Krefeld, Theater Krefeld-Mönchengladbach, Maskerade – Komische Oper aus Dänemark, IOCO Kritik, 12.05.2012


Kritik

Theater Krefeld Mönchengladbach

Maskerade von  Carl Nielsen

Eine dänische komische “Nationaloper” in Krefeld

Premiere am 12.05.2012

 

Es kommt nicht von ungefähr, dass sich ein Werk trotz gefälliger Musik und einer durchaus interessanten Handlung nicht in der Publikumsgunst durchsetzen kann. Irgendwo ist dann ein Haar in der Suppe, das stört und den Genuss beeinträchtigt.

So auch bei Carl Nielsens komischer Oper “Maskerade“, die 1906 in Kopenhagen ihre Uraufführung erlebte. Sie gilt schlechthin als die dänische Nationaloper.

 

Die Story ist recht hübsch: Zwei wohlhabende Väter, Jeronimus und Leonhard, wollen ihre Kinder miteinander vermählen. Doch die jungen Leute, die sich nicht kennen, haben sich schon bei der Maskerade des Vortages in (vermeintlich) andere Partner verliebt. Sie stehen den Heiratsplänen bockig gegenüber. Jeronimus` Sohn Leander und sein Diener Henrik schaffen es trotz strenger Bewachung aus dem Haus zu kommen, um auf die heutige nächtliche Maskerade zu gehen. Doch es fällt auf, der Papa kommt dahinter und schleicht sich, natürlich auch verkleidet auf  den Ball, um die beiden auf frischer Tat zu ertappen. Dabei macht er einige “liebsame und unliebsame Entdeckungen“. Zum Schluss löst sich alles in einem Happy End auf.

So weit so gut, eine nette Verwechslungskomödie. Das alles in einer Zeit des Aufbruchs aus strenger, pietistischer Moral in eine lichtere, mehr Lebensfreude spendende Zeit. Den Weg dahin ebnen vielfach die Maskeraden, hinter deren Schutz man sich natürlich richtig austoben kann.

Das “Haar in der Suppe“ in dieser Oper sind die schwülstigen, gestelzten Texte, die wenig “Komik“ vermitteln. Aber auch Nielsens Musik ist daran nicht ganz unschuldig. Munter, wie in einer Endlosschleife vor sich hin plätschernd, hübsch und gefällig, entbehrt sie jeglicher Dramatik und jeden Bisses. Das ist auf die Dauer ermüdend.

Dabei hatte man sich im anspruchsvollen Theater Krefeld so viel Mühe gegeben.

Die Inszenierung von Aron Stiehl hatte Verve, war voller hübscher Einfälle (Badezimmerszene) und der Handlungsfaden war immer zu erkennen. Dietlind Konold erfreute mit herrlich witzigen, opulenten und farbenfrohen Kostümen, manchmal allerdings an der Grenze des guten Geschmacks. Das Bühnenbild von Jürgen Kirner war einfallsreich und optimal in seiner Bespielbarkeit. Dafür ein großes Lob.

Die musikalische Seite war ohne Fehl und Tadel. Bei den Sängern blieben keine Wünsche offen.

Hayk Déinyan war der Jeronimus, prächtig bei Stimme und mit ausgeprägtem Sinn für Komik, die er mal wieder effektvoll ausspielen konnte. Seinen Sohn Leander stattete Michael Simon mit schönen, strahlenden Tenortönen aus. Hervorragend in Stimme und agilem Spiel geriet der Diener Hendrik durch Tobias Scharfenberger. Tadellos präsentierten sich die Damen. Debra Hays feiner Sopran erfreute als Leonora und Eva Maria Günschmann mit saftigem Mezzo und ausgeprägter Spielfreude als deren Dienerin Pernille. Dazu steuerte Satik Tumyan als Magdelone satte Alttöne bei. Stimmlich opulent war Matthias Wippich in drei kommentierenden Rollen. Verlässlich wie immer Krefelds Urgestein Walter Planté in der Rolle des Leonards, Leonoras Vater.

Gut besetzt waren auch alle weiteren Rollen, größere und kleinere. Großen Beifall bekam das Tanzensemble, von Robert North choreographiert.

Klangschön wie meistens präsentierte sich der Chor, den Maria Benyumova einstudiert hatte.

In Top-Form befanden sich die Niederrheinischen Sinfoniker. Am Pult stand GMD Graham Jackson, der nicht nur alles wunderbar zusammenhielt, sondern auch viele farbige Akzente setzte, um Nielsens vielfach bunte, von vielen Stilrichtungen beeinflusste Musik, überzeugend darzubieten.

Freundlicher Beifall für ein in Deutschland noch nicht populäres Werk belohnte zu Recht alle Mitwirkenden.

IOCO / UGK / 12.05.2012

Dessau, Anhaltisches Theater Dessau, Elbmusikfest, 17. bis 20.05.2012

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Anhaltisches Theater Dessau,  Anhaltische Philharmonie

Elbmusikfest

17. bis 20. Mai 2012

Zum dritten Mal in Folge greift das Anhaltische Theater die Tradition der Elbmusikfeste aus dem 19. Jahrhundert wieder auf. Am Himmelfahrtswochenende, vom 17. bis 20. Mai, stehen an vier aufeinander folgenden Tagen drei aktuelle Inszenierungen, beginnend mit Puccinis LA BOHÈME, gefolgt von dem Ballett HOTEL MONTPARNASSE bis hin zu Richard Wagners GÖTTERDÄMMERUNG und ein Konzert auf dem Spielplan. Das Konzert ist jedoch kein gewöhnliches Konzert sondern ein Scratch-Konzert. „SCRATCH“ heißt diese Form deshalb, weil man „from scratch“, also bei Null anfängt und innerhalb eines Tages das Werk zur Aufführung bringt. Mitmachen kann jeder, der Freude am Singen hat. Am Samstag, dem 19. Mai, treffen sich 300 Sängerinnen und Sänger aus nah und fern sowie ca. 90 Kinder, um tagsüber Carl Orffs „Carmina burana“ einzustudieren und abends ab 19 Uhr im Konzert zu präsentieren. Unterstützt werden sie von den Solisten Angelina Ruzzafante (Sopran), Wiard Witholt (Bariton) und David Ameln (Tenor) sowie der Anhaltischen Philharmonie unter der Leitung von GMD Antony Hermus. Wer den Abend danach noch auf andere Art kulturvoll ausklingen lassen möchte, kann zur JAZZKULTTOUR ins Georgium wechseln. Dort braucht man bei Vorlage der Theaterkarte pro Person nur 3 Euro statt 6 Euro Eintritt zu bezahlen.

Am Freitag, 18. Mai lädt die Musikschule Coswig gemeinsam mit dem Kinderchor des Anhaltischen Theaters zum Konzert um 16.30 Uhr ins Foyer des Großen Hauses ein.

Letztmalig in dieser Spielzeit ist die Ballettproduktion „Hotel Montparnasse“ am 18. Mai um 19 Uhr zu sehen. In der pulsierenden Atmosphäre in Paris der 1930er Jahre und zur Musik von Kurt Weill und George Gershwin erzählt das Ballett eine verzweifelt innige Liebe, die hier tanzend beschworen wird, eine im Glück begonnene und durch die Not bestärkte Gemeinschaft, wie sie auch Weill und Lenya verband.

Nach einem halben Jahrhundert startete das Anhaltische Theater erfolgreich mit der Premiere „Götterdämmerung“ den Auftakt zum ersten gesamten Zyklus von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ und setzt somit die Tradition Dessaus als „Bayreuth des Nordens“ fort. Am Sonntag, 20. Mai um 16 Uhr ist die Bild- und Musikgewaltige Produktion wieder im Großen Haus zu sehen. Joachim Lange schrieb über die Premiere in der Mitteldeutschen Zeitung vom 14. Mai: „Dem Generalmusikdirektor und Ring-Neuling ist es wirklich auf Anhieb gelungen, die Geister der langen Wagner-Tradition im Bayreuth des Nordens für seinen Ring-Auftakt zu erwecken. Dafür gab es zur Premiere ganz zu Recht stehende Ovationen.“

„Regisseur André Bücker, der den “Ring” vom Ende her erschließt, ist mit seiner Inszenierung ein “großer Wurf” gelungen. Eine Inszenierung, die so nur in der Bauhausstadt Dessau möglich ist. Wenn man denn Mut und Visionen hat und sich eines engagierten Ensembles sicher ist.“ – so Helmut Rohm, Volksstimme vom 14. Mai 2012. Für die Vorstellungen „Götterdämmerung“ bietet das Anhaltische Theater besondere Arrangements an. Nur noch zwei weitere Male (03.06.12, 16 Uhr und 30.06.12, 16 Uhr) ist die „Götterdämmerung“ zu sehen, bevor sie 2015 innerhalb des Gesamt-Zyklus zu erleben sein wird.

Weitere Informationen zum RING der Bauhausstadt unter: www.der-ring-in-dessau.de

Außerdem lädt das Anhaltische Theater zum Elbmusikfest zu Theaterführungen ein und bietet eine spannende Entdeckungsreise durchs Theater mit Blick auf die Bühne und ihre faszinierenden technischen Möglichkeiten, Tischlerei und Malsaal. (Termine: 18.05.2012 um 17.30 Uhr und am 20.05.2012 um 14.30 Uhr/ Treffpunkt in der Kassenhalle des Theaters)

Für alle Vorstellungen gibt es Tickets unter: 0340 2511 333 und www.anhaltisches-theater.de oder an unseren Theaterkassen sowie an allen ReserviX Vorverkaufsstellen.

Wien, Wiener Staatsoper, Matinee Kammermusik der Wiener Philharmoniker 9, 19.05.2012

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Wiener Staatsoper

Matinee “Kammermusik der Wiener Philharmoniker 9″ in der Wiener Staatsoper

Am Samstag, 19. Mai 2012, 11.00 Uhr findet die neunte Matinee der Reihe “Kammermusik der Wiener Philharmoniker” statt: Martin Zalodek (Violine), Christoph Wimmer (Kontrabass), Matthias Schorn (Klarinette), Benedikt Dinkhauser (Fagott), Martin Mühlfellner (Cornett), Walter Voglmayer (Posaune), Thomas Lechner (Schlagzeug) und Christoph Widauer (Sprecher und Handpuppenspieler) interpretieren Igor Strawinskys “Geschichte vom Soldaten”.

Der nächste und letzte Kammermusik-Termin in dieser Spielzeit findet am 23. Juni statt.

Details zu Programm und Besetzung aller Matineen sind auf der Homepage der Wiener Staatsoper (www.wiener-staatsoper.at) zu finden.

Restkarten à 30,- € sind an allen Bundestheaterkassen sowie online erhältlich.

Linz, Landestheater Linz, Premiere Der Rosenkavalier, 19.05.2012

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Landestheater Linz

Der Rosenkavalier  von Richard Strauss

Dichtung von Hugo von Hofmannsthal

In Kooperation mit dem Theater Lübeck

Premiere im Landestheater Linz am Samstag, 19. Mai 2012 um 18.30 Uhr 
Weitere Termine 22. und 26. Mai 2012; 12. und 15. Juni 2012; jeweils 18.30 Uhr

Musikalische Leitung  Dennis Russell Davies / Takeshi Moriuchi Inszenierung  Anthony Pilavachi Bühne und Kostüme Tatjana Ivschina Kostüme Marie-Therese Cramer ChoreographieGuido Markowitz  Chorleitung Georg Leopold Leitung des Kinder- und Jugendchors Ursula Wincor Dramaturgie Wolfgang Haendeler

BESETZUNG:
Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg: Karen Robertson / Astrid Weber
Der Baron Ochs auf Lerchenau: Dominik Nekel
Octavian, genannt Quinquin, ein junger Herr aus großem Haus: Katerina Hebelkova / Valentina Kutzarova
Herr von Faninal, ein reicher Neugeadelter: Stefan Heidemann
Sophie, seine Tochter: Mari Moriya
Jungfer Marianne Leitmetzerin, die Duenna:  Cheryl Lichter
Valzacchi, ein italienischer Intrigant:Matthäus Schmidlechner
Annina, seine sogenannte Nichte: Christa Ratzenböck
Der Haushofmeister bei der Feldmarschallin: Eugen Fillo / Csaba Grünfelder
Der Haushofmeister bei Faninal: Eugen Fillo / Csaba Grünfelder
Ein Polizeikommissar: Nikolai Galkin
Ein Notar: Leopold Köppl
Ein Wirt / Ein Tierhändler: Hans-Günther Müller
Ein Sänger, Allegorie der Zeit: Pedro Velázquez Díaz / Jacques le Roux
Drei adelige Waisen: Karin Behne / Mitsuyo Okamoto, Yoon Mi Kim-Ernst / Kateryna Lyashenko, Jadviga Buddeus / Vaida Raginskyté
Eine adelige Witwe: Matej Kubus
Eine Modistin: Ulrike Weixelbaumer
Vier Lakaien der Marschallin: Jochen Bohnen, Jang-Ik Byun, Seogmann Keum, Markus Schulz
Vier Kellner: Jochen Bohnen, Siegfried Dietrich, Miguel Angel Santiago Sanpedro, Bonifacio Galván
Amor: Magdalena Baehr / Marie-Therese Baehr / Victoria Nagler
Leopold: Stefan Faschinger
Der Tod: Gergely Dudas

Chor und Herren des Extrachors des Landestheaters Linz; Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz;in Kooperation mit der OÖ Vokalakademie; Statisterie des Landestheaters Linz; Bruckner Orchester Linz

Mainz, Staatstheater Mainz, Letzte Chance: UN BALLO IN MASCHERA, 28.05.2012

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Staatstheater Mainz

Letzte Chance: UN BALLO IN MASCHERA

EIN MASKENBALL
Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
Dichtung nach Eugène Scribes Drama “Gustav III. ou le bal masqué”
von Antonio Somma
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Tatjana Gürbaca
Bühne und Kostüme Marc Weeger – Silke Willrett
Dramaturgie Carsten Jenß

Riccardo, Gouverneur von Boston, wird von einer Verschwörung bedroht. Außerdem setzt er sein Leben durch die Liebe zu Amelia, der Frau seines engsten Vertrauten Renato, aufs Spiel. Als die Wahrsagerin Ulrica verbannt werden soll, will sich Riccardo selbst ein Bild von ihr machen. Inkognito, als Fischer verkleidet, lässt er sich von ihr die Zukunft vorhersagen. Ulrica erkennt in ihm einen Mächtigen, und ihre Prognose ist finster.Renato, durch die Liebe zwischen Riccardo und seiner Frau verletzt, wird zum erbitterten Feind des Gouverneurs. Das Los bestimmt ihn zum Attentäter, der Maskenball wird zum Ort der Abrechnung.Giuseppe Verdis „Maskenball” wurde 1859 in Rom aufgeführt. Der Weg zur Uraufführung war durch Eingriffe der Zensur erschwert und verleidete Verdi  zwischenzeitlich ganz die Arbeit an dem Werk: Im Mittelpunkt sollte ursprünglich der schwedische König Gustav III. stehen, ein Königsmord auf offener  Bühne schien den  Behörden in Anbetracht des Attentats auf Napoleon III. in Neapel im Jahre 1849 zu gefährlich. So wurde die Handlung  schlussendlich nach Boston verlegt und ein Gouverneur zum Protagonisten. In dieser „Maskierung” erlebte die Oper ihre Uraufführung. Gelächter und Verzweiflung liegen in diesem unvergleichlich dichten Werk Giuseppe Verdis eng beieinander.

Zum letzten Mal am 28. Mai 2012

Erfurt, Theater Erfurt, Zum letzten Mal DER FREISCHÜTZ, 20.05.2012

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Theater Erfurt

Zum letzten Mal DER FREISCHÜTZ

Der Jäger Max kann nur mit dem Sieg beim Probeschießen die Hand seiner Liebsten erringen. Um sicher zu gewinnen, lässt er sich auf ein gefährliches Spiel mit Kasper ein, der mit dem Teufel im Bunde steht. Ein Spiel auf Leben und Tod beginnt. Der bekannte Schauspieler und Regisseur Dominique Horwitz präsentiert Webers romantische Oper Der Freischütz am Theater Erfurt in einer radikal neuen Lesart. Die viel diskutierte Inszenierung ist nun zum letzten Mal auf der Bühne des Großen Hauses zu sehen.

Letzte Aufführung
So, 20. Mai 2012, 15 Uhr, Großes Haus

Koblenz, Theater Koblenz, Premiere GISELLE, 19.05.2012

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Theater Koblenz

Premiere GISELLE

Romantisches Ballett in zwei Akten von Adolphe Adam

„Die Welt, in welcher Elfen, Wilis und Sylphiden leben, ist der Teil in uns, den wir ungern zeigen, unsere Träume, Wünsche und Ängste. Die Kluft zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren, auch als gesellschaftlich erwünscht bzw. unerwünscht zu verstehen, war der Antrieb der romantischen Kreativität und hat bis heute Auswirkungen auf Künstler. Es ist sicher nicht ohne Grund, dass sich Choreografen auch heute immer wieder Klassikern wie GISELLE stellen. Bei aller Achtung vor der Tradition zählt dabei vor allem die Sicht als heutiger Mensch und Künstler auf das Stück. Dabei ist es unbedeutend, ob ich eine traditionelle Version des Stückes auf die Bühne bringe, oder gänzliche neue Schritte erfinde, um die Geschichte zu erzählen. Es reicht mir nicht, einfach eine Geschichte schön bebildert auf die Bühne zu bringen. Die Tänzer und die Zuschauer, wollen verstehen, was die Personen der Geschichte dazu treibt, so zu agieren wie sie es tun. Das ist die Aufgabe des Choreografen.“ -Steffen Fuchs-

In einem Dorf lebt Giselle, eine junge Frau mit krankem Herzen, mit ihrer Mutter Berthe. Giselle liebt den Tanz und sie liebt Loys. Doch dieser ist in Wahrheit Prinz Albert und bereits mit der adligen Bathilde verlobt. Der Wildhüter Hilarion dagegen liebt unerwidert Giselle. In einer Vision warnt Berthe ihre Tochter Giselle vor dem Schicksal der Wilis, betrogenen Mädchen, die vor ihrem Hochzeitstag starben. Um Mitternacht zwingen diese rachsüchtigen Geister jeden Mann, mit ihnen zu tanzen, bis er stirbt. Der eifersüchtige Hilarion deckt Alberts Verkleidung auf. Überwältigt von Schmerz wird Giselle wahnsinnig. In ihrem Kopf vermischen sich zusehends Fiktion und Realität.

Ballett war das große Ereignis der französischen Romantik, und es war ein Ballett namens GISELLE, das den Höhepunkt dieser Epoche markierte. Und noch heute bewegt uns die tragische Liebesgeschichte zutiefst und steht so hoch in der Gunst des Publikums.

Musikalische Leitung: Karsten Huschke
Choreografie: Steffen Fuchs
Bühne und Kostüme: Dorit Lievenbrück
Dramaturgie: Juliane Wulfgramm

Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Mit:
Martina Angioloni, Yolanda Bretones Borra, Melanie Bürkle, Arkadiusz G³êbocki, Irina Golovatskaia, Lisa Gottwik, Yao-Yi Hsu, Asuka Inoue, Olivia Jenkins, Michael Jeske, Alexey Lukashevich, Louis Marteau, Rory Stead, Iskra Stoyanova, Campbell Watt, Nathaniel Yelton

Premiere am Samstag, den 19. Mai 2012 um 19:30 Uhr im Großen Haus

Werkeinführung jeweils eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung im Oberen Foyer!

Weitere Vorstellungen: 27./ 29./ 31. Mai; 3./ 14./ 16./ 22./ 27. Juni

Bonn, Theater Bonn, Highlights des Internationalen Tanzes, 17./18.05.2012

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Theater Bonn

Highlights des Internationalen Tanzes

MAI-TANZTAGE BONN
COMPAGNIE MARIE CHOUINARD (Kanada)

bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS

Am Donnerstag, 17. Mai, 18 Uhr und Freitag, 18. Mai 2012, 19.30 Uhr, Opernhaus

Der Traum vom Entschweben auf Spitzenschuhen ist schon oft an zu viel Gravitationskraft gescheitert. Und so gibt Marie Chouinard ihren Tänzern die Erdenschwere gleich mit auf die Bühne: Sie hängen an Seilen, schweben auf Krücken und Stangen, und wenn sie „auf Spitze“ tanzen, dann höchstens auf einem Fuß, was ihnen völlig neue Bewegungsformen abverlangt. Dennoch werden die Prothesen, Stangen und Seile den Tänzern nicht zum Hindernis, sondern zu einer Verlängerung ihrer Körper, wodurch sie wie seltsame Wesen aus einer anderen Welt erscheinen.

Das Werk bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS ist ein Ballett in zwei Akten und wurde 2005 für das Internationale Tanzfestival der Biennale Venedig von Marie Chouinard kreiert. In diesem Stück drücken die zehn Tänzer Marie Chouinards Compagnie – ausgestattet mit Krücken, Prothesen und horizontalen Stangen – das Thema der Freiheit in verschiedenen Variationen aus. In Soli, Duos, Trios und Gruppentänzen entstehen ungewöhnliche dynamische Körpergesten, welche die menschliche Kondition nachempfinden. Musikalisch begleitet wird der Abend durch eine Bearbeitung Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen Nr. 5, 6 und 8 von Louis Dufort. Außerdem gibt es Zuspielungen von Kommentaren des Pianisten Glenn Gould.

Marie Chouinard gründete 1990 ihre Compagnie, die heute auf den großen Bühnen und bei den bekanntesten Festivals der Welt auftritt. Ihre Wurzeln hat die Compagnie in Marie Chouinards erster Choreographie aus dem Jahr 1978, dem Solo CRYTALLIZATION, welches für seine Originalität damals sofort auf großen Zuspruch stieß. Seit der Gründung hat Marie Chouinard rund ein Dutzend Choreographien für ihre Compagnie geschaffen. Jedes der Werke vollführt eine Odyssee durch die Geschichte der Menschlichkeit, wobei Stil und Substanz in perfektem Einklang sind. Seit dem Jahr 2007 ist die Compagnie Marie Chouinard in einem eigenen Tanzcenter untergebracht, dem LA BIBLIOTHÈQUE – Espace Marie Chouinard in 4499, avenue d l’Esplanade in Montréal.

„Meine Quelle ist immer der Körper selbst gewesen und besonders die Stille und der Atem, welche den ‚unsichtbaren’ Teil des Lebens ausmachen“, sagt die im kanadischen Québec geborene Marie Chouinard. Als Choreographin begann sie, verschiedenste Medien in ihre Stücke mit einzubeziehen und den Körper in den Focus ihrer Kreationen zu rücken. 1986 wurde Chouinard mit dem JACQUELINE-LEMIEUX-AWARD, ein Jahr später mit dem CHALMERS-AWARD ausgezeichnet. 1990 gründete sie die Compagnie Marie Chouinard. In Bonn war die Compagnie im März 2010 zu Gast und beeindruckte mit ihrem Programm aus Anlass des 100. Geburtstages der Ballets Russes: PRELUDE TO THE AFTERNOON OF A FAUN und LE SACRE DU PRINTEMPS. Insgesamt hat Marie Chouinard mehr als 50 Solo- und Gruppenwerke kreiert. Dabei reflektieren ihre seit 1978 geschaffenen Stücke ihre Sicht des Tanzes als eine heilige Kunst sowie ihren Erfindungsgeist eines immer neuen Universums. In ihren Werken feiert Marie Chouinard den menschlichen Körper durch kräftige, energetische Bewegungen als Mittelpunkt des Lebens. Für bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS wurden Marie Chouinard und ihre Compagnie im Jahr 2009 mit dem Gemini Award ausgezeichnet.

Choreographie Marie Chouinard I Musik Louis Dufort: Variations on the Variations, Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen 5, 6, 8/Redebeiträge von Glenn Gould
Mit 18 Tänzern

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, PREMIERE Ein Walzertraum, 28.05.2012

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Theater für Niedersachsen

Ein Walzertraum

Operette von Oscar Straus

Das Provinzfürstentum Flausenthurn muss um seine Existenz bangen, weil der Nachwuchs fehlt. Also wird Prinzessin Helene mit dem feschen Wiener Leutnant Niki verheiratet. Heimweh und Unzufriedenheit mit seiner Rolle als Erhalter des Fürstentums veranlassen Niki dazu, in der Hochzeitsnacht Reißaus zu nehmen. Prompt trifft er auf eine Wiener Damenkapelle. Nicht nur in deren Musik aus seiner Heimatstadt findet er Trost, auch die feurige Dirigentin Franzi verdreht ihm gehörig den Kopf. Aber als Franzi erkennt, wer Niki wirklich ist, beschließt sie auf ihn zu verzichten und der unerfahrenen Helene zu helfen, ihn ganz zu gewinnen. Ein Kurs in wienerischer Lebensweise ist der Schlüssel zum Happy End: Niki und Helene sind glücklich vereint, das Fürstentum kann überleben und die Damenkapelle zieht weiter.

Ein Walzertraum, uraufgeführt 1907, bietet beschwingt-nostalgischen Operettengenuss voller Walzerseligkeit und Wiener Schmäh.

„Schau’n ma mal, dann wern ma scho sehn!“ – Der österreichische Regisseur Werner Pichler über seine Inszenierung

Musikalische Leitung Achim Falkenhausen
Inszenierung Werner Pichler
Bühne und Kostüme Steffen Lebjedzinski
Chor Achim Falkenhausen

Mit Uwe Tobias Hieronimi (Joachim XIII.), Antonia Radneva (Prinzessin Helene), Jan Kristof Schliep (Graf Lothar), Daniel Jenz/ Dirk Konnerth (Leutnant Niki), Bernhard Christian Berger (Leutnant Montschi/ Eduard), Dorothee Schlemm (Friederike von Insterburg), Piet Bruninx (Wendolin), Jesper Mikkelsen (Sigismund), Regine Sturm (Franzi Steingruber), Marina Brandenburger (Die Tschinellen-Fifi), Lisa Klöpper (Annerl), Doris Falkenhausen/ Tanja Westphal (weitere Mitglieder der Damenkapelle), Opernchor des TfN, Statisterie des TfN, Orchester des TfN

Premiere am Samstag, 28. April 2012 im Großen Haus Hildesheim

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, ZEIT.PUNKT. Ballettabend von Silvana Schröder, 01.06.2012

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Theater und Philharmonie Thüringen

ZEIT.PUNKT. Ballettabend von Silvana Schröder

In ihrer ersten Spielzeit als Ballettdirektorin von Theater&Philharmonie Thüringen bringt Silvana Schröder am Ende dieser Saison einen zweiten großen eigenen Ballettabend heraus, wiederum eine Uraufführung. Am 1. Juni um 19.30 Uhr hat im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera „Zeit.Punkt.“ Premiere. Es ist ein dreiteiliger Abend.

Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera musiziert live unter der Leitung von Jens Troester. Für Bühne, Kostüme und Videos zeichnet Andreas Auerbach.

Es tanzen in den Hauptrollen: Alina Dogodina/Sabine Völkl (Mädchen, Frau), Vitalij Petrov/Odsuren Dagva (Todesengel).

Die Zeit gilt als physikalische Größe, objektiv, eindeutig und unumkehrbar. Gleichzeitig ist sie in der individuellen Wahrnehmung der Menschen etwas höchst Subjektives: Mal scheint die Zeit still zu stehen, mal verstreicht sie wie im Flug. Als Ursache dafür werden gemeinhin die Disposition des Individuums und seine momentane psychische Verfassung angesehen. Aber auch geographische, historische, kulturelle, politische, soziale und religiöse Komponenten bestimmen die Wahrnehmung von Zeit.

Silvana Schröder legt ihrer choreografischen Reflexion über die Wahrnehmung von Zeit Musik höchst unterschiedlicher Sphären zugrunde: Leonard Bernsteins Musik ist eindeutig in der Großstadthektik Nordamerikas verortet – vital, impulsiv, dynamisch. Wojciech Kilars Filmmusik zu „Dracula“ vermittelt den Eindruck von Unerbittlichkeit und Unentrinnbarkeit, so wie der Faktor Zeit oft von den gestressten Individuen des 21. Jahrhunderts empfunden wird. Die Kompositionen des Esten Arvo Pärt sind gegenwärtig und scheinen doch aus einer anderen Zeit zu stammen. Zuweilen beschreiben sie gar einen Stillstand.

Am Pfingstmontag, 28. Mai, um 11 Uhr lädt Chedramaturg Felix Eckerle zu einer MATINEE in den Konzertsaal ein. Das Inszenierungsteam stellt die Konzeption vor. Interessierte können hier vorab bei freiem Eintritt erste Eindrücke gewinnen; denn auch Ausschnitte aus der Choreografie werden vorgestellt.

Weitere Vorstellungen in Gera in dieser Spielzeit am 9. und 22. Juni, jeweils 19.30 Uhr.

 Musik: Leonard Bernstein: „On the Town”, Three Dance Episodes; Suite aus dem Film „On the Waterfront”

Wojciech Kilar: Musik zu dem Film „Bram Stoker´s Dracula“

Arvo Pärt: Sinfonie Nr. 3; „Spiegel im Spiegel“ für Violoncello und Klavier