Berlin, Philharmonie Berlin, Dmitri Hvorostovsky – Willkommen wieder in Berlin!, IOCO Kritik 24.10.2016

Oktober 31, 2016  
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Berliner Philharmoniker  BA Management GmbH

Berliner Philharmonie Foto: © Reinhard Friedrich / Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmonie  © Reinhard Friedrich / Berliner Philharmoniker

Philhamonie Berlin / Dmitri Hvorostovsky © Studio / BA Management GmbH

Philhamonie Berlin / Dmitri Hvorostovsky © Studio / BA Management GmbH

 

Dmitri Hvorostovsky – Willkommen wieder in Berlin! 24.10.2016

Nach einer längeren Abwesenheit aus Deutschland trat der sibirische Starbariton Dmitri Hvorostovsky wieder an der Berliner Philharmonie auf, der dritten Station seiner kurzen Konzerttournee durch Deutschland, neben Frankfurt, Stuttgart und München.

Herzlichst wurde er vom Publikum – zum großen Teil auch aus russischen Mitbürgern bestehend – aufs herzlichste empfangen und präsentierte ein großartiges Programm aus russischer und italienischer Musik, begleitet vom Orchester der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg unter dem Dirigat von Constantine Orbelian.

Nach einem energiegeladenen Auftakt mit der Ouvertüre zur Oper „Ruslan und Ludmilla“ von dem russischen Komponisten I. Glinka, erschien dann, mit stolzer Haltung und seinem strahlend weißem Haar, der Star des Abends. Im ersten – russischen – Teil des Programms, bot er seinem Publikum fünf überwiegend weniger bekannte Opernarien der Komponisten Mussorgski, Rubinstein, Tschaikowski, Rachmaninow und Borodin, mit dazwischen noch zwei weiteren rein musikalischen Einlagen; dem „Tanz der Narren“ aus „Schneeflöckchen“ und der Polonaise aus „Eugen Onegin“, beide von Tschaikowski.

Mit gewohnter musikalischer Professionalität und stimmlicher Ausdruckskraft gestaltete er alle gesanglichen Werke in seiner heimatlichen Sprache, wobei zwei besonders hervorzuheben sind: Die Arie des Grafen Tomskij aus der Oper „Pique Dame“ von Tschaikowsky die er voller Hingabe sowie auch die Arie aus „Aleko“ von Rachmaninow, die letztere in Intensität noch überbot.

Mit der Arie „Resta immobile“ aus dem Rossinianischen „Wilhelm Tell“ wurde nach

Philhamonie Berlin / Dmitri Hvorostovsky © Studio / BA Management GmbH

Philhamonie Berlin / Dmitri Hvorostovsky © Studio / BA Management GmbH

der Pause der zweite, italienische Teil des musikalischen Abends eingeleitet, gefolgt von den Arien aus Verdis Oper, „Der Troubadour“, „Don Carlos“ und „Rigoletto“, aus der er die packende Arie „Cortigiani, vil razza dannata“ voller Inbrunst sang. Zwischen den Arien spielte das Orchester der Russischen Kammerphilharmonie zwei weitere Höhepunkte der italienischen Opernmusik; das Orchestervorspiel zum 3. Akt aus „Ein Maskenball“ von Verdi und das berühmte Intermezzo aus dem Meisterwerk des italienischen Verismus „Cavalleria Rusticana“.

Bisher hatte weder das Orchester noch die Leitung des russisch/armenischen Dirigenten, mit seinen gehetzten Tempi wirklich ganz überzeugen können, doch das Intermezzo gestaltete sich zu einem gefühlvollen Hochgenuss.

Mit enthusiastischem Applaus und Blumensträußen belohnte das Publikum, insbesondere die treuen Fans, den Weltstar-Bariton, der als einzige Zugabe das weltbekannte russische Volkslied „Ochi chornyje“ („Schwarze Augen“) von Nikolai Kalinin, wie immer mit großer Leidenschaft und Hingabe sang und so sein Berliner Konzert beendete.

Zusammenfassend sei gesagt, dass es ein sehr schöner musikalischer Abend mit wunderbarer Musik, einem sehr herzlichen Publikum und einem großen Sänger war, bei dem, abgesehen von der wundervollen, männlichen, warmgefärbten Baritonstimme, auch nie an musikalischer Professionalität und Bühnenpräsenz fehlt, jedoch man insgesamt seine übliche Ausstrahlung etwas vermisste und man ihm die Anstrengung ansehen und anhören konnte. Zur Erklärung muss an dieser Stelle erinnert werde, dass sich Dmitri Hvorostovsky seit dem Sommer 2015 wegen einer schweren Krankheit in ärztlicher Behandlung befindet und sich auch noch kurz vor dieser Tournee einer weiteren Chemotherapie unterziehen musste. Es ist somit besonders bewundernswert, welche gesangliche Qualität und wie viel Ausdruck er dank seines starken Willens und großen Energieeinsatzes an diesem Abend trotzdem vorführen konnte. Chapeau Herr Hvorostowsky – und die aller besten Wünsche!

IOCO / G.G. / 24.10.2016

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Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere – Die lustigen Weiber von Windsor von Otto Nicolai, 11.11.2016

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Die lustigen Weiber von Windsor  von Otto Nicolai

Premiere Theater Duisburg:  Freitag, 11. November 2016, 19.30 Uhr, weitere Termine in Duisburg und Düsseldorf, siehe unten

Komisch-fantastische Oper in drei Akten nach William Shakespeares gleichnamigem Lustspiel,  Libretto von Hermann Salomon Mosenthal – In deutscher Sprache mit Übertiteln. Dauer: ca. 3¼ Stunden, zwei Pausen – Musikalische Leitung: Axel Kober, Licht: Volker Weinhart – Inszenierung: Dietrich W. Hilsdorf, Chorleitung: Gerhard Michalski – Bühne: Dieter Richter Dramaturgie: Bernhard F. Loges – Kostüme: Renate Schmitzer

Deutsche Oper am Rhein / Die lustigen Weiber von Windsor © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Die lustigen Weiber von Windsor © Hans Jörg Michel

Das Glück der Eheleute Fluth und Reich ist alles andere als ungetrübt. Als der heruntergekommene Ritter Sir John Falstaff den beiden Frauen den gleichen Liebesbrief schreibt, kommt ihnen das gerade recht: Sie wissen sich zu helfen und erteilen nicht nur Falstaff, sondern auch Frau Fluths eifersüchtigem Ehemann eine Lektion. Die Rache an Falstaff wird zum Ventil ihrer Unzufriedenheit, und in der Jagd auf den Außenseiter finden nicht nur die beiden Paare wieder zusammen, sondern die gesamte Kleinstadt.

Wie in Shakespeares Schauspiel ist Falstaff auch in Otto Nicolais Oper keine rein komische Figur – er verkörpert all das, was der bürgerlichen Gesellschaft in Windsor verhasst ist, und was die braven Bürger des Städtchens zu verdrängen suchen: Genusssucht bis zur Völlerei, Lebenslust und maßlose Sexualität. Bereits zu Beginn der Ouvertüre verweist Nicolai auf die düstere Stimmung des Finales im dunklen Wald. Wie in Caspar David Friedrichs Gemälden verschwimmen hier Realität und Fiktion, und die Bühne wird zu einem Ort der Entgrenzung und Enthüllung.

Dietrich W. Hilsdorf bringt Die lustigen Weiber von Windsor zusammen mit Bühnenbildner Dieter Richter, Kostümbildnerin Renate Schmitzer und Generalmusikdirektor Axel Kober zur Aufführung, bevor das Team noch in dieser Spielzeit an der Deutschen Oper am Rhein mit der Neuinszenierung von Richard Wagners  Ring des Nibelungen beginnt: Premiere für Das Rheingold ist am 23. Juni 2017 in Düsseldorf.

Sir John Falstaff: Thorsten Grümbel, Frau Fluth: Heidi Elisabeth Meier, Herr Fluth: Stefan Heidemann, Frau Reich: Katarzyna Kuncio, Herr Reich: Sami Luttinen, Jungfer Anna Reich: Anna Princeva, Fenton: Jussi Myllys, Küster: Peter Nikolaus Kante, Junker Spärlich: Paul Schweinester, Chor der Deutschen Oper am Rhein, Dr. Cajus: Günes Gürle, Duisburger Philharmoniker

Vor der Premiere gibt die Opernwerkstatt am Donnerstag, 3. November, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg Einblick in Die lustigen Weiber von Windsor. Nach einem Gespräch mit Produktionsbeteiligten sind die Besucher zur Bühnenorchesterprobe eingeladen – der Eintritt ist frei. PMDOR

Die lustigen Weiber von Windsor  im Theater Duisburg:
Fr 11.11. – 19.30 Uhr (Premiere) | Di 15.11. – 19.30 Uhr | Do 17.11. – 19.30 Uhr | Sa 26.11. – 19.30 Uhr

Die lustigen Weiber von Windsor im Opernhaus Düsseldorf:
So 04.12. – 18.30 Uhr | Sa 10.12. – 19.30 Uhr | Fr 16.12. – 19.30 Uhr | Di 20.12. – 19.30 Uhr | Fr 30.12. – 19.30 Uhr | So 08.01. – 15.00 Uhr | Do 09.02. – 19.30 Uhr

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Berlin, Berliner Philharmonie, Silvesterkonzert mit RATTLE und MUTTER, 29./30./31.12.2015

Dezember 24, 2015  
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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmonie © Schirmer / Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmonie © Schirmer / Berliner Philharmoniker

Silvesterkonzert mit Simon Rattle und Anne-Sophie Mutter

Di, 29. Dez. 2015 20 Uhr
Mi, 30. Dez. 2015 20 Uhr
Do, 31. Dez. 2015 17:30 Uhr

Mit französischem Esprit verabschieden die Berliner Philharmoniker und Simon Rattle das Publikum aus dem Jahr 2015. Stargast ist Anne-Sophie Mutter, die in Camille Saint-Saëns’ mitreißendem Introduction et Rondo capriccioso und Maurice Ravels hochvirtuoser Tzigane brilliert. Dazu gibt es Orchesterstücke und Tänze aus französischen Opern und Balletten, ehe das Programm mit Ravels rasant wogendem La Valse endet.

BERLINER PHILHARMONIKER
SIR SIMON RATTLE Dirigent
ANNE-SOPHIE MUTTER Violine

PROGRAMM:
Emmanuel Chabrier
Ouvertüre zur Oper L’Étoile
Camille Saint-Saëns
Introduction et Rondo capriccioso für Violine und Orchester a-Moll op. 28
Anne-Sophie Mutter Violine
Jules Massenet
Orchesterstücke aus der Oper Le Cid (Suite)
Maurice Ravel
Tzigane, Rhapsodie für Violine und Orchester
Anne-Sophie Mutter Violine
Francis Poulenc
Les Biches, Ballettsuite
Maurice Ravel
La Valse, Poème chorégraphique für Orchester

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Pressemeldung Berliner Philharmoniker

Berlin, Berliner Philharmonie, Sängerisches Dreamteam: BARTOLI und VILLAZON, 08.12.2015

Dezember 7, 2015  
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Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmonie © Schirmer / Berliner Philharmoniker

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Sängerisches Dreamteam:
Cecilia Bartoli und Rolando Villazón

Di, 08. Dez. 2015 20 Uhr

Die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli und der Tenor Rolando Villazón zählen zu den führenden Interpreten ihres Stimmfachs. In diesem Monat gehen die beiden Künstler erstmals gemeinsam auf Europatournee und machen dabei auch Station in der Berliner Philharmonie. Und eines ist sicher: Das Programm mit Arien, Duetten und Szenen aus Opern von Mozart, Rossini, Bellini und Donizetti führt das Publikum durch sämtliche Höhen und Tiefen menschlicher Leidenschaften.

CECILIA BARTOLI Mezzosopran
ROLANDO VILLAZÓN Tenor
ORCHESTRA LA SCINTILLA AN DER OPER ZÜRICH
ADA PESCH Konzertmeisterin
Pier Luigi Fabretti Oboe

Musikalisches Gipfeltreffen: Cecilia Bartoli liebt es, die Register wie ihre Rollen zu wechseln und die ganze Palette von Gefühlszuständen auszuspielen – von innig zart bis rasend, von schüchtern bis wild, von verliebt bis wütend. »Die Musik ist wie ein Feuerwerk«, sagt sie, »man weiß nicht so recht, wohin die Stimme geht, wohin die Instrumente sie führen.« Die Mezzosopranistin gehört seit über zwei Jahrzehnten zu den absoluten Topstars der Klassik-Szene, mit einem dunkel-satten Timbre von bewegender Schönheit, einem herausragenden darstellerischen Talent, außerordentlicher Musikalität und einer elektrisierenden Bühnenausstrahlung im Konzert und auf der Opernbühne.

In der Berliner Philharmonie trifft Cecilia Bartoli nun auf Rolando Villazón, einen der zurzeit erfolgreichsten Tenöre der Welt. Dass er wegen seines baritonalen Timbres oft mit dem jungen Domingo verglichen wurde, war ihm nur recht; schließlich war und ist Domingo Villazóns großes Vorbild: Ihm hat er im Opernhaus von Mexico City vorgesungen, »La Donna è mobile« aus Rigoletto. Domingo prophezeite dem jungen Kollegen eine große Zukunft und sollte Recht behalten.

Nach dem Europadebüt von 1999 begann Villazóns steile Karriere, die ihn in rasendem Tempo an die großen Bühnen der Welt führte. Cecilia Bartoli und Rolando Villazón haben Arien, Duette und Szenen aus Opern von Mozart, Rossini, Bellini und Donizetti im Gepäck. Begleitet werden sie vom Originalklangensemble Orchestra La Scintilla, das unter der Leitung von Ada Pesch regelmäßig in den großen internationalen Konzertsälen zu erleben ist.

PROGRAMM:
Wolfgang Amadeus Mozart
Ouvertüre zu Così fan tutte KV 588
Wolfgang Amadeus Mozart
»Si mostra la sorte«, Arie für Sopran und Orchester KV 209
Wolfgang Amadeus Mozart
»Chi sà, chi sà, qual sia«, Arie für Sopran und Orchester KV 582
Wolfgang Amadeus Mozart
»Fra gli amplessi in pochi istanti«, Duett Fiordiligi – Ferrando aus Così fan tutte KV 588
Gioachino Rossini
Sinfonia aus La Cenerentola
Gaetano Donizetti
»Inosservato …« – »Angelo casto el bel«, Rezitativ und Arie des Marcello aus Il duca d?Alba
Gioachino Rossini
»Nacqui all’affanno …« – «Non più mesta«, Accompagnato-Rezitativ und Arie der Cenerentola aus La Cenerentola
Gaetano Donizetti
»Una furtiva lagrima«, Romanze des Nemorino aus L?elisir d?amore
Vincenzo Bellini
Oboenkonzert Es-Dur
Vincenzo Bellini
»Torna, vezzosa Fillide«, Romanze für Tenor und Klavier (Fassung mit Orchesterbegleitung)
Gioacchino Rossini
Sinfonia aus La scala di seta (Die seidene Leiter)
Gioacchino Rossini
Aus Otello: »Assisa a? piè d’un salice«, Kanzone der Desdemona, »Deh calma, o ciel, nel sonno«, Gebet der Desdemona sowie »Eccomi giunto inosservato« – »Non arrestare il colpo« – »Notte per me funesta«, Szene und Duett Otello – Desdemona

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