Berlin, Berliner Philharmoniker, Live am Freitag: Claudio Abbado dirigiert Schumann und Berg, 11.05.2012

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Berliner Philharmoniker

Live am Freitag: Claudio Abbado dirigiert Schumann und Berg

Romantische Empfindsamkeit

Wenn Claudio Abbado und die Berliner Philharmoniker in der Vergangenheit Werke von Robert Schumann aufgeführt haben, waren meisten Raritäten zu bewundern: die Szenen aus Goethes Faust etwa oder das Melodram Manfred. Und auch die Ouvertüre zu Schumanns Oper Genoveva, die Abbado bei seinem aktuellen Gastspiel in der Philharmonie aufführt, dürfte für die meisten eine Entdeckung sein. Am Ende des Abends steht indessen eines der populärsten Werke des Komponisten: seine Zweite Symphonie.

Schumann hat die Symphonie Ende 1845 komponiert, als er an den Folgen einer schweren Depression litt. »Mir ist’s als müßte man ihr das anhören«, urteilte er selbst. Und in der Tat ist dies eine hochsensible Musik, die beispielsweise im Adagio espressivo des dritten Satzes die reale Welt träumend immer mehr hinter sich zu lassen scheint. Andere Abschnitte geben sich robuster, zuversichtlicher – lassen aber immer wieder fragile Nervosität durchscheinen. Indessen sollte die Symphonie keineswegs als »musikalischer Krankenbericht« verstanden werden, sondern als besonders eindrückliches Dokument romantischer Empfindsamkeit.

Der zweite Komponist des Programms ist Alban Berg, der sich immer wieder intensiv mit Schumanns Werk beschäftigt hat. Und so entdeckt die Wissenschaft viele kompositionstechnische Eigenheiten Schumanns in Bergs Stil wieder. Für den Hörer vermittelt sich der Einfluss eher in dem authentischen Feingefühl, das beiden Komponisten eigen ist. Im Falle Bergs offenbart sie sich beispielhaft in den Altenberg-Liedern und im Violinkonzert, die an diesem Abend erklingen. Um die emotionale Tiefe dieser Werke ganz auszuloten, wurden hervorragende Solistinnen verpflichtet: die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter und die Geigerin Isabelle Faust.

Berliner Philharmoniker
Claudio Abbado Dirigent
Anne Sofie von Otter Mezzosopran
Isabelle Faust Violine

Robert Schumann: Ouvertüre zur Oper Genoveva op. 81
Alban Berg: Fünf Orchesterlieder nach Ansichtskartentexten von Peter Altenberg op. 4
Alban Berg: Violinkonzert »Dem Andenken eines Engels«
Robert Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61

In der Pause: Isabelle Faust im Gespräch mit Margarete Zander

Live-Übertragung am Fr., 11. Mai 2012, 20 Uhr

Berlin, Berliner Philharmoniker, MusikTANZ – Carmen, 25./26.05.2012

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Berliner Philharmoniker

MusikTANZ – Carmen Tanzprojekt der Berliner Philharmoniker 2012

Fr 25. Mai und Sa 26. Mai 2012 um 19.30 Uhr ARENA BERLIN IN TREPTOW
Berliner Philharmoniker / Sir Simon Rattle Dirigent Sasha Waltz Choreographie / Berliner Schülerinnen und Schüler Rodion Schtschedrin Carmen-Suite

Das Education-Programm der Berliner Philharmoniker präsentiert am 25. und 26. Mai 2012 sein diesjähriges Tanzprojekt MusikTANZ – Carmen in der arena Berlin in Treptow.
Zum zehnten Mal arbeitet das Orchester mit ca. 150 Mitwirkenden, Berliner Schülerinnen und Schülern, professionellen Tänzern sowie einer semiprofessionellen Tanzgruppe zusam-men, um – in diesem Jahr nach einem Konzept von Sasha Waltz – eine Aufführung zu er-arbeiten, die für viele der Beteiligten zu einer prägenden Erfahrung wird. Für fast sämtliche Schüler ist es die erste Begegnung mit einem großen Sinfonieorchester – entsprechend unsi-cher sind sie oft zu Beginn. Und lassen sich dann doch in den Proben anstecken und mitrei-ßen, verschmelzen zu einer Gruppe, sind stolz auf das, was sie erarbeitet haben und schließ-lich vor Tausenden von Zuschauern vorführen.

Nach zwei szenischen Aufführungen der Oper Carmen und einem Education-Projekt bei den Osterfestspielen in Salzburg und einer konzertanten Carmen-Aufführung in der Philharmonie kreist auch das diesjährige Tanzprojekt um die Figur der Carmen.
Die gemeinsame Auffuhrung der Schülerinnen und Schüler, der Compagnie Sasha Waltz & Guests und der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle basiert auf der Carmen-Suite von Rodion Schtschedrin. Während einer mehrwöchigen, intensiven Probenphase macht das Team von Sasha Waltz die jungen Tänzer – eine 8. Klasse aus der Caspar-David-Friedrich-Oberschule Hellersdorf, eine 9. Klasse vom Askanischen Gymnasium Tempelhof und je eine 11. Klasse der Katholischen Schule St. Marien Neukölln und der Sophie-Scholl-Schule Schöneberg – mit der dramatischen Geschichte um die Figur der Carmen und mit der gleichnamigen Oper von Bizet vertraut. Sasha Waltz‘ Choreo- graphie erzählt mehrere heutige Carmen-Geschichten, die in der Lebenswirklichkeit der aus den verschiedensten Berliner Stadtteilen kommenden mitwirkenden Jugendlichen verortet sind. Die Choreographie basiert auf einem von Sasha Waltz und den Tänzern ihrer Compag-nie entwickelten Konzept: Jeder Klasse ist eine Gruppe von 4-5 Tänzern zugeordnet, die die Proben in jeder der vier Schulen intensiv betreuen und schließlich bei der Aufführung ge-meinsam mit den Jugendlichen auf der Bühne tanzen. Bei dieser Arbeitsmethode sind die Schülerinnen und Schüler nicht nur Lernende, sie werden zu eigenständigen, gleichberech-tigten Partnern, die sich mit dem Projekt identifizieren. Das Konzept bietet den Schülern al-len Freiraum, eigenes Material in den Proben und in die Grundstruktur der Arbeit mit den Tänzern der Compagnie einzubringen.

Die Choreographin Sasha Waltz studierte von 1983-1987 Tanz und Choreographie in Ams-terdam und New York. Gemeinsam mit Jochen Sandig gründete sie 1993 Sasha Waltz & Guests und 1996 die Sophiensæle Berlin. Von 2000 bis 2005 gehörte sie der Künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin an. Sie erhielt mehrfach Auszeichnungen, unter anderem den französischen Kulturorden »Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres«. Zuletzt erhielt sie im März 2011 das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

„Freude, sicher, aber auch ein intensives Gemeinschaftsgefühl“ solle jeder der Mitwirkenden aus dem Tanzprojekt mitnehmen, hofft Sasha Waltz. „Jeder soll seinen eigenen Weg gegan-gen sein, jeder soll die Möglichkeit gehabt haben, sich selbst auszudrücken, aber eben getra-gen von der Gruppe, mit der Möglichkeit zu vertrauen und sich verletzlich fühlen zu dürfen.“

Karten zum Preis von 8 Euro erhalten Sie ab dem 2. Mai 2012 an der Kasse der Philharmonie: Herbert-von-Karajan-Str. 1, 10785 Berlin Mo bis Fr 15 – 18 Uhr sowie Sa, So und Feiertage 11 – 14 Uhr oder telefonisch unter: 254 88 999

Berlin, Berliner Philharmoniker, Live am Donnerstag: Jungen Deutschen Philharmonie, 29.03.2012

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Berliner Philharmoniker

Live am Donnerstag: Kostenloses Konzert mit der Jungen Deutschen Philharmonie

Bewegung, Rhythmus, Leben und Tod

Im Januar dieses Jahres war das Bundesjugendorchester mit seinen Mitgliedern im Alter von 14 bis 19 Jahren in der Berliner Philharmonie und in der Digital Concert Hall zu Gast. Was aber wird aus Musikern jenseits dieser Altersgruppe, die sich für eine Ausbildung zum Profimusiker entscheiden? Eine Antwort gibt dieses Gastspiel der Jungen Deutschen Philharmonie, in dem sich Studenten deutschsprachiger Musikhochschulen zum gemeinsamen Arbeiten auf höchstem künstlerischen Niveau versammeln. Der Zugang zur Live-Übertragung ist kostenlos.

Dirigent des Abends ist Kristjan Järvi, der nicht nur in der klassischen Musik zu Hause ist, sondern ebenso im Jazz und in der Weltmusik. Ein Kritiker der New York Times erblickte in ihm gar eine »kinetische Kraft auf dem Podium, ähnlich einem wiedergeborenen Leonard Bernstein«. Mit der Jungen Deutschen Philharmonie führt Järviin diesem Konzert Olivier Messiaens Turangalîla-Symphonie auf, ein gewaltiges Opus in zehn Sätzen. Jeder von ihnen hat eine eigene Färbung und ein eigenes technisches und rhythmisches Profil: eine hochanspruchsvolle Aufgabe, welche das Können der jungen Musiker eindrucksvoll belegt. Die Vielgestaltigkeit der Musik entspricht der Vieldeutigkeit des aus dem altindischen Sanskrit gebildeten Worts »Turangalîla«. Wie Messiaen selbst erklärt hat, berührt der Begriff verschiedenste Bedeutungen: Freudenhymne, Zeit, Bewegung, Rhythmus, Leben und Tod. Im Zentrum des Werks allerdings steht die Liebe, die in zwei »Chant d’amour« überschriebenen Sätzen gefeiert wird und in einer leuchtenden Liebesapotheose die Symphonie beschließt.

Junge Deutsche Philharmonie
Kristjan Järvi Dirigent
Tamara Stefanovich Klavier
Thomas Bloch Ondes Martenot
Olivier Messiaen: Turangalîla-Symphonie

Die Deutsche Bank fördert die Junge Deutsche Philharmonie gemeinsam mit weiteren Partnern.

Live-Übertragung am Do., 29. Mär. 2012, 20 Uhr

Berlin, Berliner Philharmoniker, Live am Mittwoch: Die Berliner Barock Solisten mit einem englisch-italienischen Abend, 21.03.2012

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Berliner Philharmoniker

Live am Mittwoch: Die Berliner Barock Solisten mit einem englisch-italienischen Abend

Sinn und Sinnlichkeit

Mi, 21. Mär. 2012 20 Uhr (Ortszeit)

»Eine perfekte Verschmelzung aus modernem Spiel und historischem Bewusstsein« attestierte die Zeitschrift Gramophone den Berliner Barock Solisten. Und in der Tat: Nur selten wird man ein Ensemble finden, in dem das Spiel auf heutigen Instrumenten und die Kenntnis alter Musizierpraxis so mühelos und klangsinnlich zusammenfinden. In diesem Konzert widmen sich die Musiker – die meisten von ihnen Mitglieder der Berliner Philharmoniker – der spannenden Beziehung zwischen englischen und italienischen Komponisten zur Zeit des Barock.

Die in diesem Zusammenhang alles überragende Musikerpersönlichkeit war aus heutiger Sicht der Deutsche Georg Friedrich Händel, der nach Lehrjahren in Italien zum wichtigsten Opern- und Oratorienkomponisten Englands avancierte. Die Zeitgenossen hingegen stritten sich darum, welcher Komponist der größere sei: Händel oder der Italiener Francesco Geminiani, der seit 1714 in London wirkte. Ausgelöst wurde dieser Streit durch einen Essay von Charles Avison, Schüler Geminianis und einer der erfolgreichsten Tonsetzer des Landes. Wenn es um England geht, darf ein weiterer Name nicht fehlen: Henry Purcell, der wichtigste britische Komponist im 17. Jahrhundert. Er gehörte zwar einer früheren Komponistengeneration an als die drei genannten und hat Italien selbst nie kennen gelernt. Gleichwohl ließ auch er sich von der Musik des Landes beeinflussen und hatte einen entscheidenden Anteil daran, den italienischen Stil in der englischen Musik zu verankern.

Berliner Barock Solisten
Bernhard Forck Violine und Leitung
Mark Padmore Tenor

PROGRAMM:
Henry Purcell: Ouvertüre für Streicher und Basso continuo G-Dur Z 770
Georg Friedrich Händel: Arien aus dem Oratorium Samson HWV 57
Charles Avison: Concerto grosso Nr. 7 g-Moll (nach Domenico Scarlatti)
Georg Friedrich Händel: Auszüge aus dem Oratorium Jephtha HWV 70
Francesco Geminiani: Concerto grosso e-Moll op. 3 Nr. 3

Live-Übertragung am Mi, 21. Feb 2012, 20 Uhr

Berlin, Berliner Philharmoniker, Live am Samstag: Zubin Mehta dirigiert Bruckners 8.Symphonie, 17.03.2012

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Berliner Philharmoniker

Live am Samstag: Zubin Mehta dirigiert Bruckners Achte Symphonie »Die Schöpfung eines Giganten«

Wie viele seiner Zeitgenossen war auch Hugo Wolf überwältigt, als Bruckners Achte Symphonie am 18. Dezember 1892 in Wien uraufgeführt wurde: »Diese Symphonie ist die Schöpfung eines Giganten und überragt an geistiger Dimension, an Fruchtbarkeit und Größe alle andern Symphonien des Meisters.«

Die von Wolf attestierte Größe zeigt sich in vielfacher Gestalt – zunächst in der Länge, mit der die Symphonie sämtliche übrigen Werke Bruckners in den Schatten stellt. Darüber hinaus erreicht der Komponist hier eine einzigartige emotionale Kraft, etwa wenn im langsamen Satz Themen von wechselnder Stimmung – wir hören Zweifel, Trauer und warmen Trost – einander umschlingen und dabei eine gewaltige expressive Steigerung auftürmen.

Reich und vielfältig sind auch die Inspirationen, die Bruckner hier verarbeitet. So greift er im ersten Satz nach eigenen Angaben die Klang- und Gefühlswelt Wagners auf, speziell die Todesverkündigung aus der Walküre und den Monolog des Fliegenden Holländers. Im Finale wiederum hallt eine historische Begegnung des österreichischen Kaisers und des russischen Zaren nach, beispielsweise in einem »Kosakenritt« in der Streicherbegleitung am Satzbeginn. Trotz ihres Facettenreichtums und ihrer wohlkalkulierten Brüche zerfasert diese Musik nicht. Vielmehr wird sie durch die immer präsente Persönlichkeit des Komponisten fest verklammert, was der Symphonie eine nie nachlassende Intensität sichert.

Berliner Philharmoniker. Zubin Mehta Dirigent

Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll (2. Fassung von 1890)

Live-Übertragung am Sa., 17. Mär. 2012, 20 Uhr. Vor dem Konzert (ca. 19:45 Uhr): Einführung mit Zubin Mehta

Berlin, Berliner Philharmoniker, Andris Nelsons übernimmt Konzerte für Seiji Ozawa, 21./22./24.06.2012

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Berliner Philharmoniker

Andris Nelsons übernimmt Konzerte am 21., 22. und 24. Juni 2012 für Seiji Ozawa

Leider musste Seiji Ozawa auf Anraten seiner Ärzte alle Konzerte bei den Berliner Philharmonikern für diese Spielzeit absagen. Der lettische Dirigent Andris Nelsons hat dankenswerterweise die Konzerte kurzfristig übernommen.

Andris Nelsons wird sowohl die Konzerte am 21. und 22. Juni in der Philharmonie als auch das Konzert in der Waldbühne am 24. Juni 2012 übernehmen. Beide Konzertprogramme bleiben unverändert.

Konzerte in der Philharmonie: Do 21. Juni 2012 20 Uhr / Fr 22. Juni 2012 20 Uhr
Berliner Philharmoniker
Andris Nelsons Dirigent
Matthias Goerne Bariton

Gustav Mahler
Lieder aus »Des Knaben Wunderhorn«
Peter Tschaikowsky
Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Einführungsveranstaltung jeweils um 19 Uhr

 

Waldbühne: So 24. Juni 2012 20.15 Uhr
Berliner Philharmoniker
Andris Nelsons Dirigent
Daishin Kashimoto Violine

Peter Tschaikowsky
Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Peter Tschaikowsky
Sérénade mélancolique b-Moll op. 26
Peter Tschaikowsky
Valse-Scherzo C-Dur op. 34
Peter Tschaikowsky
Souvenir d’un lieu cher op. 42
Peter Tschaikowsky
Ouverture solennelle »1812« Es-Dur op. 49

Berlin, Berliner Philharmoniker, 6. Schüler-Kompositionswettbewerb_Präsentation der Gewinner-Komposition, 16.12.2011

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Berliner Philharmoniker

6. Schüler-Kompositionswettbewerb der Berliner Philharmoniker

Präsentation der Gewinner-Komposition am 16. Dezember 2011

Zum sechsten Mal wurden mutige und kreative Schüler gesucht, ein Kammermusikstück von maximal zehn Minuten Länge zu komponieren. Der diesjährige Schüler- Kompositionswettbewerb der Berliner Philharmoniker hat seinen Preisträger gefunden; prämiert wird Andru Matuschka aus Baden-Baden (geb. 1996) für seine Komposition Mosaik für Viola, Violoncello, Klarinette/Bassklarinette (B), Kontrabass und Vibraphon. Weitere Auszeichnungen erhalten Maximilian Otto aus Dresden (geb. 1998) mit seinem Streichquartett Nr. 1 emoll op. 20 und Anna Weißbach aus Hamburg (geb. 1999) für ihre Komposition Süßes oder Saures – ein Obstsalat in 3 Variationen.

Die Komposition Mosaik wird in Anwesenheit des Komponisten von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker am Freitag, den 16. Dezember 2011, um 18.30 Uhr im Hermann-Wolff-Saal der Philharmonie uraufgeführt. Kostenlose Einlasskarten sind an der Philharmonie-Kasse erhältlich.

Julia Gartemann Viola
Tomáš Jamník Violoncello (Orchester-Akademie)
Dario Mariño Varela Klarinette/Bassklarinette (Orchester-Akademie)
Janusz Widzyk Kontrabass
Rainer Seegers Vibraphon

Jurymitglieder:
Stanley Dodds 2. Violine und Medienvertreter der Stiftung Berliner Philharmoniker
Hanspeter Kyburz Kompositionsprofessor an der HfM Hanns Eisler Berlin
Catherine Milliken Leiterin des Education-Programms der Berliner Philharmoniker
Rainer Seegers Pauke
Daniel Stabrawa Erster Konzertmeister

Berlin, Berliner Philharmonie, Mahler REMIX Contst des Education-Programms der Berliner Philharmoniker, November 2011

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Berliner Philharmoniker

Education- Programm der Berliner Philharmoniker verkündet Gewinner des Mahler REMIX Contests

Der Gewinner des Mahler Remix Contests, ausgeschrieben im August vom Education-Programm und der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker sowie der Plattform SoundCloud, ist Nikolai Blau.
Die Jury, die unter Vorsitz der Leiterin des Education-Programms Catherine Milliken und unter Mitwirkung von Orchestermitgliedern mehr als 150 Beiträge aus diversen Ländern begutachtete, prämierte den Remix “G. Mahler, 1. Symphony rearranged by Nikolai Blau” aufgrund seiner überzeugenden Synthese von Mahler’scher Klangwelt und eigener Komposition.
Das Education-Programm hatte im August Auszüge aus dem ersten Satz der Ersten Symphonie Gustav Mahlers auf  SoundCloud online gestellt. Sämtliche neukomponierten Remixe, die bei SoundCloud bis zum 30. September 2011  hochgeladen wurden, nahmen am Wettbewerb teil.

Hören Sie hier den Gewinner-Remix von Nikolai Blau auf SoundCloud.

Drei weitere Remixe sind von der Jury mit einer Empfehlung versehen worden und ebenfalls auf
SoundCloud abrufbar:
1. “Eternal” by “TUNEDIN 52″

2. “Titansplitter / Titanium Shards” by “Maximedes”

3. “Spurenmahler” by “AntimE”

Alle Teilnehmer am Mahler Remix Contest werden für ihr Engagement mit einem 48-Stunden-Ticket für die Digital Concert Hall belohnt und über SoundCloud benachrichtigt.
Nikolai Blau erhält ein Jahresticket für die Digital Concert Hall und einen SoundCloud ProAccount. “G. Mahler, 1. Symphony rearranged by Nikola

Berlin, Philharmonie Berlin, Ein Liederabend mit Dmitri Hvorostovsky, IOCO KRITIK, 30.10.2011


Kritik

Berliner Philharmoniker

Dmitri Hvorostovsky Bariton

Ivari Ilja Klavier,

Am  30.10.2011 im  Kammermusiksaal der Berliner Philhamonie

Umsungen die Welt der Vokalmusik

Berliner Philharmonie // Dimitri Hvorostovsky // credit Pavel Antonov

Zwei Tage nach seinem Auftritt in der Gala zur Wiedereröffnung des Bolschoi Theaters in Moskau, in der er die Arie des Fürsten Jeletzki in Pique Dame sang, bestritt Dmitri Hvorostovsky in der Bundesdeutschen Hauptstadt einen mitreißenden Liederabend mit einem klug ausgesuchten Programm aus Liedern von Fauré, Tanejew, Liszt und Tschaikowsky. Der ausverkaufte Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie bildete den Rahmen für ein intimes Rendezvous mit dem aus Sibirien stammenden, international bekannten Bariton.

Hvorostovsky betrat schwungvoll die kreisrunde Bühne. Mit seinen schneeweißen Haaren in einer schwarzen gehrockähnlichen Kreation bekleidet, eine auffällige Bühnenerscheinung. Der Sänger, der kürzlich zum “Bariton des Jahres” gekürt wurde, sprühte voll jugendlicher Kraft. Seine Karriere führte ihn über Nizza, dem Teatro la Fenice in Venedig und Chicago auf die ganz großen Bühnen der Welt. Er singt an der MET, der Mailänder Scala, Covent Garden, und an der Wiener Staatsoper.
Begleitet wurde Dmitri Hvorostovsky von dem aus Estland stammenden Pianisten Ivari Ilja, mit dem er seit 2003 schon verschiedene erfolgreiche Konzerttourneen durch USA, Europa, Japan und Hongkong unternommen hat.
Das Konzert begann mit dem bedrückenden Automne, und dem beschwingt vorgetragenen Silvie, gefolgt von dem bekannten Après un rêve von Gabriel Fauré.

Schon zu Beginn seines Lieder-Recitals schien dem Sänger die allzu korrekt sitzende Fliege zu stören, weshalb er, sich um ein wenig Erleichterung bemühend, einstweilen an ihr herum nestelte. Zum Ende des Liedes Après un rêve befreite er sich endlich unter Applaus von diesem störenden Accessoire und sang Fleur jetée zum Entzücken seiner Fans mit lässig geöffnetem Hemd.

Nach einer kurzen Zwischenpause betrat Hvorostovsky noch einmal mit Fliege als modischem Attribut die Bühne und begann mit dem ersten Lied des Komponisten Sergei Tanejew Die Menschen schlafen”. Doch als ob sich die Mode gegen ihn verschworen, schien ihn “die Fliege” weiter zu necken, worauf er sie sich dann am Ende des Liedes, in einem wütenden Temperaments-Ausbruch und unter zustimmendem Jubel des Publikums wieder vom Halse riss.

Das Menuett präsentierte der Sänger mit sonorem Klang und mitreißendem Farbenreichtum. Es folgten Der Winterweg und Stalaktiten in denen Hvorostovsky, besonders in den tiefen Tönen, die ganze Schönheit seiner Stimme zeigte. In Nicht der aus der Höhe wehende Wind” sang er beeindruckend schön und differenziert und beendete die Tanejev Lieder mit Es schlägt das unruhige Herz”

Schon zum Ende des ersten Programmteils hielt es einige begeisterte Fans nicht mehr auf ihren Sitzen. Sie sprangen auf die Bühne, um dem Sänger bereits jetzt die ersten Blumen zu überreichen.

Nach der Pause betrat Hvorostovsky die Bühne nun mit bequemer Krawatte und präsentierte zum 200sten Geburtstag Franz Liszts drei seiner Werke. Liszt, Wegbereiter der sinfonischen Dichtung, schrieb mehr als 70 Lieder. Hvorostovsky begann mit Oh quand je dors” aus Liszts zweitem Band des “Buch der Lieder“, gefolgt von ” Pace non trovo”.

In “I‘ vidi in terra angelici costumi”  sang der Bariton geschmackvoll und stilsicher. Mit dem virtuos spielenden Ivari Ilja am Klavier kreierten die beiden Künstler eine berückende Atmosphäre.
Danach präsentierte Hvorostovsky sechs Romanzen von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky.
Zwischen 1869-1893 komponierte Tschaikowsky mehr als 100 Lieder, von denen die meisten in 6er-Sammlungen herausgegeben wurden. Die “Sechs Romanzen” op.73 sind sein letztes vollendetes Werk, bevor er mit 53 Jahren an der Cholera verstarb.

Schon nach dem ersten Lied “An dem schlummernden Strom” ließ sich ein Fan dazu hinreißen, dem Sänger zwischendurch auf der Bühne Blumen zu überreichen. Trotz dieses ungewöhnlichen Zeitpunktes empfing Hvorostovsky das Präsent mit entspannter Freundlichkeit.
Die melancholisch fallenden Melodielinien des Liedes Nachts, von Hvorostovsky mit voller russischer Seele gesungen, rührte das Publikum zu Tränen  ” ... Dunkel wird die Kammer,   Schwer drückt mir die müde Brust,   Herzensleid und Jammer…”

Hier brillierte auch Ivari Ilja mit berührender Empfindsamkeit; ein Höhepunkt des Abends.

Es folgten die etwas lebhafteren Lieder “O, du mondhelle Nacht”, “Sonne ging zur Ruhe” und “In trüber Stund”. In “Weil‘ ich wie einstmals allein” wusste der Sänger die repetitiv steigenden Sequenzen gekonnt zu nutzen, um, mit wunderschönem Legato, die tiefe Tristes auf das Publikum zu übertragen. Es herrschte eine atemlose Stille.

Weitere Präsente und Blumensträuße wurden dem Sänger zum Ende des Konzertes überreicht. Das Publikum bedankte sich mit großem Jubel und standing ovations. Der äußerst eindrucksvolle Abend endete mit den Zugaben von Rachmaninov und Duparc. Hier bewies Dmitri Horostovsky mit einem nicht enden wollenden Schlusston noch einmal seinen berauschend langen Atem.

Beiden Künstlern gelang es an diesem Abend, eine außergewöhnlich einnehmende Atmosphäre zu schaffen, die das Publikum völlig in ihren Bann zog. Dmitri Hvorostovsky, ein intelligenter, wie charismatischer Sänger, wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas distanziert, doch ist er ein ungewöhnlich sensibler und intelligenter Interpret. Seine Stimme besitzt im unteren Register eine Noblesse und eine außergewöhnliche Emission, mit der er die tiefe Melancholie der Lieder von Tanejew und Tschaikowsky auf das Publikum überträgt. Ein hervorragender Künstler, der leider viel zu selten auf deutschen Bühnen zu hören ist.

IOCO / BK / 30.10.2011

Berlin. Berliner Philharmonie, Umsungen – Die Welt der Vokalmusik: Dmitri Hvorostovsky 30.10.2011

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Berliner Philharmoniker

Umsungen – Die Welt der Vokalmusik: Dmitri Hvorostovsky

So 30. Oktober 2011 20 Uhr

Kammermusiksaal

Berliner Philharmonie // Dimitri Hvorostovsky // credit Pavel Antonov

Dmitri Hvorostovsky, Bariton
Ivari Ilja,  Klavier

Lieder von Franz Liszt, Gabriel Fauré, Sergej Tanejew und Peter Tschaikowsky

Gerade wurde er von der führenden italienischen Musikzeitschrift L’Opera zum »besten Bariton« des Jahres gekürt. Doch das ist nur eine von vielen Auszeichnungen, die Dmitri Hvorostovsky im Laufe seiner langjährigen Karriere eingeheimst hat. 1985 gab der aus Sibirien stammende Sänger in seiner Heimatstadt Krasnojarsk sein Debüt auf der Opernbühne. Der Sieg beim Wettbewerb »Singer of the World« in Cardiff öffnete ihm die Türen zu den großen Internationalen Opernhäusen wie der Met, der Mailänder Scala, Covent Garden, der Wiener Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin.

Auf der Opernbühne brilliert er vor allem in Verdi-Partien zu seinen weiteren Glanzrollen gehören die Baritonpartien in Tschaikowskys Opern. Seinen russischen Landsmann stellt er nun in diesem Konzert auch als Liederkomponisten vor. Komplettiert wird sein Programm durch Lieder von Tschaikowskys Schüler Sergej Tanejew sowie von Franz Liszt und Gabriel Fauré.