Villazón Verdi, IOCO CD-Rezension, 22.01.2013

Januar 25, 2013  
Veröffentlicht unter IOCO - CD-Rezension

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Villazon Verdi - Bild : amazon / Partnerprogramm

Villazon Verdi – Bild : amazon / Partnerprogramm

 

VILLAZÓN VERDI“

1. Oberto, conte di San Bonifacio“Ciel, che feci! … Ciel pietoso” 2. I due Foscari  – “Qui ti rimani alquanto” … “Brezza del suol natio … Dal più remoto esilio … Odio solo, ed odio atroce” 3. Brindisi 4. L’esule 5. I Lombardi alla prima crociata – “La mia letizia infondere” 6. In solitaria stanza 7. Il corsaro – “Eccomi prigioniero!” 8. Rigoletto – “Questa o quella” 9. “La donna è mobile” 10. La traviata – “Lunge da lei … De’ miei bollenti spiriti” 11. “O mio rimorso!” 12. Un ballo in maschera – “Amici miei, soldati! … La rivedrà nell’estasi” 13. Don Carlo – “Fontainebleau! foresta immensa e solitaria! … Io la vidi e al suo sorriso” 14. Messa da Requiem“Ingemisco tamquam reus” 15. Falstaff – “Dal labbro il canto estasiato vola”

Neue CD von Rolando Villazón.

Pünktlich zum 200. Verdi Jubiläums-Jahr 2013 präsentiert

Rolando Villazón mit dem Orchester der Turiner Oper unter dem Dirigat von Gianandrea Noseda eine reiche Auswahl an Tenor Arien aus Verdis zahlreichen weltbekannten Opern, aber auch aus weniger bekannten Frühwerken.

Die aufgenommenen Arien schlagen einen Bogen von der ersten bis zur letzten von Verdi komponierten Tenor Arie, wobei Villazón die heldenhafteren Arien aus Opern wie „Troubadour“, „Aida“ oder „Otello“ weglässt.

Der mexikanische Tenor begann seine Laufbahn als Opernsänger in den frühen 90er Jahren und erlebte seinen internationalen Karrierestart nachdem er 1999 innerhalb des Placido Domingos Operalia-Gesangwettbewerbs den  2. Platz belegte sowie den Publikumspreis bekam. Es folgten Engagements an den bedeutendsten internationalen Opernbühnen und 2005 schließlich der ganz große Durchbruch als Alfredo in „La traviata“ der Salzburger Festspiele, an der Seite von Anna Netrebko.

2009 musste sich dann der weltweit gefeierte Tenor wegen einer Zyste an den Stimmbändern einer Operation unterziehen und seitdem sind seine musikalischen Auftritte immer wieder begleitet von Befürchtungen, Misstrauen oder nur Neugier, ob er stimmlich wieder auf der Höhe sein wird oder nicht. Wahrhaftig ein großer Druck und eine schwere Last für Villazón zu tragen und zu ertragen.

Auch auf dieser Aufnahme hat man den Eindruck, als stünde er unter dem Druck beweisen zu müssen, dass er stimmlich wieder mit voller Kraft präsent ist und sich nichts geändert habe. Bravourös gesungen beweist er aufs Neue, welch ein exquisiter Interpret und beseelter Künstler er ist, auch wenn seine Stimme leicht an Timbre eingebüßt hat. Manche Passagen in der höheren Lage klingen weniger leicht und es ist etwas Anstrengung zu hören, jedoch bleibt es weiterhin ein Genuss, seinen gefühlvoll geführten Piani, seiner klaren Diktion und der perfekter Frasierung zuzuhören. Mit großer Leidenschaft und gewohnter Inbrunst singt er eine Arie nach der anderen und macht trotz genannter Kritikpunkte aus dieser CD ein eindrucksvolles Hörerlebnis.

Man wünscht ihm, er möge seine gesundheitlichen und die Psyche belastenden Strapazen der letzten Jahre nun vollständig hinter sich lassen, um uns weiter und noch lange mit seiner leidenschaftlichen, in Zukunft vielleicht etwas mehr umsichtigen Hingabe, mit seiner warm klingenden Tenorstimme und mit seinen ausdrucksreichen Interpretationen zu erfreuen.

IOCO / G. G. / Januar 2013

 


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