Berlin, Deutsche Oper Berlin, Premiere Die Hugenotten von Giacomo Meyerbeer, 13.11.2016

November 4, 2016  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

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 Die Hugenotten von Giacomo Meyerbeer

Premiere 13. November 2016,  Weitere Vorstellungen : 17., 20., 23., 26., 29. November 2016

Ergreifende Liebesgeschichten vor dem Hintergrund historischer Großereignisse – so lautete die Formel, mit der die Grand Opéra zur zentralen Kunstform des 19. Jahrhunderts wurde. Und nirgendwo wurde dieses Erfolgsrezept besser verwirklicht als in Giacomo Meyerbeers 1836 uraufgeführten HUGENOTTEN. Fast ein Jahrhundert lang gehörte Meyerbeers packende Schilderung des furchtbaren Massakers an den französischen Protestanten in der Bartholomäusnacht des Jahres 1572 zu den meistgespielten Opern überhaupt, ganze Generationen verfolgten ergriffen, wie ein blindwütiger religiöser Fanatismus – wohlgemerkt auf beiden Seiten des Glaubensspektrums – das Schicksal der Katholikin Valentine und des Hugenotten Raoul besiegelt. Zum Welterfolg wurden DIE HUGENOTTEN aber auch durch Meyerbeers Musik, die effektvoll Massenszenen wie die berühmte „Schwerterweihe“ mit großen Arien und Duetten kontrastierte und für die Solorollen neue Maßstäbe des dramatischen Belcanto-Gesangs schuf.

An der Deutschen Oper Berlin gibt es jetzt Gelegenheit, dieses Meisterwerk in einer opulenten Neuproduktion wiederzuentdecken: In der Inszenierung von David Alden, der an der Deutschen Oper mit Benjamin Brittens PETER GRIMES und BILLY BUDD große Erfolge feiern konnte, gibt der peruanische Startenor Juan Diego Flórez sein Rollendebüt als Raoul an der Seite von Olesya Golovneva als Valentine und Patrizia Ciofi als Marguerite von Valois. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Michele Mariotti, der jüngst beim Rossini-Festival 2016 in Pesaro von Presse und Publikum begeistert gefeiert wurde.

Musikalische Leitung Michele Mariotti Inszenierung David Alden

Mit Patrizia Ciofi, Derek Welton / Seth Carico (26., 29.), Marc Barrard, Olesya Golovneva, Jana Kurucová / Irene Roberts (26.), Paul Kaufmann / James Kryshak (26., 29.), Andrew Dickinson, John Carpenter, Alexei Botnarciuc, Stephen Bronk, Juan Diego Flórez, Ante Jerkunica / Andrew Harris (23., 29.), Robert Watson, Ben Wager / Dong-Hwan Lee (26., 29.), Adriana Ferfezka, Abigail Levis / Meechot Marrero (26., 29.)

Chor, Opernballett und Orchester der Deutschen Oper Berlin,  PMDOB

 Premiere 13. November 2016,  Weitere Vorstellungen : 17., 20., 23., 26., 29. November 2016

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Berlin, Deutsche Oper Berlin, Premiere: Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart, 17.06.2016

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Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

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 Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere 17. Juni 2016 Weitere Vorstellungen 22., 25., 28. Juni; 1., 6. Juli 2016

Musikalische Leitung Donald Runnicles / Nicholas Carter (06.07.)  Inszenierung Rodrigo García Mit Annabelle Mandeng, Kathryn Lewek, Siobhan Stagg, Matthew Newlin, James Kryshak, Tobias Kehrer Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin

 Wien / Mozartdenkmal © IOCO

Wien / Mozartdenkmal © IOCO

Seine Arbeiten gehören zum Aufwühlendsten, Extremsten, was die europäische Theaterszene zu bieten hat: Jede Inszenierung des argentinischen Regisseurs Rodrigo García, so beschreibt es der belgische Philosoph und Theaterkritiker Bruno Tackels, gleiche dem Versuch einer Antwort auf die Frage, wie eine Gesellschaft so zivilisiert, so poliert, aber gleichzeitig so barbarisch sein kann, dass sie keine Gelegenheit auslässt, ihre Grausamkeit unter Beweis zu stellen. Auch nach inzwischen über dreißig, meist auf eigenen Texten basierenden Theaterabenden ist Rodrigo García noch immer ein Regisseur, dessen Arbeiten polarisieren und der nicht nur seinen Darstellern, sondern auch dem Publikum alles abverlangt. Es ist nur konsequent, dass sich dieser Regie-Extremist für seine erste Opernarbeit dem Komponisten zuwendet, in dessen Werk tiefe Sinnlichkeit, Eleganz der Form und das Entsetzen über die Grausamkeit des Lebens untrennbar miteinander verbunden sind: Mit Mozarts DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL hat sich García außerdem dasjenige Mozart-Werk ausgesucht, in dem diese Gegensätze am klarsten zutage treten: Bildete der Orient von 1001 Nacht zu Mozarts Zeit die Projektionsfläche für die Fantasien von Erotik und Brutalität, so kann man von Rodrigo Garcías Theater erwarten, dass es Bilder für diese Abgründe und die Vitalität von Mozarts Musik finden wird, wie sie heutiger, leuchtkräftiger und verstörender nicht sein können. Musikalisch wird dieses Operndebüt von Generalmusikdirektor Donald Runnicles betreut, zu dessen Kernanliegen die Erarbeitung eines ebenso modernen wie historisch informierten Mozartstils mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin und einem jungen Sängerensemble gehört.

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Pressemeldung Deutsche Oper Berlin

Berlin, Deutsche Oper Berlin, Konzertantpremiere: I CAPULETI E I MONTECCHI, 29.02.2016

Februar 5, 2016  
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Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

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  I CAPULETI E I MONTECCHI  von Vincenzo Bellini (1801 – 1835)

Tragedia lirica in zwei Akten, Libretto von Felice Romani nach dem Drama Giulietta e Romeo (1818) von Luigi Scevola, Uraufführung am 11. März 1830 in Venedig, Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 29. Februar 2016, In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere Mo 29. Februar 2016 19:30, Nächste Vorstellung:, Do 3. März 2016 19:30 Uhr

Paris, Grabstätte Vincenco Bellini © IOCO

Paris, Grabstätte Vincenco Bellini © IOCO

Die unglückliche Geschichte von Romeo und Julia, die sich in Verona zugetragen haben soll, ist vor allem durch die Tragödie von Shakespeare bekannt. Es gibt aber auch von Shakespeare unabhängige Dramatisierungen des Stoffs. Ein heute vergessener, italienischer Tragödiendichter ist Luigi Scevola. Sappho, Hannibal, Herodes, Socrates sind die Hauptfiguren seiner bedeutendsten Werke. Und eben Romeo und Julia. Auf seine „fünfte Tragödie“ Giulietta e Romeo, die sich auf die gleiche Quelle wie Shakespeare stützt, geht das gleichnamige Libretto von Felice Romani zurück, das dieser 1825 für Nicola Vaccai schrieb und 1830 in Paris für Vincenzo Bellini umarbeitete. Für die Uraufführung in Venedig wählten die Autoren zur Unterscheidung von der älteren Oper den Titel I CAPULETI E I MONTECCHI. Lange hielt sich in Italien der von der berühmten Interpretin des Romeo in beiden Opern, Maria Malibran, eingeführte Brauch, das Finale Bellinis durch das Vaccais zu ersetzen.

Deutsche Oper Berlin / Joyce DiDonato © Pari Dukovic

Deutsche Oper Berlin / Joyce DiDonato © Pari Dukovic

 Gegen Ende des 19. Jahrhunderts geriet die Oper mehr und mehr in Vergessenheit, spätestens nach Erscheinen von ROMEO UND JULIETTE von Charles Gounod gab es auf der Opernbühne nun eine echte Alternative für den Stoff. Zum 100. Todestag des Komponisten wurde I CAPULETI E I MONTECCHI in seiner Geburtsstadt wieder gespielt, aber es dauerte noch mehr als 30 Jahre, bis es zu einer erneuten Aufführung an der Mailänder Scala kam. Das allerdings zuerst in einer Bearbeitung, in der Romeo von einem Tenor gesungen wurde. In den letzten 40 Jahren nahmen sich jedoch viele berühmte Mezzosopranistinnen der Partie an: Janet Baker, Marilyn Horne, Agnes Baltsa, Vesselina Kasarova, Elena Garanca. Joyce DiDonato gab ihr umjubeltes Debüt als Romeo 2008 in Paris und sang ihn später in einer Neuproduktion der San Fancisco Opera.

Musikalische Leitung Paolo Arrivabeni, Chöre William Spaulding,  BESETZUNG:
Romeo: Joyce DiDonato, Giulietta: Venera Gimadieva
Tebaldo: Celso Albelo, Pater Lorenzo: Marko Mimica
Lord Capulet: Alexei Botnarciuc, Chöre: Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin

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Pressemeldung Deutsche Oper Berlin

Berlin, Deutsche Oper Berlin, Premiere: DIE SACHE MAKROPULOS, 19.02.2016

Januar 29, 2016  
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Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

 DIE SACHE MAKROPULOS  von Leos Janácek (1854 – 1928)

Libretto von Leos Janácek nach der Komödie von Karel Capek, Uraufführung: 18. Dezember 1926 am Nationaltheater Brünn, Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 19. Februar 2016, In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere Fr 19. Februar 2016 um 19:30 Uhr, Weitere Vorstellungen:, Do 25. Februar 2016, 19:30 Uhr, So 28. Februar 2016, 18:00 Uhr, Mi 27. April 2016, 19:30 Uhr, Sa 30. April 2016, 19:30 Uhr

Deutsche Oper Berlin / Evelyn Herlitzius © Pascal Buenning

Deutsche Oper Berlin / Evelyn Herlitzius © Pascal Buenning

In seiner vorletzten Oper widmete sich Leos Janácek der menschlichen Sehnsucht nach Unsterblichkeit: Magisch anziehend und abstoßend kalt zugleich ist die berühmte Sängerin Emilia Marty, die einem bereits seit einem Jahrhundert schwelenden Erbstreit mit unerhörtem Faktenwissen eine neue Wendung gibt.

Ihre unwiderstehliche erotische Anziehungskraft nutzt sie mit kalter Präzision, da ihr Interesse nicht der Wahrheitsfindung im Prozess, sondern einem eigenen Ziel gilt: Sie muss an die Niederschrift eines alten Rezepts gelangen. Ein an ihr durchgeführtes Menschenexperiment vor über 300 Jahren schenkte ihr ein unnatürlich langes Leben – nun benötigt sie den Trank erneut.

Deutsche Oper Berlin / Hermann David © Pascal_Buenning

Deutsche Oper Berlin / Inszenierung Hermann David © Pascal_Buenning

Ich mache sie wärmer, damit die Leute mit ihr Mitleid haben. Ich werde mich noch in sie verlieben.“ schrieb der Komponist über seine Hauptfigur und verlagerte den Schwerpunkt von der komödiantisch-dialektischen Auseinandersetzung über das Für und Wider eines künstlich verlängerten Lebens, die die literarische Vorlage Karel Capeks prägt, hin zu der persönlichen, ergreifenden Klage über die ewige Leere und stete Wiederholung des immer Gleichen im Leben eines so singulären Wesens.

Nach ihren aufsehenerregenden Inszenierungen von Lachenmanns DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN und Xenakis’ ORESTEIA führen Regisseur David Hermann und Ausstatter Christof Hetzer nun gemeinsam mit Donald Runnicles den Janácek-Schwerpunkt an der Deutschen Oper Berlin fort.

Musikalische Leitung Donald Runnicles, Inszenierung David Hermann
Bühne, Kostüme Christof Hetzer, Chöre William Spaulding, Videodesigner  Martin Eidenberger, Dramaturgie Anne OppermannDramaturgie,  Yvonne Gebauer

BESETZUNG:
Emilia Marty: Evelyn Herlitzius, Albert Gregor: Ladislav Elgr
Dr. Kolenaty: Seth Carico, Gustáv Belácek (27.04.2016 | 30.04.2016)
Vitek: Paul Kaufmann, Krista: Jana Kurucová, Adriana Ferfezka (27.04.2016 | 30.04.2016)
Jaroslav Prus: Derek Welton, Janek: Gideon Poppe
Hauk-Sendorf: Robert Gambill
Ein Theatermaschinist: Andrew Harris
Eine Aufräumefrau: Rebecca Raffell
Kammerzofe: Adriana Ferfezka
Rebecca: Jo Loeb (27.04.2016 | 30.04.2016)
Chöre: Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin

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