Sydney, Opera House, Premiere Die Liebe zu den drei Orangen von Sergei Prokofjew, 22.06.2016

Juni 8, 2016  
Veröffentlicht unter Opera House Sydney, Pressemeldung

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Sydney / Opera House © IOCO

Sydney / Opera House © IOCO

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Die Liebe zu den drei Orangen
The Love For Three Oranges
22 June 2016– 09 July 2016

Eye-popping costumes, physical comedy and sets of acid colour combine in an opera that never takes itself too seriously.

Take a melancholy prince, a cantankerous witch and the curse of a love strange and strong: an unquenchable passion of unusual fashion for not just one orange, but three! Add an infectious march, some fantastical farce and a kingdom of curious characters, and you have Prokofiev’s surreal, screwball fairytale for adults.

This Russian gem is juicy, sweet and a trifle acerbic, just like the proverbial oranges.

Eye-popping costumes, physical comedy and sets of acid colour combine with the composer’s bright melodies in an opera that never takes itself too seriously.  Performed in English, in a translation by Tom Stoppard, with surtitles.

Besetzung :
Conductor Anthony Legge, Director Francesca Zambello
Revival Director Matthew Barclay, Set Designer George Tsypin
Costume Designer Tanya Noginova, Lighting Designer Mark Howett
Choreographer Denni Sayers, Assistant Director Andy Morton

The King of Clubs David Parkin, The Prince Rosario La Spina
Princess Clarissa Margaret Trubiano, Leander Andrew Moran
Truffaldino Kanen Breen, Pantaloon Luke Gabbedy
Chelio Gennadi Dubinsky, Fata Morgana Antoinette Halloran
Princess Linetta Eva Kong, Princess Nicoletta Catherine Bouchier
Princess Ninetta Julie Lea Goodwin, The Cook Adrian Tamburini
Farfarello Pelham Andrews, Smeraldina Victoria Lambourn
Master of Ceremonies Graeme Macfarlane, Herald David Greco

Opera Australia Chorus, Australian Opera and Ballet Orchestra

Pressemeldung Sydney Opera House

Sydney, Pinchgut Opera, L´Amant jaloux – Juwel der Barockmusik, IOCO Kritik, 07.02.2016

Februar 7, 2016  
Veröffentlicht unter Kritiken, Opera House Sydney

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Sydney / Opera House © IOCO

Sydney / Opera House © IOCO

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Juwel des Barock: L´Amant jaloux in Sydney

Normaleuropäer reduzieren Australiens Kultur gern wie leichtfertig auf  den Legenden-umwobenen Ayers Rock und die spektakuläre Muscheloper in Sydney, Meisterstück moderner Architektur.  Das 1973 erbaute Sydney Opera House wurde bereits 2007 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Für Europäer ist ein Besuch der Sydney Opera „a dream come true“. Das Sydney Opera House mit seinen 1.547 Plätzen bietet weiter mehr als Oper: Die Concert Hall mit 2700 Sitzen, das Joan Sutherland Theatre,  für kleines Theater das Playhouse, formidable Restaurants und mehr. Der Opernbetrieb wird im Stagionesystem geführt; den teuren in Deutschland üblichen Repertoirebetrieb leistet man sich nicht. Opern – Produktionen werden im Stagionesystem nur 6 – 10 Mal in kurzen Zeitabständen aufgeführt.

Sydney / Katamaran Rennen rund um Pinchgut Island © IOCO

Sydney / Katamaran Rennen rund um Pinchgut Island © IOCO

IOCO suchte kulturelle Alternativen zum Sydney Opera House und fand Ungewöhnliches in der modernen City Recital Hall im Zentrum von  Sydney. Dort zeigt die Pinchgut Opera, benannt nach einer kleinen Festungsinsel im Hafen von Sydney (IOCO Foto links), ungewöhnliche Opernproduktionen. Die City Recital Hall, äußerlich unauffällig,  bietet auf 1.238 Plätzen in einem leicht aufsteigenden Konzertsaal mit zwei Rängen und bester Akustik großartige Opern und Konzerte.

Die Pinchgut Opera Sydney wurde 2002 gegründet und bietet selten gespielte Opern der Klassik und des Barock. Pinchgut Produktionen sind wunderbare Raritäten, auch nach hohem deutschen Maßstab. Manche dieser Barockwerke hatten ihre Uraufführung in Sydney. Die meisten Pinchgut Opern wurden um 1750 komponiert. Das Ochestra of the Antipodes begleitet diese Produktionen auf Instrumenten der damaligen Zeit. Die Pinchgut Direktoren Erin Helyard und Antony Walker wollen klassische Opern originalgetreu auf die Bühne bringen. Die Handlung wird in aufwendigen Kostümen aber minimalen Kulissen dargestellt.  Das barockerfahrene Orchestra of the Antipodes  spielt kompositionsgerecht auf Instrumenten der Epoche; kleine Konzerte zu Beginn der Vorstellung und in der Pause sensibilieren den Besucher für Kommendes.

Sydney Pinchgut Opera / L'Amant jaloux © Prudence Upton

Sydney Pinchgut Opera / L’Amant jaloux © Prudence Upton

Die Barockoper L´Amant jaloux, Der eifersüchtige Liebhaber, komponierte der Megastar seiner Zeit, André Grétry (1741 – 1813). 1778 in Versailles uraufgeführt feierte L´amant Jaloux hatte über Jahre in Paris triumphale Erfolge, war Lieblingsoper von König Ludwig XVI., seiner Gattin Marie Antoinette und dem Volk. In seinen Memoiren schreibt Grétry voll Stolz, wie jede Arie dieser Opéra comique eigenen Charakter und melodischen Reichtum füllt. Grétry zeichnet seine Komposition mit orchestraler Farbreichtum, schwarzem Humor und geistreichen Verwicklungen. L´Amant jaloux beeinflusste auch Mozart, als er 1778 in Paris verzweifelt um Aufträge anhielt, Marie Antoinette keine Zeit für ihn hatte und Mutter Anna Maria dort am 3. Juli starb. Grétry, seit 1774 persönlicher Musikdirektor von Marie Antoinette, komponierte über fünfzig Opern. In Deutschland ist André Grétry, seine Kompositionen und L´Amant jaloux seit Jahrzehnten Nebensache.

Sydney / L´Amant jaloux David Greco_Andrew Goodwin © Patrick Boland

Sydney / L´Amant jaloux David Greco_Andrew Goodwin © Patrick Boland

Die Handlung der Opéra comique ist schnell erzählt: Der reiche Händler Don Lopez (David Greco) möchte nicht, dass seine junge, bereits verwitwete Tochter Léonore (Celeste Lazarenko) wieder heiratet. Doch Léonore ist verliebt in den armen wie eifersüchtigen Don Alonze (Ed Lyon). Alonzes Schwester Isabelle (Alexandra Oomens) wiederum flüchtete mit Hilfe des feurigen Franzosen Florival (Andrew Goodwin) vor ihrem Vormund, welcher sie auch heiraten möchte, zu Léonore. Verwirrungen greifen um sich: Im Dunkel einer Garderobe versteckt glaubt Isabelle….Florival glaubt in der Haushilfe Jacinte (Jessica Aszodi) Léonore zu erkennen… Florival singt nachts eine wunderbare Serenade, leider vor dem falschen Fenster… Im Dunkel der Nacht finden Florival und Alonze erleichtert heraus, dass sie keine Rivalen sind… Zudem verkündet Alonze eine große Erbschaft, sodass er Léonore heiraten kann. Auch Florival heiratet, Isabelle. Die Handlung wird untermalt durch Darsteller in farbig barocken Kostümen (Christie Milton).

Sydney Pinchgut Opera / L´Amant jaloux Ensemble © IOCO

Sydney Pinchgut Opera / L´Amant jaloux Ensemble © IOCO

Das Barockorchester, das Orchestra of the Antipodes, überrascht mit filigran bezaubernder Klängen. Ihr Dirigent Erin Helyard spielt auch am Cembalo, tiefensichere Fagotte wetteifern mit höhenfeinen Piccoloflöten, die Streicher meistern virtuose Parforceritte durch komplexe Partituren. Das pralle Leben streicht mit L´Amant jaloux in komödiantisch verzierten Bahnen durch die City Recital Hall von Sydney. Dazu ein junges Ensemble, dessen Frische im Gesang zahlreicher Duette und Quartette wie im Spiel spürbar Laune machte: Alexandra Oomens berichtet in ihrer grossen Sopranarie als Isabelle mitreißend über die Flucht vor dem Vormund. Mit den „mitleidenden“ Celeste Lazarenko (Léonore) und Jessica Aszodi (Jacinte) wird ihr lebendiger wie warm timbrierter Dreigesang zu einem Höhepunkt des Abends. Doch auch das männliche Ensemble besticht mit kraftvoll lyrischen und gut verständlichen Stimmen: Die Tenöre Andrew Goodwin als Florival und Ed Lyon als Don Alonze wie Bassbariton David Greco (Don Lopez).

Europäer erwarten neue Erfahrungen in Australien. Doch zielen solche Erwartungen eher auf Outback, Tropenwälder, Taucherfahrungen nicht aber Barockmusik. Wir allerdings erlebten in Australien erstmals André Grétry und dessen Barockjuwel L´Amant jaloux. Das war „highly unexpected“ für einen vermeintlichen Australienkenner. Das australische Publikum feierte ausgiebig die Pinchgut Opera, das Orchestra of the Antipodes wie das junge, gesangsstarke australische Ensemble

IOCO / Viktor Jarosch / 07.02.2016

Sydney, Sydney Opera House, Die Muscheloper, La Bohème und der Jahreswechsel, IOCO Aktuell, 03.01.2014

Januar 4, 2014  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Opera House Sydney


Bericht

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Das SYDNEY OPERA HOUSE und  der Jahreswechsel

Sydney Opera House und Harbour Bridge © IOCO

Sydney Opera House und die Sydney Harbour Bridge im Hintergrund © IOCO

Jeder Jahreswechsel beginnt in Europa bereits nachmittags. Mitreissende Bilder der sich von der Sydney Harbour Bridge ins Wasser ergiessenden Feuerströme zeigen den spätgeborenen Europäern, dass das neue Jahr bereits begonnen hat. Im Osten. 2,5 Milliarden Menschen schlafen dort bereits, wenn in Europa das neue Jahr begrüsst wird. Zum Jahreswechsel 2013/14 wurde im spektakuläresten Opernhaus der Welt, dem Sydney Opera House, die Oper La Bohème von Giacomo Puccini gespielt. Der Inszenierungs-Set dieser Oper: Berlin 1934, die „roaring thirties„. Die Bühne fest in asiatischer Hand: der Chinese Ji-Min Park sang als Rodolfo Che gelida manina, wie eiskalt ist den Händchen, die junge Australierin Nicole Car, 2007 ausgezeichnet mit dem  Symphony Australia Young Vocalist – Preis,  die Mimi, die Australierin Sharon Prero spielte die Musetta.

Sydney Harbour Bridge and City Skyline vom Wasser gesehen © IOCO

Sydney Harbour Bridge and City Skyline vom Wasser gesehen © IOCO

Das Opernhaus von Sydney, Meisterstück moderner Architektur, 1973 eingeweiht, ist eines der drei großen Wahrzeichen Australiens. Neben der über 100 Jahre alten Harbour Bridge und dem Legenden-umwobenen Ayers Rock in der Mitte des Kontinents.  Das Sydney Opera House beherbergt mehrere kulturelle Einrichtungen: Die Concert Hall mit 2700 Sitzen und das Opera Theatre mit 1547 Sitzplätzen. Das Sydney Opera House, obwohl erst 1973 erbaut, wurde bereits 2007 zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Der Bau des Sydney Opera House war, wie zahllose große Bauwerke, zunächst ein Desaster: Ursprünglich mit 7 Millionen Au$ veranschlagt, überstiegen die Baukosten am Ende über 100 Millionen AU$. Die Bauzeit erstreckte sich wegen bautechnischer Streitigkeiten über sieben Jahre. Äußerlich mit verzaubernder Optik lebt die Oper im Innern mit erheblichen Einschränkungen: Der Bühnenraum besitzt keine Tiefe, Bühnenbilder müssen flach sein, deren Anlieferung ist schwierig. Das Ensemble agiert häufig gefährlich nah am Orchestergraben. Der Orchestergraben wiederum verschwindet zur Hälfte unter den Bühnenboden, welches dem Orchesterklang ein wenig Brillianz raubt. Doch der verzaubernde Flair der Sydney Opera verzeiht alle baulichen Mängel. Für Europäer wird ein Besuch der Sydney Opera zu einem lebendigen Traum.

Sydney Opera House vom Wasser gesehen © IOCO

Sydney Opera House vom Wasser gesehen © IOCO

Das Sydney Opera House wird Stagione-Spielbetrieb geführt. La Bohème wird bis zum 21. Januar noch sechs mal aufgeführt und dann abgesetzt. Parallel zur La Bohème wird am Sydney Opera House im Januar 2014 nur die Zauberflöte (Magic Flute) aufgeführt, diese allerdings 25 Mal bis zum 23. März. Das nächste Opernhaus in Brisbane oder Melbourne ist über 1.000 Kilometer entfernt. Hartes Brot für den europäischen Operabuff. Den in Deutschland üblichen Repertoirebetrieb können sich die Theater Australiens nicht leisten: zu teuer.

IOCO besuchte im Sydney Opera House eine in Sydney kultig geliebte, aus 1995 stammende Elijah Moshinsky – Inszenierung des Barbier von Sevilla von Gioacchino Rossini.

Opera Australia’s ‘The Barber of Seville’ SS11 © Branco Gaica 2.2.2011

Opera Australia’s ‘The Barber of Seville’ SS11 © Branco Gaica 2.2.2011

Opera Australia’s ‘The Barber of Seville’ SS11 © Branco Gaica 2.2.2011

Opera Australia’s ‘The Barber of Seville’ SS11 © Branco Gaica 2.2.2011

Opera Australia’s ‘The Barber of Seville’ SS11 © Branco Gaica 2.2.2011

Opera Australia’s ‘The Barber of Seville’ SS11 © Branco Gaica 2.2.2011

Moshinsky lehnt sich darin Rossini-gerecht mit breitem Humor an die Slapstick-Komödien der Stummfilmzeit um Buster Keaton und die Keystone Kops an.  Slapstick, nicht Clownerien und die Mode der verrückten 20er Jahre dominieren diese Barbier Inszernierung. Aktionsgeladene, trocken-komische Personenführung schaffen genregerechte Stimmung. Dazu Blazer, Strohhüte, weiß bemalte Gesichter und Schnurrbärte. Nah am  Orchestergraben dominieren breit gezogene Bühnenbilder. Das erste Bild: Auf Tuch gemalt, eine alte, spanische Häuserzeile in Miniatur und pastellfarbenen Tönen. Mittig der Häuserzeile, das Miniatur-Haus von Dr. Bartolo, aus dessen kleiner Türe gelegentlich eine Miniatur-Rosina auf einem elektrisch getriebenem Einrad davonfährt. Haupt-Kulisse der Inszenierung ist das Innere des Hauses von Dr. Bartolo: Die Zimmer über 2 Etagen und die ganze Bühnebreite füllend: Farbig, klassisch: Eingangshalle, mehrere Wohnräume und die Arztpraxis. Während die Handlung um Figaro, Rosina und Graf Almaviva  sich wechselnd in verschiedenen  Wohnräumen vollzieht, finden in der benachbarten  „Arztpraxis“ des Dr. Bartolo abstruse, Lachmuskel-strapazierende  Operationen statt. Die grotesk-komischen „Behandlungen“ fordern die Lachmuskeln des Besuchers bis an die Grenzen. Den Hauptprotagonisten der Oper dennoch aufmerksam zu folgen, erforderte einen liebenswerten Spagat.

Dieser Barber of Seville prickelt. Stimmlich und in der Personenführung: Das Ensemble, zumeist aus Australien und Neuseeland stammend, war ausgeglichen und in allen Partien  gut bis herausragend besetzt. Das Stagione-System und 15 vorangegangene Vorstellungen mit ihren zahlreichen Regie-Facetten führten bei dieser Barber of Seville-Vorstellung  zu einer schauspielerisch harmonischen Ensemble. Man bewegt sich filigran, grapschte manchmal deftig. Doch immer wieder entschwebte das Ensemble vom Schauspiel zu wunderschönen Gesang. Allen voran dominierte von Anbeginn der weltweit präsente Argentinier José Carbó als Figaro mit  timbrierter und in allen Lagen gut geführter Stimme. (Hier youtube José Carbó mit Largo al Factotum als Figaro aus den Teatro Real, Madrid.) John Longmuir gab dem jugendlich verunsicherten Bonvivant Graf Alamaviva mit weich-lyrischem Tenor ein passendes Gesicht. Sehr präsent das Mündel Rosina mit Dominica Matthews, welche ihren schönen Mezzospopran mit gefestigter Mittellage und Höhe wie darstellerischer Intensität voll ausfüllte. Auch die Bass-Baritonpartien waren mit Andrew Moran als dicklich, dappigem aber stimmlich sicheren  Dr. Bartolo und Jud Arthur als hagerem Musiklehrer Don Basilio mit breiter schwarzer Tonlage stimmlich und schauspielerisch hervorragend besetzt. Die Regie-Einfällen gespickte  Partie von Alamaviva´s Diener Fiorello/Ambrogio wurde mit  Christopher Hillier zu einem Glanzstück.

Paris, Pere Lachaise, Grab von Gioacchino Rossini © IOCO

Paris, Pere Lachaise, Grab von Gioacchino Rossini © IOCO

Das  Australian Opera and Ballett Orchestra und Dirigent Anthony Legge haben in Sydney keinen leichten Stand: Das leicht abgedeckt sitzende Orchester besitzt zweifelsohne gutes Klangniveau. Es wurde leicht und elegant musiziert. Schattierungen jedoch, Finessen, scharfe Konturen, sicherlich nur relevant für den kleinsten Teil der Besucher, kamen etwas kurz. Der engagierten Spielfreude des Orchesters jedoch sollte dieser eher baulich begründete Mangel keinen Abbruch  tun.

So feierte das Publikum auch diese Aufführung laut und lebhaft.  Das Publikum von  Sydney, weit entfernt vom Ort der Uraufführung, zollte einem humorig menschlich inszenierten  Barbier von Sevilla seine Bewunderung.   „Machen Sie mehr Barbiere“  sagte 1822 Beethoven voller Respekt zu Rossini, „diese Oper wird leben solange es italienische Opern gibt“. Beethoven der Perfektionist, kein ausgewiesener Kenner leichterer Muse, bewies perfektes Gespür: Der Barbier von Sevilla ist höchst lebendig. Auch im Sydney Opera House.

Abschluß mit Höhepunkt: José Carbó mit Lawrence Brawnlee im Duett Al idea di quel metallo  aus dem Barbier von Sevilla.

IOCO / Viktor Jarosch /Januar 2014

 

Sydney, Opera House Sydney, Die Macht des Schicksals in Down-under, IOCO Aktuell 18.06.2013

Juni 18, 2013  
Veröffentlicht unter IOCO Aktuell, Opera House Sydney


Bericht

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Das SYDNEY OPERA HOUSE  und The Force of Destiny

Sydney Opera House und Harbour Bridge, © IOCO

Sydney Opera House und Harbour Bridge, © IOCO

Das Opernhaus von Sydney, Meisterstück moderner Architektur, 1973 eingeweiht, ist eines der drei großen Wahrzeichen Australiens. Neben der über 100 Jahre alten Harbour Bridge und dem Legenden-umwobenen Ayers Rock in der Mitte des Kontinents. Das Sydney Opera House beherbergt mehrere kulturelle Einrichtungen: Die Concert Hall mit 2700 Sitzen und das Opera Theatre mit 1547 Sitzplätzen: Architektonisch ist das Sydney Opera House inzwischen Weltkulturerbe.

Bondi Beach Sydney © IOCO

Bondi Beach Sydney © IOCO

Der Bau des Sydney Opera Houses war zunächst ein komplettes Desaster: Ursprünglich mit 7 Millionen Au$ veranschlagt, überstiegen die Baukosten am Ende über 100 Millionen AU$. Die Bauzeit erstreckte sich wegen bautechnischer Streitigkeiten über sieben Jahre. Äußerlich mit verzaubernder Optik lebt die Oper im Innern mit erheblichen Einschränkungen: Der Bühnenraum besitzt keine Tiefe, Bühnenbilder müssen flach sein, deren Anlieferung ist schwierig. Das Ensemble agiert häufig gefährlich nah am Orchestergraben. Der Orchestergraben wiederum verschwindet zur Hälfte unter den Bühnenboden, welches dem Orchesterklang ein wenig Brillianz raubt. Doch der verzaubernde Flair der Sydney Opera verzeiht alle baulichen Mängel. Für Europäer wird ein Besuch der Sydney Opera zu einem lebendigen Traum.

Sydney Opera House vom Wasser gesehen © IOCO

Sydney Opera House vom Wasser gesehen © IOCO

Das Sydney Opera House wird im Stagionesystem betrieben. Im Juni / Juli 2013 werden die Opern The Force of Destiny, Tosca, Don Pasquale und Albert Herring gespielt. 2011 bestand der Spielplan von Januar bis März aus den Opern Carmen, Partenope und der 17 Mal gespielten. Von April bis Juni ist meist Saisonpause. Das nächste Opernhaus in Brisbane oder Melbourne ist über 1.000 Kilometer entfernt. Hartes Brot für den europäischen Operabuff. Besuchen Sie einfach die kommende Force of Destiny-Vorstellung in der großartigen Muscheloper und berichten Sie bei IOCO darüber ! Wir freuen uns !


The Force of Destiny – Verdi:  29 June 2013 – 23 July 2013

Die Macht des Schicksals von Verdi in Down under

This production promises to be a thrilling version of Giuseppe Verdi’s classic opera of vendetta, elopement, love, vengeance and doom.

A giant human skull as the focal point. A chorus draped in black veils and wearing skull masks. A dramatic production where candle-lit interiors and earthy exteriors change in the blink of an eye. Welcome to director Tama Matheson’s mainstage opera debut and what promises to be a thrilling version of Verdi’s classic opera of vendetta, elopement, love, vengeance and doom.

The overture is among Verdi’s best, an exciting prelude to a plot replete with chaotic events, passionate characters and many a coincidence that takes them to boiling point. Mark Thompson’s stunning set and richly-detailed costumes conjure a dark, expressive landscape where death stalks the stage. The glory of war is undercut in a shattering climax of strident, resonating power.

The production features an all-star cast. Bulgarian soprano Svetla Vassileva portrays Leonora in her Opera Australia debut. Acclaimed international tenor Riccardo Massi plays Don Alvaro while the exemplary bass Giacomo Prestia also makes his Sydney Opera House debut. They are joined by many of the Company’s best-loved singers, including Jonathan Summers, Warwick Fyfe and Kanen Breen.

„Verdi…has bursts of marvellous passion. It is true his passion is brutal but it is better to be impassioned in this way than not at all“
   Georges Bizet, letter, 1859
Performed in Italian with English surtitles

Description

This production promises to be a thrilling version of Verdi’s classic opera of vendetta, elopement, love, vengeance and doom.

More Info Klick here

Artist Information

Conductor Andrea Licata
Director Tama Matheson
Assistant Director Netta Yashchin
Set & Costume Designer Mark Thompson
Lighting Designer Nigel Levings
Leonora Svetla Vassileva
Don Alvaro Riccardo Massi
Don Carlos di Vargas Jonathan Summers
Padre Guardiano Giacomo Prestia
Preziosilla Rinat Shaham
Fra Melitone Warwick Fyfe
Andrew Moran
Marchese di Calatrava Richard Anderson
Mastro Trabuco Kanen Breen
Curra Sian Pendry
Australian Opera and Ballet Orchestra
Opera Australia Chorus

Pricing Information

Prices correct at the time of publication and subject to change without notice. Exact prices will be displayed with seat selection.

Standard $44 – $306
Concession* $44 – $275
Booking fee applies per transaction

$8.50 – Contact Centre
$8.50 – Internet
$5.00 – Box Office Counter

Pricing Information Explained

Performance Dates

Running Time:  Approximately three hours and thirty minutes including two twenty-minute intervals.

June

  1. Sat 29 Jun 13 7:30 pm

July

  1. Tue 02 Jul 13 7:30 pm
  2. Fri 05 Jul 13 7:30 pm
  3. Wed 10 Jul 13 7:30 pm
  4. Sat 13 Jul 13 1:00 pm
  5. Wed 17 Jul 13 7:30 pm
  6. Sat 20 Jul 13 7:30 pm
  7. Tue 23 Jul 13 7:30 pm

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