Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere DON CARLO von GIUSEPPE VERDI, 30.09.2016

September 14, 2016  
Veröffentlicht unter Premieren, Pressemeldung, Theater Bielefeld

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

DON CARLO von Giuseppe Verdi

nach Schillers dramatischem Gedicht Don Carlos, Infant von Spanien // Libretto von Joseph Méry und Camille du Locle // Italienischer Text von Antonio Ghislanzoni // In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

PREMIERE 30.09.2016, 20:00 Uhr,  weitere Vorstellungen : 05.10., 16.10., 25.10., 18.11., 26.11.2016

Dem Infanten Don Carlo wird aus politischen Gründen die Heirat mit der Prinzessin Elisabetta angetragen. Trotz des diplomatischen Hinter­grundes der angestrebten Liaison verlieben sich die beiden, doch alsbald scheitert das vermeintliche Glück: Carlos Vater Filippo selbst nimmt Elisabetta zur Gemahlin. Aus der Perspektive des religiös­patriarchalischen Systems verwandelt sich somit die Begierde der jungen Menschen in Inzest. Doch das Verlangen bleibt, wird noch größer und das Ausleben vor dem Hintergrund der scharfen Gesetze gleichzeitig gefährlicher. Der Sohn begehrt auf, die neue Königin sieht sich gefangen in eigener Disharmonie zwischen politischer Pflicht und menschlicher Erfüllung. Indes nutzt Rodrigo die Begierden seiner Mitmenschen, um seine vermeintlichen Freiheitsideale zu verwirklichen. Sukzessiv entgleiten den Sehnsüchtigen ihre Ränke, die Tragödien nehmen ihren Lauf … und dies nicht unbeobachtet: Die Macht­strebenden wie auch die Liebenden bewegen sich im Kreise einer ganz anderen, allmächtigen und gefährlichen Verführung – einer medialen, religiös besetzen Suggestion: der Inquisition.

Aus dieser Welt, geprägt von Untiefen des religiösen Fanatismus und falschen Idealen, scheint ein Entkommen schier unmöglich. Und der Zuschauer wird in den Diskurs über Seele und Seelenheil unerbittlich hineingezogen.

Verdis Opern unterlagen immer wieder großen Modifikationen – man denke nur an die fassungsreiche Macbeth-Historie oder die der Zensur unterworfenen Varianten von Un ballo in maschera – und auch Don Carlo reihte sich hier ein: von einer 5-aktigen französischen Fassung bis zu einer auf 4 Akte reduzierten italienischen generierten sich unterschiedliche Spielarten des Stoffes. Das Theater Bielefeld entschied sich für letztere, also 4-aktige Version, den ausufernden 1. Akt mit der in Frankreich gelagerten Vorgeschichte zwischen Elisabetta und Carlo ausklammernd, auch um direkt in das kammerspielartige Geschehen am spanischen Hofe einzusteigen.

Regisseur Jochen Biganzoli – aktuell nominiert für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST – setzt seinen Fokus ganz auf diesen kammerspielartigen Hintergrund der Geschichte – die Beziehungen, Intrigen und politischen Bedürfnisse, vor allem aber die Sehnsüchte, Utopien und final das Scheitern an diesen ausleuchtend. Erst das Darlegen und Differenzieren der inneren Zustände aller Figuren offenbart die eigentlichen Konflikte der Individuen, abseits ihrer politischen Motive und zum Teil revolutionären Ambitionen. Das Suchen nach und innerhalb der Variable der Emotion – man könnte auch sagen: des Menschseins – öffnet Tür und Tor zum Erkennen der echten Träume, Neigungen und Gemütsbewegungen.

Die inszenatorische Konsequenz offenbart sich im Loslösen vom historischen wie vom deutlich definierten religiösen Kontext. Die Aktualität der Vorgänge, das Entblättern der Zwänge und (beinahe pathologischen) Zwangshandlungen und das Fokussieren des Prinzips Menschsein stehen im Vordergrund. Dabei sollen nicht konkrete Verweise im Sinne eines Realismus die Zuschauer überzeugen, sondern die Interpretierbarkeit der Szene, der Vorgänge und emotionalen Verwirrungen. Nicht ein klar zu sprechendes Urteil über die Menschen, ihr Treiben und Wirken ist das Ziel dieser Don-Carlo-Inszenierung, vielmehr geht es um das Sich-selbst-Finden und Positionieren des Betrachters; eine Anregung zum Nachdenken über unsere heutige Zeit.

Wolf Gutjahr entwickelt für diese Inszenierung einen Raum, der geschlossen zu sein scheint, aber doch durchlässig ist: Niemand agiert ganz unbeobachtet. Zudem wird Thomas Lippick eigene Videos anfertigen, die zwischen Erinnerung, Sehnsucht und Utopie das Innere der Protagonisten auf eine andere Ebene des Betrachtens hebt. Heike Neugebauer rundet als Kostümbildnerin das Team ab.

Musikalisch präsentiert Verdis Don Carlo große Arien, teils ungewöhnliche wie populäre Duette – man denke an die große Szene zwischen dem König Filippo und dem Großinquisitor, in der in dieser Intensität sich erstmals zwei Bässe gegenübertreten – und natürlich große Chornummern, von denen das Autodafé zu den imposantesten im Verdi’schen Oeuvre zählt.

Das Bielefelder Theater besetzt diese große Oper, die zentrale Partien im Kanon des Repertoires für beinahe alle Stimmfächer bereithält, bis auf eine Ausnahme aus dem Ensemble des Hauses: In der Titelpartie wird Daniel Pataky zu hören sein – Operntaler-Preisträger des letzten Jahres und im italienischen Fach dem Publikum u. a. durch seinen Pinkerton in Puccinis Madama Butterfly bekannt. Die Rolle der einstigen Geliebten Elisabetta übernimmt Sarah Kuffner, der politisch ambitionierte Rodrigo wird alternierend von Evgueniy Alexiev und Frank Dolphin Wong dargestellt. Katja Starke übernimmt die Rolle der vergebens Liebenden Eboli und Moon Soo Park leiht dem Großinquisitor seine Stimme. Als Gast für die Partie des Filippo konnte Sebastian Pilgrim gewonnen werden, der mit dieser Partie bereits Erfolge feiern konnte. Dorine Mortelmans – der Neuzugang im Ensemble – wird sich dem Publikum in gleich zwei Rollen präsentieren: Tebaldo und die Voce dal cielo. Den Conte di Lerma und den Araldo übernimmt Lianghua Gong. Opernchor, Extra-Chor sowie Statisterie und vier Gäste für die Deputierten runden das Bühnengeschehen ab. Es spielen die Bielefelder Philharmoniker unter der Leitung von GMD Alexander Kalajdzic.

Musikalische Leitung  : Alexander Kalajdzic, Inszenierung  : Jochen Biganzoli
Bühne  : Wolf Gutjahr, Kostüme  : Heike Neugebauer, Dramaturgie  : Daniel Westen

Mit Evgueniy Alexiev // Lianghua Gong // Yoshiaki Kimura // Sarah Kuffner // Dorine Mortelmans // Moon Soo Park // Daniel Pataky // Sebastian Pilgrim // Katja Starke // Frank Dolphin Wong //  u. a. // Bielefelder Opernchor // Extrachor des Theaters Bielefeld // Bielefelder Philharmoniker

BESETZUNG
Filippo II.  : Sebastian Pilgrim, Don Carlo  : Daniel Pataky, Rodrigo  : Evgueniy Alexiev // Frank Dolphin Wong, Il Grande Inquisitore/Frate  : Moon Soo Park, Elisabetta  : Sarah Kuffner, Eboli  : Katja Starke, Tebaldo / Voce dal cielo  : Dorine Mortelmans
Il Conte di Lerma / Araldo  : Lianghua Gong, La Contessa di Aremberg  : Gea Bernard // Eiko Rulla, Flandrische Deputierte  : Jan Wuttig // Christoph Maria Wolf //
Christian Peuser // Timothy Whelan : König Mohammed, Leif Löhrig:  Kameramann/Kamerafrau, Maximilian Hülshoff // Derya Rinder
Bielefelder Philharmoniker

MUSIKALISCHE LEITUNG:  Alexander Kalajdzic, geboren in Zagreb, Kroatien, begann seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Symphoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks. Sein beruflicher Weg führte ihn nach Krefeld-Mönchengladbach, wo er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster Dirigent des Nationaltheaters Weimar und von 2008 – 2010 als erster Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u.a. in den USA, Mexiko, Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und in Tschechien. Alexander Kalajdzic ist sowohl in der Oper als auch im Konzertbereich gefragt. Sein Repertoire reicht vom frühen Barock bis zur Moderne, wobei sein besonderes Interesse der französischen Musik gilt. So führte er fast das gesamte Orchesterwerk von Ravel und Debussy mehrmals auf. Auch war er lange Zeit als Liedbegleiter und Kammermusiker aktiv und hatte einen Lehrstuhl für Orchestererziehung in Zagreb inne. Alexander Kalajdzic leitet als GMD seit Spielzeitbeginn 2010/11 die musikalischen Geschicke des Theaters Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.

INSZENIERUNG:  Jochen Biganzoli studierte Theater-und Musikwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und verbrachte seine Lehrzeit als Regieassistent am Badischen Staatstheater in Karlsruhe und am Bremer Theater. Neben seiner Theater-Tätigkeit in Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Uwe Wand, Christoph Loy und Jürgen Gosch übernahm Jochen Biganzoli auch einen Lehrauftrag an der Hochschule für Künste in Bremen.  Erste Erfolge wie seine Inszenierung von Jakob Lenz in Bremen führten ihn zum Kleist Theater in Frankfurt (Oder), wo er als Oberspielleiter und Spartenleiter des Musiktheaters fungierte und u. a. Don Giovanni, Werther und Rigoletto inszenierte. Seit 1999 arbeitet er nun als freiberuflicher Regisseur mit verschiedenen Theatern zusammen und inszenierte u. a. Così fan tutte und Die Zauberflöte am Stadttheater Pforzheim, Der Freischütz, Fidelio und Rusalka am Landestheater Detmold und Hoffmanns Erzählungen am Theater Altenburg-Gera. Es folgte eine Vielzahl weiterer Inszenierungen am Landestheater Eisenach, darunter La Bohème und Der Rosenkavalier sowie die Inszenierung Jesus Christ Superstar am Landestheater Schleswig-Holstein. Zum 200. Geburtstag von Robert Schumann inszenierte Jochen Biganzoli 2010 in Zwickau dessen Oper Genoveva.  In der Spielzeit 2015/16 inszenierte er Simone Boccanegra in Osnabrück und Lady Macbeth von Mzensk in Lübeck. Außerdem stand er mit Hindemiths Mathis der Maler auf dem Programm der Dresdner Semperoper

BÜHNE:  Wolf Gutjahr studierte nach Abschluss einer Schreinerlehre Szenographie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe bei Johannes Schütz, Theresia Birkenhauer, Günther Förg und Hans Belting. Seit 1995 arbeitet er als freier Szenograph, Bühnen-und Kostümbildner u. a. am Theater Basel, dem Schauspiel Köln, Schauspiel Hannover, Teatr Russkoj Drami Kiew (auf Einladung des Goethe Institut InterNationes), Thalia Theater Hamburg, Staatstheater Stuttgart, Theater Freiburg und am Centraltheater Leipzig. Mit verschiedenen Arbeiten wurde er zu Festivals wie der Bonner Biennale, den Internationalen Schillertagen Mannheim, dem Heidelberger Stückemarkt, den Stücken Mülheim, dem Bejing International Art Festival und den Salzburger Festspielen eingeladen. 2012 und 2015 wurde Wolf Gutjahr als Bühnenbildner des Jahres in der Kritikerumfrage der »Theater heute« nominiert. 2013 war er Exhibition finalist bei der World Stage Design in Cardiff. Seit 2007 ist Wolf Gutjahr auch als Dozent tätig, u.a. an der Universität Karlsruhe KIT, der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und als Professor für Szenografie/Szenischer Raum an der Hochschule Mainz. Mit Don Carlo kehrt der Bühnenbildner nach Tannhäuser an das Bielefelder Theater zurück.

KOSTÜME:  Heike Neugebauer wurde in Leipzig geboren. An der Hochschule für Bildende Künste Dresden studierte sie Bühnen-und Kostümbild, u. a. bei Wilfried Werz. Nach ihrem Studium folgte ein Engagement als Bühnen-und Kostümbildnerin an den Bühnen der Stadt Magdeburg. Dort zeichnete sie u. a. für die Ausstattung der Produktionen Nabucco, Don Giovanni und Carmen verantwortlich. Anschließend arbeitete sie als Chefbühnenbildnerin bei den Magdeburger Kammerspielen. Seit der Spielzeit 1991/92 ist Heike Neugebauer als Ausstattungsleiterin bei der bremer shakespeare company tätig. Gastverträge führten sie zudem an die Theater in Bremen, Dresden, Halle, Cottbus und Magdeburg. Am Theater Eisenach entwarf sie die Kostüme für Der Rosenkavalier und an der Oper Leipzig für Wagners Die Meistersinger von Nürnberg. Darüber hinaus stattete sie viele Opern an deutschen Theatern aus. Mit der Arbeit zu York Höllers Der Meister und Margarita war sie 2013 erstmals an der Hamburgischen Staatsoper tätig. Heike Neugebauer arbeitete ebenfalls als Kostümbildnerin für diverse Filmproduktionen, u. a. Nordlichter und Gibsy. Seit 2001 ist sie Gastdozentin im Bereich Modedesign und Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen. Heike Neugebauer war Teilnehmerin der X. Kunstausstellung der DDR in Dresden und Berlin und der Quadrinale in Prag. Außerdem wurde ihr der Einzelpreis im Hans-Otto-Wettbewerb des Theaterverbandes der DDR für die Ausstattung der Inszenierung von Heiner Müllers Der Auftrag verliehen. Für ihr Kostümbild von Shakespeares König Cymbeline erhielt sie einen Nominierung in der Rubrik»“Bestes Kostüm« im Fachmagazin »Theater heute«. In der Saison 2015/16 entwarf Heike Neugebauer an der Semperoper Dresden die Kostüme der Neuinszenierung Mathis der Maler.

VIDEO Thomas Lippick wurde in Hannover geboren und studierte Kunst und Kunsttherapie an der Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg in Niedersachsen. Seit 1989 lebt und arbeitet er in Bremen als freischaffender Künstler im Bereich Malerei und Videoinstallationen mit Ausstellungen im In-und Ausland. Seit 1992 ist er auch als freier Cutter, Kameramann, Regie-Kameramann und Realisator für verschiedene Produktionsfirmen und Fernsehanstalten tätig. Thomas Lippick arbeitet außerdem als Videokünstler am Theater und entwarf u. a. die Videokonzeptionen für La Bohème am Landestheater Eisenach, Orpheus in der Unterwelt in Augsburg, Genoveva am Theater Plauen-Zwickau, Tannhäuser am Theater Bielefeld und zuletzt Lady Macbeth von Mzensk am Theater Lübeck in der Regie von Jochen Biganzoli. Mit ihm arbeitete er auch an der Semperoper Dresden für die Videoinstallationen zu Mathis der Maler zusammen.

DON CARLO im Theater Bielefeld: PREMIERE 30.09.2016, 20:00 Uhr,  weitere Vorstellungen : 05.10., 16.10., 25.10., 18.11., 26.11.2016

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Bielefeld, Theater Bielefeld, Spielplan September 2016

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

 

Spielplan September 2016

Sa, 03.09.
19:00 Uhr
FESTLICHER AUFTAKT
Theater-und Konzertfreunde Bielefeld Rudolf-Oetker-Halle
VVK über die Theater-und Konzertfreunde Bielefeld

So, 04.09.
19:30 Uhr HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN PREMIERE Lambert / Morrison / Martin / McKellarson Stadttheater 26.00–49.00 € IM ANSCHLUSS PREMIERENFEIER

Fr. 09.09.
20:00 Uhr F Uraufführung PREMIERE Daniel Kehlmann Theater am Alten Markt
29.50 /33.00 € IM ANSCHLUSS PREMIERENFEIER

Sa, 10.09.
19:30 Uhr HEXENJAGD PREMIERE Arthur Miller Stadttheater 24.00–41.00 € IM ANSCHLUSS PREMIERENFEIER

So, 11.09.
11:00 Uhr
DER GRÜFFELO UND DAS GRÜFFELOKIND
MUSIK VOLL FETT 😉
1. Kinderkonzert Stadttheater 7.00–12.50 €
19:30 Uhr
HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN
Lambert / Morrison / Martin / McKellarson Stadttheater 18.00–41.00 €

Di, 13.09.
20:00 Uhr
F Daniel Kehlmann Theater am Alten Markt
22.00 /25.50 €

Mi, 14.09.
20:00-22:20 Uhr Die Serie im Theater SISSY MURNAU WIEDERAUFNAHME DOPPELFOLGE FOLGE 1 + FOLGE 2 David Gieselmann
TAMDREI
22.00 €
20:00 Uhr
F Daniel Kehlmann Theater am Alten Markt
22.00 /25.50 €

Fr, 16.09.
20:00 Uhr (Einführung um 19:30 Uhr im Loft)
HEXENJAGD
Arthur Miller Stadttheater 16.00–33.00 €

Sa, 17.09.
19:30 Uhr
HEXENJAGD
Arthur Miller Stadttheater 16.00–33.00 €
19:30 Uhr Die Serie im Theater SISSY MURNAU PREMIERE FOLGE 3: ICH MÖCHTE LIEBEN David Gieselmann
TAMDREI
17.00 €

So, 18.09.
15:00 Uhr (Um 14:30 Uhr Einführung für Blinde und Sehbehinderte)
HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN
Lambert / Morrison / Martin / McKellarson Stadttheater 18.00–41.00 €
18:00 Uhr
ALLES, WAS ER SCHUF, MACHTE ER GUT!
Im Rahmen des Bielefelder Abrahamsfestes Theater am Alten Markt
16.00 €
19:30-20:45 Uhr NIE WIEDER! WIEDERAUFNAHME Ein Zwei-Personen-Highlight-Musical Loft
15.00 €

Di, 20.09.
20:00 Uhr Die Serie im Theater
SISSY MURNAU
FOLGE 3: ICH MÖCHTE LIEBEN David Gieselmann
TAMDREI
13.00 €

Mi, 21.09.
20:00 Uhr (Einführung um 19:30 Uhr im Loft)
HEXENJAGD
Arthur Miller
Stadttheater
13.50–30.50 €

Do, 22.09.
20:00 Uhr
Die Serie im Theater
SISSY MURNAU
FOLGE 3: ICH MÖCHTE LIEBEN
David Gieselmann
TAMDREI
13.00 €

Fr, 23.09.
20:00 Uhr
F Daniel Kehlmann
Theater am Alten Markt
23.50 /27.00 €
20:00 Uhr (Konzerteinführung um 19:15 Uhr im Kleinen Saal)
MOZART / BRUCKNER 1. SYMPHONIEKONZERT
Bielefelder Philharmoniker
Rudolf-Oetker-Halle
18.00–35.00 €

Sa, 24.09.
19:30 Uhr
HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN
Lambert / Morrison / Martin / McKellarson
Stadttheater
18.00–41.00 €
19:30 Uhr
Die Serie im Theater
SISSY MURNAU PREMIERE
FOLGE 4: ICH WILL LEBEN
David Gieselmann
TAMDREI
17.00 €

So, 25.09.
11:15 Uhr
EINFÜHRUNGS-MATINEE ZU DON CARLO
Giuseppe Verdi
Theater am Alten Markt
Eintritt frei
14:00 Uhr
STADTTHEATER-FÜHRUNG
6,00 €
19:30 Uhr
HEXENJAGD
Arthur Miller
Stadttheater
16.00–33.00 €
19:30 Uhr
Die Serie im Theater
SISSY MURNAU DOPPELFOLGE
FOLGE 3 + FOLGE 4
David Gieselmann
TAMDREI
22.00 €

Di, 27.09.
20:00-22:30 Uhr
TERROR WIEDERAUFNAHME
Ferdinand von Schirach
Stadttheater
13.50–30.50 €

Mi, 28.09.
20:00
WEEKEND IM PARADIES WIEDERAUFNAHME
Franz Arnold / Ernst Bach
Theater am Alten Markt
22.00 /25.50 €

Do, 29.09.
20:00 Uhr
HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN
Lambert / Morrison / Martin / McKellarson
Stadttheater
14.00–38.00 €

Mi, 21.09.
20:00 Uhr (Einführung um 19:30 Uhr im Loft)
HEXENJAGD
Arthur Miller Stadttheater 13.50–30.50 €
Do, 22.09.
20:00 Uhr Die Serie im Theater
SISSY MURNAU
FOLGE 3: ICH MÖCHTE LIEBEN David Gieselmann
TAMDREI
13.00 €
Fr, 23.09.
20:00 Uhr
F Daniel Kehlmann Theater am Alten Markt
23.50 /27.00 €
20:00 Uhr (Konzerteinführung um 19:15 Uhr im Kleinen Saal) MOZART / BRUCKNER 1. SYMPHONIEKONZERT Bielefelder Philharmoniker Rudolf-Oetker-Halle 18.00–35.00 €
Sa, 24.09.
19:30 Uhr
HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN
Lambert / Morrison / Martin / McKellarson Stadttheater 18.00–41.00 €
19:30 Uhr Die Serie im Theater SISSY MURNAU PREMIERE FOLGE 4: ICH WILL LEBEN David Gieselmann
TAMDREI

So, 25.09.
11:15 Uhr EINFÜHRUNGS-MATINEE ZU DON CARLO Giuseppe Verdi Theater am Alten Markt

Eintritt frei
14:00 Uhr
STADTTHEATER-FÜHRUNG
6,00 €
19:30 Uhr
HEXENJAGD
Arthur Miller Stadttheater 16.00–33.00 €
19:30 Uhr Die Serie im Theater SISSY MURNAU DOPPELFOLGE FOLGE 3 + FOLGE 4 David Gieselmann
TAMDREI
22.00 €

Di, 27.09.
20:00-22:30 Uhr TERROR WIEDERAUFNAHME Ferdinand von Schirach Stadttheater 13.50–30.50 €

Mi, 28.09.
20:00 WEEKEND IM PARADIES WIEDERAUFNAHME Franz Arnold / Ernst Bach Theater am Alten Markt
22.00 /25.50 €

Do, 29.09.
20:00 Uhr
HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN
Lambert / Morrison / Martin / McKellarson Stadttheater 14.00–38.00 €

20:00 Uhr
WEEKEND IM PARADIES
Franz Arnold / Ernst Bach Theater am Alten Markt
22.00 /25.50 €

Fr, 30.09.
20:00 Uhr DON CARLO PREMIERE Giuseppe Verdi Stadttheater 26.00–49.00 € IM ANSCHLUSS PREMIERENFEIER

20:00 Uhr VOLKER SURMANN -MAMI, WARUM SIND HIER NUR MÄNNER? LESUNG Theater am Alten Markt 12.00/15.00 €

20:00 Uhr Die Serie im Theater
SISSY MURNAU
FOLGE 4: ICH WILL LEBEN David Gieselmann
TAMDREI
13.00 €

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Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN, 04.09.2016

Juli 7, 2016  
Veröffentlicht unter Pressemeldung, Theater Bielefeld

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN
(THE DROWSY CHAPERONE)
LAMBERT / MORRISON / MARTIN / MCKELLARSON

A comedy within a musical

PREMIERE : 04.09.16, 19:30 Uhr, nächste Vorstellungen : 11.09., 18.09., 24.09., 29.09., 01.10., 06.10., 08.10., 15.10., 28.10.; weitere Termine folgen

Musik und Gesangstexte von Lisa Lambert und Greg Morrison // Buch von Bob Martin und Don McKellarson // Deutsch von Roman Hinze // Die Original-Broadwayproduktion von The Drowsy Chaperone wurde produziert von Kevin McCullum, Roy Miller, Bob Boyett, Stephanie McClelland , Barbara Freitag und Jill Furman

Ein eingefleischter Musical-Fan der Marke »Früher-war-allesbesser!« sitzt in seinem New Yorker Apartment und versucht dieser Tristesse durch das Auflegen der Schallplatte seines Lieblingsmusicals The Drowsy Chaperone zu entkommen.

Unerwartet manifestiert sich das Stück vor seinen Augen. Das Wohnzimmer wird zur Bühne, die überzeichneten Figuren, die musikalischen Nummern mit ihren ins Bein gehenden Rhythmen und die Hits der alten Zeit erwecken den Glanz der 1920er-Jahre zu neuem Leben: Die Broadway-Darstellerin Janet van de Graff, Star der »Feldzieg Follies«, möchte ihre Karriere an den Nagel hängen, um Robert, den Sohn eines Öl- Magnaten, zu heiraten.

Doch ihre Hochzeit steht unter keinem guten Stern. Janets verschlagener Produzent Feldzieg versucht, die Eheschließung zu sabotieren, ihrer Anstandsdame sagt der Alkohol mehr zu als ihre nominelle Aufgabe und die naive Hupfdohle Kitty hofft auf das baldige Aus Janets, um deren Position im Ensemble übernehmen zu können. Und dann sind da auch noch ein schmieriger Latin-Lover und ein stümperhaftes Gangster-Duo, das sich in die Hochzeitsgesellschaft einzuschleichen versucht.

Eigentlich hatten die Freunde des Autors Bob Martin nur eine kleine Musicalparodie zu dessen Hochzeit aufführen wollen. Doch Martin war so begeistert, dass er gemeinsam mit seinen Freunden begann, das Stück weiterzuentwickeln. Wenig später wurde daraus ein komplettes Bühnenwerk – mit überwältigendem Erfolg: Nach der Broadwaypremiere 2006 gewann The Drowsy Chaperone gleich zwei Tony Awards und feiert seitdem auch im internationalen Raum große Erfolge.

Hochzeit mit Hindernissen definiert sich nicht als reines Musical, vielmehr stehen die Show und der bewusste Rückgriff auf die Form des Vaudevilles im Vordergrund des Stückes, das sich sowohl als Reminiszenz als auch als Parodie auf die großen Show-Zeiten des Jazz-Age in den 1920er-Jahren Amerikas versteht. Ganz jenes Vaudeville bedienend, suchen die Autoren eine Mischung aus Stereotypen der Zeit – gespickt mit teils authentischen, teils erfundenen Biografien –, überhöhen die Formen von Akrobatik, Slapstick, Comedy, Stepp, Tanz und Gesang und kreieren daraus eine Show, die konsequent im Up-tempo davonbraust, in der scheinbar jede Nummer die vorhergehende an Witz und Skurrilität zu überbieten versucht. Hochzeit mit Hindernissen ist das vielleicht verrückteste, schnellste, irrwitzigste und unterhaltsamste Musical überhaupt, das mit Ohrwurmgarantie und bester Laune jeden Zuschauer vom Platz fegen wird.

Neben einem Großaufgebot an renommierten Musicaldarstellern (wie u. a. Kerstin Marie Mäkelburg und Jens Janke) wird die Show auch ihrem Anspruch auf Überraschungen gerecht und hält für die Rolle der Trix zu jeder Aufführung einen besonderen Gast bereit, der das große Finale anstimmt. Zu dieser Auswahl gehören die »großen« Ladies, die in den letzten Jahren das Publikum am Theater Bielefeld begeistert haben: Lucy Scherer, Brigitte Oelke, Karin Seyfried, Carolin Soyka, Bettina Meske, Abla Alaoui, Navina Heyne, Katharina Solzbacher und Ulrike Figgener. Die Premiere singt Roberta Valentini.

Musikalische Leitung William Ward Murta, Inszenierung Thomas Winter
Bühne und Kostüme Beatrice von Bomhard, Choreografie Dominik Büttner
Dramaturgie Daniel Westen

Mit : Tobias Berroth // Arne David // Michaela Duhme // Stefan Fietzek // Florian Hinxlage // Jens Janke // Jens Kipper // Lutz Laible // Kerstin Marie Mäkelburg // Melanie Kreuter // Marvin Meinold // Carlos H. Rivas // Maja Sikora // Nito Torres // Gero Wendorff // Andreas Wolfram // und in der Rolle der Trix wechselnde Überraschungsgäste! // The Drowsy Band

Die Besetzungen werden jeweils kurz vor den Vorstellungen vom Theater bekanntgegeben.

PREMIERE : 04.09.16, 19:30 Uhr, nächste Vorstellungen : 11.09., 18.09., 24.09., 29.09., 01.10., 06.10., 08.10., 15.10., 28.10.2016.; weitere Termine folgen

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Pressemeldung Theater Bielefeld

Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere – DEATH IN VENICE von BENJAMIN BRITTEN, 11.06.2016

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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

DEATH IN VENICE (TOD IN VENEDIG) von BENJAMIN BRITTEN

PREMIERE 11.06.16, 19:30, weitere Termine: 14.06., 22.06., 30.06., 03.07., 07.07.16

 Libretto von Myfanwy Piper nach Tod in Venedig von Thomas Mann // In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Nach den erfolgreichen Produktionen der Britten-Opern Peter Grimes und The Rape of Lucretia in den vergangenen Jahren präsentiert das Theater Bielefeld mit Death in Venice nun das faszinierende letzte Bühnenwerk des britischen Komponisten.

Bielefeld / DEATH IN VENICE - Evgueniy Alexiev © Philipp Ottendörfer

Bielefeld / DEATH IN VENICE – Alexiev als Stimme des Dionysos © Philipp Ottendörfer

Regie führt Nadja Loschky, deren letztjährige Bielefelder Inszenierung von Madama Butterfly kürzlich mit dem renommierten Musiktheaterregie-Preis der Götz-Friedrich-Stiftung ausgezeichnet wurde. Benjamin Brittens Beschäftigung mit Tod in Venedig, der weltberühmten Novelle Thomas Manns, generierte sich wohl vor allem aus einer Faszination für die darin heraufbeschworenen Bilder innerer Zerrissenheit und brennender Sehnsucht, die sich in der labyrinthischen, dem Verfall anheim gegebenen Stadt mythenmächtig widerspiegeln. Sich seines eigenen nahenden Todes bewusst, reflektierte der Komponist auch sein eigenes Dasein und Wirken in der Hauptfigur: Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach ist nach dem Tod seiner Frau in eine tiefe Lebens- und Schaffenskrise gestürzt. Verführt durch einen mysteriösen Fremden begibt er sich auf eine Reise und begegnet dem anmutigen jungen Polen Tadzio. In den Augen des Künstlers verkörpert dieser nicht nur jugendliche Frische und Vollkommenheit, sondern auch die Lebenskraft des Eros. Schon bald ist Aschenbach hin- und hergerissen zwischen beflügelnder Faszination für das Lebendige und Schöne auf der einen Seite und gefährlicher Begierde, Rauschzuständen und Entgrenzung auf der anderen. Er stürzt immer tiefer in eine selbstzerstörerische Obsession und verfällt mehr und mehr den Verlockungen des Todes.

In seinem späten Meisterwerk (1973) gelang es Britten und seiner Librettistin kongenial die Vielschichtigkeit der Vorlage Thomas Manns auszugestalten. So beschwört Brittens Musik die irisierende Welt der Lagunenstadt herauf, in der ein mephistophelisch vielgestaltiger Bariton ebenso Platz findet wie  ein göttlicher Countertenor. Die Figur des polnischen Jungen Tadzio konzipierte Britten als Tänzer und entrückte ihn so auf raffinierte Weise in eine dem Protagonisten unerreichbare Sphäre. Angereichert mit Stilzitaten aus indonesischer Gamelanmusik,  die auf subtile Weise mit Kompositionstechniken des 20. Jahrhunderts verbunden sind, reflektiert die impressionistisch schillernde Opernpartitur – atmosphärisch, emotional und von großer Schönheit – sowohl die Innenwelt des scheiternden Künstlers als auch den faszinierenden Kosmos des Sehnsuchtsorts Venedig.

Der innere Konflikt Aschenbachs wird in Nadja Loschkys Inszenierung zu einem auf offener Bühne ausgetragenen Kampf um Leben und Tod. In surrealen, (alb-)traumhaften Bildern, die aus Assoziationen an die mythenumwobene Lagunenstadt entstehen und von Todesnähe sprechen, erwecken sie und ihr Team die Antagonismen zum Leben, die den ausgeschöpften, lebensmüden Künstler kurz vor seinem Tod beschäftigen.

Musikalische Leitung Pawel Poplawski
Inszenierung Nadja Loschky
Bühne Ulrich Leitner
Kostüme Gabriele Jaenecke, Moritz Haakh
Choreographie Thomas Wilhelm
Dramaturgie Larissa Wieczorek

BESETZUNG
Gustav von Aschenbach Alexander Kaimbacher
Der Reisende/ältliche Geck/ alte Gondoliere/Hotelmanager/ Coiffeur des Hauses/Priester/ Anführer Straßensänger/
Stimme des Dionysos Evgueniy Alexiev
Die Stimme Apollos Clint van der Linde
Tadzio Gieorgij Puchalski
Erdbeerverkäuferin/ Französisches Mädchen/ Straßensängerin Nienke Otten
Lido-Bootsmann/ Restaurantkellner/ Englischer Reisebüro-Angestellter Caio Monteiro
Hotelportier/Straßensänger Lianghua Gong
Russisches Kindermädchen/ Bettlerin Hasti Molavian

Mit  Solisten des Opernchores // Bielefelder Opernchor // Bielefelder Philharmoniker //
Statisterie des Theaters Bielefeld // Kinderstatisterieder JunOs und der Theaterballetts

Pressemeldung Theater Bielefeld

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