Berlin, Staatsballett Berlin, Michael Banzhaf – Kammertänzer, IOCO Aktuell, 01.03.2017

Staatsballett Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Michael Banzhaf – Kammertänzer

Michael Banzhaf, Solotänzer des Staatsballetts Berlin, wurde am 01. März 2017 vom Berliner Senat zum „Berliner Kammertänzer“ ernannt. Die Verleihung fand im Rahmen des offiziellen Bühnenabschieds nach der Vorstellung von „Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere“ in der Komischen Oper Berlin statt.

 

Staatsballett Berlin / Tschaikowsky - Michael Banzhaf © Enrico Nawrath

Staatsballett Berlin / Tschaikowsky – Michael Banzhaf © Enrico Nawrath

Im Auftrag des Berliner Senats verleiht der Staatssekretär für Kultur, Dr. Torsten Wöhlert, am 01. März 2017 dem Solotänzer Michael Banzhaf den Ehrentitel Berliner Kammertänzer. „Im Namen des Senats von Berlin und auch ganz persönlich bedanke ich mich für Ihr großes Engagement, Ihre Verbundenheit mit Berlin und die vielen künstlerischen Sternstunden, die Sie uns bereitet haben“, so der Kulturstaatssekretär. Nach der Vorstellung von Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere in der Komischen Oper Berlin, in der Michael Banzhaf seinen offiziellen Bühnenabschied nimmt, wird ihm die Auszeichnung überreicht. „Es bedeutet mir viel, dass ich auch über mein Karriereende hinaus durch diesen wunderschönen und bedeutenden Titel mit dem Ballett in Berlin und den drei Berliner Opernhäusern verbunden bin. Dafür bin ich unendlich dankbar, und es macht mich sehr stolz“, freut sich der Ausnahmekünstler.

Michael Banzhafs Karriere begann 1998, als er direkt nach seiner Ausbildung an der Bosl-Stiftung München in das Corps de ballet der Staatsoper Unter den Linden engagiert wurde. 2001 stieg er dort zum Demi-Solotänzer auf, 2005 zum Solotänzer beim neu formierten Staatsballett Berlin. In seiner 19-jährigen Tänzerkarriere interpretierte er große Rollen wie die des Siegfried in Maurice Béjarts Ring um den Ring oder des Dichters Lenski in John Crankos Onegin.

Die Ehrung Berliner Kammertänzer/in erhielten in Berlin bisher nur Oliver Matz (1995), Raffaela Renzi (1995), Gregor Seyffert (1999) und Vladimir Malakhov (2014). Der seltene Ehrentitel wird vom Berliner Senat für hervorragende künstlerische Leistungen und eine mindestens fünfjährige ununterbrochene Zugehörigkeit zu einem Theater verliehen. PMDStbB

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Berlin, Berliner Staatsballett, 2016 – Rückblick – Ausblick – Auslastung, IOCO Aktuell, 31.12.2016

Staatsballett Berlin

Deutsche Oper Berlin / Sitz des Staatsballett Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin / Sitz des Staatsballett Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Staatsballett Berlin –  Größtes Ballett Deutschlands

2016 – Hohe Auslastung – Die ganze Vielfalt des Balletts

Das Staatsballett Berlin beschließt das Geschäftsjahr 2016 mit einer traditionell sehr hohen Auslastung von über 80 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (2015: 80,7 Prozent) wurde die Auslastung sogar auf 83,4 Prozent gesteigert. Besonders erfolgreich waren die zu allen Terminen ausverkauften Produktionen Schwanensee von Patrice Bart sowie Der Nussknacker von Nacho Duato.  Zu 108 Vorstellungen  kamen 124.559 Besucher.

Staatsballett Berlin / Nacho Duato © Fernando Marcos

Staatsballett Berlin / Nacho Duato © Fernando Marcos

Das Staatsballett Berlin, 2004 durch Fusion der Compagnien der großen Opernhäuser Berlins entstanden, ist mit derzeit 77 Tänzer/innen das größte Ballett Deutschlands.  Klassisch geschult brilliert die Compagnie in der breiten Vielfalt des Ballettrepertoires: Fest verankert im klassischen Repertoire werden neoklassische wie zeitgenössische Werke präsentiert. Getanzt wird auf den Bühnen der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper im Schiller Theater. Das Staatsballett Berlin hat zur Zeit seinen Sitz in der Deutschen Oper Berlin.

Der Spanier Nacho Duato (*1957) übernahm 2014 die Intendanz des Staatsballett Berlin von Vladimir Malakhov. Duato blickt als Tänzer wie Choreograph auf eine bedeutende Erfahrung zurück: Über die Grenzen Spaniens hinaus als Tänzer erfolgreich wurde Duato 1986 am Nederlands Dans Theater Hauschoreograph. 1990 wurde  ihm die Leitung der Compañía Nacional de Danza in Madrid übertragen. Ein Jahr nach dem 20-jährigen Jubiläum mit der Compañía Nacional de Danza wurde Duato am 1. Januar 2011  Künstlerische Leiter des Mikhailovsky-Theaters in St. Petersburg.

Staatballett Berlin / Schwanensee © Carlos Quezada

Staatballett Berlin / Schwanensee © Carlos Quezada

Im Februar 2015 kam Nacho Duatos Dornröschen aus seiner Zeit in St. Petersburg zur Aufführung. Die Klassiker Schwanensee und Nussknacker sind bereits im Repertoire vorhanden, wodurch die Tschaikowsky-Triologie wieder ihre Vollendung gefunden hat. Repertoire-Werke unterschiedlichster Couleur ergänzten das Programm der ersten Berliner Spielzeit von Nacho Duato.

Staatsballett Berlin / Sleeping Beauty © Yan Revazov

Staatsballett Berlin / Sleeping Beauty © Yan Revazov

In der Spielzeit 2016/2017 präsentiert Nacho Duato mit Jean-Christophe Maillot, Benjamin Millepied, Martin Schläpfer und Hofesh Shechter international renommierte Choreographen.  Während „7“ von Martin Schläpfer als Gastspiel des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg gastiert, halten Altro Canto von Maillot, Daphnis et Chloé von Millepied und The Art of Not Looking Back von Shechter Einzug in das Repertoire des Staatsballetts. Kombiniert mit Shechters Arbeit präsentiert Duato eine weitere Kreation für das Staatsballett, die sich mit der Frage nach den Konsequenzen des zerstörerischen Umgangs des Menschen mit seiner Umwelt beschäftigen wird.

In der Saison 2016/2017 wird Intendant Noche Duato  junge Talente mit einem neuen Format fördern. DANCE\\\RUPTION:  Hier werden Tänzerinnen und Tänzer der Compagnie zu Choreographen und erarbeiten mit ihren Kollegen/innen eigene Arbeiten. Erste Ergebnisse werden in der kleinen Bühne der Deutschen Oper Berlin gebracht.

2016 – Hohe Auslastung und erfolgreiche Premieren

Das Staatsballett Berlin beschließt das Geschäftsjahr 2016 mit einer traditionell sehr hohen Auslastung von über 80 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr (2015: 80,7 Prozent) wurde die Auslastung sogar auf 83,4 Prozent gesteigert. Besonders erfolgreich waren die zu allen Terminen ausverkauften Produktionen „Schwanensee“ von Patrice Bart sowie Der Nussknacker  von Nacho Duato. Insgesamt kamen 124.559 Besucher zu den 108 Vorstellungen.

Staatsballett Berlin / Der Nussknacker © Fernando Marcos

Staatsballett Berlin / Der Nussknacker © Fernando Marcos

Das Staatsballett Berlin beschließt das Geschäftsjahr 2016 mit einer Jahresauslastung von 83,4 Prozent. Die Produktionen Schwanensee von Patrice Bart sowie eine neoklassische Fassung des Der Nussknacker von Nacho Duato  waren zu allen Terminen ausverkauft. Die „neue“ Nussknacker-Produktion ist in Besucherzahlen zwar ebenso erfolgreich wie die  vorherige Medvedev/Burlaka-Produktion des Berliner Staatsballetts, doch gab zur Duato-NussknackerPremiere erhebliche wie lautstarke „Unruhe“ im Publikum. Denn nur zwei Jahre zuvor war eine teure wie historisierende Nussknacker-Fassung gebracht worden, in der zudem 89 stupfnasige junge Tanzeleven mitwirkten und ihre Tanzkünste erprobten. Vielen Besuchern hatte sich der Sinn für einen neuen Nussknacker nicht erschlossen.

Unter den Premieren des Jahres 2016 konnte außerdem auch Jewels (Premiere am 21. Mai 2016) eine besonders hohe durchschnittliche Auslastung von 91 Prozent erzielen. Insgesamt kamen 124.559 Besucher zu den 108 Vorstellungen in der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper im Schiller Theater, der Komischen Oper Berlin sowie dem Gastspiel im Teatro Regio di Torino in Italien.

Staatsballett Berlin / Herrumbre © Fernando_Marcos

Staatsballett Berlin / Herrumbre © Fernando_Marcos

Neben hohen Auslastung mit klassischen Produktionen spricht das Berliner Staatsballett mit modernen Produktionen gezielt auch neue Besucherschichten, junges Publikum an. Besonders gelang dies durch die Produktion Herrumbre von Nacho Duato (Premiere am 14. Februar 2016), die sich in Kooperation mit Amnesty International mit den Themen Folter und Terror beschäftigt. Bei einer Auslastung von 60,5 Prozent kamen hier im Vergleich zu den anderen Premieren besonders viele Studenten und Besucher aus dem jungen Publikumssegment. Auffällig und gewollt: Knapp ein Viertel der Herrumbre- Besucher hat  Migrationshintergrund; mehr als in allen anderen Produktionen.

Im ersten Halbjahr 2017 freut sich das Staatsballett auf die Premieren Maillot | Millepied am 22. Januar 2017 in der Deutschen Oper Berlin sowie Duato | Shechter am 21. April 2017 in der Komischen Oper Berlin mit einer neuen Kreation von Nacho Duato.  Als Gastspiel präsentiert das Ballett am Rhein „7“ von Martin Schläpfer am 11., 12. und 15. April 2017 in der Staatsoper im Schiller Theater, außerdem empfängt Dance\\\Ruption zu einem Tryout der Tänzerinnen und Tänzer als Choreographen in der Deutschen Oper Berlin am 04. und 05. März 2017. IOCO / BStb

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Berlin, Staatsoper im Schiller Theater, Spielplan 2014/15: Kleine Staatsoper – Großes Musiktheater, IOCO Aktuell, 08.05.2014

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Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater © IOCO

Staatsoper im Schillertheater © IOCO

Kleines Theater – Großes Oper

Jürgen Flimm, 72, Intendant der alt-ehrwürdigen Berliner Staatsoper Unter den Linden leitete in deren peripherer Ersatzspielstätte Schiller Theater an der Bismarckstraße (974 Plätze) bereits seine vierte Jahrespressekonferenz (JPK). Die Staatsoper Unter den Linden wird saniert, seit 2010. Das ist bekannt. Wieviel Jahre, ob drei, fünf oder sieben Jahre – so genau weiß dies keiner im Industriestandort Berlin. Ursprünglich sollte die Sanierung 2013 abgeschlossen sein; dann verzögerten Berlin-übliche Überraschungen den Rückzugtermin auf Mitte 2015. Trotz mehrfacher Befragung wollte Jürgen Flimm den Rückzugstermin 2015 an die Spielstätte Unter den Linden nicht bestätigen. 2010 sollte die Sanierung der Staatsoper noch €239 Mio kosten; öffentlich geflüsterte Schätzungen liegen inzwischen weit über €500 Mio.

Die Sanierung der Berliner Staatsoper wird weiterer Inbegriff des Berliner Bau-Chaos´: „Ohne das„, so Jürgen Flimm schon 2013, „einer vom Platz gestellt wird. Flimm weiter… wir regen uns nicht mehr auf …vielleicht macht man aus der Staatsoper ein Abfertigungsgebäude für den Flughafen.…“.

Erleben Sie die Jahrespressekonferenz live auf dem IOCO – Video: HIER

Jahrespressekonferenz: Abseits politischer Rücksichtnahmen

Jürgen Flimm und Generalmusikdirektor Daniel Barenboim lieferten im Probensaal des Schiller-Theater eine gewohnt launig, lebendige Pressekonferenz zum Spielplan 2014/15 ab (Video). Irdisches, Zahlen, Wirtschaftliches fand nur beiläufig Erwähnung. Unterton: „Über Geld sprechen Künstler nicht gern“. Die Auslastung des kleinen, etwas abgelegenen Schillertheaters liegt 2013/14 bei stolzen, Staatsoper-haften 93,4%. Mit künstlerisch hohen Ambitionen glaubhaft verfüllt, von fröhlichem wie schwarzem Humor begleitet, zeigten Flimm und Barenboim voller Stolz auf die ihre Kunst. Die unsäglichen Beschränkungen ihres Provisoriums Schillertheater scheinen Engagement und Begeisterung nicht zu bremsen. Auffällig ist das gestaltende Element, mit welchem Daniel Barenboim seit 1992 Berliner Kultur gestaltet: Organisation der Berliner FESTTAGE, Förderung von Uraufführungen, Generalmusikdirektor der Staatsoper, unzählige Konzerte als Pianist wie als Dirigent und am kommenden 1. Juni 2014: Das schon traditionelle und spektakuläre Open-Air-Konzert unter seiner Leitung auf dem Bebelplatz. 40.000 Zuschauer kommen, der Eintritt ist kostenlos, Begeisterung garantiert!

Daniel Barenboim und Jürgen Flimm © IOCO

Daniel Barenboim und Jürgen Flimm © IOCO

Der Staatsopern Spielplan 2014/15 in Kürze:

309 Veranstaltungen, 9 Opern-Premieren, 21 Repertoire-Opern, 147 Opernvorstellungen im Großen Haus, 82 Opern im Kleinen Haus, 6 Premieren auf der Werkstattbühne. 80 Konzerte, die jährlichen FESTTAGE zu Ostern, die fünfte Ausgabe des Festivals für Neues Musiktheater INFEKTION!

– Saison – Eröffnungsfest am 21. September, 2014

Ab 11 Uhr: Ein Eröffnungsfest für kleine und große Gäste. Gesprochenes und Musik, vorgetragen von Jürgen Flimm und Musikern der Staatskapelle mit vielen Überraschungen machen den Sonntag zu einem vergnüglichen Familienfest. Wie nimmt eine Inszenierung Gestalt an, erleben Sie Solisten abseits der Bühne…Lassen Sie sich überraschen!

– Neun Musiktheater-Premieren in 2014/15

1. Letzte Tage. Ein Vorabend von Christoph Marthaler
o Premiere 2. September 2014
o Dirigent Uli Fussenegger, Regie Chr. Marthaler
o Ein skurril erschreckender Abend über Antisemitismus und Rassismus, gewidmet der Musik jüdischer Komponisten aus Tschechien, Polen und Wien
2. Tosca von Giacomo Puccini
o Premiere 3. Oktober 2014
o Dirigent Daniel Barenboim (sein erstes Puccini-Oper-Dirigat), Regie Alvis Hermanis, Floria Tosca ist Anja Kampe, Scarpia ist Michael Volle
3. Die Drehung der Schraube von Benjamin Britten (The turn oft he screw)
o Premiere 15. November 2014
o Dirigent Ivor Bolton, Regie Claus Guth
o Governess ist Maria Bengtsson
4. Der Freischütz von Carl Maria von Weber
o Premiere 18. Januar 2015
o Dirigent Sebastian Weigle, Regie Michael Thalheimer
o Ännchen ist Anna Prohaska, Max ist Burkhard Fritz, Kaspar ist Falk Struckmann
5. Parsifal von Richard Wagner
o Premiere 28. März 2015
o Dirigent ist Daniel Barenboim, Regie Dmitri Tcherniakowo Amfortas Wolfgang Koch, Gurnemanz René Pape, Kundry Anja Kampe
6. Emma und Eginhard von Georg Philipp Telemann
o Premiere 26. April 2015
o Dirigent René Jacobs, Regie E.-M. Höckmayr
o Emma ist Robin Johannsen, Eginhard ist Nikolay Borchev
7. La Straniera, konzertant, von Vincenzo Bellini
o Termine: 6. + 10. Juni 2015
o Alaide ist Edita Gruberova, Arturo ist José Bros
8. Ariadne auf Naxos von Richard Strauss
o Premiere 14. Juni 2015
o Musiklehrer ist Roman Trekel, Ariadne ist Camilla Nylund, Bacchus ist Roberto Sacca, Komponist ist Marina Prudenskaja
9. Orfeo von Claudio Monteverdi, Ballett-Oper
o Termine: 1. – 6 Juli 2015
o Orfeo ist Georg Nigl, Euridice ist Anna L. Richter
o Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests

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– 21 Repertoire-Stücke mit großer Besetzung stehen auf dem Spielplan der kommenden Spielzeit. Darunter: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny von Kurt Weill und Bertolt Brecht, mit Gabriele Schnaut als Leokadja Begbick, ab 15. Januar 2015; Aus einem Totenhaus von Leos Janacek, mit Simon Rattle am Pult, Regie Patrice Chereau, ab 7. Dezember 2014; Candide von Leonard Bernstein, mit Leonardo Capalbo als Candide, ab 18. September 2014; Die Entführung aus dem Serail von W.A. Mozart, mit Anna Prohaska als Blonde, ab 30. April 2015; Die Zauberflöte von W.A. Mozart, Inszenierung August Everding, ab 23. Oktober 2014; Faust von Charles Gounod, nach Johann Wolfgang von Goethe, Faust ist Massomo Giordano, Méphisto ist René Pape, ab 23. November 2014; For the disconnected Child, ein Projekt von Falk Richter, ab 1.9.2014 September in der Schaubühne; Barbier von Sevilla von Gioacchino Rossini, ab 29. Oktober 2014; La Traviata von Giuseppe Verdi, Inszenierung Peter Mussbach, ab 14. September 2014; Lulu von Alban Berg, Dirigent Daniel Barenboim ab 21.2.2015; Macbeth von Giuseppe Verdi, Dirigent Daniel Barenboim, Macbeth ist Placido Domingo; Banquo ist René Pape, ab 7. Februar 2015; Rein Gold von Nicolas Stemann, Texte Elfriede Jelinek ab 5.10.2014; Sacre, Ballett von Sasha Waltz, ab 14. November 2014; Tannhäuser von Richard Wagner, Dirigat Daniel Barenboim, Tannhäuser ist Peter Seiffert, 2 + 5. April 2015, Tristan und Isolde von Richard Wagner, Dirigat Daniel Barenboim, Tristan ist Peter Seiffert, Isolde ist Waltraut Meier, ab 11. Oktober 2014.

Weltstars in der Wohnzimmeratmosphäre des lütten Schiller Theater: Anna Netrebko, Plácido Domingo, Rolando Villazón, René Pape, Peter Seiffert, Anna Prohaska, Mojca Erdmann, Edita Gruberova, Waltraud Meier, Camilla Nylund, Olga Peretyatko, Deborah Polaski, Dorothea Röschmann, Thomas Hampson, Pavol Breslik, Wolfgang Koch, Anja Kampe, Christian Gerhaher, Maria Bengtsson und andere Stars zum Anfassen nah: Nur in der Staatsoper im Schiller Theater.

Die Staatskapelle Berlin gibt in ihrer 173. Konzertsaison (2014/15) acht große Sinfoniekonzerte in der Philharmonie und im Konzerthaus. Für Daniel Barenboim sind die seit 1842 bestehenden Sifonie-Abende Verpflichtung. Drei der acht Konzerte wird er dirigieren, bei einem weiteren tritt er als Pianist auf. Neben ihm sind andere erstklassige Pianisten zu Gast. Weitere Dirigenten und Solisten sind Zubin Mehta, Michael Gielen, Dorothea Röschmann, Bernarda Fink und Guy Braunstein. Höhepunkte der Spielzeit werden am 1. August 2014 ein Benefizkonzert in der Philharmonie zugunsten der Sanierung der Staatsoper mit Anna Netrebko, aber auch, am 2. September 2014, das Eröffnungskonzert des Musikfest Berlin 2014 mit der Staatskapelle Berlin sein. Aber auch ein Konzert mit Placido Domingo als Dirigent und Rolando Villazon als Solist (Termin 17. Februar 2015), sowie zwei Sonderkonzerte mit Werken von Alban Berg unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim (8. + 15. März 2015) machen süchtig. Die traditionellen Konzerte zum Jahreswechsel 2014/15, dirigiert von Daniel Barenboim und mit Rolando Villazon als Gast stehen im Zeichen des argentinischen Tangos.

Der Barenboim-Zyklus umfasst 2014/15 sieben Konzerte unter Einschluss zweier Klavier-Recitals mit András Schiff und einem Kammerkonzert mit Pinchas Zuckerman und Yefim Bronfman. In kleineren Formationen sind die Musiker-/Innen der Staatskappelle Berlin auch im Roten Rathaus, im Bode Museum aber auch auf der Baustelle Unter den Linden präsent.

In der Werkstatt im Schiller Theater werden wieder zeitgenössisches und experimentelles Musiktheater sowie Stücke der Klassischen Moderne zu sehen sein. Werke von Karl Amadeus Hartmann, Leos Janacek, Francis Poulenc, Marc Neikrug und Ernst Krenek stehen auf dem Programm. Als neue Kinderoper wird dort ab 5. Dezember 2014 Hans im Glück, Komponist ist Staatsopern-Dirigent David Coleman uraufgeführt; ab 6. März 2015 die Kinderoper Das tapfere Schneiderlein nach den Brüdern Grimm.
Der Wermutstropfen im großen Staatsopern-Spielplan: Fehlanzeige für Kinderoper im großen Haus der Staatsoper. Das Durchschnittsalter der Staatsoper-Besucher zementiert sich fest bei 60 Jahren. Doch es gibt Alternativen: Die nahegelegene Komische Oper bietet originelles Kinder- und Jugendprogramm im großen Haus. Netrebko, who? Rappt man an der Komischen Oper, jung und frisch….

Die periphere Staatsoper im Schiller Theater hat etwas unwirkliches: Provisorium meets Feuerwerk der Hochkultur aus Tanz, Theater und Musik“. Für Jahre. Nur in Berlin !

IOCO / Viktor Jarosch / Mai 2014

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Berlin, Staatsballett Berlin, Berliner Ballettszene im Wandel, IOCO Aktuell, 12.02.2013

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Staatsballet Berlin

 Intendant und Tänzer Vladimir Malakhov © Andrej Glusgold

Intendant und Tänzer Vladimir Malakhov © Andrej Glusgold

Intendant Malakhov geht, Choreograph Duato kommt

Der Intendant und Tänzer Vladimir Malakhov wird seinen Vertrag als Intendant des Staatsballett Berlin nicht über die Spielzeit 2013|2014 hinaus verlängern. Der Choreograph Nacho Duato (56) wird im Herbst 2014 neuer Chef des Staatsballett Berlin.
Vladimir Malakhov war 2004 zum Intendanten des neugegründeten Staatsballett Berlin berufen worden. Als Intendant gelang es ihm, die ehemals drei Compagnien der Berliner   Staatsoper Unter den Linden, Komische Oper und Deutsche Oper Berlin zu einem homogenen, hervorragenden Ensemble zu formen, dessen außerordentliche Qualität sich in einem bemerkenswerten Corps de ballet präsentiert wie in weltweit gefragten Solisten.
Die Ausrichtung der Compagnie während Malakhovs Amtszeit lag auf dem klassischen Repertoire, ergänzt durch neoklassische und zeitgenössische Produktionen. Vladimir Malakhov sieht die Stärke seiner Compagnie im klassischen Tanz und in großen abendfüllenden Handlungsballetten. Wichtig war Malakhov der Aufbau eines umfangreichen Repertoires gewesen. Große Klassiker wie MANON, ONEGIN oder ROMEO UND JULIA sowie Choreographien von Balanchine, Robbins oder Béjart  und selten gezeigte Werke wie ESMERALDA oder SYLVIA füllen seither den Spielplan des Staatsballet Berlin. Zum Programm gehörten aber auch Kreationen zeitgenössischer Choreographen, wie z.B. SCHNEEWITTCHEN, OZ – THE WONDERFUL WIZARD oder die Reihe SHUT UP AND DANCE!, in der sich die choreographischen Talente aus dem Ensemble entwickeln konnten. Mit MALAKHOV & FRIEND machte Malakhov seine Ballettabende auch zu einem gesellschaftlichen Ereignis in Berlin.
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Neuer Ballettchef Nacho Duato © Bernardo Doral

Neuer Ballettchef Nacho Duato © Bernardo Doral

Am 7.2.2013 unterzeichnete der am 8. Januar 1957 als Juan Ignacio Duato Bárcia in Valencia geborene Spanier, heute als Nacho Duato bekannt, in Berlin seinen bis 2019 laufenden Vertrag als neuer Ballettchef. Die Ankunft von Duato in Berlin stand unter einem etwas schrillen Stern: In der Vorstellung von Nacho Duato im Roten Rathaus bat Klaus Wowereit die anwesenden Journalisten um weniger Aggression. Grund der Presse-Unmut: Trotz vieler Worte blieben die wichtigsten Eckpunkte zur Zukunft des Staatsballetts ungeklärt. Weiterer Diskussionstoff: Die als mögliche Nachfolgerin von Vladimir Malakhov heiß gehandelte und in Berlin langjährig erfolgreich tätige Star-Choreographin Sasha Waltz wurde in der Nachfolge Malakhovs nicht berücksichtigt. Waltz gilt als bekannteste lebende deutsche Tanzkünstlerin. Sasha Waltz beklagte öffentlich, daß ihr der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz keine angemessenen Perspektiven angeboten hatte.
Nacho Duato führt als Künstlerischer Leiter das Ballett am Mikhailovsky Theater in St. Petersburg seit Anfang 2011. Im Jahr 2010 beging Nacho Duato das zwanzigjährige Bestehen der von ihm gegründeten Compañia Nacional de Danza in Madrid. Seine dortigen Choreographien wurden in das Repertoire vieler wichtiger Ballett-Compagnien aufgenommen.

IOCO / Viktor Jarosch / 12.02.2013

 

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