Berlin, Deutsche Oper Berlin, Premiere Boris Godunow, 17.06.2017

deutscheoperberlin

Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Premiere Boris Godunow 17. Juni 2017

Fassung von 1869 („Ur-Boris“). Oper in vier Teilen, sieben Bildern von Modest P. Mussorgskij; Libretto von Modest P. Mussorgskij nach Alexander Puschkins gleichnamigem Drama sowie Nikolai Karamsins „Geschichte des russischen Reiches“; Premiere am Royal Opera House Covent Garden am 13. März 2016; Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 17. Juni 2017

In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten / Keine Pause

Eine Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden, London. Präsentiert von taz.die tageszeitung, kulturradio vom rbb sowie WALL AG
Premiere: 17. Juni 2017
23., 27. Juni; 1., 4., 7. Juli 2017

Die Macht und ihr Preis

„BORIS GODUNOW ist ein Stück über Mussorgskijs damalige Gegenwart und zugleich, in seiner Fokussierung auf das Thema Macht, immer noch höchst aktuell und aussagekräftig für die heutige Situation. […] Mussorgskij beleuchtet die Rolle des Volkes, das neben Boris die zweite Hauptfigur der Oper ist. Ein Volk, das von Mächtigen manipuliert werden kann und das sich dann mobilisieren lässt, um „gegen Feinde“ zu kämpfen – und dabei oft gar nicht so genau weiß, wofür und gegen wen es überhaupt kämpft.“ (Kirill Karabits)

Blut klebt an den Händen Godunows, seine Herrschaft scheint vom Unglück verfolgt. Das Volk leidet Hunger. Intrigen bestimmen das Leben am Zarenhof. Da taucht in Polen ein Mann auf, der behauptet, der ermordete Zarewitsch Dimitrij zu sein. Einst gab Boris den Auftrag, jenen zu töten und damit den letzten Nachkommen Iwan des Schrecklichen zu beseitigen. Die Erinnerung an diese Blutschuld treibt den Zaren in den Wahnsinn.

In Boris Godunow zeichnete Mussorgskij das Porträt eines Menschen, der am eigenen Herrschaftsanspruch und dem dafür in Kauf genommenen Verbrechen scheitert. Doch existiert eine zweite Hauptfigur: das Volk. Einerseits erscheint es als unmündige, unter der absolutistischen Herrschaft leidende Masse, andererseits aber verlebendigt Mussorgskij in vielen kleineren und mittleren Partien Einzelschicksale: Vom intriganten Bojaren Schuiskij über den Chronisten Pimen bis hin zu Menschen aus dem Volk wie die Schenkwirtin, die Bettelmönche Warlaam und Missaïl oder den Polizisten Mitjuch: Sie alle bilden ein Panorama des russischen Volkes, das sich zu Macht und Herrschaft verhält. Das in den politisch unsicheren Zeiten versucht zu überleben – und dabei die eigentliche Antriebskraft politischer Prozesse ist.

Musikalische Leitung Kirill Karabits Inszenierung Richard Jones Szenische Einstudierung Elaine Kidd Bühne Miriam Buether Kostüme Nicky Gillibrand Licht Mimi Jordan Sherin Movement Director Silke Sense Chöre Raymond Hughes Leitung Kinderchor Christian Lindhorst Dramaturgie Sebastian Hanusa Boris Godunow Ain Anger Fjodor Moritz Bouchard / Philipp Ammer (Solisten des Knabenchores der Chorakademie Dortmund) Xenia Alexandra Hutton Xenias Amme Ronnita Miller Fürst Wassili Schuiskij Burkhard Ulrich Andrej Schtschelkalow Dong-Hwan Lee Pimen Ante Jerkunica / Ievgen Orlov Grigorij Otrepjew Robert Watson Warlaam Alexei Botnarciuc Schenkwirtin Annika Schlicht Missaïl Jörg Schörner Gottesnarr Matthew Newlin Nikititsch Andrew Harris Leibbojar Andrew Dickinson Mitjuch Stephen Bronk Grenzpolizist Samuel Dale Johnson Chor, Kinderchor und Orchester der Deutschen Oper Berlin

Pressemeldung Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin –  Karten Hier:
Karten Kaufen

Berlin, Staatsoper im Schillertheater, INFEKTION! 2017, 25. Juni bis 14. Juli 2017

staatsoper_schiller_theater.png

Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

25. Juni bis 14. Juli: INFEKTION! 2017 mit vier Musiktheaterpremieren und diversen Konzerten – Festivalpässe ermöglichen den Besuch zum Einheitspreis

Vom 25. Juni bis 14. Juli findet an der Berliner Staatsoper zum siebten Mal das Festival für Neues Musiktheater INFEKTION! statt. Im Zentrum des mehrwöchigen Festivals, das traditionell am Ende der Spielzeit steht, stehen die Premieren von zwei Kammeropern aus den späten 1970er bzw. frühen 1980er Jahren. Eröffnet wird die diesjährige Ausgabe von INFEKTION! am 25. Juni auf der Werkstattbühne mit Aribert Reimanns »Die Gespenstersonate«, basierend auf der literarischen Vorlage von August Strindberg. Es inszeniert Otto Katzameier, der damit erstmals an der Staatsoper Berlin als Regisseur arbeitet.

Ab 5. Juli ist Wolfgang Rihms Kammeroper »Jakob Lenz« in der Regie von Andrea Breth im Schiller Theater zu erleben. Für diese Inszenierung, eine Koproduktion der Berliner Staatsoper mit der Oper Stuttgart und dem Théâtre Royal de la Monnaie / de Munt Brüssel, erhielt Andrea Breth 2015 den FAUST-Preis in der Kategorie »Regie Musiktheater«.

Die Titelpartie singt, wie bei der Premiere an der Oper Stuttgart 2014, Georg Nigl. Wenige Tage vor der Premiere, am 2. Juli, wird der Bariton Georg Nigl außerdem gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Melnikov ein Liedrecital im Gläsernen Foyer gestalten. Neben Liedern von Schubert und Brahms steht auch der Liedzyklus »Dort wie hier« von Wolfgang Rihm auf dem Programm.

An die Produktion »Jakob Lenz« anknüpfend findet am 8. Juli in der Werkstatt ein Symposion in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität Berlin statt, das sich Reflexionen über das Musiktheater von Wolfgang Rihm widmet. Bei »Lenz.Leben – Laut.Malen«, einer Hommage an Georg Büchner, am 11. Juli in der Werkstatt, widmet sich ein Künstlertrio um den Schauspieler Hans Kremer dem Schaffen des Dichters. Der Abend verbindet Wort, Musik und Malerei – neben diversen Texten erklingen Klavierkompositionen und es wird live gezeichnet und projiziert.

Mit der Premiere von »Eine kleine Sehnsucht« am 28. Juni begibt sich die Staatsoper auf neues Terrain: Erstmals dient das neben dem Schiller Theater gelegene legendäre Café Keese als Spielstätte.

Auf dem Programm steht eine literarisch-musikalische Collage mit Unterhaltungs- und Tanzmusik aus den 30er-Jahren sowie mit Texten von u. a. Kurt Tucholsky, Mascha Kaléko und Erich Kästner. Es singen die Ensemblesolistinnen Adriane Queiroz und Katharina Kammerloher sowie Mitglieder des Staatsopernchors, als Schauspieler sind Daniela Ziegler und Ralph Morgenstern beteiligt, außerdem ein Tanzpaar; Regie führt Beate Baron. Ein Adieu an Charlottenburg der besonderen Art.

Am 6. Juli lädt das Minguet Quartett zu einem Kammerkonzert-Quartettabend mit einem Schwerpunkt auf Wolfgang Rihm in den großen Saal des Schiller Theaters. Darüber hinaus finden im Gläsernen Foyer eine Reihe von Kammerkonzerten, die »Infektions-Kammern« statt, die jeweils einen Komponisten (bzw. eine musikalische Kultur) ins Zentrum stellen. Das Konzert am 7. Juli ist der französischen Avantgardemusik der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute gewidmet, am 9. Juli erklingen Lieder und Instrumentalwerke aus Russland bzw. der Sowjetunion, und die Konzerte am 11. und 13. Juli stellen das Schaffen des rumänisch-ungarischen Komponisten György Kurtág in den Fokus.

Abgerundet wird das Festival durch die Werkstatt-Premiere von »Ouropera« am 13. Juli, dem neuen Projekt des Jugendklubs und des Jugendchors der Staatsoper, das von den Jugendlichen selbst entwickelt wird, inspiriert durch John Cages »Europeras« und angereichert durch eigene Ideen, sich der Kunstform Oper zu nähern und sich mit ihr in Beziehung zu setzen.

Auch in diesem Jahr bietet die Staatsoper einen Festivalpass an, der einmalig 15€ kostet. Inhaber des Festivalpasses können nach Verfügbarkeit für beliebig viele Veranstaltungen des Festivals bis zu 2 Tickets pro Vorstellung zum Einheitspreis von 15€ (Schiller Theater) und 10€ (Werkstatt, Café Keese, Gläsernes Foyer) buchen. Als Extra gibt es den Festivalbeutel INFEKTION! gratis dazu.

Erhältlich ist der Festivalpass online unter www.staatsoper-berlin.de, telefonisch unter +49(0)30-20 35 45 55, an der Theaterkasse im Foyer des Schiller Theaters oder an der Ticket-Box auf dem Bebelplatz.

INFEKTION! Festival für Neues Musiktheater
25. Juni bis 14. Juli 2017
Staatsoper im Schiller Theater Alle Termine, Tickets sowie weitere Informationen unter Tel. 030 20354-555 und www.staatsoperberlin.de

Pressemeldung Staatsoper im Schillertheater

Staatsoper im Schillertheater – Karten Hier:
Karten Kaufen

Berlin, Berliner Philharmoniker, 2017/18: Hohe Auslastung – Führung diffus, IOCO Aktuell, 06.06.2017

philharminie_berlin.jpg

Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmoniker / Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle © Stefan Hoederath

Berliner Philharmoniker / Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle © Stefan Hoederath

 2017/18: 123 Konzerte, 10 Opern – Hohe Auslastung

Rattle in Berlin auf Abschiedstour mit „Best of“

Irene Bindel ist seit Jahrzehnten treue Anhängerin der Berliner Philharmoniker. Am 2.6.2017 erzählte sie liebenswert ausführlich in einem WDR5 Interview, wie die Berliner Philharmoniker ihr Leben über viele Jahren mitprägten. 94% Auslastung, 206.000 Besucher im Wirtschaftsjahr 2016 belegen den hohen Zuspruch der Berliner Philharmoniker in der Bevölkerung, 63% Eigenfinanzierung zeigen herausragendes Wirtschaften; beides macht sie zum führenden Symphonieorchester Deutschlands.

Berliner Philharmoniker / Neue Intendantin Andrea Zietzschmann © Paul Schirnhofer

Berliner Philharmoniker / Neue Intendantin Andrea Zietzschmann © Paul Schirnhofer

Doch die Spielzeit 2017/18 steht unter einem besonderen Stern. Mehr als große Kunst ist zu bewältigen. Die Spielzeit 2017/18 ist auch Beginn eines lang währenden Umbruchs in der Chefetage der Berliner Symphoniker. Sir Simon Rattle, seit 2002 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, hatte Anfang 2012, nur kurz nach Verlängerung, seinen Dienstvertrag zum September 2018 gekündigt. Im Januar 2013 schrieb der „Spiegel“: Eine musikalische Ära neigt sich den Ende zu….“.  Doch die Ära Rattles in Berlin endet bis 2018 in Raten; in zahllosen, endlos langen Etappen. Denn,  ab Herbst 2017 teilt Rattle seine Zuständigkeiten; er übernimmt, neben den Berlinern, die Leitung des London Symphony Orchestra. Doch auch der neue Chefdirigent Kirill Petrenke kommt 2019 nur „in Raten“; erst 2022 ist er vollständig an Bord. Andrea Zietzschmann, neue Intendantin ab 1.9.2017 und Nachfolgerin von Martin Hoffmann, Vorstand und Mitgliedern der Berliner Philharmoniker stehen auf Jahre organisatorisch komplizierte Zeiten bevor.

Rückblick: Rattle Kündigung Anfang 2012 zum Herbst 2018; im März 2015 verpflichtete sich Rattle ab Herbst 2017 die Leitung des populären Londoner Symphony Orchestra (LSO) zu übernehmen, obwohl dann der Berliner Vertrag noch läuft. Begeisterte sich der Engländer Rattle zu seiner LSO – Bestellung: „Es ist wie eine Heimkehr“ und schwärmte in London über universellen Zugang dortiger Kinder und junge Menschen zur Musik. Doch auch Rattle Nachfolger, Kirill Petrenko, wird sein Chefdirigenten – Amt in Berlin erst Mitte 2019 übernnehmen; aber selbst dann nicht so ganz: Denn im Herbst 2015 erklärte die Bayerische Staatsoper, daß Kirill Petrenko und Intendant Bachler ihre Verträge dort bis 2021 verlängert haben:

Andrea Zietzschmann, Vorstand wie die 128 Musiker/innen der „ultimativen klassischen Musik-Maschine“, die Berliner Philharmoniker,  müssen von 2017 bis erhebliche 2022 Führungsturbulenzen meistern. Doch, egal wer gerade auf dem Dirigentenpult steht, das Orchester wird auch in den kommenden Jahren brillante Musik schaffen, den hohen künstlerischen Anspruch bewahren. Sabine Bindel wird weiterhin von den Berliner Philharmonikern schwärmen; die Besucherzahlen in ähnlich großartigen Höhe schweben.

In der Saison 2017/18 werden die Berliner Philharmoniker 123 Symphoniekonzerte, 10 Opernaufführungen spielen: Davon in der Berliner Philharmonie: 89 Konzerte mit 34 verschiedenen Programmen und 7 konzertante Opernaufführungen, 2  Symphoniekonzerte. 1  Konzert in der Waldbühne. Daneben geben die Berliner Philharmoniker 30 Gastkonzerte sowie Konzerte und Opern bei den  Osterfestspiele in Baden-Baden

Simon Rattle leitet 52 Konzerte und 8 Opernaufführungen der Berliner Philharmoniker, davon 22 Konzerte und 5 Opernaufführungen in Berlin. Weitere 27 Konzerte dirigiert er auf Konzertreisen sowie 3 Opernaufführungen und 3 Konzerte bei den Osterfestspielen 2018 in Baden-Baden.

Simon Rattle, 2017 zugleich Chefdirigent der Berliner und neuer LSO – Director London, hat  für die Philharmoniker ein erprobtes „Best of“ des ihm am Herzen liegenden Repertoires in den Konzerten und Opernaufführungen unter seiner Leitung in den Spielplan aufgenommen. Dazu gehören im Vokalbereich Wagners Parsifal, der sowohl bei den Osterfestspielen in Baden-Baden, als auch in Berlin aufgeführt wird, ebenso wie Schumanns Das Paradies und die Peri und Haydns Die Schöpfung.  Peter Sellars darf im Abschiedsreigen nicht fehlen. Als vorläufigen Abschluss der gemeinsamen Arbeit von Rattle und den Berliner Philharmonikern wird in der Philharmonie eine Deutung der Oper Das schlaue Füchslein von Leoš Janácek gezeigt.

Johannes Brahms © IOCO

Johannes Brahms © IOCO

Im symphonischen Repertoire wird die Reihe der „Tapas“ – kurze, für die Berliner Philharmoniker und Rattle komponierte Auftragswerke – mit Kompositionen von Georg Friedrich Haas, Unsuk Chin, Brett Dean, Magnus Lindberg, Hans Abrahamsen, Andrew Norman und Jörg Widmann abgeschlossen. Neben diesen Uraufführungen widmet sich Rattle nochmals Werken wie Strawinskys Petruschka, der vierten Symphonie von Johannes Brahms, der vervollständigten Symphonie Nr. 9 von Anton Bruckner sowie, in seinem letzten Konzert als Chefdirigent in der Philharmonie, Mahlers 6. Symphonie, mit der er 1987 sein Debüt bei unserem Orchester gegeben hat. Zu den Solistinnen und Solisten, die mit ihm auftreten, gehören enge Freunde wie Daniel Barenboim, Mitsuko Uchida und Krystian Zimerman. Außerdem tritt Rattle gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker im Rahmen der Late Night-Konzerte als Pianist in Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du temps auf.

Neben Simon Rattle sind in dieser Saison auch die Gastdirigenten mit Wunschprogrammen zu hören. So leitet Herbert Blomstedt Bruckners Symphonie Nr. 3, Christian Thielemann bringt Ludwig van Beethovens Missa solemnis zur Aufführung und Bernard Haitink dirigiert Mahlers Symphonie Nr. 9. Seiji Ozawa leitet Ravels L’enfant et les sortilèges und der designierte Chefdirigent Kirill Petrenko bringt die selten gespielte vierte Symphonie von Franz Schmidt mit nach Berlin. Zum Reformationsjubiläum lässt Ton Koopman Ende Oktober die Messe h-Moll von Johann Sebastian Bach erklingen. Das weitere Programm finden Sie in unserer Saisonbroschüre sowie auf unserer Website.

Uraufführungen und deutsche Erstaufführungen

Insgesamt 7 Uraufführungen und 1 deutsche Erstaufführung stehen auf dem Programm der nächsten Saison. In Programmen der Berliner Philharmoniker werden in der Philharmonie Werke von Georg Friedrich Haas, Unsuk Chin, Brett Dean, Jörg Widmann, Andrew Norman, Hans Abrahamsen und Magnus Lindberg uraufgeführt. Eine deutsche Erstaufführung gibt es vom britischen Komponisten Ryan Wigglesworth. Die genauen Daten und Interpreten finden Sie in unserer Saisonvorschau und auf der Website.

Dirigenten- und Solistendebüts

Erstmals am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker gastieren in der Saison 2017/2018 Alain Altinoglu (21./22./23. September 2017) und Dima Slobodeniouk (01./02./03. Februar 2018). Als Instrumentalsolist gibt der Violinist Michael Barenboim (15./16./17./18. Februar 2018 mit Zubin Mehta) sein Debüt.

Grabstaette Igor Stravinsky © IOCO

Grabstaette Igor Stravinsky © IOCO

Artist in Residence

Der britische Tenor Mark Padmore ist in der Spielzeit 2017/2018 Artist in Residence. Er wird in 6 Konzertprogrammen zu hören sein, zweimal als Solist eines Symphoniekonzertes (25., 27., 30. August und 3. September 2017 sowie im Mai 2018) sowie in 4 Kammerkonzerten (15. Oktober 2017, 7. Dezember 2017, 20. Januar 2018, 4. April 2018). Im Konzert am 20. Januar 2018 tritt Mark Padmore gemeinsam mit der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Pekka Kuusisto auf.

Gastorchester

Die Stiftung Berliner Philharmoniker lädt in der Saison 2017/2018 erneut drei Gastorchester ein:  Am 4. März um 11 Uhr ist das Waseda Symphony Orchestra Tokyo unter dem Dirigenten Masahiko Tanaka in der Philharmonie zu Gast.  Die Junge Deutsche Philharmonie ist unter der Leitung von David Afkham am 20. März 2018 mit dem Cellisten Steven Isserlis zu hören.  Das Bundesjugendorchester, Patenorchester der Berliner Philharmoniker, tritt am 10. April 2018 gemeinsam mit dem Orchestre Français des Jeunes unter der Leitung von Thomas Neuhoff und Daniel Spaw auf.

Kammermusiksaal

In 50 Konzerten im Kammermusiksaal sind philharmonische Ensembles, Solisten sowie die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, aber auch von der Stiftung Berliner Philharmoniker eingeladene Gastkünstler und Gastensembles zu erleben. Zusätzlich hierzu finden 5 Orgelkonzerte in der Philharmonie statt. In der Saison 2017/2018 werden im Foyer der Philharmonie jeden Dienstag um 13 Uhr insgesamt 38 Lunchkonzerte bei freiem Eintritt veranstaltet.

Das Education-Programm der Berliner Philharmoniker

Das Education-Programm der Berliner Philharmoniker umfasst unterschiedlichste Konzerte und Projekte, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Möglichkeiten bieten, Musik zu erleben, selbst aktiv zu werden, den Musikern des Orchesters und Gästen zu begegnen, Musik kreativ zu gestalten und dabei eigene künstlerische Fähigkeiten zu entdecken. Das Grundprinzip heißt: nah dran sein, mitmachen und ausprobieren dürfen!

 Stiftung Berliner Philharmoniker im Wirtschaftsjahr 2016

    • 127 Symphoniekonzerte mit den Berliner Philharmonikern, davon 92 Konzerte im Großen Saal und 35 Konzerte auf Tournee
    • 36 Konzerte im Kammermusiksaal
    • 94 % Auslastung im Großen Saal bei Eigenveranstaltungen; das entspricht über 206 000 zahlenden Besuchern / verkauften Karten
    • 75 % Auslastung im Kammermusiksaal bei Eigenveranstaltungen, das entspricht 32.000 zahlenden Besuchern / verkauften Karten
    • 393 Vermietungen des Großen Saals und Kammermusiksaals
    • 63,6 % Eigenfinanzierungsgrad (Abdeckung Aufwand durch eigene Einnahmen)

PMBPh / IOCOVJ

Philharmonie Berlin – Alle Karten Hier:
Karten Kaufen

Berlin, Komische Oper, Ainars Rubikis – GMD ab 2018/19, IOCO Aktuell, 11.05.2017

Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

2018 –  Ainars Rubiki Neuer GMD

 2017 – Henrik Hánási verläßt die Komische Oper

Komische Oper Berlin / Ainars Rubiki - GMD ab 2018 © Victor Dmitriev

Komische Oper Berlin / Ainars Rubiki – GMD ab 2018 © Victor Dmitriev

Der lettische Dirigent Ainars Rubiki, *1978 in Riga, wird mit der Spielzeit 2018/19 neuer Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin. Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Oper in Berlin, und Barrie Kosky, Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, stellten den designierten Generalmusikdirektor am  8.5.2017 in der Komischen Oper Berlin vor.

Ainars Rubiki wird Henrik Nánási als GMD ablösen. Mit Beginn der Intendanz von Barrie Kosky, 2012, war Henrik Nánási als GMD zur Komischen Oper gekommen. 2016/17 endet sein derzeitiger Vertrag. Nánási wird 2017 die Komische Oper verlassen und sich internationalen Verpflichtungen widmen. Das Orchester der Komische Oper Berlin wird dann ein Jahr ohne GMD agieren müssen.

Ainars Rubiki gewann mit dem Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker 2010 und dem Nestlé Young Conductors Award der Salzburger Festspiele 2011 gleich zwei der wichtigsten europäischen Dirigierwettbewerbe. Von 2012 bis 2014 war er Musikalischer Direktor des Staatlichen Akademischen Opern- und Ballett-Theaters in Novosibirsk und dirigierte dort ein breit gefächertes Repertoire. Er ist regelmäßiger Gast an der Lettischen Nationaloper in seiner Heimatstadt Riga und nimmt weltweit Gastengagements wahr, von Barcelona bis Tokio. In der Saison 2016/17 debütierte er unter anderem an der Lyric Opera of Chicago (Carmen) sowie am Theater Basel (La forza del destino) und dirigierte Boris Godunow am Moskauer Bolshoi-Theater. Im Sommer 2017 übernimmt er die Musikalische Leitung von Der fliegende Holländer im Passionstheater Oberammergau. Im Herbst 2017 debütiert er mit einer Neuproduktion von Jewgeni Onegin an der Welsh National Opera.

 Komische Oper Berlin / Heutiges Führungsteam: Kosky, Moser, Hánási © IOCO

Komische Oper Berlin / Heutiges Führungsteam: Kosky, Moser, Hánási bis 2017 © IOCO

Der Vertrag an der Komischen Oper Berlin läuft vorerst über drei Jahre mit einer Option zur Verlängerung bis 2021/22, dem Ende von Barrie Koskys Intendanz. Bereits vor dem offiziellen Beginn seiner Amtszeit übernimmt Ainars Rubiki die musikalische Leitung der Produktion Die Nase. Die Koproduktion mit dem Londoner Royal Opera House (Regie: Barrie Kosky) feiert am 16. Juni 2018 Premiere in Berlin.

Nächste Seite »