmt, führt ins Verderben. Die abgründige  Zerrissenheit in farbiger Intrumentation und geordnetem Wohlklang des italienischen Belcanto wieder zu geben ist  Vorgabe heutiger Lucia – Produktionen.

Die Lucia di Lammermoor – Produktion stammt von der English National Opera in London, von deren englisches Team um David Alden (Ian Rutherford, Adam Silverman, Andy Cutbush und Charles Edwards) die Inszenierung in Bonn einstudierte. Das Bühnenbild ist unauffällig klassisch, meidet abwegig moderne Interpretationen: Ein weitgehend leerer, großer teilbarer Raum, mit hohen, weiß-verwaschenen Holzwänden und wenig Ausstattung. Ein Gitterbett für Lucia deutet Gefangenheit an, meist dunkle gehaltene Kostüme; alles finanzielle Nöte und Streit der Protagonisten signalisierend. Traumatische Stimmung des Psychodramas erzeugen Dämmerlicht und Schattenrisse. Gute Personenführung integriert den riesigen Chor präzise in die komplexe Handlung und gibt den Solisten notwendigen Raum..

Theater Bonn / Lucia di Lammermoor - Vermählung im Wahnsinn © Thilo Beu

Theater Bonn / Lucia di Lammermoor – Vermählung im Wahnsinn © Thilo Beu

Wirklich getragen wird dies „Fest des Belcanto“, jedoch von den Stimmen. Kompliment hier dem Theater Bonn, denn die Solisten der Produktion stammen weitgehend aus eigenen Reihen. Felipe Rojas Velozo lebt in seiner Partie als Edgardo wahres italienisches Belcanto: Wohltimbriert, bruchlos in höchsten Höhen mit strahlend lyrischer Stimme wie mit großer Leidenschaft verzaubert er bis zu seinem Finalepilog im dritten Akt; wenn auch sein karierter Kilt zu romantischen Schwelgereien ernüchternd wirkt. Giorgos Kanaris zeichnet den rücksichtlosen Enrico mit gut phrasiertem Kavaliersbariton. Martin Tzonev zeigt mit solidem Bassbariton den konspirativen Pfarrer Raimondo und oft missbrauchtes Kirchenverständnis vergangener Jahre. Christian Georg überzeugten als Arturo wie auch Johannes Mertes als Normanno mit sicherem Tenor.

Theater Bonn / Lucia di Lammermoor-Wahnsinnsarie © Thilo Beu

Theater Bonn / Lucia di Lammermoor-Wahnsinnsarie © Thilo Beu

In der zentralen Partie der Lucia hatte Julia Novikova, erfahrene Sopranistin und ehemaliges Bonner Ensemblemitglied ihr Rollendebüt. Sicher schon zur ersten Arie „Regnava nel Silenzio“, ebenmäßig in allen Tönen, mit stimmlicher Süße beherrscht Novikova die Partie, wenn auch das Verwirrte, das Umnachtete der Lucia, besonders in der großen Wahnsinnsarie noch zu lyrisch, zu blaß blieb.

Dirigent Jacques Lacombes führte das Bonner Beethoven Orchester, wie vom Komponisten gewollt mit präzise ausschattierten Farben und auffällig weichem Legato. Lacombe läßt die Stimmen des Ensembles klingen, das Orchester deckt Sänger nie zu. Selbst die Bläser zeichnen in Bonn genussvoll wie  selbstlos wohlige Bilder des Belcanto. Mit Beginn deutet düsterer Paukenwirbel die Stimmung aufkommender Tragik; ein seltenes Instrument, die Glasharmonika, belebt in Bonn den stimmlichen wie instrumentalen Klangrausch zwischen Euphorie, Abgründen und Wahnsinn.

Die große Melodienoper des Belcanto, Lucia di Lammermoor, bringt Intendant Bernhard Helmich in Kooperation mit der English National Opera und weitgehend eigenem Ensemble erfolgreich wieder an das Theater Bonn. Das Publikum dankte laut bis der Vorhang endgültig fiel. IOCO / Viktor Jarosch / 05.11.2016

Lucia di Lammermoor an Theater Bonn, weitere Termine: 10.11.2016, 18.11.2016, 02.12.2016, 10.12.2016, 28.12.2016, 15.01.2016, 20.01.2016.

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Bonn, Theater Bonn, KEHRAUSKONZERT 2016, 10.07.2016

Juli 6, 2016  
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Theater Bonn © Thilo Beu

Theater Bonn © Thilo Beu

KEHRAUSKONZERT  2016

 Sonntag, dem 10. Juli 2016 – 18:00 Uhr

Bevor sich das THEATER BONN in die Spielzeitpause verabschiedet, gibt das Opernensemble am Sonntag, dem 10. Juli um 18 Uhr beim traditionellen KEHRAUSKONZERT einen musikalischen Rückblick auf die vergangene Saison. Musikalische Highlights aus Mozarts COSÌ FAN TUTTE, Wagners DER FLIEGENDE HOLLÄNDER, Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA oder Verdis JÉRUSALEM werden dabei ebenso erklingen wie Melodien aus RUSALKA von Antonin Dvorak oder HOLOFERNES von Emil Nikolaus von Reznicek. Darüber hinaus dürfen Sie sich auf Ausschnitte aus der populären Tango Operita MARÌA DE BUENOS AIRES von Astor Piazzolla freuen, die im Oktober der kommenden Spielzeit noch einmal für zwei Vorstellungen zu erleben sein wird.

Die Gesangssolisten sind Sumi Hwang, Priit Volmer, Rolf Bromann, Martin Tzonev und Tamás Tárjanyi, welche – ebenso wie der mitwirkende Opern- und Extrachor des Theater Bonn – vom Beethoven Orchester Bonn begleitet werden. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Chefdirigent Hendrik Vestmann, Erstem Kapellmeister Stephan Zilias sowie Kapellmeister Christopher Sprenger und Chordirektor Marco Medved.

Interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer haben außerdem an diesem Tag ab 17:00 Uhr zum letzten Mal die Gelegenheit, die Ausstellung THEATER FÜR EINE STADT – 50 JAHRE AM BOESELAGERHOF im Eingangsfoyer zu besuchen.

Am 04. September 2016 startet die Oper Bonn dann mit der Premiere der Musical-Produktion EVITA von Andrew Lloyd Webber wieder in die neue Saison. Dort wird u.a. die aus DER KLEINE HORRORLADEN bekannte Bettina Mönch in der Titelrolle auf der Bühne zu erleben sein. Das Schauspiel eröffnet am 14. September 2016 mit William Shakespeares ROMEO UND JULIA in der Regie von Laura Linnenbaum seine Spielzeit in den Kammerspielen Bad Godesberg.

Pressemeldung Theater Bonn

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