Bielefeld, Theater Bielefeld, 8. Kammerkonzert, 07.05.2012

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Theater Bielefeld

8. Kammerkonzert mit Ragna Schirmer und dem Minguet Quartett

Am 07.05. um 20 Uhr im Kleinen Saal der Oetkerhalle

Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett d-Moll KV 421
Wolfgang Rihm 11. Streichquartett
Robert Schumann Klavierquintett Es-Dur op. 44

Minguet Quartett Ulrich Isfort, Annette Reisinger (Violine), Aroa Sorin
(Viola), Matthias Diener (Violoncello) Klavier Ragna Schirmer

Expression pur: Mozart und Schumann haben in den Werken, die im Rahmen des 8. Kammerkonzerts der Bielefelder Philharmoniker präsentiert werden, die Ausdrucksmittel ihrer Zeit radikal ausgeschöpft, um eine gleichsam ungeschützte Musik von großem Tiefgang zu schreiben. Und Wolfgang Rihm geht es seit jeher darum, den direkten Weg des sinnlichen, körperlichen Musikerlebens zu gehen – auch und besonders in der ehrwürdigen Gattung des Streichquartetts.

Für das Minguet Quartett ist die zeitgenössische Musik schon immer ein Schwerpunkt gewesen, und Rihm hat es – nicht zuletzt durch die erste Gesamteinspielung seiner Streichquartette – besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Dass es sein 11. Quartett mit Mozarts von Schmerz, Aufbäumen und Erstarrung geprägtes d-moll-Quartett und Schumanns zwischen ungestümen Drängen und todtrauriger Zartheit schwankendes Klavierquintett verbindet, zeugt einmal mehr von der überaus sinnfälligen Programmgestaltung des Ensembles.

Das Konzert findet am Montag, 07.05. um 20 Uhr im Kleinen Saal der
Rudolf-Oetker-Halle statt und wird von WDR 3 mitgeschnitten. Um 19:25
Uhr bieten die Philharmoniker zudem eine Konzerteinführung an.

Karten sind an der Theater- und Konzertkasse am Niederwall (Tel.: 0521/51 54 54), allen bekannten Vorverkaufsstellen, auf www.bielefelderphilharmoniker.de sowie ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse der Rudolf-Oetker-Halle erhältlich.

Bielefeld, Theater Bielefeld, IDENTITY 2.0, 11.04.2012

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Theater Bielefeld

IDENTITY 2.0

GREGOR ZÖLLIG

URAUFFÜHRUNG

Im berühmten Höhlengleichnis legt der griechische Philosoph Platon dar, dass der Mensch mit seinen beschränkten Sinnen lediglich die Schatten der Dinge wahrnehmen kann, nicht aber die Dinge selbst. Somit leben wir nach Platons Überzeugung in einer Welt aus Abbildern, die für uns die Realität bedeuten. Im digitalen Zeitalter hat sich die Anzahl der Abbilder, von denen wir umgeben sind, ins Unendliche potenziert.

Die unterschiedlichen Medien und Kommunikationshilfen unserer Zeit ermöglichen uns durch einen Mausklick, Abbilder von uns selbst zu produzieren und in Umlauf zu bringen. Somit erscheint unser »wahrer Kern« zersplittert in tausende Fotografien, Internet-Profile, SMS-Texte, E-Mails, Blogs, Videos, Chat- Unterhaltungen und Telefongespräche.

Einerseits versuchen wir, unser Image in der Medienwelt zu kontrollieren, zu pflegen und sogar immer wieder neu zu erfinden. Andererseits gerät dieses Image mehr und mehr außer Kontrolle, da sich die Daten im unendlichen Netz verlieren. So bleibt Platons Frage nach der Wahrheit, nach der Kern-Realität, die gleiche. Ist die Welt der Medien die, die uns eine neue Identität, Ruhm oder gar Glück verheißt?

Oder ist es nur eine Schein- und Schattenwelt, die wir immer wieder aufs Neue produzieren? Andy Warhols Ausspruch von 1968, dass in Zukunft jeder für 15 Minuten berühmt sein würde, hat heute einen bitteren, fast zynischen Beigeschmack bekommen: Möglich ist die Berühmtheit eines jeden – aber eben nur für eine sehr kurze Zeit, bevor sich unsere Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen zuwendet.

Choreograph Gregor Zöllig geht in seinem neuen Tanzstück der Frage nach, ob wir mit Hilfe der heutigen virtuellen Welten tatsächlich unseren Lebensträumen näher kommen oder ob wir nicht doch eher auf die große Illusions-Maschinerie hereinfallen und uns zu Lebenslügen verführen lassen.

Nächste Vorstellungen

31.03., 11.04.,22.04., 27.04. (Gastspiel in Minden), 18.05., 20.05., 31.05., 13.06.12

Choreographie Gregor Zöllig in Zusammenarbeit mit den Tänzern Bühne und Kostüme Hank Irwin Kittel Choreographische Mitarbeit Christine Biedermann Dramaturgie Diether Schlicker Mit Gianni Cuccaro, Anna Eriksson, Adrian Look, Dirk Kazmierczak, Tiago Manquinho, Kristin Mente, Wilson Mosquera Suarez, Brigitte Uray, Simon Wiersma, Elvira Zuñiga Karten 0521 / 51 54 54 www.theater-bielefeld.de

CHOREOGRAPHIE Gregor Zöllig, geboren 1965 in St. Gallen, ist seit der Spielzeit 2005/2006 gemeinsam mit Christine Biedermann, Leiter des Tanztheater Bielefeld. Nach seiner Tänzerausbildung an der Folkwang Musikhochschule bildete er sich an der Stuttgarter John Cranko Ballettakademie weiter. Seine ersten Engagements als Tänzer und Solotänzer führten ihn an die Theater Aachen und Münster, wo er auch eigene Choreographien zeigte. 1996 wurde Gregor Zöllig Assistent und Gasttrainingsleiter beim Bremer Tanztheater unter der künstlerischen Leitung von Urs Dietrich.

Als Gastchoreograph arbeitete er am Tanzwerk Nürnberg/Ballett Nürnberg unter der künstlerischen Leitung von Jean Renshaw und Dirk Elwert, am Staatstheater Schwerin, am Ballett Vorpommern, am Theater Münster, am Oldenburgischen Staatstheater sowie am Tanztheater Nürnberg unter der Leitung von Daniela Kurz mit einer Teilchoreographie für Winterreise von Schubert. 1995 gründete er seine eigene Kompanie.

Von 1997 bis 2005 war er Leiter und Choreograph des Tanztheaters der Städtischen Bühnen Osnabrück. Dort etablierte er sein Forum für modernen und zeitgenössischen Tanz, mit dem er schließlich an das Theater Bielefeld wechselte. Für seine künstlerische Arbeit erhielt Gregor Zöllig zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Bayerischen Theaterpreis im Jahr 2000. Für seine Choreographie Erste Symphonie von Johannes Brahms wurde er für den deutschen Theaterpreis DER FAUST 2009 nominiert.

BÜHNE UND KOSTÜME Hank Irwin Kittel kommt ursprünglich aus dem Bereich der bildenden Kunst. Nach einem Studium an der Kunstakademie Karlsruhe, die er als Meisterschüler verließ, begann er seine Laufbahn als Maler und Installationskünstler und zeigte seine Werke erfolgreich im In- und Ausland. 1989 zog es ihn nach Berlin, wo er erstmals als Bühnen- und Kostümbildner arbeitete. Bald führten ihn Aufträge für die Oper, das Schauspiel und den Tanz an die Theater in Leipzig, Nürnberg, Dortmund und Braunschweig und er erweiterte sein Arbeitsspektrum um Ausstellungsgestaltungen und eine Dozentur für Kunstbetrachtung an der Werbeakademie in Dortmund. 2001 engagierte ihn Guy Montavon als Ausstattungsleiter ans Stadttheater Giessen.

Gemeinsam mit ihm wechselte er 2002 in derselben Funktion ans Theater Erfurt. Neben dieser Tätigkeit ist er als Gast tätig für das Schauspielhaus Düsseldorf, das Staatstheater Darmstadt, das Max-Reinhardt-Seminar Wien, das Teatro di Sao Carlos in Lissabon und für die Nationaltheater in Riga und Bratislava. Mit Gregor Zöllig arbeitete er bereits bei seinen Bielefelder Produktionen Stadt.Stolper.Steine, Struwwelpeter, Ein Sommernachtstraum, Am Ende eines Tages und My Hotel Paradise zusammen.

Bielefeld, Theater Bielefeld, Vorstellungsänderung: Statt Beziehungsweise Oper wird Wo die Wilden Kerle wohnen / Dido und Aeneas gezeigt, 17.04.2012

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Theater Bielefeld

Vorstellungsänderung: Statt Beziehungsweise Oper wird heute Wo die Wilden Kerle wohnen / Dido und Aeneas gezeigt

Aufgrund einer Erkrankung im Ensemble zeigt das Theater Bielefeld heute (17.04.) um 20 Uhr im Stadttheater statt Beziehungsweise Oper eine Vorstellung von dem am Sonntag zur Premiere gekommenen Opern-Doppelabend Wo die Wilden Kerle wohnen / Dido und Aeneas.

Für die Abonnenten von »Theaterglanz Dienstag« bedeutet die Vorstellungsänderung nur ein Tausch innerhalb ihres Abonnements. Die Operngala Beziehungsweise Oper werden die Abonnenten nun am 01.05. im Stadttheater sehen.

Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch an der Theater- und Konzertkasse (Niederwall 23, T. 0521 / 51 54 54) bzw. an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben oder gegen einen anderen Termin von Beziehungsweise Oper getauscht werden.

Die nächste Vorstellung von Beziehungsweise Oper findet am 06.06. um 20 Uhr im Stadttheater statt. Weitere Vorstellungen sind ab September geplant.

Bielefeld, Theater Bielefeld, Liederabend mit Melanie Kreuter, 23.04.2012

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Theater Bielefeld

Liederabend mit Melanie Kreuter
am 23.04. um 20 Uhr im Kleinen Saal der Oetkerhalle

Franz Schubert Hirt auf dem Felsen D 965
Robert Schumann Frauenliebe und -leben
Richard Strauss ausgewählte Lieder

Zur Musik von Richard Strauss hat die Sopranistin Melanie Kreuter eine besondere Affinität. Kein Wunder, hat sie doch bereits einige seiner großen Opernpartien wie die Marschallin in Der Rosenkavalier oder die Gräfin Madeleine in Capriccio mit Bravour gesungen. Aus seinem umfangreichen Liedschaffen wird sie in ihrem Liederabend u. a. Morgen! und Cäcilie singen.

Musikalische Romantik in Reinform findet man am ehesten bei Robert Schumann, namentlich in seinen Liedern. Mit dem Zyklus Frauenliebe und -leben schrieb er ein Monodrama nach Gedichten von Adelbert von Chamisso, das das ganze Leben einer Frau vom Liebesrausch über Hochzeit und Mutterglück bis zum Witwentum nachzeichnet. Unbestrittener König der Liedkomposition ist und bleibt Franz Schubert. Sein Hirt auf dem Felsen, in seinem Todesjahr 1828 entstanden, ist eine mehrteilige Gesangsszene für Sängerin, Klavier und obligate Klarinette nach Texten von Wilhelm Müller.

Begleitet wird Melanie Kreuter am Klavier von Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic.

Karten sind an der Theater- und Konzertkasse, Niederwall 23 (Tel.: 0521/51 54 54), online auf www.bielefelder-philharmoniker.de sowie ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse der Rudolf-Oetker-Halle erhältlich. Um 19:25 Uhr findet eine Konzerteinführung statt.

Bielefeld, Theater Bielefeld, Musiktheater-Premiere WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN u. DIDO UND AENEAS, 15.04.2012

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Theater Bielefeld

WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN   u. DIDO UND AENEAS

WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN (WHERE THE WILD THINGS ARE)
OLIVER KNUSSEN

Premiere 15.04.12 um 19:30 Uhr im Stadttheater

Fantastische Oper in neun Szenen. Libretto von Maurice Sendak und Oliver Knussen nach dem Buch von Maurice Sendak In deutscher Sprache

DIDO UND AENEAS
HENRY PURCELL
Oper in drei Akten. Libretto von Nahum Tate
In englischer Sprache mit deutschen Übertexten

Ein Abend – zwei Opern. Zwei Zeiten, zwei Geschichten – eine Frage: Welcher Stimme folge ich? – Im Abstand von 300 Jahren haben Henry Purcell und Oliver Knussen zwei kurze Opern geschrieben, die verschiedene Muster emotionaler Konfliktbewältigung zu spannendem, prallem Musiktheater machen.

Der Schotte Oliver Knussen ist als Komponist und Dirigent seit den 70er Jahren eine der bedeutendsten Figuren des britischen Musiklebens. Seinen farbenprächtigen und hochvirtuosen Stil, der eine Affinität zu Mussorgsky, zum frühen Strawinsky, zu Debussy und Skryabin erkennen lässt, hat er zunächst im Rahmen von Orchesterwerken entwickelt. Internationales Renommee erlangte er dann aber vor allem mit seinen beiden Operneinaktern nach Kinderbüchern des Amerikaners Maurice Sendak, die er gemeinsam
mit diesem entwickelte. Besonders Wo die Wilden Kerle wohnen (Where the Wild Things are, 1979-83) gehört – trotz ihres hohen technischen Anspruchs – heute zu den meist gespielten Kinderopern überhaupt.

Sendaks Buch von 1963 ist ein Klassiker der Kinderliteratur. Hier geht es um den kleinen Max, der in den Augen seiner Mutter zu wild spielt, deswegen von seiner Mutter ohne Essen ins Bett geschickt wird und diesen Streit dann auf einer wunderbaren Traumreise ins Reich der Wilden Kerle verarbeitet.

Purcells dreiaktige, aber nur 60minütige Oper Dido und Aeneas wurde 1689 in einem Mädchenpensionat uraufgeführt. Sie ist Purcells einzige »echte« Oper – seine fünf sogenannten Semi-Opern, von denen King Arthur und The Fairy Queen heute mehr oder weniger im Repertoire verankert sind –, bestehen etwa zur Hälfte aus Musik und zur anderen Hälfte aus gesprochenem Theater. In Dido aber haben er und sein Librettist Nahum Tate das Kunststück vollbracht, auf knappstem Raum ein solches Spektrum an musiktheatralen Ausdrucksformen zusammenzufügen, dass man hinterher den Eindruck hat, einen ausgewachsenen Opernabend erlebt zu haben.

Die Geschichte geht auf eine Episode aus Vergils Aeneis zurück: Die verwitwete Karthager-Königin Dido ist in Aeneas verliebt. Sie will diese Liebe, doch quälen sie Ängste: Kann sie diesem Mann trauen? Und ihren Freunden, die ihr Mut machen? Dido und Aeneas werden ein Paar. Doch bald zerren geheimnisvolle Mächte ihn von ihr fort. Dido
stirbt an gebrochenem Herzen.

Die Protagonisten in beiden Geschichten durchleben schmerzliche Krisensituationen. Dido und Max fühlen sich auf je verschiedene Weise ohnmächtig gegenüber denen, die ihnen ihren Freiraum nehmen. Ist es bei Max die strenge Mutter, sind es bei Dido ihre eigenen inneren Stimmen, die sie lähmen und ihr Angst machen. Wunsch und Wirklichkeit klaffen für beide auseinander. Doch während es Max gelingt, die Wirklichkeit spielerisch zu transzendieren und die Krise zu verarbeiten, zerbricht Dido an ihren eigenen Zweifeln und ihrem »erwachsenen« Wissen.

Die Inszenierung dieses Abends liegt in den Händen von Holger Potocki, der erstmals am Theater Bielefeld arbeitet und gemeinsam mit seinem Ausstatter Lukas Noll ein verblüffend einfaches Konzept gefunden hat, die beiden stilistisch so unterschiedlichen Opern zusammenzuschmieden. Beide Geschichten spielen im gleichen Raum, der sich allerdings – je nach Wirkung der »inneren Stimmen« der Protagonisten – signifikant verwandelt.

Bei Dido und Aeneas steht mit dem Engländer Nicholas Kok ein ausgewiesener Barock-Spezialist am Pult. Sein »Händchen« für Alte Musik hat er bisher u. a. an der English National Opera und der Oper Stuttgart unter Beweis gestellt, wo er Werke von Monteverdi, Purcell, Gluck und Mozart dirigiert hat. Sein Engagement in Bielefeld wird unterstützt von den Theater- und Konzertfreunden Bielefeld e.V. Die Wilden Kerle leitet Witolf Werner, 2. Kapellmeister am Theater Bielefeld, der sich zuletzt mit dem Dirigat von Unsuk Chins Alice in Wonderland einen ausgezeichneten Ruf als Dirigent zeitgenössischer
Musik erworben hat.

Wo die Wilden Kerle wohnen zeigt das Theater Bielefeld am 11.05., 05.06. und 06.06. auch vormittags für Schulklassen.

BESETZUNG:
WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN
Max Christiane Linke
Mutter / Wildes Weib Sünne Peters
Bart- und Ziegenkerl Michael Pflumm
Hornkerl Daniel Billings
Hahnkerl Torben Jürgens
Bullenkerl / Vater (stumme Rolle) Jacek Janiszewski

DIDO UND AENEAS
Dido Melanie Forgeron
Aeneas Daniel Billings
Belinda / 2. Hexe / Geist Cornelie Isenbürger
Zauberin Sarah Kuffner
1. Hexe / 2. Frau Fabienne Keppler / Orsolya
Ercsenyi
Matrose Michael Pflumm
Bielefelder Philharmoniker, Bielefelder Opernchor, Mitglieder des Tanzensembles PartsS

MUSIKALISCHE LEITUNG
Der Dirigent Witolf Werner, geboren 1978 in Mönchengladbach, begann seine Ausbildung zunächst mit Klavier-, später kamen Cellound Gesangsunterricht hinzu. Das C-Examen für Kirchenmusiker schloss sich an. 1997 wurde ihm der Trude-Fischer-Preis für junge
Künstler verliehen.
Ab 1999 studierte er bei Prof. Michael Luig, MHS Köln, Orchesterleitung, besuchte nebenbei Meisterkurse in Trier und Budapest und begleitete Michael Gielen bei Proben mit dem SWRSinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Außerdem übernahm er das Hofgartenorchester der Universität Bonn. 2002 erhielt er sein erstes Engagement durch den Ruf an die Städtischen Bühnen Osnabrück, wo er auch das Konservatoriums-Orchester der FHS Osnabrück leitete.
In der Spielzeit 2004/05 nahm er die angebotene Aufgabe eines Solorepetitors mit Dirigierverpflichtung am Theater Dortmund an. Seine erfolgreiche Arbeit setzte er, einem weiteren Rufe folgend, in der Spielzeit 2005/06 am Theater Bielefeld fort, wo er seitdem als Kapellmeister und seit 2008 auch als Studienleiter und 2. Kapellmeister tätig ist.
Er wurde in die Richard-Wagner-Stiftung aufgenommen und ist Stipendiat der Deutschen-Bank-Stiftung »Akademie Musiktheater heute«. Das Werk seines Stipendiatenkreises, die Oper Helges Leben, brachte er 2009 als Uraufführung auf die Bielefelder Bühne. Als Gastdirigent der Bergischen Symphoniker führte er 2004 die Oper Das schlaue Füchslein auf und dirigierte eine nachfolgende Konzertreihe. Im Herbst 2009 konzertierte er dort überaus erfolgreich mit The best of Carmen. Anfang 2009 war er musikalischer Leiter der Uraufführung der Oper Jo-Ion von Luca Martin in Basel. In der Spielzeit 2010/11 brachte
er neben anderen Werken die deutsche Zweitaufführung von Unsuk Chins Oper Alice in Wonderland am Theater Bielefeld heraus, wofür er in der Kritikerumfrage der »Welt am Sonntag« mit zum »Dirigenten des Jahres« gewählt wurde. In der Spielzeit 2011/12 gastiert er an den Theatern Solingen/Remscheid und am Staatstheater Darmstadt.
Über sein Theaterengagement hinaus ist er Dirigent des Freien Sinfonieorchesters Bielefeld und seit Herbst 2009 auch des KinderOrchesterRuhr mit Konzerten im ganzen Ruhrgebiet.
Projektbezogen oblag ihm die musikalische Leitung des Jungen Philharmonischen Orchesters Niedersachsen (JPON), der Jungen Sinfoniker OWL und vom Jugendsinfonieorchester des märkischen Kreises. Gefragt ist er ebenso als Pianist und Liedbegleiter im In- und Ausland, zuletzt mit einem Schumann-Liederabend in Frankfurt.
Nicholas Kok studierte am New College Oxford und am Royal College of Music in London und war von 1996 bis 2006 Chefdirigent des East of England Orchestra (Sinfonia Viva). Seit 2007 ist er Chefdirigent von »Psappha«, dem führenden Ensemble für  Zeitgenössische Musik in Nordengland. An der English National Opera leitete er u. a. Monteverdis L’Orfeo und Il ritorno d’Ulisse in patria, Purcells The Fairy Queen, Mozarts Le nozze di Figaro und Così fan tutte sowie zwei Uraufführungen von Mark-Anthony Turnage. Mit der Opera North erarbeitete Nicholas Kok Dido and Aeneas, Les Noces, die italienische Ur-Fassung von Glucks Orfeo ed Euridice sowie die Uraufführung von Simon Holts The Nightingale’s to blame. Außerdem dirigierte er verschiedene Programme beim Edinburgh International Festival. Er arbeitete u. a. zusammen mit dem Philharmonia und London Philharmonic Orchestra, der London Sinfonietta, dem Hallé Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra, mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg und dem Münchner Kammerorchester. Zahlreiche Rundfunk- und CDAufnahmen begleiten seine Tätigkeit.

INSZENIERUNG
Holger Potocki wurde 1974 in Berlin geboren und nach seinem Studium der Musikwissenschaft, Geschichte und Kulturwissenschaft in Berlin vom Theater Magdeburg engagiert. Zunächst arbeitete er dort als Regieassistent, ab 2000 auch als Spiel- bzw. Oberspielleiter des Musiktheaters und von 2006 – 2009 als Operndirektor. Seit 2009 ist er
freiberuflich tätig.
In Magdeburg setzte Holger Potocki u. a. die Uraufführung Defendants Rosenberg von Ari Benjamin Meyer, Rusalka, Don Pasquale, La Traviata, Das Feuerwerk, Der Barbier von Sevilla, Salome, Tannhäuser, Der Liebestrank und Rigoletto in Szene. Gastinszenierungen führten ihn an das Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt, die Landesbühnen Sachsen Radebeul, das Theater Lüneburg, das Landestheater Detmold sowie an das Theater Nordhausen. Neben seiner Regietätigkeit schreibt Holger Potocki Libretti, darunter für die Kammeroper Das verräterische Herz, die er in Magdeburg und am Nationaltheater Tokio
(Japan) in Szene setzte. Mit dieser Regiearbeit eröffnete er auch das Chamber Opera Festival am Nationaltheater Seoul (Südkorea).

BÜHNE UND KOSTÜME
Lukas Noll, geboren 1968 in Chemnitz, studierte nach einer Tischlerausbildung und Tätigkeiten als Bühnen- und Ausstellungstechniker Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Ab 1995 entstanden seine ersten Ausstattungen für die Theater Kiel und Magdeburg und das Theater Junge Generation in Dresden. Engagements führten ihn an Theater in Coburg, Cottbus, Münster, Kassel, Kaiserslautern und Rostock. Seit 2002 ist Lukas Noll als Ausstattungsleiter am Stadttheater Gießen tätig.
Er zeichnete bisher für zahlreiche Ausstattungen in allen Sparten verantwortlich, dazu gehörten unter anderem Opern wie Martha, Wozzeck, Falstaff, Der Konsul und die Operndoppelabende Gala Gala/ X-Mal Rembrandt und Cavalleria Rusticana/Pagliacci. Im Schauspiel z.B. Die Frau vom Meer, Warten auf Godot und Baumeister Solness sowie zahlreiche Produktionen der Tanzcompagnie. 2010 erhielt er den Preis »denkmal« des Vereins der Freunde des Theaters Gießen e.V..
Gasttätigkeiten führten ihn an die Staatstheater Kassel und Darmstadt sowie an Opernhäuser in Wroclaw, Tallin und Seoul (Korea).

Bielefeld, Theater Bielefeld, Strauss’ Alpensinfonie und Lombardis Mare, 30.03.2012

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Theater Bielefeld

Von den Alpen bis zum Meer.

Philharmoniker spielen Strauss’ Alpensinfonie und Lombardis Mare

Nach der erfolgreichen Aufführung von Mahlers zweiter Symphonie in der Spielzeit 2010/11 setzen die Bielefelder Philharmoniker die Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater auch in dieser Saison fort. So findet das nächste Symphoniekonzert am 30.03. (20 Uhr) und 01.04. (11 Uhr) in der Rudolf-Oetker-Halle mit über 100 Akteuren statt. Auf dem Programm stehen Eine Alpensinfonie von Richard Strauss sowie Mare von Luca Lombardi. Dirigiert wird das Konzert von Thomas Dorsch.

»Ich hab’ einmal so komponieren wollen, wie die Kuh Milch gibt.« – Schöner als Strauss selbst kann man den Geist seiner Alpensinfonie nicht zusammenfassen. Das um 1900 skizzierte, aber erst 1911-14 auskomponierte Riesenwerk ist ein Unikum des Repertoires. In 22 »Kapiteln« beschreibt die Musik 24 Stunden im Leben eines Berges – aus der Sicht eines Wanderers, der die Tageszeiten, Vegetationszonen, Wetterwechsel und Naturphänomene erlebt. Tiefe Nacht, Wald, Wiese, Bach, Gletscher, Gipfel, Sturm und Sonnenuntergang: Aus der Sicherheit seiner Garmischer Villa heraus hat der passionierte Wanderer Strauss die ganze Palette alpiner Erfahrungen imaginiert. Da kommen auch die
orchestral eingesetzten Kuhglocken und Donnerbleche zum Einsatz.

Ebenfalls der Natur verschrieben ist das jüngste Werk des italienischen Komponisten Luca Lombardi, das im Rahmen dieses Konzerts, und zwar mit einer großen Anzahl an Windmaschinen, zur Uraufführung kommt: Mare für Orchester ist das zweite Stück eines geplanten Zyklus über die vier Elemente. Ganz anders als bei Strauss geht es hier aber ums Flachland: Mare ist inspiriert durch die vom Wasser geprägte Landschaft Nordwestdeutschlands.

Jeweils 45 Minuten vor Beginn der Konzerte bieten die Bielefelder Philharmoniker im Kleinen Saal eine Konzerteinführung an.

Karten sind an der Theater- und Konzertkasse, Niederwall 23 (Tel.: 0521/51 54 54), allen bekannten Vorverkaufsstellen, auf www.bielefelderphilharmoniker.de sowie ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse der Rudolf-Oetker-Halle erhältlich.

Bielefeld, Theater Bielefeld, Spielplan März 2012

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Theater Bielefeld

Spielplan März 2012

DO 01.03.
20:00 Uhr (Einführung um 19:30 Uhr im Loft)
PETER GRIMES
Benjamin Britten
Stadttheater
13,50 – 34,50 €
Vorstellung mit Live-Kommentar für Blinde und Sehbehinderte / Anmeldung unter 0521 / 51 54 54

20:00 Uhr
HERBSTZEITLOSE / FROM HERE TO THERE
Rainer Behr / Fabien Prioville
Theaterlabor im Tor 6
23,00 €

FR 02.03.
20:00 Uhr
HERBSTZEITLOSE / FROM HERE TO THERE
Rainer Behr / Fabien Prioville
Theaterlabor im Tor 6
23,00 €

SA 03.03.
19:30 Uhr
JENSEITS VON EDEN PREMIERE
John Steinbeck, Ulrike Syha
Stadttheater
12,50 – 27,50 €
IM ANSCHLUSS Premierenfeier

19:30 Uhr
HERBSTZEITLOSE / FROM HERE TO THERE ZUM LETZTEN MAL
Rainer Behr / Fabien Prioville
Theaterlabor im Tor 6
23,00 €

SO 04.03.
11:15 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH EINFÜHRUNGS-MATINEE
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
Eintritt frei

15:00 Uhr (Einführung um 14:30 Uhr im Loft)
PETER GRIMES
Benjamin Britten
Stadttheater
17,50 – 37,50 €
Vorstellung mit Live-Kommentar für Blinde und Sehbehinderte / Anmeldung unter 0521 / 51 54 54

19:30 Uhr
SÒN E CANTO
Lieder aus Italien, Portugal und Brasilien
Loft (Opern.Studio)
12,00 €

MO 05.03.
18:30 Uhr
BILDERKLANG KUNST UND MUSIK
Bielefelder Philharmoniker
Kunsthalle Bielefeld
15,00 €

MI 07.03.
20:00 Uhr
MANTA TANZGASTSPIEL
Héla Fattoumi / Eric Lamoureux
Stadttheater
13,50 – 34,50 €

DO 08.03.
20:00 Uhr (Einführung um 19:30 Uhr im Loft)
PETER GRIMES
Benjamin Britten
Stadttheater
13,50 – 34,50 €

SA 10.03.
19:30 Uhr
BEZIEHUNGSWEISE OPER
GROßE GALA DER GETEILTEN GEFÜHLE
Stadttheater
17,50 – 37,50 €
IM ANSCHLUSS Premierenfeier

19:30 Uhr
DAS INTERVIEW PREMIERE
Theo van Gogh, Theodor Holmann
TAMDREI
12,00 €

SO 11.03.
15:00 Uhr
ORCHESTERKONZERT 4. FAMILIENKONZERT / KLASSIK UM DREI
Bielefelder Philharmoniker
Assapheum/Bethel
Eintritt frei

19:30 Uhr
JENSEITS VON EDEN
John Steinbeck, Ulrike Syha
Stadttheater
12,50 – 27,50 €

19:30 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH URAUFFÜHRUNG/PREMIERE
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €
IM ANSCHLUSS Premierenfeier

MO 12.03.
20:00 Uhr
WANN SIND WIR DRAN?
Zwei-Personen-Highlights-Musicals
Loft (Opern.Studio)
12,00 €

DI 13.03.
20:00 Uhr
WANN SIND WIR DRAN?
Zwei-Personen-Highlights-Musicals
Loft (Opern.Studio)
12,00 €

20:00 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €
NACH DEM APPLAUS im Gespräch mit dem Ensemble

MI 14.03.
20:00 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €

20:00 Uhr
OPER LEGT AUF mit Karin Seyfried und Eric Laporte
FOLGE 3: BACARDI RAZZ UND ENGLISH BROWN ALE
Loft (Opern.Studio)
6,00 € (inkl. Freigetränk)

DO 15.03.
19:30 Uhr
JENSEITS VON EDEN
John Steinbeck, Ulrike Syha
Stadttheater
12,50 – 27,50 €
NACH DEM APPLAUS im Gespräch mit dem Ensemble

20:00 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €

20:00 Uhr
DAS INTERVIEW
Theo van Gogh, Theodor Holmann
TAMDREI
12,00 €
NACH DEM APPLAUS im Gespräch mit dem Ensemble

FR 16.03.
19:30 Uhr
JENSEITS VON EDEN
John Steinbeck, Ulrike Syha
Stadttheater
12,50 – 27,50 €

20:00 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €

20:00 Uhr
DAS INTERVIEW
Theo van Gogh, Theodor Holmann
TAMDREI
12,00 €

20:00 Uhr
2. KONZERT ORATORIENCHOR CHORKONZERT
Bielefelder Philharmoniker
Rudolf-Oetker-Halle
VVK über den Veranstalter

SA 17.03.
19:30 Uhr
CHESS – DAS MUSICAL
Benny Andersson, Tim Rice, Björn Ulvaeus
Stadttheater
17,50 – 37,50 €

19:30 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €

19:30 Uhr
»DER GEIZIGE« WIEDERAUFNAHME
Peter Licht
TAMZWEI
12,00 €

SO 18.03.
11:00 Uhr
STADTTHEATER-FÜHRUNG
VVK über die Theaterkasse (4,00 €)

15:00 Uhr
BEZIEHUNGSWEISE OPER
GROßE GALA DER GETEILTEN GEFÜHLE
Stadttheater
17,50 – 37,50 €

17:00 Uhr
IDENTITY 2.0 EINFÜHRUNGS-SOIREE
Gregor Zöllig
Theater am Alten Markt
Eintritt frei

19:30 Uhr
»DER GEIZIGE«
Peter Licht
TAMZWEI
12,00 €

19:30 Uhr
FÜR DEN REST DES LEBENS
Lesung von und mit Zeruya Shalev und Maria Schrader
Stadttheater
10,00 – 16,00 €

MO 19.03.
20:00 Uhr (Einführung um 19:25 Uhr)
SPIELRÄUME 6. KAMMERKONZERT
Bielefelder Philharmoniker
Rudolf-Oetker-Halle, kleiner Saal
12,00 €

DI 20.03.
20:00 Uhr
DIE DREIGROSCHENOPER
Bertolt Brecht/Kurt Weill
Stadttheater
12,50 – 27,50 €

MI 21.03.
20:00 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €

20:00 Uhr
DAS INTERVIEW
Theo van Gogh, Theodor Holmann
TAMDREI
12,00 €

DO 22.03.
20:00 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €

20:00 Uhr
»DER GEIZIGE«
Peter Licht
TAMZWEI
12,00 €

FR 23.03.
19:30 Uhr (Einführung um 19:00 Uhr im Loft)
PETER GRIMES
Benjamin Britten
Stadttheater
17,50 – 37,50 €

SA 24.03.
14:00 Uhr
RANDALE IM TIERPARK
Carmen Preigo/Randale
Theater am Alten Markt
20,00 / 23,00 €

19:30 Uhr
IDENTITY 2.0 URAUFFÜHRUNG/PREMIERE
Gregor Zöllig
Stadttheater
17,50 – 37,50
Im Anschluss Premierenfeier

19:30 Uhr
DIE LEIDEN EINER JUNGEN KASSIERERIN
Anna Sam
Theater am Alten Markt
12,00/15,00 €

SO 25.03.
14:00 Uhr
RANDALE IM TIERPARK ZUM LETZTEN MAL
Carmen Preigo/Randale
Theater am Alten Markt
20,00 / 23,00 €

19:30 Uhr
DIE LEIDEN EINER JUNGEN KASSIERERIN ZUM LETZTEN MAL
Anna Sam
Theater am Alten Markt
12,00/15,00 €

19:30 Uhr
DAS MÜDE GLÜCK
Lesung von und mit Roger Willemsen
Stadttheater
13,00 – 19,00 €

MO 26.03.
20:00 Uhr
DIE DREIGROSCHENOPER
Bertolt Brecht, Kurt Weill
Stadttheater
12,50 – 27,50 €

DI 27.03.
20:00 Uhr (Einführung um 19:30 Uhr im Loft)
PETER GRIMES ZUM LETZTEN MAL
Benjamin Britten
Stadttheater
13,50 – 34,50 €

20:00 Uhr
IPHIGENIE AUF TAURIS
Johann Wolfgang Goethe
Theater am Alten
20,00/23,00 €

MI 28.03.
20:00 Uhr
ZARAH 47
Peter Lund
Loft (Opern.Studio)
12,00 €

20:00 Uhr
IPHIGENIE AUF TAURIS
Johann Wolfgang Goethe
Theater am Alten
20,00/23,00 €

20:00 Uhr
DIE GLOBEN
David Gieselmann
TAMZWEI
12,00 €

DO 29.03.
20:00 Uhr
DU BLEIBST SCHÖN HIER
Richard Maltby & Dvid Shire
Loft (Opern.Studio)
12,00 €

20:00 Uhr
DIE GLOBEN
David Gieselmann
TAMZWEI
12,00 €

FR 30.03.
20:00 Uhr (Konzerteinführung um 19:15 Uhr)
LOMBARDI/STRAUSS 6. FREITAGSKONZERT
Bielefelder Philharmoniker / Eine Kooperation mit dem Staatstheater Oldenburg
Rudolf-Oetker-Halle
17,00 – 31,50 €

20:00 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €

20:00 Uhr
DAS INTERVIEW
Theo van Gogh, Theodor Holmann
TAMDREI
12,00 €

23:00 Uhr
KURZSTRECKE FREITAGNACHT 105
Christian Lange
TAMDREI
8,50 €

SA 31.03.
19:30 Uhr (Einführung um 19:00 Uhr im Loft)
IDENTITY 2.0
Gregor Zöllig
Stadttheater
17,50 – 37,50
NACH DEM APPLAUS im Gespräch mit dem Ensemble

19:30 Uhr
WALTER – EINE GESCHICHTE FÜR SICH
Walter Kempowski, Tom Peuckert
Theater am Alten Markt
20,00/23,00 €

19:30 Uhr
»DER GEIZIGE« ZUM LETZTEN MAL
Peter Licht
TAMZWEI
12,00 €

KONTAKT
Theater Bielefeld, Brunnenstraße 3-9, 33602 Bielefeld
info@theater-bielefeld.de; http://www.theater-bielefeld.de

KARTENVORVERKAUF

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Di – Fr 10:00 – 18:00 Uhr, Sa 10:00 – 14:00 Uhr

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BESUCHERSERVICE FÜR GRUPPEN UND GROßKUNDEN
Das Theater Bielefeld bietet Gruppen und Großkunden einen eigenen Besucherservice. Zwei Mitarbeiter stehen für die Beratung und den Vorverkauf zur Verfügung. Gruppen und Firmen aus Bielefeld und der
Umgebung, die ein besonderes kulturelles Highlight in der OWL-Metropole suchen, finden hier kompetente Ansprechpartnerinnen, die mit vielfältigen Angeboten Lust auf Theater vermitteln.
Kontakt Stefanie Schröder, Vertriebsreferentin
stefanie.schroeder@bielefeld.de // 0521/51 6410

WEITERE VOVERKAUFTSSTELLEN

Neue Westfälische Geschäftsstellen
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Westfalen-Blatt-Geschäftsstelle
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Mo – Fr 9:00 – 18:00 Uhr, Sa 9:30 – 13:00 Uhr

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Königstraße 64, Paderborn

Bielefeld, Theater Bielefeld, PETER GRIMES Premiere, 11.02.2012

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Theater Bielefeld

PETER GRIMES Premiere

BENJAMIN BRITTEN

Oper in drei Akten und einem Vorspiel von Benjamin Britten op. 33
Dichtung nach George Crabbe von Montagu Slater
In englischer Sprache mit deutschen Übertexten
Gefördert von der Hanns-Bisegger-Stiftung

Der Fischer Peter Grimes gilt als Außenseiter im kleinen Hafenstädtchen an der  englischen Nordseeküste. Ohnehin ein Misanthrop, fühlt er sich von den Gerüchten im Dorf gemobbt, nachdem bekannt geworden ist, dass sein Lehrjunge unter ungeklärten
Umständen auf See zu Tode gekommen war. In seine Pläne, es den Leuten »jetzt erst recht« zu zeigen und dermaleinst als geachteter Geschäftsmann auf sie herabblicken zu können, lässt er sich von niemandem hineinreden, auch nicht von seinen »Freunden«, dem Kapitän Balstrode und der Lehrerin Ellen Orford. Trotz der Verwarnung des Friedensrichters, fortan kein Waisenhauskind mehr als Gehilfen zu beschäftigen, besorgen sie ihm einen weiteren Jungen. Als auch der durch einen Unfall an der frisch abgebrochenen Steilküste zu Tode stürzt, rottet sich der Mob im Städtchen zusammen, um den Schuldigen als Sündenbock endlich zur Strecke zu bringen – eine mörderische
Jagd beginnt… Wie Benjamin Britten in seiner ersten großen Oper die brüchige Oberfläche einer nur scheinbar funktionierenden Dorfgemeinschaft seziert, die sich angesichts eines willkommenen »Sündenbocks« in eine wütende Meute verwandelt, ist großartig und beängstigend zugleich. Peter Grimes ist aber viel mehr als eine weitere Variation des Themas »Einer gegen Alle«.

Erstmals seit den Tagen Henry Purcells trat mit Benjamin Britten 1945 ein englischer Komponist mit einer Oper an die Weltöffentlichkeit, die sich auf Anhieb in die Spielpläne vieler Opernhäuser hineinspielte. Der Plot geht auf den Heimatdichter George Crabbe (1754-1832) zurück, der in seiner Verserzählung The Borough holzschnittartig charakteristische Persönlichkeiten seines Heimatstädtchens Aldeburgh porträtierte. Benjamin Britten lernte den Text 1942 in den USA kennen, wohin er 1939 mit seinem Lebensgefährten Peter Pears vor den politischen Spannungen in Europa geflohen war. Noch während des Krieges trieb sein Heimweh den überzeugten Pazifisten wieder nach
England zurück; 1945 wurde Peter Grimes in London uraufgeführt.

Anders als Crabbe zeichnet Britten mit seiner musikalischen Handschrift den Außenseiter mit sensibler Feder und sublimiert die nur scheinbare Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere: Peter Grimes bleibt unliebenswürdig, doch die Musik fühlt mit ihm und schildert die Ausweglosigkeit der Situation in einer Partitur, zwischen deren Notenzeilen das Meer als Spiegel des Geschehens immer wieder hindurchschimmert.

In der Titelrolle der Bielefelder Erstaufführung  steht mit Peter Bronder ein Tenor von internationalem Format auf der Bühne des Stadttheaters: Mime und Loge in Richard Wagners Ring des Nibelungen hat der Deutsch-Engländer mehrfach gesungen, ebenso
Herodes (Salome) und andere große Rollen seines Fachs, u. a. an der Metropolitan Opera New York, La Monnaie Brüssel, der Mailänder Scala, der Oper Frankfurt oder an der Oper Zürich, wo er derzeit mit der Titelrolle von Pfitzners Palestrina zu hören ist.

Musikalische Leitung Alexander Kalajdzic
Inszenierung Helen Malkowsky
Bühne Saskia Wunsch
Kostüme Henrike Bromber
Choreinstudierung Hagen Enke
Dramaturgie Jón Philipp von Linden

BESETZUNG
Peter Grimes, Peter Bronder
Ellen Orford, Sarah Kuffner
Balstrode, Jacek Strauch
Auntie, Ceri Williams
1. Nichte, Cornelie Isenbürger
2. Nichte, Christiane Linke
Boles, Michael Pflumm
Swallow, Jacek Janiszewski
Mrs. Sedley, Xenia Maria Mann
Pastor Adams, Reto Raphael Rosin
Ned Keene, Daniel Billings
Hobson, Torben Jürgens
Eine Fischerfrau, Maila Traczyk, Vuokko Kekäläinen
1. Fischer, Paata Tsivtsivadze, Yun Geun Choi
2. Fischer, Mark Coles, Ramon Riemarzik
Ein Anwalt, Seung-Koo lim, Young Sung Im

MUSIKALISCHE LEITUNG
Alexander Kalajdzic, geboren in Zagreb, Kroatien, begann seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl
Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Symphoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks.
Sein beruflicher Weg führte ihn nach Krefeld-Mönchengladbach, wo er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster Dirigent am Nationaltheater Weimar und von 2008 – 2010 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u. a. in den USA, Mexiko, Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und in Tschechien.
Alexander Kalajdzic ist sowohl in der Oper als auch im Konzertbereich gefragt. Sein Repertoire reicht vom frühen Barock bis zur Moderne, wobei sein besonderes Interesse der französischen Musik gilt. So führte er fast das gesamte Orchesterwerk von Ravel und Debussy mehrmals auf. Auch war er lange Zeit als Liedbegleiter und Kammermusiker aktiv und hatte bis vor kurzem einen Lehrstuhl für Orchestererziehung in  Zagreb inne. Seit Spielzeitbeginn 2010/11 leitet er als GMD die musikalischen Geschicke des Theater Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.

INSZENIERUNG
Helen Malkowsky ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Nach einem Musikstudium in ihrer Heimatstadt und ersten Regie-Erfahrungen in der Opernklasse der Hochschule für Musik folgten Engagements als Regieassistentin und Abendspielleiterin an den Landesbühnen Sachsen Radebeul, dem Staatstheater Saarbrücken, dem Theater Basel und bei den Bayreuther Festspielen, wo sie unter anderem Claus Guth und Herbert Wernicke assistierte. Schnell wurden Helen Malkowsky eigene Arbeiten als Regisseurin anvertraut. So entstanden schon parallel zu ihrer Tätigkeit als Assistentin zahlreiche erfolgreiche Inszenierungen, die schließlich in eine freischaffende Tätigkeit mündeten, u. a. für die Theater in Saarbrücken (Die lustigen Nibelungen), Detmold (Der Graf von Luxemburg), Chur/Schweiz (Zauberberg, UA), Aachen (Werther), Münster (Das Land des Lächelns), die Münchner Biennale (WIR, UA)
und die Volksoper Wien (Die Entführung aus dem Serail). Von 2004 bis 2008 war Helen Malkowsky Oberspielleiterin am Staatstheater Nürnberg und konnte dort mit unterschiedlichsten Produktionen – u. a. Der Rosenkavalier (Richard Strauss), Melusine (Aribert Reimann), Der fliegende Holländer (Richard Wagner) und Eugen Onegin (Peter I.
Tschaikowski) – ihre Regiehandschrift überzeugend weiterentwickeln und Publikum wie Presse gleichermaßen durch ihre Arbeiten begeistern.
Immer wieder widmet sich Helen Malkowsky auch der szenischen Ausbildung junger Sängerinnen und Sänger. Sie war Leiterin des Internationalen Opernstudios des Staatstheater Nürnberg, erarbeitete 2009 an der Universität der Künste Berlin Benjamin Brittens Ein Sommernachtstraum mit Studierenden und Absolventen und hat im März 2011 an der Hochschule für Musik Dresden Lortzings Der Wildschütz inszeniert.
Seit Beginn der Saison 2010/11 ist Helen Malkowsky Operndirektorin am Theater Bielefeld, dem sie bereits durch die Inszenierungen von Luisa Miller (Giuseppe Verdi), Capriccio (Richard Strauss) und Carmen (Georges Bizet) verbunden war. Zuletzt hat sie hier Salome (Richard Strauss), Alice in Wonderland (Unsuk Chin) und Mozarts Don Giovanni
in Szene gesetzt.
Neben ihrer vorrangigen Tätigkeit am Theater geht Helen Malkowsky auch immer wieder gern Einladungen als Moderatorin nach und begleitete u. a. den Nürnberger Opernball und Galas zu verschiedensten Anlässen.

KOSTÜME
Die gebürtige Frankfurterin Henrike Bromber war nach dem Abitur und der Ausbildung zur Damenschneidermeisterin an den Städtischen Bühnen Frankfurt als Kostümassistentin und Kostümbildnerin tätig. Anschließend absolvierte sie in Hamburg ein Studium zur Gewandmeisterin und übernahm währenddessen Kostümausstattungen
in Frankfurt und Hamburg.
Von 1994 bis 1998 war sie am Theater Vorpommern als Kostümdirektorin und Ausstatterin für viele, zumeist zeitgenössische Opern tätig. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin und übernahm regelmäßig Gesamtausstattungen für das Schauspiel Frankfurt am Main. Sie entwarf Kostümbilder für
Opernhäuser im In-und Ausland wie Staatsoper Hamburg, Semperoper Dresden, Aalto Theater Essen, Opera de Nantes und Nikikai Opera Tokio. Für die Kostüme zu Giulio Cesare in Egitto an der Hamburgischen Staatsoper nominierte die Zeitschrift »Opernwelt« sie zur Kostümbildnerin des Jahres.
Am Theater Bielefeld war sie bereits für die Kostüme bei Unsuk Chins Alice in Wonderland verantwortlich.

PREMIERE 11.02.2012, 19:30 Uhr, Stadttheater
Nächste Vorstellungen: 18.02., 01.03., 04.03., 08.03., 23.03., 27.03.12

Karten 0521 / 51 54 54 www.theater-bielefeld.de

Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere von HERBSTZEITLOSE / FROM HERE TO THERE, 20.01.2012

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Theater Bielefeld

 HERBSTZEITLOSE/ FROM HERE TO THERE
URAUFFÜHRUNGEN VON RAINER BEHR UND FABIEN PRIOVILLE

Die beiden Gastchoreographen, die das Theater Bielefeld gewinnen konnte, einen Doppelabend im Theaterlabor zu gestalten, stehen in sehr enger Verbindung zum weltberühmten Tanztheater Wuppertal.
Fabien Prioville, heute freiberuflicher Tänzer und international gefragter Choreograph, war von 1999 bis 2006 Ensemblemitglied in Pina Bauschs Kompanie. Rainer Behr, der seit über 20 Jahren eigene Tanzstücke kreiert, kam 1995 zum Tanztheater Wuppertal und ist bis heute dort als Tänzer aktiv.

FROM HERE TO THERE / Fabien Prioville
Fabien Prioville schloss seine Ausbildung am Centre National de Danse Contemporaine (CNDC) in Angers ab. Im Anschluss nahm er ein Engagement bei Édouard Lock und dessen Kompanie La La La Human Steps in Kanada an, bevor er nach Stockholm zu Philippe Blanchard ging. 1999 wechselte er zu Pina Bauschs Tanztheater Wuppertal. Seit 2006 arbeitet er als freiberuflicher Tänzer und Choreograph, u. a. mit Josef Nadj und Davis Freeman. Auftragsarbeiten führten ihn nach New
York an die Julliard School sowie nach Japan und Australien.
2010 gründete Fabien Prioville seine eigene Tanzcompagnie, mit der er bisher zwei Stücke kreiert hat. Sein Solo Jailbreak Mind entstand 2009 in Koproduktion mit dem tanzhaus nrw und Trafo Budapest und geht international auf Tournee. Mit Jailbreak Mind wurde er auch zur Tanzplattform Deutschland 2010, dem bedeutendsten Festival für zeitgenössischen Tanz, eingeladen. Im Februar 2011 wurde sein Tanzstück Nous in Düsseldorf uraufgeführt, welches sich mit dem Thema der Grenzüberschreitung beschäftigt.
Fabien Priovilles Stücke haben alle eine gemeinsame Basis: Kontraste und Gegensätze. Sein künstlerischer Fokus liegt auf dem Erforschen der inneren Gefühlswelt eines Menschen. Für Beobachtungen und Eindrücke des Alltags sucht er nach klaren Bildern. In From Here To There erarbeitet er ein Solo für den Tänzer Dirk Kazmierczak, welches einer abstrakten Biographie gleicht. Ausgehend von alltäglicher Körpersprache entsteht eine Ästhetik, in der praktische Gesten und Tanzbewegungen verschmelzen, bis sie nicht mehr voneinander unterscheidbar sind.

Fabien Prioville über seine Arbeit: »In From Here To There möchte ich eine Körpersprache verwenden, die dem alltäglichen Leben entstammt.
Mich interessiert, was entsteht, wenn diese alltägliche Körpersprache zu einer gewissen Form ausgearbeitet wird. Eine einfache Geste, wie das Aufnehmen einer Kaffeetasse, kann der Beginn von Tanz sein, in dem Bewegung und praktische Gesten sich vermischen. Mein Ziel ist, dass im Stück zwischen Alltagsgeste und Tanzbewegung nicht mehr unterschieden werden kann. Dadurch möchte ich den Graben zwischen wieder erkennbarer ›normaler‹ Bewegung und ästhetischem,
tänzerischen Ausdruck überwinden.«

HERBSTZEITLOSE / Rainer Behr
Rainer Behr, geboren 1964 in Neustadt a. d. Waldnaab, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Gymnastiklehrer in Berlin, bevor er 1986 sein Tanzstudium an der Folkwang Hochschule in Essen aufnahm und dort klassisches Ballett, Modern Dance und Folkloretanz studierte.
Schon während seines Studiums erhielt Behr 1989 den 1. Preis beim Choreographen-Wettbewerb in Cagliari für sein Duo Die Wendung der Dinge und wurde 1990 mit dem Claassen-Tanzpreis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr trat er dem Folkwang Tanzstudio bei und tanzte bis 1995 in Produktionen von Urs Dietrich, Susanne Linke, Mark Sieczkarek, Carolyn Carlson und Raffaella Giordano. Gleichzeitig realisierte er mit dieser Kompanie eigene Stücke wie: Rote Rosen, Einsames
Königreich, ButterflyRiverMountainSunMoon und zeigte Solochoreographien.
Seit 1995 ist Rainer Behr Mitglied des Wuppertaler Tanztheaters Pina Bausch. Er choreographierte 1996 in Südkorea, 2000 für die Tanzlandschaft Ruhr sowie 2004 für das internationale Tanzfestival Für Pina. Seine jüngste Choreographie von 2011 trägt den Titel Mitternacht zweier Fische.
Dagmar Schenk-Güllich schrieb in ballett international / tanz aktuell über den Tänzer und Choreographen: »Rainer Behr ist ein Folkwang- Eleve, es lässt sich nicht leugnen. Und doch hat er eine durchaus eigene Handschrift entwickelt … Er entpuppt sich als Meister der Reduktion, der sparsamsten Gestik, mit der er die kleinen und großen Dinge des Lebens treffsicher umreißt … Sein feines Gespür für zwischenmenschliche Regungen haben ihn sensible Choreographien
schaffen lassen. Sie weisen ihn als Künstler aus, der seinen Weg konsequent geht.«
Im Tanzstück Herbstzeitlose beschäftigt sich Rainer Behr mit menschlichen Grenzen jeglicher Art. Er fragt nach dem Sich-
Eingrenzen, nach möglichen Grenzgängen sowie nach dem, was sich vor und hinter unseren persönlichen Grenzen befindet.

BÜHNE UND KOSTÜME
Imme Kachel ist geboren und aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, begann nach ihrer Schulausbildung 1990 mit einem Kostümdesign- Studium in Hamburg an der Fachhochschule für Gestaltung und sammelte gleichzeitig erste praktische Erfahrungen an verschiedenen Theatern und bei freien Produktionen.
1994 wurde sie als Ausstattungsassistentin ans Dortmunder Schauspiel engagiert. 1996 wechselte sie ans Theater Krefeld/Mönchengladbach,  wo sie bis zum Jahr 2000 blieb und ihre ersten eigenen Bühnen- und Kostümbilder schuf. Dann wechselte sie als feste Hausausstatterin bis 2005 an das Theater Osnabrück.
Seit 2006 arbeitet sie freischaffend in allen Sparten an verschiedenen Theatern wie Augsburg, Regensburg, Karlsruhe, Landestheater Tübingen, Hagen, Nordharzer Städtebundtheater und der Musikalischen Komödie Leipzig. Am Theater Bielefeld war sie bereits für die Ausstattung der Tanzstücke Gestern werde ich das Morgen für heute bestimmen und Drumming sowie für die Kostüme der Tanzstücke  Am Puls des Lebens, Vier Temperamente und Schwanengesang
verantwortlich.

PREMIERE
20.01.2012, 20:00 Uhr, Theaterlabor im Tor 6

Nächste Vorstellungen
21.01., 27.01., 28.01., 29.01., 02.02., 03.02., 04.02., 23.02., 24.02, 25.02. (Benefizveranstaltung für die AIDS-Hilfe Bielefeld e.V. mit anschließender Party); 01.03., 02.03., 03.03.12

Choreographie Herbstzeitlose Rainer Behr
Choreographie From Here To There Fabien Prioville
Künstlerische Mitarbeit From Here To There Azusa Seyama
Bühne und Kostüme  Imme Kachel
Choreographische Mitarbeit  Christine Biedermann
Dramaturgie  Diether Schlicker

Mit Claudia Braubach, Gianni Cuccaro, Anna Eriksson, Dirk Kazmierczak, Adrian Look, Tiago Manquinho, Kristin Mente,
Brigitte Uray, Simon Wiersma, Elvira Zuñiga

Karten 0521 / 51 54 54 www.theater-bielefeld.de

Bielefeld, Theater Bielefeld, EINE SOMMERNACHT Premiere, 15.01.2012

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Theater Bielefeld

EINE SOMMERNACHT – EIN STÜCK MIT MUSIK DAVID GREIG/GORDON MCINTYRE

PREMIERE 15.01.2012, 19:30 Uhr, Theater am Alten Markt

Edinburgh, an einem verregneten Wochenende im Sommer. In einer Weinbar lernt Helena, eine erfolgreiche  Scheidungsanwältin, die von ihrem verheirateten Liebhaber versetzt wurde, den Kleinkriminellen Bob kennen. Außer ihrem Alter – 35 – haben die beiden wirklich gar nichts gemein. Trotzdem wagen sie betrunken einen One-Night-Stand
miteinander. Eigentlich wäre die Geschichte an dieser Stelle zu Ende.

Denn nach dem Aufwachen schickt sie ihn weg – denn er ist nun alles andere als ihr Typ. Dennoch führt das Schicksal die beiden wieder zusammen. Helena und Bob stellen sich diesem Zufall und geben sich dem Sog der Sommernacht hin. Sie versuchen ihr Glück und feiern gemeinsam einen abenteuerlichen, aber magischen Mittsommer.
Ironisch und unkonventionell spielt das Stück mit Musik mit dem Genre der romantischen Komödie und mit verschiedenen Erzählperspektiven.

Neben den zwei Schauspielern wird auch ein Live-Musiker mit auf der Bühne sein, der die eingängigen Songs von Gordon McIntyre begleiten wird.

Der Autor David Greig (*1970 in Edinburgh) studierte an der Bristol University Englisch und Drama. Sein erstes Stück A Savage Reminiscence wurde 1991 beim Edinburgh Festival uraufgeführt und für den »Guardian International Student Award« nominiert, ebenso 1992 Stalinland, das auch den ersten Preis der Fringe-Produktionen (Fringe First) erhielt.

Neben Stücken hat er seither Hörspiele und Drehbücher geschrieben, darunter das Fernsehspiel Nightlife (1995), das den ersten Preis der »BBC Double Exposure Competition« gewann. 1996/97 war er Hausautor der Royal Shakespeare Company. Für Die letzte Botschaft des Kosmonauten… wurde er 1999 mit dem »John Whiting Award« ausgezeichnet. Greig ist außerdem Autor der Performance- Gruppe Suspect Culture.

Gordon McIntyre ist Sänger und Komponist der schottischen Indie-Band Ballboy.

…………………….

PREMIERE 15.01.2012, 19:30 Uhr, Theater am Alten Markt

Nächste Vorstellungen
17.01., 20.01., 26.01., 27.01.,
08.02., 09.02., 15.02., 16.02.,
18.02., 19.02., 23.02., 24.02.,
25.02.12

Inszenierung Christian Schlüter Bühne und Kostüme Anke Grot Musik Arthur Giesbrecht Dramaturgie Marcus M. Grube

Mit Nicole Lippold, Guido Wachter

Karten 0521 / 51 54 54 www.theater-bielefeld.de

…………………….

INSZENIERUNG
Christian Schlüter ist seit Beginn der Spielzeit 06/07 Oberspielleiter des Schauspiels am Theater Bielefeld, dem er bereits zuvor viele Jahre als regelmäßiger Gastregisseur eng verbunden war. Vor seinem Engagement in Bielefeld arbeitete er seit 1998 als freischaffender Regisseur und Lehrbeauftragter am Studiengang Schauspieltheater- Regie in Hamburg. Er inszenierte u. a. die Uraufführung von Brechts Hans im Glück und Gesine Dankwarts Girlsnightout am Thalia Theater Hamburg, Früchte des Nichts von Ferdinand Bruckner und Liebelei von Arthur Schnitzler am Schauspielhaus Bochum sowie das maß der dinge von Neil LaBute und Die Wildente von Henrik Ibsen am Staatsschauspiel Dresden. Er führte außerdem Regie bei William Shakespeares Was ihr wollt am Theater Oberhausen, Friedrich Hölderlins Der Tod des Empedokles am Landestheater Tübingen und bei der Ring-Uraufführung von Fritz Katers Tanzen! am Schauspiel Leipzig, die in Kooperation mit dem Theater Graz und dem Berliner Maxim Gorki Theater durchgeführt wurde.

Am Bielefelder Theater inszenierte Schlüter u. a. die Uraufführung von Marlene Streeruwitz‘ Dentro, Amphitryon nach Molière von Kleist, Ödipus von Sophokles, Shakespeares Romeo und Julia, Elling von Hellstenius/Naess, Der Raub der Sabinerinnen/Frau Director Striese (UA) von den Brüdern von Schönthan, das Projekt Schlachten/Samurai, Hauptmanns Die Weber, Der Menschenfeind von Molière, Homo faber von Max Frisch, Neil LaButes Fettes Schwein, den dritten Uraufführungsabend aus der Reihe Schöne Neue Werte, Schillers Maria Stuart, Hesses Steppenwolf, Gegen die Wand, Don Karlos, die deutschsprachigen Erstaufführungen von Schwarm (Essaim) sowie Steven Fechters Die Kommission und The Woodsman, Sophokles’ Antigone, Shakespeare König Heinrich der Vierte und zuletzt die Uraufführung von David Gieselmanns Falscher Hase sowie die deutschsprachige Erstaufführung von Giuseppe Tomasi di Lampedusas Der Leopard und Goethes Iphigenie auf Tauris.
Christian Schlüter, geboren in Nesselwang im Allgäu, studierte nach seinem Abitur zunächst zwei Jahre  Theaterwissenschaften an der Universität in Bochum und von 1990-94 Schauspieltheater-Regie bei Jürgen Flimm und Manfred Brauneck in Hamburg. Nach seinem Studium war er bis 1998 als Regieassistent am Thalia Theater Hamburg tätig.

BÜHNE UND KOSTÜME
Anke Grot arbeitet bereits seit vielen Jahren mit Christian Schlüter zusammen, in Bielefeld u. a. bei der Uraufführung von Marlene Streeruwitz’ Dentro, bei Amphitryon, Oedipus, Elling, Die Weber, Homo faber, Maria Stuart und zuletzt bei The Woodsman. Ihre Arbeiten führten Anke Grot darüber hinaus an das Schauspielhaus Hamburg, das Nationaltheater Mannheim, die Theater in Lübeck und Gießen, die Schaubühne am Lehniner Platz und das Theater Basel, wo sie unter
anderem mit den Regisseurinnen Corinna Bethge (Kasimir und Karoline und Fette Männer im Rock) und Barbara Frey (Roberto Zucco und Jarys Ubu) zusammenarbeitete. Mit der Regisseurin Barbara Bürk arbeitete sie in Hamburg bei der Uraufführung von Headless Body in Topless Bar und am Schauspiel Hannover bei Neil LaButes Tag der Gnade, Lutz Hübners Hotel Paraiso, Roger Vitracs Victor oder die Kinder an der Macht, Totentanz von August Strindberg, Henrik Ibsens und Lutz Hübners Für alle das Beste.
Anke Grot, geboren in Lübeck, studierte Bühnenbild an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Prof. Wilfried Minks und war im Anschluss als Bühnenbildassistentin am Schauspielhaus Hamburg fest engagiert.

BESETZUNG
Bob Guido Wachter
Helena Nicole Lippold