Wien, Theater an der Wien, Raimund Theater, Ronacher, Stefan Herheim, IOCO Aktuell, 06.01.2018

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Theater an der Wien

Theater an der Wien / Linke Wienzeile © IOCO

Theater an der Wien / Linke Wienzeile © IOCO

Theater an der Wien – Raimund Theater – Ronacher

Weltruf Wiens als Musikstadt soll langfristig gesichert werden

Die Vereinigten Bühnen Wien (VBW), welche das Theater an der Wien, das Raimund Theater und das Ronacher lenkt, haben langfristig zentrale Personalentscheidungen getroffen. Ein innovatives Bespielungskonzept des Opernhauses und Kontinuität der national wie international erfolgreichen Musicalsparte soll den Ruf Wiens als Musikstadt langfristig sichern.

Drei geschichtsträchtige Häuser,  das Theater an der Wien, das Raimund Theater und das Ronacher, mit einem gemeinsamen Konzept: dass Musiktheater ein bereicherndes Erlebnis darstellen muss. Bereichernd für das Publikum, mit seinen ganz besonderen Erwartungen. Bereichernd für das regionale und überregionale Wirtschaftsleben. Und bereichernd für die kulturelle Identität Wiens und ihre Botschaft nach außen. Die gefeierten Produktionen haben speziell in den letzten Jahren eine Strahlkraft erreicht, die über die Grenzen Österreichs hinausgeht. Dazu braucht es neben großartigen Stoffen und genialen Künstlern vor allem Ideenreichtum und Mut zur Spezialisierung.

Das THEATER AN DER WIEN war noch bis 2005 ganz dem Musical gewidmet. Mit dem Mozartjahr 2006 wurde es wieder seiner ursprünglichen Bestimmung als Opernhaus rückgeführt. Als Stagione-Opernhaus des 21. Jahrhunderts gibt das THEATER AN DER WIEN die Richtung für ein außergewöhnliches Programm vor: Ein Konzept aus Opern vom Barock bis zur Moderne, das im europäischen Raum richtungsweisend ist. Parallel dazu bieten das ehrwürdige RAIMUND THEATER und das 2008 nach einer umfassenden Funktionssanierung wiedereröffnete RONACHER den glamourösen Rahmen für den Publikumsmagneten Musical.

  Stefan Herheim – Theater an der Wien / Christian Struppeck –  Musical

Theater an der Wien / Stefan Herheim © Karl Forster

Theater an der Wien / Stefan Herheim © Karl Forster

Der norwegische Opernregisseur Stefan Herheim wird ab der Saison 2022/23 die Intendanz des Theater an der Wien übernehmen. Intendant Roland Geyer wird das Stagione-Opernhaus bis zum Zeitpunkt der Übergabe weiterführen. VBW-Musicalintendant Christian Struppeck wird für weitere fünf Jahre ab der Saison 2020/21 verlängert.

Zukünftige künstlerische Leitung steht für Erneuerung und Kontinuität

„Die zukünftige künstlerische Leitung der VBW steht für Erneuerung und Kontinuität. Ich freue mich, dass mit Stefan Herheim einer der erfolgreichsten Opernregisseure der Welt für das Theater an der Wien gewonnen werden konnte. Er ist ein von der Oper Besessener, einer der das Gesamtkunstwerk Oper entfalten kann. Das erfahrene Wiener Opernpublikum hat niemand geringeren verdient, als einen Menschen, der sich Ort und Genre vollkommen verpflichtet. Wie kein anderer schafft Herheim die heikle Gratwanderung zwischen der Erfüllung musikalischer Ansprüche auf höchstem Niveau und der Öffnung der Gattung für neue Generationen“, freut sich Wiens Kulturstadtrat. „Besonders freut es mich auch, dass Roland Geyer, der für den heutigen Erfolg des Theater an der Wien verantwortlich ist, für zwei weitere Jahre als Intendant zur Verfügung steht, ehe Herheim übernimmt. Musiktheater in Wien genießt national wie auch international höchste Reputation. Mit Christian Struppeck schreiben wir die Erfolgsgeschichte Musicalstadt Wien weiter und freuen uns, einen empathischen Kenner der Branche für weitere fünf Jahre im Raimund Theater und dem Ronacher halten zu können. Ihm ist eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte des Musicals zu verdanken“, sagt Andreas Mailath-Pokorny. Wiens Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner, die auch für die Wien Holding verantwortlich ist, freut sich ganz besonders, dass „mit der Bestellung von Stefan Herheim und der Verlängerung von Christian Struppeck zwei erstklassige Intendanten zur Verfügung stehen, die für unsere Häuser sowohl die herausragende künstlerische Qualität wie auch die wirtschaftliche Stabilität sichern. Ich bin überzeugt, dass beide Intendanten dazu beitragen werden, den Weltruf Wiens als Musikstadt zu untermauern“, so Brauner.

Theater an der Wien / Der spektakuläre Zuschauerraum © Peter M. Mayr

Theater an der Wien / Der spektakuläre Zuschauerraum © Peter M. Mayr

Stefan Herheim: Weltweit gefragter Opernregisseur übernimmt Opernintendanz

Mit Stefan Herheim übernimmt ab der Saison 2022/23 einer der weltweit gefragtesten Opernregisseure unserer Zeit das Theater an der Wien. Der aus Oslo stammende, ursprünglich ausgebildete Cellist, inszeniert regelmäßig an Europas größten Opernhäusern. Sein Repertoire spannt sich von der barocken Oper bis hin zum zeitgenössischen Musiktheater.   Stefan Herheim zu seiner Bestellung: „Oper ist mein Leben. Das Theater an der Wien bietet eine einmalige Werkstätte zur Entfaltung des Gesamtkunstwerkes Musiktheater. Mit großer Freude nehme ich mir die Verantwortung zu Herzen, um an diesem geschichtsträchtigen und zugleich jüngstem Wiener Opernhaus zu wirken. Es wird mein zukünftiger Lebensmittelpunkt. Es gilt, die Sinnsuche fortzusetzen, die Publikum und Künstlern jene Heimat bietet, aus der alte Welten neu betrachtet sowie neue Welten offen und mit allen Sinnen zu erkunden sind. In einer sich immer schneller und wilder drehenden Welt kommt der künstlerischen Heimat in lokaler, sozialer und kultureller Dimension eine besondere Bedeutung zu.“

Weltruf Wiens als Musikstadt soll langfristig gesichert werden

Herheim weiter: „Das unter Roland Geyer etablierte internationale Renommee des Hauses bietet wunderbare Voraussetzungen, um dieses Theater als Kulturbrücke zwischen Wien und der Welt, zwischen Kunstideal und Realitätswachen, zwischen unterschiedlichsten Menschen zu spannen. Die Bühnenbretter des Theater an der Wien gehören zu den fruchtbarsten kulturellen Äckern Europas, auf dem sich die prächtigsten Früchte ernten lassen. Der Samen dafür ist ein Grundvertrauen in die künstlerische Integrität. Oper ist mein Leben“, so der designierte Opernintendant Stefan Herheim.

Auch Roland Geyer, der amtierende Intendant der Opernsparte der VBW, gratuliert Stefan Herheim zur Bestellung: „Ich kenne und schätze Stefan Herheim schon seit Jahren und freue mich sehr, dass ich – bis Stefan Herheim die Geschicke des Hauses übernimmt – weiterhin das Profil des Theater an der Wien schärfen und das Opernhaus weiterführen kann. Mein Dank gilt der Stadt Wien und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny für ihr Vertrauen in das Theater an der Wien und ich gratuliere zu der Entscheidung, einen renommierten, leidenschaftlichen Theatermann wie Stefan Herheim die Erfolgsgeschichte des Theater an der Wien weiterschreiben zu lassen.“

Das Theater an der Wien hat sich unter der Ära von Roland Geyer mit dem Fokus auf die Barockoper sowie die Oper des 20./21. Jahrhunderts als international führendes Stagione-Haus etabliert, wurde mehrfach im Ranking der International Opera Awards gewürdigt sowie im Jahr 2016 mit einem Opera Award für die weltbeste Neuproduktion des Jahres (Peter Grimes) in London ausgezeichnet. Auch die Wiener Kammeroper, die seit der Spielzeit 2012/13 vom Theater an der Wien bespielt wird, ist unter  Geyers Intendanz mit der Gründung eines jungen Sängerensembles, das alle zwei Jahre neu ausgewählt wird, in der Wiener Opernlandschaft erfolgreich positioniert.

Theater an der Wien / Christian Struppeck © VBW Johannes Ifkovits

Theater an der Wien / Christian Struppeck © VBW Johannes Ifkovits

Christian Struppeck: Internationaler Musicalprofi als Musicalintendant verlängert

Die Intendanz der beiden Musicalhäuser der VBW – Raimund Theater und Ronacher – bleibt weiterhin unter der Führung von Christian Struppeck. Aktuell konnten die VBW durch die Programmierung von Struppeck bei ihrem Saisonstart mit der Weltpremiere von I Am From Austria und der Wiederaufnahme von Tanz der Vampire anlässlich des 20-jährigen Jubiläums einen noch nie da gewesenen Rekord-Ticketverkauf verzeichnen. I Am From Austria wird aufgrund dieses großen Erfolges um eine Saison verlängert. Struppeck führt die Musicalsparte der VBW seit 2012. Er setzte in seiner Programmierung auf einen erfolgreichen Mix aus internationalen Welthits wie Mary Poppins, Evita oder Mamma Mia! und selbst kreierten Eigenproduktionen. Musicals wie I Am From Austria, Der Besuch der alten Dame, Don Camillo und Peppone oder Schikaneder wurden von ihm eigens für die VBW entwickelt. Auch international hat Christian Struppeck viele Produktionen wie Der Besuch der alten Dame, Tanz der Vampire, Elisabeth oder Rebecca erfolgreich lizensiert und erstmals mit Elisabeth ein VBW-Musical nach China gebracht, gefolgt von der Neuinszenierung von Mozart! aus dem Raimund Theater, die auch gerade erfolgreich in Belgien Premiere feierte. Im Rahmen seiner Arbeit holte Struppeck internationale erstklassige Top-Kreative nach Wien. Unter seiner bisherigen Intendanz entstanden insgesamt mehr Eigenproduktionen als früher in einem vergleichbaren Zeitraum. „Dass ich weiterhin die Intendanz von Raimund Theater und Ronacher übernehmen darf, erfüllt mich mit großer Freude. Ich möchte für unser Publikum und unsere Stadt weiterhin international bekannte Musicalhits nach Wien holen sowie eigens für Wien entwickelte Originalproduktionen präsentieren. Ich danke der Stadt Wien für ihr Vertrauen und freue mich sehr, die VBW-Musicalsparte durch meine Arbeit und mein Wirken weiter erfolgreich in die Zukunft zu führen“, so Musicalintendant Christian Struppeck.

Schlagkräftiges Führungsteam für die Zukunft der Vereinigten Bühnen Wien

„Wir haben mit größter Sorgfalt und in ausführlichen Gesprächen mit den zahlreichen, sehr hochkarätigen Kandidatinnen und Kandidaten und gemeinsam mit unseren Eigentümervertretern und der Stadt Wien die beste Wahl für die Besetzung der Intendanzen der VBW Opern- und Musicalsparte getroffen. Im Musical setzen wir mit der Verlängerung von Intendant Christian Struppeck auf Kontinuität, um den Erfolgskurs mit einem Programmierungsmix aus internationalen Musicalhits und unseren erstklassigen Eigenproduktionen in Wien sowie in der weltweiten Vermarktung weiter zu verfolgen. In der Sparte Oper hat Roland Geyer ein beeindruckendes Fundament geschaffen und dem Theater an der Wien als Opernhaus zu Weltruhm verholfen. In Stefan Herheim haben wir einen innovativen Theatermacher gefunden, der der einzigartigen Positionierung des Hauses an der Wien gerecht wird“, so VBW-Geschäftsführer Franz Patay.

„Mit der Bestellung von Stefan Herheim, der Verlängerung von Christian Struppeck und mit Franz Patay als Geschäftsführer der VBW haben wir nun ein starkes und schlagkräftiges Team für die erfolgreiche Zukunft der VBW gebildet. Gemeinsam werden wir den national und international höchst erfolgreichen Weg der VBW fortsetzen, auch mit ganz besonderem Fokus auf die internationale Vermarktung in beiden Sparten“, so Wien Holding-Geschäftsführer Peter Hanke. PMVBW

Düsseldorf, Ein lyrisch w/irrer Abschied – Hoffmanns Erzählungen, IOCO Aktuell

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

PHANTASTEREI ODER (W)IRRE GEDANKEN

Erst die Franzosen Jules Barbier und Michel Carré formten aus den märchenahen Erzählungen E. T. A. Hoffmanns (1776 – 1822) ein Libretto, welches wiederum Jacques Offenbach zu seiner großen Oper Hoffmanns Erzählungen leitete.

Albrecht Schneider inspirierten E.T.A. Hoffmann und die letzte Aufführung von Hoffmanns Erzählungen am 10.12.2017 der Rheinoper zu…

Jacques Offenbach aus Sicht von © Albrecht Scheider

Jacques Offenbach aus Sicht von © Albrecht Scheider

PHANTASTEREI ODER (W)IRRE GEDANKEN
IN LYRISCHER MANIER ANLÄSSLICH DER
LETZTEN VORSTELLUNG VON
HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN
AN DER DÜSSELDORFER RHEINOPER

her hoffmann geht. und kehrt so bald nicht wieder.
nein, nach venedig reist er sicher nicht.
und schmückt auch nicht antonias grab mit flieder.
berlin ist’s ziel. hier trifft er vor gericht
jenen coppelius. den scharlatan.
(und macht aus ihm DEN kriminalroman!)
zunächst jedoch schreibt hoffmann dergestalt
entzückt vom düsseldorfer aufenthalt:

in D. hab ich die damen gern geherzt,
mit männern oft die altstadt aufgesucht,
kritiken hab ich alle leicht verschmerzt,
und jeden tag den u-bahn bau verflucht.
wenn ich es mir jetzt ehrlich überleg,
wär ich viel lieber länger dort geblieben,
denn wagners brünnhild lief mir übern weg….
wir zwei….?? ein paar…?? die bunte hätts beschrieben.
daraus ließ leicht sich ein libretto machen.
hernach bräuchts bloß noch den jacques offenbachen.
 

nur ’ne idee. die wahrheit: hoffmann flieht.
vergeht viel zeit, bis man ihn wiedersieht!?
nur wie?

youtube video: Les Contes d’Hoffmann an der Bayrischen Staatsoper München mit Angela Brower, Diana Damrau, Rolando Villazon und John Relyea

Görlitz, Gerhart Hauptmann Theater, Ewa Strusinska neue Generalmusikdirektorin, IOCO Aktuell, 20.12.2017

Dezember 21, 2017  
Veröffentlicht unter Hervorheben, IOCO Aktuell, Personalie, Theater Görlitz

Gerhart Hauptmann Theater

Goerlitz / Theater Goerlitz © Peter Hennig

Goerlitz / Theater Goerlitz © Peter Hennig

Neue Lausitzer Philharmonie mit Ewa Strusinska 

Die Neue Lausitzer Philharmonie spielt künftig unter weiblicher Leitung. Ewa Strusinska (*1976) folgt als Generalmusikdirektorin am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau auf Andrea Sanguineti, der das Haus zum Ende der Spielzeit 2017/18 verlässt.

Mit Beginn der kommenden Spielzeit übernimmt Ewa Strusinska als Generalmusikdirektorin die Leitung der Neuen Lausitzer Philharmonie. Vor wenigen Minuten unterzeichnete die polnische Dirigentin ihren Vertrag für vier Spielzeiten in Görlitz. Damit endet ein langwieriges Auswahlverfahren, bei dem sich Frau Strusinska gegen eine Vielzahl von Bewerbern durchsetzte.

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau / Ewa Strusinska © PR

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau / Ewa Strusinska © PR

Strusinska selbst zeigte sich sichtlich erfreut über die Entscheidung: »Die Nachricht hat mich bewegt und beglückt, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Neuen Lausitzer Philharmonie und mit allen Künstlern des Gerhart-Hauptmann-Theaters. Genauso freue ich mich auf unsere Begegnungen mit dem Publikum in einer der schönsten Städte und schönsten Regionen Deutschlands – mitten in Europa. >Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an< (E.T.A.Hoffmann).«

Eifrigen Musiktheater- und Konzertbesuchern dürfte die 41-jährige bereits bestens bekannt sein: In der vergangenen Spielzeit stand sie in der letzten Vorstellung von Puccinis Manon Lescaut am Pult der Neuen Lausitzer Philharmonie und präsentierte sich im 1. Philharmonischen Konzert der aktuellen Spielzeit unter dem Titel »Beethoven-Zyklus III« einem breiten Publikum im gesamten Kulturraum.

Dieses überzeugte sie genauso, wie ihre neuen Görlitzer Kollegen in Intendanz, Orchester, Chor und Ensemble, die die Entscheidung für die künftige GMD gemeinsam auf eine breite Basis der Befürwortung stellten.

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau / Orchester - Lausitzer Philharmonie © Marlies Kross

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau / Orchester – Lausitzer Philharmonie © Marlies Kross

Nach ihrem Abschluss an der Fryderyk Chopin University of Music in Warschau machte Ewa Strusinska als Preisträgerin beim renommierten Bamberger Symphoniker Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs 2007 auf sich aufmerksam. Von 2008 bis 2010 war sie als erste weibliche Dirigentin als Assistentin des GMD eines englischen Orchesters tätig. Beim Hallé Orchestra in Manchester arbeitete sie eng mit Sir Mark Elder zusammen und übernahm die musikalische Leitung des dortigen Jugendorchesters. Anschließend wechselte sie als Assistentin bzw. Gastdirigentin an die Nationaloper Warschau, wo sie sowohl das bekannte polnische als auch internationale Opernrepertoire dirigierte.

Zwischen 2013 und 2016 prägte sie als Generalmusikdirektorin der Stettiner Philharmonie das Musikleben der Stadt nachhaltig und wurde binnen kürzester Zeit zur treibenden Kraft der künstlerischen Verwandlung des Orchesters. Unter ihrer Leitung entwickelte das Orchester einen bislang unbekannten Glanz, der sich in Stettins akustisch brillanter neuer Philharmonie bestens entfalten konnte. Nach dieser Aufbauleistung ist Strusinska derzeit freischaffend tätig.

Musikalisch fokussiert ihr Interesse klar auf die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, aber auch in der klassischen und romantischen Musik fühlt sie sich zu Hause, genau wie in den großen, chorsinfonischen Werken, Programm mit lateinamerikanischer Musik und Crossover-Projekten. Einen weiteren Schwerpunkt ihres Engagements stellt die musikalische Nachwuchsförderung dar.

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Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Trauer um Bruce Rankin, IOCO Aktuell, 15.12.2017

Dezember 20, 2017  
Veröffentlicht unter Deutsche Oper am Rhein, IOCO Aktuell, Personalie

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

 Deutsche Oper am Rhein:  Trauer um Bruce Rankin

Die Deutsche Oper am Rhein trauert um ihr langjähriges Ensemblemitglied, den britischen Tenor Bruce Rankin. In der kommenden Spielzeit hätte er sein 20jähriges Jubiläum im Ensemble des Düsseldorf-Duisburger Hauses gefeiert. Bruce Rankin starb am 11.Dezember 2017 im Alter von 65 Jahren.

Bruce Rankin begann 1986 mit den in England so üblichen „reisenden Operngesellschaften“ seine Opernkarriere als Tenor. Es folgten Engagements an der Wales Opera, der Opera Scotland und der Opera Holland Park.

Nach diesen Engagements an britischen Opernhäusern und 1995  am Theater Bremen kam Bruce Rankin 1998 an die Deutsche Oper am Rhein und wurde in den ersten Spielzeiten durch Partien wie Pinkerton in Puccinis Madama Butterfly, Edgardo in Donizettis Lucia di Lammermoor  oder als Lucio Silla in der gleichnamigen Mozart-Oper bekannt. In den letzten Jahren entwickelte er sich zu einem großartigen Charaktertenor und zeigte ein besonderes Talent für skurrile Figuren, denen er ein unverwechselbares Profil gab. Zuletzt begeisterte er in der tragikomischen Rolle des Fürsten Basil Basilowitsch in Lehárs Der Graf von Luxemburg.

Deutsche Oper am Rhein / In Memoriam Bruce Rankin, hier als Valzacchi im Rosenkavalier der Rheinoper © Matthias Jung

Deutsche Oper am Rhein / In Memoriam Bruce Rankin, hier als Valzacchi im Rosenkavalier der Rheinoper © Matthias Jung

Bruce Rankin starb am 11. Dezember 2017in Düsseldorf im Alter von  65 Jahren. „Der plötzliche Tod von Bruce Rankin trifft uns tief im Herzen “, sagt Generalintendant Christoph Meyer. „Wir verlieren einen großartigen Künstler und einen außergewöhnlich beliebten und geschätzten Kollegen, der mit seiner absoluten Professionalität, seiner großen Sensibilität und seinem feinen britischen Humor stets für eine positive Stimmung im Haus gesorgt hat. Er wird uns sehr fehlen.“ PMDOR

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