Düsseldorf / düsseldorf festival !, Highlights 13.09. – 02.10.2017

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen
© Thomas Rempen

düsseldorf festival

düsseldorf festival! 13.9. – 2.10.2017

Die Highlights:
Vom 13. September bis 2. Oktober 2017 präsentiert das düsseldorf festival! zum 27. Mal außergewöhnliche Produktionen aus Musik, Theater, Nouveau Cirque und Tanz. Die diesjährigen Produktionen verwischen wie gewohnt die Trennlinien zwischen den Kunstformen und wagen Grenzgänge und -überschreitungen. Unter den elf Glanzlichtern des internationalen Programms finden sich drei NRW- Premieren, fünf Deutschlandpremieren sowie eine Europapremiere.


düsseldorf festival / No Gravity Dance Company © Manuela Giusto

düsseldorf festival / No Gravity Dance Company © Manuela Giusto

Aria
NoGravity Dance Company
Deutschlandpremiere
Schwebendes Gesamtkunstwerk
Wären wir Italiener, erschlösse sich uns der Titel dieses verblüffenden Tanzabends sofort in seiner Zweideutigkeit: Wir würden nicht nur Musik im Ohr haben, barocke Arien von Monteverdi über Vivaldi bis Pergolesi, sondern auch schon wissen, dass wir unseren Augen nicht trauen werden: weil die Tänzer der NoGravity Dance Company aus Rom beständig in der Luft zu schweben scheinen. Eben „arie barocche nell’aria“. Zusammen mit einem ebenso zauberhaften wie heiteren Set aus Bühne, Kostümen und Licht verbinden sich 13 kleine Sequenzen zu einem hinreißenden Gesamtkunstwerk.
Mi 13.9. – Fr 15.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Dimitride Perrot © Augustin Rebetez

düsseldorf festival / Dimitride Perrot © Augustin Rebetez

MYOUSIC  –  Dimitri de Perrot
feat. Julian Sartorius
Deutschlandpremiere
Klangwelten erleben
Klänge erklingen, verklingen und werden zu Erinnerungen und Gefühlen. Jahrelang erforschte der Schweizer Komponist Dimitri de Perrot (genau, der von Zimmermann & de Perrot) das einmalige Verhältnis zwischen Publikum und Aufführung und das Klangmaterial, das aus dieser Begegnung entsteht. Zusammen mit dem Drummer Julian Sartorius erschafft er – im Rahmen seiner ersten Soloinszenierung – ein faszinierendes szenisches Konzert, in dem das Publikum zum Teil des Stückes wird: Durch die Installation verschiedenster Resonanzkörper und Klangerzeuger, die überall im Saal verteilt sind, erleben die Zuschauer die Musik buchstäblich am eigenen Leib.
Do 14.9. – Sa 16.9., 20 Uhr, tanzhaus nrw


düsseldorf festival / Kader Attou & Compagnie Accrorap © Michel Cavalca

düsseldorf festival / Kader Attou & Compagnie Accrorap © Michel Cavalca

Opus 14  –  Kader Attou & Compagnie Accrorap
NRW-Premiere
Kraftvolle Momentaufnahmen
Da dreht einer seinen gesamten Körper waagerecht im Raum – auf einer Hand, endlos. Eine andere erkundet kopfüber die Grenzen der Schwerkraft. Körper verflüssigen sich in eine gemeinsame Struktur, rasend schnell löst sie sich wieder auf. Wie ein großer Fluss nimmt die Musik alle mit, Menschen treideln in Duetten, Trios suchen gemeinsam nach Wegen – und immer wieder friert eine Szene ein zur unverrückbaren Momentaufnahme. In der Choreografie von Kader Attou, Drahtzieher der neuen französischen HipHop-Szene, malen die 16 Tänzer der Gruppe Accrorap traumartige tableaux vivants von kraftvoller Schönheit.
Sa 16.9. & So 17.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / José Montalvo © Patrick Berger

düsseldorf festival / José Montalvo © Patrick Berger

Y Olé!  –  José Montalvo
NRW-Premiere  –  Feier auf das Leben
Wenn José Montalvo Igor Strawinskys Ballettmusik Le Sacre du Printemps mit Volksund Popkultur kreuzt, wird ein heidnisches Opferritual zur frühlinghaften Feier auf das Leben. Der französische Choreograf mit spanischen Wurzeln kennt im Wettkampf der (Tanz-)stile keine Verlierer: Elektrisierender Flamenco und schnörkelloser HipHop treffen auf klassischen Tanz und afrikanische Rhythmen. Später kommen traditionelle Lieder aus Algerien oder Schlager aus den 60ern hinzu, und wenn die Party langsam hinübergleitet in Erinnerungen an die Träume und Feste einer wechselvollen Kindheit, passt immer noch alles zusammen.
Di 19.9. & Mi 20.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Cory Henry © Cory Henry

düsseldorf festival / Cory Henry © Cory Henry

Cory Henry  –  The Revival
Deutschlandpremiere
Hammondorgel als fetzige Bigband
Wenn die Hammond B3 die Bigband des armen Mannes ist, dann ist der New Yorker Keyboarder und Organist Cory Henry nie allein auf der Bühne – wenn er sich auch mit seinem aktuellen Programm The Revival fast ausschließlich solo oder nur von einem Schlagzeug unterstützt an der mächtigen Hammondorgel präsentiert. Henry, anerkannte Gospelgröße der jungen Generation, einen schier unglaublichen Reichtum an Klängen und Stimmungen aus dem Instrument heraus, mal inbrünstig soulig, dann wieder progressiv jazzig oder sogar gnadenlos rockig.
Do 21.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Master Drummers of Burundi © Will Dum

düsseldorf festival / Master Drummers of Burundi © Will Dum

Master Drummers of Burundi  –  Rhythmische Großfeuer
Sie sind eine Legende: Die Meistertrommler aus Burundi zählen seit Jahrzehnten zu den berühmtesten und besten Trommel-Ensembles der Welt. Sie sind die Botschafter einer Tradition, die in dem kleinen zentralafrikanischen Staat seit Jahrtausenden gepflegt wird.
Ihre Konzerte sind Spektakel voller Energie, Farbenpracht und archaischer Intensität. Die zwölf Batimbos, zugleich umwerfende Tänzer und Artisten, entfachen in ihren bunten Gewändern martialisch donnernde rhythmische Großfeuer. Und während sie singen, tanzen, springen und imaginäre Kämpfe an ihren Instrumenten ausfechten, gerät man schier außer sich vor Begeisterung.
Fr 22.9. & Sa 23.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Peter Lohmeyer © Roland Breitschuh

düsseldorf festival / Peter Lohmeyer © Roland Breitschuh

Süditalien – Heimat und Sehnsuchtsort
Etta Scollo Trio & Peter Lohmeyer  –  NRW-Premiere

düsseldorf festival / Etta Scollo © Frank Szafinski

düsseldorf festival / Etta Scollo © Frank Szafinski

Reise durch ein Land der Gegensätze Süditalien. Ein Ort der Sehnsucht. Von jeher lockt er mit seiner Magie Menschen aus aller Welt, die sich auch von feuerspeienden Naturgewalten oder kriminellen Machenschaften nicht abschrecken ließen und lassen. Begeben Sie sich zusammen mit Peter Lohmeyer und Etta Scollo auf eine Reise durch das Land der Gegensätze und Widersprüche. Der renommierte Schauspieler präsentiert eine Sammlung von Geschichten und Erfahrungen aus der Feder Einheimischer und Reisender und harmoniert dabei hervorragend mit der großartigen sizilianischen Sängerin, die das Programm um eine Mischung aus Tradition, Pop-Avantgarde und Jazz bereichert.
So 24.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz

 


düsseldorf festival / Eun-Me Ahn © Young Mo Choe

düsseldorf festival / Eun-Me Ahn © Young Mo Choe

Ahnsim Dance  –  Eun-Me Ahn
Europapremiere
Tanzperformance über das Anderssein
Sie ist berühmt für ihre exzentrischen, provokanten Stücke. Nun präsentiert die koreanische Choreografin Eun-Me Ahn den Auftakt zu ihrer neuen Trilogie zum Thema „Different People“ erstmals in Europa. Auf der Bühne agieren sehende und blinde Tänzer miteinander und erzählen mit ausdrucksstarker Körpersprache eine eindringliche Geschichte über das Anderssein und über die Schwierigkeiten im täglichen Leben derer, die am Rande der Gesellschaft leben. Und die auf der Bühne plötzlich ihre ganze Stärke und besondere Persönlichkeit ausstrahlen. Eun-Me Ahn transportiert in „Ahnsim Dance“ unendliche Zuversicht und Lebensfreude.
Di 26.9. & Mi 27.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


 

Orfeo 2.0 – a baROCK opera  –  l’arte del mondo
Mit Jazz und Rock auf Monteverdis Spuren
Wie hat wohl Monteverdis „Orfeo“ vor 400 Jahren im Original geklungen? Bestimmt ganz anders, als wir die Oper heute kennen, denn der Komponist hat eine Partitur hinterlassen, die nur spärlich über Instrumentierung und Ausführung Auskunft gibt. Alles andere wurde improvisiert. Wie heute beim Jazz … Dieser Gedanke, ausgesponnen von den kreativen Köpfen des Orchesters l’arte del mondo, war die Geburtsstunde einer Orfeo-Version mit modernen, jazzigen und poppigen Rhythmen und Harmonien. Ein verblüffender Ansatz, der funktioniert: Denn von Blues über Rock und Jazz bis zum Post-Punk ist bei Monteverdi alles schon da!
Do 28.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Taksim Trio © Taksim Trio

düsseldorf festival / Taksim Trio © Taksim Trio

Ahi  –  Taksim Trio
Tradition funkensprühend belebt
Multikulturell, musikalisch versiert und dabei ausgesprochen unterhaltsam: Die drei
Virtuosen des Taksim Trios aus Istanbul sind in ihrer Heimat gefeierte Superstars – und
drauf und dran, auch hierzulande Kultstatus zu erreichen. Hüsnü Senlendirici an Klarinette und Duduk, Ismail Tuncbilek an der elektrisch verstärkten Baglama, ein Instrument der Langhalslauten-Familie Saz, und Aytaç Dogan an der türkischen Zither Kanun mischen anatolische Volksmusik mit orientalischem Pop, geben hier eine Portion Jazz dazu und da eine Prise Klassik. So wird Tradition funkensprühend und unerschrocken neu belebt!
Fr 29.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Les 7 doigts de la main © Alexandre Galliez

düsseldorf festival / Les 7 doigts de la main
© Alexandre Galliez

RÉVERSIBLE  –  Les 7 doigts de la main
Deutschlandpremiere
Mit Akrobatik durch Raum und Zeit
Die Wände spielen mit: Sie wackeln und tanzen, trennen und begrenzen. Ein Blick hinter die Wand ist wie ein Blick in sich selbst. Wo komme ich her, was macht mich aus, wer bin ich wirklich? RÉVERSIBLE ist den Groß- und Urgroßeltern gewidmet, einer Generation, in der Familie alles bedeutete. Acht begnadete Performer reisen in einem Strudel atemberaubender Showelemente durch Raum und Zeit, tauchen ein in das Leben ihrer Vorfahren und lernen sich dabei ganz neu kennen. Wie alle Produktionen der Ausnahmeartisten von „Les 7 doigts de la main“ überzeugt auch das aktuelle Stück durch eine virtuose Mischung aus Theater, Musik, Zirkus, Humor und Akrobatik.
Sa 30.9., 20 Uhr, So 1.10. 14 & 20 Uhr, Mo 2.10., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Ticket-Informationen:
Ticket-Hotline:     0211.82 82 66 22
(bis 11.9.2017 Mo bis Fr und ab Festivalbeginn täglich 10-18 Uhr)
Internet:     www.duesseldorf-festival.de oder www.westticket.de
Tickets können auch im Festivalbüro gekauft und abgeholt werden:
Bolkerstr. 14-16, 40213 Düsseldorf, Mo bis Fr 11-18 Uhr.
Tickets gibt es außerdem bei den west:ticket-Vorverkaufsstellen
Frühbucherrabatt:
Bis einschließlich 6. Juni 2017 gibt es auf den Kartenkauf eine Ermäßigung von 10 %. Hauptsponsoren des düsseldorf festival! sind die Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz Aktiengesellschaft (IDR AG), die Rheinische Post, die Landeshauptstadt Düsseldorf, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und Parkvogel Düsseldorf.         www.duesseldorf-festival.de


Hintergrund – Entstehung & Entwicklung
Aus der privaten Initiative, die 1991 als Altstadtherbst antrat, um die Düsseldorfer Altstadt kulturell zu beleben, haben die Intendanten Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen im Laufe der Jahre ein Kulturfestival mit einem breiten, weltoffenen Veranstaltungsspektrum für die Stadt und die Region entwickelt. Ohne seine Wurzeln in der lokalen und regionalen Musikszene aus den Augen zu verlieren, hat das Festival seinen Fokus mehr und mehr auf die internationale Kulturszene gerichtet. Kontinuierlich wird der Blickwinkel größer, entstehen auf der Suche nach inspirierenden Künstlerpersönlichkeiten vielfältige Kontakte ins Ausland, tritt man als KoproduktionsPartner anderer, ähnlich orientierter Festivals grenzüberschreitend in Erscheinung.

Düsseldorf Festival / Christiane Oxenfort Andreas Dahmen © Adrian Bedoy

Düsseldorf Festival / Christiane Oxenfort Andreas Dahmen © Adrian Bedoy

Das Programm-Profil ist mittlerweile geprägt von innovativen, großformatigen Tanz-, Musiktheater- und Nouveau-Cirque-Produktionen, exklusiven (kammer)musikalischen Konzepten und experimentellen Crossover-Projekten. Inzwischen ziehen bis zu 500 Künstler aus der ganzen Welt in mehr als 60 Veranstaltungen jährlich rund 25.000 Besucher in ihren Bann. Schließlich ist das Festival auch räumlich über sich hinausgewachsen: Neben der Altstadt mit dem Theaterzelt als Mittelpunkt werden immer wieder neue und ungewöhnliche „locations“ in ganz Düsseldorf als Spielorte erschlossen. Um der Verankerung in der Düsseldorfer Kultur und der zunehmenden Internationalität Rechnung zu tragen und gleichzeitig Raum für Weiterentwicklung zu schaffen, hat sich das altstadtherbst kulturfestival düsseldorf 2012 in düsseldorf festival! umbenannt und trägt seither den Namen, den es sich schon längst erworben hat: düsseldorf festival! ist Festival in Düsseldorf, für Düsseldorf und Botschafter Düsseldorfs.  –  PMDüFe

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