Berlin, Senatskanzlei Berlin, Reformierter Tarifvertrag für Bühnenkünstler in Berlin

be_berlin130.jpg

Presseinformation

Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten

Stiftung Oper in Berlin

Einigung auf reformierten Tarifvertrag für Bühnenkünstler im Land Berlin und in der Stiftung Oper in Berlin

Nach über zwei Jahren ist es dem Land Berlin und der Stiftung Oper in Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Bühnenverein am 28. September 2010 gelungen, sich mit den Gewerkschaften VdO (Vereinigung Deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e.V.) und GDBA (Gewerkschaft Deutscher Bühnenangehöriger) auf die Inhalte eines neuen Tarifvertrages (NV Bühne) zu verständigen. Darin enthalten ist die Ankopplung der Künstlergehälter an die Tarifentwicklung im Land Berlin und in der Opernstiftung. Die Künstlergehälter sollen damit ab 1.1. 2010 faktisch um 4,46 Prozent steigen. Hinzu kommen Einmalzahlungen von 600 Euro, wie sie bereits für das nicht-künstlerische Personal in 2008 und 2009 vereinbart und umgesetzt worden sind. Außerdem sollen sich die Künstlergehälter um einen Sockelbetrag von 65 Euro erhöhen – für alle Landesbühnen ab 1.1. 2010 und in der Opernstiftung ein Jahr später.
Die Gewerkschaft DOV (Deutsche Orchestervereinigung) hatte diese letzte Runde der Tarifverhandlung abgesagt und zum Streik aufgerufen. Die DOV fordert die Ankopplung an den bundesweit gültigen Flächentarifvertrag nebst geltender Vergütungsordnung und damit eine Besserstellung gegenüber allen anderen künstlerischen und nicht-künstlerischen Beschäftigten im Land Berlin. Zudem verweigert sich die DOV einer Regelung, die Orchestermusiker bei nicht ausgeschöpften Diensten zu Aushilfen in anderen Berliner Orchestern verpflichtet, ohne dafür – wie bisher üblich – eine zusätzliche Vergütung zu erhalten.
Der Generaldirektor, Peter F. Raddatz, ist dennoch zuversichtlich, dass auch mit der DOV eine Einigung für die Orchestermusiker erzielt werden kann, nachdem nunmehr mit allen anderen Beschäftigten der Landesbühnen und der Opernstiftung eine Vereinbarung getroffen wurde.

Pressemeldung Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten