Berlin, Festival Schloss Britz, Pyramus und Thisbe von J.A. Hasse, 10.08.2012

 

Festival Schloss Britz

Schloss Britz 

Ein echter Sommernachtstraum auf dem Gutshof Schloss Britz –

„Pyramus und Thisbe“ von J.A. Hasse

Festival Schloss Britz / Pyramus - Thisbe, Zettls Traum - Wunsch © Simon Kulturamt Neukölln

Festival Schloss Britz / Pyramus – Thisbe, Zettls Traum – Wunsch © Simon Kulturamt Neukölln

im Jubiläumsjahr Friedrichs II. und im 10. Jahr der Britzer Sommeroper

Die beiden letzten Vorstellungen am Freitag, 10. August und Samstag, 11. August, jeweils 19.30 Uhr,

Kulturstall und Freilichtbühne auf dem Gutshof Schloss Britz

„Die Aufführung besticht durch musikalische Sorgfalt. Als Zuschauer ist man empfindsam und heiter.“ (Berliner Zeitung, 6. August 2012)

„Nicht anders als liebevoll betreut bis ins Detail darf man diese Produktion nennen.“

(Der Tagesspiegel, 6. August 2012)

In ihrem 10. Jahr hat die Britzer Sommeroper 2012 die charmante Opernrarität „Pyramus und Thisbe“ von Johann Adolf Hasse höchst ausgegraben. Hasses tragisches Intermezzo mit dem Kammerorchester Schloss Britz unter der musikalischen Leitung von Stefan Roberto Kelber und in der Regie von Antje Kaiser wird im Kulturstall von Schloss Britz erstmals in deutscher Sprache aufgeführt. Es singen Andrea Chudak (Thisbe), Catrin Kirchner (Pyramus) und Hartmut Schröder (Thisbes Vater).

Damit wird ein historisches Versäumnis nachgeholt, denn im 18. Jahrhundert gelang es dem Preußenkönig Friedrich II. trotz mehrerer Versuche nicht, diesen mit Bach befreundeten sächsischen Hofkapellmeister nach Berlin zu holen, der als Giovanni Adolfo Hasse dann in Italien Karriere machte und schließlich 1768 in Wien „Piramo e Tisbe“ komponierte. Die Vertonung der tragischen Liebesgeschichte von Pyramus und Thisbe aus Ovids „Metamorphosen“, die aufgrund der Feindschaft ihrer Eltern einander nicht sehen dürfen, ist eine der kunstvollsten Kompositionen Hasses, die er selber auch als eine seiner gelungensten bezeichnete – und mit der er sich bereits behutsam dem reformierten Operntypus annäherte.

Die Britzer Sommeroper führt Hasses tragische Oper nach barocker Tradition auf. Und so bieten in der Pause Regisseur Oliver Trautwein und Absolventen der Musikschule „Paul Hindemith“ Neukölln mit „Zettls Traum“ ein komödiantisches Spektakel unter freiem Himmel auf der kürzlich eingeweihten Freilichtbühne Gutshof. Inspiriert wurden sie dabei von dem Stoff, den auch schon Shakespeare für seine Tragödie „Romeo und Julia“ und die Theaterparodie im „Sommernachtstraum“ nutzte:

Die Britzer Sommeroper findet dieses Jahr zum 10. Mal statt und hat sich mittlerweile als hochinteressantes Festival des Opernnachwuchses entwickelt. Und das vor einer geradezu einmalig schönen Kulisse, die einen echten Sommernachtstraum ermöglicht.

Bereits am 12. Oktober gibt es eine weitere Musiktheater-Premiere des Festival Schloss Britz mit Mozarts „Bastien und Bastienne“ kombiniert mit Rousseaus selten zu hörender Oper „Der Dorfwahrsager“, beide inszeniert von Oliver Trautwein und der musikalischen Leitung von Andreas Schulz.

Karten: 15,- € / 12,- € erm. – Kartentelefon: (030) 609 79 23-0 und an der Abendkasse