Berlin, Staatsoper im Schillertheater, Daniel Barenboim mit Lisa Batiashvili und Till Brönner ab 12.12.2016

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Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin mit Lisa Batiashvili, Till Brönner

Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin bis Anfang Januar mit zwei Sinfoniekonzerten sowie den Konzerten zum Jahreswechsel zusammen mit Lisa Batiashvili, Till Brönner und dem Till Brönner Orchestra in Berlin zu erleben!

Kommende Woche, am 12. und 13. Dezember (Philharmonie | Konzerthaus), bringt die Staatskapelle Berlin mit ihrem III. Abonnementkonzert unter der Leitung von Daniel Barenboim Bed?ich Smetanas monumentales Werk »Má vlast« (Mein Vaterland) zur Aufführung. Der aus sechs sinfonischen Dichtungen bestehende Zyklus wurde Ende 1882 in Prag uraufgeführt. Ausgangspunkt für diese Tondichtungen waren Mythen, Geschichte und Landschaft der tschechischen Heimat Smetanas, mit der der Komponist tief verwurzelt war. So schildert er musikalisch die mächtige Festung Vyšehrad am Rande Prags, den anmutigen Lauf sowie den rauschenden Strom der Moldau, die Sage vom Mädchen Šárka, Böhmens Haine und Flure, den majestätischen Gesang der Hussiten und endet mit der Sage um den Berg Blaník, in dem sich die Helden versteckt halten und in schwerem Schlaf auf den Augenblick warten, wenn sie aufgefordert werden, dem tschechischen Volk zu Hilfe zu eilen. Realisiert werden diese Programme mit dem klangfarbenreichen großen romantischen Orchester. Erstmals wieder seit über 30 Jahren zyklisch aufgeführt von der Staatskapelle Berlin.

Die Konzerte zum Jahreswechsel am 31. Dezember 2016 und 2. Januar 2017 (Schiller Theater | Philharmonie) setzen einen besonderen, überraschenden Akzent mit einem gemeinsamen Programm der Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim, Violinistin Lisa Batiashvili und Trompeter Till Brönner mit seiner Band, dem Till Brönner Orchestra. Klassik und Jazz treffen aufeinander, wenn die Musiker Peter Tschaikowskys Ballettmusik zu E.T.A. Hoffmanns Märchen »Der Nussknacker« in zwei verschiedenen Versionen interpretieren, in ihrem je eigenen Stil und Klangbild. Das berühmte Werk erklingt dabei abwechselnd sowohl im traditionellen sinfonischen Gewand, als auch mit Trompete, Bass, Drums und Co in Arrangements von Duke Ellington. Abgerundet wird das Konzert durch Tschaikowskys an eindrucksvollen Melodien und virtuosen Kunstgriffen geradezu überreiches Violinkonzert – gespielt von Lisa Batiashvili, die dieses Werk jüngst mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin bei der Deutschen Grammophon auf CD veröffentlichte.

Der Beginn des neuen Jahres steht für die Staatskapelle und ihren Generalmusikdirektor ganz im Zeichen Anton Bruckners: Vom 5. bis 7. Januar bringen sie seine Sinfonien 1 bis 3 in die Philharmonie de Paris, am 11. Januar folgt ein Gastspiel im Wiener Musikverein, ebenfalls mit der 3. Sinfonie und vom 19. bis 29. Januar kommt es in der New Yorker Carnegie Hall erstmals in der nordamerikanischen Musikgeschichte zur Aufführung des kompletten Bruckner-Zyklus mit allen neun Sinfonien.
Dazwischen gibt es beim IV. Abonnementkonzert am 9. und 10. Januar die Möglichkeit, Bruckner auch in Berlin zu hören: Dann erklingt die 3. Sinfonie in der Philharmonie und im Konzerthaus – ein Werk, in der die individuelle Tonsprache des österreichischen Komponisten erstmals zu voller Ausprägung gelangte. Von Wagnerscher Harmonik inspiriert, entfaltet sich hier der von unverwechselbarer Originalität geprägte Stil und Klang Bruckners. Kombiniert wird das mit Mozarts »Krönungskonzert«, dem Klavierkonzert D-Dur KV 537, das Daniel Barenboim als Solist gestalten und gleichzeitig dirigieren wird.

Pressemeldung Staatsoper im Schillertheater

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Berlin, Deutsche Oper Berlin, Premiere Die Hugenotten von Giacomo Meyerbeer, 13.11.2016

November 4, 2016  
Veröffentlicht unter Deutsche Oper Berlin, Oper, Premieren, Pressemeldung

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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

 Die Hugenotten von Giacomo Meyerbeer

Premiere 13. November 2016,  Weitere Vorstellungen : 17., 20., 23., 26., 29. November 2016

Ergreifende Liebesgeschichten vor dem Hintergrund historischer Großereignisse – so lautete die Formel, mit der die Grand Opéra zur zentralen Kunstform des 19. Jahrhunderts wurde. Und nirgendwo wurde dieses Erfolgsrezept besser verwirklicht als in Giacomo Meyerbeers 1836 uraufgeführten HUGENOTTEN. Fast ein Jahrhundert lang gehörte Meyerbeers packende Schilderung des furchtbaren Massakers an den französischen Protestanten in der Bartholomäusnacht des Jahres 1572 zu den meistgespielten Opern überhaupt, ganze Generationen verfolgten ergriffen, wie ein blindwütiger religiöser Fanatismus – wohlgemerkt auf beiden Seiten des Glaubensspektrums – das Schicksal der Katholikin Valentine und des Hugenotten Raoul besiegelt. Zum Welterfolg wurden DIE HUGENOTTEN aber auch durch Meyerbeers Musik, die effektvoll Massenszenen wie die berühmte „Schwerterweihe“ mit großen Arien und Duetten kontrastierte und für die Solorollen neue Maßstäbe des dramatischen Belcanto-Gesangs schuf.

An der Deutschen Oper Berlin gibt es jetzt Gelegenheit, dieses Meisterwerk in einer opulenten Neuproduktion wiederzuentdecken: In der Inszenierung von David Alden, der an der Deutschen Oper mit Benjamin Brittens PETER GRIMES und BILLY BUDD große Erfolge feiern konnte, gibt der peruanische Startenor Juan Diego Flórez sein Rollendebüt als Raoul an der Seite von Olesya Golovneva als Valentine und Patrizia Ciofi als Marguerite von Valois. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Michele Mariotti, der jüngst beim Rossini-Festival 2016 in Pesaro von Presse und Publikum begeistert gefeiert wurde.

Musikalische Leitung Michele Mariotti Inszenierung David Alden

Mit Patrizia Ciofi, Derek Welton / Seth Carico (26., 29.), Marc Barrard, Olesya Golovneva, Jana Kurucová / Irene Roberts (26.), Paul Kaufmann / James Kryshak (26., 29.), Andrew Dickinson, John Carpenter, Alexei Botnarciuc, Stephen Bronk, Juan Diego Flórez, Ante Jerkunica / Andrew Harris (23., 29.), Robert Watson, Ben Wager / Dong-Hwan Lee (26., 29.), Adriana Ferfezka, Abigail Levis / Meechot Marrero (26., 29.)

Chor, Opernballett und Orchester der Deutschen Oper Berlin,  PMDOB

 Premiere 13. November 2016,  Weitere Vorstellungen : 17., 20., 23., 26., 29. November 2016

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Berlin, Staatsoper im Schillertheater, Elektra – Letzte Regiearbeit von Patrice Chéreau, IOCO Kritik, 30.10.2016

Oktober 31, 2016  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatsoper Unter den Linden

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Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Dreifach verpfuschtes Frauenleben

Elektra: Patrice Chéreaus letzte Regiearbeit feiert in Berlin Triumphe

von  HANNS BUTTERHOF

Endlich ist sie auch in Deutschland angekommen: Patrice Chéreaus letzte Regiearbeit, Richard Strauss’ und Hugo von Hoffmannsthals einaktige Oper „Elektra“, feiert nach ihrer Uraufführung 2013 in Aix en Provence und einem Zug durch die großen Opernbühnen der Welt  in der Berliner Staatsoper im Schiller Theater Triumphe.

Staatsoper Berlin / Evelyn Herlitzius als Elektra © Monika Rittershaus

Staatsoper Berlin / Evelyn Herlitzius als Elektra © Monika Rittershaus

Die düstere, sehr elementarisierte Bühne Richard Peduzzis charakterisiert Elektras Lebenswelt markant als ausweglose Abgeschlossenheit. Das hohe Tor in der abweisenden Mauer versperrt der leicht zerlumpten Prinzessin (Kostüme: Caroline de Vivaise) den Zugang zur Stadt und dem Königsschloss. Wie ein Kettenhund bewegt sie sich zwischen den Wänden des Wirtschaftshofs und verbeißt alle, das Gesinde, ihre Schwester Chrysothemis und ihre Mutter Klytämnestra. Seit Klytämnestra und Aegisth, ihr Liebhaber, Elektras Vater Agamemnon nach seiner Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg ermordet haben, ist Rache ihr einziger Gedanke.

Staatsoper Berlin / Klytämnestra (l) und Elektra (r) Berlin © Monika Rittershaus

Staatsoper Berlin / Klytämnestra (l) und Elektra (r) Berlin © Monika Rittershaus

Die stimmlich und darstellerisch wunderbar ausdrucksstarke Evelyn Herlitzius ist eine Elektra nahe am Wahnsinn. Sie zeigt kaum mehr den unendlichen Schmerz über den Tod des Vaters, sondern nur die Raserei als dessen Ergebnis. Ihre große Einsamkeit speist mit enormer Energie die Wut, Verachtung und den sarkastischen Hass gegenüber allem um sie her. Ihr Zusammenbruch, als sich ihr Lebenszweck mit der Ankunft des Rächers Orest erfüllt, ihre Einsicht, dass ihr Leben verpfuscht ist, sind zutiefst erschütternd.

Die Klytämnestra Waltraud Meiers ist ohne Dämonie. Die große Mezzosopranistin gibt der in schlichtes Schwarz gekleideten Königin eine stille Zerrüttetheit und tastende Suche nach Hilfe. Man glaubt ihr, dass sie ihr Leben durch den Mord an Agamemnon als verpfuscht weiß. Des verdrängenden Überspielens ihrer Untat überdrüssig, erhofft sie sich tiefere Erlösung von ihren Schuldgefühlen und Ängsten, als es die (falsche) Nachricht vom Tod Orests für sie bedeutet; sie nimmt sie ohne Triumphgefühle zur Kenntnis.

Als Elektras Schwester Chrysothemis gibt Adrianne Pieczonka mit reifem Sopran anrührend eine Frau, auf deren Lebenswillen der Schatten der Vergeblichkeit liegt. Sie erscheint wie die Personifizierung der abgespaltenen, unterdrückten Fraulichkeit Elektras, die für diesen schwachen Teil von sich nur Verachtung übrig hat; elementar entlädt diese sich, als sich Chrysothemis weigert, sich am Muttermord zu beteiligen.

Chéreau hat jeder dieser drei Frauen ihre eigene Würde gelassen und sie so stimmig gleichwertig besetzt, dass nicht nur Chrysothemis als Teilaspekt Elektras erscheint, sondern auch Klytämnestra. In ihr ist Elektras künftiges Schicksal vorweggenommen, die, wenn auch nicht mit einem Gatten-, so doch mit einem Muttermord auf dem Gewissen weiterleben muss.

Staatsoper Berlin / Elektra und Bruder Orest © Monika Rittershaus

Staatsoper Berlin / Elektra und Bruder Orest © Monika Rittershaus

Mit Michael Volle als Orest im Straßenanzug kehrt eine tiefe, geerdete Ruhe in der Oper ein. An den heldenhaft stimmstarken Bariton kann sich Elektra sogar einen Moment lang herzergreifend anlehnen, und ohne Zweifel ist er der rechte Mann, um ihre Rachegelüste zu stillen. Am Ende ist es sein Begleiter (Franz Mazura), der kühl den herrisch heimkehrenden Aegisth (Stephan Rügamer) tötet.

Daniel Barenboims vorwärtstreibendes Dirigat drängt auf den Augenblick zu, in dem Elektra vor Orest ihrer Situation inne wird. Den einhundertelf  Musikern der Staatskapelle Berlin fordert er eine Wahnsinnsgeschwindigkeit ab, die das Orchester bravourös bewältigt, ohne ungenau, klanglich unscharf zu werden oder die Solisten zuzudecken. Nur in der Orchestermusik ist die teilweise grausige Schilderung der inneren und äußeren Geschehnisse hörbar, die knallenden Peitschenhieben und das finale mörderische Blutbad im Palast. Doch über alldem liegt eine eigenartige humanistische Milde, die dem einfühlsamen Verständnis Patrice Chéreaus und Daniel Barenboims für die drei Frauen geschuldet ist und diesen anregenden Opernabend uneingeschränkt als schön empfinden lässt.

Nach eindreiviertel Stunden der deutsch gesungenen und übertitelten Oper war der Beifall des Publikums grenzenlos. Er    galt neben den Protagonisten und Daniel Barenboim mit seiner Staatskapelle Berlin auch manchen Nebenrollen, die mit alten Weggefährten Chéreaus wie Roberta Alexander als 5. Magd, Franz Mazura als Pfleger Orests und Donald McIntyre als altem Diener besetzt sind. Von Hanns Butterhof

Elektra in der Staatsoper im Schillertheater, weitere Termine:1.11. und 4.11.2016 19.30 Uhr, (beide ausverkauft); Im Gran Teatre del Liceu, Barcelona 7., 11., 15., 19. und 23.12. 2016, jeweils 20.00 Uhr.

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Berlin, Philharmonie Berlin, Dmitri Hvorostovsky – Willkommen wieder in Berlin!, IOCO Kritik 24.10.2016

Oktober 31, 2016  
Veröffentlicht unter Berliner Philharmonie, Hervorheben, Kritiken, Oper

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Berliner Philharmoniker  BA Management GmbH

Berliner Philharmonie Foto: © Reinhard Friedrich / Berliner Philharmoniker

Berliner Philharmonie  © Reinhard Friedrich / Berliner Philharmoniker

Philhamonie Berlin / Dmitri Hvorostovsky © Studio / BA Management GmbH

Philhamonie Berlin / Dmitri Hvorostovsky © Studio / BA Management GmbH

 

Dmitri Hvorostovsky – Willkommen wieder in Berlin! 24.10.2016

Nach einer längeren Abwesenheit aus Deutschland trat der sibirische Starbariton Dmitri Hvorostovsky wieder an der Berliner Philharmonie auf, der dritten Station seiner kurzen Konzerttournee durch Deutschland, neben Frankfurt, Stuttgart und München.

Herzlichst wurde er vom Publikum – zum großen Teil auch aus russischen Mitbürgern bestehend – aufs herzlichste empfangen und präsentierte ein großartiges Programm aus russischer und italienischer Musik, begleitet vom Orchester der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg unter dem Dirigat von Constantine Orbelian.

Nach einem energiegeladenen Auftakt mit der Ouvertüre zur Oper „Ruslan und Ludmilla“ von dem russischen Komponisten I. Glinka, erschien dann, mit stolzer Haltung und seinem strahlend weißem Haar, der Star des Abends. Im ersten – russischen – Teil des Programms, bot er seinem Publikum fünf überwiegend weniger bekannte Opernarien der Komponisten Mussorgski, Rubinstein, Tschaikowski, Rachmaninow und Borodin, mit dazwischen noch zwei weiteren rein musikalischen Einlagen; dem „Tanz der Narren“ aus „Schneeflöckchen“ und der Polonaise aus „Eugen Onegin“, beide von Tschaikowski.

Mit gewohnter musikalischer Professionalität und stimmlicher Ausdruckskraft gestaltete er alle gesanglichen Werke in seiner heimatlichen Sprache, wobei zwei besonders hervorzuheben sind: Die Arie des Grafen Tomskij aus der Oper „Pique Dame“ von Tschaikowsky die er voller Hingabe sowie auch die Arie aus „Aleko“ von Rachmaninow, die letztere in Intensität noch überbot.

Mit der Arie „Resta immobile“ aus dem Rossinianischen „Wilhelm Tell“ wurde nach

Philhamonie Berlin / Dmitri Hvorostovsky © Studio / BA Management GmbH

Philhamonie Berlin / Dmitri Hvorostovsky © Studio / BA Management GmbH

der Pause der zweite, italienische Teil des musikalischen Abends eingeleitet, gefolgt von den Arien aus Verdis Oper, „Der Troubadour“, „Don Carlos“ und „Rigoletto“, aus der er die packende Arie „Cortigiani, vil razza dannata“ voller Inbrunst sang. Zwischen den Arien spielte das Orchester der Russischen Kammerphilharmonie zwei weitere Höhepunkte der italienischen Opernmusik; das Orchestervorspiel zum 3. Akt aus „Ein Maskenball“ von Verdi und das berühmte Intermezzo aus dem Meisterwerk des italienischen Verismus „Cavalleria Rusticana“.

Bisher hatte weder das Orchester noch die Leitung des russisch/armenischen Dirigenten, mit seinen gehetzten Tempi wirklich ganz überzeugen können, doch das Intermezzo gestaltete sich zu einem gefühlvollen Hochgenuss.

Mit enthusiastischem Applaus und Blumensträußen belohnte das Publikum, insbesondere die treuen Fans, den Weltstar-Bariton, der als einzige Zugabe das weltbekannte russische Volkslied „Ochi chornyje“ („Schwarze Augen“) von Nikolai Kalinin, wie immer mit großer Leidenschaft und Hingabe sang und so sein Berliner Konzert beendete.

Zusammenfassend sei gesagt, dass es ein sehr schöner musikalischer Abend mit wunderbarer Musik, einem sehr herzlichen Publikum und einem großen Sänger war, bei dem, abgesehen von der wundervollen, männlichen, warmgefärbten Baritonstimme, auch nie an musikalischer Professionalität und Bühnenpräsenz fehlt, jedoch man insgesamt seine übliche Ausstrahlung etwas vermisste und man ihm die Anstrengung ansehen und anhören konnte. Zur Erklärung muss an dieser Stelle erinnert werde, dass sich Dmitri Hvorostovsky seit dem Sommer 2015 wegen einer schweren Krankheit in ärztlicher Behandlung befindet und sich auch noch kurz vor dieser Tournee einer weiteren Chemotherapie unterziehen musste. Es ist somit besonders bewundernswert, welche gesangliche Qualität und wie viel Ausdruck er dank seines starken Willens und großen Energieeinsatzes an diesem Abend trotzdem vorführen konnte. Chapeau Herr Hvorostowsky – und die aller besten Wünsche!

IOCO / G.G. / 24.10.2016

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