Weimar, Nationaltheater Weimar, DNT Erstaufführung – Lulu von Alban Berg, 21.01.2017

Januar 20, 2017  
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Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

Nationaltheater Weimar © Ricarda Porzelt

Nationaltheater Weimar

  Lulu von Alban Berg

Sehnsuchtsobjekt der Begierde

Im Großen Haus des DNT Weimar erlebt am Samstag, 21. Januar 2017, 19.30 Uhr Alban Bergs Oper Lulu in der von Friedrich Cerha vollendeten dreiaktigen Fassung ihre Weimarer Erstaufführung. Weitere Vorstellungen: 2., 26.2.2017, 11., 19.3.2017, 6., 21.4.2017 und 12.5.2017.

Die musikalische Leitung der Produktion liegt in den Händen des US-amerikanischen Dirigenten Stefan Lano. Regie führte Elisabeth Stöppler, die das Werk gemeinsam mit Bühnenbildner Hermann Feuchter, Kostümbildnerin Nicole Pleuler und dem Videokünstler Vincent Stefan in Szene gesetzt hat.

DNT Weimar / LULU - Szenenfoto mit Bjoern Waag (Dr. Schön) und Marisol Montalvo (Lulu) © Vincent Stefan

DNT Weimar / LULU – Szenenfoto mit Bjoern Waag (Dr. Schön) und Marisol Montalvo (Lulu) © Vincent Stefan

Alban Bergs Opernadaption der Tragödie von Frank Wedekind fasst das darin beschriebene Milieu des Fin de Siècle und das emotionale Schicksal der Protagonistin in ebenso einfühlsame wie aufwühlende Klangbilder. Reihenweise verfallen die Männer Lulu, wollen sie besitzen und erhoffen sich durch sie die Erfüllung ihrer tiefsten, unausgesprochenen Sehnsüchte. Für sie ist sie das verkörperte Lebensglück und Projektionsfläche ihrer Begierden. Lulu spielt jedoch nur mit der Lust und dem Begehren der Männer. Ihr Herz hat sie einem anderen verschrieben: ihrem Ziehvater und Liebhaber Dr. Schön, der sie als junges Mädchen zur Prosituierten gemacht und in die doppelbödige Welt von Künstlern, Karrieristen und Kapitalspekulanten eingeführt hat. Lulu sehnt sich nach einer wahrhaftigen Beziehung zu ihm, auf die er sich jedoch nicht einzulassen vermag. Mit allen Mitteln versuchte sie, ein freieres, selbstbestimmtes Leben an Dr. Schöns Seite zu erreichen, und fällt ihm schließlich zum Opfer.

DNT Weimar / LULU - Szenenfoto mit Bjoern Waag (Dr. Schön), Artjom Korotkov (Alwa Schön), Anna Harvey (Gymnasiast) und Marisol Montalvo (Lulu) © Vincent Stefan

DNT Weimar / LULU – Szenenfoto mit Bjoern Waag (Dr. Schön), Artjom Korotkov (Alwa Schön), Anna Harvey (Gymnasiast) und Marisol Montalvo (Lulu) © Vincent Stefan

Als Lulu gibt Marisol Montalvo ihr Debüt am DNT Weimar.

Die amerikanische Sopranistin hat die Partie, die sowohl sängerisch als auch darstellerisch als eine der anspruchsvollsten und expressivsten der Opernliteratur gilt, kurzfristig für die erkrankte Heike Porstein übernommen. Montalvo zählt derzeit zu den gefragtesten Protagonistinnen moderner und zeitgenössischer Musik. Für die bedingungslose Identifikation mit ihren Charakteren hochgeschätzt, feiert sie international mit verschiedenen Partien ihres Fachs von Strauss bis Boulez Erfolge. Dabei wird die Sängerin besonders mit der Lulu assoziiert, die zu einem Herzstück ihrer Bühnenarbeit geworden ist und die sie bereits an Häusern wie der Opera National de Paris, der Deutschen Oper Berlin, dem Théâtre du Capitole Toulouse, dem Theater an der Wien und dem Theater Basel gesungen hat. An der Seite von Marisol Montalvo sind in der Weimarer Inszenierung unter anderem Bjoern Waag (Dr. Schön), Sayaka Shigeshima (Gräfin Geschwitz), Christoph Stegemann (Schigolch), Jörn Eichler (Maler), Artjom Korotkov (Alwa Schön), Alexander Günther (Prinz) und Damon Nestor Ploumis (Athlet) zu erleben. Es spielt die Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Stefan Lano. PMDNT

DNT Weimar Premiere Lulu: 21. Januar 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen 2., 26.2.2017, 11., 19.3.2017, 6., 21.4.2017 und 12.5.2017.

 

Essen, Aalto Musiktheater, It’s Teatime – über die Premiere Rigoletto, 20.01.2017

Januar 20, 2017  
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Aalto Theater Essen

Theater und Philharmonie Essen / ItsTeatime Christina Clark (Miss Betterknower) und Fräulein Vorlaut (Marie-Helen Joël) © Saad Hamza

Theater und Philharmonie Essen / ItsTeatime Christina Clark (Miss Betterknower) und Fräulein Vorlaut (Marie-Helen Joël) © Saad Hamza

„It’s Teatime“ weckt Vorfreude auf Rigoletto – Premiere

Freitag, 20. Januar 2017, um 16:30 Uhr im Aalto-Theater

Fräulein Vorlaut und Miss Betterknower melden sich wieder zu Wort: In der Aalto-Reihe „It’s Teatime – Die Damen laden zum Tee“ plaudern sie diesmal über die anstehende Premiere von Giuseppe Verdis Oper Rigoletto. „Sterben kann so schön sein“ lautet das Motto am kommenden Freitag, 20. Januar 2017, um 16:30 Uhr in der Cafeteria des Aalto-Theaters. Auf gewohnt humorvolle Art widmen sich Marie-Helen Joël und Christina Clark dem Komponisten Giuseppe Verdi und seinem berühmten Werk, das am 21. Januar Premiere feiert. Begrüßen können sie einen prominenten Gast: Regisseur Frank Hilbrich, der Rigoletto am Aalto-Theater inszeniert, wird auf dem Sofa Platz nehmen und sicher einige spannende Geschichten über diese Produktion erzählen können.

„Der König amüsiert sich“ – so lautet der Titel der Vorlage zu Verdis Rigoletto. In der Oper ist es dann aber kein König mehr, sondern es sind zwei Männer, die sich amüsieren, und zwar auf Kosten anderer: Der Herzog von Mantua und sein Hofnarr Rigoletto. Während der Herzog seinen Frauenverschleiß wider moralische Grundsätze überschäumen lässt, macht sich Rigoletto über die Männer der Auserwählten lustig. Zu Hause mimt er den liebenden Vater, der seiner Tochter Gilda die Außenwelt jedoch beinahe gänzlich verwehrt – nicht mal seinen Namen kennt sie. Es kommt, wie es kommen muss: Gilda und der Herzog verlieben sich ineinander, die Doppelexistenz Rigolettos erhält Brüche. Auf Rache schwörend setzt er ein gewaltiges Drama in Gang, das ihm selbst zum Verhängnis wird.    Der Eintritt ist frei.  PMThPhE

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Rostock, Volkstheater Rostock, 6. PHILHARMONISCHES KONZERT Beethoven – Schumann, 26.02.2017

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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert - Tanja Tetzlaff © Giorgia-Bertazzi

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert – Tanja Tetzlaff © Giorgia-Bertazzi

6. PHILHARMONISCHES KONZERT
Beethoven und Schumann

Sonntag, 26. Februar 2017, 18:00 Uhr, Montag, 27. Februar 2017, 19:30 Uhr
Dienstag, 28. Februar 2017, 19:30 Uhr

Als der heute weltberühmte Pianist Lars Vogt 1992 in Rostock debütierte, stand er noch am Anfang seiner Karriere. Damals spielte er Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll. 25 Jahre später erklingt dieses einst 1841 für Clara Schumann geschriebene Konzert erneut mit Lars Vogt, diesmal vom Klavier aus geleitet. Seit einigen Jahren feiert Vogt, seit 2015 Künstlerischer Leiter der Royal Northern Sinfonia in Newcastle, auch als Dirigent sowie in der Doppelfunktion als Dirigent und Pianist große Erfolge.

Nach Rostock hat er neben dem Klavierkonzert auch Schumanns neun Jahre später beendetes Cellokonzert in a-Moll mitgebracht. Den Solopart musiziert die renommierte Cellistin Tanja Tetzlaff, die Vogt als Kammermusikpartnerin verbunden ist und zum zweiten Mal beim Rostocker Orchester gastiert.

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert - Lars-Vogtf © Felix Broede

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert – Lars-Vogtf © Felix Broede

Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 1 eröffnet die drei Konzertabende. Nach der Uraufführung im April 1800 wurde dem an Joseph Haydns symphonischen Geist anknüpfenden Werk „sehr viel Kunst, Neuheit und Reichtum an Ideen“ bescheinigt. Dass es sich bei diesem symphonischen Erstling um den Beginn des wohl bedeutendsten Symphonien-Zyklus der Musikgeschichte handelte, war damals kaum zu erahnen.

Vor den Philharmonischen Konzerten bieten wir eine Konzerteinführung an. In ca. 15 Minuten wird Wissenswertes und Interessantes über die Komponisten sowie die Entstehung und Rezeption der gespielten Werke präsentiert. Die Einführung findet eine halbe Stunde vor Konzertbeginn im Intendanzfoyer statt.

TERMINE
Sonntag, 26. Februar 2017, 18:00 Uhr
Montag, 27. Februar 2017, 19:30 Uhr
Dienstag, 28. Februar 2017, 19:30 Uhr

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Robert Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54

Leitung und Klavier: Lars Vogt, Violoncello: Tanja Tetzlaff

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Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Wo die wilden Kerle wohnen, 03.03.2017

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

  Wo die wilden Kerle wohnen von Oliver Knussen

Fantastische Oper in einem Akt – Text von Maurice Sendak

Premiere im Theater Duisburg am 3. März 2017 11 Uhr, Dienstag 07.03. – 11.00 Uhr / Mi 29.03. – 11.00 Uhr / So 30.04. – 15.00 Uhr / So 07.05. – 15.00 Uhr / So 11.06. – 15.00 Uhr / Di 13.06. – 11.00 Uhr / Mi 05.07. – 11.00 Uhr,  ab 6 Jahren.

Deutsche Oper am Rhein / Wo die wilden Kerle wohnen © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Wo die wilden Kerle wohnen © Hans Joerg Michel

Als der kleine Max wieder einmal mit Wolfsgeheul durch die Wohnung tobt, schickt ihn seine Mutter ohne Abendessen ins Bett. Plötzlich verwandelt sich sein Zimmer und er gelangt zu einer einsamen Insel, auf der seltsame Kreaturen, die wilden Kerle, leben, die den ganzen Tag über herumtollen. Bald wird Max zu ihrem Häuptling ernannt und genießt die Ausgelassenheit, bis es ihm schließlich auch zu bunt wird und er seine neuen Spielkameraden ohne Essen schlafen schickt.

Er bekommt Heimweh und beschließt, die Insel zu verlassen. Zwar wollen ihn die wilden Kerle nicht ziehen lassen, doch Max lässt sich nicht davon abbringen und kehrt heim. Dort wartet sein Abendessen auf ihn und er kann endlich seinen Hunger stillen. Generationen von Kindern kennen Maurice Sendaks Bilderbuch-Klassiker Wo die wilden Kerle wohnen von 1962. So wie Sendak sein eigenes Libretto dem Medium der Oper anpassen und eine Grundlage für Knussens leuchtende Klangfarben schaffen musste, gilt es für jedes Regieteam einen Weg zu finden, die zweidimensional gezeichneten wilden Kerle aus dem Bilderbuch zu lebendigen Wesen werden zu lassen.

Oliver Knussens dicht komponierte Musik entwickelt eigene Bilder, in denen die Verwandlung von Max’ Umwelt in seine Fantasiewelt deutlich wird. Der im Alltag erlebte Konflikt wird auf der Insel der wilden Kerle fortgespielt und findet seine Auflösung schließlich in der Versöhnung mit der Mutter. Regisseur Philipp Westerbarkei und Bühnen- und Kostümbildnerin Tatjana Ivschina lassen diese Verwandlung der Erwachsenenwelt in die der wilden Kerle live auf der Bühne geschehen. Mit Knussens Musik verwandeln sich die Mutter und die restliche Familie in die wilden Kerle, die Spielkameraden, die Max gern in ihnen sehen würde.

Während die Deutsche Oper am Rhein in dieser Spielzeit einen Klassiker der Familienoper des 20. Jahrhunderts auf die Bühne bringt, setzt sie auch die Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“ mit den Theatern in Dortmund und Bonn fort: Als vierte Uraufführung bringt die Oper Dortmund am 21. Mai 2017 Gerald Reschs Familienoper „Gullivers Reise“ auf die Bühne, die in der kommenden Spielzeit im Theater Duisburg zu erleben ist.

Vermittlungsangebot der Jungen Oper am Rhein: Schon vor der Premiere macht die Familienopernwerkstatt am Dienstag, 21. Februar, um 18.00 Uhr im Theater Duisburg junge Zuschauer mit Stück und Inszenierung vertraut. Der Eintritt ist frei.

Zur intensiven Beschäftigung mit dem Stück bietet die Junge Oper am Rhein ein Patenprojekt im Theater Duisburg an: Ab Dienstag, 31. Januar, erkunden Kinder ab sechs Jahren in sechs wöchentlich aufeinander folgenden Workshops von 16.00-17.30 Uhr das Theater sowie die Handlung, Musik und Inszenierung der neuen Familienoper. Anmeldungen zum Patenprojekt nimmt die Junge Oper am Rhein unter Tel. 0211/89 25 152 und per E-Mail an schule@operamrhein.de entgegen.

Musikalische Leitung: Jesse Wong, Licht: Franz-Xaver Schaffer, Inszenierung: Philipp Westerbarkei Dramaturgie: Bernhard F. Loges, Bühne und Kostüme: Tatjana Ivschina
Max: Lavinia Dames Hahnkerl: Daniel Djambazian, Tzippie: Irina Vakula Bullenkerl: Lukasz Konieczny, Bart- und Ziegenkerl: Peter Aisher Orchester: Duisburger Philharmoniker, Hornkerl: Sebastià Peris, PMDOR

Wo die wilden Kerle wohnen  –  Theater Duisburg:  Fr 03.03. – 11.00 Uhr / Di 07.03. – 11.00 Uhr / Mi 29.03. – 11.00 Uhr / So 30.04. – 15.00 Uhr / So 07.05. – 15.00 Uhr / So 11.06. – 15.00 Uhr / Di 13.06. – 11.00 Uhr / Mi 05.07. – 11.00 Uhr, ab 6 Jahren.

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