Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Ballett am Rhein: b. 14, 02.02.2013

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Deutsche Oper am Rhein

Stadttheater Duisburg (c)  © Raimond Spekking  CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Stadttheater Duisburg (c) © Raimond Spekking CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Premiere:   Ballett am Rhein: b. 14

 
Antony Tudor: The Leaves are Fading . Pas de deux
Frederick Ashton: Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan
Antony Tudor: Jardin aux lilas
Martin Schläpfer: Johannes Brahms . Symphonie Nr. 2 (Urauffuhrung)
 
Premiere im Theater Duisburg: Samstag, 2. Februar 2013, 19.30 Uhr
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Antony Tudor: The Leaves are Fading . Pas de deux
Wenn er choreographierte, vereinte er die Essenz aller Bewegungen in seinem gesamten Wesen, in seinen Augen, seinem Rücken, seinen Händen, schilderte Gelsey Kirkland die Arbeit mit Antony Tudor. Fur die  berühmte amerikanische Ballerina und den Tänzer Jonas Kage kreierte Tudor den zentralen Pas de deux in The Leaves are Fading, der den Auftakt zum Ballett am Rhein-Programm b.14 bildet. Ein elegisches, der Welt entrücktes Duo, das von einem ebenso bedingungs- wie selbstlosen Vertrauen zwischen zwei Menschen, einem Mann und einer Frau, spricht.
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Tudor zahlt zu den wichtigsten Erneuerern des klassischen Balletts im 20. Jahrhundert. In Konkurrenz zu Frederick Ashton konnte er sich in der britischen Tanzszene der 1930er Jahre mit seinen stilistisch höchst unterschiedlichen Arbeiten, Jardin aux lilas (1936), Dark Elegies (1937) und Judgment of Paris (1938) bald schon als treibende Kraft etablieren. Die Mittel des klassischen Balletts wusste er in eine Tanzsprache zu verwandeln, in welcher der Artist zum Darsteller wird und das menschliche Erleben, ausgedrückt durch den Tanz, ins Zentrum rückt. Seine künstlerische Heimat fand er schliesslich im neugegründeten American Ballet Theatre in New York, für das er zahlreiche Choreographien schuf, darunter auch sein letztes grosses, ganz einem puren neoklassischen Stil verpflichtetes Werk, The Leaves are Fading, aus dem Jahre 1975.
 
Musik Nr. 8 aus Die Zypressen 12 kurze Sätze für Streichquartett op. B 152 von Antonin Dvorak in einer Bearbeitung fur Streichorchester Choreographie Antony Tudor Musikalische Leitung Dante Anzolini, Licht John B. Read Einstudierung Kirk Peterson Orchester Duisburger Philharmoniker
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Rheinoper-Ballettchef-Schlaepfer-bei-Probearbeiten-c-Gert-WeigeltFrederick Ashton: Five Brahms Waltzes in the Manner of  Isadora Duncan
Zu Ehren der Wegbereiterin des modernen Tanzes Isadora Duncan schuf Frederick Ashton mit seinen Five Waltzes in the Manner of Isadora Duncang ein Solo auf fünf Walzer aus Johannes Brahms Opus 39 und widmete sie einer nicht weniger bedeutenden Ballerina: Lynn Seymour. Diese ist wiederum beim Ballett am Rhein nun zu Gast, um Ashtons Choreographie fur den Ballettabend b.14 neu einzustudieren. Ashton war von Aufführungen der Duncan derart fasziniert, dass er der Amerikanerin schließlich mit einer eigenen Arbeit ein Denkmal setzte. Auf den von der Künstlerin selbst mehrfach vertanzten Walzer Nr. 15 aus Brahms Opus 39 kreierte er für Lynn Seymour ein erstes, 1975 im Rahmen einer Hamburger Gala uraufgeführtes Solo, das er ein Jahr spater anlässlich des 50. Jahrestags des Ballet Rambert um vier weitere Walzer ergänzte. Seine eigenen, persönlich gefärbten Erinnerungen an Isadora Duncans Tanzen verband er mit Erinnerungen von Zeitzeugen und Notizen von Marie Rambert und schuf auf diese Weise ein Ballett, das Hommage und Vergegenwartigung, Erinnerung und Neukreation in einem ist tanzhistorische Überblendung und zugleich äusserst lebendige Bühnenkunst: die Spiegelung Frederick Ashtons in der Tanzkunst Isadora Duncans.
 
Musik Walzer Nr. 1, 2, 8, 10, 13 und 15 aus op. 39 von Johannes Brahms Choreographie Frederick Ashton Einstudierung Lynn Seymour Licht John B. Read Klavier Dirk Wedmann
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Rheinoper-b13-Ungarische-Taenze-FOTO_Gert_WeigeltAntony Tudor: Jardin aux lilas
Eine Frau streckt ihre Hand nach einem Mann aus. Er kommt zu ihr, nimmt sie und bricht sie wie eine Blume.
Er möchte sie besitzen, sie zu seinem Eigentum machen, doch Caroline liebt einen anderen… Aus dieser klassischen Dreier-Konstellation einer Liebe, die vergeblich auf ihre Erfüllung hofft und schließlich zurückgewiesen und zerstört wird schuf Antony Tudor im Bild eines duftenden Fliedergartens und zu der hochromantischen Musik von Ernest Chaussons Poeme fur Violine und Orchester 1936 sein Meisterwerk Jardin aux lilas. Einer psychologischen Studie gleich ist nicht die äussere Handlung des Geschehens wesentlich, sondern die innere Motivation der Charaktere sowie das Ausloten der durch die Zwänge der Gesellschaft im edwardianischen England bestimmten Handlungsweisen und Sehnsüchte. Ein melancholischer, traumverlorener Reigen um die romantischen Liebesgefühle junger Menschen.
 
Musik: Poeme fur Violine und Orchester op. 25 von Ernest Chausson Choreographie Antony Tudor Musikalische Leitung Dante Anzolini Buhne und Kostume Thomas Ziegler Licht John B. Read Einstudierung Donald Mahler Solo-Violine Natasha Korsakova Orchester Duisburger Philharmoniker
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Martin Schläpfer: Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2 (Uraufführung)
Einen Blick zuruck nicht nur in die Ballettgeschichte, sondern auch in die eigene Biographie  bedeutete fur Martin Schläpfer die Zusammenstellung der 14. Premiere fur sein Ballett am Rhein. Frederick Ashton, Antony Tudor, Lynn Seymour: Namen, die ihn zurückdenken lassen an seine eigene Zeit in London während seiner Ausbildung an der Royal Ballet School 1977/78, in der er nicht nur die Arbeiten dieser Choreographen eingehend studierte, sondern auch die ihn zutiefst faszinierende und inspirierende Nähe zu den Stars des Royal Ballet  darunter Lynn Seymour  erfahren durfte.
 
Den Komponisten der Five Brahms Waltzes und damit eine auch die anderen Ballettmusiken des Abends pragende spatromantische Tonsprache aufgreifend, sieht Martin Schläpfer sein neues Ballett auf Brahms Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 als eine Art .Schulterschlussg. Zugleich bedeutet ihm die Wahl dieser Komposition aber auch einen weiteren Schritt in der Auseinandersetzung mit den grossräumigen Dimensionen sinfonischer Architektur und ihrer Fruchtbarmachung fur seine, ihre Energien immer wieder aufs Neue aus den Musiken ziehende Tanzkunst.
 
Musik Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Johannes Brahms Choreographie Martin Schlapfer Musikalische Leitung Dante Anzolini Bühne und Kostüme Keso Dekker Licht Franz-Xaver Schaffer Orchester Duisburger Philharmoniker
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Ballettwerkstatt:
Schon am Mittwoch, 16. Januar, um 19.00 Uhr gibt das Ballett am Rhein Einblick in die neue Produktion: Die Tänzerinnen und Tänzer zeigen Ausschnitte aus Frederick Asthons “Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan” sowie aus Antony Tudors “Jardin aux lilas”, Martin Schläpfer choreographiert an seiner Uraufführung “Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2“. Die tänzerischen Eindrucke vertieft eine Gesprächsrunde mit Donald Mahler, der Tudors Jardin aux lilas einstudiert, Martin Schläpfer und Dramaturgin Anne do Paco über die Choreographen, ihre Ballette und die musikalischen Kompositionen. Ab 18.30 Uhr können die Zuschauer bereits beim Öffentlichen Training zuschauen. Der Eintritt ist frei.
Aufführungen von b.14 im Theater Duisburg:
Sa 02.02. 19.30 Uhr | So 03.02. 18.30 Uhr | Di 05.02. 19.30 Uhr | Sa 16.02. 19.30 Uhr | Sa 30.03. 19.30 Uhr | Do 09.05. 18.30 Uhr | So 19.05. 18.30 Uhr | So 02.06. 15.00 Uhr | Sa 08.06. 19.30 Uhr
 
Tickets und Informationen: Opernshops Düsseldorf und Duisburg, Tel. 0211.89 25 211, www.ballettamrhein.de
 
 
Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein

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