Oldenburg, Oldenburgisches Staatstheater, Premiere RIGOLETTO von Giuseppe Verdi, 10.02.2018

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Oldenburgisches Staatstheater

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

Staatstheater Oldenburg © Andreas J. Etter

RIGOLETTO von Giuseppe Verdi

nach dem Schauspiel Le Roi s’amuse von Victor Hugo, Libretto von Francesco Maria Piave, in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Samstag 10. Februar 2018  19.30 Uhr, weitere Vorstellung: So 18.02.2018

Dem Herzog von Mantua eilt kein guter Ruf voraus. Er ist ein Lebemann ersten Ranges, dessen Weg eine Unzahl gebrochener Frauenherzen pflastert. Als Hofnarr spielt Rigoletto das ebenso frivole wie menschenverachtende Spiel des Herzogs mit, privat aber versucht er das Liebste, das er besitzt – seine Tochter Gilda – vor dem gefährlichen Verführer zu beschützen. Erfolglos, wie sich bald herausstellt, denn obwohl Rigoletto das junge Mädchen vor der Welt zu verstecken sucht, sind sich Gilda und der Herzog längst begegnet. Dass das galante Werben des versierten Verführers dabei seine Wirkung nicht verfehlt hat, ist klar. Von der ersten Liebe überwältigt, opfert sich Gilda letztendlich für einen Mann, für den sie in Wahrheit keinerlei Bedeutung hatte. Rigoletto steht dem Geschehen völlig machtlos gegenüber. Er muss den Tod seiner Tochter mitansehen, den er in gewisser Weise mitverschuldet hat, und verliert mit ihr den einzigen Menschen, der ihn nicht als Ausgegrenzten sieht und ihm wahre Gefühle entgegenbringt.

Wenngleich Verdi sich im Falle von Victor Hugos Drama Le Roi s’amuse für einen Stoff entscheidet, der wegen der kritischen Darstellung des Adels in Frankreich die Zensur auf den Plan gerufen hatte, ist es in diesem Falle wohl nicht primär der politische Aspekt, der den engagierten Komponisten fasziniert. Vielmehr sind es gerade die menschlichen Beziehungen fernab jeder Öffentlichkeit, auf denen Verdis Augenmerk lastet und die er in ihrer ganzen Tragik in Musik gießt: das ebenso galante wie gefühllose Werben des adeligen Frauenhelden, die aufkeimenden, letztendlich todbringenden Gefühle des jungen Mädchens sowie die innere Zerrissenheit und das tragische Scheitern des ewig ausgegrenzten Narren und liebenden Vaters.

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro; Regie und Kostüme: Hinrich Horstkotte; Chorleitung: Thomas Bönisch; Bühne: Siegfried E. Mayer; Licht: Ernst Engel; Dramaturgie: Annabelle Köhler

Mit: Ill-Hoon Choung, Stephen Foster, Philipp Kapeller/Timo Schabel, Henry Kiichli, Jason Kim, Leonardo Lee, Kihun Yoon/Daniel Moon; Melanie Lang, Sooyeon Lee/Martyna Cymerman, Yulia Sokolik, Herren des Opernchors des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester, Statisterie des Oldenburgischen Staatstheaters; PMOlStt

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