Aldeburgh, Snape Maltings, Dardanus by Jean-Philippe Rameau, IOCO Review, 18.11.2017

November 18, 2017  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Konzert, Kritiken, London, Oper

Aldeburgh Festival / Snape Maltings Concert Hall © Philip Vile

Aldeburgh Festival / Snape Maltings Concert Hall © Philip Vile

Aldeburgh / Snape Maltings – A Place of Energy and Inspiration

Aldeburgh in Suffolk, UK, is known worldwide for its arts festival devoted mainly to classical music. The festival was founded in 1948 by Benjamin Britten, Peter Pears and Eric Crozier. To allow a large venue for the festival, Benjamin Britten, 1913 – 1976, who had lived in Snape, a village, just outside of Aldeburgh, converted a large former malthouse (see foto above) into a concert hall. Most of the malting’s original character, such as the square malthouse roof-vents, was retained. This very special ex-malting Concert Hall was opened by  Queen Elizabeth in 1967.

Snape Maltings Concert Hall © Matt Jolly

Snape Maltings Concert Hall © Matt Jolly

Aldeburgh and Snape Maltings have since become a place of energy and inspiration – one of the world’s leading centres of music and a visitor destination of outstanding natural beauty: Located by the sea, 106 miles northeast of London. IOCO visited Aldeburgh and Snape, also for an opera performance there.

 Dardanus by Jean-Philippe Rameau

BY Janet  Banks

 Benjamin Britten's grave in St. Peter and St Paul's Church, Aldeburgh © IOCO

Benjamin Britten’s grave in St. Peter and St Paul’s Church, Aldeburgh © IOCO

When Jean-Philippe Rameau reworked his tragedie lyrique Dardanus he dispensed with the gods altogether and did away with spectacle. The resulting 1744 version, though a lot less exciting visually than its original, admirably suits the needs of a travelling company such as English Touring Opera, who appeared at the concert hall founded by Benjamin Britten from a 19th-century maltings to be the home of his Aldeburgh Festival.

Director Douglas Rintoul sets the opera in a modern-day war zone, with soldiers, including Dardanus and his rival Antenor, in camouflage and the chorus dressed as if they are living on the streets. When the chorus is pressing the king to kill the captive Dardanus, one of them pulls out a can and sprays ‘MORT’ on the back wall. There has obviously been a conscious decision not to include dance in the production, in spite of interludes which would seem to call for it, and the only colour comes from multi-coloured marbled lighting effects representing the magic of the sorcerer Ismenor, and the red flares of off-stage fighting.

Snape Maltings UK / Dardanus by Rameau - Ensemble © Jane Hobson

Snape Maltings UK / Dardanus by Rameau – Ensemble © Jane Hobson

The positive effect of the sparse staging and muted lighting is to throw into greater relief the beauty of Rameau’s music. Anthony Gregory sings the title role of Jupiter’s son Dardanus with a voice capable of moving the listener with very credible emotion, from his ecstasy in love in Act 2, to his despair imprisoned in a cell at the opening of Act 4.The object of his desire, Iphise, the daughter of his enemy, is sung by Galina Averina with a light and flexible soprano, suited to music of the period but nonetheless capable of real richness on the high notes. Frederick Long is authoritative as the sorcerer Ismenor, whose spells bring about a happy outcome, while Timothy Nelson as Iphise’s rejected fiancé, excels in his expressive middle range. Eleanor Penfold steps from the chorus to sing an exquisite aria calling for peace at the end of Act 3, a still point in the action and one of the evening’s most beautiful moments.

The period instrument players of the Old Street Band under the direction of Jonathan Williams play Rameau’s score with crispness and precision.

Cottbus, Staatstheater Cottbus, Turandot von Giacomo Puccini, IOCO Kritik, 17.11.2017

November 17, 2017  
Veröffentlicht unter Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatstheater Cottbus

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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Turandot von Giacomo Puccini

Knallharter Polit-Thriller  –  Mord, Lug, Betrug

Von Thomas Kunzmann

Cottbus, das letzte verbliebene Vier-Sparten-Theater Brandenburgs mit seinem wunderbaren Jugendstil-Gebäude, wagt sich regelmäßig an Extreme. In einem unglaublichen Kraftakt wurde Wagners Ring über 10 Jahre hinweg geschmiedet und auch die vielgelobte Elektra 2015-17 kann man getrost zu den erfolgreichen Experimenten zählen. Intendant Martin Schüler, seit 1991 am Haus. Dessen Leitung übernahm er 2003 von Christoph Schroth. Mittlerweile ist er dienstältester Intendant in den neuen Bundesländern und plante Puccinis letztes Werk bereits für die Saison 15/16, musste sie jedoch auf die Folgesaison verschieben und schob  stattdessen Tosca ein. Nun also Turandot.

Staatstheater Cottbus / Turandot - hier vorne Martin Shalita als Calaf und Ensemble © Marlies Kroos

Staatstheater Cottbus / Turandot – hier vorne Martin Shalita als Calaf und Ensemble © Marlies Kroos

Das Foyer ist gut gefüllt an diesem Freitag. Nicht nur Cottbuser nutzen das hiesige Kulturangebot der Extraklasse gern, regelmäßig sind viele Berliner Besucher im Haus. Die konstante künstlerische Qualität auf hohem Niveau hat sich längst herumgesprochen und gilt nicht einmal mehr als Geheimtipp: als Gast jedenfalls geht man hier kein Wagnis ein. Die Verbindung in die Hauptstadt ist gut, die Kartenpreise moderat.

Martin Schüler inszeniert Turandot als knallharten Polit-Thriller, in dem den Protagonisten alle Mittel recht sind: Mord, Bestechung, Betrug und Vortäuschen der großen Liebe. Entsprechend gewaltig führt Evan Christ durch die Partitur. Mit unglaublicher Wucht setzt das Orchester ein und macht von den ersten Takten an klar, dass es hier nicht um ein liebliches asiatisches Märchen geht, sondern schlichtweg um Alles.

Und wenn der fulminante Chor hinzukommt spürt man bis in die letzte Reihe, dass sie keineswegs beabsichtigen, den Musikern das (Schlacht)Feld zu überlassen. Erbarmungslose Politik, in der jeder seine individuellen Ziele verfolgt, statt betörender Romantik. Ping, Pang und Pong haben die despotischen Machenschaften der Prinzessin satt und das Volk, anfänglich noch vorfreudig auf eine erneute Hinrichtung als Massenschauspiel, empfindet Mitleid für den persischen Prinzen, der Turandots Rätsel nicht lösen konnte. Ein neuer Herrscher muss her.

Staatstheater Cottbus / Turandot hier vorne Martin Shalita als Calaf, hinten Soojin Moon als Turandot © Marlies Kroos

Staatstheater Cottbus / Turandot hier vorne Martin Shalita als Calaf, hinten Soojin Moon als Turandot © Marlies Kroos

In den Hinterzimmern der Macht, in die man dank der Drehbühne Einblick bekommt, geht es mit Mädchen, Cognac und Zigarren dekadent zu. Die Minister weihen den Fremden in ihre Pläne ein, den weder Hinrichtung noch Warnungen, und schon gar nicht die zur Abschreckung aufgestellten Köpfe der früheren Bewerber abhalten können. Nicht von ungefähr kann Calaf letztlich die verzwickten Aufgaben lösen.  Selbstsicher gibt er sogar sein Geheimnis preis und bricht mit vorgetäuschter Liebe Turandots Restwiderstand, während er, einem Buchhalter der Macht gleich, die Immobilien und Wertgegenstände seines zukünftigen Reiches taxiert. Frisch an der Spitze des totalitären Staates rollen die Köpfe der Steigbügelhalter seines Aufstiegs. Ein überraschender, aber überzeugender Plot – kein Happy End.

Soojin Moon, vom Cottbuser Publikum bereits als Tosca umjubelt, gestaltet die Titelfigur der Turandot glaubhaft eiskalt in einer männerdominierten Welt. Mal scharf und spröde, dann wieder unglaublich weich kann sie sich jederzeit nicht nur gegen das Orchester durchsetzen, sondern treibt mit ihm zusammen zu unglaublicher Intensität.

Martin Shalita, bisher in Nordhausen und Koblenz zu hören, empfiehlt sich bestens mit seinem jederzeit sicheren und kraftvollen Calaf als neuer Tenor am Hause, wo er ab nächster Saison zum Ensemble gehören wird und den alternierend singenden, eher lyrischen Jens Klaus Wilde entlasten wird. Den Kraftakt der Rolle, die durch die Orchesterführung nicht gerade erleichtert wird, gestaltet er sowohl stimmlich als auch schauspielerisch überzeugend als kühl berechnender, zukünftiger Despot mit authentischer Bühnenpräsenz. Vom Publikum abgewandt zu singen dürfte wohl fast jedes Tenors stimmliche Kapazitäten übersteigen – was hier allerdings eindeutig am Orchester liegt. Dieses schickt aus dem Graben ein Feuerwerk an Impulsivität, die sich mit der leider bereits abgespielten Elektra vergleichen lässt. Mitunter geht das zu Lasten der Transparenz, die lediglich in den seltenen emotionalen Momenten zum Tragen kommt. Besonders eindrücklich mit der großartigen Debra Stanley als Liu sowie dem warmen Bass Ingo Witzkes (Timur) klingt Puccinis Thema aller Werke durch: die Liebe.

Staatstheater Cottbus / Turandot - hier Andreas Jäpel als Mandarin und Ensemble © Marlies Kroos

Staatstheater Cottbus / Turandot – hier Andreas Jäpel als Mandarin und Ensemble © Marlies Kroos

Die Minister Ping, Pang und Pong als Strippenzieher bestechen durch Homogenität in Handlung und ausgewogener Klangfülle. Hoch in der Gunst des Cottbuser Publikums stand der Einsatz einer ehemaligen Größe des Hauses: Max Ruda als Kaiser. Ruda war 1978 bis 2000 Tenor in Cottbus (u.a. in Zauberflöte, Zarewitsch, Tannhäuser, Pique Dame), gab allerdings auch schon in den 60ern den David in Bayreuth. Den gebrechlichen Monarchen, der weder Turandot in den Griff bekommt, noch Calaf von seinem Weg abbringen kann, verkörpert er herzerwärmend.

Diese typische Schüler-Inszenierung mit klarem Bühnenbild, fantasievollen, historisierenden Kostümen und einem schlüssigen Konzept, gestaltet mit eigenen Solisten und Gästen, die sich hervorragend in das Turandot – Team integrieren, lohnt jede noch so weite Anreise.

Tipp am Rande: Die Theaterkantine Tellheim an der Rückseite des Theaters eignet sich vortrefflich, den Abend ausklingen zu lassen.

Turandot am Staatstheater Cottbus, weitere Vorstellungen: 7.12.2017; 9.1.2018; 18.2.2018; 5.5.2018; 10.6.2018

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Frankfurt, Oper Frankfurt, DIE SIZILIANISCHE VESPER von Giuseppe Verdi, 26.11.2017

November 16, 2017  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Zweite und letzte Wiederaufnahme
LES VÊPRES SICILIENNES  – DIE SIZILIANISCHE VESPER

  Von Giuseppe Verdi, Text Eugène Scribe und Charles Duveyrier, Libretto Le Duc d’Albe, In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Wiederaufnahme: Sonntag, 26. November 2017, weitere Vorstellungen: 30. November, 3.12. (18.00 Uhr), 9.12., 16.12. 2017

Oper Frankfurt / Die sizilianische Vesper - Henri (in der Bildmitte mit dem Rücken zum Betrachter) und das Ensemble © Thilo Beu

Oper Frankfurt / Die sizilianische Vesper – Henri (in der Bildmitte mit dem Rücken zum Betrachter) und das Ensemble © Thilo Beu

Mit der Frankfurter Erstaufführung der Sizilianischen Vesper von Giuseppe Verdi (1813-1901) in der französischen Fassung ging die Saison 2012/13 im Opernhaus zu Ende. In einer der Kritiken war zu lesen: „Regisseur Jens-Daniel Herzog geht vor allem der Frage nach, wo berechtigter Widerstand die Grenze zum Terror überschreitet, und so selbst zum Unrecht wird.“ (www.die-deutsche-buehne.de) Ein weiterer Rezensent schrieb: „Herzog weitet den fatalen Vater-Sohn-Konflikt, den die eigentlich im sizilianischen Mittelalter angesiedelte Geschichte erzählt, zu einem großen Konflikt der Generationen, der in die Zeit um 1968 verlegt wird und immer wieder starke szenische Plausibilität bekommt.“ (Wiesbadener Kurier)

Oper Frankfurt / Die sizilianische Vesper - Henri und Hélène © Thilo Beu

Oper Frankfurt / Die sizilianische Vesper – Henri und Hélène © Thilo Beu

Die Handlung der fünfaktigen Oper spielt 1282 in Palermo während der französischen Besatzung Siziliens: Herzogin Hélène liebt ihren Landsmann, den jungen Sizilianer Henri. Dieser weiß nicht, dass er der uneheliche Sohn Montforts ist, des französischen Gouverneurs der Insel. Zusammen mit dem Arzt Procida plant das junge Paar Montforts Ermordung. Nachdem der Gouverneur sich jedoch als Henris Vater zu erkennen gibt, misslingt das Attentat durch das Eingreifen des jungen Mannes. Procida und Hélène sollen hingerichtet werden, aber der Gouverneur will das Urteil aufheben, wenn Henri sich öffentlich zu ihm bekennt. In letzter Minute kommt der Zögernde dieser Forderung nach. Mit der Hochzeit des Paares soll der Frieden im Land besiegelt werden. Aber als Hélène erfährt, dass das Läuten der Hochzeitsglocken den Sizilianern als Zeichen zum Angriff dienen soll, verweigert sie Henri ihre Hand. In der Absicht, das Glück seines Sohnes zu befördern, gibt Montfort schließlich das Zeichen zum Läuten der Glocken, worauf der blutige Aufstand losbricht.

Die musikalische Leitung der zweiten und letzten Wiederaufnahme der Produktion liegt nun bei Stefan Soltesz, der nach Aufführungen von Strauss´ Die ägyptische Helena (konzertant; 2014/15) und Arabella (2016/17) an die Oper Frankfurt zurückkehrt. Der österreichische Dirigent ungarischer Herkunft war von 1997 bis 2013 GMD der Essener Philharmoniker und Intendant des Essener Aalto-Theaters. Regelmäßig gastiert er an internationalen Bühnen. Neue Sänger auf der Besetzungsliste sind der britische Bariton Christopher Maltman (Montfort), der in Frankfurt zuletzt 2014/15 als Verdis Simon Boccanegra zu erleben war. Als Gast an den großen Opernhäusern der Welt steht demnächst u.a. die Partie des Mandryka in Strauss’ Arabella an der Wiener Staatsoper in seinem Kalender. Der italienische Tenor Leonardo Caimi (Henri) gab 2016/17 sein Frankfurt-Debüt als Cavaradossi in Puccinis Tosca und war kürzlich am Teatro Real in Madrid als Don José in Bizets Carmen zu erleben. In Frankfurt war die holländische Sopranistin Barbara Haveman (Hélène) 2013/14 in der Titelpartie von Puccinis La fanciulla del West erfolgreich; ein Engagement in dieser Rolle an der Mailänder Scala schloss sich an. Aus dem Ensemble stammt der amerikanische Bassbariton Brandon Cedel (Sire de Béthune), der in der Saison 2016/17 u.a. in Mozarts Betulia liberata sowie als Masetto in Don Giovanni zu erleben war. Angeführt von Kihwan Sim (Procida) sind fast alle weiteren Partien mit Ensemblemitgliedern besetzt, die mit der Produktion bereits vertraut sind: Nina Tarandek (Ninetta), Hans-Jürgen Lazar (Danieli), Michael McCown (Mainfroid) und Iurii Samoilov (Robert). Auch der amerikanische Bariton Jonathan Beyer gastierte bereits in dieser Inszenierung.

Musikalische Leitung: Stefan Soltesz, Inszenierung: Jens-Daniel Herzog, Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Hans Walter Richter, Bühnenbild und Kostüme: Mathis Neidhardt, Licht: Olaf Winter, Chor und Extrachor (Herren): Tilman Michael, Dramaturgie: Norbert Abels

Guy de Montfort: Christopher Maltman,  Sire de Béthune: Brandon Cedel, Graf von Vaudemont: Jonathan Beyer, Henri, ein junger Sizilianer: Leonardi Caimi, Jean Procida, Arzt aus Sizilien: Kihwan Sim, Herzogin Hélène: Barbara Haveman, Ninetta, ihr Kindermädchen: Nina Tarandek, Danieli: Hans-Jürgen Lazar, Mainfroid: Michael McCown, Thibault: Jaeil Kim, Robert: Dietrich Volle

Chor, Extrachor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester; PMOFfm

Wiederaufnahme: Sonntag, 26. November 2017, um 19.00 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 30. November, 3. (18.00 Uhr), 9., 16. Dezember 2017

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Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Telemann-Oper in barockem Gewand, 02.12.2017

November 15, 2017  
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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe

 Delikatesse für Augen, Ohren und Seele

Die Telemann-Oper Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe ist ab dem 2. Dezember 2107 im Theater für Niedersachsen zu erleben. Bei der Matinee am 26. November gibt das Regieteam rund um Barock-Spezialistin Sigrid T’Hooft erste Einblicke in die Produktion.

Bei Kerzenschein, mit prunkvollen Gewändern und barocker Gestik kommt die nächste Opernproduktion am 2. Dezember im TfN auf die Bühne. Die belgische Barock-Spezialistin Sigrid T’Hooft nimmt sich Telemanns 1726 uraufgeführter Oper Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe an. Die bekannte Regisseurin und Choreografin machte sich in den letzten Jahren mit „Historisch Informierten Aufführungen“ beispielsweise in Karlsruhe und bei den Händel-Festspielen Göttingen einen Namen, nun ist sie erstmals am TfN zu Gast. Das barocke Gewand, das auf der Bühne zu erleben ist, zieht sich auch durch den Orchestergraben. So werden die Musikerinnen und Musiker der TfN-Philharmonie beispielsweise mit speziellen Barockbögen musizieren. Das Publikum erwartet ein barockes Gesamtkunstwerk.

In der Matinee zum Stück am 26. November um 11.15 Uhr gibt Sigrid T’Hooft gemeinsam mit dem Musikalischen Leiter und GMD Florian Ziemen sowie Bühnen- und Kostümbildner Stephan Dietrich erste Einblicke in diese Inszenierung. Moderiert von Musiktheaterdramaturg Maximilian Hagemeyer, sprechen sie über die Ästhetik der Entstehungszeit sowie die Besonderheiten der „Historisch Informierten Aufführungspraxis“. Musikalische Kostproben aus der Oper sind ebenfalls zu erleben.

Karten für die Premiere am 2. Dezember um 19 Uhr und alle Folgevorstellungen kosten zwi-schen 12,00 und 36,00 Euro und sind im TfN-ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), per E-Mail an service@tfn-online.de und unter Telefon 05121 1693-1693 erhältlich. PMTfN

 

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