Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere WERTHER von Jules Massenet, 02.12.2017

November 8, 2017  
Veröffentlicht unter Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Bielefeld

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

WERTHER  von Jules Massenet

PREMIERE 02.12.17, 1 9:30 Uhr, weitere  Vorstellungen 08.12., 15.12., 29.12.17; 23.01., 27.01., 01.02., 18.03.18

Lyrisches Drama in vier Akten nach Johann Wolfgang von Goethe // Dichtung von Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann // In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Der junge Dichter Werther ist hingerissen von Charlotte. Als ein Bild vollkommener Weiblichkeit erscheint ihm die Halbwaise, die – selbst kaum dem Kindesalter entwachsen – die Rolle ihrer verstorbenen Mutter einnahm und sich fürsorglich um ihre jüngeren Geschwister kümmert. Leidenschaftlich steigert Werther sich in seine Emotion hinein – zu seinem und ihrem Unglück. Denn nur kurz währt Werthers Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft: Schon in der Nacht ihres Kennenlernens, als er Charlotte von einem Ball nach Hause begleitet, gesteht sie ihm, nicht mehr frei zu sein. Ihre sterbende Mutter nahm ihr das Versprechen ab, den erfolgreichen Geschäftsmann Albert zu heiraten. Ein Versprechen, an das Charlotte sich, ihrer aufkeimenden Gefühle für Werther zum Trotz, gebunden fühlt. Werthers geradezu selbstzerstörerisches Verlangen, in platonischer Freundschaft weiterhin die Nähe der Frischverheirateten zu suchen, entpuppt sich als reiner Selbstbetrug; und auch Alberts Versuch, Werthers Interesse an Charlottes jünger Schwester Sophie zu wecken, ist zum Scheitern verurteilt. Verzweifelt fordert Charlotte den liebeskranken Dichter auf, Abstand zu suchen. Doch ausgerechnet zum Weihnachtsfest erlaubt sie ihm zurückzukehren.

Johann Wolfgang von Goethe © IOCO

Johann Wolfgang von Goethe © IOCO

Eine Liebe – oder zumindest die Vorstellung einer Liebe – so groß, dass sie unweigerlich scheitern muss. Nach eigener Aussage verarbeitete Johann Wolfgang von Goethe seine selbst erduldeten Liebesqualen in dem Briefroman Die Leiden des jungen Werther, um sich selbst kein Leid antun zu müssen. Werther musste stellvertretend für seinen noch jungen Schöpfer Selbstmord begehen, damit dieser den Schmerz bewältigen und weiterleben konnte. Der 1774 erschienene Roman machte seinen 25-jährigen Autor quasi über Nacht zu einer Berühmtheit und Galionsfigur des Sturm und Drang. Der Roman löste bei vielen jungen Lesern das sogenannte Werther-Fieber aus: Nicht nur kleidete man sich ebenso wie er mit blauem Tuchfrack, gelber Weste, Kniehosen aus gelbem Leder und Stulpenstiefeln, sondern man orientierte sich auch emotional an Werther. Plötzlich galt es als akzeptabel, Gefühle zu zeigen und sogar in der Öffentlichkeit zu weinen. Bei einigen reichte die Identifizierung aber bis zum nachahmenden Suizid, so dass der Roman in mehreren Regionen verboten wurde und Goethe sich gezwungen sah, der zweiten Auflage Motto-Verse hinzuzufügen, die mit der Aufforderung endeten: »Sei ein Mann und folge mir nicht nach.«

Die damals wie heute überwältigende Gewalt der absolut gesetzten Gefühle faszinierte auch den französischen Komponisten Jules Massenet. Während in Deutschland die geradezu sakrale Verehrung des Dichterfürsten Goethe Adaptionen seiner Werke beinahe unmöglich machte, konnte man in Frankreich ungenierter zur Tat schreiten. Auf einer Deutschlandreise verschlang Massenet gebannt Goethes Briefroman: »Ich konnte mich nicht von der Lektüre jener brennenden Briefe losreißen, in denen sich die Gefühle der größten Leidenschaft widerspiegelten. Was für aufwühlende Szenen, was für fesselnde Bilder muss das ergeben!«

Massenet gab den tiefen Seelenregungen Werthers eine sinnlich-kantable Tonsprache, deren poetischem Zauber sich, wie Charlotte, auch kaum ein Zuhörer zu entziehen vermag. Nach der Uraufführung in Wien 1892 eroberte das lyrische Drama die deutschsprachigen Bühnen im Flug und blieb die bis heute erfolgreichste seiner Opern in deutschen Musiktheatern.

Die Notwendigkeit, unkontrollierbar überwältigende Gefühle durch Kunst zu sublimieren, wie Goethe es durch das Verfassen des Romans tat, stellen Regisseur Alexander Charim und sein Team in den Mittelpunkt ihrer Interpretation. Um die verlorene Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen, evoziert Werther seine Geschichte. Doch stets droht die Gefahr, sich in der Achterbahn der Gefühle abermals zu verlieren. Vielleicht gibt es nur einen Ausweg: Der Werther der Vergangenheit muss sterben, damit der andere eine Zukunft hat.

Am Theater Bielefeld erklingt eine auf die vier Hauptpersonen konzentrierte Fassung. Daniel Pataky umschwärmt als ekstatischemotionaler Werther seine angebetete Charlotte, dargestellt von Nohad Becker. Als ihr Verlobter und späterer Ehemann Albert versucht Frank Dolphin Wong sich des Nebenbuhlers zu erwehren. Cornelie Isenbürger
singt Charlottes jüngere Schwester Sophie, die in diesem Beziehungsdreieck zu einer gleichermaßen übersehenen wie ausgenutzten jungen Frau zu werden droht. Schauspieler Orlando Klaus verkörpert den anderen Werther, der sich noch einmal seiner Vergangenheit stellt. Die Bielefelder Philharmoniker spielen unter der Leitung von GMD Alexander Kalajdzic.

MUSIKALISCHE LEITUNG
Geboren in Zagreb, Kroatien, begann Alexander Kalajdzic seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Symphoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks. Sein beruflicher Weg führte ihn nach Krefeld-Mönchengladbach, wo er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster Dirigent am Nationaltheater Weimar und von 2008 bis 2010 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u. a. in den USA, Mexiko, Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und inTschechien. Seit Spielzeitbeginn 2010/11 leitet er als GMD die
musikalischen Geschicke des Theaters Bielefeld und der Bielefelder
Philharmoniker.

INSZENIERUNG
Alexander Charim studierte Germanistik und Geschichte in seiner Heimatstadt Wien. Als Regieassistent am Burgtheater Wien und an der Wiener Staatsoper arbeitete er unter anderem mit Luc Bondy und Peter Zadek. Von 2003 bis 2007 studierte er Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Er inszenierte unter anderem an der Staatsoper Hannover, dem Schauspielhaus Wien, der Deutschen Oper Berlin, dem Theater Basel, dem Theater St. Pölten, der Oper Frankfurt, dem Staatstheater Karlsruhe, dem Theater Aachen, dem Theater Osnabrück, den Kunstfestspielen Hannover, dem Radialsystem Berlin, dem Theater Chur, den Operadagen Rotterdam und dem Theater Trier. Zu seinen letzten Arbeiten gehörten Castor et Pollux von Rameau an der Staatsoper Hannover, Carousel von Rodgers/Hammerstein am Theater Basel, Dantons Tod von Georg Büchner am Theater Osnabrück und Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist am Hans-Otto- Theater Potsdam. Alexander Charim war Stipendiat der Akademie Musiktheater Heute bei der Deutschen Bank Stiftung und wurde 2015 für seine Inszenierung von Franz Grillparzers Weh dem, der lügt! am Theater St. Pölten für den Nestroy-Preis nominiert. 2016 erhielt er den Dr.-Otto-Kasten-Preis der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins. Für seine Inszenierung von Kaurismäkis Lichter der Vorstadt am Landestheater Niederösterreich hat er den Wiener Theaterpreis Nestroy 2016 in der Kategorie Beste Bundesländer Aufführung erhalten.

BÜHNE UND KOSTÜME
Ivan Bazak, geboren 1980 in Kolomyja/Ukraine, ist Maler, Videograf, Fotograf, Objektkünstler und Bühnenbildner. Er studierte von 1997 bis 2003 an der Nationalen Akademie der Bildenden Künste und Architektur in Kiew und von 2001 bis 2006 an der Kunstakademie Düsseldorf, darunter 2005/06 als Meisterschüler bei Prof. Karl Kneidl. Er war Artist in Residence bei Kultur-Kontakt Austria in Österreich, bei der Stiftung BINZ39 in Zürich, beim NRW Kultursekretariat in Nordrhein-Westfalen und Nantes sowie Stipendiat des Goethe-Instituts in St. Petersburg. Einzelausstellungen führten ihn u. a. ins Zentrum für Zeitgenössische Kunst Kiew, in die Artothek Köln, ins Museum
am Ostwall in Dortmund, zur Lodz Biennale, in die Galeria Arsenal in Bialystok, die Kunsthalle Wien und den Kunstverein Ulm. In Bielefeld realisierte er bereits 2014/15 gemeinsam mit dem Komponisten Gordon Kampe und der Dramaturgin Katharina Ortmann das multimediale Kunstprojekt Plätze. Dächer. Leute. Wege. Die Stadt als utopische Bühne. 2015 wurde er für seine Ausstattung der Inszenierung Johnny Breitwieser (Wiener Schauspielhaus) mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet. Mit dem Regisseur Alexander Charim arbeitete er bereits 2010 als Bühnenbildner bei Orfeo – love will tear us apart und 2012 bei Geometrie der Liebe für die KunstFestSpiele Herrenhausen zusammen.

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic, Inszenierung :Alexander Charim
Bühne und Kostüme :Ivan Bazak, Dramaturgie :Anne Christine Oppermann

BESETZUNG:  Werther Daniel Pataky, Albert Frank Dolphin Wong, Charlotte Nohad Becker, Sophie Cornelie Isenbürger, Schauspieler Orlando Klaus, PMThBi

Werther am Theater Bielefeld: 02.12.17, 1 9:30 Uhr, weitere  Vorstellungen 08.12., 15.12., 29.12.2017; 23.01., 27.01., 01.02., 18.03.2018

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Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere OTELLO von Giuseppe Verdi, 07.10.2017

September 11, 2017  
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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

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OTELLO von  GIUSEPPE VERDI

 Libretto von Arrigo Boito, nach Shakespeares Othello, der Mohr von Venedig // In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE : 07.10.17, 19:30 Uhr, weitere  Vorstellungen : 14.10., 22.10., 09.11., 29.11., 05.12., 20.12.17

Was für eine Erfolgsgeschichte! Otello hat mehr erreicht, als er wohl je zu erträumen wagte: Er bekleidet einen hohen militärischen Rang, scheint gesellschaftlich anerkannt zu sein und hat Desdemona, eine der schönsten und begehrtesten Frauen des Landes, im Sturm erobert. Und dies alles gelang ausgerechnet ihm, dessen Leben als Sklave vorgezeichnet schien, der auf abenteuerlichen Wegen als Habenichts in eine fremde Gesellschaft kam. Als der intrigante Jago ihm das Gift der Eifersucht einträufelt, beginnt
Otello jedoch alles zu entgleiten. Mit kleinen, wohldosierten Bemerkungen wird nicht nur Otello, sondern die gesamte Gesellschaft manipuliert. Fassungslos und zu spät erkennen die Beteiligten letztendlich, wie sich direkt unter ihren Augen und dennoch für sie nicht sichtbar eine tödliche Tragödie anbahnen konnte.

Verdis Spätwerk irritierte die Zeitgenossen zunächst. Selbstbewusst beschritt der 70-jährige Komponist den Weg zum italienischen Musikdrama, veränderte und dekonstruierte dabei formale Konventionen der Nummernoper, wenn auch das Formprinzip noch erkennbar blieb. Doch alle diese Formen ordnete Verdi nun der seit langem von ihm geforderten »dramatischen Wahrheit« unter, um ein echtes, einheitliches Musikdrama zu schaffen. Der instrumentale Part löst sich aus der Begleitfunktion und wird zu deutender Ergänzung des Vokalparts, ohne dass dadurch jedoch die Vorherrschaft der Stimmen in Frage gestellt würde. Eng wie nie zuvor verschmelzen die Akte zu einem durchkomponierten Ganzen, so dass Otello heutzutage mit Fug und Recht gleichzeitig als End- und Höhepunkt der romantischen italienischen Oper gilt. Der ununterbrochene musikalische Fluss übt eine ähnlich unentrinnbare Sogwirkung aus wie Jagos minutiös getimte Manipulationen menschlicher Schicksale.

Mit Jago erschuf William Shakespeare eine abgrundtief zynische Figur, einen Meister der Verführung. Kein Wunder, dass Giuseppe Verdi und sein Librettist Arrigo Boito zeitweise beabsichtigten, ihre Oper Jago zu nennen. Auch Regisseur Paul-Georg Dittrich stellt den brillanten Manipulator ins Zentrum seiner Deutung. Was treibt Jago an? Sind es wirklich die kleinlichen, allzu menschlichen Kränkungen, die er selbst anführt – jeweils angepasst an das fragende Gegenüber? Oder ist etwa der metaphysischen Überhöhung zu glauben, mit der er sich dem Publikum als das personifizierte Böse zu erkennen gibt? Offen bezieht Jago die Zuschauer in sein Spiel ein und demonstriert ihnen, welche Gefahr seiner Meinung nach in dem scheinbar so angepassten Fremden schlummert, schließlich weiß er: »Er ist, was er ist.« Diese Andersartigkeit Otellos gilt es vor aller Augen bloßzustellen. Doch darf der Zuschauer einem Demagogen trauen, dessen suggestives Blendwerk Dinge anders erscheinen lässt, als sie sind?

Eine dystopisch-surrealistische Welt entwerfen die Bühnenbildnerinnen Lena Schmid und Monika Annabel Zimmer gemeinsam mit der Kostümbildnerin Anna Rudolph. Wie auf der abgeschotteten Insel Zypern, zu deren Statthalter Otello zu Beginn der Oper ernannt wird, gibt es auch hier kein Entkommen für Otello, der sich Herr der Lage wähnt und darüber nicht erkennt, dass er sich längst in Jagos Propaganda-System befindet. Komplettiert wird der düstere Kosmos durch die Videos des Filmemachers Vincent Stefan. Privater Raum existiert nicht mehr, alles wird medial überwacht und nutzbar gemacht.

Für die Rolle des Otello konnte der russische Tenor Mikhail Agafonov gewonnen werden. Seine geliebte Desdemona, unschuldig und doch zum Sterben verurteilt, wird von Sarah Kuffner dargestellt. Evgueniy Alexiev beherrscht als Jago sämtliche Formen medialer, psychologischer sowie musikalischer Manipulation. Daniel Pataky fällt als Otellos Protegé Cassio dem Intrigenspiel als Erster zum Opfer. Lianghua Gong und Ensemble-Neuzugang Lorin Wey werden alternierend den aussichtslos in Desdemona verliebten Rodrigo interpretieren. Auch Hasti Molavian als Jagos Ehefrau Emilia wird durch emotionale Abhängigkeit zu einem Werkzeug der Manipulation.

Yoshiaki Kimura leiht dem edlen Montano seine Stimme und Moon Soo Park wird als Lodovico versuchen, das Lügennetz zu zerreißen. Es spielen und singen unter der Leitung von GMD Alexander Kalajdzic der Bielefelder Opernchor, der Extrachor des Theaters Bielefeld, die JunOs und die Bielefelder Philharmoniker.

MUSIKALISCHE LEITUNG  –  Alexander Kalajdzic 
Geboren in Zagreb, Kroatien, begann Alexander Kalajdzic seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Symphoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks. Sein beruflicher Weg führte ihn nach Krefeld-Mönchengladbach, wo erals Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster
Dirigent am Nationaltheater Weimar und von 2008 bis 2010 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u. a. in den USA, Mexiko, Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und in Tschechien. Seit Spielzeitbeginn 2010/11 leitet er als GMD die musikalischen Geschicke des Theaters Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.

INSZENIERUNG
Paul-Georg Dittrich studierte von 2007 bis 2011 Regie an der Theaterakademie Hamburg. Er inszenierte u. a. am Schauspiel Frankfurt, Theater Bremen, Theater Heidelberg, Schauspielhaus Wien, Theater Augsburg, Theater Aachen, Theater Kiel, Landestheater Tübingen, Stadttheater Bremerhaven, Theater Erlangen, Landestheater Schleswig-Holstein, Kampnagel Hamburg und an der Neuköllner Oper Berlin. Festivaleinladungen u. a. zu den Baden-Württembergischen Theatertagen und zu Kaltstart Hamburg.

2016 wurde er für den Deutschen Theaterpreis FAUST in der Kategorie »Regie Musiktheater« für die Operninszenierung Wozzeck von Alban Berg am Theater Bremen nominiert. 2017 erhielt er mit der Inszenierung Die Wand nach dem Roman von Marlene Haushofer am Theater Aachen eine Einladung zum NRW-Theatertreffen. Das Stadtmagazin Klenkes wählte die Inszenierung Orlando nach Virgina Woolf zur »Besten Inszenierung« in der Spielzeit 2013/14 am Theater Aachen. Zudem erhielt Dittrich den Preis der LTT-Freunde für die »Beste Inszenierung« in der Spielzeit 2012/13 am Landestheater Tübingen. Im Fokus von Dittrichs Arbeiten steht neben dem poetischen Geschichtenerzählen und der phantasievollen Einbeziehung von audiovisuellen Medien immer auch die künstlerische Suche nach einer zeitgenössischen Vernetzung zwischen Musik- und Sprechtheater und nach experimentellen Spielformen. In der Spielzeit 2017/18 werden Regie-Arbeiten u. a. am Theater Bremen (Oper) und an der Hamburger Staatsoper entstehen. Verdis Otello ist seine erste Arbeit am Theater Bielefeld.

BÜHNE
Lena Schmid, geboren 1986 in Zürich, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte an der Toneelacademie Maastricht und an der Akademia Sztuk Pieknych in Warschau Bühnen- und Kostümbild und war zwei Jahre als Bühnenbildassistentin am Centraltheater Leipzig engagiert. Seit 2013 arbeitet sie als freiberufliche Bühnen- und Kostümbildnerin im Bereich Schauspiel, Oper und Tanz u. a. in Berlin am Berliner Ensemble, an der Neuköllner Oper und in den Uferstudios. Außerdem arbeitet sie an der Oper Bremen, am Schauspielhaus Graz, Düsseldorfer Schauspielhaus, Theater am Neumarkt in Zürich, Schauspiel Frankfurt und am Staatstheater Hannover. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie u. a. mit den Regisseuren Paul-Georg Dittrich, Alexander Eisenach und der Regisseurin Lily Sykes.

Monika Annabel Zimmer studierte in den Niederlanden an der Toneelacademie Maastricht und in Wien an der Universität für angewandte Kunst, Bühnen- und Kostümbild. 2017 schloss sie mit ihrem Master of Theater erfolgreich ihr Studium in den Niederlanden ab. Während der Studienzeit wirkte sie an unterschiedlichsten Theaterproduktionen mit. Zuletzt war sie am Grazer Schauspielhaus als Ausstattungsassistentin beschäftigt, an dem sie auch mehrere eigene Projekte verwirklichte.

KOSTÜME
Anna Rudolph (geb. Macholz) studierte an der Fachhochschule für Design und Medien in Hannover Kostümdesign und Szenografie. Mit dem Stück Birds von Juliane Kann in der Regie von Sascha Hawemann gewann sie den Publikumspreis bei den Autorentheatertagen 2008 am Thalia Theater. Seit 2008 arbeitet sie als freiberufliche Bühnen- und Kostümbildnerin im Bereich Schauspiel und Oper u. a. am Badischen Staatstheater Karlsruhe, Stadttheater Klagenfurt, Staatstheater Ingolstadt, Schauspiel Hannover, Theater Luzern, Theater Bremen. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie u. a. mit den Regisseuren Lars-Ole Walburg und Marco Storman. Verdis Otello für das Theater Bielefeld ist die erste gemeinsame Arbeit von Anna Rudolph und dem Regisseur Paul-Georg Dittrich.

VIDEO
Vincent Stefan absolvierte seit seiner Jugend diverse Klavier- und Kompositionsschulen (Friedrich Goldmann). Seit Jahren als Musiker, Regisseur, Komponist, Dramaturg, Performer und Fotograf international aktiv, erweiterte er ab 2008 sein künstlerisches Tätigkeitsfeld als Videodesigner. Neben Kompositionsaufträgen (Studio Babelsberg, Kent Nagano/DSO Berlin, Staatsoper Berlin, Theatertreffen/Maxim Gorki) führten ihn Engagements im deutschsprachigen Raum u. a. an die Staatsoper Berlin, an die Volksbühne Berlin, zur Semperoper Dresden, zur Oper Halle, zum Steirischen Herbst, zur Ruhrtriennale, zum HAU 1+2, an das Berghain und an das Nationaltheater Weimar. Seine personellen Wirkstätten reichen von Peter Konwitschny über David Mouchtar-Samorai bis Christoph Schlingensief, von Sybille Berg, Heta Multanen bis hin zu diversen Musikvideoproduktionen, beispielsweise die Inszenierung des weltweit größten Lipdubs zum Opus-Hit Live is Life. Vincent Stefan inszenierte 2016 Trond Reinholdtsens Music as Emotion und wird 2018/19 neben drei weiteren Operninszenierungen auch beim Film als Regisseur tätig sein. Derzeit ist er als Komponist und Pianist im Rahmen des Musikfestivals Fremd bin ich der Alten Oper Frankfurt / Mousonturm in Frankfurt zu sehen.

BESETZUNG –  Otello Mikhail Agafonov, Jago Evgueniy Alexiev, Cassio Daniel Pataky,
Rodrigo Lianghua Gong / Lorin Wey, Lodovico / Ein Herold Moon Soo Park, Montano Yoshiaki Kimura, Desdemona Sarah Kuffner, Emilia Hasti Molavian, Bielefelder Opernchor // Extrachor des Theaters Bielefeld // JunOs //, Bielefelder Philharmoniker; PMTHBi

Otello am Theater Bielefeld:  PREMIERE : 07.10.17, 19:30 Uhr, weitere  Vorstellungen : 14.10., 22.10., 09.11., 29.11., 05.12., 20.12.17

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Bielefeld, Theater Bielefeld, ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN, 22.09.2017

September 7, 2017  
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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

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ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN 

Kriminalgroteske von Joseph Kesselring

Theater am Alten Markt

PREMIERE : 22.09.2017, 20:00 Uhr, weitere  Vorstellungen 24.09., 27.09., 04.10., 06.10., 13.10., 14.10., 28.10., 23.11., , 24.11., 31.12.; weitere Termine folgen

Abby und Martha Brewster sind mit Abstand die liebenswertesten Damen, die im rauen Stadtteil Brooklyn zu finden sind. Dessen ist sich ihr Neffe Mortimer sicher. Jedermann steht die Tür ihrer großen Villa offen, immerzu werden Köstlichkeiten serviert und für jedes Problem haben die Schwestern ein offenes Ohr. Selbstverständlich also, dass Mortimer zu ihnen eilt, nachdem er seiner Liebsten einen Heiratsantrag gemacht hat. Die Tanten sind außer sich vor Freude. Selbst Mortimers geisteskranker Bruder unterbricht für einen Moment seine Ausgrabungen im Keller. Doch dann entdeckt Mortimer eine Leiche und seine heile Welt gerät ins Wanken. Seine Tanten – Mörderinnen? Sein verrückter Bruder – der Totengräber? Schlimmer noch, die Schwestern versuchen nicht einmal, ihre Tat zu verbergen. Stolz erzählen sie von ihrem Hobby, einsame ältere Herren von ihrer irdischen Malaise zu befreien und im Keller begraben zu lassen. Der zwölfte ist es heute! Hurra! Mortimer hat alle Hände voll zu tun, die Tanten vom nächsten Opfer und die Polizei von den Tanten fern zu halten. Doch die Familie wäre nicht vollständig, stünde nicht plötzlich der steckbrieflich gesuchte Bruder Jonathan vor der Tür. Im Gepäck führt er, natürlich, eine Leiche.

Bald gerät Mortimer selbst ins Fadenkreuz des familiären Irrsinns. Kesselrings morbide und hochnotkomische Kriminalgroteske über die Abgründe des kleinen Bürgers feierte 1941 am Broadway Premiere und wurde zum Kassenschlager; drei Jahre später trug der gleichnamige Film mit Cary Grant als Mortimer endgültig zur Unsterblichkeit der Komödie bei.

INSZENIERUNG Henner Kallmeyer, geboren 1974 in Lübeck, begann seine Theaterlaufbahn am Schauspielhaus Bochum, wo er u. a. Christina Paulhofer assistierte. Seit 2002 ist er freischaffender Theaterregisseur u. a. am Staatstheater Hannover, Theater Bielefeld, am Deutschen Theater Göttingen, Schauspielhaus Salzburg, Schauspiel Essen und am Staatstheater Oldenburg. Am Theater Bielefeld inszenierte er zuletzt die Folgen 1 und 2 der Theaterserie Sissy Murnau von David Gieselmann sowie das Familienstück zur Weihnachtszeit Die Schneekönigin.

KOSTÜME Franziska Gebhardt, geboren in Hannover, studierte Innenarchitektur an der Hochschule für Design und Medien Hannover und assistierte bei Raimund Bauer und Jörg Kiefel. Als freie Bühnen- und Kostümbildnerin arbeitete sie danach unter anderem am Schauspiel Hannover, am Oldenburgischen Staatstheater, am Deutschen Theater in Göttingen, am Schauspiel Essen und am Schauspielhaus Bochum. Am Theater Bielefeld zeichnete sie bereits verantwortlich für die Kostüme bei Harry und Sally, bei Shakespeares König Heinrich der Vierte, bei Mario Salazars Uraufführung von Am Leben werden wir nicht scheitern, bei Paul Austers Winterjournal und Erik Gedeons Ewig Jung. Ein Songdrama, bei Das Tierreich sowie zuletzt bei dem Liederabend Istanbul und der Uraufführung von Paare.

Inszenierung : Henner Kallmeyer, Bühne und Kostüme : Franziska Gebhardt,, Dramaturgie  Viktoria Göke

BESETZUNG: Abby Brewster  Doreen Nixdorf, Martha Brewster  Carmen Priego
Teddy Brewster Niklas Herzberg, Mortimer Brewster Christina Huckle, Jonathan Brewster, Oliver Baierl, Dr. Einstein Stefan Imholz, Elaine Harper Susanne Schieffer, O’Hara Cédric Cavatore, Brophy / Mr. Gibbs / Mr. Witherspoon Jan Sabo, Leutnant Rooney Anica Happich.   PMThBi

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Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere 1984 von George Orwell, 16.09.2017

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

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1984  von George Orwell

Bühnenfassung Robert Icke und Duncan Macmillan

1984:  PREMIERE 16.09.2017, 19:30 Uhr, weitere Vorstellungen  21.09., 24.09., 30.09., 03.10., 05.10., 15.10., 29.10., 31.10. 2017 weitere Termine folgen

George Orwells Roman von 1984 ist wie kaum ein anderer Stoff der Literaturgeschichte im kollektiven Bewusstsein als Synonym für totale Überwachung durch ein Unrechtsregime verankert. Das Theater Bielefeld bringt diese große Erzählung nun im Stadttheater in einer Bearbeitung des englischen Dramatikers Duncan Macmillan heraus.

Die Vergangenheit wurde ausradiert. Das Ausradierte vergessen. Die Lüge wird Wahrheit und wieder Lüge. Winston Smith arbeitet im Ministerium für Wahrheit in Ozeanien, einer der drei Supermächte der Welt, die sich im andauernden Krieg gegeneinander befinden. Im Ministerium wird die Geschichte ausgelöscht und die Geschichtsschreibung im Sinne der Parteilinie neu geschrieben. Das Leben der Menschen innerhalb dieses totalitären Systems ist gekennzeichnet von Einsamkeit, Misstrauen, Angst und ständiger Kontrolle. Die Partei arbeitet an der perfekten Sprache: »Neusprech« verringert den Wortschatz und zielt auf die Auslöschung des freien Geistes. Die Gedankenpolizei überwacht permanent die gesamte Bevölkerung, schon der bloße Gedanke ist ein Verbrechen und könnte die Todesstrafe zur Folge haben. Unter diesen Umständen begibt sich Winston in Lebensgefahr als er anfängt, seine systemkritischen Gedanken einem Tagebuch anzuvertrauen. Als Winston dann auch noch Julia kennenlernt, wird ihre heimliche Liebe zum Akt des Widerstandes. Duncan Macmillan und Robert Icke verlegen Orwells Dystopie über die Zerstörung des Menschen durch eine Staatsmaschinerie nochmals in die Zukunft und lassen den Betrachter immer tiefer in den Kopf des Protagonisten eindringen. In einer Zeit, in der Worte wie Wahrheit, Realität und Freiheit keine Verbindlichkeit mehr besitzen, ist 1984  politischer denn je.

Dem bekannten Plot gewinnt Macmillan mit seinem Zugriff einen völlig neuen Spannungsbogen ab, indem er sich am stets ignorierten Anhang »Die Grundlagen des Neusprech« orientiert. Dieser Anhang, der wie eine dokumentarische Quelle aufgebaut ist, beschreibt das in 1984 von der Partei benutzte »Neusprech«. Eine Spracheverstümmelung, die ein unorthodoxes und widerständiges Kommunizieren, ja sogar Denken, unmöglich macht. Die gesamte Literatur, alle Texte und damit die ganze Vergangenheit werden im Ministerium für Wahrheit ins »Neusprech« umgeschrieben. Damit kontrolliert Big Brother, in dem die Partei und die ganze revolutionäre Regierungsform Gestalt geworden ist, nicht nur durch Überwachung die physische Gegenwart der Menschen. Auch das Denken und selbst die Zeit sind damit der Kontrolle der Partei unterworfen. Doch 1984 hat sich »Neusprech« im Alltag noch nicht durchgesetzt. Das voraussichtliche Ende dieser Entwicklung wird auf 2050 datiert.

Genau an dieser Stelle setzt Macmillan mit seiner Fassung an und erzählt die Geschichte um Winston Smith und die Ereignisse um 1984 aus dieser Zukunft, aus dem Jahr 2050. Das Gewicht der Inszenierung liegt dadurch viel stärker auf der Kontrolle der Zeit und des Denkens. Die unmittelbaren Bezüge Orwells auf den Stalinismus treten zu Gunsten aktuellerer Themen zurück und der bekannte Plot des Romans wird um mindestens eine Ebene bereichert.

Es entspinnt sich eine spannende Kriminalgeschichte. Was ist real, was ist Wahrheit und was Lüge, was hat wirklich stattgefunden, oder befinden wir uns die ganze Zeit in Winstons Kopf? Das analoge Grundgefühl des Romans von 1984 gewinnt in der Inszenierung Christian Schlüters eine Gegenwärtigkeit, die Fragen unseres digitalen Zeitalters evident werden lässt. Die Ausstattung von Anke Grot tut ihr übriges, die Inszenierung in Form eines Retro-Futurismus an uns heranzurücken. Eine ausgefeilte Video- und Toninstallation grundiert ein Gefühl allgegenwärtiger Kontrolle, Verfügbarkeit wie auch Veränderbarkeit der Realität und des Denkens, wie sie die totalitären Systeme im letzten Jahrhundert nur haben träumen können. Doch nicht zuletzt ist dieser große politische Stoff auch eine Liebesgeschichte, die die Frage aufwirft, ob die Betonung des Gefühls und des Individuums in der westlichen Zivilisation nicht nur ein Trugbild ist, dem wir aufsitzen, ob die Gemeinschaft nicht über allem stehen sollte und wer das Recht
hat, diese Normen zu definieren.

INSZENIERUNG
Christian Schlüter ist seit der Spielzeit 2006/07 Oberspielleiter des Schauspiels am Theater Bielefeld, mit dem er zuvor viele Jahre als regelmäßiger Gastregisseur eng verbunden war. Christian Schlüter, geboren in Nesselwang im Allgäu, studierte nach seinem Abitur zunächst zwei Jahre Theaterwissenschaften an der Universität in Bochum und von 1990-1994 Regie bei Jürgen Flimm und Manfred Brauneck in Hamburg. Nach seinem Studium war er bis 1998 als Regieassistent am Thalia Theater Hamburg tätig. Danach arbeitete er als freischaffender Regisseur und Lehrbeauftragter am Studiengang Schauspieltheater-Regie in Hamburg. In Bielefeld inszenierte er zuletzt u. a. die Uraufführungen von Paul Austers Winterjournal und David Gieselmanns Die Oppelts haben ihr Haus verkauft sowie die Komödie Katze im Sack von Georges Feydeau, die deutschsprachige Erstaufführung von Steven Fechters Schlangenbrut, Hiob von Joseph Roth, Shakespeares Ein Sommernachtstraum, die deutschsprachige
Erstaufführung von Alan Ayckbourns Rondo sowie Friedrich Schillers Wilhelm Tell.

BÜHNE UND KOSTÜME
Die Bühnen- und Kostümbildnerin Anke Grot arbeitet bereits seit vielen Jahren mit Christian Schlüter zusammen, in Bielefeld u. a. bei der Uraufführung von Marlene Streeruwitz‘ Dentro, bei Amphitryon, Oedipus, Elling, Die Weber, Homo faber, Maria Stuart, The Woodsman, Die spanische Fliege und Rondo. Ihre Arbeiten führten Anke Grot darüber hinaus an das Schauspielhaus Hamburg, das Nationaltheater Mannheim, die Theater in Lübeck und Gießen, die Schaubühne am Lehniner Platz und das Theater Basel, wo sie unter anderem mit den Regisseurinnen Corinna Bethge und Barbara Frey zusammenarbeitete. Mit der Regisseurin Barbara Bürk arbeitete sie in Hamburg bei der Uraufführung von Headless Body in Topless Bar und am Schauspiel Hannover bei Neil LaButes Tag der Gnade, Lutz Hübners Hotel Paraiso, Roger Vitracs Victor oder die Kinder an der Macht, Totentanz von August Strindberg und Lutz Hübners Für alle das Beste. Anke Grot, geboren in Lübeck, studierte Bühnenbild an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Prof. Wilfried Minks und war im Anschluss als Bühnenbildassistentin am Schauspielhaus Hamburg fest engagiert. Zu einer ihrer letzten Arbeiten gehört das Bühnen- und Kostümbild von Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie, das in einer Inszenierung von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk zum Theatertreffen 2016 nach Berlin eingeladen wurde.

Inszenierung:  Christian Schlüter, Bühne und Kostüme : Anke Grot, Video : Sascha Vredenburg, Sounddesign : Joe Bauer, Dramaturgie: Dariusch Yazdkhasti

BESETZUNG:  Winston Thomas Wehling, O’Brien Thomas Wolff, Charrington Guido Wachter, Martin / Kind Alrun Hofert, Syme Vincent zur Linden, Parsons Georg Böhm, Mrs. Parsons / Mutter Brit Dehler, Julia Laura Maria Hänsel. PMThBi

1984 am Stadttheater Bielefeld:  PREMIERE 16.09.2017, 19:30 Uhr,  weitere Vorstellungen  21.09., 24.09., 30.09., 03.10., 05.10., 15.10., 29.10., 31.10. 2017 weitere Termine folgen

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