Zürich, Opernhaus Zürich, Edita Gruberova-Gala, Leo Nucci-Gala, 11. und 13.05.2012

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Opernhaus Zürich

Aufgrund einer Erkrankung von Jonas Kaufmann muss die Kaufmann-Gala am 11. und 13. Mai leider abgesagt werden.

Das Opernhaus Zürich ist dankbar und glücklich, dass Edita Gruberova sich kurzfristig bereit erklärt hat, am 11. Mai einen Liederabend zu geben. Auf dem Programm stehen Werke von Franz Schubert, Hugo Wolf, Eva Dell’Acqua, Giacomo Meyerbeer und Gaetano Donizetti.

Am 13. Mai findet unter der Musikalischen Leitung von Nello Santi die Leo Nucci-Gala statt. Leo Nucci singt gemeinsam mit Piotr Beczala, Massimo Cavalletti, Sen Guo, Eva Mei, Isabel Rey, Fabio Sartori, Riccardo Zanellato und anderen jeweils den 2. Akt aus Verdis «La Traviata» und «Rigoletto» sowie den 3. Akt aus «Simon Boccanegra».

Gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit oder können an der Billettkasse zurückgegeben werden. Beide Termine der Jonas Kaufmann-Gala waren ausverkauft. Retournierte Karten werden an neue Interessenten ab dem 9. Mai an der Billettkasse des Opernhauses und über die Website verkauft.

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Edita Gruberova – Gala
Freitag, 11. Mai 2012, 19:30 Uhr im Opernhaus Zürich, Preise VII
Alexander Schmalcz, Klavier

Franz Schubert (1797-1828) – „Italienische Canzonen“ (D 688)
Non t’accostar all’urna
Guarda che bianca luna
Da quel sembiante appresi
Mio ben ricordati
La Pastorella al prato (D 528)
Vedi quanto adoro (D 510)
Der Fluss (D 693)
Gretchen am Spinnrade (D 118)

Pause

Hugo Wolf (1860-1903)
Gesang Weylas
Der Gärtner
Zitronenfalter im April
Mausfallen-Sprüchlein
Elfenlied
Er ist’s

Eva Dell’Acqua (1856-1930)
Villanelle

Giacomo Meyerbeer (1791-1864)
Dinorah „Ombre Légère“

Gaetano Donizetti (1797-1848)
Linda di Chamounix

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Leo Nucci – Gala Verdi
Sonntag, 13. Mai 2012 um 14:00 Uhr, im Opernhaus Zürich, Preise VII

Giuseppe Verdi

Zweiter Akt aus «La Traviata»
Mit Eva Mei (Violetta), Irène Friedli (Annina); Piotr Beczala (Alfredo Germont), Leo Nucci (Giorgio Germont), Noel Vazquez (Giuseppe), Uwe Kosser (Commissionario)

Zweiter Akt aus «Rigoletto»
Sen Guo (Gilda), Mariana Carnovali (Paggio); Piotr Beczala (Duca), Leo Nucci (Rigoletto), Miroslav Christoff (Borsa), Valeriy Murga (Marullo), Tomasz Slawinski (Ceprano), Aaron Agulay (Usciere), Pavel Daniluk (Monterone)

Dritter Akt aus «Simon Boccanegra»
Isabel Rey (Amelia); Leo Nucci (Simon Boccanegra), Riccardo Zanellato (Jacopo Fiesco), Fabio Sartori (Gabriele Adorno), Massimo Cavalletti (Paolo Albiani), Ilker Arcayürek (Un capitano)

In szenischer Aufführung

Dirigent Nello Santi
Choreinstudierung Jürg Hämmerli, Ernst Raffelsberger
Orchester der Oper Zürich
Chor der Oper Zürich

Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere Poliuto, 06.05.2012

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Opernhaus Zürich

Poliuto von Gaetano Donizetti

Premiere am Sonntag, 06.05.2012, 19:00-21:30

mit deutscher und englischer Übertitelung
Dirigent Nello Santi
Inszenierung Damiano Michieletto
Bühnenbild Paolo Fantin
Kostüme Carla Teti
Choreinstudierung Ernst Raffelsberger
Lichtgestaltung Martin Gebhardt
Orchester Orchester der Oper Zürich

Mit. Massimiliano Pisapia (Poliuto, nobile armeno); Fiorenza Cedolins (Paolina, figlia del governatore); Massimo Cavalletti (Severo, proconsole), Riccardo Zanellato (Callistene, gran sacerdote di Giove), Jan Rusko (Nearco, capo dei cristiani), Boguslaw Bidzinski (Felice, governatore di Mitilene), Aaron Agulay (un cristiano)

Gaetano Donizettis Märtyrerdrama Poliuto hat eine bewegte Entstehungsgeschichte hinter sich. Ursprünglich für das Teatro San Carlo in Neapel geplant, wurde die Oper noch vor ihrer Premiere durch die neapolitanische Zensur verboten – das Sujet sei für eine Bühne zu heilig, wurde argumentiert. Donizetti, der damals bereits entschlossen war, sein Glück in Paris zu versuchen, arbeitete das Stück daraufhin zu einer vieraktigen Grand Opéra um und brachte es 1840 in französischer Sprache unter dem Titel «Les Martyres» an der Pariser Opéra heraus. Erst nach Donizettis Tod gelangte «Poliuto» 1848 in Neapel zum ersten Mal auf die Bühne. Wie «Maria Stuarda» oder auch «Lucia di Lammermoor» ist «Poliuto» von der bestimmenden Erfahrung des Schmerzes und des Leidens, durch die der Mensch zu sich selbst kommt, geprägt. Auf Pierre Corneilles Tragödie Polyeucte  basierend, steht der heimlich zum Christentum übergetretene Poliuto im Mittelpunkt der Oper. Als der römische Feldherr Severo im kaiserlichen Auftrag nach Armenien kommt, um die verschärften Gesetze gegen die Christen durchzusetzen, bekennt sich aber auch Poliutos Gattin Paolina zum Christentum, und das, obwohl Severo Paolinas früherer Geliebter war; die beiden Eheleute nehmen das Martyrium als ekstatische Vereinigung auf sich.

An der Oper aus Donizettis Reifezeit fasziniert neben der neuartigen Kompositionsstruktur, die wegweisend für Komponisten wie Giuseppe Verdi war, auch die Ausrichtung des Gesangs auf den dramatischen Ausdruck. Kein Wunder, dass sich im 20. Jahrhundert immer wieder grosse Sängerpersönlichkeiten wie Franco Corelli und Maria Callas für das Werk stark gemacht haben; als Schweizerische Erstaufführung ist es nun erstmals am Opernhaus Zürich zu sehen. Regie führt der Italiener Damiano Michieletto, der in den vergangenen Spielzeiten u.a. mit Verdis «Il corsaro» sowie «Luisa Miller» auf sich aufmerksam gemacht hat; für musikalische Verve aus dem Orchestergraben sorgt Nello Santi.

Zürich, Opernhaus Zürich,5. Philharmonisches Konzert 11/12 mit Piotr Beczala, 07.05.2012

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Opernhaus Zürich

5. Philharmonisches Konzert 11/12

Philharmonischen Konzert am Montag, den 7. Mai 2012 um 19:30 Uhr ins Opernhaus Zürich ein. Am Pult präsentieren wir Ihnen den international hoch ausgezeichneten Dirigent Christoph von Dohnányi. Auf dem Programm stehen Alfred Schnittkes «(K)ein Sommernachtstraum», welchen der Komponist selbst als ‹mein Mozart-Schubert bezogenes Rondo› bezeichnete. Weiter erklingen Richard Strauss` «Orchesterlieder für Tenor», in denen Startenor Piotr Beczala zu hören sein wird. Abschliessend interpretiert die erste Konzertmeisterin des Orchesters der Oper Zürich Hanna Weinmeister das «Offertorium: Konzert für Violine und Orchester» von Sofia Gubaidulinas.

Preise CHF 92 / 76 / 65 / 43 / 16

Kartenbestellung
Telefon: 044 268 66 66, Mo bis Sa, 11.30 bis 18 Uhr
Schalteröffnungszeit: Mo bis Sa, 11 Uhr bis 18 Uhr

Dirigent Christoph von Dohnányi
Orchester Orchester der Oper Zürich

Mit
Piotr Beczala (Tenor); Hanna Weinmeister (Violine)
Alfred Schnittke (1934-1998)
(K)ein Sommernachtstraum
Richard Strauss (1864-1949)
Orchesterlieder für Tenor
Sofia Gubaidulina (*1931)
Offertorium: Konzert für Violine und Orchester

Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere Fürst Igor, 15.04.2012

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Opernhaus Zürich

Fürst Igor Borodin (Premiere)

Sonntag, 15.04.2012, 18:30-22:00

Ort: Opernhaus Einführung: 17:30,
Foyer I. Rang Abo/Preis: Premieren A, Preise VII
Weitere Spieldaten:
Di, 17.04.2012
Do, 19.04.2012
So, 22.04.2012
Mi, 25.04.2012
Fr, 27.04.2012
So, 29.04.2012

mit deutscher und englischer Übertitelung
Koproduktion mit der Staatsoper Hamburg
Mit Unterstützung der Kühne Stiftung

Dirigent Vladimir Fedoseyev
Inszenierung David Pountney
Bühnenbild Robert Innes Hopkins
Kostüme Marie-Jeanne Lecca
Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung Jürg Hämmerli
Choreographie Renato Zanella
Orchester Orchester der Oper Zürich

Mit Egils Silins (Igor Swjatoslawitsch, Fürst von Sewersk); Olga Guryakova (Jaroslawna, seine zweite Frau); Peter Sonn (Wladimir Igorewitsch), Dmitry Belosselskiy (Waladimir Jaroslawitsch), Pavel Daniluk (Kontschak); Olesya Petrova (Kontschakowna); Miroslav Christoff (Owlur, ein getaufter Polowetzer), Valeriy Murga (Skula), Martin Zysset (Eroschka); Viktorija Bakan (ein Polowetzer Mädchen)

Neben Mussorgskis «Chowanschtschina» und «Boris Godunow» ist Alexander Borodins «Fürst Igor» das urrussische Sujet der Opernliteratur schlechthin; in Russland fester Bestandteil des Repertoires, ist die einzige Oper Borodins in Westeuropa jedoch nur selten zu hören. Die Geschichte geht auf die älteste russische Kunstdichtung aus dem 12. Jahrhundert zurück, das «Igorlied»: Fürst Igor zieht aus, um die Polowetzer – einen Turkstamm, der das Volk Igors bedroht – zu besiegen. Während seiner Abwesenheit soll Fürst Galitzki, Schwager Igors, das Land regieren; doch dieser hat nur seinen eigenen Vorteil im Sinn. Als die Bojaren melden, dass Igor und sein Sohn Wladimir besiegt wurden und in Gefangenschaft geraten sind, frohlockt Galitzki. Igor aber gelingt die Flucht; überglücklich begrüssen ihn seine Frau Jaroslawna und das Volk, das sich von seinem Fürsten Rettung erhofft.

Mit der Gegenüberstellung von Fürst Igor, seiner Familie und seinem Volk einerseits und der orientalisch geprägten Welt um Khan Kontschakow und seine Polowetzer andererseits gewinnt Borodin musikalisch einen reizvollen Kontrast. Berühmt geworden sind die mitreissenden «Polowetzer Tänze»; weniger bekannt, aber ebenso wirkungsvoll sind die Chöre und Arien der Oper. Fast zwanzig Jahre hat Alexander Borodin an «Fürst Igor» gearbeitet. Gleichwohl blieb das Werk bei seinem Tode 1887 unvollendet; bis heute wird es meist in der «Vervollständigung» von Nikolaj Rimski-Korsakow und Alexander Glasunow aufgeführt. Vladimir Fedoseyev wird gemeinsam mit Regisseur David Pountney eine Inszenierung erarbeiten, die neueste Erkenntnisse in Bezug auf die schwierige Quellenlage des Werkes berücksichtigt und uns sicher vieles neu entdecken lässt. Die Titelpartie singt Egils Silins.

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme Guillaume Tell, 01.04.2012

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Opernhaus Zürich

Wiederaufnahme «Guillaume Tell»

Guillaume Tell Rossini

Wiederaufnahme am Sonntag, 1. April 2012, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen am 4., 14. und 20. April 2012

Wieder auf dem Spielplan steht Adrian Marthalers gefeierte Inszenierung von Gioachino Rossinis «Guillaume Tell». Marthaler siedelt seine Inszenierung im Hier und Heute an und geht der Frage nach, welchen Einfluss die lieb gewordenen Mythen rund um den Rütlischwur auf das Werden der modernen Schweiz hatten. Unter der Leitung von Rossini-Spezialist Gianluigi Gelmetti sind u.a. Michele Pertusi, Antonino Siragusa, Eva Mei, Martina Janková und
Wiebke Lehmkuhl zu erleben.

Dirigent
Gianluigi Gelmetti
Inszenierung
Adrian Marthaler
Bühnenbild
Jörg Zielinski, Adrian Marthaler
Kostüme
Marcel Keller
Choreinstudierung
Ernst Raffelsberger
Orchester
Orchester der Oper Zürich
Chor
Chor der Oper Zürich

Mit: Eva Mei (Mathilde), Martina Janková (Jemmy), Wiebke Lehmkuhl (Hedwige); Michele Pertusi (Guillaume Tell), Antonino Siragusa (Arnold), Alfred Muff (Gessler), Pavel Daniluk (Melcthal), Andreas Winkler (Rodolphe), Reinhard Mayr (Walter Furst), Aaron Agulay (Leuthold), Domenico Menini (Ruedi)

Frei nach Schillers Drama handelt die Oper vom Freiheitskampf der Schweizer in den Kantonen Uri, Schwyz und Unterwalden gegen die Tyrannenherrschaft der Habsburger, personifiziert im Landvogt Gessler. Dessen Soldaten schikanieren die Bevölkerung. Als schliess- lich gar der alte Melchthal ermordet wird, geloben die Schweizer, angeführt von Wilhelm Tell, ihr Vaterland zu befreien. Bevor es zum Aufstand kommt, geraten Tell und Gessler aneinander. Tell wird gezwungen, einen Apfel vom Kopf seines Kindes herunter zu schiessen. Als der Schuss gelingt, lässt Gessler Tell gefangen nehmen. Doch Tell kann fliehen und erschiesst Gessler. Das Schweizer Volk feiert die Freiheit.

Gioachino Rossinis letztes Werk für die Bühne, sein 1829 in Paris uraufgeführter «Guillaume Tell», bildet den Höhepunkt seiner Auseinandersetzung mit der französischen Operntradition und offenbart eine Konzeption von Musiktheater, die deutlich über das traditionell Vorhandene hinausweist. Unverkennbar ist hier die Tendenz zum durchkomponierten Drama, wie sie dann Giuseppe Verdi bzw. Richard Wagner auf unterschiedliche Weise weiterführten. Der Blick auf den Schweizer Freiheitshelden, dessen Authentizität immer wieder Anlass zu Auseinandersetzungen gab, gefiltert durch die Brille verschiedener Nationen, ist naturgemäss gerade in seinem Herkunftsland ungemein spannend und kann auch Aufschluss über unseren eigenen Umgang mit dem Mythos geben. Adrian Marthaler siedelt seine Inszenierung von Rossinis «Guillaume Tell» im Hier und Heute an, lässt den Mythos gleichsam aus dem Volk heraus entstehen, das sich seiner immer wieder versichert hat, vor allem in Zeiten der eigenen inneren Zerrissenheit, und geht der Frage nach, welchen Einfluss die lieb gewordenen Mythen rund um den Rütlischwur – oft gerade deshalb, weil sie nicht stimmen – auf das Werden der modernen Schweiz hatten. Klar, dass es dabei nicht ohne den ein oder anderen liebevoll-ironischen Seitenhieb abgeht – etwa wenn in der Ouvertüre ein Panoptikum der heutigen Schweizer Bevölkerung gezeigt wird.

Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere Ein Sommernachtstraum, 31.03.2012

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Opernhaus Zürich

Premiere IOS «Ein Sommernachtstraum»

Ein Sommernachtstraum Britten

Premiere am Samstag, 31. März 2012, 19:00 Uhr auf der Studiobühne
Weitere Vorstellungen am 3., 5., 10., 13., 14. und 15. April 2012

Irrungen und Wirrungen der Liebe stehen im Zentrum von William Shakespeares «Sommernachtstraum». Seine Komödie inspirierte neben Purcell, Mendelssohn und vielen anderen Komponisten auch Benjamin Britten, der faszinierende Farben einsetzt, um Shakespeares Zauberwelt in ein mystisches Licht zu tauchen. Die jungen Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios erwecken Brittens geniale Oper auf der Studiobühne ab dem 31. März zum Leben.

Musikalische Leitung – Thomas Barthel
Inszenierung – Gudrun Hartmann
Ausstattung – Jenny Wolf
Lichtgestaltung – Elfried Roller
Regieassistenz – Valentina De Marchi
Inspizienz – Susann Zahler

Mit:
Oberon -  Jan Monowid
Titania – Viktorija Bakan/Sarah Traubel
Puck – Aaron Arens
Theseus – Thomas Forde
Hippolyta – Rita Therese Ziem
Lysander – Ilker Arcayürek/Patrick Vogel
Demetrius – Joa Helgesson
Hermia – Mariana Carnovali/Bettina Schneebeli
Helena – Elisabeth Meyer/Ivana Rusko
Zettel – Jonathan Sells
Squenz – David Steffens
Flaut – Jan Rusko
Schnock – Evgeny Sevastyanov
Schnauz – Ilker Arcayürek/Patrick Vogel
Schlucker – George Humphreys/Aaron Agulay (5.4.)
Spinnweb – Sarah Luise Traubel/Viktorija Bakan
Bohnenblüte – Elisabeth Meyer/Ivana Rusko
Senfsamen – Mariana Carnovali/Bettina Schneebeli
Motte – Mariana Carnovali/Bettina Schneebeli/Rita Therese Ziem

Hinweis
Für diese Vorstellung sind Bestellungen über das Internet leider nicht möglich.
Bitte rufen Sie die Billettkasse des Opernhauses an unter:
+41-(0)44-268 66 66
MO-SA, 11:30-18:00

IOS – Liematinée am Sonntag, 20. Mai 2012 um 11 Uhr, im Foyer 1. Rang.
Stand: 24.1.2012, Änderungen vorbehalten

Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere Grid/Don Juan/Till Eulenspiegel, 24.03.2012

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Opernhaus Zürich

Premiere «Grid/Don Juan/Till Eulenspiegel»

Grid/Don Juan/Till Eulenspiegel Schostakowitsch/Gluck/R.Strauss

Premiere am Samstag, 24. März 2012, 19:00 Uhr
Weitere Vorstellungen am 25. März, 1., 13., 22. April, 16., 20. Mai, 10. Juni und 1. Juli 2012

Im Mittelpunkt von Heinz Spoerlis Abschiedspremiere stehen zwei berühmte literarische Figuren: Der südländische Draufgänger und Verführer Don Juan sowie der nordische Taugenichts Till Eulenspiegel. Mit leichter Hand choreografiert Spoerli Christoph Willibald Glucks «Don Juan» und lässt Richard Strauss’ «Till Eugenspiegels lustige Streiche» auf humorvolle Weise aufleben. Der dreiteilige Abend beginnt mit Spoerlis tänzerischer Sicht auf Dmitri Schostakowitschs zweites Klavierkonzert, das vom Pianisten Alexey Botvinov interpretiert wird.

Dirigent
Theodor Guschlbauer
Choreographie
Heinz Spoerli
Bühnenbild
Keso Dekker, Florian Etti, Jordi Roig
Orchester
Orchester der Oper Zürich

Mit: Zürcher Ballett

Im Jahre 1760 hatte der grosse Ballettreformator Jean-Georges Noverre am Hofe Karl Eugens von Württemberg in Stuttgart seine berühmten Briefe veröffentlicht – eines der bedeutendsten Zeugnisse der Theorie und Ästhetik der Ballettkunst. Anstelle der äusserlichen Virtuosität, des Schematismus und Formalismus der höfischen Ballettkunst forderte er die dramatische Ballettpantomime, in der Tanz, Mimik, Bühnendekoration und Musik ganz dem Ausdruck menschlicher Gefühle, Gedanken und Erlebnisse dienen sollten. Ein Jahr nach dem Erscheinen dieser Briefe Noverres wurde «Don Juan» mit der Musik von Gluck und in der Choreografie Gasparo Angiolinis in Wien uraufgeführt. 28 Jahre vor Mozarts Oper «Don Giovanni» wurde in diesem Ballett der gesellschaftskritische Stoff vom Untergang eines aristokratischen Lebemannes  ausdrucksstark und zutiefst «rührend», wie es Noverre verlangte, gestaltet. Glucks Musik, vor allem bei der Erscheinung des steinernen Gastes im zweiten Bild und bei Don Juans Höllenfahrt am Schluss, ist aussergewöhnlich erregend und expressiv. Nach grossen Choreografen der Vergangenheit wie Rudolf von Laban, Michail Fokin und Léonide Massine setzt sich Heinz Spoerli erstmals mit dem «Don Juan»-Stoff auf der Ballettbühne auseinander.

Im zweiten Teil des Abends widmet sich der Zürcher Ballettdirektor ausserdem der grossangelegten, 1895 entstandenen sinfonischen Dichtung «Till Eulenspiegels lustige Streiche» von Richard Strauss. Man darf gespannt sein, wie  Heinz Spoerli die Episoden aus dem Leben des Schalksnarren auf die Bühne bringt, der die Welt zum besten hielt, seine spöttischen Weisheiten hinter der Maske des Narren verbarg und die Menschen lehren wollte, sich selbst nicht so ernst und alles nicht so tragisch zu nehmen.

Eröffnet wird der dritte Ballettabend dieser Saison mit «Grid», einer Choreografie, die Heinz Spoerli 1987 zu Dmitri Schostakowischs zweiten Klavierkonzert op. 102 schuf, «ein choreografisches Gitterwerk, mit leichter Hand gewebt, von feinem Humor und Reichtum der Formen bestimmt.» (ballett international)

Zürich, Opernhaus Zürich, Premiere DON CARLO, 04.03.2012

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Opernhaus Zürich

Don Carlo Verdi (Premiere)

mit deutscher und englischer Übertitelung

Premiere am Sonntag, 4. März 2012, 18:00 Uhr

Weitere Vorstellungen am 8., 11., 18., 20., 27., 30. März und 9. April 2012

Mit Unterstützung des “Freundeskreis Dr. Josef Ackermann, René Braginsky, Herbert und Evelyn Axelrod”

Dirigent
Zubin Mehta
Inszenierung
Sven-Eric Bechtolf
Bühnenbild
Rolf Glittenberg
Kostüme
Marianne Glittenberg
Choreinstudierung
Ernst Raffelsberger
Orchester
Orchester der Oper Zürich

Mit: Anja Harteros (Elisabetta di Valois), Vesselina Kasarova (La Principessa d’Eboli), Bettina Schneebeli (Tebaldo, Paggio di Elisabetta), Sen Guo (Una voce dal cielo); Matti Salminen (Fillippo II), Fabio Sartori (Don Carlos), Massimo Cavalletti (Rodrigo, marchese di Posa), Alfred Muff (Il Grande Inquisitore), Pavel Daniluk (Un frate), Benjamin Bernheim (Il conte di Lerma/ un araldo reale)

Kaum eine andere Verdi-Oper hat eine so komplizierte Entstehungsgeschichte wie der «Don Carlo». Auf dem Weg von Schillers Ideendrama zur Oper, in der die persönlichen Konflikte der Figuren mehr im Vordergrund stehen als die politisch-philosophische Ebene, durchlief die Partitur verschiedene Stadien; so steht jede Neuinszenierung vor der Frage, in welcher Werkgestalt man sich dem Stück nähern soll. Der Komponist hatte zehn Jahre zuvor mit seinen «Vêpres siciliennes» erfahren, welche Möglichkeiten, aber auch welche Schwierigkeiten ein Auftragswerk für die Pariser Opéra mit sich bringen konnte. Der Stoff des «Don Carlos» begeisterte ihn von Anfang an. Ursprünglich in französischer Sprache komponiert, hat die Oper sich in der italienischen Übersetzung weltweit durchgesetzt. Die 1884 für die Erstaufführung der italienischen Fassung in Mailand erfolgte Streichung des 1. Aktes, in dem die Vorgeschichte für das Drama sinnfällig wird, hat Verdi 1886 für Modena wieder rückgängig gemacht.

So wird dieser Akt, der in Fontainebleau spielt und die Begegnung zwischen dem spanischen Infanten Carlos und der französischen Königstochter Elisabeth von Valois schildert, auch in der Zürcher Neuinszenierung aufgeführt werden. Die Verkettung von Grossmacht-Politik und privatem Glücksstreben wird hier besonders deutlich: Die frisch verliebten jungen Leute müssen erfahren, dass König Philipp II. Elisabeth selbst zur Frau nehmen will und sie damit zur Stiefmutter seines Sohnes Carlos macht. Vergeblich versucht der Marquis Posa, Carlos für den Freiheitskampf der Provinz Flandern zu interessieren und ihm damit über die unglückliche Liebe hinwegzuhelfen. Die Intrige der Prinzessin Eboli, die Elisabeth aus enttäuschter Liebe zu Carlo beim König anschwärzt, trägt ebenso zum tragischen Ausgang bei wie das brutale Vorgehen der Inquisition, gegen die Philipp trotz seiner Machtfülle machtlos ist.

Zürich, Opernhaus Zürich, Otello ossia il Moro di Venezia Rossini (Premiere), 10.02.2012

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Opernhaus Zürich

Otello ossia il Moro di Venezia Rossini (Premiere)

mit deutscher und englischer Übertitelung

Unterstützt durch Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG

Premiere: Freitag, 10.02.2012, 19:00-22:15
Weitere Spieldaten: Fr, 17.02.2012 So, 26.02.2012 Do, 01.03.2012 Sa, 03.03.2012 Di, 06.03.2012

Dirigent Muhai Tang Inszenierung Moshe Leiser, Patrice Caurier Bühnenbild Christian Fenouillat Kostüme Agostino Cavalca Light-Design Hans-Rudolf Kunz, Christophe Forey Choreinstudierung Jürg Hämmerli Orchester Orchester der Oper Zürich

Mit: John Osborn (Otello); Cecilia Bartoli (Desdemona); Peter Kálmán (Elmiro), Javier Camarena (Rodrigo), Edgardo Rocha (Iago); Liliana Nikiteanu (Emilia); Javier Camarena (Lucio), Nicola Pamio (Doge), Ilker Arcayürek (Gondoliero)

Gioachino Rossinis «Otello», den der Komponist 1816 am Teatro del Fondo in Neapel vorstellte, lehnt sich nur leicht an das berühmte Shakespeare-Drama an. Das Libretto von Francesco Berio greift vor allem ein Drama auf, das 1813 in Neapel uraufgeführt wurde: den «Otello» des Barons Carlo Cosenza. Die Figur des Jago tritt hier deutlich zurück hinter der offenen Feindschaft zwischen dem bereits heimlich verheirateten Mohren und Rodrigo, dessen Liebe zu Desdemona nicht erwidert wird; das Taschentuch wird ersetzt durch ein Liebesbillett, das der wirkliche Empfänger Otello an einen Rivalen gerichtet glaubt, und der Vater Desdemonas, Elmiro, ist ein politischer Gegner des Mohren. Doch trotz der vorhersehbaren Kritik aufgrund dieser Veränderungen brachte dieses Werk Rossini einen bleibenden Erfolg in allen grossen Theatern bis zur Uraufführung der gleichnamigen Oper von Verdi im Jahre 1887, die in dieser Saison ebenfalls am Opernhaus Zürich zu erleben ist, was die Gelegenheit zum lohnenswerten Vergleich beider Werke bietet.

Der 3. Akt, ohne jegliche musikalische Pausen und dem Schauspiel am nächsten, enthält einige der melodischen Höhepunkte des Gesamtwerkes Rossinis sowie eine neue musikdramatische Konzeption, die der Komponist in seinen nachfolgenden Werken weiterentwickeln sollte. Auf den Punkt brachte es Giacomo Meyerbeer: «Der dritte Akt ist wirklich göttlich, und das Aussergewöhnliche daran ist, dass seine Schönheiten gar nicht nach Rossini klingen. Erstklassige Deklamationen, fortwährend leidenschaftliche Rezitative, geheimnisvolle Begleitungen voller Lokalkolorit und besonders der Stil alter Romanzen ist zu höchster Vollendung gebracht.» Nur selten schafft es Rossinis «Otello» heute auf die Opernbühne, schliesslich fordert die Besetzung allein drei Ausnahmetenöre – ein Prädikat, das auf John Osborn, Javier Camarena und Antonino Siragusa, die in der Zürcher Neuinszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier zu erleben sind, gleichermassen zutrifft. Cecilia Bartoli gibt als Desdemona ein weiteres, mit Spannung erwartetes Rossini-Rollendebüt, die musikalische Leitung hat Muhai Tang.

Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme «Ariadne auf Naxos», 12.02.2012

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Opernhaus Zürich

Wiederaufnahme «Ariadne auf Naxos»

Ariadne auf Naxos_R. Strauss

mit deutscher und englischer Übertitelung

Wiederaufnahme am Donnerstag 12. Februar 2012, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen am 15., 19., 23. Februar 2012

Dirigent Peter Schneider
Regie Claus Guth
Bühnenbild Christian Schmidt
Orchester Orchester der Oper Zürich

Mit: Ricarda Merbeth (Primadonna/Ariadne), Elena Mo?uc (Zerbinetta), Michelle Breedt (Komponist), Eva Liebau (Najade), Irène Friedli (Dryade), Sandra Trattnigg (Echo); Michael König (Tenor/Bacchus), Kresimir Strazanac (Harlekin), Martin Zysset (Scaramuccio), Reinhard Mayr (Truffaldin), Reinaldo Macias (Brighella), Martin Gantner (Musiklehrer), Michael Laurenz (Tanzmeister), Patrick Vogel (Offizier), Jonathan Sells (Perückenmacher), David Steffens (Lakai), Alexander Pereira (Haushofmeister)

Bei den Vorbereitungen zur Uraufführung einer Oper kommt es zum Eklat, als der Auftraggeber vom Komponisten verlangt, das Werk gleichzeitig mit der Darbietung einer Unterhaltungstruppe auf die Bühne zu bringen. Diese, angeführt von Zerbinetta, bemüht sich darum, die von ihrem Geliebten verlassene Primadonna zu trösten. Doch Ariadne hat sich in ihren Schmerz vergraben und gibt sich abwechselnd Erinnerungen an ihre glückliche Vergangenheit und Todesfantasien hin. Erst die Ankunft eines Mannes, dessen Stimme sie mitten ins Herz trifft, reisst sie aus ihrer Starre. Im ersten Moment glaubt sie, ihren Geliebten vor sich zu haben, dann aber vermeint sie, den ersehnten Todesboten zu erkennen. Zum Sterben bereit, stürzt sie sich in seine Arme, doch in seiner Umarmung erwacht sie zu neuem Leben.

Regisseur Claus Guth und Ausstatter Christian Schmidt spielen in ihrer Inszenierung mit der Doppelbödigkeit des Stückes und schlagen überraschende, ja verblüffende Bögen. Das gekonnt stilisierte Vorspiel zeigt ein Kammerspiel zum Thema der künstlerischen Zwangs- und Notlagen, die sich aus der wechselseitigen Abhängigkeit von Geld und Geist ergeben. Dann schliesst sich die eigentliche Opernhandlung an, für die der Innenraum des Zürcher Restaurants «Kronenhalle» opulent nachgebaut wurde. Claus Guth und Christian Schmidt gelang ein von Publikum und Presse bejubelter, faszinierender Abend voller magisch-atmosphärischer Augenblicke mit berührendem Tiefgang. Die Besetzung dieser Wiederaufnahme kann mit hervorragenden Sängerdarstellern wie Nina Stemme, alternierend mit Ricarda Merbeth, Elena Mos¸uc, Michelle Breedt, Michael König, Martin Gantner und anderen aufwarten.